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Kundenrezensionen

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am 20. Juli 2007
Im zarten Alter von 16, vor nunmehr fast 20 Jahren also, las ich "ES" zum ersten Mal, und es riss mich förmlich von den Füßen.
Ich kann mich an kein weiteres Buch erinnern, das mich so nachhaltig beeindruckt hat.
Für ein paar Tage bestand meine ganze Welt aus zwei roten Buchdeckeln. Anders kann ich es nicht beschreiben.
(Ich besitze noch das rote, großformatige Paperback ohne Titelbild, das es ja leider nicht mehr gibt)

ES ist ein namenloses Grauen, das die amerikanische Kleinstadt Derry in Maine seit Jahrhunderten immer wieder heimsucht.
Im Abstand von ungefähr 30 Jahren wütet ES gnadenlos und in immer neuer Gestalt unter den Einwohnern der ansonsten so idyllischen Kleinstadt, ES mordet auf brutalste Art und Weise - und zwar bevorzugt Kinder.
Als ES 1958 wieder zuschlägt, vermuten Polizei und Bürger darin das Werk eines irren Serientäters. Nur eine Gruppe von sieben Kindern weiß es besser, denn sie alle haben schon mindestens eine traumatische Begegnung mit IHM hinter sich.
Gemeinsam nehmen sie den ungleichen Kampf mit dem übermächtigen, abgrundtief bösen Gegner auf und scheuen kein Risiko, um den Tod des kleinen Bruders ihres Anführers Bill zu rächen. Durch ihren Mut, ihren kindlichen Einfallsreichtum und nicht zuletzt durch ihre Gemeinschaft und gegenseitige Zuneigung gelingt es ihnen tatsächlich, ES zu bezwingen und den Ausbruch des Bösen vorzeitig zu beenden.
27 Jahre später beginnt jedoch erneut eine Periode des Grauens - denn ES lebt und sinnt auf Rache.
Einem Schwur folgend, den sie als Kinder geleistet haben, finden sich die inzwischen erwachsenen Freunde wieder in Derry ein, um ES noch einmal zu bekämpfen und den Fluch, der auf ihrer Heimatstadt liegt, ein für alle Mal zu beenden. Doch dazu müssen sie den kindlichen Glauben an ihre Unbesiegbarkeit und an die Macht des Guten wieder heraufbeschwören, und nicht alle von ihnen sind dieser Aufgabe gewachsen...
King schildert die unglaublich spannende und vielschichtige Story in seinem einmaligen, unverwechselbaren Stil, der an Eindringlichkeit und Dichte kaum zu überbieten ist.
In immer neuen Worten beschreibt er die beiden grundlegenden Themen seiner Geschichte: unsere tiefsten Ängste und die ewige Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit in einer aus den Fugen geratenen Welt.
Kings sprachliche Vielfalt, die er in diesem Roman voll ausschöpft, begeistert ebenso wie die Sorgfalt, mit der er die komplexe Handlung aufbaut und die einzelnen Handlungsstränge zu einem faszinierenden Ganzen zusammenführt. Durch ausgesprochen liebenswerte Charaktere und eine kräftige Prise Humor meistert King die schwierige Gratwanderung zwischen Literatur und Schund und verbindet kurzweilige Unterhaltung mit dichterischem Können zu einem unvergesslichen Leseerlebnis.

Kloppt den Film in die Tonne, wo er hingehört, und startet euer eigenes, unvergessliches Kopfkino.
"ES" bringt euch zum Lächeln, Lachen und Weinen und lässt euch vor Angst buchstäblich die Haare zu Berge stehen.
Dieses Buch MUSS man gelesen haben!
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am 24. Februar 2015
- Kurze Inhaltsangabe -
Das Grauen ist ewig und unsterblich. Es war vor dem Menschen und wird sein, wenn er nicht mehr ist.
Sieben Kinder, die einander kaum oder gar nicht kennen, werden auf schier magische Weise zu den besten Freunden. Niemand kann sie leiden. Sie werden beschimpft, verfolgt, verprügelt. Der Club der Verlierer. Ausgerechnet sie stellen sich einem namenlosen Grauen: ein kindermordendes Monstrum in der Gestalt eines Clowns.
Viele Jahre später müssen sie erkennen, dass ihr Kampf noch nicht beendet ist und sie müssen heimkehren. Zurück in ihre verfluchte Geburtsstadt Derry, in der Es immer noch sein Unwesen treibt. Lauernd, hungrig, mordend. Die Zeit ist gekommen, sich zu erinnern, was damals war, um sich einem letzten Kampf zu stellen. Denn das Grauen ist ewig und unsterblich. Richtig?

