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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierend
Elantris, die Stadt der Götter, ist vor zehn Jahren gefallen. Einst bewohnt von mächtigen Magiern (oder sowas in der Art), ist sie nun der Heimatort der Verdammten. Die Magie der Welt ist verschwunden, Arelon wird von einem unfähigen König regiert und ruiniert, und die einzige Hoffnung, Kronprinz Raoden, wird von der "Shaod" ereilt, dem Fluch, der...
Veröffentlicht am 29. April 2010 von Alea

versus
28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ungleichgewicht zwischen langsamer Entwicklung und überstürztem Ende
Die Stadt Elantris in dem Land Arelon war einst eine Stadt voller Magie. Menschen, die zufällig verwandelt wurden, lebten dort wie Götter. Doch dann änderte sich alles. Sie verloren ihre Macht, es gab einen Umsturz im Land und auf den Elantriern scheint nun ein Fluch zu liegen. Die Haut wird fleckig, die Haare fallen aus, das Herz schlägt nicht mehr,...
Veröffentlicht am 1. Mai 2011 von Tolpan


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28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ungleichgewicht zwischen langsamer Entwicklung und überstürztem Ende, 1. Mai 2011
Von 
Tolpan (Milchstraße, hinten links) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Elantris: Roman (Taschenbuch)
Die Stadt Elantris in dem Land Arelon war einst eine Stadt voller Magie. Menschen, die zufällig verwandelt wurden, lebten dort wie Götter. Doch dann änderte sich alles. Sie verloren ihre Macht, es gab einen Umsturz im Land und auf den Elantriern scheint nun ein Fluch zu liegen. Die Haut wird fleckig, die Haare fallen aus, das Herz schlägt nicht mehr, Wunden heilen nicht. Jeden, den nun die Verwandlung ereilt wird in die Stadt gesperrt, keiner will mehr über sie reden. So trifft es auch Kronprinz Raoden, der anfängt die Geheimnisse von Elantris zu ergründen. Parallel zu seinem Weg in Elantris verfolgen wir den Weg seiner Witwe Sarene, die ihn nie kennenlernte, ihn für tothält und sich nun politisch zum Wohle Arelons engagiert. Der letzte Hauptcharakter ist der Gyorn (eine Art Hohepriester) Hrathen, der 3 Monate Zeit hat das Land zu seinem Glauben zu bekehren - ansonsten zieht das mächtige Fjorden in den Krieg gegen Arelon.

Ich finde den Erstling merkt man diesem Buch an. Es besitzt Potential und auch ungewöhnliche Ideen (eine Stadt voller verfluchter Menschen, die langsam versuchen Ordnung und Perspektive in ihr Leben zu bringen). Doch die Umsetzung gelingt nicht immer.

Brandon Sanderson wirft in diesem Buch mit einer Vielzahl an Landesnamen, den Namen der dazugehörigen Völker, Hauptstädte, Sprachen und Religionen um sich. Und die Hauptreligion des Buches hat dann noch einmal viele fremde Begriffe für die Ränge und Beziehungen ihrer Anhänger. Das verwirrt erst einmal (besonders wenn man sich dann auch noch einen Haufen neuer Charaktere und wie sie zueinander in Beziehung stehen merken muss) und ich stelle mir die Frage ob nicht ein paar Begriffe weniger auch gereicht hätten um der Welt etwas mehr Tiefe zu verleihen.

Politische Diskussionen und Intrigen beschreibt Sanderson schon in diesem Buch mit großer Akribie und die Spannung baut sich so nur sehr langsam auf. Im Vergleich zu diesen ausschweifenden Beschreibungen überstürzen sich am Ende die Ereignisse. Zu schnell entwickeln sich da plötzlich Fähigkeiten, zu viel passiert auf zu wenig Seiten, zu einfach und zufällig sind manche Lösungen, zu abrupt ist das Ende. Teilweise wirken die Beschreibungen auf den letzten 100 Seiten eher wie eine zusammenfassende Rückblende. Diese Mischung aus langsamer Entwicklung / detaillierte Politik und überstürzter Action am Ende sorgt leider für ein starkes Ungleichgewicht im Buch und somit für Unzufriedenheit bei mir.

