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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schade,dass man nur 5 Sterne vergeben kann
Für mich ist Todesmarsch das allerbeste Buch von King!! Er bringt die Situation sehr glaubhaft rüber,und geht auf die einzelnen Personen ein,nicht wie andere Autoren,die nur von der Hauptperson reden! Er erklärt auch die Probleme,die Garraty(die Hauptperson)damit hat,dass er Freundschaften geschlossen hat! In Todesmarsch werden verschiedene Typen von...
Am 2. Februar 2000 veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen Frühes Werk von Bachmann (King)
Die Idee des Buches, dass 100 Männer losmarschieren und nur der überlebt, der am längsten durchhält, fand ich grundsätzlich sehr interessant. Deshalb, und weil mir bisher fast alle Romane von King/Bachmann gefallen haben, hab ich mir Todesmarsch gekauft. So überragend, wie es die meisten meiner Vorredner beschreiben, empfand ich...
Vor 4 Monaten von Schrotti veröffentlicht


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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schade,dass man nur 5 Sterne vergeben kann, 2. Februar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Todesmarsch (Taschenbuch)
Für mich ist Todesmarsch das allerbeste Buch von King!! Er bringt die Situation sehr glaubhaft rüber,und geht auf die einzelnen Personen ein,nicht wie andere Autoren,die nur von der Hauptperson reden! Er erklärt auch die Probleme,die Garraty(die Hauptperson)damit hat,dass er Freundschaften geschlossen hat! In Todesmarsch werden verschiedene Typen von Menschen vorgestellt,die einen,die lieberganz allein vor sich hingehen,die anderen,die den Kontakt brauchen! Ich war so begeistert von diesem Werk,dass ich es sogar während des Französisch-Unterrichts gelesen habe,was jetzt aber keine Aufforderung sein soll!! Todesmarsch ist ein echtes Muss für jeden,egal ob SK-Fan,oder nicht! Es war eines der Bücher,bei denen man am Ende traurig ist,weil es schon fertig ist! Nicht viele Bücher bringen mich so zum Nachdenken,wie dieses Meisterwerk von King!!!
KING IS THE KING!!!!!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Psychohorror, 15. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Todesmarsch (Taschenbuch)
Richard Bachmann ist Stephen King, und nach der Auflösung dieses Pseudonyms schnellten auch die Bachmann-Werke auf die ersten Plätze der Beststellerlisten.
Aber auch ohne den großen Namen hätte "Todesmarsch" diese Ehre verdient:
Die USA, irgendwann in der Zukunft: Die Gesellschaft ist in ein Zwei-Klassen-System geteilt, die Bevölkerung verarmt, das Militär hat die Regierung übernommen. Alljährlich inszeniert der "Major" den Reality-Schocker "Todesmarsch" - hundert junge Männern nehmen an einem tagelangen Marathon teil. Den Sieger erwartet ein Leben in Reichtum, sämtliche Verlierer der Tod. Wer zurückfällt wird erschossen, das Fernsehen sendet live.
Auch der junge Garraty nimmt an diesem Marsch teil. Als die ersten Schüsse fallen wird ihm und den anderen Jungs plötzlich klar - das ist kein Spiel, auf 99 von ihnen wartet der Tod ...
"Todesmarsch" ist eine furchterregende Utopie, die den Leser von Anfang an in ihren Bann zieht und in seiner Eindrücklickeit den Atem raubt. Hautnah erlebt man mit, wie aus den Kandidaten Verbündete und sogar Freunde werden, wie in dieser grausamen Realität Gefühle wie Sympathie, Hoffnung, Verzweiflung, Mitgefühl wachsen und sterben, wie das Unbegreifliche Wirklichkeit wird.
Diese frühe Werk Stephen Kings fesselt von der ersten Seite an trotz seiner monotonen und vorhersehbaren Handlung. Es sind die Charaktere, die das Buch zum Leben erwecken, und die bis zur letzten Seite mitfiebern lassen ...
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Todesmarsch, 4. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Todesmarsch (Taschenbuch)
Normalerweise bin ich alles andere als ein begeisterter Leser.
Trotzdem habe ich mir die Zeit genommen, und habe "Todesmarsch" von Stephen King gelesen, nachdem es mir von einem Freund empfohlen wurde.

