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4.0 von 5 Sternen Philip K. Dick für Einsteiger
Auch DIE LINCOLN MASCHINE besitzt viele typische Elemente eines guten Philip K. Dick Romans: Zukunftsszenarien die oft ebenso amüsant wie erschreckend sind, und verrückte Ideen die mit absoluter Selbstverständlichkeit geschildert werden. Hier geht es um einen Klavierfabrikanten, der die Idee entwickelt, Androiden als Replika bekannter Persönlichkeiten...
Veröffentlicht am 14. August 2008 von beatnoir

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Viele gute Ideen, aber keine davon wirklich genutzt
Die Orgel- und Klavierfabrik von Louis Rosen und Maury Rock steuert auf den finanziellen Ruin zu. Die Herstellung von künstlichen Menschen, den Simulacra, soll dem Familienbetrieb wieder mehr Geld in die Kasse spülen. Der erste Prototyp, Edwin Stanton (der ehemalige Kriegsminister Abraham Lincoln's), erweckt das Interesse des Großindustriellen Sam...
Veröffentlicht am 3. April 2010 von chrisp


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Viele gute Ideen, aber keine davon wirklich genutzt, 3. April 2010
Von 
chrisp (Hannover, manchmal auch Neuenhagen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Lincoln-Maschine: Roman (Taschenbuch)
Die Orgel- und Klavierfabrik von Louis Rosen und Maury Rock steuert auf den finanziellen Ruin zu. Die Herstellung von künstlichen Menschen, den Simulacra, soll dem Familienbetrieb wieder mehr Geld in die Kasse spülen. Der erste Prototyp, Edwin Stanton (der ehemalige Kriegsminister Abraham Lincoln's), erweckt das Interesse des Großindustriellen Sam Barrows, der beabsichtigt den Mond, zu "Werbezwecken", mit Simulacra zu besiedeln. Der Bau der "Lincoln-Maschine", mit dem Gedächtnis und der Menschenkenntnis, wie auch den Macken des Original-Präsidenten, überzeugt dann in ihrer Funktionalität endgültig.

Ich muss zugeben, das ich doch sehr enttäuscht bin.
Nicht nur wurde dieser Roman sehr ungenau und fast falsch umschrieben und betitelt - nein - Philip K. Dick beendet diesen Roman mit einem vollkommen anderen Schwerpunkt, als mit dem er begonnen hat. So drehen sich die ersten Seiten noch um den Entschluss, in eine Massenproduktion der Simulacra, im familiärem Betrieb, überzugehen, sowie um die schizophrene Pris Frauenzimmer. Im weiteren Verlauf steht dann mehr der Streit um das Vorrecht, die künstlichen Menschen bauen zu dürfen im Mittelpunkt und ob man mit jenen nicht den Bürgerkrieg nachstellen könne, bald darauf liest man nur noch vom Liebeskummer Louis Rosen's und am Ende schließlich die ....
Kurz und knapp: Es werden einem zahlreiche (gute) Ansätze vor die Füße geworfen, denen aber schon nach wenigen Seiten überhaupt keine Aufmerksamkeit mehr gewidmet werden.

Ein weiterer Kritikpunkt ist der oft "abgehakte" erzählerische Stil, besonders der der zahlreichen Dialoge eigentlich aller Figuren. Bei meinen bisherigen Büchern dieses Autoren, war es geradezu ein Genuss, über die Mischung aus zwischenmenschlichen Beziehungen, mit leichten Science-Fiction-Akzenten hinwegzufliegen. In diese Geschichte konnte ich mich, trotz dieser gewohnten Kombination, nur sehr schwer einlesen.

Vielleicht war es auch die Absicht Dick's, eine solch zwiespältige, weniger verständliche und auch unvollständige Geschichte zu erzählen, um den Leser am Ende ratlos und verwirrt zurückzulassen.
Möglicherweise gingen ihm in den Siebzigern aber auch einfach langsam die Ideen aus.

Das Nachwort von Tim Powers gibt darauf vielleicht eine Antwort. So erfährt der Leser darin, das dieser Roman einmal ein Kapitel mehr umfasste, in dem ein alternatives Ende die Handlungsstränge zusammenführen und die Geschichte zu einem "vernünftigen Ende" bringen sollte.

