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4.0 von 5 Sternen Ein Quantum merkwürdiger Geschichten
In dieser Sammlung verschiedener Kurzgeschichten, wo teilweise andere Welten aufs Korn genommen, oder phantastische Erlebnisse verständlich auf die Beine gestellt werden, fehlt es nicht an natürlicher Spannung. Manchmal fühlt man sich, als ob man einen Krimi aus einer anderen Zeit liest, in dem es an Gangstern nicht fehlt. In vielen der Erzählungen...
Veröffentlicht am 9. Februar 2011 von Christa Frackmann

versus
36 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Viel zu großes Übergewicht auf dem Frühwerk
Zuerst muss natürlich unbedingt gesagt werden, dass der im Jahr 2005 im Alter von 77 Jahren verstorbene Robert Sheckley einer der ganz großen Autoren im Metier der Science Fiction Erzählungen war. Seine Storys waren zur Zeit ihrer Anfertigung nicht nur brillant, sondern ihrer Zeit meist weit voraus. Und das weniger in technischer Hinsicht, sondern vor...
Veröffentlicht am 29. Dezember 2009 von Peter Samol


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36 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Viel zu großes Übergewicht auf dem Frühwerk, 29. Dezember 2009
Von 
Peter Samol "sympathietraeger" (Herford, Nordrhein-Westfalen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der widerspenstige Planet: Erzählungen - Mit einem Vorwort von Harry Harrison (Taschenbuch)
Zuerst muss natürlich unbedingt gesagt werden, dass der im Jahr 2005 im Alter von 77 Jahren verstorbene Robert Sheckley einer der ganz großen Autoren im Metier der Science Fiction Erzählungen war. Seine Storys waren zur Zeit ihrer Anfertigung nicht nur brillant, sondern ihrer Zeit meist weit voraus. Und das weniger in technischer Hinsicht, sondern vor allem was die Entwicklung des Zeitgeistes und des Lebensgefühls anging. Er hatte offenbar ein sehr feines Gespür für die sich anbahnenden Entwicklungen der Welt, in der er lebte.

Um so unverständlicher, dass 13 der 16 Storys aus den Jahren von 1953 bis 1958 stammen und die letzten drei aus der ersten Hälfte der 70er Jahre. Allein zwischen diesen beiden Zeitabschnitten liegt ein geradezu überwätigender Qualitätssprung. Natürlich sind einige der früheren Geschichten (vor allem "Utopia mit kleinen Fehlern" oder "Pilgerfahrt zur Erde") auch heute noch absolut empfehlenswert. Empfehlenswert ist auch der Kurzroman "Die Jenseits-Corporation", der mit seinen umfangreichen 250 Seiten (!) in einem Erzählungs-Band reichlich deplaziert wird. Er wird im Vorwort als Literaturvorlage für den Film "Freejack" gehandelt, hat mit diesem allerdings kaum etwas gemeinsam; eigentlich noch nicht einmal die Grundidee. Aber alles in allem kann das Gros der früheren Werke ein Publikum, das mit Mystery-, SF- und sonstigen Produkten aus dem Metier der Phantastik geradezu übersättigt ist, heute nicht mehr wirklich hinter dem Ofen hervorlocken.

Was für ein Potenzial Sheckley hatte, wird gerade an den drei letzten Erzählungen (jenen aus den 70ern) deutlich. Mit "Pas de Trois" und "Endstation Zukunft" hat er einige wesentliche Gedanken der Postmoderne (sowohl philosophisch wie auch literarisch) vorweg genommen. Diese beiden Storys können außerdem locker mit den meisten Produkten aus dem neuen Jahrtausend mithalten. Selbst ohne Mobilfunk, Internet etc. sind sie im Kern aktueller als das meiste, was die momentanen Zeitgenossen veröffentlichen. Gerade "Pas de Trois" ist ein Juwel der Literatur. Dabei handelt es sich im Grunde noch nicht einmal um Science Fiction. Die Handlung spielt zwischen drei Personen in einem kleinen Restaurant auf Ibiza: Dem Koch und Besitzer des Lokals, dem Kellner sowie dem Stammkunden. Letzterer kommt lange Monate fast täglich ins Lokal, isst dort und geht wieder. Irgendwann bleibt er fort und kommt nie wieder. Am Ende haben alle drei die Insel verlassen und beginnen ganz woanders jeweils ein völlig neues Leben. Sie begegnen sich nie wieder. Wenn jetzt irgendjemand glaubt, damit sei schon alles wesentliche verraten: Weit gefehlt. Die Story wird drei Mal völlig plausibel aus dem jeweiligen Blickwinkel einer der Personen erzählt. Dabei kommt sie (von den eben genannten, äußerst mageren objektiven Daten einmal abgesehen) immer so unterschiedlich daher, dass man nach der Lektüre ernsthaft daran zu zweifeln beginnt, was denn eigentlich Wahrheit ist. Hier liegt das Potenzial für eine Jahrhundert-Erzählung. Und hier wurden wesentliche Einsichten etwa von Richard Rorty, Francois Lyotard oder Jaques Derrida (alles Denker der Postmoderne bzw. des Postrukturalismus) in einer absolut leicht verständlichen Form 15 bis 20 Jahre vorweg genommen. Einfach nur genial.

