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67 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Top-Fantasy der Güteklasse A!
Endlich hat die Wartezeit ein Ende: Mit "Das Flüstern der Dunkelheit" ("The Desert Spear") erscheint die lang erwartete Fortsetzung von Peter V. Bretts Fantasyknaller "Das Lied der Dunkelheit". Im Vergleich zurm ersten Band der "Demon Trilogy" hat der Autor nochmal kräftig draufgesattelt: der zweite Band hat nochmal rund 200 Seiten mehr und mit insgesamt 1007...
Veröffentlicht am 7. August 2010 von Druss

versus
41 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Von Dämonen zu Dämönchen ...
... und diese Leesha nervt auch gewaltig.

Achtung! Könnte einige kleine Minispoiler enthalten!

Von Anfang an:

Der zweite Teil kann sich noch durchaus mit dem ersten Band messen, wenn da nicht leider leider einige ärgerliche Wandlungen wären.

Zunächst fand ich den Anfang des Buches sehr spannend und...
Veröffentlicht am 18. November 2010 von maninthemoon


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67 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Top-Fantasy der Güteklasse A!, 7. August 2010
Von 
Druss - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Flüstern der Nacht: Roman (Taschenbuch)
Endlich hat die Wartezeit ein Ende: Mit "Das Flüstern der Dunkelheit" ("The Desert Spear") erscheint die lang erwartete Fortsetzung von Peter V. Bretts Fantasyknaller "Das Lied der Dunkelheit". Im Vergleich zurm ersten Band der "Demon Trilogy" hat der Autor nochmal kräftig draufgesattelt: der zweite Band hat nochmal rund 200 Seiten mehr und mit insgesamt 1007 Seiten schon echten Telefonbuchcharakter.

Das Buch schließt nahtlos an seinen Vorgänger an (den man in jedem Fall zuerst lesen sollte!). Wie der Titel der Originalausgabe schon vermuten lässt (Wüstenspeer ist der Name der Einheimischen für Fort Krasia), beschäftigt sich Bretts neuer Roman vor allem mit der Entwicklung in Krasia und hier besonders aus der Sicht des Kriegers und krasianischen Führers Ahmann Jardir. Seine Kindheit und Entwicklung beherrschen zunächst das Geschehen.
Jardir ist Arlens ("The Painted Man") ehemaliger Kampfgefährte, der seinen Freund um den Runenspeer betrog und ihn zum Sterben in der Wüste aussetzte. Hier werden nun die Hintergründe für Jardirs Verhalten erhellt. Dabei kommt er eindeutig besser weg, und ist nicht mehr der vergleichsweise eindimensionale Bösewicht aus Band 1. Brett schafft es auch hier einen herrlich vielschichtigen Charakter zu erschaffen.

Ergänzend zu diesem Hauptthema werden auch die anderen Figuren wie die Heilerin Leesha, der Jongleur Rojer, der krasianische Händler Abban und natürlich Arlen (wenn auch für meinen Geschmack viel zu wenig) weiterentwickelt und fortgeführt. Und auch die Dämonen haben mit den Prinzen der Hölle Neues zu bieten.

Die Krasianer sind hier sicherlich dem Islam nachempfunden, während der Rest eher der Wertvorstellung der westlichen Welt entspricht. Dieses Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturkreise, das sich in den Charakteren Arlen und Jardir fokussiert ist dem Autoren sehr gut gelungen. Brett schafft es, auf dem dünnen Seil der Vorurteilsfreiheit zu tanzen und die schwierige Balance zu halten. Man sollte sich m.E. jedoch davor hüten, hier zuviel aktuelle Tagespolitik hineinzuinterpretieren.

Erwähnt seien jedoch auch einige Minuspunkte. So wäre es wirklich schön gewesen, dem Buch eine kurze Zusammenfassung von Band 1 voranzustellen. Genauso wäre ein Personenregister bzw. Glossar sehr schön gewesen (wie ja schon in "Der große Basar" praktiziert). Gerade bei derart umfangreichen Werken zeichnen die genannten Punkte eine gute Verlagsarbeit aus.
Inhaltlich empfinde ich "Das Flüstern der Dunkelheit" etwas schwächer als seinen Vorgänger. Dieses mag aber an der im Vergleich zu Band 1 deutlich gestiegenen Erwartungshaltung liegen.

Fazit: "Das Flüstern der Nacht" ist Top-Fantasy der Güteklasse A. Eine überzeugende Welt mit vielen neuen Ideen, starke Charaktere, tolle Action und Kampfszenen; kurz: alles was des Fantasylesers Herz begehrt. Ein Pageturner und neues Genre-Highlight, das Ausrufungszeichen setzt. Lesen Sie in jedem Fall zuerst "Das Lied der Dunkelheit", um Bretts Geschichte in ihrer Gesamtheit zu geniessen. Glasklare Kaufempfehlung!!!
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41 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Von Dämonen zu Dämönchen ..., 18. November 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Flüstern der Nacht: Roman (Taschenbuch)
... und diese Leesha nervt auch gewaltig.

Achtung! Könnte einige kleine Minispoiler enthalten!

Von Anfang an:

Der zweite Teil kann sich noch durchaus mit dem ersten Band messen, wenn da nicht leider leider einige ärgerliche Wandlungen wären.

