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4.0 von 5 Sternen interessante Idee solide umgesetzt
Was wäre, wenn die ganze Menschheit einen kurzen Blick in die Zukunft werfen könnte? Eine interessante Idee für einen Wissenschaftsroman. Als Thriller würde ich das Buch nicht unbedingt beschreiben. Es ist zwar spannend, beinhaltet aber nicht die typische Action, die man von einem Thriller erwarten würde, obwohl es gegen Ende auch Thrilleraction...
Veröffentlicht am 3. April 2008 von Ophrys

versus
34 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein "must have" - Sawyer kann es besser
Endlich hat der Heyne-Verlag Robert J. Sawyer entdeckt. Das weckt Hoffnung auf weitere Übersetzungen dieses interessanten kanadischen Autors.

Im Jahr 2009 wird der weltweit größte Teilchenbeschleunigerring im schweizerischen Forschungszentrum Cern in Betrieb genommen. Dort schießt man Bleiatomkerne aufeinander, um das so genannte...
Veröffentlicht am 6. April 2008 von Peter Samol


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34 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein "must have" - Sawyer kann es besser, 6. April 2008
Von 
Peter Samol "sympathietraeger" (Herford, Nordrhein-Westfalen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Flash (Taschenbuch)
Endlich hat der Heyne-Verlag Robert J. Sawyer entdeckt. Das weckt Hoffnung auf weitere Übersetzungen dieses interessanten kanadischen Autors.

Im Jahr 2009 wird der weltweit größte Teilchenbeschleunigerring im schweizerischen Forschungszentrum Cern in Betrieb genommen. Dort schießt man Bleiatomkerne aufeinander, um das so genannte Higgs-Boson nachzuweisen. Dabei werden punktuell ungeheure Energiemengen freigesetzt, und eine Situation, wie sie wenige Sekundenbruchteile nach dem Urknall vorherrschte, simuliert. Aber das Experiment schlägt fehl und etwas ganz anderes passiert stattdessen. Jeder Mensch auf der Erde verliert für gut zwei Minuten das Bewusstsein und nimmt wahr, was er oder sie in der gleichen Zeitspanne am 23. Oktober 2030 tun wird. Manche schlafen dann, erleben aber wenigstens eine Zeit der Dunkelheit. Wer jedoch noch nicht einmal das Verstreichen der Zeit wahrgenommen hat, wird dann wohl schon tot sein.

Der Roman besteht aus drei Teilen. Davon spielt der erste während der unmittelbaren Zeit nach dem Ereignis. Nach einer kurzen Lesebremse mit ausufernden Beschreibungen technischer Details im Cern steht das Ereignis selbst sowie das Katastrophengeschehen im Vordergrund, das durch die kurze weltweite Ohnmacht hervorgerufen wurde: verunglückte Autos, abgestürzte Flugzeuge, missglückte Operationen etc. Dabei kommt richtig Spannung auf. Auch der zweite Teil ist noch interessant. Darin geht es um die Frage, ob die Zukunft unabänderlich ist oder nicht. Ist die Raumzeit ein so genannter "Minkowski-Würfel" (Das Konzept wird im Roman gut erklärt. Hier würde es zu weit führen), in dem auch die Zukunft schon heute unabänderlich festgeschrieben ist? Oder trifft das Ebenezer-Scrooge-Theorem zu? Letzteres besagt, dass man sein Leben wie jener unerbittliche Geizhalz "Scrooge" aus der Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens ändern kann. Nachdem diese Frage geklärt ist, flacht der Roman merklich ab. Die actiongeladene Kriminalhandlung im dritten Teil, bei der eine der Hauptpersonen versucht, die eigene künftige Ermordung zu verhindern, ist eher langweilig. Ganz am Ende folgt noch ein wenig ganz schlechte Science Fiction, auf die Sawyer lieber verzichtet hätte. Hier ist das Buch definitiv am schwächsten.

Der Roman wurde buchstäblich auf den letzten Drücker übersetzt, denn die Handlung setzt im Jahr 2009 ein. Spätestens übernächstes Jahr wäre das Buch also ein Parallelweltroman und keine originäre Science Fiction mehr gewesen. Das Original wurde vor neun Jahren geschrieben. Wenigstens konnte der Übersetzer einige Aktualisierungen vornehmen und beispielsweise den aktuellen Papst Benedikt benennen. Dass das Cern mittlerweile 20 statt 19 Mitgliedstaaten hat, ist ihm leider entgangen. Auch die Rückübersetzung des schweizer Reformators "John" zu Johannes Calvin wäre wünschenswert gewesen. Wenn man jedoch berücksichtigt, unter welchen miserablen Bedingungen Übersetzer heutzutage leiden (schlechte Bezahlung, enormer Zeitdruck), dann hat er alles in allem gute Arbeit geleistet.

