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33 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sollte ein SF-Fan einfach kennen...!
Es gibt in jedem Genre so ein paar Werke, welche man zum Kanon rechnen darf - eben Bücher, die stilprägend waren und echte Meilensteine dieser Gattung darstellen.

"FREMDER IN EINER FREMDEN WELT" ist meiner Ansicht nach so ein Buch, und ein SF-Fan sollte diesem Buch meiner Ansicht nach zumindest eine Chance geben. Hierbei schreibe ich ganz bewust "eine...
Veröffentlicht am 6. Juni 2010 von Parsec

versus
35 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Autor und Titel hervorragend - Übersetzer , Schriftsetzer und Lektor besoffen?
Ein wundervolles Buch - das kann man erahnen, wenn man durch die nicht nicht fünf, nicht zehn, nicht zwanzig, sondern zahllosen Rechtschreibfehler hindurchfindet, die den Lesefluss beständig hemmen. Von den putzigen Übersetzungspfehlern einmal abgesehen, die den Sinn einiger Passagen völlig ad absurdum führen. Behende bewegen sich...
Veröffentlicht am 4. Juli 2008 von robotixx


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35 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Autor und Titel hervorragend - Übersetzer , Schriftsetzer und Lektor besoffen?, 4. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Fremder in einer fremden Welt (Taschenbuch)
Ein wundervolles Buch - das kann man erahnen, wenn man durch die nicht nicht fünf, nicht zehn, nicht zwanzig, sondern zahllosen Rechtschreibfehler hindurchfindet, die den Lesefluss beständig hemmen. Von den putzigen Übersetzungspfehlern einmal abgesehen, die den Sinn einiger Passagen völlig ad absurdum führen. Behende bewegen sich Übersetzer, Lektor und Schriftsetzer durch die tückische Welt der Fremdwörter, sodass man selbst als ehemaliger Student ein Lexikon zücken muss - und wenigstens fündig wird. Leider scheitern beide Parteien an ach so einfachen Dingen ... z.B. dass sich jemand verdächtig fühlt, statt etwas suspekt zu finden. Oftmals ließ mich der qualvolle Lesevorgang an Babelfish erinnern und rief große Erheiterung aber auch Verbitterung hervor, weil ich diesen inhaltlich sehr interessanten Roman nicht gerne in Verbindung bringen wollte mit kuriosen Bedienungsanleitungen, die mich z.B. mahnen "Wenn dieser Schlüssel deprimiert ist, ist der Rechner abgedreht". Jene Unheil verheißenden Worte wurden übrigens per Bedienungsanleitung den Benutzern eines simplen Taschenrechner gewidmet . Vermutlich war der Übersetzer bzw. die Übersetzerin ähnlich "überfordert" wie bei Fremder in einer fremden Welt. Zwei Punkte, weil man auch im Würgegriff surrealistischer Sprachkünstler ahnen kann, welch Potential dieser Roman besitzt.
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33 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sollte ein SF-Fan einfach kennen...!, 6. Juni 2010
Von 
Parsec - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Fremder in einer fremden Welt. Roman (Taschenbuch)
Es gibt in jedem Genre so ein paar Werke, welche man zum Kanon rechnen darf - eben Bücher, die stilprägend waren und echte Meilensteine dieser Gattung darstellen.

"FREMDER IN EINER FREMDEN WELT" ist meiner Ansicht nach so ein Buch, und ein SF-Fan sollte diesem Buch meiner Ansicht nach zumindest eine Chance geben. Hierbei schreibe ich ganz bewust "eine Chance geben"... da FREMDER IN EINER FREMDEN WELT sicherlich nicht jedermanns Sache ist. Das Buch ist unbequem, manchmal anstrengend und in jeder Hinsicht so eigenwillig wie seine Hauptfigur John Valentine Smith.