Zunächst fand ich den Anfang des Buches sehr spannend und interessant. Hier erfährt man sehr viel über die krasianische Kultur, Vorbild hierfür ist offensichtlich die arabische und der Nahe Osten. Scheinbar zielt Brett wohl auf genau auf diesen kulturellen Unterschied zwischen Morgen- und Abendland. Für die meisten ist es ja offensichtlich, dass sich die Rückkehr der Dämonen nach einer Epoche der Wissenschaft auf unsere eigene Welt bezieht. Aber nach und nach bekommt man ein immer vertrauteres Gefühl für diese Kultur und steht teilweise sogar aufgeschlossen den ein oder anderen harten Entscheidungen Jardirs gegenüber (aber sicher nicht allen!!!). Jardirs Werdegang an sich ist meiner Ansicht nach sehr gelungen und man ist sich nicht mehr ganz so sicher wie zu Anfang, wem nun der Titel des Erlösers (berechtigt) zukommen mag.

Sehr unterhaltsam und mitunter spannend ist auch der Rest des Romans. Aber es verwundert schon sehr, wenn plötzlich völlig verängstigte Menschen mit zuvor als körperlich übermächtig beschriebenen Dämonen fast spielend fertig werden. Insbesondere, wenn z.B. ein junges Mädchen zuvor kein Messer in die Hand genommen hat, von Kampfkunst nicht mal anfänglich eine Ahnung hat und trotzdem in kürzester Zeit mehreren reißenden Baumdämonen und Anhang den Gar ausmacht. Dadurch kommt einfach eine Kinderbuchstimmung auf und die so gefährlichen Dämonen mutieren mehr und mehr zu Dämönchen. Hier liegt auch der schlimmste Tabubruch bei Brett vor: vieles was er im ersten Teil und Anfangs des zweiten aufbaut und detailiert beschreibt, verklärt er bei einigen seiner Helden, als wäre es "Peanuts" dies zu erlernen. Dabei fehlt meist etwas der Tiefgang.

Leesha kann scheinbar einfach alles und immer, wofür selbst Arlen (immerhin von Magie durchdrungen) Jahre brauchte. Weiter war das Bannsiegelzeichnen im ersten Teil eine hohe Kunst, welche nur wenige Menschen perfekt berherrschten. Im zweiten Teil kann z.B. Renna (die vorher gar nichts konnte und/oder wusste) plötzlich fast genauso gut Bannzeichnen wie Arlen. Oder die Sharum üben ihr ganzes Leben, um Techniken bis zur Perfektion zu erlernen. Andere erlernen dies scheinbar über Nacht ... das nervt. Und Leesha nervt im besonderen. Schade, dass Brett sie so selbstherrlich und voreingenommen von sich selbst zeichnet. Anderen fährt sie über den Mund und kann diese mit "einem Schnauben durch die Nase" zum Schweigen bringen, ihrer Mutter gegenüber ist sie aber völlig hilflos ausgeliefert. Manchmal konnte ich da nur den Kopf schütteln. Auch die Entwicklung von Arlen wird in einigen Passage unverständlich gebremst, zB ist er für die die ihn wiedererkennen "nur" Arlen Strohballen und somit nicht der Erlöser. Warum er dies deshalb nicht sein sollte oder sich nicht zu diesem entwickeln kann erscheint mir unverständlich.
Auch die Übersetzung geht einem mit der Zeit etwas auf den Keks. Handlungen werden viel zu oft mit dem berühmten "Schnauben" oder "scharfen Blick" umschrieben. Einige Charakter können scheibar nicht anderes, als andauernd zu schnauben :)

Man sieht aber, dass mich diese Geschichte doch sehr fasziniert hat. Vieles hieran ist sehr interessant und nimmt einen förmlich gefangen. So zum Beispiel die Andeutungen zum Horc und der Königin bzw Prinzen oder Alagai Ka. Keine Frage, ich werde den dritten Teil: The Daylight War definitiv auch verschlingen und sollte der Roman tatsächlich verfilmt werden, so bin ich bei der Premiere sicher dabei. Zu mehr als 3 Punkten reicht es aber leider nicht, da dieser Teil nicht ganz so heraussticht, wie der erste.