Fazit:
Die Story selber ist genauso gespalten wie ihre enthaltenen Charaktere.
Als Einstiegs-Roman möchte und kann ich diesen nicht empfehlen. Dann doch lieber "Zeit aus den Fugen" lesen, um langsam in die Dick'sche Welt einzutauchen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Philip K. Dick für Einsteiger, 14. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Lincoln-Maschine: Roman (Taschenbuch)
Auch DIE LINCOLN MASCHINE besitzt viele typische Elemente eines guten Philip K. Dick Romans: Zukunftsszenarien die oft ebenso amüsant wie erschreckend sind, und verrückte Ideen die mit absoluter Selbstverständlichkeit geschildert werden. Hier geht es um einen Klavierfabrikanten, der die Idee entwickelt, Androiden als Replika bekannter Persönlichkeiten herzustellen - quasi ein lebendiges Wachsfigurenkabinett. Den Anfang macht dabei das "Abraham-Lincoln-Simulacra".

Trotz aller schrägen Visionen und Einfälle sind seine Bücher immer auch nahe an der Realität, da stets die Faszination der menschlichen Psyche im Vordergrund steht, welche letztlich zeitlos ist. Im Gegensatz zu manch anderen Büchern ist "The Lincoln Simulacra" relativ unanstrengend -vielleicht nicht sein bestes Buch, aber daher ein recht guter und "leichter" Einstieg in das Universum von Philip K. Dick.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Titel und Klappentext völlig irreführend, 30. Dezember 2009
Von 
Leseratte (Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Lincoln-Maschine: Roman (Taschenbuch)
**Der Inhalt: Philipp K. Dick schrieb diesen Roman 1962 (veröffentlicht 1969/70) und ließ ihn 1982 spielen. Im Mittelpunkt steht der kleine Geschäftsmann Louis Rosen, dessen Firma Elektronik-Orgeln und -Organe herstellt. Weil das Geschäft nicht gut läuft hat Rosens Geschäftspartner eine Idee: Er will "Simulacren" herstellen, Roboter-Nachbauten berühmter Persönlichkeiten aus dem amerikanischen Bürgerkrieg. Die Firma stellt zwei Prototypen fertig, Edwin M. Stanton und Abraham Lincoln. Rosen versucht die Roboterpatente an einen Geschäftsmann zu verkaufen, der sie für die Besiedlung des Mondes nutzen will. Unglücklicherweise erweist es sich, dass der Stanton-Roboter sich zwar an die heutige Gesellschaft perfekt anpassen kann, Lincoln aber nicht - möglicherweise, weil der "echte" Lincoln seinerzeit an Schizophrenie litt. Zur selben Zeit beginnt Rosen eine Affäre mit "Pris Frauenzimmer", der schizophrenen Tochter seines Geschäftspartners, die wiederum beide Roboter designt hat. Dies wird zur Obsession und Rosen beginnt über seine Angebetete zu halluzinieren. Nach einigen Irrungen und Wirrungen endet der Handlungsstrang mit den beiden Robotern Lincoln und Stanton seltsamerweise abrupt und ohne eine befriedigende Auflösung. Der Rest des Buches beschäftigt sich nur noch mit Rosens psychischen Problemen und seiner Therapie. Unter dem Einfluss seines Therapeuten schafft er eine halluzinatorische Realität seiner selbst, in der er Pris heiratet und eine Familie gründet. Das Buch endet mit der Frage, ob Rosen eigentlich zu Anfang überhaupt krank war - und mit der Einlieferung PrisŽ in die besagte Psychoklinik.

**Buchkritik: Der Titel und der Klappentext dieses Buches führt in die Irre - weder ist das Buch ein Zeitreiseroman, noch ein Alternativwelt- oder Roboter-Roman, und die "Lincoln-Maschine" spielt auch nicht die Hauptrolle in diesem Buch. Insofern habe ich mich beim Lesen mehrfach gefragt, ob die Verfasser des Klappentextes und der Produktbeschreibung den Roman eigentlich wirklich bis zu Ende gelesen haben...

