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am 17. März 2013
In seinem neuen Buch entführt Markus Heitz seine Fans wieder in ein Universum voller profitgieriger Konzerne, blutrünstiger Aliens und einer Kirche die fast mit ähnlichen Problemen wie die Heutige kämpft. Dabei lesen sich die Kapitel, wie gewohnt, wie im Flug wobei stets die ein oder andere Überraschung auf den Neugierigen wartet.

Was aber auffällt sind aber zwei ganz bedeutente Punkte:

1.) Wie auch schon in anderen Fortsetzungen kann Heitz nicht an den fesselnden Vorgänger anknüpfen. So kämpfte die Menschheit in "Collector" noch voller Entschlossenheit und bis zum Letzten gegen die heimtückischen Aliens- die einem, als in den letzten Kapiteln ihre wahren Absichten offenbart wurden, eine Gänsehaut über den Rücken jagten. Es ging um Intrigen, Verrat, Liebe und vieles mehr, wobei die Protagonisten, im klassischen Heitz-Stil niemals reine Paragons, stets im Zentrum der Ereignisse standen.

In der Fortsetzung dümpelt dieser Kampf eigentlich nur noch vor sich hin- entweder werden Menschen der Zucht wegen gezüchtet oder eben um sie zu fressen- während der Rest tatenlos zuschaut und sich hinter "wir sind doch sowieso unterlegen" Aussagen versteckt.
Anstelle eines Grande Finale im Ringen um das Schicksal der Menschheit hüpft man in Randgebieten umher und hört immer mehr über die niederträchtigen Konzerne der Menschen und deren Angestellte. Und wenn diese nicht gerade vorgeführt werden oder sterben, dann liest man über eine "Church" , die mit ihren Fehltritten und ihrer Doppelmoral verdächtig an eine heute bereits existierende Organisation dieser Art erinnert.
Bei all diesem Zickzack können die Protagonisten sich natürlich auch nicht wirklich entwickeln, oder den Leser wirklich neugierig auf sich machen.......am Ende hat man mehr Fragen zum Buch, zum Universum und seinen Bewohnern als Antworten. So werden die Menschen zwar am Ende von irgendwem irgendwie gerettet, aber es bräuchte wohl mindestens noch ein Buch um zumindest einige Fragezeichen zu entfernen. Was durch die Tatsache, dass Heitz diese Reihe für ersteinmal beendet erklärt hat aber nicht leichter wird.

2.) Wenn ich eins an Heitz liebe, dann seine geschlossenen logischen Geschichten, die bisher nicht einfach mal so ein paar Monate in zwei Sätzen zusammenfassen.
Genau das ist gegen Ende von "Operation Vade Retro", die in ihrer eigentlichen Funktion tätsächlich auch erst quasi im Epilog stattfindet, geschehen. Wo in "Collector" eine epische Raumschlacht ausgefochten wird, steht im Finale kurz gesagt: "Und die Menschheit wurde in 3-6 Monaten von ihren Feinden befreit- Ende" Von wem und warum verrate ich selbstverständlich nicht, auch wenn sich die Antwort in zwei Zeilen verfassen liese.
Heitz strafft und überspringt hier Zeiträume wie selten zuvor....für mich, als jemanden der selbst großer Fan, ist ein bemerkenswerter Stilbruch.

Zusammengefasst:
Das Buch liest sich durchaus spannend- der Klappentext der den großen Kampf der Erde ankündigt ist aber mit absoluter Vorsicht zu genießen.
Was bleibt ist die Hoffnung, dass doch noch eine Trilogie entsteht
22 Kommentare| 20 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 23. März 2013
Nachdem mir der erste Roman von Markus Heitz über die "Collies" gut gefallen hat, war meine Vorfreude auf die Fortsetzung groß. Das nicht zuletzt auch daher, weil in den Justifier-Romanen der anderen Autoren (ich habe bis auf den neuesten alle gelesen) nur sehr wenig bis gar nichts über die Bedrohung durch die Collectors geschrieben wird.

