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5.0 von 5 Sternen Diese Helena ist es wert, fragt Hockenberry!.....
Um einmal Stephen King zu zitieren: "Dan Simmons schreibt wie ein Gott!"
Noch nie hat mir das Lesen einer Space Opera so viel Spaß gemacht wie im Fall von Ilium.
Zurück zur Geschichte: inmitten der Wirren des Trojanischen Krieges findet sich der ehemalige Philosophie-Professor Thomas Hockenberry wieder. Er hat keine Ahnung wie er dort hingekommen ist,...
Veröffentlicht am 23. Februar 2006 von Robert Kopitsch

versus
15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Troja ohne Ende
Ich bin kein passionierter Science-Fiction-Fan, habe das Buch vor allem wegen seiner Ilias-Thematik gelesen. Nun: gerade aus ,philologischer' Perspektive ist das Buch gar nicht übel - hier hat einer mal wirklich die Ilias gelesen und präsentiert uns echte - na, fast echte - homerische Helden statt pseudo-historischer Besserwisserei. Simmons ist geradezu...
Vor 23 Monaten von Branwen veröffentlicht


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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Troja ohne Ende, 20. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Ilium (Taschenbuch)
Ich bin kein passionierter Science-Fiction-Fan, habe das Buch vor allem wegen seiner Ilias-Thematik gelesen. Nun: gerade aus ,philologischer' Perspektive ist das Buch gar nicht übel - hier hat einer mal wirklich die Ilias gelesen und präsentiert uns echte - na, fast echte - homerische Helden statt pseudo-historischer Besserwisserei. Simmons ist geradezu bestürzend gelehrt - Ilias-Figuren tauchen auf, die selbst Kenner längst vergessen haben, und die Philologen unter den Lesern dürften alsbald anfangen, verlegen auf ihrer Unterlippe herumzukauen. Alles ist sehr eng an Homer angelehnt, ein Detailvergleich mit dem Original lohnt sich. Ohne Skrupel holt Simmons sogar die Götter aus der Versenkung und lässt sie, unbekümmert um Theologie oder Physik, aus Leibeskräften im Olymp und auf dem Schlachtfeld herumfuhrwerken - nanotechnisch hochgerüstete Hightech-Wesen, die, mit der Passion von Online-Rollenspielfreaks, den Trojanischen Krieg zu ihrer Unterhaltung betreiben. Nur Zeus, der Gott, der sogar Götter töten kann, findet das nicht so witzig und versucht mit wechselndem Erfolg, die hitzigen Spieler vom Schlachtfeld zurückzupfeifen. In all dem müht sich der wiederbelebte Altphilologe Hockenberry aus dem 21. Jahrhundert, Kriegsberichterstatter im Auftrag der Muse (ja, selbst die hat Simmons nicht vergessen), seinen Job zu tun - und zu überleben. Streckenweise wird es sogar richtig spannend, wenn Hockenberry beschließt, den Posten des Beobachters zu verlassen und ernstlich in den Kriegsverlauf und die Geschicke der Helden einzugreifen.

Das alles klingt einfallsreich und witzig, was es zunächst auch ist. Auch stilistisch verfügt Simmons - und nicht zu vergessen, sein deutscher Übersetzer - über eine erfreulich große Bandbreite, die den archaisierenden Stil der Homerübersetzer (in der deutschen Fassung vor allem Schadewaldt) mühelos mit derber Soldatensprache und mit der "normalen" Ausdrucksweise Hockenberrys zu verbinden weiß. Leider aber ergibt das Handeln von Göttern, Kriegern und Hockenberry, je mehr man liest, desto weniger Sinn - ganz zu schweigen von der Frage, in welcher Weise die Trojahandlung mit den übrigen Handlungssträngen des Buches zu verknüpfen ist. Hockenberry und die andern hantieren fröhlich mit Nano-, Quanten- und sonstiger Technologie, aber keiner von ihnen scheint etwas über die Welt, in der er lebt, zu wissen - oder sich dafür zu interessieren. Kein Mensch in diesem Buch denkt irgendwas. (Die Götter auch nicht, allenfalls die Moravecs). Nur der Leser fragt sich in zunehmender Verwirrung, was das alles eigentlich soll, warum es stattfindet und wozu. Und dieser Mangel an Sinn macht die Troja-Adaption auf Dauer steril: Trotz allem, was Hockenberry unternimmt, gelingt es ihm bzw. dem Autor nicht, jemals so etwas wie eine emotionale, ethische oder auch geistige Haltung zum Geschehen zu gewinnen; er bleibt im verständnislosen Staunen des Berichterstatters stecken - und wir daher mit ihm.