Doch trotz dieser Kritik hat das Buch ebenfalls positive Seiten. Der Stil flüssig zu lesen ist und der Autor bringt mir zumindest zwei der Charaktere (Sarene und Raoden) sehr nahe. Sie sind zwar eher gewöhnliche - und leider etwas zu glatte / starke - Charaktere, aber dafür sehr sympathisch beschrieben. Ja, das Buch war etwas zu lang, aber die Seiten flogen nur so unter den Fingern hinweg. Keine herausragende, aber eine angenehme Lektüre.

Wer die anderen Bücher von Brandon Sanderson schon gelesen hat und mag, der kann es mit Elantris versuchen, sollte aber ein paar Abstriche machen. Wem Sandersons politische Intrigen in den übrigen Büchern schon nicht so sehr gefallen, für den ist Elantris wohl eher nichts. Und wer noch gar nichts von dem Autor kennt, kann mit diesem Buch erkennen ob der Sandersons Schreibstil einem liegt. :-)

Mein Fazit: Es scheint so als könne mich Brandon Sanderson einfach nicht wirklich enttäuschen. Trotz einiger Kritikpunkte habe ich es genossen dieses Buch zu lesen. Ich vergebe 3 Sterne mit einer Tendenz zu mehr.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierend, 29. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Elantris: Roman (Taschenbuch)
Elantris, die Stadt der Götter, ist vor zehn Jahren gefallen. Einst bewohnt von mächtigen Magiern (oder sowas in der Art), ist sie nun der Heimatort der Verdammten. Die Magie der Welt ist verschwunden, Arelon wird von einem unfähigen König regiert und ruiniert, und die einzige Hoffnung, Kronprinz Raoden, wird von der "Shaod" ereilt, dem Fluch, der einen Menschen zu einem Elantrier macht und der einst ein Segen war.
Eingesperrt in der verrotteten Stadt Elantris, versucht er, das Beste aus seinem Los zu machen.
Derweil kommt Prinzessin Sarene aus Teod in Arelon an, die seine Verlobte war. Sie beginnt die Politik des Landes durcheinanderzuwirbeln wie ein Sturm. Sie versucht, die Pläne Hrathens zu durchkreuzen, einem skrupellosen religiösen Fanatiker, der Arelon zur derethischen Religion bekehren will, um den Machtbereich seines Heimatlandes Fjorden auszuweiten.
Mit der Zeit gerät die Situation außer Kontrolle, und ein furchtbarer Krieg bahnt sich an. Und Raoden scheint den Schlüssel zu Elantris' Wiedergeburt und somit der Rettung seines Landes in der Hand zu halten.

Nachdem mich die "Mistborn Trilogy" von Sanderson vollkommen verzaubert hat, hatte ich große Erwartungen in "Elantris", die keineswegs enntäuscht wurden. Die Geschichte fesselt beinahe vom ersten Augenblick an, die Charaktere sind sympathisch (insbesondere Galladon - ich liebe Figuren wie ihn), die Handlung erinnert stark an real existierende Probleme - religiöser Fanatismus in der Form, wie er hier beschrieben wird, gibt es auch in unserer Welt zur Genüge.
Ich bin kein gläubiger Mensch, aber die religiöse Botschaft in den Büchern war für mich keineswegs störend. Das Ende ist spannend und wartet mit einigen erstaunlichen Enthüllungen auf, die Sinn ergeben.
Es bleiben Fragen offen, die durchaus Potential für eine Fortsetzung bieten würden.
Volle fünf Punkte für eines der besten Bücher der High Fantasy-Welt
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61 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Furios schlechtes Finale, 13. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Elantris: Roman (Taschenbuch)
Dies ist eines von diesen Büchern, auf die der Spruch zutrifft, dass ein schlechter Schluss ein ganzes Buch ruinieren kann. Ich war nämlich durchaus nicht abgeneigt, bis eben kurz vor Schluss, dem Buch 4 vielleicht sogar 5 Sterne zu geben. Das hat seine Gründe, die ich hier nicht vorenthalten will, weil sie immerhin für 4/5 des Buches zutreffen.