Ähnlich wie bei seinem (ebenfalls kontrovers diskutierten) Klassiker "Starship Troopers" versteht Heinlein es auch in diesem Buch, die Handlung mit sehr vielen Exkursen in verschiedenste Gebiete zu verbinden. Waren dies bei "Starship Troopers" natürlich primär militärische und politische Themen grifft FREMDER IN EINER FREMDEN WELT eher antropologische und soziologische Diskurse auf. Durch die Augen des Protagonisten, eines auf dem Mars groß gewordenen Menschen, der zum ersten Mal auf der Erde ist, sieht der Leser die wahrlich fremde Welt der Erde - und stellt mit dem Protagonisten viele Ideen, Konventionen und Denkmuster in Frage.

Dies bedeutet auch: wer unter SF notwendigerweise actionreiche Space Opera versteht wird mit diesem Buch sicherlich nicht glücklich - es ist eher in der Tradition von Werken wie "1984", "Fahrenheit 451", "Die Mars Chroniken" oder meinetwegen auch "A Clockwork Orange" zu sehen, eben eine utopische Betrachtung der Gesellschaft.

Wenn man sich aber auf dieses Buch einlässt steht einem ein echtes Leseerlebnis bevor - und in dies in dieser hier vorliegenden Neuauflage sozusagen "uncut". Außerdem versteht es Heinlein sehr ansprechend, das Denken einer außerirdischen Intelligenz darzustellen - der "Marsianer" Smith denkt absolut nicht wie ein Mensch, und ist viel außerirdischer, viel fremdartiger als das SF-Standart-Alien.

Wie gesagt: dieses Buch ist ohne wenn und aber Geschmackssache und wird vermutlich nicht jeden zufrieden stellen - aber letztlich ist es ja auch der Sinn von SF, Neues zu schildern und sich abseits von augetretenen Pfaden zu bewegen. Dies gelingt Heinlein mit FREMDER IN EINER FREMDEN WELT jedenfalls ganz ausgezeichnet.

Insgesamt also: diese Neuauflage kann jedem SF-Begeisterte ans Herz gelegt werden - eine Chance sollte man diesem Buch alle Male geben, und vielleicht gehört man zu denen, die FREMDER IN EINER FREMDEN WELT auch fast 50 (!) Jahre nach seiner Erstveröffentlichung in seinen Bann zieht.
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36 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker im neuen Gewand, 29. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Fremder in einer fremden Welt. Roman (Taschenbuch)
"Fremder in einer fremden Welt" habe ich erstmals vor ca. 15 Jahren gelesen, doch nicht wirklich verstanden. Der Roman ist nämlich alles andere als banal, äußerst komplex und befasst sich mit schwierigen Themen und Fragestellungen. Doch das besondere an dieser Ausgabe ist, dass sie um etwa ein Drittel länger ist, als die ursprüngliche Version von 1961. Es ist somit die Geschichte, die Heinlein - vor dem Eingriff des Lektors - ursprünglich erzählen wollte. Ob diese Ausgabe nun besser ist als die alte kann ich nicht beantworten. Ich kann aber behaupten, dass die Ausgabe hervorragend ist.

Zur Handlung: Der Protagonist der Geschichte ist der "Marsianer" Valentin Michael Smith, der sich in eine ihm völlig fremde Welt - die Erde der Zukunft - einfügen muss. Dabei kommt es natürlich zu erheblichen Anpassungsproblemen, die der Autor zum Anlass für geistreiche Gespräche und Bemerkungen über Theologie, Philosophie, Anthropologie und viele andere Themen nutzt. Neben der beschriebenen Assimilation Smiths entwickelt sich auch eine zuweilen rasante Jagd auf den Marsianer, die einige ungewöhnliche Fähigkeiten Smiths offenbart.

"Fremder in einer fremden Welt" ist aber alles andere als ein Actionspektakel. Hier kommt eher der Leser auf seine Kosten, dessen Interesse anspruchsvoller Science Fiction im besten Sinne gilt.

Ich kann nicht anders als - trotz offenkundiger Längen in der Erzählung - volle 5 Sterne zu vergeben.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Valentine Michael Smith, der Mann vom Mars - Das Meisterwerk von Robert A. Heinlein, 29. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Fremder in einer fremden Welt. Roman (Taschenbuch)
Robert A. Heinlein wurde durch seinen Roman >>Starship Troopers<< als Kriegsverherrlicher kritisiert, jedoch sein auf andere Weise provokativer Roman >>Fremder in einer fremden Welt<<, der im Jahr 1961 erschien, machte ihn zur unfreiwilligen Ikone der Hippiebewegung. In diesem Roman stellt er unter anderem Monotheismus und Monogamie in Frage, außerdem stellte er den für ihn wichtigsten Punkt dar:
Dass man eine eigenständige Person sein soll, so wie er sich selbst als eine ansah.

