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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Schatzjäger
Robert M. Edsel hat für "Monuments Men" sehr lange und sehr gründlich recherchiert. Er setzt mit seinem Sachbuch ein Denkmal für die amerikanische Spezialeinheit mit internationaler Besetzung, die unter widrigen Umständen mit wenig Personal für die Rettung von Kunstschätzen während des zweiten Weltkrieges tätig war, und auch noch...
Vor 14 Monaten von S. Hennig veröffentlicht

versus
16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Rettung der Europäischen Kunst während und nach dem 2. Weltkrieg
Leider kann ich die zum Teil doch recht überschwänglichen Rezensionen nicht bestätigen.

Sicherlich hat der Autor hier großartige Arbeit geleistet und seine Recherchen sind enorm gewesen. Auch was er in seinem Buch zusammengefasst hat, ist eine Leistung für sich. Das Thema ist bisher wirklich mehr oder weniger unter den Tisch gefallen...
Vor 13 Monaten von Jean Ignace Isidore Gérard veröffentlicht


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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Schatzjäger, 7. Februar 2013
Von 
S. Hennig "Bücherfan" (NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Robert M. Edsel hat für "Monuments Men" sehr lange und sehr gründlich recherchiert. Er setzt mit seinem Sachbuch ein Denkmal für die amerikanische Spezialeinheit mit internationaler Besetzung, die unter widrigen Umständen mit wenig Personal für die Rettung von Kunstschätzen während des zweiten Weltkrieges tätig war, und auch noch danach. Der Autor erzählt in den Vorbemerkungen einiges darüber, wie dieses Buch entstanden ist. Dann stellt er die wichtigsten Personen auch mit Fotos vor. Innerhalb des Buches gibt es noch ein paar Fotoseiten.

Alles, was der Autor schreibt, beruht auf historischen Tatsachen. Die Dialoge sind den Persönlichkeiten nachempfunden. Teilweise sind auch die persönlichen Briefe der Beteiligten eingebunden. Der Schilderungen sind sachlich, aber ansprechend. Und es ist wirklich spannend. Auf der einen Seite bestand die Aufgabe der Monuments Men darin, Kunst vor der Zerstörung zu schützen oder entstandene Schäden reparieren zu lassen. Nicht nur Bilder oder Statuen sind Kunst, auch bestimmte Bauwerke oder Parks. Auf der anderen Seite gehörte es auch zu ihren Pflichten, von den Nazis gestohlenen Kunstschätze aufzufinden und an die Besitzer zurückzugeben. Bis heute gibt es Gegenstände, deren Besitzer nicht ermittelt werden konnten.

Die Monuments Men hatten aber nicht nur mit den üblichen Bedingungen an der Front zu kämpfen, wie alle Soldaten. Oft wurde vom Militär die Notwendigkeit ihrer Aufgabe nicht gesehen, es wurden keine Fahrzeuge und kein Material bereitgestellt, oder die Monument Men sollten andere Aufgaben zur Unterstützung der militärischen Operationen übernehmen. Es ist erstaunlich, wie viel trotzdem von diesen Menschen erreicht wurde. Und damit meine ich nicht nur das Auffinden von Geheimverstecken der Nazis.

So macht Geschichte Spaß. Es geht nicht nur um Fakten, sondern viele außergewöhnliche Charaktere werden in diesem Buch gewürdigt. Es wird klar, dass es einigen Menschen nicht nur um den Krieg ging, sondern um die Zukunft. Die Menschen sollten auch nach dem Krieg noch ihre Kunst und ihre Kultur haben. Sogar, als die Aliierten in Deutschland einmarschierten, sollten auch dort die Kunstschätze bewahrt werden - zumindest im amerikanischen Bereich. Vieles wurde trotzdem völlig zerstört oder ist seit dem Krieg verschollen. Aber bedeutende Kunstschätze konnten für die Nachwelt gerettet werden. Es war wirklich sehr interessant, dieses Buch zu lesen.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach fesselnd, 6. Februar 2013
Adolf Hitler war beseelt von dem Gedanken an ein Führermuseum. In diesem Gebäude sollten die bedeutendsten Kunstwerke Europas zu sehen sein, deshalb ließ er gezielt Kunstwissenschaftler ausschwärmen, die jahrelang heimlich Bestandslisten von Kulturgütern anlegten, die später beschlagnahmt und dann abtransportiert werden sollten. Aber nicht nur Hitler wollte sich bereichern, viele Nazis nutzen jede Gelegenheit eine Privatsammlung anzulegen, oder eine bestehende zu vergrößern. Systematisch wurden jüdische Mitbürger enteignet um an deren Kostbarkeiten zu gelangen. Viele Museen und Archive wurden geplündert, Kirchenschätze geraubt, die Gier war grenzenlos.