Der ursrpüngliche englische Originaltitel des Buches "We can build you" mit seiner Mehrdeutigkeit des Wortes "build" - zwischen "Wir können Dich nachbauen... schöpfen ...gestalten" - trifft viel eher den Kern: Denn es geht nur anfangs und vordergründig um das "nachbauen" von Menschen in Form von "Simulacren", als menschenähnlichen Robotern. Später kommt Dick aber zum eigentlichen Thema: Der menschlichen Psyche und der typisch amerikanischen manie, an dieser herumzudoktern - und den Menschen in diesem Sinne zu "schaffen". Insofern ist "We can build you" als ein Motto größenwahnsinniger Seelendoktoren in den USA zu deuten.

Ich war enttäuscht, weil ich zum einen etwas anderes erwartet habe, als ich bekam, und zum anderen war mir das ganze zu wenig Science Fiction und zu viel Psychokram und krude Liebesgeschichte. Deshalb mit viel gutem Willen noch 2 Sterne.
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4.0 von 5 Sternen Humanoider Zwiespalt, 16. September 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Lincoln-Maschine: Roman (Taschenbuch)
In der Hoffnung, einen Zeitreiseroman erworben zu haben (was ein Trugschluss war), war ich positiv überrascht, dass sich der Plot flüssig (ohne Zeitreiseattribute) entwickelte.
Plastisch wird geschildert, in welchen Zwiespalt man geraten kann, wenn man einen Roboter (Humanoiden) erschafft, der über die Fähigkeiten und das Wissen einer historischen Persönlichkeit verfügt.
Erfrischend hebt sich der Roman von dem Einheitsbrei de SF-Literatur ab, da er historisch wie philosophisch befriedigende Gesichtspunkte darstellt.
Dieses Buch ist für all die geeignet, die die Muße haben, Entwicklungen in Ruhe mit zuverfolgen.
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3.0 von 5 Sternen Es fehlt der "rote Faden", 23. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Lincoln-Maschine: Roman (Taschenbuch)
Vom Ansatz eigentlich sehr interessant, verliert sich die Geschichte in Beziehungskrisen und psychischen Krankheiten der (menschlichen) Protagonisten, sodass die Maschinen, um die es eigentlich geht (zumindest zu Beginn) hier die einzig normalen sind (eigentlich irgendwie witzig). Man hat außerdem das Gefühl, dass es sich hier um zwei Geschichten in einer handelt, die sich in die Quere kommen, sodass das Werk irgendwie "unfertig" wirkt.
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5.0 von 5 Sternen Ein unglaubliches Buch. Dir werden am Ende Gedanken gegeben, mit denen du spielen kannst., 11. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Lincoln-Maschine: Roman (Taschenbuch)
Simulacrum. Meiner Meinung kreiert Dick mit der Lincoln-Maschine ein Werk, welches den Menschen in Frage stellen soll.
Eine Maschine, was ist das? In dem Roman ein scheinbar perfektes Etwas, das von einem gewöhnlichen Menschen nicht als Maschine, sondern als Mensch wahrgenommen wird. Doch in Wahrheit ist es eine Simulation. Ich will das Ende der Geschichte natürlich nicht verraten! Doch die Gedanken, die ich mir am Ende gemacht habe, will ich hier nicht vorenthalten. Hier einige Anregungen, über die man gerne philosophieren kann, nachdem man das Buch gelesen hat:
Mensch oder Maschine? Die Maschine in Dicks Roman handeln nach ihrem geschichtlichem Wissen und sind dennoch anpassungsfähig - Lincoln als Passagier eines Flugzeugs. Doch inwieweit können die Maschinen Einfluss nehmen, auf Ereignisse, die in ihrem Alltag stattfinden. Wie weit kann man gehen? Die Maschine handelt unglaublich menschlich. Ist sie demnach menschlich? Dick amüsiert den Leser mit einigen Zitaten, unter anderem Shakespear, der die Frage nach dem menschlichen mit "forked radisch" beantwortet. Louis Vater erwidert hierzu: "Ein Mensch ist ein Hund mit Taschentuch."
Diese Beschreibung, so unpassend ich Sie auch finde, trifft Louis ziemlich gut.
Ich möchte noch einen Gedanken erwähnen, der mir gekommen ist, als mir, während meines Gedankengangs, der Roman "Blueprint" ins Bewusstsein gekommen ist. Klon. Ist ein Klon eine Simulation. Ungewissheit ist etwas menschliches. Die Maschinen in Dicks Roman handeln zwar frei, doch kann man anhand ihrer Sprache und ihrer Vergangenheit ihre Handlungen erahnen - Hier finde ich, hätte Dicks noch genauer ins Detail gehen können - gerade was den Sprachstil angeht! Und wie verhält sich das nun mit einem Klon? Wen wir in einigen Jahrzehnten in der Lage sind Menschen zu klonen, sind es dann Menschen? Sind es nicht doch eher Simulationen? Blueprint zeigt uns, dass dies nur zum Teil so ist. Dazu kann sich aber jeder seine eigenen Gedanken machen.

