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Kundenrezensionen

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am 25. April 2010
habe ich mich gefühlt beim Lesen und mich gegen schweren Widerstand und wie in Zeitlupe voraus durch die Seiten bewegt. Wie der Titel "Quarantäne" schon sagt, hat man es mit einer Art "Versuchsanordnung" zu tun von Menschen, die isoliert, wie unter einer Glasglocke leben und agieren, während sie ihrerseits mittels kreativer Computer ein Individuum auf einem fernen Planeten Tag und Nacht akribisch beobachten. Parallel dazu beobachtet der Leser die isolierten Menschen. Es werden hier etliche symbolische oder allegorische Finten eingesetzt, Blind Lake, Mirror Girl, Fenster, Schneemassen, die zusätzlich isolieren und dämpfen, das Philosophieren über den Aufbau von Eiskristallen ...

"Er sah sein Spiegelbild im Fenster, ein über ein Wolkengemälde geklebtes Porträt von einem in eine Glasschicht eingefrorenen Mann."

Wer beobachtet eigentlich wen ? Dieses eher philosophische als actionheischende Grundkonzept ("Versuchsanordnung") fand ich prinzipiell spannend.

Das war's dann aber auch an meinen entgegenkommenden Gedanken für das Buch. Das Defizit in der plastischen und realistischen Schilderung der "Menschen" und ihrer Reaktion auf einen absoluten Ausnahmezustand ist einfach zu groß. Manche Dinge sind einfach nur empörend unplausibel. Da werden Menschen, die reines Dienstleistungspersonal sind und außerhalb wohnen, beim Versuch, das Gelände
zu verlassen, pulverisiert, und die geneigte Masse schweigt, unter ihnen die 3 journalistischen Hauptprotagonisten. Man muß sich vorstellen, daß diese Abriegelung über Monate ging, und das ohne Begründung. Hier hätte ich den Autor gerne aktiver gesehen bei der Beschreibung der Befindlichkeit der Leute und der rein praktisch auftretenden Probleme.

Letzten Endes kam es mir so vor, als würde der Autor selbst unter Wasser leben oder im Inneren einer Schneekugel. Richtig durchgedrungen ist da nichts mehr. "Quarantäne" eben.
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am 18. Oktober 2007
... doch leider wurde es nur ein King!

Ich schätze, dass der Autor in Anlehnung an Albert Camus' philosophischen Roman "Die Pest" dieses Werk verfasst hat. Die Story ist einfach: Eine Gruppe von Menschen wird durch äußere Umstände dazu veranlasst, mehrere Monate ohne Kontakt zur Außenwelt miteinander zu leben und zu überleben. Was bei Camus die Pest als Quarantänegrund gegolten hat und dazu diente, unterschiedliche Entwicklungen der menschlichen Wesensmerkmale zu beobachten, ist dieser zustand in diesem Buch zunächst unbegründet.

Und das ist auch der erste Schwachpunkt des Buches: Die Suche nach der Ursache der Quarantäne. Der Autor versucht, die Entwicklung der Charaktere in einer ungewohnten Situation mit der Suche nach dem Grund für eben diese zu vermischen und scheitert meiner meinung nach kläglich. Denn Basis für diesen Roman ist ein mächtiger Quantencomputer, der auf unerklärliche Art und Weise einen Planeten beobachten kann, obwohl keine visuelle Verbindung exestiert.
Es werden lange pseudointellektuelle Passagen darüber geführt, wie das "Wunder" tatsächlich passieren kann, jedoch bricht der Autor diese Diskussion eben an jenem Punkt ab, an dem es gerade für den geforderten Leser interessant wird: Wie wie ist es möglich? Was ist möglich? Die einzige fordernde Diskussion über die Auswirkungen dieses "wunders" auf die Menschen und deren Zustandekommen wird gegen Ende des Romanes vom unmenschlichsten aller Charaktere geführt.

Und dies bringt mich zu meinem nächsten Punkt: Die Charaktere.
Die Geschichte ist letzendlich 08/15mäßig aufgebaut , d.h. ein Held beschützt das arme Mädchen, bzw. die schwache Frau vor bösem, gewalttätigen Exmann, und versucht gleichzeitig in seiner Rolle als Journalist das Geheimnis zu lösen. Zusätzlich kommt noch die Tochter der schwachen Frau als Lösung des ganzen, da sie in ihrer Schizophrenie die Lösung des Rätsels beherbergt. Ein Held, ein Ziel, ein Hindernis.
Die Charaktere sind alle mitsamt langweilig. langweilig gezeichnet, langweilig geschildert, langweilig und vorhersehbar in ihrer Entwicklung. Sogar das "Subjekt", jene außerirdische Lebensform, die von den Menschen beobachtet wird, ist langweilig. Lem hat in seinem Roman "Eden" zwar langweilig, dennoch unendlich mal interessanter das Treffen der Menschen auf eine Zivilisation geschildert, die sie nicht verstehen. Das selbe versucht "Quarantäne", jedoch mit nicht annähernd so viel Liebe zum Detail. Der Autor verliert sich in der langweiligen Erzählung der Geschichte, anstatt konsequent und drastisch dieses Aufeinandertreffen zu schildern. Lieber verpulvert er seine 480 Seiten auf eine Liebesgeschichte, die von vornherein vorhersehbar war.

