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4,1 von 5 Sternen
Weltengänger
Format: TaschenbuchÄndern
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am 25. November 2010
Auf das Buch Weltengänger von Sergej Lukianenko hat mich der Zufall gebracht, denn es war ein Weihnachtsgeschenk meiner Mutter. Bisher war russischer Science Fiction oder diesem Fall wohl eher Phantastik, etwas zu trocken und langatmig für mich. Nicht falsch verstehen, aus den osteuropäischen Ländern kommt hervorragendes Lesematerial, aber ich habe mich nicht rangetraut, da ich etwas durch die gewaltigen Bücher des Stanislaw Lem abgeschreckt war. Quasi ein traumatisches Erlebnis meiner Jugend. Deswegen war ich sehr überrascht, wie leicht und amüsant sich das Buch Weltengänger lesen liess.

Eines Abends kommt Kirill Maximow von seiner Arbeit nach Hause und in seine Moskauer Wohnung lebt eine fremde Frau. Sie behauptet felsenfest, dass sie schon lange dort lebt. Niemand scheint Kirill mehr zu kennen, ausser seinem besten Freund, aber Stück für Stück verblassen auch seine Erinnerungen. Da bekommt Kirill abends einen mysteriösen Anruf, der ihn zu einem altem Wasserturm lockt. Am nächsten Morgen beginnt sich alles um ihn herum zu ändern und ehemals verschlossene Türen öffnen sich. Plötzlich hat Kirill auch einen neuen Beruf - er ist nun Zöllner an einer Grenze, die kaum jemand kennt und nur die wenigsten begreifen.

Mehr sei jetzt nicht mehr verraten, denn dann wäre die Spannung weg und die teilweise verwirrenden Wendungen wären nur noch halb so schön.

Fazit: Weltengänger ist fantastische Kost, die sich verschlingen lässt. Der Autor zieht einen förmlich in die Welt des Kirill Maximow. Man hetzt mit ihm durch die dunklen Strassen von Moskau, versteckt sich vor der Polizei und quält sich mit ihm durch die Mühlen der russischen Bürokratie. Fantastischer Science Fiction vom Feinsten.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. November 2007
'Weltengänger' ist der erste Teil eines neuen Zweiteilers aus der Feder von Sergej Lukianenko, der besonders als Autor der 'Wächter'-Reihe (Wächter der Nacht, Wächter des Tages und so weiter) weltberühmt wurde. Mit 'Weltengänger' schlägt er etwas andere Wege ein und widmet sich dem Science-Fiction-Genre. Dieser Roman ist nicht nur fantastisch und originell, er ist auch wahnsinnig komisch. Der arme Kirill stolpert durch sein vergessenes Leben und weiß nicht, was er tun soll ' er lässt sich aber auch nicht unterkriegen. Es handelt sich aber nicht um einen Roman, der Humor als Hauptthema hat, es ist einfach Lukianenkos Art zu schreiben, die wahnsinnig komisch und unterhaltsam ist. Es mangelt aber auch nicht an Action, Spannung und - gegen Ende - Gewalt.
Die Geschichte kommt langsam in Fahrt, ist aber zu keiner Zeit langweilig. Immerhin ist diese Situation eine, die wohl jeder irgendwie geistig nachvollziehen kann: Was tut man, wenn alle Brücken zum alten Leben urplötzlich abgebrochen sind, wenn man auf einmal ein Niemand ohne Identität, ohne Familie und ohne Freunde ist?

Die detaillierte und fremdartige Welt, die Kirill in seinem neuen Leben als Zöllner zwischen den Welten erwartet, ist grandios beschrieben und wirkt so real, dass man sich zu jeder Zeit in die Hauptperson hineinversetzen kann. Lukianenko zieht häufig Parallelen zu zeitgenössischer Literatur und lässt seinen (Anti)Helden Kirill über fiktive Parallelwelten reflektieren, was den Anschein von Realität noch unterstreicht. Zudem gibt es häufige Seitenhiebe auf das Science-Fiction- und Fantasygenre.
Der Roman erschöpft sich jedoch nicht in Abenteuern in Parallelwelten. Nach etwa 400 Seiten wird es politisch, schwenkt der Roman um zur großartigen Dystopie und lässt ahnen, welch große Pläne der Autor noch mit seinem Leser hat. Das Ende ist spektakulär und macht Lust auf mehr ' man muss unbedingt den zweiten Teil sofort in Händen halten, der aber leider noch nicht erschienen ist. Unbegreiflicherweise fehlt im Roman jeder Hinweis darauf, dass es sich hier um den ersten Teil einer Dilogie handelt, der Leser wird am Ende völlig hängen gelassen. Hier hätte Heyne unbedingt einen Hinweis auf den Nachfolgeroman bringen müssen.
Die Aufmachung des Romans ist okay, die Schrift ist allerdings ungewöhnlich groß gewählt und täuscht damit einen erheblich größeren Umfang vor, als das Buch dann tatsächlich hat. Der deutsche Titel 'Weltengänger' ist wieder einmal auf die typisch deutsche Weise vereinfacht, als wäre der Leser etwas unmündig und nur durch reißerische Titel zu locken ' der russische Originaltitel 'Rohschrift' ('Tschernowik') wäre besser gewesen, zumal das Sequel übersetzt 'Reinschrift' ('Tschistowik') heißt. Wann der zweite Teil auf Deutsch erscheint, steht noch nicht fest, zumal "Tschistowik" erst im September 2007 auf Russisch erschien.