- Bewertung -
Eines vorweg: ich habe als Kind den Film gesehen. Ja, und es war ein Trauma deluxe. Immer wieder ließ ich mir sagen, dass man das Buch lesen müsse. Erstrecht, wenn man den Film gesehen hat. Und es stimmt. Natürlich reicht der Film nicht an das Buch heran. Immerhin hat diese Auflage 1.530 Seiten (Kings ungekürzte Fassung!) und ist so klein gedruckt wie das Neue Testament. Das kann man selbst nicht in einen Dreiteiler packen.

King versteht es, Vergangenheit und Gegenwart geschickt miteinander zu verknüpfen. Seine Ausführungen sind humorvoll, sympathisch, traurig, brutal, obszön. ES ist eines von Kings Meisterwerken und das zurecht! Es hat die eine oder andere Länge, was der Tatsache geschuldet ist, dass King auch über die grauenhafte Vergangenheit der Kleinstadt Derry, in der die Geschichte angesiedelt ist, erzählt. All diese nebensächlichen Informationen - Randnotizen eines Romans - gestalten sich dann jedoch zu einem großen Ganzen und zeigen dem Leser die allumfassende Monstrosität auf, mit der es die Kinder zu tun haben.

ES wird nicht, wie ich zunächst annahm, total überbewertet. Ich habe nie ein Buch gelesen, das dicker war als 500 Seiten. Ja, eigentlich bin ich recht lesefaul. Bis jetzt! Es ist grandios unterhaltsam geschrieben, weiß zu gruseln und zu erfreuen. Das Buch ist grausam, brutal, lustig, liebenswürdig...alles, was man sich von einem Horror-Roman nur wünschen kann. Und während man diesen dicken Wälzer liest, hat man das Gefühl, als hätte man sieben gute Freunde gewonnen. Doch wenn man die letzte Seite hinter sich gebracht hat, fühlt man sich plötzlich leer. Man verlässt Derry. Man verlässt seine Freunde. Aber man verlässt auch Pennywise, den tanzenden Clown...den Weltenfresser. Und das ist gut so!

Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Wer nichts gegen dicke Wälzer hat, kann eigentlich gar keinen anderen Grund finden, dieses Buch NICHT zu lesen!
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am 5. Juli 2002
Ich gebe es zu: nachdem ich den letzten Satz gelesen hatte, hab ich geheult wie der berühmte Schloßhund. Nicht, weil das Buch so furchtbar wäre, sondern weil die Reise mit meinen neuen Freunden zuende war. Stephen Kings besten Romane sind ja immer Abhandlungen über existenzielle Themen: Friedhof der Kuscheltiere beschäftigt sich eingehend mit dem Thema Tod, "Sie" mit der Einsamkeit usw., und in "ES" werden die Facetten der Freundschaft beleuchtet und das in Kings unnachahmlichen Stil. Das ist in meinen Augen der große Unterschied zum Film: dieser ist letztendlich "nur" ein Horrorstreifen. King gelingt es, uns die handelnden Personen (und Monster :o) ) dreidimensional, menschlich und voller verschiedener Charakterzüge nahezubringen. Die Darstellung der sich abzeichnenden Charakterprismen der Freunde in ihrer frühen Jugend und deren daraus resultierenden Leben im Erwachsenenalter ist wahrlich meisterhaft. Und nicht zuletzt: es ist einfach mörderisch spannend...
Letztlich: es wird ja viel diskutiert, ob man solche Bücher zur "wahren" Literatur im Sinne von Goethe, Hesse, Mann zählen darf. Meiner Ansicht nach verhält es sich ähnlich zur Musik:
die Frage nach Begrifflichkeiten und Einordnungen ist irrelevant, da sich die Kunst des Schreibens (und des Musizierens) über diese Frage hinaushebt und letztendlich davon unangetastet bleibt. Ich habe in meinem Leben nun mittlerweile viel, viel, viel gelesen, darunter Goethe, Hesse und Mann (vor denen ich ebenfalls tief den Hut ziehe) und dennoch: "ES" gehört für mich nach wie vor zu den "TOP 3"!
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am 6. Juli 2006
Bis jetzt habe ich bereits viele Stephen King Bücher gelesen, auch die wirklich "harten" wie Friedhof der Kuscheltiere. Doch meiner Meinung nach, ist "Es" das grusligste Buch von King.

