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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Also ich hab geweint...
Ich hab das Buch schon vor einigen Tagen beendet und mußte erstmal wieder Luft holen.
Gerade wenn man Wiebke kennt und mag, weiß man wie viel Herzblut in diesem Buch stecken muß. Gerade deshalb hatte ich schreckliche Angst, daß es kitschig oder pathetisch werden wird und mir somit gar nicht gefällt.
Meine Angst war komplett grundlos...
Veröffentlicht am 15. April 2010 von Janie

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schade...
Eva hat Ihre Zwillingsschwester bei einem tragischen Unfall verloren. Seitdem hat sie Schuldgefühle, weil sie nicht ans Telefon gegangen ist, an dem Abend, an dem Marlene gestorben ist.
Sie hat den Ex-Mann Ihrer Schwester geheiratet. Freunde & Verwandte sind entsetzt über diese Beziehung. Dann stirbt auch noch das neugeborene Baby und Eva scheint nun...
Vor 8 Monaten von Candy veröffentlicht


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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Also ich hab geweint..., 15. April 2010
Von 
Janie (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Allerliebste Schwester (Gebundene Ausgabe)
Ich hab das Buch schon vor einigen Tagen beendet und mußte erstmal wieder Luft holen.
Gerade wenn man Wiebke kennt und mag, weiß man wie viel Herzblut in diesem Buch stecken muß. Gerade deshalb hatte ich schreckliche Angst, daß es kitschig oder pathetisch werden wird und mir somit gar nicht gefällt.
Meine Angst war komplett grundlos. Zart und doch unheimlich bedrückend schildert Wiebke das Drama der Zwillingsschwestern Eva und Marlene. Sie erzählt eine Geschichte von falschen Entscheidungen, von Vertrauen und mangelndem eben solchem, von Hass, Tod, Trauer und Familienbanden. Eine bewegende Geschichte, die einen stellenweise auch wegen der unheimlich guten Szenen und gewählten Sprache zu Tränen rührt. (Und das obwohl ich mich sonst als total harte Sau bezeichnen würde.)
Wie auch schon bei Was Wäre Wenn, bei dem es ja eine Songlist gab, spielt auch hier die Musik eine sehr große Rolle und hilft sich in die Situationen genau einzufühlen.
Auf Seite 101 singt Eva, das Beerdigungslied für ihre Schwester am Flügel im Wohnzimmer und mit mir war es vorbei. Hemmungslos flennend saß ich in der S-Bahn und erntete irritierte Blicke, während ich nur schniefen konnte: "Buch is soooo traurig!" Die Leute haben bestimmt gedacht, ich ticke nicht sauber.
Trotz der Kürze des Buches habe ich immer wieder Pausen einlegen müssen, eben weil es so tiefgehend war, daß man das nicht einfach so runterlesen konnte, ohne darüber nachzudenken, sich einzufühlen und mit zu leiden.
Einziges Minus, das Ende war für mich ein wenig vorhersehbar, tat aber dem Lesegenuß an sich keinen Abbruch, da es hier weniger auf die Auflösung, als mehr auf die Begleitung der Protagonisten und dem nachfühlen ihrer Emotionen und Gedanken ankam.
Wiebke hat, indem sie geschrieben hat "was raus muß", einen ganz neuen Weg, weg von Anne Hertz und Was Wäre Wenn, eingeschlagen und hat mich voll und ganz überzeugt, daß dies der richtige Weg ist.

