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am 12. Juli 2009
Der 605seitige "Sternenschatten" ist Fortsetzung und Abschluß von Lukianenkos Roman "Sternenspiel": Enttäuscht von der Zivilisation der Geometer (deren gewaltsam mit Progressoren und Regressoren (!) gegenüber anderen Zivilisationen durchgesetztes Ideal der Freundschaft und Gemeinschaft die Utopievorstellung der sowjetischen SF parodiert), von der sich der Protagonist Pjotr ursprünglich Hilfe für die vom übermächtigen "Konklave" unterjochte Erdenbevölkerung versprochen hatte, begibt er sich nun auf die Suche nach den "Schatten", einer Zivilisation im Kern der Galaxis - der einzigen, vor der die Geometer je geflüchtet sind. Diese verheißt Unsterblichkeit, jedoch um den Preis eines radikalen Individualismus - ob das der Weg ist, um Rußland und den Rest der Menschheit aus ihrem Dasein als Sklavenrasse zu retten?

Lukianenkos Science Fiction ist Ideenkritik. Raumschlachten kümmern ihn und seinen Protagonisten herzlich wenig: "Ins Zentrum der Galaxis zu kommen und Worte, die einem derart zum Halse raushängen, Worte wie Frontlinie und Stützpunkt zu hören!" Es geht um die großen Fragen, wie und warum wir leben sollten. Darauf hingewiesen, daß man es sich nicht mit einer Zivilisation verderben sollte, die in der Lage ist, innerhalb eines Tages die halbe Galaxis zu durchqueren, erwidert Pjotr: "Das ist doch nichts", "die halbe Galaxis, das ist zu wenig, um zu kapitulieren."

Einmal mehr erweist sich Lukianenko als treuer Erbwalter der SF einer vergangenen Epoche. In einem Satz, dem "Garada-Riz'schen Gesetz", wird die gesamte Problematik von Strugazkis "Ein Käfer im Ameisenhaufen" zusammengefaßt - daß nämlich, wenn wir die Welt anderer verbessern wollen (und die Strugazkis meinten damit durchaus auch den Kommunismus), wir es uns selbst gefallen lassen müssen, daß andere in unsere Welt "verbessernd" eingreifen, ob uns das nun paßt oder nicht. Die spielerische Ernsthaftigkeit Lukianenkos ist auf dem Gebiet der SF derzeit einzigartig. Die Liebe und der Wodka kommen diesmal etwas kürzer, was aber der wilden Reise des Protagonisten nicht schadet. Schöne, melancholische Gedichte. Erneut ein exzellentes Lektorat von Erik Simon. Fünf Sterne, keine Frage.
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am 19. August 2010
Der zweite Teil nach Sternenspiel führt in Lukianenkomanier weiter durch die Geschichte. Weiterhin ein wenig nervig die Hauptfigur und ihr Großvater mit Ihren moralischen Vortstellungen der Welt bzw. der Welten. Das Lesen gestaltet sich, wie schon im ersten Teil, spannend. Auch wurden wieder neue Ideen in die Geschichte eingewoben. Für Lukianenkofans unzweifelhaft eine Kaufempfehlung zur Komplettierung der Sammlung.
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Im zweiten Band, >>Sternenschatten<<, übertrifft der Autor sich noch einmal selbst. Was der erste Teil (>>Sternenspiel<<) versprach, löst der zweite mehr als ein.
Es ist fast paradox und doch kann es nicht anders sein: eine tiefgehende Erneuerung der SF kommt aus dem Osten. Von dort, wo sie jahrzehntelang als sozialistische Zwangsutopie völlig festgefahren war. Lukinaneko aber, der wahre Erbe der Strugatzkies, zeigt uns, wie die neue SF funktioniert: phantasiereiche Welten, in denen es letztlich aber doch immer um das Menschsein geht. Denn kaum jemand treibt derzeit menschliche Protagonisten in seinen Werken so auf der Suche nach sich selbst und dem Grenzen seiner Utopien voran wie Lukanienko.
Vielleicht musste erst ein Psychologe mit schriftstellerischem Genius wie er kommen. Im Sozialismus aufgewachsen, diese Wirklichkeit kritisch erfahrend und reflektierend und daher gezwungen, sich stets mit ihren Grenzen auseinanderzusetzen, zugleich aber auch die Seele von Mütterchen Russland mit jedem Atemzug, Bissen und Schluck in sich aufnehmend. Später dann in einer nur nach der Logik von Kapitalströmen globalisierten Welt einen ganz und gar gesunden, selbstironischen Nationalismus entwickelnd und bei aller rationaler Distanz zur heutigen Welt eine tiefe Liebe zur eigenen Herkunft bewahrend - kurz, es musste ein mit Philosophie und Phantasie zugleich gesegneter moderner Russe und Weltbürger sein, der der SF europäischer Prägung den Weg weisen konnte.
Lukianenko muss sich nicht mit Reynolds oder Simmons messen, er spielt längst in ihrer Liga und genau wie diese beiden beherrscht er ein erstklassiges Spiel. Unverwechselbar, unnachahmlich - köstlich. Lukianenkos Stärke ist die Verknüpfung der Science Fiction mit einem zutiefst humanen und humanistischen Aspekt, für ihn sind Moral und Ethik genau so wichtige Potenziale des Menschen wie dessen Technik (und letztlich sogar die wichtigeren), er transportiert den moralisch unterentwickelten Menschen von heute in Welten, die seine eigenen technischen Möglichkeiten nicht nur bei weitem übersteigen, sondern deren Moral sich auch deutlich von dem unterscheidet, was wir für angemessen halten, ohne dass sie dabei schlechter oder verwerflicher wären, als unsere eigenen irdischen Entwürfe. Und die genau deshalb bestens geeignet sind, die Tragfähigkeit dessen auf den Prüfstand zu stellen, was wir Menschsein nennen.