Fazit: Unbedingt lesenswert - komisch, spannend, fantasievoll und intelligent schickt Sergej Lukianenko den begierigen Leser auf ein Abenteuer, das skurril und gleichzeitig völlig realistisch beginnt, dann aber einen Schwenk macht, der Großes vermuten lässt. Tolle moderne Literatur von einem der derzeit bekanntesten Autoren Russlands.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Januar 2009
Bis auf die ganzen Rechtschreibfehler ein sehr geniales Buch. Spannend bis zum Schluss.

Wobei ich zugeben muss, dass ich eben den nicht verstanden habe.
Es ging auf einmal alles ratzfatz und vorbei war's mit etwas duerftigen Beschreibungen.

Den 2ten Band gibt es zwar mittlerweile,allerdings mit bescheidenen Kritiken. Ich weiss noch nicht, ob ich mir den zulegen werde.

Schade.
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am 24. August 2014
Der Protagonist stellt fest, dass alle Menschen, selbst seine Eltern, ihn nach und nach vergessen, und dass ihm sein Zuhause genommen wurde. Die Welt scheint weiterzugehen wie bisher, nur ohne ihn, seine Identität ist überall gelöscht. Alles ist so wie immer, nur er scheint nicht mehr dazuzugehören. Er wird ein Funktionale, ein Wächter an Pforten zwischen Paralleluniversen. Und er muss lernen, wem er vertrauen kann und wer ein falsches Spiel spielt. Auch in der Welt, in der er jetzt lebt, gibt es Politik und er muss Stellung beziehen.
Die Idee von Paralleluniversen ist an sich nicht neu, wird hier aber sehr plastisch und wirklichkeitsnah geschildert. Wirklichkeitsnah im dem Sinne, dass man sich fragen kann, ob es so etwas wirklich in der Nachbarschaft geben kann oder könnte. Die neueren Forschungen der Quantenphysik lassen es nicht so unwahrscheinlich sein, wie man es noch vor zwanzig Jahren gedacht hätte.
Die Handlung ist stringent durchgezogen, es kommt keine Langeweile auf, die Figuren sind, wie immer bei Lukianenko, liebevoll gezeichnet. Das Ende bietet dann noch eine Überraschung, mit der wohl kein Leser gerechnet hätte.
Da im "Weltenträumer" die Handlung fortgeführt wird, bleiben zum Schluss entscheidende Fragen offen, die Lust auf den zweiten Band machen, der m. E. allerdings nicht an den ersten heranreicht.
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. November 2007
Mal wieder eine super Lektüre von meinem russischen Helden Lukianenko... Dieses Mal Science Fiction, aber ebenso gut wie seine "Wächter"-Romane.
Wieder befinden wir uns in Moskau, wieder ist der Ich-Erzähler ein junger Mann, doch er muss sich nicht mit Vampiren, Magiern oder Hexen rumschlagen, sondern damit klar kommen, dass sich sein Leben buchstäblich in Luft auflöst. Kirill Maximow verliert seine bisherige Existenz und bekommt dafür eine neue als "Funktional", als Zöllner zwischen diversen Parallelwelten der Erde. Die Idee mit den Parallelwelten ist natürlich nicht neu, aber der Hintergrund ihrer Entstehung und die Umsetzung des Ganzen ist wirklich gelungen.

Kirill ist einem gleich sympathisch und auch die übrigen Hauptfiguren schließt man schnell ins Herz. Mit Kirill fiebert man die ganze Zeit mit und kommt zusammen mit ihm langsam hinter das Geheimnis der Parallelwelten, das sich zum Ende hin ziemlich logisch aufklärt. Trotzdem gibt es ein mehr oder weniges offenes Ende, das mich wieder einmal sehnsüchtig auf die Fortsetzung warten lässt, deren deutschen Titel und Erscheinungsdatum ich leider noch nicht kenne.

Also Fans von Lukianenko sollten dieses Buch unbedingt lesen und diejenigen, die sich mit den "Wächter"-Romanen schwer taten, werden es hier einfacher haben. Man muss sich nicht erst einlesen und die Hintergründe begreifen, sondern kann gleich in die Geschichte eintauchen. Wirklich gelungen...