Die Aufmachung des Buches hat mir außerdem ebenfalls mehr als gut gefallen für wenig Geld hat man hier tatsächlich noch mal ein richtiges echtes Hardcover in den Fingern, mit einem Umschlag der sich in den Händen ausgesprochen gut anfühlt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schade..., 23. September 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Allerliebste Schwester: Roman (Taschenbuch)
Eva hat Ihre Zwillingsschwester bei einem tragischen Unfall verloren. Seitdem hat sie Schuldgefühle, weil sie nicht ans Telefon gegangen ist, an dem Abend, an dem Marlene gestorben ist.
Sie hat den Ex-Mann Ihrer Schwester geheiratet. Freunde & Verwandte sind entsetzt über diese Beziehung. Dann stirbt auch noch das neugeborene Baby und Eva scheint nun endgültig den Verstand zu verlieren…
Leider bin ich enttäuscht. Unter Psychodrama habe ich mir etwas anderes vorgestellt.
Der Schreibstil ist mir zu flach. Auch die einzelnen Charaktere sind mir unsympathisch.
Die Geschichte plätschert vor sich hin. Es fehlt an Spannung.- Es gibt keinen einzigen Höhepunkt. -Daher würde ich dieses Buch nicht empfehlen.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen beklemmend..., 27. Juni 2010
Von 
Kater "Tomcat" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Allerliebste Schwester (Gebundene Ausgabe)
ganz anders als die bisherigen Bücher der Autorin ist nun dieses. Das hat mich anfangs etwas verstört, genauso verstört wie Eva war und ist, als ihre Zwillingsschwester Marlene sich das Leben nimmt. Und keiner so recht weiss warum und wieso, und ob Eva sie hätte retten können, wäre sie denn in dieser Nacht ans Telefon gegangen...

Dass Eva nun Tobias heiratet, die Arbeitsstelle ihrer Schwester einnimmt- ihr Leben lebt? - scheint gutzugehen, bis - ja, bis Evas Sohn tot geboren wird. Damit bricht alles auf.....
Plötzlich ist die tote Marlene präsent, erscheint in Evas Leben, um mit ihr zu reden - und Eva erinnert sich....was weh tut, was aber auch "wach" macht und sie aufrüttelt. Wird sie es denn schaffen und sich befreien können und was war wirklich mit Marlene?

Das konnte ich - wohl im Gegensatz zu vielen anderen Lesern.... nicht voraussehen und darum blieb das Buch von der ersten bis zur letzten Seite spannend für mich.

Es hat mich "mitgezogen" von Anfang bis zum Schluss; es ist mir nahe gegangen und hat mich sehr berührt. Ich hätte nicht gedacht, dass Wiebke Lorenz, die ich bisher nur "leicht, locker,flockig, frech" kannte, auch Bücher mit solchem Tiefgang schreiben kann.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch von beeindruckender emotionaler Tiefe, 21. März 2010
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Allerliebste Schwester (Gebundene Ausgabe)
Gleich zu Beginn dieses Buches sagt ein Pastor auf einer Trauerfeier, 'dass das Leben weitergehen müsse', nur muss das Leben nicht weitergehen ' es geht weiter. Das Leben lässt sich keine Befehle erteilen und es ist ihm (dem Leben) auch völlig egal welche Trümmer und Ruinen es auf seinem Weg hinterlässt. Und so war es dem Leben eben auch gleichgültig was mit den beiden Zwillingsschwestern Marlene und Eva passiert und passieren würde.

Erzählt wird vordergründig die Geschichte von Eva, verheiratet mit Tobias, dem Mann ihrer verstorbenen Schwester Marlene. Aber Eva muss nicht nur den Verlust der Schwester verkraften, auch ihre Schwangerschaft endet tragisch. Das Baby, Eva hatte sich bereits für den Namen Lukas entschieden, kam tot zur Welt. Fast zerbricht Eva an diesen Schicksalsschlägen; zudem muss sie sich auch noch mit der Gefühlskälte und dem Unverständnis ihrer Umwelt auseinandersetzen. Ihr Mann Tobias bevormundet sie, sieht in ihr offenbar nur eine 'neue' Marlene. Doch Eva und Marlene sind/waren unterschiedliche Menschen und Eva leidet sehr darunter, dass ihre Individualität offenbar nicht zur Kenntnis genommen wird, dass man sich schlichtweg nicht sehr für sie mit all ihren Gefühlen und Empfindungen interessiert. Auch ihre selbstgerechten Eltern und Schwiegereltern nehmen Eva nicht als Mensch zur Kenntnis, sie hat einfach nur so zu funktionieren, dass sie Eltern, Schwiegereltern und Ehemann keine Schande macht. Ihr Job ist der des Anhängsel von Tobias.

