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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein toller Thriller, der mich voll und ganz überzeugt hat
Carina kommt von Mexiko zurück nach Deutschland um als Rechtsmedizinerin zu arbeiten. In Mexiko hatte sie sich einen Namen gemacht, als sie einer gefundenen Mädchenleiche ein Gesicht anfertigte und somit die Eltern ihr verschwundes Kind erkannten und endlich wussten, was mit ihrem Mädchen geschehen ist. Lange hatte sie sich gewehrt nach Deutschland...
Veröffentlicht am 20. November 2011 von Beate Senft

versus
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zu konstruiert
Ich hatte am Anfang meine Schwierigkeiten, weil ich das Buch einfach unappetitlich fand. Dabei bin ich nicht zart besaitet, aber dieses Mal fiel es mir sehr schwer, von mumifizierten Händen und Gesichthäutungen zu lesen. Der junge Täter soll angeblich auf Frauen wirken, mir ist mir das nicht vorstellbar, ich fand ihn durchweg gruselig.
Aber vor allem...
Veröffentlicht am 17. März 2012 von Pauline


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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein toller Thriller, der mich voll und ganz überzeugt hat, 20. November 2011
Von 
Beate Senft (Ludwigshafen am Rhein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Die Gesichtslosen: Thriller (Taschenbuch)
Carina kommt von Mexiko zurück nach Deutschland um als Rechtsmedizinerin zu arbeiten. In Mexiko hatte sie sich einen Namen gemacht, als sie einer gefundenen Mädchenleiche ein Gesicht anfertigte und somit die Eltern ihr verschwundes Kind erkannten und endlich wussten, was mit ihrem Mädchen geschehen ist. Lange hatte sie sich gewehrt nach Deutschland zurückzukehren, weil sie nicht im Schatten ihres übermächtigen Vaters stehen wollte, der bei der Mordkommision arbeitet. Gleich an ihrem ersten Tag wird sie von ihrem Vater zum Fundort einer Leiche gerufen, der sie das Gesicht zurückgeben soll.

Der zweite Erzählstrang handelt von Romeo. Einem jungen Mann, der eine sehr seltsame Art hat, den Frauen seine Liebe zu zeigen.

Und dann gibt es da noch die Geschichte um Rosa, die plötzlich spurlos verschwand und deren Schwester sie nach Jahren gesehen haben will. Sie bittet Carina um einen DNA-Abgleich um zu Beweisen, dass ihre Schwester noch lebt.

Im ersten Augenblick haben diese ganzen Geschichten nichts miteinander zu tun, doch im Laufe der Handlung verwebt sich alles miteinander und ergibt ein ganzes, in sich schlüssiges Bild.
Die Charaktere sind gut durchdacht und haben ihre Ecke und Kanten. Doch trotzdem sind sie (meistens) sympatisch. Der Schreibstil ist leicht und flüssig und schnell zu lesen. Der Plot ist intelligent, interessant und sehr spannend. Stephanie Fey hat es geschafft mich von der Ersten bis zur Letzten Seite zu begeistern und ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Ich war so fasziniert, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Zum Glück wird es noch weitere Fälle um Carina und Matte Kyreleis geben, die ich mit Sicherheit auch lesen werden.
Dieses Buch verdient die volle Punktzahl.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zu konstruiert, 17. März 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Gesichtslosen: Thriller (Taschenbuch)
Ich hatte am Anfang meine Schwierigkeiten, weil ich das Buch einfach unappetitlich fand. Dabei bin ich nicht zart besaitet, aber dieses Mal fiel es mir sehr schwer, von mumifizierten Händen und Gesichthäutungen zu lesen. Der junge Täter soll angeblich auf Frauen wirken, mir ist mir das nicht vorstellbar, ich fand ihn durchweg gruselig.
Aber vor allem fand ich das Buch viel zu konstruiert. Die verschiedenen Handlungsstränge sind am Anfang sehr weit auseinander, und wie die dann alle ineinander passen, ist einfach zuviel des Guten und überhaupt nicht glaubwürdig. Den Bezug zum Herrhausen Fall konnte ich auch überhaupt nicht nachvollziehen - irgendwie löst sich am Ende garnichts auf.
Ich habe es doch fertig gelesen, aber jetzt bin ich froh, dass ich dieses unappetitliche und konstruierte Ding zur Seite legen kann.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Die Gesichtslosen" - Spannung mit Überraschungsmomenten, 17. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Gesichtslosen: Thriller (Taschenbuch)
Vorab - ich werde mich nicht zum Inhalt äußern, den kann man ja bereits mehrfach nachlesen.
Ich möchte aber gerne meine Meinung zum Buch an sich mitteilen.
Ich muss zugeben, dass ich anfangs Probleme hatte, mich auf das Buch einzulassen. An die britischen und amerikanischen Thriller und Krimis gewöhnt, wirkte das Buch streckenweise etwas gewollt und konstruiert - aber nachdem ich mich damit abgefunden hatte, zog mich die Handlung doch in ihren Bann.
Gelungen finde ich, dass beim Lesen Fragen aufkommen, die dafür sorgen, dass man das Buch nicht aus der Hand legen will und immer noch eine Seite liest und noch eine und noch eine und dann ist man auf der letzten Seite angelangt und würde gerne weiterlesen.