In dem Handlungsstrang auf der Zukunfts-Erde verhält sich das ähnlich. (Es gibt insgesamt drei Handlungsstränge, aber ich will hier keine vollständige Zusammenfassung liefern, was andere Rezensenten bereits bestens getan haben.) Auf der Erde lebt eine zahlenmäßig reduzierte, auch arg verdummte, aber rundumversorgte Rest-Menschheit, die von Servitoren und Voynixen bedient wird und weder Krankheit, Tod, Alter, Hunger, Energieknappheit oder sonst etwas fürchten muss, sondern das liebe lange Leben nur von Party zu Party "faxt", um dort Sex und Spaß zu haben. Einige dieser Menschen werden sich trotz des vorherrschenden Stumpfsinns bewusst, dass sie recht wenig über ihre Welt wissen, und brechen zu einer Erkundungstour auf. Diese führt sie zu den die Erde umgebenden Ringen mit ihren Orbitalstädten, wo angeblich die "Nachmenschen" leben, eine verbesserte Version unserer Spezies, zu der die irdischen "Altmenschen" nach dem Tode ebenfalls aufsteigen sollen. Man ahnt recht bald, dass damit irgendetwas faul ist. Was die Protagonisten aber nach einer Reihe mehr oder weniger einfallsreicher Abenteuer (mit Odysseus auf Dinojagd! - das allein wäre allerdings fast einen Extra-Stern wert gewesen) dort oben entdecken, ist einfach nur albern. Und ihre Art, darauf zu reagieren, ist von dermaßen krimineller Dämlichkeit, dass es mich fast dazu gebracht hätte, das Buch in die Ecke zu schleudern und sofort total zu vergessen. Hier offenbart sich nicht nur Logikloch, sondern ein kompletter Mangel an Durchdachtheit der Gesamtaussage, der endgültig klar macht, dass man auf Erklärung, Sinn und Zusammenhang auch in Band 2 vergeblich warten wird.

Wenn z.B. die Menschheit auf jener Zukunftserde sämtliche Probleme, die die Welt von heute plagen, hinter sich gelassen hat (wirklich alle, außer Analphabetismus), wenn alle Menschen satt, gesund und jugendlich bis zum Ableben sind, dann will ich ein, nur ein einziges vernünftiges Argument haben, WAS zum Teufel daran so furchtbar ist. Es gibt ja diverse U-/Dystopien, in denen eine scheinbar perfekte "schöne neue Welt" sich bei näherem Hinsehen als perfekte Hölle herausstellt oder die paradiesischen Aspekte einer totalitären Wohlfahrtsdiktatur gegen die Vorzüge der Freiheit abgewogen werden müssen. Hier ist das jedoch nicht so. Es gibt - soweit bekannt - keine "Matrix"-Realität, kein Schattenreich, in dem, verschleiert hinter einer Heile-Welt-Simulation, heimlich Kinder gebraten werden (oder so). Nur ein diffuses Unbehagen am Versorgungsstaat, ein vager Affekt gegen das Unnatürliche (oder Unverstandene); es ist, als würde jemand ein Krankenhaus in die Luft sprengen, weil der Anblick entnommener Organe sein ästhetisches Empfinden beleidigt. Die Protagonisten haben schlichtweg keinen hinreichend einleuchtenden Grund, zu tun, was sie tun, sie gleiten eigentlich nur durch den fröhlichen Reigen Simmonsscher Erfindungen, ahnungslos wie Babys, aber absurd fixiert auf die Idee, ihre jeweilige Welt zu retten (oder vielleicht auch in die Luft zu sprengen, so ganz klar wird das nie).