Doch dann passiert es dass Eva immer wieder von ihrer toten Schwester Marlene aufgesucht wird. Zwischen den Schwestern existieren sehr viele unausgesprochene Dinge, die dafür sorgten, dass die Distanz zwischen ihnen immer größer wurde. Doch es ist letztendlich die tote Marlene die Eva hilft, endlich den Weg ins eigene Leben zu finden.

Dieses Buch lässt wohl keinen Leser unberührt zurück. Wiebke Lorenz findet immer zu jeder Zeit die richtigen Worte. Manchmal ist ihre Sicht distanziert, manche Passagen dagegen sind voller Gefühl und nehmen auch den Leser voll in ihren Bann. Die Autorin schafft es stets den richtigen Ton zur richtigen Zeit zu treffen. Etwas, das nicht unbedingt selbstverständlich ist. Wo andere Bücher vielleicht in peinlichen Sentimentalitäten abdriften, wo sie 'gefühlsduselig' werden, da geht dieses Buch einen ganz anderen Weg. Es ist der Weg des 'gefühlten Realismus'. Statt weinerlich zu werden, wird die Traurigkeit vielmehr so realistisch beschrieben, dass man sie als Leser wirklich deutlich fühlen kann. Gerade aus diesen realistischen Beschreibungen bezieht dieses Buch seine erzählerische Kraft. Die Geschichte die erzählt wird, kann sich überall genauso zugetragen haben, sie ist erschreckend und bedrückend realistisch. Aber sie (die Geschichte) ist eben auch ' alltäglich. Denn auch der Alltag hält immer wieder neue Beklemmungen, Schmerz und Traurigkeiten für uns bereit.

'Allerliebste Schwester' ist ein Buch, welches man nach dem Lesen sicher nicht einfach so weglegt um sich dem nächsten Buch zu widmen. Es ist ein Buch, das den Leser einfordert sich mit ihm zu beschäftigen, dass Fragen stellt und sich zusammen mit dem Leser auf die Suche nach den Antworten begibt. Antworten die auf der Hand liegen, die aber trotzdem nicht offensichtlich sind.

Der Epilog dieses Buches macht die emotionale Tiefe dieser Geschichte mehr als deutlich, ist wohl auch der emotionale Höhepunkt eines mehr als beeindruckenden Leseerlebnisses. Ein sicher nicht unbedingt übliches Leseerlebnis, aber ohne dieses Leseerlebnis würde man unter Garantie etwas verpassen.

Mit diesem Buch lernen wir eine andere Wiebke Lorenz kennen. Hier schreibt nicht die wortgewandte Journalistin, die Journalistin die immer schlagfertig, humorvoll und auf den Punkt kommend schreibt; nein, hier schreibt eine Frau, die sich dem Leser zu öffnen scheint, die selbst tastend auf der Suche ist. Hier schreibt eben auch eine Frau, die den Leser emotional fordert, die es dem Leser wahrlich nicht leicht macht, die es ihm aber auch nicht leicht machen will.