So! Zur Story: Leicht nachvollziehbar. Dicks redet nicht um den heißen Brei herum. Ich kenne da wesentlich schlimmere Dinge. Leicht nachvollziehbare Sprache mit Witz und Intellekt. Ich finde generell: Jeder liest Bücher anders. Im Grunde genommen sollte man sich hier von den Rezensionen nicht beeindrucken lassen. Findet einen Zugang zu dem Buch. Vielleicht haben euch ja die Fragen angeregt und ihr findet den Roman während des Lesens genau so spannend wie ich - Ich konnte mich nicht von ihm trennen, habe ihn in relativ kurzer Zeit gelesen, danach aber viel nachgedacht! Noch ein kleiner Insider: Geht in eine Buchhandlung und lasst euch beraten. Das kostet nichts :) Einfach jemanden ansprechen und eure Lesegewohnheiten offenbaren. Wenn ihr eine kompetente Person findet, werdet ihr nie wieder ein schlechtes Buch lesen^^ - Bitte nicht nach den amazonbewertungen gehen ... die sind total subjektiv, genauso wie meine. Die eingefleischten Scifinerds hätten hier doch sicherlich auch mehr erwartet. Krieg der Maschinen, etc.
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2.0 von 5 Sternen Von Philip K. Dick gibt's Besseres., 16. April 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Lincoln-Maschine: Roman (Taschenbuch)
Ich bin noch nicht ganz durch - und die Motivation dazu hält sich auch in Grenzen. Wer Philip K. Dick entdecken möchte, sollte andere Romane vorziehen. Die Lincoln-Maschine hat zwar ein, zwei interessante Ideen (Maschinen, die einmal eingeschaltet, de facto Menschen-gleich sind; ein Thema, das bei Dick immer wieder kommt - die Frage nach den Grenzen den Menschseins), aber deren Umsetzung ist in diesem Fall zu beliebig. Dick hat hier nichts in die Gestaltung eines Zukunftsszenarios investiert. Die Szenerie, in der wir uns befinden, ist ein US-Amerika der 60(?)er-Jahre - alleine ergänzt um die Tatsache, dass es ein Mond-Kolonialisierungs-Programm gibt und dass quasi in einer Hinterhof-Werkstätte Simulacra gebaut werden können.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Verwirrender Titel - Guter Roman, 5. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Lincoln-Maschine: Roman (Taschenbuch)
Wie im wunderbaren Nachwort zu lesen ist, war es der Herrausgeber Ted White, der den verwirrenden Titel ersann.
Zwar spielen sich tatsächlich einige relevante Handlungsbögen um die Lincoln Simulacra aus, doch ist es wie in vielen Romanen die zwischenmenschliche Ebene zwischen den Charakteren, die die eigentliche Spannung für den Leser generiert. Auch für diesen P.K. Dick Roman gilt einmal mehr: Interessante Akteure in einer spannenden Geschichte ohne großes Bramborium. Leider diesmal aber auch ohne große Höhepunkte in der eigentlichen Handlung. Die sich zwar auf einem guten aber eben konstanten Niveau bewegt.
Leider ist der Zusätzliche, von Ted White selbstverfasste Schluss, nicht als alternatives Ende enthalten.

Fazit. P.K. Dick Fans lesen sowieso. Alle anderen probelesen!
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8 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Blade Runner für Arme oder Etikettenschwindel, 15. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Lincoln-Maschine: Roman (Taschenbuch)
Blade Runner für "Arme" steht bei mir für eine langsame Story ohne Action, Spannung und Höhepunkt.
Eine überspitzte Darstellung des amerikanischen Gemützustands, einer Gesellschaft in der bei jedem Zehnten bei der Psyche nicht alles rund läuft und deren Bewohner deswegen staatlich verordnete Heilung in landesweiten Irrenanstalten suchen.
Doch die endlosen Beschreibungen der psychischen Erkrankungen und der wirren Heilungsmethoden sind mit der Zeit ziemlich ermüdend und somit langweilig.
Außer dem stört mich, das die Geschichte der beiden *Simularca* Edwin M. Stanton und der US-Präsidenten-Legende Ab Lincoln, nicht zu Ende erzählt wird.
Mittendrin verliert Philip K. Dick die beiden historischen Figuren aus den Augen oder vergisst sie einfach.
SCHADE!
Die beiden *Künstlichen* sind die mit Abstand interessantesten Charaktere des Romans.