Wenn auch das Ende etwas merkwürdig war, so ist die Grundstory und die Erzählung, vorallem die Schilderung der einzelnen Charaktere, wirklich gut gelungen.

Zeitweise ist das Buch etwas langatmig, aber das sind leider alle King Bücher ein wenig. Wobei es bei "Es" kaum an der Spannung kratzt.

Bislang hatte ich noch bei keinem Buch Angst, aber während ich "Es" gelesen hab, wollte ich nicht mehr allein nachts am dunklen Bach vor unserem Haus vorbei.

Alles in allem: für alle King-Liebhaber ein MUSS!
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am 30. April 2010
1986 hielt ich Stephen Kings -ES- das erste Mal in der Hand. Ich bin ehrlich: Es war das erste Buch, bei dessen Lektüre ich gewisse Verhaltensmuster annahm, die für mich eigentlich unüblich sind. Kings Stoff hielt mich gefangen, ich konnte das Buch nicht zur Seite legen. Aber Abends will man sich dann doch mal ein Bier aus dem Keller holen. Wenn das passierte, kam ich an keinem Lichtschalter vorbei, ohne ihn anzuknipsen. Jede Tür, auf dem Weg nach unten, wurde kontrolliert, ob nicht irgendwer dahinter stand. Diese Art Vorsichtsmaßnahmen kannte ich eigentlich nur aus meiner Kindheit. Wie könnte man dieses Buch vergessen! Seit damals habe ich -ES- noch mehrmals gelesen, seinen Zauber hat das Buch bis heute nicht verloren. Ich bin mir sicher: Wenn Stephen King irgendwann einmal nicht mehr ist, wird sein Gesamtwerk, vor allem aber -ES- sein Vermächtnis darstellen. Diese Geschichte ist ein Meilenstein im Horror-Genre; vereinigt es doch alle Elemente, die eine wirklich gute Gruselgeschichte braucht.

Stanley Uris hat sich das Leben genommen. Mit seinem Blut hat er das Wort ES an die Wand geschrieben. Das ruft Uris alte Freunde Bill Denbrough, Mike Hanlon, Eddie Kaspbrak, Richie Tozier und Beverley Marsh auf den Plan. Vor über 25 Jahren haben sie als Kinder gegen das Böse in Derry gekämpft. Bills Bruder George wurde von ES getötet. In Gestalt des Clowns Pennywise trieb das Ungeheuer sein Unwesen und mordete wahllos. Damals, 1957, konnten die Kinder ES besiegen, es aber nicht töten. Jetzt ist es zurück. Und ES hat einen gewaltigen Vorteil gegenüber den Freunden: Sie haben ihre kindliche Unbefangenheit und den gnadenlosen Zusammenhalt verloren. Aber sie wissen, dass sie sich zum Kampf stellen müssen. Wenn sie ES nicht aufhalten, wird es weitere Morde geben. So wiederholen sich die Ereignisse, völlig anders, aber doch irgendwie gefangen in einer Schleife der Zeit, die sich endlos zu wiederholen scheint...

Die Manifestation aller Urängste des Menschen in eine Gestalt verpackt, das ist Pennywise. Eine Romanfigur, die für unendliche schlaflose Nächte gesorgt hat. King hat bei -ES- einfach alles richtig gemacht. Beide zeitlichen Handlungsebenen verwebt er zu einem dichten Teppich aus Horror, Magie, Freundschaft und einer packenden Abenteuergeschichte. Dabei wirft er eine Handvoll Charaktere in die Geschichte, von denen jeder einzelne ganze Bücher füllen könnte.
King hat eine ganze Menge guter Stories geschrieben, aber -ES-, da spreche ich für mich ganz persönlich, ist die Beste von allen.