Was Robert J. Sawyer selbst am besten kann, ist Menschen sowie ihre Gedanken und Beweggründe zu beschreiben. Aber sobald er technischen Details oder etwa Landschaften zuviel Raum gibt, wird er langweilig. Dann fühlt man rasch sich an die Lektüre von Benutzerhandbüchern oder Reiseführern erinnert. Das sind - wie schon gesagt - ziemliche Lesebremsen. Am besten kann Sawyer die Innenperspektive von Menschen beschreiben. Darauf sollte er sich konzentrieren. Empfohlen sei bei dieser Gelegenheit das Buch "Die dritte Simulation", erschienen bei Goldmann. Da ist er richtig gut.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen interessante Idee solide umgesetzt, 3. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Flash (Taschenbuch)
Was wäre, wenn die ganze Menschheit einen kurzen Blick in die Zukunft werfen könnte? Eine interessante Idee für einen Wissenschaftsroman. Als Thriller würde ich das Buch nicht unbedingt beschreiben. Es ist zwar spannend, beinhaltet aber nicht die typische Action, die man von einem Thriller erwarten würde, obwohl es gegen Ende auch Thrilleraction gibt.

Die Handlung schreitet in leisen Tönen voran, beleuchtet eher die zwischenmenschlichen Beziehungen und schweift ins Philosophische ab: Ist unsere Zukunft vorherbestimmt? Gibt es einen freien Willen? Wie könnte sich die Einstellung zum eigenen Leben verändern, wenn man kurz in die Zukunft blicken könnte? Spiegelt dieser Blick DIE Zukunft oder nur eine von vielen potentiellen Zukunftsszenarien wider?
Das Buch ist mehr ein wissenschaftlich-philosophisches Gedankenexperiment, aber ein sehr interessantes, verpackt in die Welt der Physik.

Ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen. Ein Wissenschaftsroman, kein Actionkracher.
Es ist sicher von Vorteil, wenn man schon etwas über Elementarteilchen und Quantenmechanik (Pauli-Prinzip) gelesen hat, aber ich glaube auch ohne dieses Wissen kann ein aufgeschlossener Geist das Buch genießen.

Was mir nicht so gut gefallen hat, war die deutsche Übersetzung. Ich habe zwar nicht das englische Original gelesen, aber ich hatte stets den Eindruck, dass man das Buch hätte besser übersetzen können.

4 Sterne für eine gute Umsetzung einer interessanten Idee, wobei ich mir persönlich den Schlussteil anders gewünscht hätte. Keine 5 Sterne, da es im Pantheon der Wissenschaftsthriller ganz andere Größen gibt. Auf jeden Fall aber sollte man sich den Namen Robert J. Sawyer merken.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Solides Machwerk, dem am Ende etwas die Luft ausgeht., 8. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Flash (Taschenbuch)
Auch ich hatte die TV Serie gesehen, welche leider nur eine erste Staffel bekam und mitten in der Handlung aufhört. Um die Neugier zu stillen, entschied ich mich einfach auf das Buch zurück zu greifen. Es wurde allerdings schon nach wenigen Seiten klar, dass die Geschichte im Buch, mit der Geschichte der TV Serie nur bedingt etwas zu tun hatte. Im Zentrum der Erzählung stehen hier die Mitarbeiter des CERN, um Lloyd Simcoe. Kein FBI, keine Bösewichte, keine Auflösungen der noch offenen Fragen.

Die Geschichte selbst hat aber trotzdem ihren Reiz und gerade der Großteil des Buches liest sich sehr angenehm und zügig. Die Übersetzung ist sprachlich sehr simpel gehalten. (Was womöglich daran liegt, dass es bei der englischen Vorgäbe das selbe ist.) Lediglich die physikalischen Erklärungen sind teils etwas zäh für jemanden, der in der Materie nicht wirklich drin steckt. Der Handlungsstrang ist zudem sehr gradlinig. Es existieren wenig Nebenhandlungen und es existieren auch nur sehr wenige Verstrickungen und spontane Wendungen, was aber nicht zwingend nachteilig auf die Spannung wirkt, da die Hauptfrage nach der Ursache und dem Sprung zur Zeit des Flash Forward die Geschichte trägt.