Und wie ich den Rezensionen zu Olympos entnehme, kommen die Lösungen auch im Folgeband nicht, ganz im Gegenteil. Noch mehr Logiklöcher, noch mehr Handlungsstränge, die zu keinem gemeinsamen Sinn finden, noch mehr typisch amerikanischer Mangel an Vorstellungskraft mit der Attitüde, den Diskurs der eigenen Gegenwart und Nation für den Mittelpunkt des Raumzeitkontinuums zu halten.

Als FAZIT würde ich dem, der sich für die Rezeption der Ilias interessiert, tatsächlich empfehlen, ein paar längere Blicke auf den Troja-Handlungsstrang zu werfen, gerne auch im direkten Vergleich mit der Ilias - streckenweise macht das richtig Spaß. Aber nach einer Weile hat man das Verfahren des Autors verstanden - und dann fängt es an sich totzulaufen und das Fehlen von Gesamtsinn und -deutung macht sich unangenehm bemerkbar. In dem Moment heißt es, rechtzeitig den Rückzug antreten - bevor man sich festfrisst ("es muss, es MUSS doch irgendwann klar werden!" - Wird es nicht.) Mancher Detaileinfall amüsiert; aber dafür 800 Seiten zu lesen, emp-finde ich im Nachhinein als Zeitverschwendung - wäre das Buch kürzer, hätte ich mehr Sterne gegeben. Die Fortsetzung werde ich mir auf gar keinen Fall antun.
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37 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diese Helena ist es wert, fragt Hockenberry!....., 23. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: Ilium: Roman (Taschenbuch)
Um einmal Stephen King zu zitieren: "Dan Simmons schreibt wie ein Gott!"
Noch nie hat mir das Lesen einer Space Opera so viel Spaß gemacht wie im Fall von Ilium.
Zurück zur Geschichte: inmitten der Wirren des Trojanischen Krieges findet sich der ehemalige Philosophie-Professor Thomas Hockenberry wieder. Er hat keine Ahnung wie er dort hingekommen ist, aber er ist da, noch. Im Auftrag der Muse Melete berichtet er dank modernster Technologien live vom Trojanischen Krieg, beinahe schon zu live für seinen Geschmack. Um ihn herum tobt ein Gemetzel wie es die Welt noch nie zuvor gesehen hat. doch halt. Hockenberry ist Experte für Homers Ilias, doch was er sieht entspricht nicht dem was der alte griechische Poet niedergeschrieben hat. Doch wieso?
Hockenberry macht sich auf die Suche nach Antworten. Doch er bleibt nicht unbeobachtet, die Götter des Olymps haben ein Auge auf ihn geworfen.
Währenddessen gehen irgendwo anders in der Galaxis fünf Moravecs, biochemische Cyborgs, auf eine Entdeckungsreise die, die merkwürdigen Vorkommnisse auf dem Mars aufklären sollen. Ihre Reise führt sie zum Olympos Mons, dem höchsten Berg der Galaxis, wo ein schrecklicher Krieg stattfindet.
Zur selben Zeit auf der Erde frönen inzwischen Daeman, Harman und Ada ihren sexuellen Vorlieben, die sie unterwegs auf Odysseus treffen lässt. Der Seefahrer und Kriegsherr unterrichtet sie in „Leben“ und führt sie zu verborgenen Plätzen der Erde, die nur noch von wenigen Menschen bewohnt wird. Dabei stoßen sie auf ein lange gut gehütetes Geheimnis über die Vergangenheit der Menschheit. Eine Odyssee beginnt.
Dan Simmons bisheriges Meisterwerk ist in jeder Hinsicht über alle Zweifel erhaben. Es klotzt wo es muss und kleckert nicht, oder wie wir Österreicher sagen würden, es ist von vorne bis hinten einfach nur geil.
Es ist spannend, unterhaltsam, sexy, intelligent, interessant und obendrein animiert es so manchen zum Lesen der Ilias, mich zum Beispiel.
Daher kann ich Ilium allen Freunden von Space Operas und all jenen die gerne mal einen Blick riskieren wollen, nur ans Herz legen, sie werden es nicht bereuen. Ein echtes Meisterwerk.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gigantischer Epos, 23. Dezember 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Ilium (Taschenbuch)
Homer ist Tod, es lebe die Ilias...
Dan Simmons erschafft in diesem Buch die Welt der alten Griechen neu und versetzt bzw. vernetzt das Geschehen mit der Zukunft.
Ilium ist ein sensationelles Crossover, das irgendwo zwischen Science Fiction und Nacherzählung des Kampfs um Troja angesiedelt ist.
Jeder, der dem Medium Science Fiction aufgeschlossen gegenübersteht sollte es mit Herrn Simmons versuchen. Die Geschichte versprüht ein wahres Feuerwerk an guten Einfällen.
Einige der negativen Bewertungen sagen, dass im Buch keine Spannung aufkommt und dass das ganze vor allem in den ersten 150 Seiten recht wirr rüberkommt.
Hier ein klares Ja, aber man sollte bedenken dass Ilium und Olympos zusammengehören und über 1.600 Seiten dick sind. Gebt dem Autor doch erst einmal die Chance die Bühne für sein Epos zu entwickelt. Das Ganze wird ab der Mitte des ersten Bandes so spannend, dass man das Buch nur noch ganz schwer aus der Hand legen kann!
Der Schreibstil und die Sprache von Herrn Simmons haben sich bisher immer wohltuend aus der breiten Masse der Veröffentlichungen herausgehoben. Das gilt hier ebenfalls uneingeschränkt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr charmant, 26. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Ilium (Taschenbuch)
Ich beziehe mich auf "Ilium" UND "Olympos".