Natürlich blieben die Raubzüge der Welt nicht verborgen, deshalb wurde 1943 eine kleine Einheit tätig, deren Aufgabe es war, die Kulturgüter zu finden und dem Zugriff der Nazis zu entziehen...

Das Buch habe ich nicht gelesen, ich habe es innerhalb von zwei Tagen verschlungen. Ich kann mir nicht vorstellen, das die Geschichte der "Monuments Men" informativer UND spannender geschrieben werden kann. Im Stile eines geübten Erzählers berichtet Robert Edsel von der abenteuerlichen, beschwerlichen und oft genug auch gefährlichen Suche nach Hitlers Raubkunst. Obwohl sich das Buch liest wie ein Roman, hatte ich nie das Gefühl, das der Autor etwas beschönigt oder übertreibt. Ganz im Gegenteil, die ausgewählten Zitate, die abgedruckten Dokumente und die Abbildungen belegen eindrucksvoll wie wichtig ihm historische Fakten sind.

Beeindruckt hat mich auch die Empathie des Autors. "Seine" Monuments Men habe ich in deren Tagebuchaufzeichnungen und Briefen stets wiedererkannt. Hier ist deutlich zu sehen, wie intensiv sich R. Edsel mit den Protagonisten beschäftigt hat, anderfalls wären Abweichungen innerhalb des Buches erkennbar gewesen.

Der Anhang des Buches macht zusätzlich noch mal deutlich, wie viel Zeit und Mühe er seine Recherchen investiert hat. Der Autor hat nicht nur Archive aufgesucht und eine beträchtliche Literaturliste abgearbeitet, er durfte mit Einwilligung der Erben auch die Originaldokumente der Monuments Men studieren und führte zahlreiche Interviews.

Die 13-jährige Forschung hat sich gelohnt, das Buch ist einfach großartig. Und man muß weder Historiker noch Kunstwissenschaftler sein um von dieser Geschichte in den Bann gezogen zu werden.

Wie schön, das diese Personen, denen wir die Rettung unseres kulturellen Erbes verdanken, nun doch nicht in Vergessenheit geraten sind.

Selten habe ich so gerne 5 Sterne vergeben.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Rettung der Europäischen Kunst während und nach dem 2. Weltkrieg, 11. März 2013
Von 
Jean Ignace Isidore Gérard "Grandville" (Südniedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Leider kann ich die zum Teil doch recht überschwänglichen Rezensionen nicht bestätigen.

Sicherlich hat der Autor hier großartige Arbeit geleistet und seine Recherchen sind enorm gewesen. Auch was er in seinem Buch zusammengefasst hat, ist eine Leistung für sich. Das Thema ist bisher wirklich mehr oder weniger unter den Tisch gefallen und das er es geschafft es so in die Öffentlichkeit zu bringen, dafür muss man ihm einfach Respekt zollen. Kann ich doch nachvollziehen, dass den Regierungen dieses Thema mehr als unangenehm ist, wirft es doch auch heute noch einige (unangenehme) Fragen auf.

Nur leider hatte ich keinen Spaß beim Lesen. Dieses Buch ist Schwerstarbeit. Das liegt zum einen vermutlich am Gewicht: schon nach kurzer Zeit hatte ich Probleme das Buch zu halten und es war einfach unbequem. Was vielleicht auch daran lag, dass ich nie wirklich in das Buch gefunden habe und mein Unterbewusstsein wohl über diesen Weg sein Unwillen ausdrücken wollte.