Wenn man 24 Jahre nach dem Erscheinungstermin feststellt, dass man ein bestimmtes Buch immer wieder mal zur Hand nimmt; es vor allem daran erkennt, wie abgegriffen und benutzt der Einband ist, dann ist das schon etwas Besonderes. Seit damals habe ich Stephen Kings Karriere verfolgt, all seine Bücher gelesen. Viele haben mich begeistert, wenige eher kalt gelassen. Aber -ES- das sorgt noch immer für eine Gänsehaut, wenn ich daran denke. Die Stimmen aus dem Abfluss, Bill Denbroughs Jagd auf Silver oder Beverley, die für ihre Freunde durchs Feuer geht...das ist ein Roman, der mich seit jeher begleitet hat. Sollten sie -ES- noch nicht kennen, kann ich ihnen den Roman bedingungslos empfehlen. Aber noch ein kleiner Tipp von mir: Sollten sie Abends lesen, vergewissern sie sich, dass sie wissen, wo die Lichtschalter sind...
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am 6. Januar 2004
"Friedhof der Kuscheltiere", "Shining", und "Es".
Selbst jemand der sich nicht zu den Fans von Stephen King zählt, kennt mindestens diese 3 Buchtitel, wobei "Es" der wohl aussergewöhnlichste ist. Ein Clown als die Personifizierung der Bösartigkeit, in all ihrer Verrohung, Perversion und Gewalt - wer außer Stephen King, hätte diese Idee wohl sonst so gekonnt umsetzen können?
Wie immer spielt King auf der Klaviatur der Ur-Ängste, beschwört die "Monster unter dem Bett" herauf, und schafft es mit seinem einzigartigen Schreibstil, ein gleichermaßen Subtiles wie auch geniales Buch zu schaffen.
In der Kleinstadt Derry, geschehen im Abstand von exakt 30 Jahren Katastrophen, bei denen immer viele Todesopfer zu beklagen sind. Das besondere daran: Sobald eine Katastrophe über die Stadt hereinbrach, wurde von Augenzeugen immer von einem Clown berichtet - einem Clown mit silbernen Augen, und rasiermesserscharfen Zähnen. Diese Zeugen wurden stets als Idioten und Trinker abgestempelt. Selbst die Tatsache, daß zu Zeiten der Sichtungen dieses Clowns immer Kinder entführt, und Tage später bestialisch verstümmelt auftauchten, brachte kaum jemanden zum nachdenken - zumindest bist zu dem Tag, als der kleine Georgie mit seinem Papierboot im warmen Sommerregen spielte, und im Zuge dessen eine ungewöhnliche Bekanntschaft mit dem "Etwas" machte, das ihn mit sanfter, lockender und einladender Stimme aus dem Kanal am Straßenrand ansprach...
Die Quintessenz der Handlung könnte man so umschreiben:
7 gute Freunde, deren Zusammenhalt durch eine nach Fleisch gierende Bestie im Clownskostüm auf die Probe gestellt wird.
Die Handlung des Buches, erstreckt sich über Jahre: Man ist dabei wenn Bill Denbrough, Eddie Kasprack, Ben Hanscon, Mike Hanlon, Richie Tozier, Stanley Uris und Bevery Marsh im frühen Jugenalter Freundschaft schließen, und sich gegen das mörderische "Es" verbünden, und man ist erneut dabei, wenn die 7 Freunde sich 30 Jahre später treffen, weil das totgeglaubte "Es" wieder auf der Bildfläche erscheint. Vom Schreibstil her, herrscht hier die Perfekte Ausgewogenheit zwischen dem "Gefühlvollen", und dem puren Horror
Nach und nach kommen die 7 Freunde der Frage: "Was ist "Es?"" auf die Spur, und immer härter wird ihr Zusammenhalt im endgültigen Kampf gegen "Es" auf die Probe gestellt.
Schonungsloser Schock-Horror im Kleinstadt-Ambiente - eines von Stephen Kings Markenzeichen, und das ist auch gut so, denn hier ist er voll in seinem Element.
Selbst jemand der kaum etwas für Horror übrig hat, sollte auf jeden Fall mal einen Blick riskieren, denn dieses Buch ist ein Meilenstein des Horrors.