Die Kritik von einigen, dass Frauen diskriminiert werden oder sich der Autor einer zu defitigen Sprache bedient finde ich Unfug. Weder verfolgt Brett eine Strategie (z.B Enthaltsamkeit vor der Ehe) noch werden Frauen in diesem Buch allgemein unterdrückt. Brett zeigt lediglich eine Kultur (die krasianische) in welcher Frauen und auch Männer (Kaffit) leider ohne Rechte sind, sollten sie nicht eine gewisse Stellung erlangen. Und dass in den Nordlanden "Mutter" ein ehrenvoller Titel ist, erscheint mir völlig verständlich. Nachkommen sichern nun mal in dieser Welt die Zukunft, woran sich meiner Ansicht nach eine Gesellschaft sicher orientiert.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die andere Seite, 23. Februar 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Das Flüstern der Nacht: Roman (Taschenbuch)
Zuerst war ich sehr skeptisch als ich las, das dieses Buch JadirŽs Seite erzählen sollte. Denn Jadir mochte ich nicht - einfach aus dem Grund, weil er im ersten Band "Das Lied der Dunkelheit" nicht gerade nett zu Arlen war.
Aber Peter V. Brett verstand es, meine Zweifel schon in kürzester Zeit zu zerstreuen und zog mich schon nach wenigen Seiten in seinen Bann.
JadirŽs Geschichte ähnelt nicht ungleich der abendländischen Kultur und wie ich mich vielen Rezensenten anschließen muss, ist dieser Band ein geschickt sozialkritisches Buch geworden.
Beide Gruppen (Leesha, Arlen, Rojer) und das Kastensystem der Menschen aus dem Süden mit Jadir als Anführer haben ein gemeinsames Bestreben: die Horclinge zu bekämpfen. Jedoch ecken diese Menschen, so unterschiedlich sie in Kultur und Meinung sein können, natürlich aneinander an.
Wem das erste Buch schon gefallen hat, sollte das 2. ebenfalls lesen.
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25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht mehr so gut, 7. November 2010
Von 
Rouven Paul Beland "ChuckNorrisClon" (Hannover, Niedersachen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Flüstern der Nacht: Roman (Taschenbuch)
Den ersten Teil habe ich zum Geburtstag geschenkt bekommen und war sehr überrascht wie gut das Buch war. Es war fesselnd, spannend und endlich mal was neues im Fantasy-Genre.
Nicht die Art, die man schon hunderte Male gelesen hat. Der Autor hatte es geschafft sich von der Mainstream-Fantasy mit dem meist vorraussehbaren Handlungsabläufen abzusetzten.
Nach dem Ende wollte ich einfach wissen, wie es weitergeht... naja, und dann kam der 2te Teil...
Habe mir das Buch auf englisch gekauft, kann daher nichts über die Übersetzung sagen oder wie es von der Sprache aussieht, muss aber sagen, dass mich das Buch von der
Entwicklung der Story doch sehr enttäuscht hat.
Teilweise musste ich mich einfach dazu zwingen weiterzulesen, mit der Intention endlich ein anderes Buch anfangen zu können.
Das hat mehrere Gründe:

1) Arlen übt nicht mehr diese Faszination aus wie noch im 1. Band. Er ist nicht mehr dieser dickköpfige getriebene junge Mann, sondern verweichlicht mehr und mehr. Er lässt sich
von allem und jedem seine Abssichten in Frage stellen, so als würde das ganze Erreichte aus dem ersten Band keine wirkliche Rolle mehr spielen. Natürlich sind Zweifel wichtig und
Nötig, doch wie sie teilweise ins Buch gezwungen wurden, mutiert er doch mehr und mehr zu dem Standart: "Lonley Wolf der doch nach sooo viel Liebe trachtet". Und das habe ich wahrlich
schon oft genug gelesen. Als eine bestimmte Frau mit einer, meine Meinung nach, unerträglich langen Geschichte eingebracht wurde, wusste man eigentlich sofort, auf was es am Ende herauslaufen wird. Sehr schade...

2) Die alten Charaktere aus dem vorrangegangen Buch wirken einfach dröge und bleiben für meinen Geschmack doch sehr blass. Sie entwickeln sich einfach nicht weiter. Leesha hat viel von ihrer Faszinatin verloren und auch Rojer kommt auch sehr, sehr kurz.

3) Man weiß immer, was als nächstes passiert. Während man im ersten Teil noch glaube es zu wissen und es sich doch anders entwickelte, so kann man nun die Handlung einfach vorraussehen. Somit artet das Lesen mehr in Arbeit aus, als in Spannung. Nur mit Mühe konne ich dazu durchringen weiterzulesen, besonders das mittlere Drittel des Buches war für mich eine Qual, da immer mehr der guten Ideen den Bach runtergingen. So musste ich wirklich einige Seiten überspringen.

4) Abseits von Jadir passiert nicht viel, bzw eigentlich garnichts. Wenn man die man das Ende des ersten Buches heranzieht und daneben das Ende das 2ten Bandes setzt, hat sich fast nichts getan. Außer halt, wie schon beschrieben, dass die Faszination verschwunden ist.

Warum ich trotzdem noch 3 Sterne gebe? Ganz einfach, Jadir.

Am Anfang wirkte er noch sehr ein dimensional, gut aussehend, stark, intelligent, in einer Gesellschaft, die einfach zu frapierend an die kindische Vorstellung des Morgenlandes erinnert.
Da mir Charaktere ohne Ecken und Kanten sehr unsympatisch sind, erwartete ich von Jadir nicht viel. Doch je weiter das Buch fortschritt, desto mehr veränderte sich das Bild des Mannes. Er blieb zwar weiterhin gutaussehend, intelligent, stark und unglaublich mächtig. Dabei doch aber verletzlich getrieben und ohne wirklich die Möglichkeit etwas an seinem Schickal zu ändern. So sehr er doch versuchte aus seiner Rolle auszubrechen, die ihm im nachhinein aufgezwungen wurde, so wenig hat er doch die Möglichkeit dazu.
Anders als bei Arlen, bei dem die Veränderung doch sehr aufgezwungen wirkte, ist sie bei Jadir nachvollziehbar.
Genau dies rettet das Buch für vor einem totalen Verriss.