Zum anderen ist der Stil sehr holprig. Wobei ich hier nicht weiß ob es an Edsel (und seinem Co-Autor) liegt, weil er halt nicht so viel Erfahrung hat, oder ob es die Übersetzung ist.

Bereits auf Seite 38 ein grober (Übersetzungs)Schnitzer:

"Knapp zwei Monate zuvor, am 13. März 1938, einem Sonntag, hatte Adolf Hitler einen Kranz auf dem Grab seiner ADOPTIVELTERN in Linz niedergelegt."

Das erstaunte mich dann doch sehr, hatte ich das doch ganz anders in Erinnerung (irgendwas muss ja bei den ständigen Wiederholungen der Guido Knopp Dokus hängen geblieben sein). Nach einem Tag grübeln und ärgern (ich wollte an diesem Punkt das Buch gar nicht mehr weiterlesen) dann doch noch mal gegoogelt und zusätzlich auf amazon.com in die amerikanische Version gelesen und was steht dort:

"... placed a wreath on his parents grave in his adopted hometown of Linz..."

Ich finde es erstaunlich, dass aus "Wahlheimat" auf einmal "Adoptiveltern" wird. Da frage ich mich schon, wo der Lektor war bzw. warum dem Übersetzer dieser Schnitzer unterlaufen ist.

Jedenfalls trübte das mein Lesevergnügen ein wenig: woher soll ich wissen ob es nicht noch mehr solcher Fehler gibt, die mir nur nicht auffallen, weil ich mit dem Thema nicht im Detail vertraut bin?

Dazu kommt, dass ich nicht so richtig weiß, was dieses Buch denn nun sein will: Sachbuch oder Roman?
Solange einfach nur Fakten dargestellt werden, ist das Buch für mich ganz interessant. Aber sobald der Autor die Dialoge bzw. das "Zwischenmenschliche" mit einbringt und mir die Personen, ihre Geschichte und ihre Gefühle/Gedanken näher bringen will, wird es einfach Platt. Die Dialoge sind zum Teil extrem gestelzt und verwirren teilweise. Warum das hier in den Rezensionen so positiv hervorgehoben wird, weiß ich nicht. Ich empfand es oft als störend, vor allem da diese Dialoge unter Umständen ja gar nicht in dieser Form stattgefunden haben müssen.

Insgesamt ist es ein ziemliches Durcheinander, der Autor will einfach zu viel auf einmal mitteilen. Allerdings merkt man so auch, wie wichtig im das Thema ist. Jedenfalls kam mir das Buch wie ein unüberwindbares Gebirge vor, das ich irgendwie erklimmen musste und auch wollte. Viel zu viele Personen und Orte. Dann noch eine Art "um den heißen Brei reden". Da steht z.B. die Französin Rose Valland, die einen großen Anteil am Erfolg der Aktion hat, in einer Szene an einer Straße und ist auf dem Weg zu einem wichtigen Treffen bei dem sie viele Informationen an einen Monuments Men weitergeben wird. Aber anstatt einfach dabei zu bleiben wird mehrere Seiten lang ein Rückblick auf ihr Leben und ihre Zeit während der deutschen Besatzung in Paris ausgebreitet. Und das teilweise in Wiederholungen, weil es schon mehrere Kapitel vorher erwähnt wurde. Jetzt nur viel ausführlicher. Ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben, aber dann wird das Treffen mit dem Amerikaner doch noch erwähnt. Ebenso wird an anderen Stellen, wo es eigentlich gerade darum geht wie ein Monuments Men auf der Spur eines Kunstdepots ist und kurz vor seiner Entdeckung steht, einfach noch mal sein gesamtes Leben offengelegt, anstatt einfach in der Gegenwart zu bleiben und uns am Entdecken der Kunstwerke teilhaben zu lassen.

Auch etwas, was mich an dem Buch ein wenig gestört hat: ich hätte es besser gefunden, wenn die Bilder zeitnah in der Nähe der passenden Textstelle untergebracht gewesen wären. Im Buch sind die Bilder aber in zwei mehrseitige Bildteile zusammengefasst und man sieht sie erst viel später, wenn sie nicht mehr "interessant" sind, weil man in der Handlung schon viel weiter ist.

