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5.0 von 5 Sternen Da ist selbst die Hölle noch der reinste Erholungsort
Wer bereits ein Buch von Roger Smith gelesen hat, kennt seinen brutalen und unbarmherzigen Schreibstil. Auch in Staubige Hölle" erwartet den Leser wieder die ungeschönte Konfrontation mit dem Leben und Sterben in Südafrika. Keine Gerechtigkeit, kein Erbarmen und keine Aussicht auf ein friedvolles Leben. In Smith' Thriller würde selbst ein Gang durch...
Veröffentlicht am 22. Mai 2011 von goat

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Titel sagt alles
Roger Smith schreibt fast genauso wie der aktuelle Don Winslow. Durchweg kurze Kapitel, kurze Sätze, alles oftmals fast wie ein Drehbuch geschrieben. Es gibt viel Gewalt, viele Tote und schonungslose Brutalität. Die Story handelt über weite Strecken in den Slums von Südafrika, abseits der Touristenpfade. Ungeschminkt schildert Smith die dortigen...
Vor 19 Monaten von lutz ha. veröffentlicht


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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Da ist selbst die Hölle noch der reinste Erholungsort, 22. Mai 2011
Von 
goat (Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Staubige Hölle: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Wer bereits ein Buch von Roger Smith gelesen hat, kennt seinen brutalen und unbarmherzigen Schreibstil. Auch in Staubige Hölle" erwartet den Leser wieder die ungeschönte Konfrontation mit dem Leben und Sterben in Südafrika. Keine Gerechtigkeit, kein Erbarmen und keine Aussicht auf ein friedvolles Leben. In Smith' Thriller würde selbst ein Gang durch die Hölle zu einem erholsamen Spaziergang werden. Bereits das Cover mit der Waffe und der daneben liegenden Munition ist schon richtungweisend.

Zulu-Häuptling Inja Mazibuko, auch genannt der Hund, ist Agent der Special Investigation Unit, Auftragskiller und Handlanger des Ministers. Als dieser befürchten muss, dass der angesehene weiße Geschäftsmann Ben Baker ihn mit einer belastenden Aussage vor den Kadi bringen will, bleibt dem korrupten Justizminister nur eine Wahl: Ben Baker muss beseitigt werden. Der skrupellose Inja erledigt diesen Auftrag schnell und ohne mit der Wimper zu zucken. Diesmal ist ihm jedoch ein kleiner Fehler unterlaufen. Bei der Ausführung seines Auftrages beobachtet ihn die Geliebte Ben Bakers - Rosie Dell - verheiratet mit Robert Dell einem Weißen und Mutter zwei kleiner Kinder. Und noch bevor Inja die Zeugin beseitigen kann, gelingt es ihr zu fliehen.

Als Robert Dell ein paar Tage später, an seinem 40. Geburtstag, mit seiner Familie im Auto auf dem Weg nach Hause ist, wird der Volvo plötzlich von einem Pick-Up gerammt. Er durchbricht die Leitplanke und überschlägt sich ein paar Mal bevor er weit unten an den zerklüfteten Felsen zerschellt. Der Zulu-Häuptling hat auch seine letzte Zeugin beseitigt, samt ihrer Kinder. Was er nicht weiß: Robert war nicht angeschnallt und wurde von der Wucht des Aufpralls aus dem Wagen geschleudert, bevor dieser die Leitplanke durchbrach.

Szenenwechsel: Inja Mazibuko bereitet sich auf seine Hochzeit mit der sechzehnjährigen Sunday vor. Vor Jahren ermordete Inja ihre Eltern und nun hat er sie ihrer Tante abgekauft. Bei den Zulus heißt es, dass durch die Vereinigung mit einer Jungfrau, die Krankheit AIDS, an der Inja erkrankt ist, geheilt werden kann. Inja, der bereits ein Kleinkind entführt, vergewaltigt und getötet hat, hofft, durch eine zeremonielle Trauung, seinem Schicksal zu entkommen. Und ihm bleibt nicht mehr viel Zeit ...