Zusammenfassend kann man sagen, dass "Das Flüstern der Nacht" bzw. "The Desert Spear" ein Buch ist, dass man den Leuten empfehlen kann, die gerne verträumte Fantasy lesen und dabei eine vertraute Geschichte mögen. Wäre der erste Band nicht was besonderes gewesen, so wäre die Bewertung für den 2ten Teil sicherlich um einen Stern besser ausgefallen.

Für diejenigen, die sich gerade über die Andersartigkeit des 1sten Bandes gefreut haben, wird die doch eigentlich vorraussehbare Entwicklung eine Enttäuschung sein.

Für diejenigen, die so weit lasen: Danke für die genommene Zeit :D
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Langeweile und Vergewaltigungen, 7. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Flüstern der Nacht: Roman (Taschenbuch)
... machen dieses Buch aus. Wie meine Vorrezensenten kann ich nur sagen: So viel vergewaltigt wurde noch nie in einem Buch. Egal ob Mann oder Frau, Kameraden untereinander, der Vater die Tochter, die Armee alle Frauen, die sie erwischen können usw. Ein Wunder daß sich keiner auf die Horclinge stürzt und sie vergewaltigt.
Interessant ist auch, daß diese Vergewaltigungen keinerlei Folgen haben. Keine psychischen und fast keine physischen. Ich rate dem Autoren mal ein Buch über Massenvergewaltigungen im Krieg zu lesen oder auch einen psychologischen Ratgeber für Vergewaltigungsopfer. Er schmeißt mit einer Gleichgültigkeit alle paar Seiten eine Vergewaltigung dahin... Ohne Worte.
Es wird sogar die Behauptung aufgestellt, es sei gut für die Frau, wenn sie vergewaltigt wird und Leesha entschuldigt sich bei dem Kurier, der sie damals vergewaltigen wollte, daß sie ihn davon abgehalten hat. Daß bei den Krasianern Frauen für Fehlverhalten, wie z.B. sich nicht zu verschleiern, von jedem vergewaltigt werden dürfen und kein Recht haben sich dagegen zu wehren, und Leesha das offenbar in Ordnung findet, schlägt dem Faß die Krone ins Gesicht!

Abgesehen davon, passiert einfach nichts. Arlen ist nichts weiter als eine Nebenfigur. Erst am Ende des Buches kommt er überhaupt ernsthaft ins Spiel und da geht es nur darum, daß er sein Heimatdorf besucht, ein Mädchen aufgabelt und ihr das Kämpfen beibringt. Charakterentwicklung gibt es kaum und wenn doch dann macht sie keinen Sinn. Der Antagonist bleibt auch als erwachsener Mann ein kleiner Junge, der nach Anerkennung hungert, und sich alles mögliche einreden läßt und kaum mal Eigeninitiative zeigt. Mutig ist er nur dann, wenn es darum geht Gewalt anzuwenden. Doch sobald Leesha auftaucht, ist er, der sogar eine seiner Frauen mißhandelt, während sie schwanger ist, ein frommes Lamm. Er ändert Regeln und Gesetze um Leesha zu gefallen. Diese ist schließlich auch die schönste Frau der Welt, weit und breit die beste Heilerin, ein Naturtalent in Sachen Diplomatie und Politik und darüber hinaus "sprechen" die Siegel zu ihr. Sie ist zwar in die Stadt gekommen, um herauszufinden, ob die Stadtbewohner wirklich dermaßen mißhandelt werden, wie die Flüchtlinge berichtet haben, aber den Anführer des Feindes anzuhimmeln und mit ihm ins Bett zu gehen, obwohl klar ist, daß das nie was werden kann, ist ja viel wichtiger als die Stadtbewohner. Geschweige denn zu versuchen herauszufinden, wie groß die feindliche Armee ist.

Keiner der Charaktere vermag mehr zu fesseln oder gar Sympathie im Leser zu erzeugen. Logische Brüche wie z.B. daß verschiedene Mädchen/Frauen abwechselnd als Leeshas beste Schülerin benannt werden, komplettieren das Buch.
Hinzu kommt noch eine ungeschminkte Feindseligkeit gegenüber dem Morgenland bzw. dem Islam, teilweise so wie es früher war, teilweise wie es heute noch ist bzw. zu sein gilt. Das reinste Propagandabuch für die US-amerikanische Anti-Terror-Fraktion.
Einige Stichworte zum Beleg: arabisch anmutendes Wüstenvolk, bedeutende/reiche Männer haben einen Harem, der Markt heißt Basar, Schweinefleisch ist unrein, Frauen sind komplett verschleiert und haben praktisch keine Rechte, Ehrenmorde, Heiliger Krieg (und das Paradies mit Jungfrauen als Belohnung für die toten Krieger), Ausprüche in direkter Anlehnung an religiöse Ausdrücke wie z.B. das Inshallah, das einfach zu Ineveram wird. Auch die Vorstellung, daß auf Minaretten Knochen gebleicht werden, empfinde ich als höchst unpassend.
Unter dem Schleier der Fantasy werden hier Angehörige einer bestimmten Volksgruppe als barbarische, vergewaltigende Kriegstreiber und Kriegsgewinnler dargestellt, die die ganze Welt unterjochen wollen und denen dabei jedes Mittel recht ist.
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen High Fantasy mit sozialkritischen Aspekten, 4. August 2010
Von 
callisto (Freiburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Flüstern der Nacht: Roman (Taschenbuch)
333 Jahre nach der Rückkehr der Dämonen. Die Stämme Krassias haben sich unter einem gemeinsamen Anführer, dem Shar'Dama Ka Ahmann Jardir, versammelt und die Wüste gen Thesa durchquert, um alle Nordländer zu erobern und diese gewaltsam im heiligen Kampf gegen die Dämonen zu vereinen.
Aber auch die Menschen des Nordens haben ihrer eigenen Erlöser erkoren, Arlen, der jedoch im Gegensatz zu Ahmann Jardir keinerlei Anspruch auf den Titel des Erlösers, des gottgesandten Retters der Menschheit, erhebt.
Es kann nur einen Messias und Erlöser geben und Ahmann Jardir ist fest entschlossen Arlen, seinen ehemaligen Freund und Waffenbruder zu beseitigen, nachdem er die Länder des Nordens im Sharak Sun, dem Tageskrieg, erobert hat.
Aber diese neuen Entwicklungen sind den Dämonen nicht unbemerkt geblieben. Sie entsenden Prinzen der Hölle um die beiden neuen großen Führer der Menschheit, zu beseitigen.