Der naive Gedanke der Klavierfabrikanten Maury Rock und Luis Rosen, den beiden Produzenten der menschlichen Kopien, der amerikanischen Bevölkerung geht heutzutage hauptsächlich der Civil War in Kopf herum, trifft den Nagel auf den Kopf.
Ich war 3 Monde in den USA, genauer South Carolina. Zumindest in den Südstaaten ist der Bürgerkrieg tatsächlich allgegenwärtig. Wie bei uns in Bayern das Schuhplattln, pflegen auch die Rednecks ihre Traditionen.

In meinen Augen ist *Die Lincoln-Maschine* leider nur ein 3-Sterne-Elaborat.

Warum ich dann 5 Sterne vergebe, ist eine kleine, wie ich finde durchaus witzige Anekdote.
Nachdem ich das Buch zu Ende gelesen hatte, mit einem endlosen Mantra über die Heilung von manisch-depressiven Schizophren, bin ich eingeschlafen. Im Traum dieser ruhelosen Nacht wurde ich in ein Irrenhaus eingeliefert. Und zwar weil ich das Wort *Glück* nicht erklären konnte. Mit Zwangsjacke saß ich in der berühmten Gummizelle, bis ich Besuch vom amerikanischen Präsidenten bekam. Nein, nicht Ab Lincoln, sondern der verstorbene Ronald Reagan kam in mein Gefängnis. Der Alt-Präsident versprach mir die Freiheit. Doch die Bedingung war seltsam: Ich musste für die USA, in den Krieg gegen Spanien ziehen.

Ein Roman, der so einen skurrilen Traum auslöst, hat einfach 5 Sterne verdient ;-)

Fazit:
Die Inhaltsbeschreibung auf der Buchrückseite, genauso wie die Kurzbeschreibung von Amazon führen in die Irre. Nicht die amerikanische Regierung baut die Androiden, sondern eine Klavierfabrikantenfamilie. Deswegen habe ich eine Story wie *Blad Runner erwartet. aber ich bekam die Lebensgeschichte einiger Schizophren.

Etikettenschwindel ist das einzige Wort das mir dazu einfällt.
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6 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut angedacht - nicht genug ausgeführt., 22. Juli 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Lincoln-Maschine: Roman (Taschenbuch)
Der Titel dieses Romans - und der Klappentext - lassen einen einen Roman im Stile von Asimovs Robotergeschichten oder Dicks eigenen "Do Androids Dream of Electric Sheep" (Blade Runner) vermuten. Dies ist zwar in Ansätzen auch vorhanden, aber nicht wirklich der Schwerpunkt dieses Romans.

Im eigentlichen steht im Mittelpunkt die Frage, was einen Menschen eigentlich als geistig und seelisch gesunden Menschen definiert und wer eine solche Definition eigentlich vornehmen sollte. Denn die menschlichen Protagonisten leben in einer Welt, in der die psychiatrische Evaluation für alle Bürgerinnen und Bürger Pflicht ist - mit allen Konsequenzen, die das mit sich bringt.

Da Dick ein sehr intelligenter Mensch gewesen ist, der auch gerne die Intelligenz seiner Leserinnen und Leser forderte, werden viele moralisch-ethische Aspekte dieses Problemfeldes nur eher indirekt vorgeführt, was tatsächlich sehr weitreichendes eigenes Denken von uns fordert. Dafür ist die Geschichte dann eher unspannend und die Sprache auch nicht wirklich umwerfend. Das hätte man wirklich besser machen können - und Dick hat es in anderen Romanen auch durachaus besser gemacht.
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Die Lincoln-Maschine: Roman
Die Lincoln-Maschine: Roman von Philip K. Dick (Taschenbuch - Juli 2007)
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