Zitate und Rückblicke hätten meiner Meinung nach ein wenig optisch abgesetzt werden müssen (z.B. Kursivdruck oder andere Schriftart) und zuätzlich mehr Absätze um dem Ganzen mehr Übersichtlichkeit zu geben, hätte zumindest meinem Lesefluss geholfen.

Den in der Rezension von Thamesis "geübten Erzähler" konnte ich in diesem Buch leider nicht finden und die ebenfalls gelobte Empathie fand ich an vielen Stellen sehr störend und hätte einen wesentlich sachlicheren Ton bzw. Stil bevorzugt.

Soweit ich das in Erfahrung bringen konnte, ist dies hier sein zweites Buch. Sein erstes Rescuing Da Vinci: Hitler and the Nazies Stole Europe's Great Art America and Her Allies Recovered It ist in erster Linie ein Bildband und den werde ich auch lesen, einfach weil ich vermute, dass eine visuelle Aufarbeitung des Themas einfacher ist.

Insgesamt fand ich das Buch anstrengend zu lesen und stimme der Rezension von "friesl" bei der englischen Ausgabe Monuments Men: Allied Heroes, Nazi Thieves and the Greatest Treasure Hunt in History zu: es hat eindeutig seine Längen.

Trotzdem lohnt es sich das Buch zu lesen. Ein bisher weitgehend ignoriertes Themengebiet aus dem Zweiten Weltkrieg, dass bis heute Fragen aufwirft und unangenehm für Museen und Regierungen ist. Spannend wie einen "Krimi" fand ich das Buch aufgrund der Erzählweise des Autors allerdings nicht.

Ich werde auf jeden Fall den Film von/mit George Clooney anschauen, in der Hoffnung, dass er ein wenig mehr Struktur und Klarheit in das Thema bringt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig, 5. Februar 2013
Bei dem Buch von Robert M. Edsel handelt es sich um ein Sachbuch. Es ist ein Sachbuch, das sich stückweise wie ein Krimi liest. Man muss sich allerdings für Geschichte interessieren. Da es nicht um die Geschichte des 2. Weltkrieges handelt, ist ein gewisses Vorwissen über diese Zeit sehr hilfreich.
Das Buch hat einen gut strukturierten Aufbau, ist übersichtlich gegliedert.
Die Teile sind:
1. Die Mission
In diesem Teil wird über die Vorgeschichte berichtet, Hitlers Traum von einem einzigartigen Museum in Linz. Es wird geschildert, wie sich Menschen, die mit Kunst zu tun hatten, Sorgen um den Bestand der Kunstwerke machten.
Etwa 60 Menschen – Männer und Frauen – meldeten sich zum Dienst, um die europäische Kultur soweit als möglich zu retten.
2. Nordwesteuropa und
3. Deutschland
Berichten vom Einsatz in Europa. Es waren unzählige Kunstgegenstände abtransportiert wurden, die nun in wirklich Detektivarbeit wieder aufgespürt werden mussten. Viele Aufbewahrungsstätten wurden von den Monuments Men gefunden, vieles ging verloren bzw. war zerstört worden.
4. Die Leere
Zum Ende des Krieges sollten vor allem die im Salzbergwerk von Altaussee gelagerte Kulturgüter vernichtet werden. Die Monuments Men gewannen den Wettlauf gegen die Zeit und konnten dieses gerade noch verhindern.
5. Die Nachwirkungen
Gibt uns einen rückblickenden Bericht über die Geschehnisse und erzählt, wie es mit den Monuments Men nach dem Krieg weiterging..
Der Anhang zeigt uns noch einmal die Personen, die am Geschehen maßgeblich beteiligt waren.
Das Buch enthält viele Dokumente – wie Briefe, Tagebucheinträge etc. - und eine Menge Bilder.
Dieses Buch schildert eine völlig neue Perspektive des 2. Weltkrieges und der Zeit danach. Dabei geht es nicht darum, den Gegensatz „Gut“ und „Böse“ aufzuarbeiten, sondern die Arbeit einer kleinen Gruppe Idealisten zu schildern, die kein anderes Interesse haben, als die Rettung von Kulturgütern. Wenn man sich vor Augen führt, wie deutsche Städte nach der Bombardierung aussahen, ist es wirklich ein Wunder, dass wir heute so viele alte Kunstgegenstände in Museen anschauen können. Wir haben uns nie gefragt, wie es dazu kam. Dieses Buch bringt uns die Menschen näher, denen wir dieses zu verdanken haben.
Robert M. Edsel hat uns diese Menschen näher gebracht und ihre Leistungen damit gewürdigt. Er hat einen wunderbaren Schreibstil für ein solches Sachbuch verwendet, so dass man sich beim Lesen nicht langweilte.
Es ist ein großartiges Buch.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ausführlich und lehrreich, 21. Februar 2013
Der 2. Weltkrieg aus einer ganz neuen Perspektive - das war es, was mich am Sachbuch "Monuments Men" gereizt hat. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Erzählt wird die Geschichte der "Monuments Men", einer kleinen Spezialeinheit der Alliierten mit der Aufgabe, Europas Kulturschätze im 2. Weltkrieg vor der Zerstörung zu retten (oder zumindest die Zerstörungen auf ein Minimum zu beschränken). Der Autor berichtet ausführlich und detailreich von den etwas chaotischen Anfängen der Einheit bis zu verschiedensten Schilderungen einzelner Aufträge und Rettungsaktionen.