Über eines sollte sich jeder potentielle Leser im Klaren sein: Eine Vergnügungsreise macht man mit diesem Buch sicher nicht. Vielmehr ist es eine Reise zu den Wurzeln, zu den gelebten emotionalen Wurzeln eines sicher nicht leichten Lebens.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ein Leben in Symbiose ?, 10. April 2010
Von 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Allerliebste Schwester (Gebundene Ausgabe)
Das eineiige Zwillinge eine für Außenstehende manchmal nicht nachvollziehbare Verbindung haben,ist schon oft festgestellt worden. Dieses Phaenomen wird auch in Wiebke Lorenz Buch aufgegriffen, die uns die Geschichte von Eva und Marlene erzählt, die als eineiige Zwillinge zur Welt kamen.
Aber schon im Kindesalter unterscheiden sie sich. Marlene ist angepasste, erfolgreiche Tochter, die sich der Anerkennung ihrer Eltern gewiss sein kann, Eva ist der aufsässige, wilde Part, die keine Gelegenheit auslässt, negative Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, vielleicht auch, um aus dieser Symbiose auszubrechen und sich abzugrenzen.
Nach dem Abitur schwören sie sich weiterhin zusammenzuleben, was aber durch die Liebe ihrer Schwester zu Tobias, ihrem späteren Mann, verhindert wird.Eva bleibt wütend und verletzt zurück.Als ihre Schwester Selbstmord begeht, macht Eva sich Vorwürfe,da sie für ihre Schwester nicht erreichbar war, als diese sie dringend brauchte.
Die Verbundenheit Evas mit ihrer Schwester und ihre Selbstvorwürfe, gehen soweit, dass sie in Malenes Rolle schlüpft, ihren Mann Tobias, nach deren Tod heiratet und auch ihren Job übernimmt und somit auch einen Teil ihrer Identität aufgibt, denn die wilde, aufsässige Eva ist verschwunden. Sie wird zur angepassten Ehefrau, bis zu dem Zeitpunkt, wo sie eine Todgeburt erleidet und ihre Psyche ihr einen Streich spielt und sie schwer erkrankt und der Unterschied zwischen ihrer eigenen Identität und der Marlenes für sie nicht mehr unterschieden werden kann.

Das Psychogramm, dass Wiebke Lorenz in ihrem Roman "Allerliebste Schwester"beschreibt, habe ich mit Spannung gelesen und obwohl die Auflösung schon früh erkennbar war, hat mich dies nicht weiter gestört.Der flüssige Schreibstil der Autorin tat sein übrigens, das ich dieses Buch genießen konnte und es war interessant, die Autorin mit diesem psychologisch ausgefeilten Roman einmal anders erleben zu dürfen, als mit ihren Unterhaltungsromanen, die sie mit ihrer Schwester als "Anne Herz" Duo schreibt.Trotzdem blieb mir die Person Eva seltsam fremd, was ich mir auch nicht so genau erklären kann. Vielleicht kam es durch die manchmal schon recht sachliche Art der Schilderung der Ereignisse, die aber andererseits gut zu Evas marionettenhaften Verhalten passten.
Alles in allem ein gelungenes Buch.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Thrill, 11. Mai 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Allerliebste Schwester (Kindle Edition)
Ich hatte ein leicht ungutes Gefühl beim Lesen dieses Thrillers: so, als stimmte etwas nicht ganz ... spannend bis zum Schluss und für Liebhaber des Psycho-Thrills sehr zu empfehlen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen fesselnd, spannend, berührend, 7. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Allerliebste Schwester: Roman (Taschenbuch)