Einer davon betrifft sicherlich die erfrischend originellen Ideen in diesem Buch, die sich hauptsächlich um die Stadt Elantris, ihre Bewohner und ihre Magie reihen. Dann spürt man, dass das Buch, selbst wenn es seichtere Stellen gibt, von genereller Intelligenz durchdrungen ist, eben ein Erstlingswerk von einem aber vielversprechenden Autor. Dialoge sind witzig, clever, vereinzelnd tiefschürfend. Einige der Figuren sind bemerkenswert gut gelungen, Hrathen, der sicher sympathischste "Böse", dem ich jemals über den Weg gelaufen bin, Galladon, genialer Pessimist, und Iadon, komplex und interessant in seiner Unfähigkeit.

Sarenes Strang lässt etwas zu wünschen übrig, scheint mehr aus sinnlosen Abendessen mit ihrem Onkel und fast lächerlichen Fechtstunden mit den höchsten Frauen des Landes zu bestehen als wirklich aus echten politischen Intrigen. Auch zieht sich ein starker religiöser Unterton durch das ganze Buch, der mich, da selbst streng antireligiös, etwas vor den Kopf gestoßen hat. (Die Guten besitzen alle die "Wahrheit", was mich irgendwie an die amerikanischen Evangelikalen erinnert, wenn sie über den Islam reden ... )

Aber all das hält sich in Grenzen und ließe sich vergessen mit dem Guten im Gepäck.

Wenn da nicht der Schluss wäre. Ich möchte nicht allzu speziell werden, um die Spannung für niemanden zu versauen, und es nur so vage formulieren: Jeder Trick aus Hollyswoods Mottenkiste lässt grüßen. Was an Intelligenz im Rest des Buches immer wieder genial durchscheint, ist hier brutal für unterhaltungstechnische Aspekte niedergetrampelt worden.

SPOILER
Das schließt mehrere deus ex machina mit ein von der Art: Aber ich habe doch eine kurze Andeutung im 2. Absatz von Kapitel 5 fallen lassen. Das beste Beispiel dafür ist sicher Aidens Auftritt (oh, wie günstig, dass du gerade da bist, spielst zwar überhaupt keine Rolle im Rest des Buches, aber hilf mir doch bitte mit deinen merkwürdigen Fähigkeiten, wo ich sie gerade so zufällig brauche). Hrathens vorläufiges Ende ist nicht mal deus ex machina, sondern komplett willkürlich und unlogisch, wie überhaupt die meisten "überraschenden" Wenden in diesem Teil. Jede Menge haarsträubende Enthüllungen, wer doch eigentlich der rechtmäßige Thronerbe von Teod ist und was es mit Hrathens Vergangenheit auf sich hat. Sogar die Erklärungen Dilafs konnten nicht ausgelassen werden, was seine Motivation hinter all seinem Hass ist. (Ähnlich wie James Bond, was? Wo wir hier doch schon mal alle zusammengekommen sind und gerade nichts zu tun haben, kann ich euch doch erzählen ...) Es wird nicht einmal davor Halt gemacht, das ganze Gemetzel auf den komplett an den Haaren herbeigezogenen Hass eines einzigen Mannes zu reduzieren. Rettungen erfolgen in letzter Minute wie von Wunderhand (und danach stundenlange Erklärungen, warum dieser oder jener doch noch gerade rechtzeitig auftauchen konnte), und Gott sei dank, dass Galladon und alle "Elantriser" auf einmal perfekt Aons zeichnen können, obwohl sie das in ihrem Leben vorher nie geübt haben. Und Hrathens allerletzter Auftritt darf schließlich diesem unglaublichen Ausbund an Lächerlichkeit die Krone aufsetzen. (Ja, was denn, ein halbtoter Mann kann doch bitte ohne Probleme mit einer Hand den stärksten und fähigsten und nicht im mindesten verwundeten Mann der Welt erwürgen.)
SPOILERENDE