Hier nun der zweite Band der großen Saga um den tätowierten Mann Arlen. Während der erste Band der Reihe hauptsächlich die Geschichte Arlens und der Protagonisten der Nordländer im Kampf gegen die Dämonen schilderte, beginnt dieser Roman mit der Geschichte Ahmann Jardirs und erzählt in Einschüben wie er zum Shar'Dama Ka seines Volkes wurde. Ahmann Jardir ist derjenige, der im ersten Band Arlen den Speer stahl und ihn zum sterben in der Wüste zurück ließ. Während er damit im ersten Band also eindeutig ein Bösewicht war, lernt der Leser ihn nun näher kennen und verstehen. Auch die Geschichte Leeshas, Rojers und Rennas wird weitergesponnen.
In diesem Band geht es nicht mehr nur um den Kampf der Menschheit gegen die Dämonen, sondern auch um den Kampf zweier Ideologien. Die Krassianer sehen den Sinn und den Zweck eines Menschenlebens (oder besser Männerlebens) im heiligen Kampf gegen die Dämonen. Wer nicht gegen die Dämonen kämpft muss mit Gewalt zu seinem Glück gezwungen werden und gewaltsam in die Reihen der Krieger dieses heiligen Krieges der Menschheit gezwungen werden. Die Menschen des Nordens sind passiver. Sie schützen sich, aber vermeiden eine Konfrontation mit den Dämonen und halten ein Menschenleben für zu wertvoll um es im Kampf gegen die Dämonen zu verlieren. Arlen versucht das zu ändern und sieht seine Lebensaufgabe darin, dem Menschen die vergessenen Kampfrunen zurückzubringen, damit sie sich und Familie verteidigen können, damit keiner mehr sterben muss wie seine Mutter.
Währen Ahmann Jardir nach Macht strebt, versteckt sich Arlen vor den Menschen und leidet unter dem, was er geworden ist. Zwei ehemalige Kampfgefärten und Freunde, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.
In gewisser Weise ist dieses Buch, neben dem klassischen Kampf gegen das Böse, auch eine Parabel auf den Kampf zweier Religionen, die sehr große Ähnlichkeiten zwischen zwei real existierenden Religionen aufweisen. Der Glaube der Krassianer, dessen Kernaussage im Kampf der Menschen gegen die Dämonen besteht und auch deren ganze Kultur haben viele Parallelen zu die Islamischen Kulturen. Der Glaube der Thessianer, die die Dämonen als Strafe Gottes ansehen und als Buße für ein sündiges Leben, erinnert stark an die christliche Religion.
Der Autor achtet sehr darauf, keine Stellung zu beziehen. Er beschreibt seine Protagonisten und ihre Beweggründe. Keiner ist nur gut oder nur böse. Jeder hat seine Gründe, warum er so handelt. Aus dem bösen Ahmann Jardir des ersten Bandes wurde ein großer Führer seines Volkes, der letztendlich nur das beste für die Menschheit im Sinn hat, nur dass sein Weg nicht der der Nordländer ist, deren Kultur auf anderen Grundregel besteht als die der Krassianer.
Somit ist dieser Fantasyroman gleichzeitig eine kleine Sozialkritik, was den realen Kampf der Religionen heutzutage angeht.

Fazit: Ein vielschichtiges Werk. Sozialkritische und doch unterhaltsame Fantasy, mit vielen parallel laufenden Handlungssträngen. Im Aufbau den Büchern von Tad Williams sehr ähnlich. Der Autor schafft eine lebendige Welt, in welcher man schon nach wenigen Seiten versinkt.
Dieses Buch jedoch ist ohne Kenntnis des Vorgängerbandes nicht zu verstehen. Es gibt keine Zusammenfassung der Ereignisse des ersten Bandes, daher kann ich nur dringend abraten mit diesem Buch quer in die Geschichte einzusteigen.
Einziges Manko, es gibt leider kein Glossar oder Personenverzeichnis.
Schade auch, dass es das Buch nicht wie im englischen als gebundene Ausgabe, sondern nur als Taschenbuch gibt. Dieses Buch wäre eine HC Ausgabe wirklich wert.