Ich muss zugeben, so richtig interessant wurde das Buch für mich aber erst nach ca. 100 Seiten. Denn in diesem ersten Abschnitt wird die Entstehungsgeschichte der Monuments Men sehr detailverliebt wiedergegeben - was sicherlich eine tolle Recherchearbeit ist, aber nicht unbedingt aufregend zu lesen. Dafür sind die weiteren Kapitel, in denen es dann darum geht, wie die Kultur-Offiziere ihre tägliche Arbeit verrichten und welche Kulturschätze sie retten bzw. in Sicherheit bringen konnten, umso interessanter. Da der Autor an vielen Stellen einen fast romanhaften Erzählstil benutzt, erfährt man in vielen gut aufbereiteten Einzelgeschichten Interessantes über diese riesige kulturelle Rettungsaktion. Dass sie quasi im Verborgenen stattfand und nicht an die buchstäbliche große Glocke gehängt wurde, wird in den Berichten ebenfalls deutlich. Auch die Schwierigkeiten, vor denen die Monuments Men standen, werden herausgehoben. So war z. B. vielen (anderen) ranghohen Offizieren gar nicht bewusst, dass es eine solche Einheit gab. Und/oder sie schätzten deren Bedeutung nicht hoch. In einer Zeit, in der die Befehlshaber die Verantwortung für tausende Menschenleben hatten, war vielen nicht klar, warum eine einzelne 1,20 m hohe Madonnen-Statue plötzlich unbedingt aus einer einsturzgefährdeten Kirche evakuiert werden musste...

Bei mir hat das Lesen des Buches vor allem eines bewirkt: ich bin mir jetzt viel bewusster darüber, welches Wunder es ist, dass ich so viele berühmte Kunstwerke nach so vielen Jahrhunderten und zwei Weltkriegen im Museum bewundern kann, als wären sie schon immer dort gewesen. Wenn man in einer Gemäldegalerie ist oder einem Museum, macht man sich kaum Gedanken, wie die Kunstwerke wohl dahin gekommen sind, oder welche wechselvolle und teilweise tragische Geschichte jedes einzelne in sich trägt. Und allein für dieses Bewusstsein hat es sich gelohnt, das Buch zu lesen.