Es ist immer eine ganz besondere Enttäuschung, wenn eigentlich gute Bücher so fürchterlich abfallen. Ich kann nicht einmal sagen, dass der Schluss wirklich "absolut" schlecht ist - verglichen mit den meisten Fantasybüchern sicher kein Ausbund an Peinlichkeit. Schlecht wird er eben dadurch, dass man ihn mit dem Vorhergehenden vergleicht. Das mag jemandem, der nicht nach Intelligenz und Anspruch in Fantasy sucht, nicht einmal auffallen. Aber für mich hat es aus diesem eigentlich erfreulich intelligenten Lesevergnügen ein bloßes Ärgernis gemacht, das ich die letzten fünfzig Seiten nur noch abwechselnd ausgelacht und verachtet habe. Was für eine Verschwendung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Leider nicht so gut, wie ich gehofft hatte..., 14. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Elantris: Roman (Kindle Edition)
Mir blutet fast schon das Herz, doch leider kann ich dem Debütroman von Sanderson nur 2 Sterne geben. Ich lese seine Bücher eigentlich sehr gerne und finde die Magiesysteme, die er entwirft, großartig. So auch das System von "Elantris". Der Plot selbst und die Magie sind toll und haben mir gut gefallen.
Leider ist der Schreib- und Erzählstil alles andere als großartig, sodass ich trotz interessanter Geschichte nicht viel Spaß beim Lesen des Buches hatte. Gerade der Schreibstil wirkt plump und kindlich. So kommt zum Beispiel die Klugheit von Sarene gerade am Anfang gar nicht rüber. Das habe ich nur dadurch "begriffen", weil immer und immer wieder darauf hingewiesen wurde, wie klug und umsichtig die Prinzessin ist.
Ich habe das Buch auf Deutsch gelesen. Man könnte also sagen, dass der Schreibstil deshalb so unterirdisch ist. Ich habe aber mal ins Original reingeschaut und auch das scheint nicht viel besser zu sein...
Außerdem ist der Erzählstil ziemlich simpel. Es wird Spannung durch ein Problem aufgebaut, welches bereits in der nächsten Szene wieder gelöst wird. Man kommt gar nicht dazu, mit den Charakteren mitzufiebern, weil die "Hindernisse", die ihnen entgegen gestellt werden, sofort wieder aus dem Weg geräumt werden. Und das ist etwas, was nun wirklich nicht an der Übersetzung liegen kann, weil es hierbei um Inhalt und nicht um Sprache geht.

Es bleibt also zu sagen, dass ich ziemlich enttäuscht von dem Buch bin und gleichermaßen froh, dass Sanderson sich seit seinem Debüt offensichtlich weiterentwickelt hat, seine anderen Bücher sind um Längen besser.
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16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Einzelband, 14. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Elantris: Roman (Taschenbuch)
Wer die Nase voll hat von Endloszyklen und Trilogien wird mit Brandon Sandersons Debüt-Roman ELANTRIS seine Freude haben. Es ist ein Einzelroman, in dem alles verpackt ist, was eine Fantasygeschichte braucht: religiöse Konflikte, Kampf um Gleichberechtigung und Selbstbestimmung, die Kraft des Optimismus, die Zerstörungskraft von Macht- und Habgier, eine kleine Romanze, Zombies, etc.
Zugleich muss sich der Autor den Vorwurf der Oberflächlichkeit gefallen lassen, denn obwohl er versucht Fantasy mit "intellektuellem Anspruch" zu schreiben, werden diese Themen nur angerissen. Dabei fehlt es ihm an der nötigen Subtilität und seine Botschaften überschreiten des Öfteren die Grenze zur Aufdringlichkeit.

Einst war der Shaod ein Segen. Niemand wusste wieso, aber über Nacht verwandelten sich gewöhnliche Menschen in nahezu allmächtige, unsterbliche Wesen. Diese zogen nach Elantris, der strahlenden Stadt. Doch vor 10 Jahren wurde aus dem Segen ein Fluch - aus gottgleichen Wesen, von Qual zerfressene Zombies - aus der strahlenden Stadt, ein modernder Haufen Steine und ein Gefängnis.
Als Kronprinz Raoden von Arelon dem Shaod zum Opfer fällt und er klammheimlich nach Elantris verbannt wird, will er sich nicht seinem Schicksal ergeben, sondern versucht Ordnung aus dem Chaos zu schaffen.
Inzwischen kämpft seine Braut, Prinzessin Irene (mittlerweile offiziell verwitwet), um Anerkennung in der ihr fremden patriarchalischen Gesellschaft und gegen ihre Nemesis, den Prediger Hrathen. Dieser soll Arelon zum Shu-Dereth Glauben bekehren oder für seinen Untergang sorgen.