Erreicht man dann aber den Teil der Aufklärung (letztes Drittel) geht der ganzen Geschichte merklich die Luft aus. Die Auflösung wirkt sehr aufgesetzt und man wird den Eindruck nicht los, dass der Autor wohl nur die Idee des Flash Forwards hatte und dann verzweifelt nach einer halbwegs brauchbaren Erklärung gesucht hatte. Was der Autor dann aber in den letzten Seiten mit einem weiteren Flash Forward erreichen wollte, erschließt sich mir nicht wirklich. Das bringt die Geschichte nicht weiter und wirkt (aufgrund der Konstellation des Flash Forwards) enorm realitätsfern. Das ist insofern kritisch zu sehen, da das Werk vorher versucht alles so akribisch wie möglich zu erklären, um eben sehr real zu wirken.

Insgesamt ein Buch was mit der TV Serie wenig zu tun hat, aber man natürlich trotzdem durchaus lesen kann. Solides Buch mit einer netten Geschichte. Nicht mehr und nicht weniger.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Originelles Thema, mangelhafte Umsetzung, 13. April 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Flash (Taschenbuch)
Dies war der erste Roman von Sawyer, den ich las - und garantiert nicht der letzte. Die Story an sich war sehr originell und als Ausgangspunkt für einen spannenden Science Fiction wie geschaffen. Sawyer beschrieb die "Helden" des Romans auch sehr gut, so dass die erste Hälfte des Science Fiction auch wirklich superspannend und lesenswert war. Aber dann leider kam der Bruch in der Geschichte: Es kam einem ein bißchen so vor, als ob der Autor sich auch nicht ganz sicher war, wie er die Story enden sollte.
Es ging etwas zäh und langatmig weiter. Das Ende war für mich persönlich enttäuschend.

Aber im großen und ganzen war es ein überdurchschnittlich guter Roman mit einer sehr originellen Geschichte, die einem in Erinnerung bleibt. Selbst die wissenschaftlichen "Abhandlungen", die manche Rezensenten bemängeln, finde ich nicht schlecht sondern notwendig für die Geschichte, auch wenn der interessierte Laie hier sicher nicht alles versteht - und auch nicht verstehen muss.
Fazit: Lesenswert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolles Gedankenspiel konsequent umgesetzt, 22. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Flash (Taschenbuch)
Ich kann die vielen negativen oder nur mäßigen Bewertungen dieses Buches überhaupt nicht teilen. Es war mein erster Roman von Robert J. Sawyer und ich bin seitdem ein großer Fan.
Besonders hervorzuheben gilt die überragende Grundidee: Alle Menschen können für einen kurzen Moment in ihre eigene Zukunft blicken.
Was ist danach wohl die interessanteste Frage: Richtig: Was würde jeder Mensch tun, nachdem er einen kleinen Teil seiner Zukunft kennt?
Dieser Frage geht Sawyer ausführlich und detaillierter nach, als es irgendein anderer Autor bei einer solchen Grundidee getan hätte. Er überlässt nichts der Phantasie des Lesers sondern spinnt alle Fäden konsequent weiter.

Dass das Buch dabei nicht mit Action-Szenen überladen ist, ist aus meiner Sicht ein Plus-Punkt. Zu viele Autoren quetschen krampfhaft irgendwelche spannenden "Leben-oder-Tot"-Szenen in ihre Bücher und halten das Tempo möglichst hoch. Wer durchgehend Action sehen will, sollte aber Filme gucken. Gute Bücher dagegen gehen wirklich auf die Figuren ein, auf deren Beweggründe und deren Gedanken - eben die Dinge die man filmisch nicht darstellen kann. Robert J. Sawyer ist jemand der dies begriffen hat.

Zudem haftet allen seinen Büchern immer ein kleiner Grundhumor an. Nicht übertrieben, aber so, dass die Bücher damit noch flüssiger lesbar sind und einfach glaubhafter rüberkommen.