Und von der ersten Seite an konnte ich das Buch schon nicht mehr weglegen, da mir die Handlung und der Schreibstil sehr gut gefiel.
Vor allem war ich neugierig, wie King es schaffen würde, ein ganzes Buch damit zu füllen, wie 100 junge Männer "nur" marschieren. Gleichzeitig schafft er es noch, Spannung aufzubauen. Und genau das zeichnet den Ausnahme-Schriftsteller aus. Man lernt nach und nach mehrere Charaktere, sowie die Geschichte von manch einem, sowie seine Gedanken kennen. Und so liest man vor sich hin, ohne zu merken, wie schnell die Zeit vergeht. Vor allem war ich auch noch sehr gespannt, wie das Buch wohl ausgehen wird - ich werde das Ende selbstverständlich nicht vorweg nehmen... ;)

Aber alles in allem kann ich das Buch wirklich nur empfehlen. Wenn es mir als "Nichtleser" gefallen hat, könnte es auch Gleichgesinnten so ergehen, und für alle Leseratten und Leuten, denen die Handlung gefällt: es lohnt sich!!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gesellschaftskritik à la King, 17. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Todesmarsch: Roman (Taschenbuch)
Als King-Jünger schon seit geraumer Zeit, habe ich mich angemaßt, seinen Stil verstanden zu haben und auch die Art, wie er seine Charaktere mit verblüffenden Ähnlichkeiten ausstattet: Sei es ein verunglückter Schriftsteller oder ein irrer Englischlehrer, was wohl in direktem Bezug zur Person Kings steht.
Doch hier dreht sich die Welt nicht um einzelne Individuen. Ja, sie spielt nichtmal in einer kleinen amerikanischen Vorstadt.
King teil die Welt ein: In Opfer und Mitschuldigen, deren Schuld sich angesichts ihrer "Masse" relativiert. Der Welt in diesem Buch geht es schlecht, sie braucht die Droge, die die Wirklichkeit, nämlich das Bewusstwerden dieser Schuld, abwendet. Und so verhält es sich hier: Die Menschen sind süchtig, absolut "sensationsgeil" und sie verschmelzen zu einer Einheit, einer "Masse", wie er es treffender nicht sagen könnte. Die Geschichte ist denkbar einfach: Ein tödliches Spiel, ein Weg, einer gewinnt. Doch mit wieviel Liebe zum Detail er seinen Charakteren, insbesondere der Gruppe um Ray Garraty, Leben einhaucht, zeugt von Kings enormen schriftstellerischen Fähigkeiten.
Die Mystik und vielleicht auch der Schrecken dieses Buchs ist darin begründet, dass King bestimmte Details andeutet, aber nicht gänzlich ausführt. So ist man ständig der Frage unterworfen: Wer oder besser was genau ist der Major, der aus dem Nichts aufzutauchen vermag, und genauso schnell wieder im Nebel verschwindet oder auch das Verhältnis des Majors zu Stebbins.
Die Geschichte weiß mitzureißen durch viele Spitzen, die geschickt eingestreut sind: Garratys erste Nacht, das erste mal wenn einer der Jungs erschoßen wird, und für mich das wirklich größte und auch sentimentalste Highlight:
Der Tod von Hank Olson. Man verfolgt den Niedergang des Charakters durch das halbe Buch in dem Wissen, dass er es nicht schaffen wird, und doch wundert man sich, dass King ihn so lange leiden lässt.