ELANTRIS ist gute, solide Fantasy, die durch einige originelle Ideen besticht (vor allem das Magiesystem), auch wenn Wertvorstellungen manchmal zu großzügig verabreicht werden.
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannend - Schlicht - zu viele Zufälle, 10. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Elantris: Roman (Taschenbuch)
Eine völlig neue Welt hat Brandon Sanderson erschaffen. - Zumindest sagt man so. Die Wahrheit liest sich leider nur halb so spektakulär, denn Arelon ist nicht "neuer" als eine der bereits vielfach gelesenen Variationen. Es ist ein mittelalterliches Land, mit mittelalterlichen Problemen, einer wankenden Politik und obendrein geschmückt von "zugegeben speziellen" Fantasy-Details. Das wohl bemerkenswerteste ist die Stadt Elantris selbst. Voller Eindrücklichkeit schafft es der Autor ihre glänzende Vergangenheit in den Vordergrund zu stellen, sie auszumalen und den Leser in ihren Bann zu ziehen. Hat man die alten, strahlenden Gemäuer erst einmal bildlich vor Augen, so quält man sich ebenso wie Raoden durch ihre Straßen. Immer fiebernd auf der Suche nach Hoffnung und einem Wunder, das vielleicht alles verändern kann.

Und Wunder findet man in der Tat. Ähnlich wie die Runen in "Das Lied der Dunkelheit" sind auch in Elantris Fingerzeichnungen der Schlüssel zum Heil. Die Aonen, dessen Energien vor vielen Jahren Wasserleitungen ersetzen, Licht erzeugten und die wirtschaftliche Führung der Stadt positiv beeinflussten, sind zwar vorerst kraftlos, bieten jedoch einen hervorragenden Gegenstand unterschiedlichster Forschungen, die man gemeinsam mit Raoden betreiben kann. Die Spannung die dabei aufkommt, lässt wie im Rausch von Seite zu Seite blättern und bietet einen guten Kontrast zu den bemerkenswert ausführlichen, politischen und religiösen Machtkämpfen außerhalb der Stadt.
Hingegen weniger herausragend ist die zu schlichte, sprachliche Gestaltung. Nach besonderen Leckerbissen sucht man hier vergebens, denn alles ist einfach, klar und verständlich aufgebaut, ebenso wie die Charaktere, deren sich Bradon Sanderson bedient. Sarene und Raoden sind unheilbare Gutmenschen, deren Charaktereigenschaften den Roman stets positiv und keusch wirken lassen. - Vielleicht zu sehr.

Den rettenden Ausgleich bringt allerdings der Gyorn Hrathen, der dafür zum heimlichen Helden des Lesers wird. Seine Kompromisslosigkeit wirkt ungemein anziehend und macht den eher dunkel geratenen Charakter auf eine ironische Art liebenswert.

Fazit:
Brandon Sanderson ist ein interessantes Debüt geglückt. Politik, Religion und Abenteuer ergeben eine Mischung, die wahrlich unterhaltsam ist. Wer über kleine, inhaltliche Schwäche hinwegsehen kann, findet in diesem Buch zwar nicht das angekündigte Meisterwerk, jedoch absolut wohl gestaltete Unterhaltungsliteratur.

Pro und Kontra:
+ spannend
+ ausgezeichnete Ideen
+ tiefgründig

o sprachlich sehr schlicht
o (vielleicht zu) liebenswerte Charaktere

- Logik-Schwächen
- zu viele Zufälle

© by Literatopia
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessante und spannende Geschichte mit Schwächen, 5. Dezember 2007
Von 
Bihu (Baden-Württemberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Elantris: Roman (Taschenbuch)
Man kann sagen, dass Brian Sandersons Erstlingswerk sehr gut gelungen ist, von perfekt ist es allerdings noch deutlich entfernt. Das liegt im Wesentlichen nicht an der Welt oder an den Charakteren, sondern an handwerklichen Patzern und vor allem an logischen Mängeln.

Sandersons Welt ist komplex und interessant. Sie ist nicht wirklich etwas Besonderes, abgesehen von der Stadt Elantris selbst, aber das ist für die Geschichte auch nicht nötig. Spannend ist sie auf jeden Fall, denn die Idee von Elantris und seien Einwohnern setzt sich angenehm von der Standartfantasy über Elfen, Zwerge usw. ab.