Roger Smith, geboren in Johannisburg, lebt und arbeitet in Kapstadt. In seinen Romanen zeigt er den Lesern ein anderes Bild Südafrikas. Ein Bild, welches sich so stark in das Gedächtnis einbrennt, dass man nicht mehr an Urlaub denken mag. Wie bereits in Kap der Finsternis", ist Roger Smith` Darstellung von Gewalt, Hass und Korruption erschreckend brutal und nur sehr schlecht zu verdauen. Da ich seinen ersten Roman ja schon gelesen habe, war ich schon vorbereitet und wusste, was mich in etwa erwartet.

Trotzdem nahm mir diese Hoffnungslosigkeit, die von der Geschichte ausgeht, regelrecht den Atem. Dabei geht es nicht einmal um den Hass zwischen Schwarzen und Weißen, sondern um den Hass allgemein, auf alles und jeden - und die Kaltblütigkeit, mit der Leute regelrecht hingerichtet und abgeschlachtet werden. Der Autor schockiert und fesselt zugleich. Trotz der ganzen Gewaltszenen konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen, weil Roger Smith seine Figuren so bildhaft beschreibt, dass man diesen Weg mit ihnen einfach bis zum Schluss gehen muss, ohne Rücksicht auf Verluste.

Dieser Thriller wird mich mit Sicherheit wieder mehrere Tage beschäftigen. Ich möchte Menschen, die Gewaltszenen schlecht verarbeiten können auch von diesem Buch wieder abraten. Es ist nun wirklich keine leichte Kost. Von mir gibt es auch diesmal wieder die volle Punktzahl.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen ... kann man so weglesen., 14. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Staubige Hölle: Thriller (Taschenbuch)
Der Erzählstil ist komplett unspannend. Aber schonungslos. Wers mag ...