Trotz des enormen Umfang kurzweilig, kaum Längen drin. Schöne Prosa, interessante Charaktere, spannende, wenn auch z.T. etwas verwirrende Plots. Der Autor hat eine überbordende Fantasie, die allerdings manchmal ein bisschen mit ihm durchgeht. Die wissenschaftlichen und technischen Details sind manchmal nicht ganz durchdacht, es gibt ein paar logische Schnitzer.

Einige Geschichten/Teile von Handlungssträngen sind so wunderbar, dass sie sich ins Gedächtnis einbrennen, z.B. die Geschichte um Achill und Penthesilea gegen Ende des zweiten Bands, oder die Dialoge zwischen Mahnmut und Orphu, den sympathischsten Robotern seit Wall-E. Wunderbar auch die Charakterzeichnung von Helena, die man nach der Lektüre in einem ganz neuen Licht sieht (vergesst Diane Krüger!), was auch für viele andere der Sagengestalten gilt.

Ich habe manche Kapitel noch ein zweites oder sogar drittes Mal gelesen. Die Bücher sind nicht perfekt, daher nur vier Sterne, haben aber einen ganz besonderen Charme, dem man sich kaum entziehen kann.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen HOCHSPANNUNG & FANTASIEOVERKILL!, 16. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Ilium: Roman (Taschenbuch)
Auf die Gefahr hin Aussagen anderer Leser zu wiederholen, die diesen Roman hier bereits besprochen haben, komme ich dennoch nicht um eine "Kritik" dieses außergewöhnlichen Buches herum.

Wer hier einen historischen Roman erwartet, wird zumindest überrascht sein, residieren die Götter des Olymps doch auf dem Marsberg Mounts Olympos und man schreibt das Jahr 3000.
Die Götter, nanotech-manipulierte Geschöpfe ungewisser Herkunft, entsenden durchs Raum-Zeit-Kontinuum mit HighTek ausgerüstete Beobachter, geklonte Menschen vergangener Epochen, an den Schauplatz der legendären Schlacht um Troja und greifen auch selbst wunderwirkend ins Geschehen ein.
Die Ereignisse eskalieren, als sich einer der Beobachter, Literaturprofessor Hockenberry aus dem 20. Jahrhundert, der Willkür der Allmächtigen zu widersetzen beginnt, eine Affaire mit der schönen Helena anfängt und Trojaner und Griechen zum Kampf gegen die Götter anstachelt...