Ich finde das Buch von Wiebke Lorenz klasse.
Ich habe es gestern Abend angefangen und auch beendet. Ich konnte nicht mehr aufhören, darin zu lesen.
Ich finde es sehr spannend geschrieben, man muss einfach dran bleiben.
Es passieren viele Handlungen nacheinander, die Spannungskurve bleibt immer erhalten.
Die Geschichte an sich ist merkwürdig aber dennoch kreativ.
Man fühlt total mit und kann sich hinein versetzen.
Absolut empfehlenswert!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Leben der Anderen, 13. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Allerliebste Schwester (Gebundene Ausgabe)
Allerliebste Schwester" ist ein verstörendes Psychogramm einer unüblichen Schwesternbeziehung.
Eva heiratet den Mann ihrer Zwillingsschwester Marlene, die angeblich Selbstmord verübt hat. Vier Jahre ist der Todesfall her und Eva hat zwischenzeitlich in jeder Beziehung das Leben" ihrer Schwester übernommen. Nach einer Fehlgeburt verliert sie komplett den Boden unter den Füßen. Ihre Schwester erscheint" ihr und redet mit ihr. Wiebke Lorenz schreibt in einer klaren und niveauvollen Sprache und vermag es mit dieser den Leser in das Buch zu ziehen und auch fest zu halten. Allerdings erscheinen mir manche Dinge unglaubwürdig bzw. zu zufällig, wie das Aufeinandertreffen mit Marlenes Geliebten, mit dem Eva auch ins Bett geht. Da war mir fast schon zu viel. Auch findet Eva zu schnell aus ihrer Krankheit. Schizophrenie ist ein komplexes Krankheitsbild mit einem langen Leidensweg für die Betroffenen. Für mich ist es somit nicht glaubhaft , dass Eva so schnell gesund wird. Der Schluß (Epilog) ist aus meiner Sicht nicht notwendig, besser wäre es gewesen, Erkenntnisse, die der Leser durch den Epilog erhält (die zudem vorhersehbar waren) mit dem Romangeschehen zu verweben. Cover und Aufmachung des Buches sind sehr gelungen. Fazit: Gute, solide Krimikost für Fans des düsteren Psychodramas.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wiebke Lorenz braucht kein Happy End um zu beeindrucken, 17. März 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Allerliebste Schwester (Gebundene Ausgabe)
Vor drei Jahren verlor Eva ihre Zwillingsschwester. War es Mord? Oder Selbstmord? Die Umstände sind bis heute nicht ganz geklärt und aus gegenseitigem Trost wurde Liebe: Eva heiratete den Mann ihrer verstorbenen Schwester. Eine praktische Lösung. Für alle?
Denn nach und nach zerbricht Eva an ihren eigenen Regeln. Sie, die immer "das schwarze Schaf" der Familie war, möchte nun plötzlich die brave Ehefrau sein. Perfekt in Szene gesetzt in einem Leben voller Rituale, Tradition und Regeln.
Die Totgeburt ihres kleines Lukas empfindet Eva als erneute Strafe und während Evas Mann Tobias nach vorne schaut und einen "neuen Versuch" startet, versinkt Eva immer mehr in Tagträumen und Erinnerungen an die vermeintlich glückliche Kindheit.
Immer wieder taucht Marlene darin auf, öffnet Eva die Augen und plötzlich bröckelt die Fassade der heilen Familienwelt. Eva bricht die Regeln, lässt sich tätowieren, rastet aus und droht allen Halt zu verlieren. Doch dann taucht plötzlich Simon auf. Auch er kannte Marlene...