Mein Fazit:
Nach den ersten Seiten war ich gefangen und die Autorin erreicht definitiv, dass man wissen möchte, wie alles zusammenhängt, wie die einzelnen Fragmente zusammenpassen und man möchte immer noch eine Seite lesen, denn es könnte ja eine Schlüsselszene kommen.
Ich bin schon sehr auf die Fortsetzung gespannt, denn ich habe einige Fragen, die offen geblieben sind und ich bin neugierig, ob sie beantwortet werden. Im Februar 2013 weiß ich mehr, denn da soll die Fortsetzung "Die Verstummten" erscheinen.
Ich persönlich finde übrigens, dass das Buch kein "ich-lese-es-in-der-Bahn-mal-nebenher-Buch" ist, sondern ein Buch zum konzentrierten und bewussten Lesen, damit einem nichts entgeht.

Kaufempfehlung? Ja!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolles Buch, 18. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Gesichtslosen: Thriller (Taschenbuch)
Hallo, schließe mich meinen Vorrednern an, das einzige dass ich zu bemängeln habe, bei dem mir im wahrsten Sinne des Wortes das Gesicht runter fiel beim Lesen...war der neue Bekannte von Carina-mit Namen- Clements-im Buch- Gedanke von Carina : "So hieß auch mein Lieblingslöwe aus Daktari".
Ts ts...neneneeee... der hieß nu mal Clarence :-)auch ich war Junkie als Kind- wir hatten ja damals nicht soviel zum gucken :-)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ich hätte gerne mehr davon!, 1. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Gesichtslosen: Thriller (Taschenbuch)
Der Thriller setzt ein mit der Rückkehr von Carina Kyreleis aus Mexiko in ihre Heimatstadt München. Er ist eingeteilt in die ersten 7 Tage nach ihrer Ankunft, eingerahmt von Prolog und Epilog, jeweils aus einem größeren zeitlichen Abstand. Die einzelnen Tage werden eingeleitet durch ein literarisches Zitat, das sich jeweils einen zentralen Aspekt des jeweiligen Abschnitts aufgreift, das man aber erst im Nachhinein wirklich verstehen kann. Es lohnt sich manchmal zurück zu blättern.

Die Geschichte spielt auf zwei verschiedenen Zeitebenen. Einmal wird in Rückblenden die Erlebnisse von Rosa erzählt, einer Sekretärin des bayrischen Innenministeriums die in den letzten Jahren der DDR einen so genannten Romeoagenten der Stasi mit brisanten Informationen versorgt. Dabei geht es um das bis heute ungeklärte Attentat auf Alfred Herrhausen, dem Chef der Deutschen Bank im November 1989.

In der Gegenwart wird uns Carinas Familie näher gebracht. Ihr Vater ist Polizeihauptkommissar in München und klärt den Fall eines Serientäters auf, der seinen Opfern das Gesicht abzieht. Da Carina Spezialistin für Gesichtsrekonstruktionen ist, packt ihr Vater die Gelegenheit beim Schopf, um mit seiner Tochter zusammen zu arbeiten.