Unterdessen machen sich aus dem Asteroidengürtel künstliche Intelligenzen auf, um die ungewöhnlichen Ereignisse auf dem Mars aufzuklären und den Missbrauch des Raum-Zeit-Kontinuums, der eine stellare Katastrophe herbeibeschwört, zu beenden.

Derweil fristet auf der zukünftigen Erde im Jahr nach 3000 der vergnügungssüchtige Rest der Menschheit ein kulturloses "Eloi"-Dasein und die höherentwickelten "Nachmenschen" wurden inzwischen in ihren Orbitalstädten von einem Monster aus dem Kontinuum, Caliban, dahingemetzelt.

Das mag nun alles recht durchgeknallt klingen.
Der Autor schafft es aber, ein faszinierendes, bizarres Universum zu erfinden, das den Leser, der sich erstmal in das umfangreiche Werk eingelesen hat, nicht mehr so schnell aus seinem Bann läßt.
So fiebert man schon bald mit den plastisch dargestellten Figuren, erlebt (recht drastisch geschilderte) historische Schlachten, stellare Katastrophen und düster-gruselige Episoden, gewürzt mit einem Volkshochschulkurs "Literaturgeschichte für Fortgeschrittene".

Wie bereits in seinen beiden vorherigen Mammut-Epen "Hyperion-Gesänge" und "Endymion" (die ich bedingungslos zum Lesen empfehle!) ist dies Teil 1 einer Folge von 2 Büchern, da die Werke aus verlagstechnischen Gründen (Umfang!) zweigeteilt wurden.
So stellt Simmons wieder im ersten Teil, hier "Ilium", die Fragen: wer sind die Götter und weshalb ihr Interesse an Troja, wieso verschönern die "Kleinen Grünen Männchen" den Mars mit Steinkopfmonumenten, wie kam es zum grausigen Schicksal der Nachmenschen und was ist mit den vielen verschwundenen Altmenschen geschehen, was treiben die ausserirdischen Voynixe auf der Erde etc...

Der in Vorbereitung befindliche Teil 2 "Olympos" wird endlich die Antworten liefern und wer bereits "Ilium" gelesen hat,
wird die Fortsetzung garantiert keinesfalls verpassen. Ich bin jedenfalls schon gespannt!!!