Der Autor rattert eine echt gute Geschichte runter, ohne überhaut den Versuch eines Spannungsbogens aufzubauen. Ich selber ziehe da den echt spannenden Deon Meyer vor (13 Stunden!!! - beispielsweise). Das ist voll mein Geschmack. Zudem denke ich beim Lesen gerne mit. Das brauchte ich in Staubige Hölle leider gar nicht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Titel sagt alles, 26. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Staubige Hölle: Thriller (Taschenbuch)
Roger Smith schreibt fast genauso wie der aktuelle Don Winslow. Durchweg kurze Kapitel, kurze Sätze, alles oftmals fast wie ein Drehbuch geschrieben. Es gibt viel Gewalt, viele Tote und schonungslose Brutalität. Die Story handelt über weite Strecken in den Slums von Südafrika, abseits der Touristenpfade. Ungeschminkt schildert Smith die dortigen erbärmlichen Zustände, den Dreck, den Gestank, die barbarischen Bräuche, die dumpfe Borniertheit vieler Slumbewohner und deren "Häuptlinge". Von einer alles umfassenden Korruption in allen staatlichen Belangen ganz zu schweigen. Ich gebe zu, derartig extrem hätte ich mir die unglaublichen Gegebenheiten dort nicht vorgestellt. Und Smith beschreibt die Zustände so, wie sie offensichtlich der Realität entsprechen, ohne mit dem erhobenen Finger auf irgendjemanden oder irgendetwas zu zeigen, dem man pauschal allein die Schuld dafür geben könnte. Es stellt sich selbst für Schwarze scheinbar die Frage, ob es eigentlich nach dem Ende der Apartheid so viel besser in dem Land geworden ist. Zumindest geht es den schwarzen Slumbewohnern offensichtlich kaum besser. Zum Glück ist Smith selbst Südafrikaner und man sollte deshalb davon ausgehen, dass er weiss, wovon er so unverblümt schreibt. Würde es beispielsweise ein deutscher Autor wagen, derartige Zustände so krass zu beschreiben, würde er hierzulande ohne Zweifel medial zerrissen und als Rassist gebrandmarkt werden.
Aus eingangs genannten Gründen liest sich das Buch sehr schnell, jedoch kommen die Geschehnisse ziemlich kalt, emotionslos und distanziert herüber. Man wird auch mit keinem der Protagonisten so richtig warm (was allerdings nicht unbedingt Voraussetzung für ein tolles Buch sein muss). Ich kann zumindest teilweise die 4-Sterne-Bewertungen durchaus verstehen, aber mich hat das Buch insgesamt einfach nicht wirklich "gepackt". Deshalb bleiben für mich gute 3 Sterne.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mehr als nur staubig, 21. Mai 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Staubige Hölle: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Bereits auf der zweiten Seite erlebt der Leser den ersten Mord in diesem Roman, wird rasant in das Geschehen geworfen. Es werden noch weitere Morde folgen, und das ist man von Roger Smith auch nicht anders gewohnt. Robert Dell wird jäh aus seinem Leben gerissen, als er mit seiner Familie im Auto unterwegs ist und sie von der Straße gedrängt werden. Er überlebt, doch seine Frau und Kinder überleben nicht. Er gerät in einen Sumpf aus Macht, Korruption und Brutalität, wo ihm nur sein vorzeitig aus der Haft entlassener Vater zur Seite steht. Sein Vater, der früher als eine Art Söldner für die Regierung unterwegs war, und mit dem er eigentlich gar nichts mehr zu tun haben wollte.
Natürlich taucht auch jemand von der anderen Seite auf, der den kaltblütigen Mörder von Dells Familie von früher kennt. Alle werden in die staubige Gegend des Zululandes geführt, wo einige der Protagonisten ihre Kindheit verbrachten. Dort regiert Aids, Aberglaube, Gewalt und Korruption, ein Spiegelbild des ganzen Landes. Ein Menschenleben scheint nichts wert zu sein, und ganz schnell wird ein Mensch beseitigt, der im Wege steht.
Wieder entwirft der Autor ein düsteres und kaltes Bild von Südafrika und als Leser ist man zwar gleich voll drin im Geschehen. Doch ein wenig bleibt man lediglich Begleiter des brutalen Gesche-hens, und vielleicht ist das auch besser so. Ein wenig Menschlichkeit entsteht zwischen Robert und seinem Vater, etwas wie Respekt zwischen Dell und einem wohlhabenden Zulu aus Johannisburg.
Ein spannendes, heftiges Buch, das zeigt, es ist zwar anders in dem Land geworden, aber auch bes-ser? Der Schreibstil ist kurz und packend. Wer als Leser kaltblütige Thriller mag, ist hier genau richtig.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Knallhart, Erbarmungslos und ungeschönt, 19. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Staubige Hölle: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Der Stil des Autoren erinnert ein klein wenig an den von Don Winslow - das ist als Kompliment zu verstehen.

Kurze, präzise Sätze, beide Autoren verzichten auf ausschweifende und verschachtelte Erklärungen. Die Handlung zieht einen sofort in seinen Bann. Geschickt verknüpft der Autor das Leben von vier Personen und er hält den Spannungsborgen aufrecht bis zum erbarmungslosen und irgendwie logischen Finale.

Robert Dell, arbeitsloser Journalist, verliert bei einem Autounfall seine Frau und seine beiden Kinder, gerät unter Mordverdacht, wird verhaftet und von seinem Vater, den er seit zehn Jahren nicht mehr gesehen hat, befreit. Von ihm erfährt er, dass es kein Unfall war, sondern ein Anschlag auf das Leben seiner Frau. Sein Vater kann ihm sogar sagen, wer dafür verantwortlich ist. Beide begeben sich auf einen Rachefeldzug.

Sunday, eine sechzehnjährige Zulu, soll einen korrupten und brutalen Polizisten heiraten, was sie natürlich nicht will.

Inja, eben dieser korrupte Polizist, ein Mörder, nein, ein Schlächter, der über dem Gesetz steht, weil er einer der Schergen des amtierenden Justizministers ist, zieht eine blutige Spur der Verwüstung hinter sich her, der auch die Familie von Robert Dell zum Opfer fiel.