Fazit:
Das Buch zeigt die Maximalvariante einer sensationsgeilen Gesellschaft, die am Abgrund steht und selbst ihre eigenen Kinder zur Unterhaltung opfert. Ich sehe viele Parallelen zu einigen heutigen TV-Shows, die selbstverständlich nicht in der Härte auftreten, wie es in dem Buch aufgezeigt wird. Aber für mich ist das Motiv dasselbe: Die Distanz, das "Sich-in-Sicherheit-wissen", der Luxus, denken zu können, dass es denen im TV oder eben auf dem Marsch schlechter geht als einem selbst, ist für manchen Unterhaltung.
Ein sehr unkonventionelles King-Buch, das für mich deutlich heraussticht, da es nicht, wie so oft, die Abgründe der menschlichen Psyche nur eines einzelnen Individuums skizziert, sondern gleich die ganze Gesellschaft an den Abgrund stellt.
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52 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr bedrückend und fast schon so irre, dass es bestimmt möglich ist, 6. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Todesmarsch (Taschenbuch)
Noch nie habe ich über ein Buch geschrieben aber dieses Buch hat mich gefesselt. Eine Gruppe junger Männer die das Leben noch vor sich haben, lassen sich auf ein selbstmörderischen Lauf ein der für 99 % der Tod bedeutet. Man erfährt von den Teilnehmer viele persönliche Dinge, Ihre Träume, Wünsche, Ideale, Ihre Zuversicht und Ihre Angst. Freundschaften bauen sich unter dieser Situation auf obwohl jeder gewinnen will und das nur durch den Tod des anderen Mitläufer möglich ist. Hier geht es nicht um Horror, der einen beim lesen überfällt. Hier geht es im viel mehr. Um eine kaputte Gesellschaft die sich selbst verloren hat. Schaulustige die am Strassenrand stehen die Läufern ansporen aber eigendlich hoffen, dass genau vor Ihnen ein Teilnehmer entfernt(erschossen) wird. Teilnehmer die bis zur völligen körperlichen und seelischen Erschöpfung anfänglich um den Preis und später um ihr nachtes Leben kämpfen.

Ich habe dieses Buch in 2 Tagen gelesen und musste oft eine Zwangspause einlegen. Es entwickelte sich Trauer in mir, Wut auf die Gesellschaft die so etwas zulässt. Ohnmacht für meine Handlungsunfähigkeit um den einzelnen Läufer zu helfen. Und ehrlich, die Tränen waren oft ein Begleiter.

Das Verrückte ist, dass so etwas auf der einen Seite so absurt klingt, dass es bestimmt auch möglich ist. Warum nicht mal statts Wetsaufen ein Lauf auf Leben und Tod und irgendwie schaut die Gesellschaft zu.

Vielleicht ist die Story überzeichnet aber doch eigendlich ein Spiegel der heutigen Welt.

Für mich eines der besten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach nur klasse!!!!, 24. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Todesmarsch (Taschenbuch)
Ich kann dieses Buch wirklich nur jedem ans Herz legen. Habe es heute abgeschlossen und habe es wirklich verschlungen. Die Story ist ja schon hinreichend bekannt. Aber ich muss sagen, mir sind während des Lesens einfach die Personen ans Herz gewachsen und man wollte einfach nicht, dass einer von ihnen ausscheidet. Man geht den Weg mit ihnen zusammen, um es einfach auszudrücken. Und das macht für mich ein gutes Buch aus. Man fühlt mit den Hauptfiguren. Man wird einfach ein Teil des Ganzen.

Viele der Jungs sind vom Wesen total verschieden, wie das auch übertragen auch die Realität der Fall ist. Sie spiegeln das Zusammenleben der Menschen wieder und auch, dass man nicht mit jedem gut Freund sein kann. Doch letztendlich lernen alle im Laufe der Geschichte die gleiche Lektion.

Der einzige kleine Schönheitsfehler den ich finden konnte ist aber typisch für Stephen King. Das Ende fand ich doch sehr plötzlich und so muss sich jeder wieder sein eigenes Ende denken.