Und das ist die Rahmenhandlung des Romans:
Die erste Mars-Expedition endet mit einem katastrophalen Absturz auf dem roten Planeten.
Nur ein kleines Kind, namens Valentine Michael Smith, überlebt das Unglück und wird von den Marsianern aufgenommen.
Um die 20 Jahre später reist eine neue Crew zum Planeten Mars und stößt auf den zum jungen Mann herangewachsenen Valentin Michael Smith.
Sie nehmen ihn mit auf die Erde und Valentine Michael Smith muss feststellen, dass er ein Fremder in einer fremden Welt ist.
Er verblüfft die Menschen mit seinen bei den Aliens erlernten Künsten und das Groken (was soviel bedeutet wie sich vereint fühlen).
Valentine Michael Smith entschließt sich zu versuchen die Erde und die Menschheit zum Besseren zu verändern.
Für viele Menschen wird er dadurch zu einem neuen Messias, doch andere halten ihn für eine Bedrohung, die man unbedingt unschädlich machen muss.

Dieser Roman überzeugt durch besondere Tiefe und stellt schön dar wie ein Mensch, der von Marsianern großgezogen wurde, die Menschen sieht und wie er auf die Menschen wiederum wirkt. Man kann sich einfach gut hineinversetzen und verstehen, wie es ist im wahrlich ein Fremder in einer fremden Welt zu sein.
Die Art, wie Valentine Michael Smith alle betrachtet und lernt ist faszinierend.
Man sollte keinesfalls einen Science-Fiction-Actionthriller erwarten, sondern ein Werk, der die Menschen dazu bringt nachzudenken und alles in einem anderen Licht zu betrachten.
Es ist erstaunlich, dass dieses Werk eine andere Art von Kontroverse ausgelöst hatte.
Jeder, der Meisterwerke der Science-Fiction liest, sollte mal dieses Werk von Robert A. Heinlein gelesen haben um später über die Inhalte zu diskutieren.

Im US-amerikanischen Sprachbereich hatte sich das groken (to grok, was im Roman soviel heißt wie verstehen, lieben und vereint mit was sein) voll durchgesetzt. Im deutschsprachigen Bereich allerdings nicht.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kann leicht zum Lieblingsbuch werden, 26. Juni 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Fremder in einer fremden Welt (Taschenbuch)
Dieses Buch ist schon in den Sechzigern die Hippie-Bibel genannt worden. Aber hier haben wir eine Vervollständigung der alten Auflage, die durch extreme Zensur auf 2/3 der jetzt posthum erschienen Ausgabe geschrumpft wurde. Es kommt alles vor: Sex and Crime, Esoterik, Philosophie, Humor, Tragik. Es ist so geschrieben, daß es auch Leute, die nicht gerade SF-Fans sind, es mögen werden. Es geht um ein Menschenkind, daß von Marsianern erzogen wurde und dann als erwachsener Mann auf die Erde zurückkehrt. Es ist wie ein Baby und zugleich hat es die Weisheit eines uralten Menschen, der die wahre Wesenheit der Dinger erkannt hat. Dieser Mensch heißt Michael Valentine Smith.Schon die Wahl des Namens ist eine Offenbarung: der "Fremde" ist zugleich der Erzengel Michael, Valentine, der Botschafter der Liebe und Smith, der ganz gewöhnlich Mensch. Er lernt die Menschen und das Leben auf der Erde kennen, durchschaut es besser als jeder von uns, weil er es von der objektiven Warte eines Externen sehen kann. Und dann lehrt er die Menschen das wahre Leben, und was sie aus sich wirklich machen können, wenn sie ihre Resourcen nur richtig nutzen. Ich bin nicht sicher, ob Heinlein hier sein Herzblut niedergeschrieben hat, also ob es ihm ein echtes Anliegen war, den Menschen einen Weg zum wahren Leben gezeigt hat; oder ob er sich nur köstlich amüsiert hat, daß die Leute das von ihm glauben werden. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine schöne Geschichte, aber zu lang, 6. März 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fremder in einer fremden Welt. Roman (Taschenbuch)
Fremder in einer fremden Welt ist und bleibt ein Klassiker. So eine schöne Geschichte wird nur selten erfunden. Der Mann vom Mars ist sympatisch, zuerst etwas hilflos und dann kraftvoll und gescheit. Er hat die Antwort auf alle Fragen und er weiß, wir alle sind Gott.
Dennoch würde ich lieber die kürzere Ausgabe lesen, weil das neue Meisterwerk zum Teil langweilig erscheint, durch die vielen Erklärungen, Erzählungen und seitenlange Beschreibungen einer Szene.
Ich gebe zu, manchmal einen Absatz (ohne Schaden davon zu nehmen) übersprungen zu haben. Das macht kein Leser gerne und von daher empfehle ich die kurze Fassung und gebe dem "neuen" Heinlein nur 4-Sterne.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schlecht gealtert, 3. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fremder in einer fremden Welt. Roman (Taschenbuch)
Robert A. Heinlein wird zusammen mit Isaac Asimov und Arthur C. Clarke zu den "Großen Drei" der Science Fiction gezählt und "Stranger In A Strange Land" gilt gemeinhin als sein Meisterwerk sowie als Meilenstein der SF. Grund genug für mich, dieses Werk zu lesen, doch mir ist auf den über 600 Seiten des Buches nicht klar geworden, was diesen Status rechtfertigt. Ich kann mich einigen Kritikern nur anschließen: Auch ich hätte lieber die gekürzte Version gelesen, denn über weite Strecken habe ich mich wirklich durchquälen müssen.