Sicherlich, ein Sachbuch wartet immer mit so vielen Informationen auf, dass man vieles auch wieder vergisst und sich wahrscheinlich nur an bestimmte Anekdoten erinnert, die einen besonders beeindruckt haben. Ein Sachbuch "in einem Rutsch" durchzulesen, ist auch schwerere Kost als einen spannenden Krimi zu verschlingen. Trotzdem - in diesem Fall war es das wert. Für Leute, die kulturell interessiert sind und vor einem 500-Seiten-Wälzer nicht zurückschrecken, ist es (wenn man die ersten 100 Seiten erstmal "geschafft" hat) eine interessante, zuweilen auch richtig spannende Lektüre!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Retter unschätzbarer Kunst, 21. Januar 2014
Da ich mich für das Thema II. Weltkrieg sehr interessiere, konnte ich an diesem Buch nicht vorbei - auch wenn mir der Name des Autors, Robert M. Edsel, zuvor leider überhaupt nichts gesagt hat. Allerdings hätte das Vorwort sämtliche Zweifel - so ich denn welche gehabt hätte - beiseite gewischt, denn in ihm schreibt der Leiter des US National World War II Museum, Dr. Gordon Mueller, dass Edsel in der Tradition von Stephen Ambrose schreibt, dem Autor zahlreicher Sachbücher zum II. Weltkrieg und hierzulande vielleicht auch durch die Verfilmung eines seiner Werke durch Steven Spielberg und Tom Hanks, der Mini-Serie 'Band of Brothers' bekannt. Bei Robert M. Edsels Buch geht es weniger um bloße Kriegsszenerie, sondern um eine kleine Gruppe Kunstschutzoffiziere, die sogenannten Monuments Men, die in der Nähe des Frontverlaufes, häufig auch hinter den feindlichen Linien, agierten und deren Aufgabe darin bestand, Kunstschätze und andere wertvolle Werke, die für die Menschheit von Bedeutung sind, vor den Zerstörungen durch die Nationalsozialisten oder durch Kampfhandlungen zu verhindern. Die Idee dazu kam auf, als die Sorge um die europäischen Kulturgüter stetig wuchs und führte dazu, dass 1943 eine Handvoll Museumsdirektoren, Kuratoren, Kunsthistoriker und andere versierte Personen ausgewählt wurden, um die Aufgaben in Europa zu erfüllen. Dass diese sich bestens auskannten, zeigt alleine die Tatsache, dass einige von ihnen vor oder nach dem Krieg in bedeutenden Museen arbeiteten, wie beispielsweise in der National Gallery of Art, dem Museum of Modern Art oder dem Metropolitan Museum of Art oder aber an verschiedenen Elite-Universitäten wie Harvard, Princeton und Yale unterrichteten.
Das Buch Edsels beginnt mit einer Vorbemerkung, die mich sofort gepackt hat: es ist einfach immer wieder spannend, über die Beweggründe eines Autors und seine Erlebnisse rund um das Schreiben und die Recherchen mehr zu erfahren. Zumal mir eines dabei klar wurde: ich war schon im Louvre und habe mir auch andere Kunstausstellungen angesehen - habe mir aber in der Tat dabei nie überlegt, was mit den Gemälden, Skulpturen, Bauwerken und sonstigen Kunstwerken während des Dritten Reiches geschehen sein mag, ob sie gerettet werden mussten oder gänzlich unbehelligt geblieben sind. Es liegt auf der Hand, dass viele von ihnen ernsthaft in Gefahr waren, dass sie Raub, Sammlermanie und Zerstörungswut zu überstehen hatten - aber nie wäre ich auf die Idee gekommen, dass es eine amerikanische Sondereinheit gab, deren kunstbeflissene Mitglieder versuchten, zu retten, was nur zu retten war. Über diese Menschen, von denen zwei ihr Leben ließen, mehr zu erfahren, fand ich sehr spannend - viel spannender als so manchen Krimi. Sehr schön fand ich deshalb, dass am Anfang einige dieser Offiziere, denen wir die Rettung unter anderem großer Gemälde verdanken, näher vorgestellt werden und dass sie dank der Fotos ein Gesicht bekommen. Aber nicht nur die Sicherung der Kunstwerke fiel in den Aufgabenbereich der Monuments Men, sondern auch die Restauration beschädigter Gegenstände, der Schutz von Kirchen und Parkanlagen und nicht zu letzt die Auffindung der rechtmäßigen Besitzer der geraubten Kunst... Dass sie es dabei nicht immer einfach hatten, versteht sich in dieser Zeit von selbst: auch in den eigenen Reihen fehlte manchmal das Verständnis für die Männer, denn die kämpfenden Soldaten verstanden manchmal nicht die Notwendigkeit ihrer Aufgabe.
Für mich war Edsels Buch von Beginn bis zum Ende sehr spannend und informativ. Dabei muss ich sagen, dass mir vor allem sein Stil gut gefallen hat: in sehr sachlichem Tonfall schildert er die Erlebnisse der Monuments Men, hält sich an historische Fakten und bindet dabei persönliche Notizen, Briefe sowie Fotos ein. Auch findet er in meinen Augen das richtige, respektvolle Maß, das den Männern und Frauen gerecht wird, denn auch wenn diese kleine Truppe lange nicht alle Zerstörung verhindern konnte, so verdanken wir ihnen heute dennoch wichtige Kunstwerke und sollte anerkennen, das sie dafür ihr Leben riskiert haben.
Schon bald soll die Verfilmung dieses Buches in die Kinos kommen - mit einer wirklich hochkarätigen Besetzung (unter anderem George Clooney, Matt Damon und Cate Blanchett) - und ich muss sagen, dass mich das wirklich freut, denn ich finde, dass dieses Thema und vor allem die handelnden Personen in den Kriegsjahren diese Aufmerksamkeit absolut verdient haben!