Ich hatte den Thriller innerhalb weniger Tage durchgelesen. Für mich war er durchweg spannend, auch wenn mir der absolute Gänsehauteffekt dann doch etwas gefehlt hat. Die eingeführte Gerichtsmedizinerin als Ermittlerin zusammen mit ihrem Vater, dem granteligen, in persönlichen Gefühlsdingen fast etwas trotteligen Polizisten finde ich eine viel versprechende Konstellation für weitere Folgen. Obwohl, das Buch in München spielt, ist es keineswegs überfrachtet mit Lokalkolorit, was mir persönlich sehr entgegenkommt. Teilweise hätte ich mir sogar etwas mehr Erklärungen gewünscht. So musste ich mich erst etwas vertraut machen mit einigen Schauplätzen, z.B. der 'Glyptothek' und dem alten botanischen Garten. Ich hätte den Inhalt auch ohne Recherchen verstanden, ich finde es jedoch immer angenehm, wenn ich mit Hilfe von Bildern oder Beschreibungen etwas mehr von der Atmosphäre mitbekomme.
Dieser für mich erfrischend moderne Thriller ist sprachlich angenehm flüssig geschrieben. Die Ausdrucksweise hat auf mich teilweise etwas einfach gewirkt, dennoch ist das Buch durchwegs sauber formuliert. Der sorgfältig konstruierte Plot führt am Ende die einzelnen Erzählstränge zu einem für mich unerwarteten Ganzen zusammen, sodass die Spannung bis zuletzt da ist.
Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und bin auf ein spannendes zeitgeschichtliches Thema, der DDR-Spionage im Westen, aufmerksam gemacht worden.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen La urraca, die Elster, der Totenvogel, 18. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Gesichtslosen: Thriller (Taschenbuch)
Stephanie Fey wurde 1967 in Starnberg geboren. Nach einer Ausbildung zur Grafik-Designerin arbeitet sie freiberufliche Illustratorin und Autorin. Heute lebt sie mit ihrer Familie in der Nähe des Starnberger Sees. Stephanie Fey schreibt auch unter dem Pseudonym Rebecca Abe.

Carina Kyreleis kehrt nach Jahren aus Mexiko nach München zurück, um eine Stelle als Rechtsmedizinerin beim Institut für Rechtsmedizin anzunehmen. In Mexiko, wo sie sich einen Namen als Knochen- und Mumienexpertin gemacht hat - ihre große Leidenschaft ist jedoch die Gesichtsrekonstruktion - wurde sie deshalb von ihren lateinamerikanischen Kollegen auch die Elster genannt. Noch bevor sie ihre Stelle antritt, nimmt sie ihr Vater, der Kriminalhauptkommissar ist, zu einem Tatort mit. Einer Frau wurde die Gesichtshaut teilweise entfernt. Carina macht sich zusammen mit ihrem Vater auf die Suche nach dem Täter...

Das Buch ist in zwei verschiedene Zeitebenen aufgeteilt. Der größte Teil spielt in der Gegenwart, man begleitet Carina aber auch den anonymen Täter. Die zweite Zeitebene beginnt im Jahr 1989 und reicht dann bis in die Gegenwart. Hier wird ein Teil deutscher Vergangenheit eingebracht. Gut gefallen haben mir die Zeitsprünge und das kunstvolle Verweben mit der Handlung in der Gegenwart.

Man lernt die Figuren im Laufe des Buchs gut kennen. Da ist z. B. Wanda, die Schwester von Carina, die mit ihrem Sohn alleine lebt und eher chaotisch veranlagt ist oder Silvia, die Mutter, die für ihren Beruf als Hebamme lebt und dann noch Matthias, der Vater, dessen Leidenschaft sein Beruf und seine Tochter Carina ist und dann ist doch nicht Carina die zuverlässige, selbstbewusste, die weiß was sie möchte. Man lernt auch die Vergangenheit der verschiedenen Personen kennen und damit wird einem auch klar, warum die Personen so zu einander stehen wie sie es tun. Die Protagonisten wachsen einem im Laufe des Buchs richtig ans Herz. Gut, dass die Autorin eine Thrillerserie um die Rechtsmedizinerin Carina Kyreleis geplant hat.