Die Story kommt nicht richtig in Gang, es fehlt an Spannung, es wimmelt von chauvinistischen Menschenbildern, die Figuren sind zum Teil nervtötend platt. Jubal Harshaw, der im Roman fast mehr Raum einnimmt als die Hauptfigur Michael (zumindest was den Wortanteil angeht), ist eines der größten Ärgernisse des Buches: Es ist ziemlich deutlich, dass aus diesem Lustgreis Heinlein selbst spricht, und er die Figur hauptsächlich dazu benutzt, einen nicht enden wollenden Schwall an kruden Philosophien zu verbreiten, die an nicht mal konsequent zu Ende gedacht werden und zur Story selbst oft nicht das Geringste beitragen.

Mag sein, dass die ausgebreiteten Theorien von freier Liebe und neuen Bewusstseinszuständen damals revolutionär waren (vor allem in den USA, wo man mit solchen Konzepten viel mehr schockieren konnte) aber aus heutiger Sicht ist das Buch dermaßen durchsetzt vom Zeitgeist der 50er, dass man eher das Gefühl hat, einen historischen Roman anstatt SF zu lesen - das Buch atmet aus heutiger Perspektive keinerlei visionäre Kraft und ist einfach extrem schlecht gealtert.

Ich habe Heinleins andere Werke nicht gelesen, aber zumindest was "Stranger In A Strange Land" angeht, kann ich nicht nachvollziehen, wie man ihn mit Asimov und Clarke auf eine Stufe stellen kann: Heinlein hat weder die übersprudelnde Phantasie und das handwerkliche Geschick von Asimov noch Clarkes philosophischen Weitblick. Die Werke dieser beiden Autoren lassen sich auch heute noch mit Genuß und intelektuellem Gewinn lesen - "Stranger In A Strange Land" höchstens aus historischen Gründen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mike vom Mars, 19. Juni 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Fremder in einer fremden Welt. Roman (Taschenbuch)
Robert A. Heinleins "Fremder in einer fremden Welt" erzählt die Geschichte des Menschen Michael, der auf dem Mars aufwuchs. Der Roman erschien im Jahre 1961 und beschreibt eine Welt, die aus dieser Perspektive nicht weit entfernt schien. Heinleins Darstellung dieser damals plausibel erscheinenden Welt ist unaufdringlich und trotzdem (oder gerade deswegen) so harmonisch.

