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4.0 von 5 Sternen Im Auge des Winters - 4 Sterne ****
Dale Stewart, Professer und bislang eher mittelmässiger Schriftsteller kehrt nach 41 Jahren in den Ort Elm Heaven zurück. Dort hat er seine Kindheit verbracht und in jenem letzten Sommer im Jahre 1960 kam dort sein bester Freund Duane auf mysteriöse Art und Weise zu Tode. Duane war hochintelligent, sehr belesen, gutmütig und wurde gerade mal 12 Jahre...
Veröffentlicht am 26. August 2011 von 'Buchwelten'

versus
2.0 von 5 Sternen Fanlektüre
Vierzig Jahre nach den Vorfällen, die in "Sommer der Nacht" geschildert wurden, kehrt Dale Stewart in seine Heimatstadt Elm Haven zurück. Er ist mäßig erfolgreicher Autor historischer "Trapper-Romane", doziert an einer Uni, lebt in Trennung, auch von seiner Geliebten. Eigentlich will er in Schreibklausur gehen, um endlich einen "wichtigen" Roman zu...
Veröffentlicht am 29. Juni 2009 von Thomas Liehr


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Im Auge des Winters - 4 Sterne ****, 26. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Im Auge des Winters: Roman (Taschenbuch)
Dale Stewart, Professer und bislang eher mittelmässiger Schriftsteller kehrt nach 41 Jahren in den Ort Elm Heaven zurück. Dort hat er seine Kindheit verbracht und in jenem letzten Sommer im Jahre 1960 kam dort sein bester Freund Duane auf mysteriöse Art und Weise zu Tode. Duane war hochintelligent, sehr belesen, gutmütig und wurde gerade mal 12 Jahre alt, bevor er mitten in der Nacht auf dem Feld vor der eigenen Farm von einem Mähdrescher erfasst wurde.

In Duanes altem Elternhaus will Dale Stewart den Winter verbringen um einen Roman zu schreiben. Dale hat seine Frau und seine Kinder für eine Studentin (Clare) verlassen, mit der er einige Zeit eine heiße Affäre hatte. Doch nun ist Clare aus beruflichen Gründen nach Pennsylvenia gezogen und sie hat Dale eindeutig klargemacht, dass somit ihre Beziehung beendet ist und sie nun mit Leuten ihres Alters ihre Zeit verbringen möchte.

Als Dale auf Duanes Farm in Elm Heaven ankommt, leidet er bereits seit langer Zeit an schweren Depressionen. Er hofft, dass die Reise zurück in seine Kindheit ihm hilft, die schlimmen Erinnerungen an eben diesen Sommer 1960 zu verarbeiten. Er leidet unter Alpträumen und ist sicher, dass diese Tage mitunter ein Grund für seine Depressionen ist.

Als er im Farmhaus eintrifft, sieht es aus wie damals. Duanes altes Zimmer im Kellergeschoß ist noch komplett so eingerichtet wie es vor 41 Jahren war und es scheint so, als wäre noch einiges mehr aus dem 1960 in diesem Gebäude'.

*****

Dan Simmons hat in seiner schriftstellerischen Laufbahn bereits Romane in verschiedenen Genres geschrieben. Angefangen hat er mit Science Fiction, dann wechselte er ins Horror-Mystery Genre, er schrieb Thriller und zuletzt hat er sich in das historisch-mysteriöse Fach verlegt (Terror oder Drood).
Bei 'Im Auge des Winters' handelt es sich um einen Horror-Mystery-Grusel Roman, schon ähnlich wie John Saul , Stephen King oder auch Dean Koontz. Nur das Dan Simmons schon zu dieser Zeit einen anderen, eigenen, besonderen Schreibstil inne hatte, der ihn eben ausmacht.

In diesem Roman ist der Stil vom Anspruch (lange, verschachtelte Sätze) nicht mit den späteren Werken zu vergleichen aber er schafft es den Leser mit einem flüssigen, angenehmen und dennoch gut ausformulierten Stil von der ersten Seite an zu fesseln.
Der Roman ist spannend, auch wenn er eigentlich eher ruhig daherkommt. Dennoch konnte ich schlecht aufhören und wollte immer wieder wissen, wie es weiter geht.