Man darf nur nicht den Fehler machen, bei der Bewertung des Buches vom gleichnamigen Film auszugehen, denn dazwischen liegen WELTEN. Während der Film einen recht hageren dumpfen und vor allem desillusionierenden Aufbau bietet, brilliert das Buch mit Details, Charakteren, Szenarien und Ideen, die wohl schon vom gesetzlichen Standpunkt aus wohl nie den Weg auf die Leinwand gefunden hätten.
Fazit: Stephen King hat bewiesen, daß es nicht immer einen Friedhof, eine dunkle Gruft, oder eine Horde Zombies braucht, um guten Horror zu schaffen. Wenn man genug Phantasie hat, kann man das pure Grauen sogar aus einem Clown herausholen.
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am 14. Januar 2003
Ich hatte "ES" wirklich lange im Bücherregal stehen, bevor ich mich überwunden habe es zu lesen. Grund war der Film bei mir gewesen. Den hatte ich leider schon gesehen. Deswegen habe ich mir auch nicht allzu viel von dem Buch versprochen. Anlaß es doch zu lesen waren letztendlich die Rezensionen auf dieser Seite hier. Da ich schon wirklich viele King gelesen habe und fast alle gut fand (außer Achterbahn und Feuerkind), musste ich natürlich auch sein sogenanntes Meisterwerk lesen. Und ich muss sagen, es ist wirklich wunderbar. Es ist ein typisches Buch, wo eine angenehm düstere Atmosphäre beim Lesen herrscht und der Horror eigentlich eher im Geiste erfolgt, obwohl King schon sehr detailliert die Kindermorde beschreibt. Die Personen bekommen eine ungewöhnliche Tiefe, die einen auch wirklich interessiert und von Anfang an mitreisst. Das enttäuschendste am Film, das Finale, wurde im Buch so dermaßen genial geschrieben, dass ich kurz gegen Ende mir "ES" fast zurück gewünscht habe. Kurz gesagt: Mit dem Buch kann man nichts falsch machen und es ist schlichtweg ein Meisterwerk.
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am 23. August 2007
Ich habe dieses Buch mitte der 90er Jahre von meinem Schwager mit einem "Augenzwinkern" geschenkt bekommen. Als ich es gelesen hatte, wußte ich auch, warum. Bis dato hatte ich kein Buch dieser Art gelesen und werde wohl auch nicht wieder so etwas Packendes in die Hände bekommen. Und ich lese viel! Es stimmt rundherum alles ! Ich konnte das Buch nicht mehr aus den Händen legen, war total in die Geschichte versunken. Wenn man mich mal angesprochen hat oder es plötzliche Geräusche in der Wohnung gab, hatte ich ( ehrlich!) abstehende Nackenhaare! Das ist das mit Abstand beste Buch von Stephen King, ich habe danach auch andere gelesen. Die sind teilweise auch super, kommen aber mit "ES" nicht mit. Nicht nur super, super gruselig, auch packend und mitreißend! Tolle Geschichte vom Anfang bis zum Ende. Eines meiner Lieblingsbücher.
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am 3. Februar 2013
Ist es nicht seltsam, wenn eine Geschichte, in der Kindheitstraumata eine zentrale Rolle spielen, zum Schrecken der eigenen Kindheit wird? Damals, zu Grundschulzeiten, sah ich den ersten Teil der Verfilmung mit meinem großen Bruder und hatte danach nicht nur monatelang Alpträume und panische Angst davor, ein Badezimmer zu betreten, sondern auch eine bleibende Clownphobie. Aus diesem Grund schreckte ich tatsächlich, trotz meiner tiefen Liebe zu Stephen Kings Werken, vor der Lektüre von ES zurück - bis mir mein Bruder genau dieses Buch schenkte, mit den Worten, es sei das beste Buch, das er jemals gelesen hatte. Es war also an der Zeit, sich den Ängsten aus Kindheitstagen zu stellen.