Kaum kommt Valentine Michael "Mike" Smith zur Erde, scheint er zunächst zum Spielball politischer Interessen zu werden. Dank der Hilfe des Reporters Ben und der Krankenschwester Jill lernt Mike Jubal Harshaw kennen. Für die längste Passage des Romans ist nun Harshaw der eigentliche Protagonist. Der weise Skeptiker und Tausendsassa versucht, Michael und dessen völlig fremde Weltsicht zu verstehen. Was der an Wissen und Können von den Marsbewohnern und besonders von deren "Alten" gelernt hat, versetzt auch den abgeklärten Harshaw in Erstaunen. Mike entpuppt sich mehr und mehr als Superman. Dank Meditation und der Freisetzung verborgener Energien entwickelt er sich vom Weltfremden zum Weltverfremder.

Die Handlungen Mikes und damit auch die Handlung des Romans werden im weiteren Verlauf immer spiritueller. Was als Freakshow begann, wird nun immer mehr zur Auseinandersetzung mit den Religionen der Welt, mit ihren Kirchen und mit dem Glauben. Wer das Buch zu Ende liest, hat einen Eindruck davon gewonnen, dass diese drei Konzepte nicht das gleiche meinen.

Trotz Glaubensdebatten, Religionsphilosophien und einer weltverbessernden Grundstimmung gelingt es Heinlein, das Thema nicht zu schmalzig werden zu lassen. Dabei hilft ihm vor allem der Zyniker Harshaw - zuerst mit Nüchternheit, dann mit Erklärungen und schließlich mit seinem Glauben.

"Fremder in einer fremden Welt" ist zu Recht ein Klassiker der Science-Fiction. Der Roman ermöglicht eine distanzierte, weil marsianische, Sicht auf die menschliche Gesellschaft und ihre Probleme. Die zugrundeliegende Botschaft ist verziert mit vielen glaubhaften Erfindungen und Zukunftsvorstellungen. Auch fünfzig Jahre nach ihrem Erscheinen macht es immer noch Spaß, Mikes Geschichte zu lesen.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Völlig überschätzt, 31. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Fremder in einer fremden Welt (Taschenbuch)
Der Plot dieser Christus-Parabel wird auf über 500 Seiten holprig erzählt und ausgewalzt - selbst für eine Satire, die man in der Story vermuten möchte, fehlt es an Biss. Die Charaktere sind blass und predigen oder diskutieren endlos halbgare Philosophien, wie man sie von Hippies aus den 60ern gewohnt ist. Literarisch gesehen ist dieses Buch Schrott, und die durchaus interessanten Ideen werden wenig durchdacht ausgeführt. Dazu auch noch sexistisch und homophob - die weiblichen Charaktere entspringen den feuchten Träumen eines selbstgerechten Chauvinisten, wie Heinlein einer war. An neun von zehn Vergewaltigungen seien Frauen mitschuldig, behauptet Heinleins unverhohlenes Sprachrohr, der patriarchalische Jubal Hershaw - und gleichgeschlechtliche Liebe ist in den Augen des Mars-Messias Mike "nicht richtig". Und so weiter...
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Langeweile, 18. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Fremder in einer fremden Welt. Roman (Taschenbuch)
Bis Seite 100 habe ich mich gequält - eigentlich sind 50 Seiten das Maß, nachdem ich entscheide, ob ich ein Buch weiterlese, doch ich wollte bei einem so hoch gepriesenen Werk dem Spannungsfunken eine größere Chance zum Überspringen geben. Vergeblich. Die sicherlich interessante Idee, unsere Welt durch einen "Außerirdischen" zu reflektieren, verliert sich wie Smith' Spuren im Marssand. Umso mehr war ich enttäuscht, da ich vor wenigen Monaten ein SF-Werk (Berlin 2042) gelesen habe, das sich wesentlich flüssiger liest und den Leser mit den echten Herausforderungen unserer Zeit konfrontiert: Berlin 2042
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Fremder in einer fremden Welt. Roman
Fremder in einer fremden Welt. Roman von Robert A. Heinlein (Taschenbuch - 6. Juli 2009)
EUR 10,95
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