Wiebke Lorenz erzählt in "Allerliebste Schwester" die Geschichte zweier Frauen die unterschiedlicher nicht sein können.
Während Marlene die perfekte Tochter verkörpert, begehrt Eva auf und muss dafür Schläge und die Missachtung der Eltern ertragen. Die heile Familienwelt ' nur eine Farce. Sie ist die Aufmüpfige, immer wieder getadelt, bestraft und mit der Schwester verglichen.
Als dann auch noch Marlene das Elternhaus verlässt, um zu studieren und kurze Zeit später verliebt ist, haut Eva nach Hamburg ab. Zu groß ist der Groll darüber verlassen worden zu sein, von dem einzigen Menschen, der ihr bis dato etwas bedeutet hat.
Nach Marlenes Tod nimmt sie zunehmend ihren Platz ein. Sie heiratet ihren Schwager, übernimmt Marlenes Anstellung in einem Buchladen und verliert dabei mehr und mehr ihre eigene Identität. Wieder einmal ist sie eben nicht die brave Tochter. War sie jemals die brave Schwester? Hat Eva sich nicht schon lange an Marlene gerächt?

Perfekt!!, dachte ich als ich das Buch zuschlug. Wiebke Lorenz' packende Familiengeschichte um die Rivalität zweier Schwestern braucht kein Happy End, um zu beeindrucken. Ein unmissverständlicher Schreibstil, unvorhersehbare Wendungen, überzeugende Figuren und viel Tiefgang sind dagegen unentbehrlich, und hier hervorragend gelungen.
Die Charaktere sind atemraubend antipathisch und überzeugen durch Aufdringlichkeit, Besserwisserei und Emotionslosigkeit. Solche Leute möchte ich nicht näher kennen!
Die beklemmende Atmosphäre trägt sich von der ersten bis zur letzten Seite. Dort endet sie in einem grandiosen Finale, welches auch weitsichtige Leser überraschen wird.
Während andere Autoren es mit vielen Worten nicht schaffen, Dinge zu erklären, Szenen zu beschreiben oder Charaktere zu formen gelingt dies Wiebke Lorenz tadellos - in einer klaren, fesselnden Art und Weise, die es unmöglich macht, sich diesem Buch zu entziehen.
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11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wiebke Lorenz vom Feinsten..., 16. März 2010
Von 
Eskalina (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Allerliebste Schwester (Gebundene Ausgabe)
Ich muss gestehen, es war der Titel, der mich bei diesem Buch zuerst ansprach. Er erinnerte mich an meine liebste Kindergeschichte von Astrid Lindgren. Darin geht es um das Mädchen Babro, das von ihrer imaginären Zwillingsschwester Ylva-li erzählt. Merkwürdig - über all die Jahre habe ich einen Satz aus dieser Geschichte bis heute im Gedächtnis behalten: "Allerliebste Schwester", sagte Ylva-li leise, "wenn die Rosen des Salikon verwelken - werde ich tot sein."

Es geht um eine enge Bindung, um Abschied und um Trauer, aber auch um die Suche nach der eigenen Identität - das habe ich später verstanden, als ich das Buch, in dem diese Geschichte stand, für sehr viel Geld in einem kleinen Antiquariat kaufte, nur, um diese Kindheitserinnerung noch einmal zu lesen.

Auch in "Allerliebste Schwester" von Wiebke Lorenz geht es um diese Themen und Ylva-li und Barbro spielen eine nicht unerhebliche Rolle. Ihre Geschichte und die von Eva und Marlene weisen Parallelen auf und geben Raum für viele Interpretationen. Es geht um die enge Bindung von Eva an die Schwester, die ihr immer als Vorbild dienen musste, in deren Schatten sie zeitlebens stand und die sie trotzdem zu lieben glaubte, aber auch um die langsam wachsende Erkenntnis, dass im Laufe ihres Lebens ihre eigene Identität auf der Strecke geblieben ist. Immer deutlicher erkennt der Leser die Schuldgefühle, die Eva nach dem Tod der Schwester kompensieren will, indem sie den Witwer Marlenes heiratet. Nachdem jedoch das gemeinsame Kind, ihr Sohn Lukas, tot geboren wird, entgleitet ihr die Realität jeden Tag ein bisschen mehr. Sie sieht ihre Schwester, spricht mir ihr und hört auf ihre Ratschläge. Die Person der Eva ist absolut gelungen und von einer unglaublichen Vielschichtigkeit. Sie verändert sich beinahe täglich, wehrt sich unbewusst gegen das Leben, das sie sich selbst aufgezwungen hat und sieht sich trotz allem verpflichtet, Marlenes Platz einzunehmen und deren Leben weiter zu führen. Der Zwiespalt, in dem sie steckt, wird immer deutlicher, und jeder Tag, den sie in der von ihr geschaffenen Scheinwelt verbringt, trägt dazu bei, sich weiter und weiter von ihrem normalen Umfeld zu entfernen und sich in sich selbst zurückzuziehen.

Der Autorin gelingt mit der Darstellung ihrer Protagonistin ein zugleich verstörendes wie faszinierendes Psychogramm. Ganz behutsam und immer deutlicher werdend arbeitet sie alle Stationen im Leben ihrer Hauptperson heraus, gestattet einen Blick hinter die Kulissen einer scheinbar heilen Welt, deren Strukturen sich bei näherem Hinsehen langsam aber unhaltbar aufzulösen beginnen und erschafft eine unglaubliche Faszination, die einen schon auf der ersten Seite in die Ereignisse eintauchen lässt und noch lange nach dem Lesen nachwirkt.

Mein Fazit: Ein hervorragend gelungener und fesselnder Roman mit perfekt ausgearbeiteten Protagonisten, und einem Tiefgang, der mir noch lange in Erinnerung bleiben wird - auch da findet sich für mich also eine Parallele zu der anderen allerliebsten Schwester...
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Allerliebste Schwester: Roman
Allerliebste Schwester: Roman von Wiebke Lorenz (Taschenbuch - 8. August 2011)
EUR 8,99
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