Üblicherweise folgt in meinen Rezensionen an dieser Stelle eine Zusammenfassung der wesentlichen Story. Angesichts der komplexen Verknüpfung diverser Personen, Handlungen und Örtlichkeiten fällt mir das aber ausgesprochen schwer. So geht es u.a. um die Bestrebungen der Collectors, über einen menschlichen Unterhändler Frieden mit den Menschen zu schließen. Weiterhin tauchen zwei neue Alienrassen auf. Dann geht es um einen Priester der Church of Stars, der eine entführte Priesterin finden soll. Es bliebe noch die Freibeuterin mit ihrem Spezialraumschiff, die von freien Betas übernommende Raumstation, die durch die Experimente der Collies entstandenen Mutanten, die auf der Erde flüchtigen Collies ....

In dieser Übersicht liegt der für mich wesentliche Kritikpunkt an dem Roman: man kann es mit der Komplexität auch übertreiben. So habe ich lange Zeit einen roten Faden gesucht, der mir wegen der ständigen Sprünge zwischen den Handlungssträngen immer wieder aus den Händen glitt. So frage ich mich zum Beispiel, welchen Zweck der Autor mit dem Auftauchen der Mutanten verfolgte, wenn dieser Zweig dann einfach ins Leere läuft und Protagonisten sang- und klanglos verschwinden. Und auch die "Radiovoices" als eine der neuen Alienrassen sind angesichts der halbherzigen Einbindung in die Story wenig überzeugend.

Völlig unbefriedigend ist für mich das Ende des Romans, denn hier drückt man nach meinem Dafürhalten auf "schnellen Vorlauf" und beendet die Story mittels eines Zeitsprungs innerhalb weniger Seiten. Der Abgang der zweiten Alienrasse, der sagenumwobenen "Ancients", hinterlässt bei mir mehr Fragezeichen als Antworten. War es das jetzt oder geht es mit den Collectors noch irgendwie weiter?

Der Kritik anderer Rezensenten im Hinblick auf eine fehlende Einleitung schließe ich mich an, denn für einen problemlosen Einstieg in die Handlung ist seit dem ersten Roman zuviel Zeit verstrichen.

Fazit: Leider wurden meine Erwartungen enttäuscht. Die Handlung hat aufgrund ihrer Komplexität fast schon etwas Konfuses an sich und liefert auch keine (mich) befriedigende Weiterentwicklung der Geschehnisse rund um die Collectors und die anderen, teilweise ja neu eingeführten Alienrassen. Im Vergleich zum ersten Roman hinkt Vade Retro deutlich hinterher.
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am 12. Juli 2013
Ich fasse mich kurz (ACHTUNG SPOILER):

Plus:

* Sehr spannend geschrieben (wie Teil 1), schwer aus der Hand zu legen
* Teilweise sehr gute Charaktere (bei Nuntius Black mußte ich mir immer Bruce Willis vorstellen)

Minus:

* Greift keine Charaktere aus Teil 1 auf
* Charaktere sind insgesamt weniger vielseitig (auch wenn die Perspektive des Collectors/Jindaix interessant ist)
* Ist im wesentlichen dieselbe Story wie in Teil 1 - mysteriöse Aliens, deren Aussehen geheim bleibt (Collectors - Ancients); mysteriöse Aliens, die als "deus ex machina" zu Hilfe eilen (Wyvers - Ancients).
* Zum Ende hin etwas zu sehr aufs Tempo drückend - daß die Menschheit nach den Erfahrungen mit den Collectors nun blindlings Ja und Amen zu allen Forderungen der Ancients sagt: unglaubwürdig. Daß die fast unbesiegbaren Collectors/Wyvers so schnell besiegt wurden wie ein Freizeitteam in der NBA: enttäuschend.
* Manche Subplots nicht brauchbar aufgelöst, etwa der um die "Mutanten"

Insgesamt ein Fünf-Sterne-Buch bis zu den letzten 40 Seiten, das Finale leider so enttäuschend, daß es einen Stern Abzug gibt.
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am 27. Mai 2013
Vade Retro setzt direkt auf dem ersten Collectorband auf und ist ebenso flüssig geschrieben. Besonders gut gemacht: Der Wechsel auf die Perspektive eines der "Bösen" (wird dadurch nicht besser) und der Wechsel der Protagonisten sowie Handlungsstränge.
Mit dem Aufbau eines weiteren "Fremdvolks" bietet sich Potential für einen weiteren Band - auch wenn das letztendlich offen bleibt. Aber man darf ja hoffen :-)
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am 1. Mai 2013
Da ich ein Fan von Markus Heitz Geschichten bin habe ich mir das Buch gleich bestellt. Obwohl ich im Moment wieder weniger Zeit mit lesen verbringe hatte ich dieses Buch doch in sehr kurzer Zeit durch. Zu fesseln ist es geschrieben als das ich es hätte lange zur Seite legen können...
Ich kann es nur weiterempfehlen
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am 20. März 2013
Das Buch leidet unter verschiedenen Schwächen:

1. Inhaltlich hätte das Buch am Anfang dringend eine Zusammenfassung benötigt, denn obwohl ich als Leser größerer Zyklen sonst nie Probleme habe mich an vorangegangene Geschehnisse zu erinnern, war dies bei diesem Teil symptomatisch.
2. Irgendwie wird man in eine Handlung geworfen, die dem ersten Band so gar nicht mehr entspricht oder an die man sich erinnern muss, dies aber leider nicht kann. Die Handlung ist nur bedingt nachvollziehbar, Personen aus dem ersten Band sucht man eher vergebens bis auf sehr wenige Ausnahmen, die Handlung dümpelt dahin. Langweilige Dialoge, teils endlos über die im Buch existierende Religion sowie deren fast schon klischeehafte Beschreibung machen es zu einer Lese-Herausforderung.
3. Überblättert man ein paar Seiten - ich habe das irgendwann getan - verpasst man praktisch nichts und bleibt am Ende mit einem Buch zurück, auf dessen zweiten Teil man sich sehr gefreut, der aber enttäuschender hätte nicht sein können. Fade Story die man irgendwie und irgendwo schon einmal gelesen hat und so als Fortsetzung nicht erwartet hätte.

Fazit: Leser mit 5 Sterne-Rezensionen mögen mir die rasanten und spannenden Stellen im Buch farbig markieren, fürwahr es würde in vielerlei Hinsicht ein sehr farbloses Buch bleiben.
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am 19. Mai 2013
Mir hat die Fortsetzung des Romans sehr gut gefallen, auch wenn es nur teilweise da anknüpft wo der erste Roman endete und ist deutlich komplexer als der erste Band. Ich habe sowohl das Buch gelesen, als auch das Hörbuch gehört. Wobei mir das Hörbuch besser gefallen hat. Da kommen die einzelnen Charaktere durch die verschiedenen Stimmbetonungen besser zur Geltung. Zur Handlung schreibe ich nichts, diese wurde bereits in den vorigen Rezensionen erwähnt. Ich würde mich über einen dritten Band freuen...
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am 21. März 2016
Fredinald Zumi steckt in der Klemme – genauer gesagt, er steckt dadurch in der Klemme, dass ein ausserirdischer Collector ihn seiner Sammlung einverleibt hat. Seit er am 1. Januar 3017 von diesem gefangen genommen wurde, hat er versucht, der lebendigen, geistlosen Aufbewahrung zu entfliehen und den Gedanken auch nach mehreren gescheiterten Versuchen noch nicht aufgegeben.
Doch dann kommt alles anders, als er von den Collectors dafür auserkoren wird, als Kontaktperson zur menschlichen Rasse zu dienen, da die Aliens bei jüngsten Kämpfen von Menschen und deren neuen ahumanen Verbündeten geschlagen wurden und nun um ihre Rasse fürchten müssen. Vermutend, dass er als trojanisches Pferd missbraucht werden soll, lässt sich Zumi auf den Deal ein, dann wird das Raumschiff der Collectors angegriffen …

Clarissa Fairbanks hat sich samt Vertrautem für einen neuen Job anheuern lassen – die selbsternannte Piratin aus einem französischen Adelsgeschlecht muss dringend Geld zusammen bringen und arbeitet deswegen für eine abtrünnige Truppe an Beta-Menschen, die ihr ein ausgesprochen spezielles Raumschiff in die Hände geben. Doch ein Teil der neuen Mannschaft ist von ihrer Führung nicht besonders begeistert und ihre Auftraggeber scheinen zudem recht neugierig, was Clarissas Vergangenheit betrifft. Gegen die Probleme, die mit der Nutzung des Schiffs einhergehen, sind das jedoch nur Kleinigkeiten ...