Die Reihe
Das Lied der Dunkelheit: Roman - The Painted Man (Demon Trilogy 1) / The Warded Man
Das Lied der Dunkelheit: Roman - The Desert Spear (Demon Trilogy 2)
Der große Basar: Kurzgeschichten
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15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kolossal blöder Titel, aber nette Geschichte... Part 2, 28. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Das Flüstern der Nacht: Roman (Taschenbuch)
Sorry, aber ich muss noch einmal auf diese dämlich pathetischen deutschen Titel rumhacken: "Das Flüstern der Nacht"... Uiuiui! Das hat Tiefe. Im englischen Original: "The desert spear". Passt genau. Geradezu auf den Punkt genau. "Das Flüstern der Nacht" hingegen... Nun, da flüstert nix im Buch. Im Gegenteil, die Dämonen scheinen immer ordentlich Krach zu machen. Mir entzieht sich wirklich nach welchen Kriterien die Verleger da vorgehen.

Zur Geschichte: Die knüpft ans erste Buch an, ist also nichts für Quereinsteiger. Die ersten Kapitel erzählen sehr ausführlich(!) die Geschichte Jadirs, wie er vom kleinen Krieger-Novizen zum Herrscher über Krasia aufsteigt. Natürlich werden auch die Geschichten von Arlen, Leesha und Rojer weitergesponnen. Der Charakter Rennas, der im ersten Teil nur ne kleine Nebenrolle gespielt hat, wird ebenfalls ausgebaut. Die Charaktere bieten allerdings sonst nichts neues; Eine Entwicklung sehe ich nicht wirklich. Die Krieger sind schon nahezu unbesiegbar, werden aber trotzdem immernoch stärker. Leesha wird auch immer schöner und klüger, lernt Sprachen innerhalb von 2 Wochen, entwickelt inzwischen selber machtvolle Runen und nervt tierisch mit ihrem Gejammer, dass sie nicht den richtigen findet. Aber *Achtung Spoiler* natürlich landet sie dann doch mal mit jemandem in den Kissen und - Oh Wunder - auch in diesem Bereich ist sie ne absolute Granate! Tatsächlich betont der Autor hier, dass ihr diese Sache genau so leicht zufällt, wie alle anderen Dinge in ihrem Leben. Lahmer geht's nicht... Die große Frage, die im Raum steht: Wer ist der Erlöser? Jadir, der sich ganz offenkundig dafür hält und in seinem Größenwahn die gesamte Menscheit, ob sie will oder nicht, einen will? Oder doch Arlen, der konsequent seine ihm von den Nordländern angedachte Rolle des Erlösers abstreitet. Die Frage ist leider schnell beantwortet. Es ist immer der, der es nicht sein will. Vielleich kommt Peter V. Brett im dritten Buch noch mit ner Überraschung um die Ecke, denn so richtig überraschen kann er hier nicht mehr.

Die bereits in anderen Rezis erwähnten sozialkritischen Aspekte finde ich eher plump. Brett versucht zwar vorurteilsfrei die verschiedenen Kulturen, die an die unseren angelehnt sind, zu beschreiben, dennoch wird zwischen den Zeilen das ein oder andere Mal die Freiheit und die Menschlichkeit der Nordländer besonders betont. Und auch wenn sich einige Rezensenten gegen Vergleiche mit unserem Weltgeschehen und unserer Politik sträuben (ich bin normalerweise auch vorsichtig!), Peter V. Brett muss sich diese gefallen lassen, denn schließlich benutzt er Begriffe wie "Heiliger Krieg" usw.

Sehr nervig: Die vielen Tipp- und Grammatikfehler. Wer hat denn da gepennt?
Positiv ist mir aufgefallen, dass die Dialoge nicht mehr so sehr konstruiert wirken.

Fazit: Unterhaltsam. Kann in einem Rutsch gelesen werden. Wer "Das Lied der Dunkelheit" mochte, kann auch beruhigt zu "Das Flüstern der Nacht" greifen. Wirklich neues gibt es nicht, aber Beständigkeit ist ja auch ganz nett. Viele werden einfach nur kontinuierlich schlechter...
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25 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Lang lebe die gottesgleiche Leesha!, 23. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Flüstern der Nacht: Roman (Taschenbuch)
Ich war beim ersten Buch zugegebenermaßen bereits alles andere als begeistert. Zu klischeehaft wirkten auf mich einzelne Elemente der Geschichte wie die Herkunft der Figuren (selbstverständlich alles verkannte Genies aus einem zerrütteten Elternhaus) und zu befremdlich wirkten auf mich all das Gerede um Sex zwischen Heranwachsenden, Abtreibungen und vor allem eine Vergewaltigung aus dem Nichts. Dennoch gab ich dem Autor eine zweite Chance. In einigen Bereichen hatte Brett eine durchaus angenehme Originalität bewiesen und das Buch lass sich so angenehm flüssig.

Und zu Beginn wurde ich auch nicht enttäuscht: Im ersten Teil des Buches schildert der Autor hervorragend wie der zwielichtige Jardir, den wir im ersten Teil als reinen Bösewicht sahen, aufgewachsen ist und lernen seine Sichtweise der Ereignisse kennen. Dieser Teil ist wirklich hervorragend gelungen. Brett schafft es sehr gut eine zutiefst andersartige aber doch in sich logische Kultur zu erschaffen, die uns Jardir vielleicht nicht sympathisch erscheinen lässt, ihn aber dennoch zu einer vielschichtigen Figur macht, die einem mitfiebern lässt. Auch hier kommt der Autor allerdings einmal mehr nicht um eine Vergewaltigung und ein zerrüttetes Elternhaus herum. Aber sei es drum, als ich die ersten 300 Seiten des Buches las war ich überwiegend positiv gestimmt, dann begann das Unglück als die anderen Figuren des ersten Teils auftauchten. Hier folgen nun einige nicht ganz unrelevante Spoiler.