Etwas befremdlich fand ich, dass die Autorin tatsächlich Geschehenes in diese, wie sie selber schreibt, fiktive Geschichte einbaut aber das scheint ja gerade ein Trend unter deutschen Autoren zu sein. Ansonsten macht die Autorin keine überflüssigen Worte und gibt den Leser gerade soviel, dass er der Story folgen kann.

Erwähnen sollte man vielleicht noch - für die eher zartbesaiteten Leser - dass einige Szenen manchmal etwas blutig und ekelhaft sind aber die halten sich zum Glück in Grenzen und sollten einem vom Lesegenuss nicht abhalten.

Ein beeindruckendes Krimi-Debüt, dass ich nur jedem ans Herz legen kann. Hoffentlich kommt bald die Fortsetzung heraus.
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4.0 von 5 Sternen Besser, als Die Verstummten, 4. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Gesichtslosen: Thriller (Taschenbuch)
Die Gesichtslosen von Stephanie Fey (Thriller, 2011)

- besser, als die Verstummten -

Bei diesem Thriller handelt es sich um den ersten Teil der Reihe um die Rechtsmedizinerin Carina Kyreleis. Hier hat sie es mit einem Killer zu tun, der seinen Opfern die Gesichtshaut abzieht, um ihr Antlitz für immer zu bewahren...

Ich muss sagen, dass mir dieser Thriller schon um einiges besser gefallen hat, als der zweite Teil. Dennoch hatte auch dieser Teil so seine Schwächen, auf die ich noch zu Sprechen komme.

Erst mal jedoch möchte ich das auf das Positive zu sprechen kommen, was in diesem Fall doch überwiegt. Der Thriller las sich gut und es war auch eine Grundspannung vernehmbar, die sich fast durch die gesamte Story zog, so dass ich das Buch gerne zur Hand genommen habe und es gerne gelesen habe.

Weniger gut haben mir dagegen manche Passagen gefallen, die in der Vergangenheit spielen und immer mal in die laufende Story eingestreut sind. Dies liegt aber lediglich daran, dass mir die Thematik, von der sie handeln eher nicht so liegt. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass auf das Tatmotiv zum Ende der Story nicht näher eingegangen wird und das Ende so abrupt kam, dass ich einfach das Gefühl hatte, das mir dort etwas fehlte. Für meinen Geschmack hätte es intensiver ausfallen können, sprich mehr ausgeschmückt und das mehr drauf eingegangen wurde. So blieben bei mir einige Fragen offen, was mich ein wenig unbefriedigt zurücklässt.

Fazit:

Insgesamt ein gelungener Thriller, mit ein paar Schwachpunkten, der mich jedoch mehr überzeugen konnte, als "Die Verstummten", den zweiten Teil. Bin gespannt, ob weitere Teile dieser Reihe folgen werden.

Note: 2
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4.0 von 5 Sternen Stephanie Fey - Die Gesichtslosen, 27. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Gesichtslosen: Thriller (Kindle Edition)
Meine Meinung:
(ACHTUNG, KANN SPOILERN!)

Für gewöhnlich bin ich an Thrillern, die aus Sicht eines Rechtsmediziners geschrieben sind, nicht so interessiert - meistens sind die Fachbegriffe zu kompliziert, die Handlung zu zäh und die Beschreibungen zu detailliert.
Hier war ich dann doch sehr positiv überrascht, dass Carina Kyreleis, die Hauptprotagonistin, in ihrem Beruf eher Rekonstruktionen der Leichen vornimmt, als deren Obduzierung. Sie stellt anhand einer Skulptur und Plasteline ein Ebenbild des Toten her - eine Arbeit, von der ich persönlich bisher noch nie gehört habe. Dementsprechend war es auch interessant, ein wenig etwas über diese Arbeit zu erfahren, immerhin ist sie Bestandteil in Carinas Leben. Der Autorin gelingt es, den Leser an diesem außergewöhnlichen Beruf teilnehmen zu lassen- ich konnte mir gut vorstellen, wie das funktioniert und es hat mich auch interessiert.
Mir hat auch gut gefallen, dass Stephanie Fey dem Leser die Chance gibt, Carina wirklich kennenzulernen - so spielt ihre Familie eine mindestens ebenso große Rolle wie sie selbst- und auch über Carinas Leben in Mexiko erfährt man einiges.