Nuntius Civer Black steht kurz vor der Pensionierung und ist für recht blutige und unkonventionelle Arten der Konfliktlösung im Namen der Church of Stars bekannt. Keine Frage, dass er wenig erfreut ist, dass ihn ein unerfahrener Preacher namens Innocent White für seinen nächsten Auftrag gesandt wird, um diesen zur Zentralwelt der Church zu geleiten. Allerdings gestaltet sich die Rückkehr als denkbar schwierig, denn der Transmatt-Sprung führt die beiden ungleichen Kirchenvertreter an einen ganz anderen Ort als gewünscht …

‚Operation Vade Retro‘ ist der zweite Band um die Collectors, den Altmeister Markus Heitz für sein Justifiers-Universum verfasst hat. Entsprechend hart ist für einen Neuleser auch der Aufschlag im kalten Wasser, wenn er diesen Band ohne Vorkenntnis der Ereignisse des erstens goutiert. Hat man jedoch die ersten Kapitel überwunden und sich mit den handelnden Personen vertraut gemacht, setzt schnell durch die meist geballte Action der gewohnte Sog ein, der einen als Leser durch Höhen und Tiefen der Story trägt.
Gerade als Actionfan bekommt man in diesem Buch sehr vieles geboten, von kleinen handfesten Auseinandersetzungen zwischen zwei oder mehreren Leuten bis hin zu einer Raumschlacht wird alles geboten, was man sich wünschen kann. Heitz‘ Formulierungskunst gelingt es, die Bewegungsabläufe interessant zu schildern und Spannung aufkommen zu lassen, ohne dass das Kopfkino des Lesers überfrachtet wird. Die Justifiers-Welt ist gefährlich und die Waffen sitzen allen Leuten relativ locker – kein Wunder also, dass sich die Protagonisten mit diesem Umstand des Öfteren auseinander setzen müssen.

Weitere Höhen gibt es einige: gerade das überhaupt nicht dynamische Duo Black/White sorgt für recht viele Schmunzler, da der unerfahrene White mit so einigen Handlungsweisen des Nuntius nicht zurecht kommt und ziemlich deutlich mit der schmutzigen Realität einer gefährlichen Galaxis kollidiert. Gerade die Wortgefechte zwischen den beiden bleiben positiv in Erinnerung und lassen einen etwas wehmütigen Blickpunkt auf die weitere Entwicklung innerhalb der Erzählung zurück.
Natürlich erhält Nuntius Black dabei die klassische Rolle des weltgewandten, gealterten und kantigen Helden, der eigentlich kein Held sein möchte, sondern inzwischen ganz andere Interessen und Wünsche hat und sich damit recht schnell ins Herz des Lesers schleicht. Damit gelingt es dem Autor zudem sehr geschickt, auf die Entwicklungen der Galaxis und vor allem die Church of Stars einen kritischen Blick zu werfen, ohne zu belehrend daher zu kommen, da die Äußerungen von seinen Charakteren stammen.

Eine echte, positive Überraschung war auch die sich entwickelnde Story um den auf der Erde gestrandeten Collector. Sie macht durch den sehr fremdartigen Blickwinkel auf die zu behütende Menschheit und deren Gewohnheiten wirklich viel Spaß – da hätte ich mir mehr Raum gewünscht, um diese Aliens und ihre Sichtweise ein bisschen besser kennen zu lernen, nicht zuletzt, da sehr viele der Gedanken des Collectors ziemlich sarkastisch und trocken formuliert sind.
Zumis Entwicklung vom getriebenen Geflüchteten zu jemanden, der für seine Meinung und für andere Menschen eintritt und sich gegen die Praktiken der Konzerne zur Wehr zu setzen versucht, rundet den bunten Reigen interessanter und abwechslungsreicher Storylines ab, da man hier auch die Gelegenheit erhält, eine recht schnelle Entwicklung sozusagen live zu verfolgen. Ebenso wie bei Innocent White, der seine Unschuld recht heftig gegen seine Umwelt verteidigen muss und dann doch gezwungen wird, sich den rapide verändernden Verhältnissen anzupassen, um eine Menge an Gefahren zu überleben.

Aber leider gibt es auch ein paar Dinge, die ‚Collector – Operation Vade Retro‘ ein bisschen straucheln lassen. Einige Worte zur Vorgeschichte für Leser, die Band 1 nicht kannten, wären hilfreich gewesen, um nicht bei den ersten fünfzig Seiten krampfhaft nach jedem Detail über das vorhandene Setting suchen zu müssen. So erliest man sich den Zustand der Galaxis zwar, aber es ist deutlich mühsamer als mit einer kurzen Beschreibung der bisherigen Ereignisse. Daran ändert auch das Glossar mit den Begriffserklärungen nicht viel, da es bestenfalls an der Oberfläche kratzt.