Fazit: Ein großartiges, packendes Buch zu einem fast vergessenen Thema des II. Weltkrieges, das sich wirklich sehr gut lesen lässt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zu viel gewollt..., 14. November 2013
Ich habe mich für dieses Buch interessiert, weil im Nachbarort meines Wohnortes Dreharbeiten zum neuen George Clooney Film "Monuments Men" stattfanden, der auf diesem Buch basiert. Zudem behandelt das Buch ein Thema, über das ich mir bisher noch nie Gedanken gemacht hatte, denn mir war nicht bewusst, dass Kunstwerke während des zweiten Weltkrieges bedroht waren.

Im Buch selbst geht es eben um jene, die zur damaligen Zeit dafür zuständig waren, dass Kunstwerke nicht verloren gingen bzw. zerstört werden, ein wirklich spannendes Thema.

Leider ist die Umsetzung nur bedingt spannend, da der Autor für meine Begriffe einfach zu viel wollte.

Ich hatte ein spannendes Sachbuch erwartet, was ich aber nur teilweise bekommen habe, denn der Autor verliert sich ein ums andere Mal in romanhaften Schilderungen und schweift vom Wesentlichen ab, was mir nicht so gut gefiel.

Auch mir ist wie bereits von anderen Rezensenten erwähnt aufgefallen, dass es im Buch zahlreiche Übersetzungsfehler gibt, die nicht gerade dazu betragen Geschichte zu erleben und Neues zu entdecken, vielmehr lernt man etwas Falsches.

Die Grundidee war gut und man merkt dem Buch auch definitiv an, dass Robert Edsel viel Zeit zum Recherchieren aufgewendet hat, aber mir war der spannende Stoff einfach zu zäh erzählt. Das Buch hat viel zu viele Längen. Immer wieder fragte ich mich, ob ich das Buch wirklich zu Ende lesen will. Ich tat es und wurde leider nicht für mein Durchhaltevermögen belohnt.