"Liebe Herausgeber", möchte man da laut ausrufen: "Warum schütten Sie uns mit all den verstaubten Pointengeschichten aus den 50ern zu, die zu ihrer Zeit wahrscheinlich als brillant galten, heute aber keinen nassen Stephen-King-(und wie sie alle heißen)-Fan mehr aus dem Lesesessel hervorlocken? Warum wurde nicht das gesamte zeitliche Spektrum des Schaffens von Robert Sheckley ausgelotet? Warum nicht? WARUM???"

Ich gebe den Herausgebern des Buches einen Stern und Robert Sheckley selbstverständlich fünf. Macht im Schnitt drei. Mann, Mann, wie können die Leute von Heyne nur so einen Mist bauen? Oder ist da etwa noch ein Band in Planung? Von einer entsprechenden Ankündigung jedoch keine Spur ...
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Quantum merkwürdiger Geschichten, 9. Februar 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der widerspenstige Planet: Erzählungen - Mit einem Vorwort von Harry Harrison (Taschenbuch)
In dieser Sammlung verschiedener Kurzgeschichten, wo teilweise andere Welten aufs Korn genommen, oder phantastische Erlebnisse verständlich auf die Beine gestellt werden, fehlt es nicht an natürlicher Spannung. Manchmal fühlt man sich, als ob man einen Krimi aus einer anderen Zeit liest, in dem es an Gangstern nicht fehlt. In vielen der Erzählungen wird der Mensch als Wesen betrachtet, das dem Bösen ausgesetzt ist, egal in welcher Zeit es lebt. Robert Sheckleys trockener Humor wirkt erfrischend und auf einer anderen Ebene zynisch. Hier kommt keine Langeweile auf, und es lohnt sich dieses Buch zu lesen. Da ich mich gerne mit dem Genre Science Fiction Romane oder Short Stories auseinandersetze, las ich dieses Buch. Hoffnung auf ein besseres Leben in der Zukunft für den Menschen im allgemeinen kommt hier nicht auf. Hierachiche Strukturen bestimmen die Zukunft.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine runde Sache - Visionen eines Querdenkers, 13. Januar 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Das Millionenspiel" wird wohl immer mal wieder Leserinnen und Leser aus die Suche nach einer Kurzgechichtensammlung dieses Autoren machen um die literarische Vorlage dieses Films kennen zu lernen. Und man muss sagen, Wolfgang Menge hat sich gut daran orientiert - und ihm dabei seinen eigenen Anstrich gegeben.

Die anderen Geschichten sind zum Teil thematisch ähnlich und ähnlich erschreckend (wie etwa "Das siebte Opfer" oder der Roman "Die Jenseits-Corporation"). Dann gibt es noch eine ziemlich freche kleine Fantasy-Geschichte ("Fütterungszeit") und ein nettes Erzählexperiment ("Pas de Troi"). Alles in Allem eine für mich ziemlich befridigende Zusammenstellung, die auch sehr ungewöhnliche Betrachtungen der Menschen durch die Augen von Außerirdischen beinhaltet (z.B. "Spezialist"). Auf jeden Fall eine Empfehlung im Beriech der klassichen SF.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Geschichten aus den 50er Jahren..., 29. März 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der widerspenstige Planet: Erzählungen - Mit einem Vorwort von Harry Harrison (Taschenbuch)
Robert Sheckley's phantasivoller und kurzweiliger Erzähl- bzw. Schreibstil gefällt mir eigentlich recht gut. Ich lese seinen Stil beispielsweise so gerne wie den von Niven oder Asimov. Das Buch hatte ich ratzfatz durch. Wie schon ein "Vorschreiber" aber auch bereits erwähnt, finde ich auch, dass sich ein deutlicher Unterschied zwischen Sheckley's 50er Jahre-Schreibstil und seinen in den 70er Jahren entstandenen Geschichten zeigt. Erst nach dem Kauf offenbarte sich mir, dass dreizehn Geschichten aus der Zeit von 1953 - 1958 stammten und leider nur drei aus der Schaffensperiode der 70er Jahre.