Der einzige, zwar genauso stereotype, aber nicht so vorhersehbarer Charakter ist der des bösen Exmannes. Hier hat das Lesen Spaß gemacht, dabei zuzuschauen, welche verquirlte Logik hinter dem Wahnsinn steht.

Empfehlung:
Der Roman entsprach nicht dem, was ich mir nach Lesen des Buchrückens ausgemalt habe. Ich erwartete ein mehr oder weniger virtuelles Aufeinandertreffen zweier Kulturen /Zivilisationen und den daraus entspringenden Eklat. Habe ich nicht bekommen. Das heißt, Lem und Assimov Fans, die intellektuelle Lektüren erwarten, empfehle ich eher, das Buch nicht anzufassen. Für Leser, die eher auf eine Lektüre für zwischendurch und zum abschalten hoffen, ist dies genau richtig. Halbwegs spannende, obwohl durchschaubare Geschichte, jedoch ein sehr interessanter Schluss, der zum ersten Mal in der Scifi geschichte eine neu Möglichkeit der Fortpflanzung zeigt.
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am 27. Februar 2013
Natürlich ist Wilson ein anspruchsvoller Autor, insofern, als seine Formulierungen und Verweise von sehr viel schriftstellerischem Handwerk und von außerordentlich großer Ideenvielfalt sprechen. Doch das eigentliche Grundgerüst einer Handlung geht bei Wilson (wie auch schon bei den "Chronolithen") zu Bruch:

1. Die Charaktere sind stets blass. Ich kann mich nicht im Geringsten in eine der Personen hineinversetzen. Ich habe immer das Gefühl, es handle sich nicht um echte Personen, sondern um Schemen, die nur am Rande des Blickwinkels auftauchen. Schuld daran sind die armseligen Dialoge, von denen nur gelegentlich einmal einer über die Länge von "Wie geht es Dir" "Mir geht es gut." reicht. Übrig bleiben nur blutleere Protagonisten. Offenbar liebt es Wilson, die Charaktere durch bemüht philosophische und ablenkende Exkurse von was weiß ich zu verschleiern. Das hat allerdings NICHTS mit Anspruch zu tun. Das ist eben Wilsons Stil und er gefällt mir gar nicht.

2. Es kommt NIE Spannung auf. Stets wird alles irgenwie lässig beschrieben.

3. Science-Fiction-Elemente sind nur ganz wenige vorhanden. Die Zusammenfassungen von Amazon oder der Klappentext sind eine schlichte Falschmeldung! Kaum werden spannende Science-Fiction-Elemente eingeflochten, werden sie schon wieder durch detailverliebte Schilderungen von Belanglosigkeiten verdrängt.
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am 5. Dezember 2007
Man merkt dem sofort Buch an, dass es von Wilson ist: die Handlung, die Figuren, alles wirkt wie am Reißbrett konstruiert und in Szene gesetzt. Das ist nicht unbedingt schlecht, aber sehr lebensecht wirken die Figuren nicht. Und die Handlung ist zwar durchdacht, aber wie auch schon in "Spin" erklärt Wilson nur einen Teil der Hintergründe und lässt den Rest im Dunkeln (das wird im Roman dann damit abgetan, dass die Erklärung den geistigen Horizont der Protagonisten übersteigen würde). Das wieder ist für den Leser frustrierend.

Der Roman hat ein paar nette Ideen, die Zeit ist also nicht ganz verschwendet. Muss man aber nicht gelesen haben.
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am 14. September 2007
"Lebewesen, die bemerken, das sie beobachtet werden und sich erheblich gestört fühlen..." Wo hat der Covertexter denn das gelesen? Wer hiervon auf einen sich entwickelnden Konflikt schließt - was wohl gewollt scheint - wird enttäuscht werden! Die Idee des Buches ist nicht neu und trägt eine Story von fast 500 Seiten auf keinen Fall; gerade für eine interessante Kurzgeschichte wäre sie ausreichend gewesen.

Während der ähnlich langatmige Roman Spin mich noch überzeugt hat, weil die ausschweifenden Schilderungen der zwischenmenschlichen Probleme zu Stimmung und Lösungsfindung beitrugen, ist dies in diesem Roman nicht der Fall.