Um es kurz zu machen: Im Wesentlichen gibt es nur noch eine wichtige Figur und das ist die zur lebenden Göttin mutierte Leesha. Sie ist ein besserer Warder als der Warded Man, schöner als alle lebenden Frauen, die weltbeste Heilerin und hat sogar mit ihrer zickigen Mutter einen Pakt geschlossen, nachdem diese ihr brühwarm erzählte ihre Vergewaltigung wäre doch das Beste für sie gewesen und Leesha sich eingestehen muss, dass sie nicht unrecht hat (an der Stelle habe ich mir überlegt das Buch aus dem Fenster zu werfen). Leesha ist im Wesentlichen eine Person in welcher der Autor all seine Wünsche nach der perfekten Frau vereint. Dabei hat der Autor sogar den Charakter Roger geopfert, der nun seitenlang sehnsüchtig nach Leesha schmachtet nur um später im Buch zwei Jungfrauen aus der Wüste zu heiraten, von denen sich eine als trainiertes Sexspielzeug entpuppt (zum Glück war an der Stelle das Fenster zu). Überhaupt ist das Frauenbild des Autors vorsichtig gesagt höchst befremdlich. Seit Robert Jordan habe ich eine derartige abartige Charakterisierung des weiblichen Geschlechts nicht mehr gesehen. Frauen sind im Wesentlichen rein manipulative Gestalten, die Männer mit ihrem Körper dominieren und nach Macht streben. Selbstverständlich mit Ausnahme der gottgleichen Leesha, die alle anderen Charaktere auf Grund ihrer tollen Persönlichkeit zum Sabbern bringt. Als Obersabberer entpuppt sich schließlich Jardir, der für Leesha schließlich seine gesamte Persönlichkeit aufgibt und seinen ganzen Harem an Frauen für Sie verlassen würde.

Der Rest des Buches entpuppt sich schließlich als peinliches Beziehungsgewirr zwischen Leesha und Jardir im Sinne einer minderwertigen Soap Opera. Eigentlich wollte ich in diesem Buch etwas über den Kampf gegen die Dämonen lesen, stattdessen gibt es seitenlanges Heiratsgewerbe wie in Peter Steiners Theaterstadel. Überhaupt sind die Dämonen mittlerweile zu einem Witz verkommen. Während im ersten Band noch eine bedrohliche Grundstimmung erzeugt wurde, werden in diesem Band Dämonen zu Tausenden von gewöhnlichen Menschen abgeschlachtet, ohne dass es irgendwelche Probleme bereitet. Als neues Element kommen nun die mächtigen Dämonenfürsten, die aber dann auch keine große Chance gegen unsere glorreichen Helden haben. Aber wer weiß vielleicht gibt es im nächsten Band dann neue interessante Entwicklungen, wenn sich Leeshas Mutter von Jardir vergewaltigen lässt um ihre Tochter eifersüchtig zu machen oder Jardirs Zauberfrauen mit ihren Knochen die Dauer der Jungfräulichkeit ihrer Kinder vorhersagen. Mir schaudert es.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen kein "Epos vom Weltrang des Herrn der Ringe", 20. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Das Flüstern der Nacht: Roman (Taschenbuch)
Meine Kritik bezieht sich nicht nur auf diesen Einzelband, sondern auf beide bisher erschienen Teile. Die Kritik enthält Spoiler, also wer Angst hat etwas vorab zu erfahren liest am besten gleich die Nächste.

Ich denke warum es im Groben geht ist soweit klar, aber nochmal in Kürze. Nachts steigen Dämonen aus dem "Horc" und töten Menschen. Bekämpft werden können die Viecher durch Runen, die einerseits Schutz bieten, oder auch als zum Angreifen gut sind.

Soweit fand ich die Idee eigentlich gar nicht schlecht, doch hapert es bei Brett massiv an der Umsetzung. Man merkt den Büchern an, dass er bemüht war eine raue Phantasywelt zu erschaffen. Dementsprechend ist der Grundton der Bücher sehr ernst, und das muss man ihm lassen, diese Atmosphäre der Bedrohung kommt sehr gut rüber. Das kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Brett eklatante Schwächen in der Charakterisierung seiner Figuren hat. Wenn ich dieses Buch Beispielsweise mit denen von Joe Abercrombie vergleiche,die ein ähnlich düsteres Fantasiereich beschreiben, dann fällt auf, dass Bretts Figuren Holzschnittartig geraten sind. Während Brett ca 300 Seiten braucht umd Jardir als Charakter zu etablieren(incl. Kindheit und Jugend in der Rückblende) schaffen das andere Autoren mal so nebenbei, ohne durch für die Hauptgeschichte eigentlich Sinnlose Plots ein Buch aufzublähen (Zumindest sollte das dem Leser so vorkommen). Was nicht heißen soll dass ich die Geschichte um Jardir nicht gerne gelesen habe.