Disaster Zondi, dessen Motive zunächst verborgen bleiben, der aber im Laufe des Buches eine tragende Rolle spielt.

Das alles in der Kulisse der Slums Südafrikas.

Hart und Erbarmungslos.

Eine absolute Empfehlung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Brutal..., 8. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Staubige Hölle: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Robert Dell wird des Mordes an seiner Frau und seinen beiden Kindern verdächtigt. Es beginnt eine Hetzjagd durch Afrika, die besonders dessen Abgründe aufzeigt.
Dieses Buch verspricht Spannung pur - und man wird nicht enttäuscht. Der Leser wird von der ersten Seite an gefesselt. Das Buch ist flüssig geschrieben. Es wird viel Umgangssprache verwendet, was sehr gut zu der Szenerie des Buches passt.
Mir persönlich hat der Thriller ganz gut gefallen. Die Tatsache, dass es in Afrika spielt, fand ich sehr interessant. Was mir nicht so gut gefallen hat, war der raue Umgangston und die sehr genauen Beschreibungen der Toten. Das ist nichts für schwache Nerven. Mir war das einfach ein bisschen zu genau beschrieben. Für alle Krimi- und Thriller- Fans ist es aber ein absolut lesenswertes Buch.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brutal realistisch, 17. Juli 2011
Von 
Gospelsinger (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Staubige Hölle: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Südafrika ist das Paradies. Landschaftlich.
Südafrika ist die Hölle. Politisch.
Das erfährt Robert Dell am eigenen Leib, als sein Fahrzeug von der Straße abgedrängt wird. Er wird aus dem Wagen geschleudert, aber seine Frau und seine beiden kleinen Kinder verbrennen im Auto. Seine Frau Rosie hatte sich mit den falschen Leuten eingelassen. Und diese sorgen jetzt dafür, dass Dell als Mörder gejagt wird.
Als Retter in der Not taucht plötzlich sein Vater auf, ein Killer, der damals Nelson Mandela verhaftet hat. Robert Dell hatte den Kontakt abgebrochen, aber jetzt kann er die Hilfe gut gebrauchen. Denn sein Feind ist der einflussreiche Warlord Inja Mazibuko.
Auch Disaster Zondi ist hinter Inja Mazibuko her, zunächst aus politischen Gründen. Aber als er erfährt, dass seine Tochter die vierte Braut des Warlords werden soll, wird auch sein Feldzug persönlich.
Das Mädchen Sunday, deren Familie ebenfalls von Mazibuko ausgelöscht wurde, versucht, ihrem Schicksal, diesen Schlächter heiraten zu müssen, zu entkommen.
Dieses Buch sollte mit einer Anleitung für Atemübungen ausgeliefert werden, denn beim Lesen blieb mir immer wieder die Luft weg. Es ist brutal. Es ist extrem gewalttätig. Und, das ist das Schlimmste, es ist verdammt realistisch. Leider auch das Ende.
Die Armut, die hohe AIDS-Rate, der Irrglauben, AIDS durch die Vereinigung mit einer Jungfrau heilen zu können, die Macht lokaler Warlords, traditionelle Riten und Gewohnheiten, die Korruption, die Machtlosigkeit der Polizei und vor allem die miese Situation der Frauen werden mit sehr viel Sachkenntnis beschrieben.
Ein verdammt gut geschriebener Thriller, dessen Gewaltschilderungen schwer zu ertragen sind und der durch seinen Realismus unter die Haut geht.
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5.0 von 5 Sternen Blutiger Roadtrip durch Südafrika, 20. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Staubige Hölle: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Kurze, knapp, Sätze in kantiger Form, nicht nur der äußere Stil, in dem Roger Smith seine desillusionierenden Geschichten erzählt ist das Markenzeichen seiner Bücher, sondern diesem äußeren Stil korrespondiert ebenso seine innere Ausformung der Geschichte.