Was mir sehr gut gefiel war, dass er aus zwei Sichten erzählt. Er beginnt aus der Sicht des toten Duane zu erzählen, der anscheinend nie aufgehört seinen besten Freund Dale zu begleiten. Dann wechselt er in die Figur des Dale und die Geschichte wird aus seiner Sicht erzählt.
Den Protagonisten hat er sehr gut und lebensecht beschrieben. Seine Angst dem Wahnsinn zu verfallen, selbst nicht mehr zu wissen, was IST und was IST NICHT, das war schon wirklich gut.
Zwischenzeitlich driftet er ein wenig ab in die ägyptische Mythologie aber hier erklärt der Autor die Hintergründe auch gut und für mich stimmig.

Was mich ein bisschen gestört oder auch gelangweilt hat, waren Dales immer wiederkehrenden Erinnerungen und Sinnierung über seine Zeit mit Clare (seiner Affäre). Das hat sich mir oft ein bisschen zu sehr in die Länge gezogen und war mir zu selbstmitleidig.

Mein Fazit: 4 von 5 Punkten ' für eine schnell lesbare, fesselnde Geschichte mit einer guten Portion Grusel, Mystery und auch einigen Horrorelementen. Für Fans solcher Romane unbedingt zu empfehlen. Von der Machart ein bisschen mit King, Koontz & John Saul zu vergleichen, wobei hier eben der typische 'Simmons' schon herauszulesen ist.

© Buchwelten 2011
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen die Gespenster der Vergangenheit, 31. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Im Auge des Winters: Roman (Taschenbuch)
41 Jahre sind vergangen seit den mysteriösen Vorfällen im Sommer des Jahres 1960, denen unter anderem Duane McBride, ein unscheinbarer, genialer 11-Jähriger zum Opfer gefallen ist. Dale Stewart, einer seiner besten Kindheitsfreunde aus der ansonsten mittlerweile in alle Himmelsrichtungen zerstreuten Clique, der nach mehreren privaten Katastrophen und einem Selbstmordversuch sich seiner Wurzeln besinnen möchte, sucht sich hierzu ausgerechnet das seit Jahren unbewohnte, abgelegene Farmhaus Duane's aus. Kaum dort angekommen, tauchen auch schon die ersten Gespenster der Vergangenheit auf.

Zum Verständnis der Handlung schadet es sicherlich nicht, den Vorgänger "Sommer der Nacht" gelesen zu haben. Jedoch haben beide Bücher herzlich wenig gemeinsam. Nicht nur, dass mittlerweile mehrere Jahrzehnte vergangen sind, auch der Charakter des Dale Stewart hat sich während dieser Zeit naturgemäß stark verändert. Der Selbstfindungstrip eines Mannes, dessen Leben in Trümmern darniederliegt, hat nicht mehr viel mit den Jugendabenteuern aus den 60er Jahren zu tun. Da die Unbekümmertheit fehlt, hinterlässt das Buch somit auch einen weitaus reiferen Eindruck.
Es handelt sich hierbei wohl um eine recht ungewöhnliche Fortsetzung, denn aufgrund der vollkommen unterschiedlichen Ausgangslage sind beide Bücher auch für ein ganz anderes Leserklientel geschaffen. Den nicht mehr ganz so jungen Lesern dürfte "Im Auge des Winters" vermutlich deutlich mehr zusagen als "Sommer der Nacht".
Als gelungen ansehen kann man die ernsthafte, düstere Grundstimmung sowie die letzten 100 Seiten, die ein wenig zum Grübeln einladen. Ansonsten hätte man sich vielleicht gewünscht, auch den ein oder anderen weiteren Charakter des Originals mit in die Story einbezogen zu sehen.
Unter die Rubrik "Horror" kann man die Geschichte auch diesmal nur bedingt einordnen, teilweise stellt die Handlung eher den Weg von einer Lebenskrise in den Wahnsinn dar.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gepflegter Grusel für schlaflose Nächte, 10. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Im Auge des Winters: Roman (Taschenbuch)
Knapp vierhundert Seiten Düsternis und winterliche Depression und der wunderschöne Prosastil von Dan Simmons. Er erschafft Atmosphäre pur, nur jetzt mit der Melancholie des altgewordenen Dale gemischt. Wo der "Sommer der Nacht" auch mal kindliche Ausgelassenheit und Fantasie feiert, da steht der logische Erwachsene Dale seinen Ängsten gegenüber und muss gegen sein eigenes mentales Zerbrechen kämpfen. Also ganz andere Stimmung, zumal aus dem einst aufstrebenden Elm Haven ein heruntergekommenes Etwas geworden ist.