Kluge SF in unnachahmlicher russischer Erzählweise. Fünf Sterne - anders geht es nicht.
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am 24. April 2011
Nach den Sciece-Fiktion-Romanen Spektrum und Sternenspiel jetzt Sternenschatten. Die Fortsetzung von Sternenspiel. Wieder ganz hervorragend. Sergej Lukianenko ist einer, dem man blind vertrauen kann und das ist bei Autoren wirklich selten.

Er hat seine ganz eigene, liebenswürdige Art zu schreiben. Er vermischt Dinge des Jetzt und des Gestern mit Dingen des Morgen und das macht seine Schreibweise für mich so einzigartig. Bei ihm gibt es keine abstruse menschliche Traumkultur und keine Hyperentwicklung der menschlichen Technik. Bei ihm kommen diese Dinge immer von draußen, den Menschen aufgezwungen und dabei gibt es in dieser Zukunft dann immer noch die Dinge und Empfindungen, die von heute sind und der Hauptteil der menschlichen Seele sind. Darüber hinaus gibt es dann die Möglichkeiten, die der Menschheit in den Schoß fallen oder Ihnen aufgezwungen werden, ganz wie man es sehen will. Jedenfalls ist er nie langweilig, peinlich oder überheblich. Seine Bücher sind von einer seltsamen Sympatie, die man zwangsläufig beim Lesen für die Geschichte, für die Personen in Ihnen und für den moralischen Überbau empfindet. Kurzum, ein Vergnügen, Bücher von ihm zu lesen.
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am 25. August 2010
Ich habe schon in Lukianenkos Wächter-Zyklus reingelesen und kann guten Gewissens behaupten, dass Sternenschatten anders ist als diese: Er ist viel offener, lässiger, moderner geschrieben. Das macht vorallem den Protagonisten sehr sympathisch. Außerdem beschäftigt sich Pjotr nicht chronisch mit Kochen ;) wie es ja in anderen Romanen seitens Lukianenkos der Fall ist (Beispiel: Spektrum - das trotzdem gut ist!).
Das Buch ist sozialkritisch, realisitisch, beißend zynisch und ab und an sogar witzig. Aber vor allem ist es eins: Material, in dem man sich verlieren kann. Ich liebe die philosophischen Einschnitte, die meiner Meinung nach das fast beste am Roman sind (bis auf die Idee an sich, natürlich ;). Lukianenko hat etwas Geheimnisvolles in dieses Buch gespeist, das sich bereits nach den ersten zehn Seiten auszubreiten beginnt. Es erweckt Sehnsucht nach den Sternen - und bestraft sie.
Dies hier ist der zweite Teil der Sternenspiel-Reihe.
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am 26. Mai 2013
Dies ist der dritte Roman von "Sergej Lukianenko", welchen ich gelesen habe und ich bin begeistert.