Da, wo Smith ein (fast) Familienidyll in einem fahrenden Auto beschreibt (nur getrübt durch das Wissen des Lesers, dass die am Steuer sitzende Ehefrau nicht nur ihrem Mann auf dem Beifahrersitz zugewendet ist im Leben, sondern quasi noch bettwarm von einem anderen Mann kommt), wo er in wenigen Zeilen die beiden Kindern auf dem Rücksitz und den Ehemann Robert Dell sympathisch zu skizzieren versteht und einige Zeilen später dieser Ehemann, durch die Windschutzscheibe des Wagens herauskatapultiert, nur mehr ohnmächtig mit ansehen kann, wie der Wagen mit seiner Familie im tiefen Abgrund zerschellt. Da wird deutlich, dass Roger Smith keine Rücksicht zu nehmen gedenkt, weder auf seine Protagonisten, noch auf seine Leser.

Die Ehefrau Dells hatte eine intensive Affäre mit Ben Baker, einem der reichsten Männer Südafrikas und erlebt dessen Ermordung mit. Die Täter verfolgen Rosie Dell, drängen den Wagen der Familie von der Strasse ab und werden auch weiterhin nicht locker lassen, nachdem sie erfahren haben, dass Robert Dell den Unfall überlebt habt. Nicht irgendwelche Einbrecher stecken hinter dem Mord und dem Anschlag auf die Familie, der Haupttäter besitzt einen Polizeiausweis. Ein erster Hinweis darauf, dass die Hintergründe der Tat bis in höchste Regierungsstellen reichen könnten.

Umgehend wird dafür gesorgt, dass Robert Dell des Mordes an seiner Familie verdächtigt wird. Er kann fliehen und macht sich auf, die Mörder seiner Frau und seiner Kinder zu stellen. Nur einer kann ihm dabei helfen. Sein Vater. Den er hasst. Der als CIA Killer und überzeugter Rassist 16 Jahre im Gefängnis zubrachte, selbst dessen Namen Robert abgelegt hat.

Und so wird sich das ungleiche Vater-Sohn Paar aufmachen. Durch die Realität des modernen Südafrika, durch Korruption und Skrupellosigkeit, offene Grausamkeit und Gier. Von den hektischen Strassen der Metropolen des Landes bis zu den urwüchsigen Dörfern, auf deren Marktplatz die Jungfräulichkeit junger Frauen immer noch wie zu uralten Zeiten bestätigt und geprüft wird, um diese gegen das entsprechende Geld an potentielle Ehemänner zu verkaufen.

Kein Blatt vor den Mund nimmt Smith, wenn er die ausufernden Zustände in Südafrika , den noch tief sitzenden Rassismus und die um sich greifende Grausamkeit der lange unterdrückten Einwohner des Landes beschreibt. Nicht nur staubig ist das Land zu weiten Teilen, sondern auch eine innere Hölle für viele, die versuchen, zurecht zu kommen, in manchen Fällen einfach nur zu überleben.

Recht schnell im Buch führt Smith auf die Fährte der Hintermänner, knisternde Spannung und überraschende Wendungen sind daher nicht das tragende Element des Buches, wohl aber eine spannungsreiche Schilderung der Jagd auf die Mörder und zugleich der ständig drohenden Gefährdung der Jäger. Ein Buch, dass ebenso die Realität Südafrikas ungeschminkt in den Raum zu setzen versteht.
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5.0 von 5 Sternen Hetzjagd in Südafrika, 26. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Staubige Hölle: Thriller (Gebundene Ausgabe)
"Staubige Hölle" ist ein fantastischer Roman.

In wenigen Tagen hatte ich den Roman ausgelesen,so spannend und gut geschrieben ist er! Darüber hinaus ist er auch sprachlich gut! Der Autor jongliert geschickt mit Metaphern,Vergleichen und Bildern, und dieses Können resultiert in einem literarisch wertvollen Buch . Es dominieren parataktische Wendungen, aber Smith gelingt es, diese kunstvoll zu verwenden,und auch die Kürze der Kapitel macht Sinn. Smith' Figuren sind keine Typen und wirken "echt".

Inhaltlich zeichnet Smith ein düsteres Bild von einem korrupten Südafrika zwischen überkommenen Traditionen und moderner Verrohung.