Sicherlich hat Dan Simmons schon stärkere Romane geschrieben, aber die beiden zusammenhängenden Romane "Sommer der Nacht" und "Im Auge des Winters" sind grundsolide, gut geschriebene Horrorromane, die eher weniger auf den Ekeleffekt setzen, sondern eher auf gepflegten Grusel, auf unheimliche Momente und auf Spannung. Wer also gern schlecht träumt oder nicht einschlafen mag, für den sind beide Bücher empfehlenswert.
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2.0 von 5 Sternen Fanlektüre, 29. Juni 2009
Von 
Thomas Liehr (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Im Auge des Winters: Roman (Taschenbuch)
Vierzig Jahre nach den Vorfällen, die in "Sommer der Nacht" geschildert wurden, kehrt Dale Stewart in seine Heimatstadt Elm Haven zurück. Er ist mäßig erfolgreicher Autor historischer "Trapper-Romane", doziert an einer Uni, lebt in Trennung, auch von seiner Geliebten. Eigentlich will er in Schreibklausur gehen, um endlich einen "wichtigen" Roman zu schreiben, einen über jenen Sommer vor vierzig Jahren, als der gute Freund Duane McBride starb und viele andere Dinge passierten, grauenhafte Dinge, an die sich Dale aber verblüffenderweise nicht erinnert - oder nicht in der Version, die man in "Sommer der Nacht" gelesen hat. Er zieht in das leerstehende, einsam gelegene Farmhaus der McBrides ein, in dem sich wenig verändert hat. Elm Haven allerdings scheint zu verfallen. Wie Dale auch, der gerade einen Selbstmordversuch überlebt hat.

Die Eremitage in der Kindheitsprovinz entwickelt sich alsbald zu einer Verkettung grauenhafter und erschreckender Erlebnisse. So erscheinen wie von Geisterhand seltsame, kryptische Dialoge auf Dales Laptop. Oder Hunde treiben sich auf der Farm herum, schwarze Hunde, die von Tag zu Tag größer zu werden scheinen. Jugendliche Neonazis machen Jagd auf den Autor. Und zu allem Überfluss ist ausgerechnet C. J. Congden Sheriff, jener Typ, der Dale fast erschossen hätte, damals, vor vierzig Jahren.

Die Lähmung des Autors, der zudem den Geist seines verstorbenen Klassenkameraden im Kopf mit sich herumzutragen scheint, ohne davon zu wissen, wächst von Tag zu Tag parallel mit den Hunden. Eine Jugendfreundin, die eigentlich weit weg oder sogar tot sein sollte, taucht auf, und auch jener Soldat aus dem Ersten Weltkrieg, den die Jungs damals beobachtet haben, tritt wieder auf den Plan. Aber bei all dem weiß weder der Leser, noch die Hauptfigur, ob es sich um Wahnerlebnisse oder die Realität oder irgendwas dazwischen handelt. Führt Dale Computer-Selbstgespräche, ohne es zu wissen? War die tote Michelle tatsächlich zum Weihnachtsessen da? Was haben ägyptische Gottheiten und die Beowulf-Sage mit all dem zu tun?

Diese Fragen könnte ich nicht mit Sicherheit beantworten, denn das - im Vergleich zum Rest des Buches, das eher gemächlich daherkommt - rasante Ende hat nicht alle Fragen beantwortet, die ich mir gestellt habe. Es hat auch nicht zum besseren Verstehen des Vorgängers beigetragen.