Was eine Stärke des Romans ist, erweist sich zudem auch als Schwäche: Bei der vielen Action kommt mir ein tieferer Einblick in die Welt an manchen Stellen deutlich zu kurz. Gerade zur Church of Stars oder den Konzernen hätte ich mir mehr Einblicke gewünscht, auch etwas mehr Zeit für die Charakterentwicklung wäre sicherlich hilfreich gewesen, um sich vertrauter mit liebgewonnenen Helden machen zu können. Man hetzt gerade zu Ende der Erzählung von Schauplatz zu Schauplatz, diese werden zumeist nicht einmal mehr besonders beleuchtet, sondern allein durch die Action getragen.
Da wäre sicherlich Raum für mehr gewesen, nicht zuletzt, da der Storybogen relativ aprupt endet und den Leser mit einigen Fragen in der Luft hängen lässt. Es steht stark zu vermuten, dass für das Buch ein fester Rahmen vorgegeben war, den der Autor mit mehr ‚Butter bei die Fische‘ deutlich gesprengt hätte. So bleiben einfach zu viele lose Enden zurück, die mich als Leser unzufrieden stimmen.

Vielleicht wäre es sogar ganz passend gewesen, den Fairbanks-Anteil der Story gegen mehr Screentime für Black/White oder Zumi einzutauschen, da die Freibeuterin trotz vieler interessanter Aspekte ihrer Persönlichkeit irgendwie blass bleibt und im Grunde für das Fortschreiten der Handlung nicht wirklich relevant ist. Man wünscht sich auch nach gut zweihundert Storyseiten für sie nicht so unbedingt eine positive Lösung wie für andere Beteiligte.
Auch im Abstand einiger Wochen erscheint Clarissa als die farbloseste Persönlichkeit unter den wichtigeren Protagonisten und wird locker von Preacheress Columba ausmanövriert – eigentlich schade, denn eine toughe Frau mit einer Menge Wissen und Können auf ihrem Gebiet ist meist ein Charakter, der sich sehr schnell meine Sympathie erwerben kann. Bei Clarissa Fairbanks hat es leider nicht geklappt.

Fazit: Eine durchaus spannende Story in einer interessanten Sci-Fi-Welt, die am zu hohen Actionanteil und zu vielen Erzählperspektiven krankt. Sechs von zehn möglichen Punkten.
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am 2. August 2013
Der Blick zurück auf Collector: Das Weltall ist erobert, die Galaxis in Maßen erforscht, aber dann ist die Menschheit einem unheimlichen Feind zum Opfer gefallen: den Collectors. Außerirdische, die kaum bezwingbar erscheinen und Planet um Planet in ihre Gewalt bringen und dabei die Menschen als eine Art Schlachtvieh zu züchten beginnen. Doch es regt sich Widerstand und ein gefährlicher Plan zur Befreiung wird geschmiedet …
Im nun vorliegenden 2. Teil (Die Justifier Romane mal ausgeklammert) „Operation Vade Retro“ erzählt Bestsellerautor Markus Heitz vom Freiheitskampf der Menschheit in den Weiten des Alls und steuert dabei einen grandiosen Höhepunkt seines Weltraum-Epos an.

Wir schreiben das Jahr 3043. Nachdem bereits zahlreiche Planeten von den feindlichen Collectors, genannt „Collies“, in ihre „Obhut“ genannte Gefangenschaft genommen wurden, fassen die interstellaren Staaten und Konzerne endlich den Mut und versuchen zurück zu schlagen. Dabei müssen die Menschen feststellen, dass die ihnen so fremde wie unheimliche Zivilisation der Collectors in sich gespalten ist, und der Kampf in ihren eigenen Reihen auch für die Menschheit zu einer tödlichen Falle zu werden droht. Drei Menschen – ein ehemaliger Gefangener der Collectors, ein draufgängerischer Priester der Church of Stars und eine Söldnerin mit ungeahnten Fähigkeiten – finden auf abenteuerlichen Wegen zu einer Lösung, die zum Neubeginn der Galaxis führen könnte: einer Geheimoperation namens »Vade Retro«.