Über Carina als Menschen vermag ich jedoch nichts zu sagen, so richtig erfahren tut man nichts über ihren Charakter. Es scheint, als wäre dieser Aspekt ein wenig vernachlässigt worden, während man den ihrer Familie voll und ganz ausgeschöpft hat. Sie bleibt also ziemlich blass und am Ende des Thrillers kann ich nicht sagen, wer sie ist - was sehr schade ist. Es wird sich auf sie eigentlich nur im Bezug auf die einzelnen Familienmitglieder berufen. Wie ihr Verhältnis zu ihrem Vater/ihrer Mutter/ihrer Schwester ist, ist schon recht klar, aber sie als Person bekommt leider überhaupt keine Aufmerksamkeit.

In diesem Thriller laufen zwei Geschichten parallel. Also zum einen die Geschichte in der Gegenwart über Carina und dann die über Rosa in der Vergangenheit, kurz vor und nach dem Mauerfall. Ich habe nicht ganz verstanden, wieso Rosas Geschichte so einen großen Teil der Handlung ausmacht, weil vieles ist eigentlich nicht relevant für den Schluss. Trotzdem hat mir die Idee gefallen, weil es die Handlung komplett gemacht hat. Man hat viel Hintergrundwissen erhalten (auch einiges über die DDR hab ich dazugelernt) und das Ganze hat eine Struktur bekommen. Bei den meisten Thrillern wird die Vorgeschichte des Mörders außer Acht gelassen - hier lag viel Aufmerksamkeit genau auf dieser Vorgeschichte.
Leider trägt sie nicht dazu bei, dass das Mordmotiv des Täters klarer wird. Das ist am Ende recht unklar und ich kann mir nicht erklären, wieso er Frauen das Gesicht abzieht und ihre Hand abschneidet. Es wird nirgends erwähnt, obwohl es doch viel Bedeutung für ihn haben muss. Davon bin ich sehr enttäuscht, es wird lediglich aufgeklärt, wer es gewesen ist, aber nicht, wieso. Das ist auf jeden Fall ein großer Kritikpunkt, der mich auch sehr gestört hat.
Und auch, was denn eigentlich mit der Akte passiert ist, wird nicht aufgeklärt. Sie verschwindet spurlos aus Carinas Wohnung, aber irgendwie wird sie nicht mehr aufgefunden- es kann auch sein, dass ich das überlesen habe und es sehr wohl aufgeklärt wurde, aber ich glaube nicht daran.

Fazit:
Für ein Debüt-Thriller ist es der Autorin sehr gut gelungen. Ich fühlte mich gut unterhalten, mir hat auch gefallen, dass aus der Sicht des Täters hin und wieder geschrieben wurde, das hat das Ganze doch lebhafter und authentischer gemacht. Ich werde mir ihr zweites Buch auf jeden Fall auch ansehen.
Leider kann ich nicht die volle Punktzahl vergeben, da der Charakter von Carina völlig außer Acht gelassen wird und am Ende sich auch nicht wirklich aufklärt, wieso der Täter überhaupt mordet und wieso er so vorgeht. Dabei ist das in meinen Augen ein sehr wichtiger Punkt.
Deswegen gebe ich 4/5 Sternen.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Roman hält nicht was der Klappentext verspricht!!, 7. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Gesichtslosen: Thriller (Taschenbuch)
Die erste Frage die mir sofort nach dem Lesen des Klappentextes durch den Kopf ging war, bekommen wir jetzt eine Deutsche "Temperance Brennan" aufs Papier gezaubert? Und ich muss sagen, die Idee hätte mir sehr gut gefallen. Aber, um das gleich klarzustellen, es waren natürlich nur reine Spekulationen meinerseits, die auch keinerlei Einfluss auf die Rezension hatten.