Aber unterm Strich werde ich dieses Buch gerne wieder zur Hand nehmen und kann nur jedem raten, einen Blick zu riskieren. Es lohnt sich wirklich!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es gibt keinen zweiten Platz!, 26. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Todesmarsch (Taschenbuch)
Habe dieses Buch ziemlich zügig durchgelesen und war fasziniert. Eine Utopie des Grauens, was garnicht mehr so weit hergeholt ist. Ich denke da nur an Dschungel Camp, Ulimate Fighting Sport usw.

Der gesamte Roman beschäftigt sich mit dem Marsch, den Gedanken und Gefühlen, die Veränderung der Wahrnehmung. Was Anfangs einem olympiatischen Geist gleicht kommt, verändert sich Schritt für Schritt in einen Kampf ums überleben. Erst nach einer Weile beginnen viele der 100 Läufer festzustellen, was es bedeutet 2ter zu werden. Man wird sterben, genau wie der 90te. Nur der Gewinner wird überleben. In dieser morbiden Situation schließt man trotzdem Freundschaft, man hilft sich und fragt sich, was man überhaupt in dieser Hölle zu suchen hat.

Das Ende war für mich ein wenig .. komisch. Plötzlich war das Buch zu Ende, wie der Marsch. Und SK lässt einen in seinen Gedanken alleine.

Lesenswert
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beim Lesen tun die Füße weh, 8. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Todesmarsch: Roman (Taschenbuch)
"Ich möchte jeden Amerikaner ermuntern, so oft wie möglich zu wandern. Es ist nicht nur gesund, es bringt auch Spaß", so der amerikanische Präsident John F. Kennedy im Jahre 1962. Ein deutscher Präsident, Karl Carstens, griff es auf und machte einen Kult in unserem Lande daraus. Ein amerikanischer Schriftsteller, Richard Bachmann, griff es auf und schaffte seine eigenwillige Interpretation.

Drei Teile, bei achtzehn Kapiteln. "Das Wandern ist des Müllers Lust." Doch dieses Wandern ist mehr als Lust und Müller. "Wozu ist die Straße da? Zum Marschieren in die weite Welt." Dieses Wandern ist ein Marsch, ein "Todesmarsch".

Wir befinden uns in einer näheren Zukunft. Doch "Der Start", so auch die Überschrift zum ersten Kapitel, ist aufgezeichnet im Jahre 1987. So dass sich die nahe Zukunft bereits in der Vergangenheit befinden kann. Die USA beherrscht von einer autoritären Militärdiktatur. Der Führer des wirtschaftlich daniederliegenden Landes ist ein "Major" genannter Diktator. Zu den dunklen Marotten terroristischer Strukturen gehören Events wie der alljährlich stattfindenden "Todesmarsch", bei dem hundert junge Männer gegeneinander antreten. Gewandert wird von Van Buren in Maine (dem Stephen-King-Land), nahe der Grenze zu Kanada, bis nach Boston. Die Regeln: skurril. Die Strecke ist eine anspruchsvolle Tour. Jeder wandert drauf los, darf allerdings eine Mindestgeschwindigkeit von vier Meilen pro Stunde (das sind 6,4 km/h) nicht unterschreiten. Nach drei Warnungen erfolgt der Todesschuss. Dem Sieger, was darauf hinaus läuft, dass es sich um den einzigen Überlebenden handelt, winkt unendlicher Reichtum. - Soweit die amerikanische Militärherrschaft anno irgendwann.

Unser Junge heißt Ray Garraty. Mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen. Angemeldet und kein Zurück. Auf die Plätze! Fertig! Los! "Sie kamen (...) an einen Anstieg und sparten die Luft zum Gehen. Auf halber Höhe zog Garraty seine Jacke aus und warf sie über die Schulter. Ein paar Minuten später fanden sie einen Pullover auf der Straße. Den wird jemand heute Nacht schwer vermissen, dachte Garraty. Vorn kamen ein paar Läufer aus der Vorhut in Sicht, die an Boden verloren hatten. / Garraty konzentrierte sich auf seine Füße. Hochheben, auf die Straße setzen, hochheben ... Er fühlte sich immer noch wohl. Er fühlte sich stark."