Schauplatz des Geschehens ist Derry, Brutstätte eines namenlosen Grauens, das etwa alle dreißig Jahre erwacht und als hungrige Plage über die Kleinstadt hereinbricht. Es muss fressen, und Seine bevorzugte Beute sind Kinder, die Es auf brutalste Weise ermordet. Eine Gruppe von sieben jungen Freunden, jeder von ihnen aus unterschiedlichsten Gründen ein Außenseiter, stellt sich dem blutigen Schrecken und schafft es, mit ihrer kindlichen Fantasie und einer tiefen Freundschaft, Es zu verwunden. Sie schwören sich, sollte Es überlebt haben, würden sie sich wieder zusammenfinden und seinem Treiben ein für allemal ein Ende setzen. Als siebenundzwanzig Jahre später das Morden erneut beginnt, ist es Zeit für den "Klub der Verlierer", nach Derry zurückzukehren und herauszufinden, ob die Macht unbedingten Glaubens, der für ein Kind selbstverständlich ist, und das Band zwischen Ihnen noch stark genug ist, den schier übermächtigen Feind zu besiegen...

Um es gleich zu sagen: ES ist in meinen Augen definitiv Kings bestes Werk, und ich spürte mit jeder Seite mehr, dass es auch mein neues Lieblingsbuch werden würde. Es ist schlichtweg das berührendste, intensivste Buch, das mir jemals in die Hände gefallen ist. King spielt wie üblich meisterhaft mit einer unglaublichen Bandbreite an menschlichen Urängsten, aber er tut weit mehr als das - er erschafft eine eigene Welt und Charaktere, die einem so sehr ans Herz wachsen, dass sie zu Freunden werden. Passagen puren Schreckens wechseln sich mit unheimlich tiefgehender Charakterentwicklung ab, mit den alles andere als übernatürlichen Sorgen, Ängsten und Problemen der liebenswerten Protagonisten. Bill, Ben, Richie, Beverly, Eddie, Mike und Stan sind wunderbare, unvergessliche Helden, mit denen ich gelacht und geweint habe, deren Freundschaft mich verzaubert und deren Mut mich selbst beflügelt hat.

Am Ende der gemeinsamen Reise habe ich wie bei keinem anderen Buch Tränen vergossen - schon deshalb, weil der Weg mit meinen neu gewonnen Freunden nun zuende war. Aber bis zu diesem Punkt warten herrlich viele Seiten, auf denen man tief in menschliche Ängste und Familientragödien eintauchen kann, aber die vielleicht mehr als alles andere Freundschaft, Liebe und die Wunder der Kindheit zum Thema haben.
Wie so oft bei Stephen King kann die Verfilmung in keinster Weise dem Buch gerecht werden. Der wunderbare Schreibstil, der ebenso erschreckende und verstörende wie faszinierende Feind, die virtuose Verflechtung von Vergangenheit und Gegenwart und vor allem Kings tiefen Einblick in die menschliche Natur machen Es zu einem einmaligen Leseerlebnis. Wer lieber Non-Stop-Horror mag, wird vom Aufbau und Tiefgang des Buches sicher abgeschreckt werden, allen anderen ist ES uneingeschränkt zu empfehlen. ES ist ein Meisterwerk, das in jeder Hinsicht mitten ins Herz trifft.

Um es mit Kings eigenen Worten zu sagen:

Bücher sind Wahrheiten inmitten von Lügen,
und die Wahrheit dieses Buches ist schlicht und einfach: Der Zauber existiert.
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am 18. März 2006
Ich gehörte frührer zu den Leuten, die Stephen King skeptisch gegenüberstanden. Ich verurteilte seine Bücher, ohne sie gelesen zu haben, aufgrund der teilweisen sehr schlechten Verfilmungen. Irgendwann wurde ich aber immer neugieriger und habe mir Sie (Misery) gekauft. Ich wer damßen überwältigt, dass ich mir sofort danach Shining und dann Es bestellt habe.
Stephen Kings "Es" ist ein absolut lesenswertes, packendes und grandioses Buch. Es ist unglaublich wie King es schafft, Charaktere und deren Schicksale zu beschreiben, sie glaubwürdig wirken zu lassen. Das spricht nicht nur für Kings Phantasie sondern vor allem für seine ausgezeichneten Schriftstellerqualitäten! Kaum ein anderer Autor vermag Horror so ernsthaft, so glaubwürdig dazustellen wie es King besonders in ES gelungen ist!
Die Handlung wurde hier schon zur Genüge besprochen, darum werde ich es nicht noch einmal wiederholen.
Wer ein spannendes, intelligent geschriebenes, schockierendes aber auch unterhaltsames Buch lesen will, der greift zu ES. Lasst euch nicht vom Umfang oder der schlechten Verfilmung abschrecken.
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