Fazit: Aus meiner Sicht nur für Geschichtsinteressierte und Kunstliebhaber geeignet, weshalb ich das Buch nur bedingt weiterempfehlen kann!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Monuments Men, 3. März 2013
Das Buch handelt von einer Gruppe Soldaten, die während des 2. Weltkrieges den Auftrag haben möglichst alle Kunstwerke und Kunstgegenstände zu retten und zu bergen. Von den Monuments Men und solch einer Einheit habe ich vorher noch nie gehört und war daher sehr neugierig. Zudem war ich allerdings etwas skeptisch, da das Buch als Sachbuch deklariert ist, ob es sich denn flüssig liest und auch spannend ist.
Ich muss sagen, ich war positiv überrascht. Man braucht aufgrund der Dicke des Buches und des nicht leicht zu lesenden Inhaltes, zwar etwas länger, aber der Autor schreibt wirklich sehr gut. Die Personen und Erlebnisse eines einzelnen werden sehr anschaulich beschrieben und auch die einzelnen Städte und was drumherum passiert, werden sehr detailliert dargestellt,
Ich kann das Buch wirklich nur weiterempfehlen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die Übersetzung und deren Folgen, 21. April 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Leider beinhaltet das Buch in dieser Auflage so einige Fehler, was zum einen den Lesespaß und zum anderen das Ziel etwas historisch Wahres zu lernen sehr beeinträchtigt, denn letzteres gibt das Buch ja durchaus vor, wenn es die biografischen Details der Protagonisten so sehr in den Fokus der Erzählung stellt. So ist z. B. ein Vermeer nicht 250 Jahre älter als die Tafeln des Genter Altars und Buxheim in Bayern liegt nicht 550 km nördlich von Thüringen. Das ist entweder falsch geschrieben oder zumindest falsch übersetzt - wie ein Vorrezensent an einem anderen Beispiel schon schilderte - und es ist nicht abzuschätzen, wieviele andere Stellen im Text somit auch verfälscht sein mögen, wenn sie auch nicht so ins Auge stechen. Man ist für das gesamte Buch verunsichert, wenn man merkt, dass da etwas nicht stimmt.
Der dazu mögliche Einwand, dass es nicht Wissenschaft sein soll, die man liest, sondern einen aufklärenden, didaktischen oder gar unterhaltsamen Lesestoff für historisch Interessierte o. ä. verkörpere, kann diese Ungenauigkeiten m. E. nicht rechtfertigen. Das Buch als Sachbuch zu bezeichnen, halte ich somit auch für verfehlt. "Historischer Roman (als Hollywood-Vorlage) unter dramaturgischer Zuhilfenahme von historischen Dokumenten" wäre angesichts der vielen (abschweifenden)Zwischenerzählungen ohne Belege vielleicht angebrachter. Historische Ereignisse sind hier von erzählerischer Fiktion und Dramatisierung nicht zu trennen und das Buch kann so keine "historische Wahrheit" darbieten. Gefällt mir so nicht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für alle, die Geschichte lieben, 2. Juni 2013
Das ist das beste Buch, welches ich seit langer Zeit gelesen habe! Ich habe es an einem Tag gelesen, so gefesselt war ich.

Man merkt, daß der Autor Robert M. Edsel sehr viel Zeit in die Recherche gesteckt hat. Er hat ein Buch geschrieben, welches ein Sachbuch ist, aber so spannend wie ein Krimi. Es geht um eine amerikanische Spezialeinheit, welche sich im Zweiten Weltkrieg um die Bewahrung von Kunstschätzen kümmerte. Besonders gut gemacht ist die Vorstellung der Personen am Anfang. Man sieht ihre Fotos und erfährt viel über sie. So kann man sich die Charaktere vorstellen. Es gibt auch in dem Buch Fotos. Das macht einem bewußt, daß es sich um historische Wirklichkeit handelt. Der Autor schreibt sehr gelungene Dialoge und bezieht auch Briefe und Tagebuchnotizen mit ein. Ich finde diese Mischung einfach hervorragend!

Die "Monuments Men" schützten Kunstwerke (Bilder, Statuen, Bauwerke) und suchten Kunstschätze, welche die Nazis geraubt haben, um sie den eigentlichen Besitzern wiederzubringen. Dabei hatten es diese Menschen schwer. Sie mußten an der Front überleben. Aber andere Soldaten verstanden die wichtige Aufgabe oft nicht und machten ihnen die Arbeit schwer. Diese Menschen sind etwas Besonderes und dürfen nicht vergessen werden. Das ist ein Stück Geschichte, welches man kennen muß! Davon hatte ich noch nie gehört.

Wenn ich jünger und schlanker wäre, hätte ich mich als Komparse bei dem Film gemeldet. Er wird im Harz in meiner Nähe gedreht. Wirklich alle sollten dieses Buch lesen. Es ist wundervoll!
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Monuments Men: Die Jagd nach Hitlers Raubkunst - Es war der größte Kunstraub der Geschichte
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