Ein schwaches, bemühtes Sequel, das zwar atmosphärisch dicht und durchaus spannend geschrieben ist, sich aber insgesamt wie eine Schreibübung anfühlt - natürlich eine auf Simmons-Niveau. Sicher ein Must für Fans, aber eben wirklich nur Fanlektüre. Ohne "Sommer der Nacht" nicht zu verstehen, aber auch damit eigentlich nicht. Was aber auch an mir liegen kann.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schleichender, ruhiger Horror, 18. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Im Auge des Winters: Roman (Taschenbuch)
Dieses Buch hat mich bei weitem mehr angesprochen als "Sommer der Nacht" und ist meiner subjektiven Einschätzung nach sehr viel besser. Allerdings hat es keinen Sinn die Geschichte zu lesen ohne mit den Vorkenntnissen aus "Sommer der Nacht" ausgestattet zu sein.

"Im Auge des Winters" hat eine depressive, ruhige, nachdenkliche Stimmung mit sehr viel innerer Handlung einer einzigen Hauptfigur (wodurch sie detaillierter charakterisiert werden kann als die vielen Figuren des ersten Bandes), Dale Steward, mit schleichendem, subtilen Horror, der nicht allein auf externe Faktoren zurückzuführen ist, sondern die Psyche des Protagonisten involviert - kurz gesagt: genauso wie ich es mag (Stephen King - lesen Sie und lernen Sie davon!). Daher konnte ich auch nicht mehr damit aufhören nachdem ich zu lesen begonnen hatte.

Weiters gibt es von Dan Simmons wieder einmal sehr gut gelungene Literaturreferenzen. Auf Edgar Allan Poe wird sehr kurz, aber sehr gut in einer Szene angespielt und Bezügen zu "Beowulf" kommt eine wichtige Bedeutung im Buch zu.