Auch die Charaktere sind durchaus sympathisch, wenn manchmal auch ein wenig zu gut. Trotzem sind zumindest die guten Charaktere facettenreich genug und ihre Handlungen sind durchaus nachvollziehbar. Die Antagonisten sind da weniger gelungen. Sie werden auf ihren Hass auf Elantrier oder ihre angeborene Bosheit reduziert, entsprechend wenig kann der Leser mit ihren Motiven anfangen. Die einzige Ausnahme bildet Hrathen, der nicht so holzschnitthaft wie die anderen wirkt, aber auch nicht in ihre Schublade passt und eher zu den Guten zu zählen ist. Das Ende bildet dann den unrühmlichen Höhepunkt, denn da überrascht die Unfähigkeit des stets so mächtig beschriebenen Feindes. Zum Teil hat man das Gefühl, der Autor wollte am Ende schnell fertig werden und hat den Ausweg aus seiner Geschichte selbst nicht mehr gefunden.

Angenehm ist allerdings, dass sich die Personenzahl in Grenzen hält, sodass es bei der Fokusierung auf Raoden, Serene und Hrathen bleibt, was bei einem in sich abgeschlossenen Roman im Vergleich zu den vielen Endlosserien sehr erfrischend ist. Außerdem kann der Leser den drei Hauptpersonen so gut folgen und auch mitfühlen.

Dazu trägt auch bei, dass der Autor gut recherchiert hat und Ahnung von dem hat, worüber er schreibt.Die intensiven politischen Probleme sind Geschmacksache, aber jedenfalls logisch und nachvollziehbar. Ganz im Gegensatz zum leider "vermurksten" Ende.

Die Auflösung ist, wie schon angesprochen, an den Haaren herbeigezogen. Warum stellen die Fjordeller sich so extrem dumm an? Warum wird Hrathen plötzlich allmächtig? Woher wissen die Elantrier, wie man Aonen zeichnet? Das, wofür Raoden Monate gebraucht hat, scheinen andere in einem halben Tag lernen zu können. Da fallen manch seltsame Zufalle und ein wenig zu viel Glück auf Seiten der Guten gar nicht mehr sonderlich ins Gewicht.

Das andere große Problem Sandersons ist sein moralischer Holzhammer. Persönlich finde ich es nicht schlecht, wenn ein Roman etwas vermitteln will, die Moral schwingt jedoch nicht nur im Hintergrund mit, der Leser bekommt sie regelrecht ins Gesicht geschleudert. Für Leser, die sich mit dieser Moral nicht identifizieren können, kann es daher ein wenig störend sein.

Warum trotzdem vier Sterne? Weil Elantris trotz seiner Schwächen eine unterhaltsame Lektüre ist, und auch mit dem schwachen Ende muss man sagen - es gab schon deutlich Schlimmeres im Fantasy-Bereich. Wenn man nicht mit zu hohen Erwartungen an das Buch herangeht wird man als Leser nicht enttäuscht werden. Es ist spannend erzählt und sehr flüssig zu lesen, und ganz so schlimm wie das Ende vielleicht erscheint ist es nicht, es hinterlässt nur ein leicht schales Gefühl. Einen Grund, das ganze Buch nicht zu lesen, ist es meiner Ansicht nach nicht.

Eines hat mich am Ende dann aber doch gewundert: Laut Geschichte bestehen alle Aonen aus einer Grundform. Wo ist diese Grundform bei einigen Aonen der Aonenliste am Ende des Buchs?
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Außergewöhnlich, unberechenbar und faszinierend!, 11. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Elantris: Roman (Taschenbuch)
Hier habe ich etwas gefunden, das mir lange nicht mehr im Fantasy-Genre untergekommen ist: Innovative neue Ideen. Sanderson kommt ganz ohne abgeschmacktes Wiederaufwärmen aus, bemüht weder Elfen, Trolle noch Orks oder Vampire und Werwölfe. Stattdessen erschafft der Autor eine eigenständige Fantasy-Welt, die sich mit wirklich erfrischenden Elementen von der üblichen Thematik abhebt. Elantris ist ein wunderschön geschriebenes, spannendes Buch. Weitab aller Klischees gelingt es Brandon Sanderson meisterhaft seine Leser zu verzaubern, es ist ein Feuerwerk der Fantasie.