Zur Story:" Zwei Erzählstränge bilden das Gerüst dieses Romans, in dem die Hauptfigur Carina Kyreleis die Fäden zieht. Das brutale, und nie richtig aufgeklärte Sprengstoffattentat auf den Deutsche Bank Chef Alfred Herrhausen aus dem Jahre 1989, gerät wieder in den Fokus. Natürlich wird Carina "nicht" unbedingt zufällig in den Fall von damals mit hineingezogen, denn eine Frau, die ihre angeblich getötete Schwester kürzlich wieder gesehen haben will, sucht bei ihr nach Antworten und bittet um Hilfe. Brisant dabei, die Schwester war damals Chefsekretärin beim bayrischen Staatssekretär im Innenministerium. Dieser Strang wird aus der Sicht von Rosa geschildert - der angeblich getöteten Schwester - und beschreibt, wie und was sich bis zu dem Mord tat. In dem zweiten Strang arbeitet Carina an einem bizarren Mordfall, in dem eine Frau verstümmelt aufgefunden wird, und sie nun versucht, Seite an Seite mit ihrem Vater das Verbrechen aufzuklären. Diesen Teil erlebt man aus der Sicht Carinas, und natürlich fließen diese beiden Stränge zusammen, und bilden schlussendlich ein großes Ganzes."

Aufgrund des vielversprechenden Klappentextes hatte ich große Hoffnung in die Story und die Figuren gelegt, wurde aber von beiden Seiten ein Stück weit enttäuscht. Die Story war recht oberflächlich und wirkte in vielen Passagen einfach nur angerissen. Eine Idee mit zwei Handlungssträngen finde ich persönlich immer gut, aber - und ich denke das war hier das Problem - es müssen ganz viele Faktoren stimmig sein, dass es beim Leser ankommt, ihn fesselt und mitzieht. Das Attentat ist aufgrund der Komplexität des Geschehenen schon allein ein Roman wert, nicht zu Letzt wegen der angeblichen Beteiligung der RAF und der ehemaligen DDR. Carina wird somit, ich denke ungewollt, nach hinten gestellt.

Ein Handlungsstrang, vollständig fokussiert auf die Protagonistin Carina Kyreleis, wäre in diesem Fall sicher die weitaus bessere Lösung gewesen. Ein Handlungsstrang der dem Leser ihre Arbeit näher bringt, ihn ein Stück weit hinter die Kulissen einer Rechtsmedizinerin schauen lässt. Gerade weil dieser Roman der Beginn einer Serie ist, hätte ich mir solch einen Ablauf gewünscht. Gleichzeitig, und auf einfachste Weise wäre es eine Möglichkeit gewesen, so ein intensiveres Verhältnis zu ihr aufzubauen.

Die Figuren, die auch wie die Story als realitätsnah auf der Rückseite beschrieben werden, kann ich nicht nachvollziehen. Carina wühlt einfach überall herum, überschreitet eine Vorschrift nach der anderen, überschreitet jede Grenze und macht wirklich alles, außer ihren Job. Obwohl sie auf der Rückseite des Romans als Gerichtsmedizinerin angepriesen wird, ist sie leider mehr ein Spürhund und eine Polizistengehilfin ihres Vaters. Die Schwester Wanda, die einfach ein paar Tage verschwindet und sich nicht meldet, trotz Sohn im Kindergartenalter, den sie bei Carina lässt. Und zu guter Letzt der Vater und Polizist Matte - Kriminalhauptkommissar der Münchner Polizei -, der scheinbar der einzige Polizist ist, der an dem Fall arbeitet. Einzig und allein Rosa weiß sich als Figur ins rechte Licht zu setzen und überzeugt in ihrem Erzählstrang. Sie ist es, die eigentlich den Part der Hauptfigur hätte bekleiden sollen.