Kurz gesagt: Robert J. Sawyer macht einfach da weiter, wo alle anderen Science-Fiction-Autoren aufhören. Und hat dazu noch grandiose Storys.
Und (auch wenn es hier vielleicht nicht so klingen mag) auch besonders für Erstleser zu empfehlen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Unterhaltsam aber nichts Besonderes, 16. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Flash (Taschenbuch)
Ich habe das Buch eigentlich gelesen, weil ich gehofft hatte, ich würde erfahren, wie die Fernsehserie weitergegangen wäre. Leider hat die Handlung bis auf den Flashforward selbst fast nichts mit der Serie zu tun. (In der Serie gibt es eine Gruppe von Verbrechern, die irgendwie mit den Aktionen zu tun haben. Es gibt auch eine kleine Testanlage in Afrika, mit der etliche Jahre früher mal ein Test-Flashforward durchgeführt wurde.) Das Buch hat in der Hinsicht wesentlich weniger Verziehrungen, hier ist der Effekt einfach eine Folge eines LHC-Experiments und zufälliger Begleitumstände.
Der Text liest sich flüssig und ohne Widerstand.
Was ich dem Buch allerdings vorwerfe sind die Grundannahmen, mir ist überhaupt nicht klar, warum ein solcher Effekt das Bewusstsein bzw. die Wahrnehmung von Menschen in der Zeit transportiert. Warum nicht die ganzen Menschen und wenn nur das Bewusstsein, warum nicht das von Tieren? Unterscheidet die Quantenphysik hier zwischen Beobachtern mit Bewusstsein und solchen ohne? Ich glaube das ist eine sehr merkwürdige Fehlinterpretation des Experiments von Schroedingers Katze.
Somit ist das Buch für mich eher ein unterdurchschnittliches SciFi-Vergnügen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Anders als Film - aber guter Zeitvertreib, 15. April 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Flash (Taschenbuch)
Ich habe dieses Buch gelesen, da ich zwei Folgen der Serie gesehen habe. Nur ist mir sowas mit mehr oder weniger Endlos-Folgen einfach zu langwierig, außerdem wollte ich wissen, wie es ausgeht und was der Ursprung war.
Vergleichen kann man Serie und Buch aber nicht. Die Grundstory ist schon anders aufgebaut. Hier erfährt man letztlich bereits am Beginn was zu dem Vorfall geführt hat, im Film ist das ja das Rätsel. Und es geht hier mehr um Wissenschaft und die Folgen betreffen nicht 6 Monate sondern 20 Jahre.
Es war ein guter Zeitvertreib und interessant, mal ordentlich was an "wissenschaftlichen Fachausdrücken" vorgesetzt zu bekommen. Könnte dem ein oder anderen aber zu viel des Guten sein. Mir hat's gefallen, da ich an dieser Thematik sowieso interessiert bin.
Alles in allem empfehlenswert als leichte Lektüre für 2-3 Tage.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Starke Grundidee - und unterhaltsame Umsetzung, 3. April 2009
Von 
Parsec - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Flash (Taschenbuch)
Mit FLASH hat man es endlich geschafft, die deutsche Ausgabe des 1999 erschienen SF-Romans Flashforward vorzulegen... und ich muss sagen, das Buch hat mir wirklich gefallen!

Die Prämisse ist spannend: durch ein Experiment im CERN-Teilchenbeschleuniger im Jahr 2009 erlebt jeder Mensch auf der Welt eine exakte Vision, was er für 2 Minuten im Jahr 2030 macht. Jeder der 6 Milliarden hat also einen Blick in seine Zukunft bekommen, und dieses Visionen beginnen natürlich die Welt massiv zu erschüttern. Aus der Sicht einer Handvoll am Experiment beteiligter Protagonisten schildert Sawyer, wie verschiedene Personen mit dieser Erkenntnis umgehen - die einen kämpfen um ihre Liebe, andere versuchen ihren eigenen Mord zu verhindern... und wieder andere begehen Selbstmord.

Keine Frage: nicht nur ist die Prämisse spannend, das Buch ist auch unterhaltsam geschrieben und lässt sich flüssig lesen. Besonders positiv fallen die lebendig und plausibel geschilderten Protagonisten auf, die sich wohltuend von Stereotypen abheben und einfach glaubhaft agieren - mit einer ebenso nachvollziehbar geschilderten Innenperspektive. Sawyer versteht es ähnlich wie Baxter, Wilson oder auch Chrichton (zu dessen guten Zeiten), relativ komplexe Gedankengänge aus Physik und anderen Wissenschaften spannend und nachvollziehbar zu schildern - hier geht es eben um die Frage wie fixiert die Zeit ist, das Gegenwart bedeutet, wie Unsterblichkeit funktioniert und welche Auswirkungen Quantenmechanik auf unser Weltbild haben könnte... all diese Überlegungen werden nett geschrieben angerissen und passen gut zur Geschichte. Anders als in anderen SF-Romanen hat man nicht den Eindruck als wären derartige Passagen mit Gewalt reingehämmert worden, sondern sie fügen sich nahtlos ein.