Das erste Opfer folgt in konsequenter Logik schon im zweiten Kapitel. Ein Wadenkrampf und drei Verwarnungen. Ein aus der Tyrannei legitimierte Vollstreckung, ein aus futuristischen Spielregeln der Unterhaltungsindustrie vollzogene Strafe: ein Mord doch allemal. Die Wanderschaft geht weiter. Es folgen weitere Schüsse. Etappe für Etappe, Kapitel um Kapitel.

Hundert Mann und ein Befehl. Boys im Alter von vierzehn bis siebzehn. "Auf der Straße", so der Titel des mittleren und hauptsächlichsten der drei Kapitel, bilden sich psychologische und logische Abfolgen: die Spaltung von guten und bösen Teilnehmern. Die Gruppe der Guten, zu denen unser Protagonist gehört, auf der einen Seite; andererseits der Hauptböse, Stebbins mit Namen.

Grübeln und Zweifel. "Bald erreichen sie die Innenstadt von Caribou. Sie waren jetzt vierundzwanzig Meilen von ihrem Ausgangspunkt entfernt", der insgesamt knapp mehr als vierhundert Meilen langen Strecke.

Nach der Psychologie kommt die Philosophie. Spätpubertäre Philosophie. "'Niemand liebt einen Toten.' / 'Doch, Edgar Allan Poe hat das getan', berichtete Baker eifrig. 'Ich habe in der Schule einmal ein Referat über ihn gehalten. Es heißt ne-, nekro-' / 'Nekrophil', half Garraty ihm aus. / 'Ja, genau. Er soll nekrophil gewesen sein.' / 'Was ist denn das?' wollte Pearson wissen. / Es bedeutet, dass man den Drang hat, mit einer toten Frau zu schlafen', erklärte Baker. 'Oder mit einem toten Mann, wenn du eine Frau bist.' / 'Oder wenn Du schwul bist ..."

Eines von vielen Themen. Und das Rennen geht weiter. Es wird mehr als nur gewandert. Was wie Feld-, Wald- und Wiesenromantik mit sportlicher Ambition klingt. Es wird - doch ohne Marschmusik - marschiert. Was militärisch klingt. Es wird gemessen und gerechnet. Ein exponierter Marathon. Raymond Garraty läuft und läuft. Richard Bachmann schreibt und schreibt, Bachmann ist der King.

Nach der Psychologie kommt die Parapsychologie. Ist es Wahrheit, ist es Traum? Erste den Anstrengungen geschuldete Anzeichen drohenden Irrsinns. Gedanken, Gespräche, Selbstgespräche. Die zurückgelegte Strecke wird lang und länger. Das Feld der Teilnehmen klein und kleiner. "Er blickte nicht zurück. Keiner der Gruppe drehte sich nach ihnen um." Irgendwer knurrte. "Die anderen schwiegen."

Wir lesen uns vorwärts. Meile um Meile. Wir sind mittendrin, im Todesmarsch der Gefühle. Unsere Gruppe läuft und läuft. Seite um Seite. Unsere Hauptperson ist noch im Rennen. Das Ziel rückt in greifbare Nähe. Doch die Jagd geht weiter ...

Richard Bachmann ist Stephen King. Vier Bücher, ein Pseudonym. Ein Dschungel-Camp mit Todesfolgen. Eine geschriebene Reality-Show. Alpträume aus "1984", transferiert, geändert und ausgeschmückt im Jahre 1987. "Big Brother is watching you". Und heute? Was wir noch nicht haben kommt ...
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Füe Alle die King-Fans sind, oder werden wollen. (Nach dem Buch MÜSSEN!), 21. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Todesmarsch (Taschenbuch)
Anfang dachte ich, dass ich in einer gnadenlosen, und vor allem phantasielosen Welt gelandet sei, die nichts anderes aös Gewalt und Intriegen beinhalten würde - doch weit gefehlt.
Als ich ein paar Seiten mehr gelesen hatte, stand ich schon in Kings Bann.