Mein Fazit:" Ein Roman der ein hohes Erzähltempo mitbringt und eine angenehme Sprache vorzuweisen hat, obwohl er grammatikalisch in einigen Passagen recht haarsträubend daher kommt. Wie schon erwähnt ist mir alles zu sehr angerissen, ohne groß Tiefgang an den Tag zu legen. Manchmal ist halt weniger mehr, eine Story - fokussiert auf Carina - wäre die bessere Lösung gewesen, denn auch die Figuren (ausgenommen Rosa) hätten aufgrund dessen ein klareres Bild abgeben. Für einen Roman am Strand ist er okay, um sich einfach in der Sonne berieseln zu lassen. Da es der erste Roman einer Serie ist, bin ich doch sehr gespannt wie es weitergehen wird, und hoffe auf eine Steigerung."
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der erste Fall der Elster, 16. November 2011
Von 
A. Mueller "antjemue" (Chemnitz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Gesichtslosen: Thriller (Taschenbuch)
Wieder einmal hatte ich mich für eine Leserunde angemeldet und das große Glück, Gewinnerin eines der von der Autorin bereitgestellten Rezensionsexemplare zu sein. "Die Gesichtslosen" von Stephanie Fey traf rechtzeitig bei mir ein und ich freute mich schon mal gewaltig über die nette persönliche Widmung von ihr. Bis zum Beginn der Leserunde waren noch ein paar Tage Luft. Zeit, mich ein bisschen über

Stephanie Fey

zu informieren. Die in Starnberg 1967 geborene und mit ihrer Familie am Starnberger See lebende Schriftstellerin machte eine Ausbildung zur Grafik-Designerin und arbeitet als Illustratorin, Autorin und Malerin. (Verlagsinfos). "Die Gesichtslosen" ist zwar das Debüt der Autorin im Genre Thriller, manche Leser kennen sie aber vielleicht unter dem Namen Rebecca Abe. 2008 veröffentlichte Skalding ihren zeitgenössischen Roman "Das Gedächtnis der Lüge" und 2011 erschien bei Gmeiner "Im Labyrinth der Fugger".

Die vorab veröffentlichte Kurzbeschreibung:

"Mit den Augen der Toten...
Wenn Tote nicht mehr zu erkennen sind, wenn ihr Mörder sie entstellt hat oder nur noch Skelettteile übrig sind, wird Carina Kyreleis gerufen. Die junge Rechtsmedizinerin versteht es wie kaum eine Zweite, den Toten Glanz einzuhauchen und ihnen ihre Gesichter zurückzugeben.
Nachdem sie zwei Jahre als Knochen- und Mumienexpertin in Mexiko-Stadt gearbeitet hat, kehrt sie nach Deutschland zurück, um am Münchner Institut für Rechtsmedizin einen Neuanfang zu wagen. Kaum angekommen, steht sie vor ihrem ersten Fall. Ein Killer, der seinen Opfern die Gesichtshaut abzieht, um für immer ihr Antlitz zu bewahren."

hatte ja schon mein Interesse geweckt. Mit den Lobpreisungen von mittlerweile sehr bekannten deutschen Thrillerautoren, wie Sebastian Fitzek und Wulf Dorn, auf der Rückseite und einer vorangestellten Infoseite des Buches, stiegen meine Erwartungen an diesen Thriller noch und ich konnte den Leserundenstart kaum erwarten.

Die Gesichtslosen

In Mexiko erarbeitete sich die Rechtsmedizinerin Carina Kyreleis als Knochen- und Mumienexpertin mit großen Erfolgen in der Gesichtsrekonstruktion einen so guten Ruf, dass Sie ein Stellenangebot vom Münchner Institut für Rechtsmedizin erhielt. Ihre lateinamerikanischen Kollegen nennen sie respektvoll La urraca (Elster, Totenvogel). Carina, die Tochter des Münchner Kriminalhauptkommissars Matte Kyreleis, wollte schon als Kind für die Toten sprechen.