Ein weiterer Kritikpunkt sind die Zahlreichen Vergewaltigungen. Ok, ich glaube dass diese Welt hart ist und die Zivilisation am Abgrund. Aber ist es wirklich notwendig gefühlte 100 Vergewaltigungen in das Buch einzubauen. Gerade hier finde ich tut sich nämlich ein Riesenproblem auf:
Wenn man solch ein Thema berührt in einem Buch, dann sollten die Charaktere auch tief genug sein dieses Thema zu mir als Leser zu transportieren. Aber alles was Brett hier zu bieten hat sind Klischees, die bei dem Plot mit dem Inzestuösen Vater/Tochter Verhältnis einfach nur deplatziert wirken. Ein Tabubruch der mich persönlich mehr irritiert als Schockiert hat. An anderer Stelle entschuldigt sich eine Figur fast dafür durch einen Trank einem Mann das Vergewaltigen unmöglich gemacht zu haben. Auch hier wieder das Problem: Ich kann die Figur nicht nachvollziehen, weil bis dahin eine Frau präsentiert wurde, die auch in ihrem innern emanzipiert und selbstbewusst ist.

Der nächste Inhaltliche Schwachpunkt wäre dann noch die Unstimmigkeiten, die bei besserer Konzeption wohl ausgeblieben werden. Warum die Dämonen, die ja anzeichen von Intelligenz zeigen (zumindest in Band 1) nicht einfach eine Ladung Dreck auf die Siegel schmeißen ist mir ein Rätsel. Auch warum sie in BAnd 2 einfach mal so zu Drohen degradiert werden, ebenso. Da wundert man sich nur nebenbei warum ein eigentlich glatzköpiger Mann auf einmal sein Wallendes Haar schwingt.

Trotzdem habe ich beide Bände eigentlich ganz gern gelesen, einfach weil der Bogen den die Geschichte insgesamt spannt sehr episch ist, und auch die Idee zweier Erlöser sehr reizvoll ist. Leider muss ich aber zu Band zwei sagen, dass ich zwar gut unterhalten wurde, allerdings die Hauptgeschichte nur minimal weitergetrieben wurde und das auf eine Art und Weise die ich sehr uninspiriert fand. Insgesamt würde der Hauptplot sich wohl auf 100 Seiten erzählen lassen, der Rest geht in einem viel zu ausführlichen drumherum drauf. Schön ist allerdings die Geschichte um Arlen in Band 2 geworden, insbesondere die Rückkehr zu seinen Adoptiveltern und Jugendliebe hat mir gut Gefallen.

Ein Punkt noch, der zwar nicht inhaltlicher Natur ist, sondern die Sprache betrifft:
Ich kenne das Original nicht, aber zumindest in der deutschen Übersetzung ist das Buch sprachlich extrem Schwach. Insbesondere der Prolog (BAnd 2) ist seltsamerweise eine Katastrophe geworden. Umständliche Satzstellungen, unübersichtliche Handlungen der "Protagonisten". Hatte auf den ersten Seiten wirklich das Gefühl mir einen Flop zugelegt zu haben. Nachher wird es dann deutlich besser, aber doch immer noch ein gutes Stück entfernt von Autoren wie Rothfuss, Abercrombie oder Sanderson, auch wenn teilweise richtig gute Ansätze da sind. Ich hoffe für den nächsten Band, dass sich der Autor mehr auf die Hauptgeschichte konzentriert, und eventuell weniger, dafür bessere Nebenplots erzählt.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und wann hörst du das "Flüstern der Nacht" ?, 30. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Das Flüstern der Nacht: Roman (Taschenbuch)
Gestern um ca. 22.00 Uhr Ortszeit habe ich Peter V. Bretts zweites Meisterwerk durchgelesen gehabt. Dieses Buch hat mich bis in meine Träume begleitet und gefesselt wie nur die wenigsten Bücher es vermögen. 1000 Seiten feinste Fantasie erwarten den stolzen Besitzer dieses Buches. Man muss allerdings den ersten Teil dieser Trilogie (Das Lied der Dunkelheit) gelesen haben um es zu verstehen.
Neben den bereits bekannten Protagonisten Arlen Strohballen, Leasher Papiermacher, Rojer Achtfinger widmet sich der Autor nun intensiv Jardir Ahmann, bedingt Abban und Renna Gerber (jeder der den ersten Teil gelesen hat wird sich gewiss wieder erinnern). Die Charaktere reifen merklich in diesem zweiten Werk. Außerdem nimmt sich der Autor viel Zeit anhand von Rückblenden vergangene Ereignisse noch mal zu erläutern und ins Rechte Licht zu rücken. Die Geschichte wird niemals langweilig, auch wenn man den Ausgang einiger Entwicklungen bereits kennt. Auch die sich oft wechselnde Erzählperspektive empfand ich nie als störend.
Dieses Buch ist einfach wundervoll und episch. Selten war die Reise in eine andere Welt spannender und aufregender. Ein echtes Abendteuerbuch für alle die es wagen ein Abendteuer auch mal in den eigenen vier Wänden zu beginnen.
5 / 5 Sternen!!!!
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Das Flüstern der Nacht: Roman
Das Flüstern der Nacht: Roman von Peter V. Brett (Taschenbuch - 9. August 2010)
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