Absoluter Tipp nicht nur für Science Fiction-Freunde, kreiert Simmons hier doch einen wirklich anspruchsvollen und visionären,
dabei aber auch spannenden und actionreichen Lesegenuss.
Höchstwertung!
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genialer geht es kaum, 6. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: Ilium: Roman (Taschenbuch)
Ich war auf der suche nach einem unterhaltsamen Buch für zwischendurch und mein Blick fiel auf Ilium! Ich muss zugeben zuerst natürlich aufgrund des Covers! Ich erwartete auf dem ersten Blick nicht mehr als eine unterhaltsame Erzählung über die Handlungen des trojanischen Krieges und hoffte darauf, dass diese nicht so extrem daneben gehen würde wie bei dem schwülstige Hollywood Film, der alle Reize des alten Mythos zerstörte!!!
Nach den ersten Kapiteln und der Einführung der 3 Handlungsstränge (Hockenberry, die Moravecs, die Altmenschen) war ich erstaunt und verwirrt!
Erstaunt wie intensiv man dieses Buch liest. Sein Schreibstil ist unglaublich, ein Genuß.
Verwirrt weil er viele Begriffe von Technologien und sozialen Gefügen einfach schreibt und nichts erklärt oder beschreibt. Man fragt sich am Anfang wirklich oft:
Was sind denn nun Voynixen und Servitoren, was zur Hölle haben da Dinosaurier zu suchen?? Aber das alles wird nach und nach erklärt. Dadurch entsteht noch mehr die Sucht das gesamte Gefüge zu verstehen.
Man schliesst sehr schnell alle Personen in sein Herz und kann garnicht abwarten zu erfahren wie es mit ihnen weitergeht. Man leidet mit, man lacht über so manchen derben kommentar von Hockenberry oder Daeman, man ist ebenso gebannt und fühlt sich fast selbst so wie die "Altmenschen" wenn sie beginnen immer mehr über ihre Vergangenheit zu lernen... man ist emotional mitgerissen und erschrocken!
Das Buch bietet unglaublich viel! Es kommt mir manchmal so vor als würde Simmons einige Elemente von anderen Bestsellern verwenden:
- Altmenschen = naive Elois ;)
- die Erde = Utopia & Big Brother wie in 1984
- die 3 Handlungsstränge = Herr der Ringe - Die zwei Türme
Aber es ist trotzdem nicht geklaut, es ist etwas unglaublich eigenständiges!
Ich wünsche mir nur das sich viele Simmons Neulinge ein Herz nehmen und zu diesem Buch greifen! Ich habe es auf keinen Fall bereut und werde mir sämtliche andere Werke kaufen und sehnsüchtig auf die weiteren Bücher warten!
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Tendenz: Mittelmaß, 26. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Ilium (Taschenbuch)
Dieses Buch leidet unter einem bekannten Problem, dem "Wälzermanko". Es ist deutlich zu lang. Die ersten 300 Seiten lesen sich wie ein einziger Prolog und der Leser fragt sich in dem Wust aus Fantasiebegriffen und absurd anmutenden technischen Selbstverständlichkeiten, worauf Simmons eigentlich hinaus will. Nachdem man sich allmählich halbwegs zurechtgefunden hat, ergeben die drei Handlungsstränge, die zu Beginn überhaupt nicht zueinander kompatibel erscheinen, langsam Sinn und man ahnt, wohin der Weg führt. Am Ende fliesst, wie zu erwarten, alles zusammen.
Die meiste Zeit fragt man sich, so wie einige der Figuren, wohin die Reise geht, während man planlos zwischen den Welten herumtapert. Als Leser stellt sich zusätzlich die Frage, weswegen man Simmons überhaupt folgen sollte, während man sich durch ein fades Dahingeplätscher liest.
Die paar an sich guten Einfälle, die sich auf 300 Seiten besser gemacht hätten, werden zu einem zähen Schinken zusammengekloppt, der sich an anspruchslose Leser richtet, die der Meinung sind, ein gutes Buch dürfe nicht bequem zu transportieren sein. Solide Dutzendware.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Echt abgefahren, 14. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Ilium: Roman (Taschenbuch)
Ich bin eine Leseratte und habe schon etliche Bücher aus dem Bereich Science Fiction und Fantasy, aber auch Historisches verschlungen. Dan Simmons "Ilium" ist - und da fällt mir kein besserer Ausdruck ein - ECHT ABGEFAHREN. Es handelt sich um das aberwitzigste, verrückteste Buch, das ich bislang gelesen habe. Ehrlich gesagt, hält mich schon jeder für verrückt, dem ich nur versuche, die Story zu erklären.

Was macht dieses Buch so außerordentlich? Es besteht im Prinzip aus drei Handlungssträngen, die am Anfang etwas verwirrend und unzusammenhängend erscheinen. Es gibt die Menschen auf der Erde, die in einer Art Paradies leben, sich unbeschränkt in ihrem Universum fortbewegen können und regelmäßig - auch im Todesfall - erneuert werden. Bis sie 100 werden. Eine Gruppe dieser Menschen trifft auf eine 1.400 Jahre alte Frau und den trojanischen Held Odysseus, der sich offenbar mitten in seiner Odyssee befindet.