Der Krieg gegen die Collectors geht in seine letzte, entscheidende Phase. Mit Hilfe der Wyvers, ebenfalls Collectors, die sich jedoch gegen ihre Artgenossen gestellt haben, gelang es der verbündeten Flotte der interstellaren Konzerne erstmals die Collectors zurückzuschlagen und besetzte Planeten zu befreien. Die Collectors, die Gefallen am Verzehr menschlichen Fleisches gefunden haben, befinden sich somit auf dem Rückzug. Doch bereits einmal zuvor haben sie es geschafft, einen Konzern mit Hilfe angebotener Technologietransfers dazu zu bringen, sie zu unterstützen. Der 2OT wuchs so über Nacht zu einem der machtvollsten Konzerne der menschlichen Einflußsphäre heran. Nun bieten sie erneut den Menschen, die sie vor der Vernichtung bewahren sollen, ihr Wissen an. FTL-Antriebe, medizinisches Wissen und andere den Menschen unbekannte Dinge sollen im Austausch gegen Schutz geliefert werden. Ein lange Jahre gefangen gehaltener Mensch soll ihnen als Botschafter dienen, die Zerstörung des Planeten Groß-Paris ihrem Angebot die nötige Dramatik und Druck verleihen. Währenddessen suchen zwei Priester auf einem Agrarplaneten nach einer gekidnappten Missionarin. Der eine ist ein junger Karriere-Christ, der sich in seinem Glauben von nichts beirren lässt, und der Andere scheint ein alter, merkwürdiger Mann zu sein, der sich jedoch bestens mit Waffen und dem Tod auskennt. Als diese so unterschiedlichen Parteien an Bord eines unbekannten, ahumanen Raumschiffes aufeinandertreffen, warten weltbewegende Neuigkeiten auf sie …

Fazit: Erneut ist auch der zweite Collector-Titel aus Heitz'scher Feder eine Geschichte, die nicht jedem seiner Fans gefallen wird. Schon seit dem Erscheinen von Band 1, Collector, diskutieren Heitz' Fans diskutierten seine SF-Schöpfung durchaus kontrovers. Den Fantasy-Fans kommen zu wenig Zwerge und andere Fantasy Gestalten darin vor, die Thriller- und Horror-Leser vermissen die vielen Opfer und den typisch Heitz’schen Toten des ersten Kapitels aber der Rest seiner Leserschaft preist die Entdeckung der abenteuerlichen SF durch den Autor. Zum Abschluss seiner Romanreihe um die Justifier greift also der Serieninitiator nochmals selbst zur Feder. Während in diesen Romanen der Autoren-Kolleginnen und -Kollegen der Konflikt der Menschheit mit den Collectors eher im Hintergrund lief, darf Meister Heitz sich nun erneut ganz den wohl gerüsteten Aliengourmets mit dem Appetit auf menschliches Fleisch widmen. Er beleuchtet dabei die Situation voller Dramatik, Aktion und Tempo aus mehreren Blickwinkeln. Dabei führt er neue Geheimnisse, Völker und Verwicklungen ein, die dem Roman das gewohnte hohe Tempo eines Heitz verleihen.

Der Rückgriff auf vertraute Charaktere, welche wenig überraschend agieren, ist dabei zwar nicht unbedingt ein Glücksgriff, aber sie zerstört weder Faszination noch die Dramatik der Geschehnisse im Roman. Das Buch bietet all prinzipiell all das, was Fans und Leser von Markus Heitz so schätzen – eng und dicht gepackte Action, unerwartete Wendungen und Geheimnisse zuhauf, die erst in der Rückschau zeigen, wie sorgfältig sie vorbereitet wurden. Ob es dafür reicht, das Ganze eine „Space Opera“ zu nennen, muss jeder für sich selbst entscheiden, aber es ist durchaus ein Buch, das auch PC- und Konsolen Gamer dazu bringen kann, ihren Joy-Stick beiseite zu legen und zum altbewährten Medium Buch zu greifen –Zwerge-Fans mal ausgenommen.

Viel Spaß beim Schmökern
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am 31. Mai 2013
Wer Collector I von Markus Heitz gelesen hat, wird diesen Band verschlingen. In bewährter Art baut Markus Heitz die einzelnen Charaktere auf und natürlich sind die Wandlungen einfach nur super. Einziger Nachteil bei Markus Heitz Bücher ist, dass sie leider irgendwann zu Ende sind. Die Fortsetzung kann ich kaum erwarten.
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