Zum Inhalt der Geschichten: Hier merkt man leider deutlich, dass die Story's 40-60 Jahre alt sind - der Zahn der Zeit hat bereits kräftig daran genagt. Damals sicherlich weit voraus, verbreiten die Geschichten heutzutage schon eher einen "Raumschiff ORION" Flair. Für Technikfreaks: Wer sich gerne an detaillierten Beschreibungen von SF-Technologien, Raumschiffen oder Robotertechnik labt, wird wahrscheinlich auch etwas enttäuscht sein - Sheckley's Beschreibungen zukünftiger Technologien, Raumschiffe, Roboter oder Außerirdische lässt in den meisten Geschichten sehr viel Raum für eigene Phantasie! Ein Beispiel: In einer der Geschichten lässt sich die Titelfigur "mit einem Roboter und einer Pumpe für Sauerstoff auf einem Asteroid (namens Martha) mit ca. 1000 Meter (!) Durchmesser nieder" - und das war's auch schon mit der Beschreibung von Technologie, Roboter und Asteroid. Kein einziges weiteres Wort, weder wie das auf einem Mini-Gestirn mit einer Atmosphäre funktionieren soll, noch wie vielleicht Charles der Roboter aussieht, schon gar nicht wie in völliger Dunkelheit ein Gemüsebeet wachsen kann (oder wo über die vielen Jahre, die er dort wohnt, eigentlich das ganze Wasser her kommt). Dafür wird Roboter Charles aber zum Dichter und Priester... Sheckleys Geschichten sind einfach "anders". Nicht unbedingt für Detailverliebte. Sheckley lässt den Leser eher an den Gedanken und den Seelenwanderungen seiner Figuren teilhaben.

Was mir auch nicht gefallen hat (dafür kann Sheckley zwar nichts, aber ich muss es in der Wertung berücksichtigen), ist die Tatsache, dass Heyne eigenartigerweise eine 252-seitige "Kurzgeschichte" an zwölfter Stelle ins Buch eingefügt hat! Warum nur? Abgesehen davon, dass ein halbes Buch einfach nicht einleuchtend zwischen zwei Kurzgeschichten passen will, hat mir ausgerechnet diese Geschichte am wenigsten gefallen. Hätte Heyne anstelle dieses Buch-im-Buch die zweite Hälfte mit fünf oder sechs Geschichten neueren Datums gefüllt, dann hätte ich sicherlich noch einen Punkt mehr gegeben.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich wieder ein Sheckley, 3. Januar 2010
Von 
lfennec (Remscheid Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der widerspenstige Planet: Erzählungen - Mit einem Vorwort von Harry Harrison (Taschenbuch)
Was kann man über Robert Sheckley sagen? Er war einer der ganz großen Meister der Kurzgeschichte. Vor allem jemand, der seinen Geschichten wirklich überraschende Wendungen geben konnte und mit Witz und Ironie glänzte, ohne jemals in den Klamauk abzugleiten. Die Sammlung in dem Buch spiegelt das wider, obwohl es definitiv bessere Geschichten von ihm gibt - die man in deutsch wohl weiterhin in Antiquariaten und auf Flohmärkten zusammensuchen muß.
Man kann natürlich über die Zusammenstellung der Geschichten mäkeln. Trotzdem muß man den Heyne Redakteuren zugute halten, daß sie sich endlich wieder an einen der Großmeister erinnert haben...die letzte deutsche Veröffentlichung liegt schließlich über 10 Jahre zurück. Aber vielleicht bekommen wir ja in Zukunft sogar Eric Frank Russel zu lesen?
Genug gemeckert: 5 Sterne für Sheckley - Wer ihn bisher nicht kannte sollte das jetzt schnellstens ändern.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Meister, 15. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der widerspenstige Planet: Erzählungen - Mit einem Vorwort von Harry Harrison (Taschenbuch)
Wenn jemand Sience Fiction mag, dann muss er auch Robert Sheckley mögen.
Leider gibt es kaum noch Bücher von ihm in deutsch.
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Der widerspenstige Planet: Erzählungen - Mit einem Vorwort von Harry Harrison
Der widerspenstige Planet: Erzählungen - Mit einem Vorwort von Harry Harrison von Robert Sheckley (Taschenbuch - 2. November 2009)
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