Die Story ist fesselnd und gut durchdacht. Eine Gruppe Menschen bricht in den Kern der Galaxis auf, um den "Schatten" zu finden und die eigene Erde zu retten. Der Schatten erweist sich als eine Welt, in der jeder Mensch die unbegrenzte Freiheit hat zu machen, was er möchte. Aber ist das unbedingt gut? Kann man so ein Mensch bleiben, was macht die Menschheit aus?
Schön fand ich, dass die Protagonisten keine nahezu übermenschlichen Helden sind, wie es in amerikanischen Sci-Fi-Geschichten oft der Fall ist. Sie haben gute und schlechte Seiten und sind alles andere als perfekt. Es werden mehrere Gesellschaftssysteme aufgezeigt, wobei auch kein Urteil gefällt wird, welches nun das Richtige ist, mehr oder weniger weisen sie alle Fehler auf. Es gibt zum Schluss also auch nicht den klassischen Siegt von "GUT" gegen "BÖSE".
Ich kann dieses Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.
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am 30. März 2013
Der Plot über insgesamt 2 Bücher ist spannend erzählt und geschrieben. Der Autor hat in der Wahl seiner Geschichtsstränge einen guten Blick auf die Details seines Mosaiks.
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VINE-PRODUKTTESTERam 27. Dezember 2009
Nachdem Piotr von den Geometern wieder zurückgekehrt ist und seine Abenteuer berichtet hat muß eine Entscheidung gefällt werden, wie es jetzt weitergehen soll. Die Erde bräuchte dringend starke Verbündete, jedoch wäre das Leben unter den Bedingungen der Geometer nicht mehr das gleiche. Für Piotr gibt es nur den einen Ausweg, er muß zum Schatten den die Geometer so sehr fürchten, daß sie vor dem Schatten geflohen sind.

Die Fortsetzung ist zu Anfang genauso fesselnd und faszinierend wie Sternenspiel. Leider bleibt das jedoch nicht so, die Geschichte wird nach dem ersten Drittel irgendwie zäh und verliert an Spannung. Insgesamt durch die kuriosen Einfälle aber ein gut lesbarer Science Fiction Roman.
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am 3. September 2009
ganz wie auf der Erde, so im Weltall.
Es geht um wichtige Allianzen/Bündnisse mit fremden Planetenwelten, um drohendes Ungemach der Erde fernzuhalten. Es geht aber auch um den Sinn allen Seins.
Ist man nur seiner Talente wegen "lebenswert"? Ist es in Ordnung, wenn die Gesellschaft den Weg des Individuums bestimmt - zum größten Nutzen der Gesellschaft? Wie wichtig sind gesellschaftliche Vorgaben, wie wichtig individuelle Verwirklichung? Was bedeutet es Fremdem gegenüber tolerant zu sein, es zu respektieren - nicht verändern zu wollen? Wer sind wir eigentlich und wie wieviele stecken in uns? Gibt es Abgrenzungen oder ist letztendlich alles Eins?
Ein philosophisches Spiel der Gedanken verpackt in einem spannenden Doppel-Roman (Sternenspiel), den ich wieder einmal nicht aus der Hand legen mochte, so spannend und flüssig er geschrieben war.
Wenn Sie noch nicht im Weltall waren - steigen Sie ein - reisen Sie mit - lassen Sie sich in fremde Welten entführen ... und schlussendlich sich von Lukianenko's Liebe zur Heimat wieder auf Mütterchen Erde zurückbringen.

Auch hier - im letzten Teil des Romanduetts - erfolgt ganz ähnlich wie bei Spektrum eine Art Erkenntnis.
Es scheint so, als müsse man fortgehen, um anzukommen. Ein altes Thema, aber hier spannend mit moderner Technik, viel Phantasie und liebevollen Betrachtungen angereichert.
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am 26. August 2009
Die Fortsetzung zu "Sternenspiel" macht da weiter, wo der Vorgänger aufgehört hat. Endlich erfährt man mehr über den "Schatten" und dessen Bewohner, und die Reise von Pjotr und seinen Weggefährten führt natürlich unweigerlich dorthin.

Wie schon im Vorgänger beherrschen auch in "Sternenschatten" Dialoge und philosophische Themen die Handlung, der Mensch selbst steht im Mittelpunkt des Universums. Auch wenn er nicht zu den "Starken Rassen" gehört, auch wenn er einen Symbionten und die Seele eines Fremden in sich trägt. Pjotr gibt seinem jungen Freund, dem er immer Steine von fernen Planeten mitbringt, diesmal einen Stein von der Erde und sagt ihm, das sei der wichtigste in seiner Sammlung. Nie das Menschsein vergessen, so ist die Botschaft des Autors. Und er verpackt sie in einen großartigen Roman, der beweist, daß es noch neue Ideen in der SF gibt, abseits der bösen Aliens, die die Menschheit vernichten wollen - obwohl, das wollen sie ja hier auch ;-) - ohne Weltraumschlachten, ohne im Datennetz herumirrende Computerjunkies.

Mein einziger Kritikpunkt ist, daß es zwischendurch vielleicht ein bisschen zu philosophisch wird, aber unterm Strich kann ich auf jeden Fall nur "Fünf Sterne" für dieses Meisterwerk vergeben!
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