Dies geschieht sehr plastisch, zuweilen arg drastisch, doch ohne plumpe Effekthascherei.

ACHTUNG SPOILEER

Zum Inhalt: Die Frau eines Politaktivisten -Robert Dell- betrügt diesen mit einem Geschäftsmann, von welchem sie indirekt finanziell abhängig ist. Der Geschäftsmann wird ermordet , und da Rosie Mitwisserin ist, wird die ganze Dell - Familie bis auf den Protagonisten getötet.

Dieser wird Opfer einer Intrige und zum Hauptverdächtigen - ausgerechnet sein verhasster Vater eilt ihm zu Hilfe.

Ausserdem ist da noch ein junges Mädchen, welches zwangsverheiratet werden soll...

Roger Smith' Roman ist packend, aber auch ein wenig bedrückend. Über einen Krimi geht das Buch hinaus, da es auch die Wunden einer postkolonialen, post-Apartheidsgesellschaft thematisiert.

Dies ist starker Tobak und lässt den Leser nachdenklich zurück.Von Safariromantik keine Spur. Diesen Pageturner kann ich nur empfehlen.
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5.0 von 5 Sternen Brutal. Brutaler. Südafrika., 19. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Staubige Hölle: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Die Hölle erfährt Dell, als der Wagen seiner Familie von der Straße abgedrängt wird und in die Schlucht fällt, seine kleine Familie auf grausame Weise auslöscht, während er als einziger den Unfall überlebt. Doch damit hat der Horror für Dell noch lange kein Ende. Denn eben noch als Opfer im Leichenschauhaus seine Familie identifiziert, wird er kurz darauf als vermeintlicher Täter festgenommen und in einem Strudel gefangen, aus welchem ihn nur noch eine Person herausziehen kann: sein verhasster Vater, selbst jahrelang inhaftiert gewesen, von einigen Gruppen geliebt und bejubelt, von anderen zutiefst verhasst. Hier ist es der Schmerz um das Geschehen, was diese beiden Männer noch einmal zueinander finden und gemeinsam gnadenlos aufräumen ist in einem Netzwerk von Intrigen, Korruption, Hass.

Roger Smith, der sich gerne der Szene Südafrikas zuwendet, hat mich mit seinem Buch STAUBIGE HÖLLE vom ersten Moment an überzeugt. Das Cover in seiner Gestaltung mit einer abgebildeten Waffe genau stimmig zum Inhalt des Buches, ganz klar aufzeigend, welches Gesetz regiert, egal ob im Recht oder Unrecht, wer vermag das in der staubigen Hölle Südafrikas noch zu unterscheiden?
Mit recht kurzen Kapiteln zwischen 2 und 4 Seiten führt der Autor seine Leser in einem rasanten Tempo durch das Geschehen, spielt verschiedene Protagonisten mit einer Leichtigkeit ein, dass man als Leser nie das Gefühl hat, noch mal zurückblättern und überlegen zu müssen, wer jetzt wohin gehört und mit wem was zu tun hatte oder haben könnte. Solch eine Leichtigkeit beim Zusammenführen der Fäden habe ich selten in einem Buch erlebt. Der Schreibstil gemäß der verschiedenen Protagonisten stets angemessen - von kaltschnäuzig bis kindlich-naiv und für den Leser immer authentisch nachfühlbar.
Das Ende? Ein Happy End der besonderen Art.

Ich habe dieses Buch wie im Rausch gelesen und jedes Kapitel Seite für Seite genossen. Absolut packend und mitreißend. Wer KAP DER FINSTERNIS kennt, weiß, dass der Autor zu jenen gehört, die die Dinge beim Namen nennen - schonungslos und brutal. Das mag nicht Jedermanns Geschmack sein, aber alles andere würde die Stimmung verfälschen.

Da kann nur eine Höchstbewertung bei herauskommen.
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Staubige Hölle: Thriller
Staubige Hölle: Thriller von Roger Smith (Taschenbuch - 12. November 2012)
EUR 8,99
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