Lukianenko beweist mit diesem Werk einmal mehr, dass er zu Recht einer der erfolgreichsten Science-Fiction- und Fantasy-Autoren Russlands ist. Er besitzt die Fähigkeit seine fantastischen Ideen real erscheinen zu lassen, was den Leser sofort fesselt und bis zum Ende des Buches nicht wieder loslässt. Eine Besonderheit in "Weltengänger" ist, dass der Autor im Laufe der Geschichte immer wieder weltbekannte Autoren und deren Bücher erwähnt und mit dem Autor Melnikow offenbar sich selbst in sein Buch eingebaut hat. Die Szene, in der Melnikow nach möglichen Erklärungen für Kirills Situation sucht und dabei immer versucht, es im Stile unterschiedlicher russischer Autoren zu sehen, ist einfach grandios! Mir bleibt nur eines zu sagen: Lesen!
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am 27. Juni 2014
Kann man so weg lesen, hat das Äquivalent zu einem guten Döner vom Lieblingsimbiss. Man bekommt das, was man sich aussucht und gewohnt ist, sprich: Für den Autor typische Charaktere mit unterschwelligem patriarchalischen, leicht sexistischem Weltbild, gelegentliche Ausflüge in die Philosophie und Beschreibung der örtlichen Kultur, insbesondere der Kulinarischen. Der Aufbau der Kapitel erfolgt nach einem gleichbleibenden Muster, es gibt eine mehrseitige, alltagsbeobachtende Exegese über das Allgemeine, was dann auf den Helden und das Aktuelle herunter gebrochen wird. Die Story an sich ist unterhaltsam, wird aber ab der Hälfte des Buches durchschaubar. Die Idee des Multiversums wurde aber auch schon sehr oft umgesetzt, in diesem Fall aber mit ein paar neuen Ideen gewürzt, z.B. das die Funktionale an ihre Funktion gebunden sind.
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am 30. Juni 2008
Vielleicht habe ich es ja falsch gemacht und zuerst die Wächterromane gelesen. Alle Bücher des Autors danach werden daran gemessen, so jedenfalls von mir.
Dieser Roman lag lange auf meinem Nachttisch angelesen herum, ein drittel des Buches war mehr als langweilig und langatmig. Erst eine Erkrankung die mich ins Bett zwang hat dazu geführt das ich weiterlas. Ab mitte wird das Buch interessant obwohl man hätte mehr aus dem Stoff machen können wenn ich an die Wächterromane denke. Wirkliche spannung konnte der Roman nicht aufbauen zu kurz war das Vergnügen als er nach Ankar kam und man wer weiß was erhoffte aber hier bitter enttäuscht wurde. Das Ende wiederum kam viel zu schnell und zu einfach. Für mich sehr enttäuschend, trotzdem 4 Sterne der Idee wegen....
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Januar 2009
Vom Thema her ist dieses Buch genau das, was ich gesucht habe. Das Lesen würde aber gleich viel mehr Spaß machen, wenn die Qualität des Buches in Bezug auf Satzbau, Rechtschreibung und Grammatik besser wäre. Ich bin da ja eigentlich nicht kleinlich, aber was der Heyne Verlag dem Leser hier zumutet, ist schwer bedenklich. Da ist von einer Anka die Rede. Ein paar Sätze später telefoniert der Protagonist dann auf einmal mit einer Anja. Erst im Folgenden findet man heraus, dass das ein und dieselbe Person ist. Teilweise fehlen Wörter oder der Satzbau ist total daneben. Da scheint kein Geld für den Korrektor mehr da gewesen zu sein. Und das, obwohl das Taschenbuch schon in der 3. Auflage erschienen ist. Eigentlich schade, denn wie gesagt, die Story an sich ist gelungen.
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am 30. April 2009
Ein vollkommen unbedarfter wird in eine Geschichte (und in eine Aufgabe) reingezogen, deren Ausmass er sich nicht im Weitesten vorstellen kann und erfährt im Laufe des Geschehens, durch das er mehr oder weniger stolpert, immer mehr über die Hintergründe. Das Muster zieht sich durch die Geschichten des Autors. Dabei sind die Figuren, die mitspielen, immer sehr liebevoll herausgearbeitet und Kleinigkeiten helfen einem, in sie hineinzusehen.

Die Geschichte an sich ist wirklich spannend erzählt. Ich finde es toll, wie Lukanienko verschiedene Weltenszenarien enwirft, seine Ideen und Fantasie regen einen selber an darüber nachzudenken, welchen Zufällen (oder auf welchen "Plänen";) ) unsere heutige Welt ihr Angesicht zu verdanken hat.
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am 12. April 2009
Habe davor durch meinen Mitbewohner erstmal den Weltenträumer gelesen, daher gab es natürlich schon etwas hintergrundwissen, was die Sache aber nicht unbedingt weniger schön zu lesen gemacht hat.
Das ganze Buch ist zwar im Großen und Ganzen "nur" eine sehr umfangreiche Einleitung für das, was im 2. Teil passiert, aber trotzdem sehr schön und im typischen Lukianenko-Stil geschrieben, mit seinen philosophischen Anwandlungen zu Beginn jedes Kapitels und allem.
Von dem her weniger eine spannende, actionreiche Geschichte, als vielmehr etwas zum Treiben lassen und insgesamt auf jeden Fall lesenswert, wenn man des Autors Stil mag und etwas damit anfangen kann.
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