Dann gibt es die Moravecs - eine Art Androiden-Cyborg-Roboter, die von den Menschen entwickelt wurden, um den Jupiter und seine Monde zu besiedeln. Diese senden eine Expedition zum Mars aus, weil es dort eine Reihe von merkwürdigen quantenphysikalischen Ereignissen gibt, die das Sonnensystem bedrohen. Kurz vor ihrer Landung wird ihr Raumschiff von einem griechischem Gott im Streitwagen angegriffen und schwer beschädigt. Die beiden Überlebenden landen mit einem beschädigten U-Boot auf dem Mars, treffen dort kleine grüne Menschen bzw. menschenähnliche Wesen. Mit diesen können sie nur kommunizieren, wenn sie eines von ihnen töten.

Hockenberry, ein Wissenschaftler und Homer-Experte, ist von den Göttern wiedererweckt worden, um als Kriegsberichterstatter gemeinsam mit anderen Historikern vom Fortgang der Schlacht um Troja zu berichten. Sie erleben, wie die großen Helden der Antike, Archilles, Hektor und viele andere, neun Jahre lang Krieg führen, wie die Götter mit Nanotechnik, Laserwaffen und Quantenteleportation in den Krieg eingreifen und dennoch alles im Großen und Ganzen abläuft, wie in Homers Beschreibung. Bis Aphrodite Hockenberry mit spezieller Technik ausstattet, die ihn gottähnlich macht, und beauftragt Athene zu töten. Doch Hockenberry greift in die Geschichte ein und vereint die Griechen zu einem Kampf gegen die Götter...

Das alles ist so unglaublich, so wahnwitzig und so originell, dass ich einfach keine bessere Beschreibung als "echt abgefahren" dafür finde. Es gibt nur einen Nachteil - um zu wissen, wie das Ganze ausgeht, muss man noch Teil zwei lesen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierende Verbindung von Antike und Zukunft, 2. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Ilium: Roman (Taschenbuch)
Kennen Sie die Ilias, die Geschichte des Kampfes um Troja? Hier ist eine ganz neue Sichtweise der Ereignisse. Aber "Ilium" ist nicht etwa ein historischer Roman. Nein er ist ein faszinierender Roman der Science-fiction.
In drei Handlungsebenen springt der Leser hin und her, ohne zu wissen, wo der Zusammenhang zwischen diesen besteht.
Da ist zum einen ein Philosophieprofessor, der die zweifelhafte Möglichkeit hat, den Trojanischen Krieg zu beobachten; zweitens eine Gruppe Menschen in ferner Zukunft nach einer geheimnisvollen Entwicklung auf der Erde und die dritte Gruppe sind eine Art kybernetische Organismen auf ihrer Reise zum und auf dem Mars.
Dan Simmons versteht es spannend auf den Zusammenhang und auf einen total überraschenden Höhepunkt hin zu arbeiten. Ich bedauerte es jedesmal das Buch aus der Hand zu legen, wenn der Tagesablauf es erforderte.
Es ist spannend, aber auch amüsant zu lesen.
Ich kannte bis dahin nur die Horror-Romane von Simmons, die ebenfalls spannend aufgebaut waren.
Aber auch im SF-Genre hat er wirklich Großartiges geleistet. „Ilium" beweist es und ich hoffe, dass der Heyne-Verlag auch die Fortsetzung „Olympos" veröffentlichen wird
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen nach Hyperion sehr enttuscht, 30. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Ilium (Taschenbuch)
Es gibt nicht ehr viel zu den anderen 2 Sterne Rezzessioen hinzuzufügen. Ich schreibe sehr wenig Bewertungen und lese ca 70 Bücher im Jahr.

Es kommt selten vor, das ich mich durch so ein Buch "quälen" muss, aber hier habe ich es nach 250 Seiten komplett aufgegeben!

Wer vorher die beiden Hyperion Teile gelesen hat, wird von diesem Buch restlos enttäuscht sein. Ich gebe ihm jetzt noch eine Chance und werde mir ein anderes Buch von Dan Simmons vornehmen.
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Ilium
Ilium von Dan Simmons (Taschenbuch - 1. November 2007)
Gebraucht & neu ab: EUR 3,45
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