Ursprünglich wollte sie gar nicht zurück in ihre Heimatstadt, da ihr Vater, trotz der Tatsache, dass sie erwachsen ist, permanent versucht jeden ihrer Schritte zu kennen und sich in ihr Leben einmischt. Doch nach einem Unfall und der Trennung von ihrem Freund Lars, wagte sie den Schritt zurück in den Schoß der Familie, mit dem festen Vorsatz, sich abzunabeln. Doch dass dies gar nicht so einfach ist, muss sie schon kurz nach ihrer Ankunft feststellen. Schwester Wanda, deren verzogener Sohn Sandro und auch die Mutter Sylvia nehmen sie für kleine und große Probleme in Beschlag und unmittelbar nach Dienstantritt wird sie mit ihrem ersten Fall konfrontiert. Ein Mörder zieht seinen Opfern die Gesichter ab...

Zwei Romeos und die Forelle

Von Beginn an nahm mich die Autorin mit ihrem flüssigen Schreibstil gefangen. Dabei spielte sie sowohl im Prolog, als auch im anschließenden ersten Kapitel mit grausig-traurigen Effekten, deren eigentliche Bedeutung mir zwar erst später klar wurde, die aber einen perfekten Einstieg in das in Erzählperspektive geschriebene Buch boten. Der Spannungsbogen wurde von verschiedenen, sich abwechselnden Handlungssträngen getragen. So konnte ich dem lange Zeit anonym bleibenden Mörder über die Schulter schauen, erlebte Realitäten aus dem Arbeitsalltag der Rechtsmedizinerin und erfuhr auch viele Dinge aus ihrem Privatleben.

Obwohl diese verschiedenen Sichtweisen sich auch erst nach und nach zu einem schlüssigen Gesamtbild fügten, fiel ein weiterer Handlungsstrang, der ins Jahr 1986 zurückreichte, erst mal komplett aus dem Muster. Dabei war dieser, mit einer Sekretärin des Innenministers als Protagonistin, die einen DDR-Spion liebt und für ihn selbst zur Spionin wird, äußerst interessant. Ich hatte anfangs nur einfach überhaupt keine Ahnung, wohin der führen könnte. Aber auch hier kam der Zeitpunkt, wo der Groschen fiel und dann wurde das Netz plötzlich noch viel engmaschiger als vorher angenommen.

Die Charaktere lernte ich situationsbezogen kennen. Wie im wirklichen Leben vergab ich Sympathien und Antipathien. Durch ihre Weiterentwicklung musste ich manche der Empfindungen dann später auch wieder korrigieren. Äußerst gelungen fand ich, dass es die Autorin doch tatsächlich schaffte, dass ich mich um Wanda, die ich mir in den verschiedensten Situationen rund um ihren Sohn gern zur Brust genommen und ordentlich geschüttelt hätte, regelrecht sorgte.

Mit dem Betätigungsfeld der Hauptprotagonistin - der Gesichtsrekonstruktion - hat Stephanie Fey einen für mich ganz neuen und unheimlich interessanten Aspekt der Rechtsmedizin in die deutsche Thrillerlandschaft geworfen. Die Krankheit des Mörders bildete dazu dann das nahezu perfekt konstruierte Gegenstück. Mit allen verwendeten Fakten und Fiktionen hat sich die Autorin, wie ich auch den Diskussionen in der Leserunde entnehmen konnte, sehr intensiv auseinander gesetzt. So wirkte am Ende alles stimmig und gut durchdacht.

Der Kriminalfall an sich wurde nach einem atemraubenden Showdown gelöst und abgeschlossen. Persönlich hätte ich mir noch gewünscht, etwas über den Verbleib des politischen Romeo zu erfahren, aber für das Gesamtgeschehen war das eigentlich nicht wichtig. Aus dem Privatleben der Hauptprotagonistin und ihrer Familie blieben einige für mich sehr wichtige Fragen ungeklärt. Diese wird die Autorin - so hat sie es in der Leserunde, die sie übrigens perfekt begleitete, jedenfalls versprochen - dann in einer Fortsetzung aufgreifen. Ich persönlich werde diese auf jeden Fall lesen.

Auf einer Skala von 5 Bewertungssternen schneidet "Die Gesichtslosen" bei mir mit guten 4 1/2 Sternen ab. Logisch, dass es dementsprechend auch eine Leseempfehlung gibt.
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Die Gesichtslosen: Thriller
Die Gesichtslosen: Thriller von Stephanie Fey (Taschenbuch - 9. November 2011)
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