Einzig das Ende muss ich leider, wie schon öfter bei Dan Simmons, bemängeln. Es hätte mir besser gefallen, wenn es kein spektakuläres Grande Finale wäre, sondern ruhig abebben oder abrupt enden würde (Dan Simmons - lernen Sie von Stephen King!). Aber dieser Aspekt wird immer Geschmackssache bleiben und mindert nicht die Qualität des Buches. Ausserdem wurde hier nicht annährend so dick aufgetragen wie in anderen Werken des Autors.
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3.0 von 5 Sternen Interessant, aber nicht immer packend, 24. August 2009
Von 
fictionmaster (Nürnberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Im Auge des Winters: Roman (Taschenbuch)
Obgleich ich "Sommer der Nacht" kenne, bin ich bewusst vollkommen unvoreingenommen an "Im Auge des Winters" herangegangen. Trotzdem war ich nach dem Lesen ein wenig enttäuscht. Es ist eine an für sich nette Geschichte, auch wenn sich die ersten 120 Seiten stellenweise dahinschleppen. Aber danach zieht die Handlung ordentlich an. Das Ende ist zwar an für sich gut, trotzdem bleiben einige Fragen offen. Außerdem scheint Simmons nicht recht sicher gewesen zu sein, ob er eine Geister-, eine Liebes- oder eine Rachegeschichte schreiben wollte. Dadurch wirken viele Sachen (selbst die Kindheitserinnerungen, die er in "Sommer der Nacht" so ausführlich beschrieben hat) oberflächlich. Bedauerlich ist zudem, dass es nicht mehr Andeutungen und Infos über den Rest der Fahrradpatrouilen-Clique gab. So bleibt am Ende bloß die Hoffnung, dass man in anderen Büchern vielleicht mehr über den Werdegang der damaligen Freunde erfährt. "Im Auge des Winters" zählt eindeutig zu den schwächeren Simmons-Büchern.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Lückenfüller, 12. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Im Auge des Winters: Roman (Taschenbuch)
Dan Simmons ist ein guter Autor, ein verdammt guter, der der modernen Phantastik Perlen geliefert hat, die man ansonsten vergeblich sucht ("Hyperion", "Styx", "Terror", "Kraft des Bösen", meines Erachtens auch das eher unbekannte und neu aufgelegte "In der Schwebe"). Simmons zeichnet neben seiner vielfältigen, sprühenden, makaberen Phantasie das aus, was einen Erzähler wirklich ausmacht: Er hört die Musik, wie Harlan Ellison einst über Simmons schrieb ("Das Thema kann dyspeptisch sein, die Sprache dyslektisch, aber man spürt, dass hier ein Schriftsteller am Werk war", so Ellison). Simmons ist der geborene Erzähler, die Stimme am nächtlichen Lagerfeuer, der man gebannt lauscht.
Und er hat einen enormen Output. Zwar veröffentlich Simmons schon seit Jahrzehnten, seine Wälzer, die nicht alle auf Deutsch erschienen sind, bewegen sich oft um die 1000-Seiten-Marke.
Vielleicht zu viel Output?
"Im Auge des Winters" hat nur 400 Seiten und knüpft an seinen Roman "Sommer der Nacht" an (den Stephen-King-mäßigsten Roman, der NICHT von Stephen King ist).
Und nach einer gewohnt flüssigen Lektüre bleibt beim Leser ein überraschendes Gefühl der Leere zurück. Es ist schwierig, den Roman ohne den Kontext von "Sommer der Nacht" zu lesen. Es handelt sich hier nicht um eine klassische Fortsetzung sondern ...
... tja, um was eigentlich, fragt man sich. Gruselatmosphäre soll wahrscheinlich durch Andeutungen aufkommen, aber das gelingt Simmons im vorliegenden Roman kaum. Die Figuren bleiben merkwürdig blass, der Leser ist seltsam distanziert, und das Rezept aus amerikanischer Milieustudie, der inneren Zerrissenheit des Protagonisten, unheimlichen Andeutungen in dem alten Farmhaus und Actionsequenzen gegen Ende (die etwas dick aufgetragen sind), geht meines Erachtens nicht auf.
Das ganze liest sich wie ein Lückenfüller, als hätte Simmons keine rechte Idee gehabt, was er schreiben sollte. Eine Fingerübung, zwar konsequent und professionell durchgezogen, aber die von Ellison beschriebene Musik dieses zweifelsohne genialen Autors, man hört sie in diesem Buch nicht wirklich. Für Simmons-Einsteiger: Science-fiction: "Hyperion" lesen. Horror: "Sommer der Nacht". Allesverschlinger: "Terror".
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Seltsames Buch, 24. Oktober 2006
Von 
Ralf Trimborn (Sprockhövel) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Im Auge des Winters: Roman (Taschenbuch)
Einerseits habe ich das Buch verschlungen. Ich konnte es nicht aus der Hand legen. Ein sicheres Zeichen für ein sehr spannendes Buch. Andererseits ist die Story irgendwie seltsam. Viele Dinge, die passieren, erklären sich in keiner Weise. Oder ich bin zu doof es zu verstehen.... Viele Fragen bleiben am Ende offen. Schade. Ich habe das Gefühl, dass das Buch eigentlich noch gar nicht Reif für eine Veröffentlichung war und mehr das Gerüst für eine längere Story war. Dennoch alles in allem 4 Sterne.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überraschung, Spannung - alles in einem Buch!, 31. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Im Auge des Winters: Roman (Taschenbuch)
Dieses Buch war eines der spannendsten Bücher, die ich je gelesen habe! Die Geschichte ist sehr mysteriös und im ersten Augenblick verwirrend und seltsam. Diese Verwirrung wird erst am Ende mit einer großartigen Überraschung gelüftet. Jeder, der Horror und Mysterie gut findet, sollte dieses Buch unbedingt lesen (Aber bitte erst, nachdem Ihr den ersten Teil "Sommer der Nacht" gelesen habt)!
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hat alles bestens geklappt!, 12. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Im Auge des Winters: Roman (Taschenbuch)
Ab jetzt kaufe ich mir nur noch gebrauchte Bücher! Das Buch ist wie beschrieben in einem sehr guten Zustand. Ich würde sogar sagen "wie neu". Quasi ein neues Buch für den halben Preis! Die Lieferzeit war auch sehr kurz. Ich bin mit dem Kauf rundum zufrieden.
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Im Auge des Winters: Roman
Im Auge des Winters: Roman von Dan Simmons (Taschenbuch - 2. Oktober 2006)
Gebraucht & neu ab: EUR 8,00
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