Wieder handelt es sich um die Schilderung einer abgeschlossenen Umgebung, diesmal um eine abgeschottete Forschungseinrichtung. Doch die Schilderung der handelnden Personen trägt diesmal weder etwas zur Stimmung noch zur Lösung des Problems bei, der Roman ist über weite Strecken einfach nur langatmig und fordert das uninteressierte Weiterblättern (um endlich zum Schluß zu gelangen) förmlich heraus. Der Plot umfasst eigentlich nur zwei Themen - das alte schon oft als Schreckensszenario beschriebene der Computer, die sich zu echtem Leben entwickeln und ein wenig auf der Quantentheorie darum herum aufgebautes Brimborium.
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am 18. Juni 2009
Frei von der Leber weg. Da ist sehr, sehr wenig Science in dieser Fiction!

Das Ganze verhält sich in etwa so:

Die Menschheit hat eine neue Supertechnologie entwickelt. Eine Art Supercomputer, der mit Aliens Big Brother veranstaltet. Wie der Computer das macht, weiß allerdings niemand so genau. Er tuts halt. Die Erklärung, warum das Gerät auf irgendeine Weise, die sich niemand erklären kann, Bilder aus einer fremden Welt aus dem Hut zaubert, ist grausig! Nicht schockierend oder unheimlich... sondern einfach nur grausig! Der Robert - der das Buch geschrieben hat - bedient sich bis zu einem gewissen Grad eines "Das-ist-halt-so"-Erzählstils. Nach manchen Passagen musste ich meine Fußnägel suchen gehen.

Erwartet man "richtige" Science-Fiction kommt sich veralbert vor. Science-Fiction - das sei zugegeben - ist Science-Fiction. Aber Plausibilität schadet nie und zumindest ein kleines Bisschen davon sollte im Laufe der Geschichte wenigstens einmal kurz auf einen Sprung vorbeischauen. Aber die Plausibilität kam leider nicht vorbei. Sie war auch nicht nur kurz beim Nachbarn, sondern machte einen ausgedehnten Urlaub in Übersee.

Alles was dieses Buch an Wissenschaft und Technik zu bieten hat, dient lediglich als Rahmenhandlung, um den stereotypen Protagonisten wenigstens den Anschein von Authentizität zu verleihen. Und das ging ebenfalls kräftig in die Hose.

Die Frau hat eine Tochter und einen bösen Mann. Darum ist sie ihm davongelaufen. Der Mann ist böse, darum ist er ihr hinterher gelaufen. Die Tochter ist - natürlich - übersinnlich begabt. (Sie ist nicht direkt übersinnlich begabt, aber im Endeffekt läuft es aufs selbe raus). Was ist das eigentlich mit diesen kleinen Mädchen, die ständig irgendwie über unheimliche Kräfte verfügen? Jedenfalls ist das Mädchen der typische Fall von "ein ganz besonderes Kind". Es spricht nämlich mit "Mirror Girl" und schlägt schon mal auf den Spiegel ein, wenn ihr Mirror Girl gerade nicht passt. Daher hat man das Kind zum Psychiater geschickt, der es völlig missverstanden hat. Daher ist das Mädel jetzt immer traurig, hat keine Freunde und ist durchschnittlich wie 100 Meter Fußweg.

Jedenfalls kommt ein strahlender Ritter in form eines desillusionierten Journalisten und es läuft alles darauf raus, dass der sich die ehemalige Frau des bösen Ex-Ehemannes krallt, dessen Tochter befreundet "ach, so ein lieber, netter Fremder, er hält mich nicht für total wahnsinnig hrrhrr-muhaa" und die feindliche Übernahme der Familie durch ein kräftiges Gebumse mit der Ex-Ehefrau besiegelt. Der böse Mann der Frau sieht das natürlich nicht so gerne, dreht noch mehr ab und damit endgültig durch. So weit, so hanebüchen.

Ganz lustig ist folgende Beobachtung: Der Autor hat Angst vor dem Science-Fiction-Aspekt des Buches.

Die Protagonisten des Buches diskutieren ernsthaft darüber, dass man auch eigentlich gleich aufhören könnte, die Aliens zu studieren, weil man diese, ob ihrer monumentalen Andersartigkeit ohnehin nie begreifen könnte. Da ist es besser, man schaltet das Teleskop-Dings besser gleich ab. Weil mit den Aliens, also nein, da kennt man sich ja hinten und vorne nicht aus.

So fahren da auf diesem extremst fremden Planeten Lastwagen mit WALZEN anstatt mit Rädern umher. Und der Außerirdische hat eine Art Burn-out-Syndrom, wird von seinen Kollegen am Arbeitsplatz gemobbt, mag nicht mehr und geht hernach wandern. Die Beschreibung einer so unvorstellbar fremden Welt, ist regelrecht unheimlich!