Ein ganz großer Wurf ist der Roman vermutlich nicht - gegen Ende lässt er ein wenig nach. Die actionbetonte Krimihandlung liest sich etwas flach, und auch das Finale erscheint ein bisschen zu überzogen... aber immer noch plausibel im Rahmen des Buches. Diese kleineren Kritikpunkte ändern aber absolut nichts an der Tatsache, dass FLASH überdurchschnittlich gut und definitiv für Fans von SF- und Zeitreisegeschichten ein guter Tipp ist. Vielleicht kein Meilenstein und kein Buch, welches als Meisterwerk bezeichnet werden kann, aber deutlich besser als die Dutzendware.

Alles in allem eine Empfehlung - eine starke Idee wurde unterhaltsam umgesetzt!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ganz nett, aber kein Must-Have. Allerdings eine interessante Idee, 2. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Flash (Taschenbuch)
An sich war der Kauf dieses Romans für mich nur ein Hüftschuss, da ich für eine längere Bahnfahrt etwas zu lesen brauchte und die Wahl auf ein marginal teureres Buch fiel als auf eine Magazin, dessen Inhalt ich nicht komplett lesen würde.

Und doch muss ich sagen, dass ich von dem Buch überrascht wurde. Die Prämisse des Buches ist, dass bei einem Experiment des LHC im CERN, dem größten Teilchenbeschleuniger der Welt etwas unvorhersehbares geschieht: Jedes ausreichend entwickelte Bewusstsein wird um einige Jahrzehnte für ein paar Minuten in die Zukunft versetzt. Was bedeutet dies für die Gesellschaft? Und vor allem, wer ist Schuld? Denn der Ausblick in die Zukunft hatte auch seine Folgen im Jetzt: Über 6 Milliarden Menschen waren für einige Minuten gleichzeitig bewusstlos. Millionen von Verkehrsunfällen. Tausende Tote. Ärzte, die während ihrer Operationen einfach umkippten. Abstürzende Flugzeuge. Für viele Menschen waren die Ausblicke in die Zukunft auch gleichzeitig ihre letzten Augenblicke. Zudem stellt sich noch die Frage, ist das Universum deterministisch, also die Zukunft festgelegt, oder ist sie veränderlich? Was ist mit den Menschen, die während des "Flash Forwards" schliefen? Oder jenen, die in der Zeit zwischen Jetzt und dem erfahrenen Augenblick gestorben sind? Was ist mit dem banalen technischen Fortschritt? Eine Vielzahl an Menschen muss auf Blaupausen für noch Unerfundenes geschaut haben, als sie die Zukunft erlebten...

Dabei folgt das Buch einem Angestellten des CERN (oder einem Professor? Ich bin mir nicht mehr sicher) und seiner Lebensgefährtin, die während des von den Medien als "Flash Forward" bezeichneten Phänomens im Labor waren. Langsam richten sie sich von den Stellen auf, an denen sie zu Boden gegangen sind und versuchen sowohl heraus zu finden, was geschehen ist und auch gleichzeitig sich um ihre Freunde und Arbeitskollegen zu kümmern, die weniger Glück bei ihren Stürzen hatten.

Der Flash Forward im hier Wesentlichen nur der Aufhänger für das Szenario eines kurzzeitigen Totalausfalls der Menschheit und wie diese damit und mit dem Blick in die Zukunft umgehen würde. Ein sehr interessantes Gedankenspiel, dass von den Charakteren her allerdings etwas flach geraten ist.
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4.0 von 5 Sternen Geflashed, 24. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Flash (Taschenbuch)
Ich hatte mir das Buch gekauft, da ich die TV-Serie interessant fand und neugierig auf das bzw. ein Ende war (die Serie wurde abgesetzt und bietet kein wirkliches Ende). Zum Glück stellte es sich sehr schnell heraus, dass das Buch stark von der Serie abweicht. Die vielen wissenschaftlichen Details sind interessant beschrieben. Die deutsche Übersetztung lässt manchmal zu wünschen übrig. Auf jeden Fall spannend zu lesen und das Ende enttäuscht nicht.
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Flash
Flash von Robert J. Sawyer (Taschenbuch - 3. März 2008)
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