Vom Hörensagen, war der Inhalt wirklich unter brutal anzusiedeln, aber letztenendes hat mich doch erschreckt, wie genau man diese 'warunung' nehmen konnte.

100 Jugendliche, von einem Militärstaat angetrieben, die sich aus den verschiedesten Gründen zu einem Marsch begeben, der schlicht nur zur Belustigung der abgestumpften Bevölkerung dienen soll.(Freundliche Hinweise al'a Stephen King inbegriffen)
99, die diesen Marsch nicht überleben werden, darunter auch jemand, dem man es nicht zugetraut hätte.
1 der überlebt und sich dann alles wünschen kann.

Mal eherlich. Wer würde sich am Ende dieser Strapazen nicht schlicht ein Bett oder gleich die ewige Totenruhe wünschen ...

Macht Alles in Allem 100 Opfer.

Für Neulinge mag dieses Werk anfang erschreckend anmuten, aber so schnell wie man in die Handlung findet, härtet man schneller ab, als einen lieb ist.
Der Schreibstil ist angemessen, leicht verständlich und geht so geschickt in die Alltagssorgen und Nöte der einzelnen PErsonen ein, dass keine Langeweile aufkommen kann.
Der Handlungsverlauf ist nachvollziehbar und eingehend, so dass man trotz manchmal endlosscheinender Dialoge dennoch nicht aufhören will. Fast ein jeder hat dort irgendwas zu sagen.
Die Ausfallquote ist nicht übertrieben, aber verläuft sich im Laufe des Storyverlaufes immer mehr ins Unwesentliche.

Fazit:
Für Einteiger und Weiterleser beidenfalls bestens geeignet. Eines der besten Kingbücher, wenn man von dem offenen (weiterzuträumenden Ende) einmal absehen will.
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen BACHMANN IS (the) KING!!, 4. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Todesmarsch (Taschenbuch)
Für mich ist der "Todesmarsch" eine Geschichte, die auch nach dem zehnten - oder eher zwanzigsten Mal, daß ich sie gelesen habe, nichts von ihrer Wucht und ihrer Anziehungskraft verloren hat!
Mit einfachen Worten und ohne viele Schnörkel eine Story zu erzählen, die einen packt und fesselt und einen nicht mehr loslässt... Mit soviel Intensität... Das ist schon bemerkenswert. Zumal es sich um eine Erzählung eines noch recht jungen Autors am Anfang seiner Karriere handelt.

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Die Jungen laufen über mehrere hundert Meilen weit, lernen sich dabei gegenseitig (und auch sich selbst!) kennen... Erkennen dabei Abgründe in anderen - ebenso wie in sich selbst. Sehen andere einen raschen - und oft auch langsamen, qualvollen Tod sterben. Sehen und erleben, wie wenig sie den Millionen begeisterten Zuschauern eigentlich bedeuten, die doch bloß sensationsgeil sind und eine interessante Unterhaltung darin sehen.

+ Der Sinn und der Hintergrund des Todesmarsches?
Es ist mir ein Rätsel, weshalb sich dieser so manchen Lesern hier die eine schlechte Rezension verfassen nicht erschließt.
Die Gesellschaft in der diese Menschen leben ist eine Millitärdiktatur. "Der Major" als alleiniger Machthaber setzt mittels Gewalt und Unterdrückung seine Ziele und seinen Willen durch.
Längst hat er alle wichtigen staatlichen Organe in seiner Hand.

(Um dies zu kapieren bedarf es keiner ellenangen und ausgeschmückten Erklärungen.)

Den Leuten geht es schlecht. Die meisten von ihnen leben in Armut und haben keine rosigen Zukunftsaussichten. Es besteht mit Sicherheit eine strikte Kontrolle des alltäglichen Lebens, und man kann froh sein, wenn man gerade mal so über die Runden kommt.
Ähnlich wie in "Running Man" bleibt dem Normalbürger einzig und allein der Gehorsam und das Erdulden der Diktatur.