Ca 80 % des Buches beschäftigen sich mit IRGENDWAS, bloß nicht mit Science-Fiction.

Dem Science-Ficiton-Liebhaber sei somit abgeraten. Andere könnten dem Buch vielleicht etwas abgewinnen.
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am 25. März 2008
Quarantäne ist solide.
Es birgt zwei oder drei gute Ideen, die auch ganz robust verwertet werden. Aber was mich stört ist die Menge an diversen Handlungsträngen, die scheinbar nichts mit der Haupthandlung zu tun haben. Die Haupthandlung wird vielmehr von allen Seiten "eingekreist". Dieses geschieht aber sehr unpräzise und teilweise langatmig. Manchmal muss man dann einfach einige Seiten querlesen.
Wer sich etwas wie Spin vorstellt, wird enttäuscht.
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am 27. September 2007
Wie in seinen anderen Werken sieht der Autor sein Thema vom philosophi-
schen Standpunkt. Wer Weltraumschlachten erwartet wird hier sicherlich
enttäuscht werden. Auch technologische Beschreibungen spielen eine eher
untergeordnete Rolle.
Einen breiten Raum nehmen dagegen die familiären und psychischen Proble-
me der Hauptfiguren ein und Konflikte zwischen den Mitarbeitern der For-
schungsstation. Auf die Forschungsstation ist auch fast die ganze Hand-
lung konzentriert, was dem Autor gut gelungen ist und seiner Geschichte
eine besondere Atmosphäre verleiht.
Ein kurzweiliges Buch, das zum Nachdenken anregt.
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am 14. Juli 2009
Das Gemeine am Buch vorweg:
Es ist Science Fiction, aber es gibt keine Raumschiffe.
Es gibt Aliens, aber niemand schießt auf sie.
Und der Klappentext deutet eine ganz andere Handlung an.

Insofern polarisiert das Buch und die Bewertung hier spiegeln das wieder, viele Leser erwarten anderes und sind enttäuscht.

Wie paßt dieses Buch also in die Science Fiction-Landschaft und wer sollte es lesen:
Es ist weder Epos noch Meisterwerk, aber auch keine 08/15-Spaceopera. Kein Meisterwerk voller philosophischer Einsichten, aber die Handlung ist solide und frei von inneren Widersprüchen (man muß halt die technischen Prämissen akzeptieren - aber das muß man immer in diesem Genre). Die Charaktere sind gut genug konstruiert, verhalten sich im Rahmen dessen, was man von ihnen erwarten würde und die Geschichte ist nur einen kleinen Tick zu langsam erzählt.

Insofern handwerklich einwandfreie SF-Kost der gehobenen Art. Kein Must-Read, aber eine Empfehlung für alle, die keine Raumschiffe brauchen und spannende Freizeitlektüre suchen.
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am 13. Oktober 2007
Das Buch lebt von seinem Spannungsaufbau - eindeutig. Es schafft sich anhand der unterschiedlichen Erzählstränge mit zunehmender Länge immer mehr mögliche Alternative, wirft immer mehr Fragen auf, und man wartet letztlich auf den Punkt, an dem wenigstens einige schlüssige Erklärungen bereit stehen. Ich habe das Buch zu Ende gelesen - und warte noch. Die Idee an sich ist nett, aber die vereinzelt eingestreuten Versuche, das Unerklärliche durch mathematische oder biologische Fachbegriffe greifbar zu machen, wirkt allzu bemüht (im Gegensatz zur meist beiläufigen Erwähnung technischer Standards und Geräte, wie einem "Pocket Server", den man sich als eine Art "NextGen-Handy" vorstellen kann, usw.).

Die Beschreibung der fremden Zivilisation führt nie zu einer sauberen, vorstellbaren Welt - vielleicht ist das gewollt, oder mir fehlt die nötige Vorstellungskraft - aber alles in allem widersprechen sich zu viele Aussagen und Beschreibungen.

Auch der Wortschatz lässt in manchen Belangen zu wünschen übrig, was durchaus auch an der deutschen Übersetzung liegen mag (am repräsentantivsten ist der geradezu inflazionäre Gebrauch des Verbs "gucken"...)

Die einzelnen Charaktere sind anfangs noch gut gezeichnet, verfallen aber mit zunehmender Dauer ins stereotype. Dies lässt sich leider auch auf das gesamte Buch übertragen: Es beginnt stark, und lässt zusehens nach.

Der Schluss lies mich zumindest völlig unzufrieden zurück, und auch wenn es löblich ist, dass der Autor versucht, die beschriebenen Vorfälle nicht durch zuviel Aktion ins unrealistische gleiten zu lassen, wirken die Protagonisten doch manchmal wie auf Xanax...

Im allgemeinen SF-Vergleich derzeit bestimmt eins der besseren Bücher, leider.
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