Elantris hat mich schlichtweg vom Hocker gehauen. Meine Begeisterung wuchs von Seite zu Seite und ohne sich wirklich darüber bewusst zu werden, fliegen die Seiten dahin und begierig nimmt man alles von Sandersons Welt und den Menschen in sich auf.
Seine Charaktere sind voller Leben und reißen einen mit, sei es der wissbegierige Prinz Raoden, die kluge Sarene oder der religiöse Gyorn Hrathen. Einige der Nebencharaktere sind ebenfalls bemerkenswert gut gelungen, wie der Pessimist Galladon oder der von seinem Glauben besessene Priester Dilaf. Der Schwerpunkt bleibt jedoch auf den Hauptprotagonisten erhalten.
Fesselnd und spannend von der ersten Seite an, nimmt Brandon Sanderson den Leser mit auf eine Reise in eine gefallene und im Dreck versunkene Stadt, deren unfreiwillige Bewohner um ihr Überleben kämpfen. Doch auch die Intrigen und Probleme außerhalb der Mauern von Elantris kommen nicht zu kurz. Vor allem diese Szenen haben eindeutig einen politisch angehauchten Charakter und laufen geradezu über vor Hinterlist und Ränkespiel. Das mag nicht jedermanns Geschmack sein aber mir persönlich hat es viel Lesevergnügen bereitet.
Was Elantris außerdem so beindruckend macht, ist die Art wie die Handlungsstränge ineinander verflochten sind. Sanderson löst die Rätsel seines Universums auf intelligente Weise und bringt mir als Leser seine Protagonisten auf sympathische Weise nahe. Die Geschichte ist klar und verständlich aufgebaut und das trotz der vielen Momente des Staunens, der Überraschungen und unerwartenden Wendungen, die das Leserherz immer wieder zum Flattern bringen.
Politik, Religion und Abenteuer ergeben eine Mischung, die unterhaltsam ist.

Das Ende ist gelungen, auch wenn es vielleicht an manchen Stellen übertrieben und überhastet zu sein scheint, ist es ein glatter Abschluss für dieses gut erzählte und spannende Buch. Ach ja - und es ist nicht der erste Teil einer mehrbändigen epischen Saga, deren Ende nicht abzusehen ist, sondern die Handlung ist befriedigend in sich abgeschlossen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen kommt zu meinen Lieblingsbüchern, 3. Dezember 2011
Von 
black_Lion ";)))" (Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Elantris: Roman (Taschenbuch)
Danke an den Autor.
Ich liebe das Buch. Es ist spannend geschrieben.
Die Story ist einmalig und abwechslungsreich.
Die Helden -gut wie böse- sind gut beschrieben und vielschichtig.
Die Liebesgeschichte -wie auch in den Teilen der Nebelkinder-Triologie- ist cool und witzig.
Der Humor ist genau mein Geschmack.
Kann es mit reinem Gewissens empfehlen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine etwas andere Fantasygeschichte, die durchaus überzeugen kann, 9. November 2007
Von 
Sevo sama (Atziluth) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Elantris: Roman (Taschenbuch)
Es ist schon etwas her, dass ich Elantris gelesen habe und doch muss ich sagen, dass mich dieses Buch der Fantasy wieder etwas nähere gebracht hat, da mich einfach nach einigen Fantasy Büchern dieses ewig Eintönige doch etwas aufgeregt hat. Da war Elantris einfach erfrischend anders.

Dieser Fantasy Roman ist politisch, religiös und hat durchaus gelungene Protagonisten, die ich sehr ins Herz schließen konnte. Doch trotz aller Freude am Lesen dieses Buches (und ich muss sagen, dieses knapp 900 Seiten habe ich wirklich sehr schnell durchgelesen gehabt) gab es doch einfach stellen, die sehr langatmig und auch langweilig waren. Vorallem die Abschnitte des weiblichen Parts konnten kaum überzeugen... leider.

Wie mein Vorredner schon erwähnte, lässt leider auch der Schluss zu wünschen übrig und so kann ich diesem Erstlingswerk nicht mehr als drei Sterne geben, dennoch für alle zu empfehlen, die mal etwas andere Fantasy schnuppern wollen. ;)
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Elantris: Roman
Elantris: Roman von Brandon Sanderson (Taschenbuch - September 2007)
Gebraucht & neu ab: EUR 4,36
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