Und was gibt man Menschen, die in einer solchen Gesellschaft leben? Damit sie friedlich bleiben?
Man gibt ihnen Brot und Spiele.
Ebenso wie im alten Rom, versteht es auch hier der Machthaber, sein Volk mit blutigen Sensationen zu unterhalten. Wenn es einem selbst mies geht, baut es einen - ab einem gewissen Grad der Abstumpfung und Entmenschlichung - eben auf, wenn es man sieht, daß es anderen noch schlechter geht.
Warum wohl kamen im Mittelalter so viele Menschen zu öffentlichen Hinrichtungen??
Weil es die einzige Unterhaltung war, die es gab.

Das ist der Grund für den Todesmarsch.
Und nebenbei auch noch die Tatsache, daß man sich mit eben diesem Marsch auch einen Schlag gleich 100 Jungen vom Hals schaffen kann, die über genügend Courage, Stolz, Mut und auch Verzweiflung verfügen, um daran teilzunehmen. Jungen, die unbequem werden könnten, wenn sie irgendwann zu Männern werden.

Ich habe wie erwähnt diese Geschichte über einen langen Zeitraum immer wieder gelesen - und mich selbst oft in meinen Ängsten, Wünschen, Hoffnungen, Gefühlen in den Charakteren wiedergefunden....
Ich kann kaum beschreiben, was sie mir bedeutet.
Menschen, die so sehr auf ihr Innerstes und wahres Selbst reduziert werden.. Ohne die rosarote Brille, durch die die meisten ihre Umwelt wahrnehmen.. Aller Illusionen beraubt, und allein auf das eigene Überleben fixiert.

Schon der Gedanke daran, daß man zwangsläufig Freundschaften schließen wird unterwegs - und daß man diese BRAUCHT um durchzuhalten, um nicht völlig allein zu sein... Und doch zu wissen, daß es gut ist, wenn der andere stirbt...
Das ist einfach ohne Worte....
Da versagt meine Kunst, auszudrücken, was ich dabei empfinde.
Wie Stephen selbst einmal sagte: "Worte machen die Dinge kleiner."

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!!! ACHTUNG SPOILER !!!
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Für mich sieht es so aus, daß Ray Garraty am Ende seines Marsches in den sicheren Wahnsinn geht.
Ob er noch weiter lebt oder kurz darauf stirbt, überlässt King wohl der Phantasie des Lesers.
Aber er lässt keinen Zweifel daran, daß auch ein "körperliches Überleben" von Garraty ihm nicht mehr das einbringen wird, was dem Sieger versprochen ist.
Dazu hat sein Verstand und alles was sein Dasein und seine geistige Gesundheit - seine Seele - ausmacht, viel zuviel Schaden genommen, durch das was er erlebt hat.

Auch wenn er überlebt, wird er für sich - in seiner inneren Welt, in die er sich zurückgezogen hat - für immer auf der Straße sein... Und für immer weitergehen...
All seiner Illusionen und Freunde beraubt, ist er weit jenseits dessen, was ein Mensch ertragen kann, ohne völlig den Verstand zu verlieren.

Er ist ein Verdammter. Ein verlorener Junge.
Zu gewinnen gibt es bei diesem Marsch nur eines: Den Tod.

Alle Bachmann-Romane haben dieses Credo.
Es gibt kein Happy End. Es gibt nur Wahnsinn, Verzweiflung und Tod.

Was mich unter anderem so sehr an der Geschichte fasziniert, ist die Tatsache, daß man schon von Anfang an weiß, wer der letzte Überlebende sein wird.
Es kann bloß Garraty - der Erzähler der Story - sein.
Und doch liest man atemlos und gepackt weiter. Gefesselt von der Dramatik des Geschehens.
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Todesmarsch: Roman
Todesmarsch: Roman von Stephen King (Taschenbuch - 9. September 2013)
EUR 8,99
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