Kundenrezensionen


72 Rezensionen
5 Sterne:
 (36)
4 Sterne:
 (24)
3 Sterne:
 (9)
2 Sterne:
 (3)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schwarz und weiß...
In dem außerordentlich spannenden Roman "Kap der Finsternis" ist nichts nur schwarz und weiß. Die Guten sind nicht nur gut, und die Bösen nicht nur Böse.
Roger Smith stellt uns zu Beginn auf wenigen Seiten folgende Protagonisten vor: eine amerikanische Kleinfamilie - Vater, schwangere Mutter, ein kleiner Sohn; zwei Gangster auf Abwegen; ein...
Veröffentlicht am 17. April 2009 von Anette1809

versus
13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das Ende der Apartheid?!?
Südafrika - was kennt man schon davon, wenn man selbst noch nicht dagewesen war? Ein Urlaubsparadies mit weißen Stränden und einer unglaublichen Naturidylle?!? Klar, da gab es mal Probleme mit der Apartheid und die Kriminalitätsrate soll schon hoch sein, aber SO schlimm kann es doch nicht sein...

Oh, doch: Glaubt man diesem Buch - und das...
Veröffentlicht am 1. Mai 2009 von jurmai


‹ Zurück | 1 28 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schwarz und weiß..., 17. April 2009
Von 
Anette1809 "katzemitbuch" (Rheinhessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Kap der Finsternis: Roman (Gebundene Ausgabe)
In dem außerordentlich spannenden Roman "Kap der Finsternis" ist nichts nur schwarz und weiß. Die Guten sind nicht nur gut, und die Bösen nicht nur Böse.
Roger Smith stellt uns zu Beginn auf wenigen Seiten folgende Protagonisten vor: eine amerikanische Kleinfamilie - Vater, schwangere Mutter, ein kleiner Sohn; zwei Gangster auf Abwegen; ein korrupter Bulle mit Namen "Gatsby", sozusagen der "Hot Dog" Südafrikas :-) und einen ehemaligen entstellten Gefängnisinsassen, der nach seiner Entlassung aus dem Knast als Wachmann arbeitet. Näheres zu den einzelnen Personen verrät der Klappentext.
Den gewählten Ort der Handlung - Kapstadt - finde ich gut gewählt. Ein Ort, den ich nur aus Erzählungen kenne, und ein Ort, der sich in positiver Weise abhebt von den bekannten Schauplätzen der Kriminalliteratur. Einen Krimi oder Thriller, der in Skandinavien oder den USA spielt, hat ja fast jeder schon einmal gelesen, aber Kapstadt?
Der Leser wird in Windeseile in den Bann der miteinander verwobenen Einzelschicksale gezogen. Ich finde, man merkt diesem Buch an, dass der Autor auch im Filmgeschäft arbeitet. Mich hat der Stil an Episodenfilme und an Verfilmungen der Romanvorlagen von Elmore Leonard erinnert. Der aus verschiedenen Perspektiven erzählte Roman ist - wenn auch auf äußerst brutale Art - unterhaltsam und von der Erzählweise anspruchvoll. Sowohl mich als auch meinen Mann haben der flüssige Schreibstil, die authentische Sprache und die Handlung sehr begeistert. Die teilweise verwendete Fäkaliensprache hat uns nicht gestört, weil sie zur Handlung und den Protagonisten passt. Wir beide haben diesen Roman innerhalb kürzester Zeit verschlungen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Blutiges Meisterwerk!, 21. September 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Kap der Finsternis: Thriller (Taschenbuch)
Das Buch fällt mir großer Wucht über den Leser her.Burn,ein spielsüchtiger Verbrecher aus den USA flieht mit der Beute des letzten Überfalls,schwangerer Ehefrau und 3-jährigem Sohn nach Kapstadt.Im "Paradies,das auf einer Kloake steht" werden sie zuhause von 2 farbigen Gangstern überfallen.Burn tötet den einen in Notwehr,den zweiten ermordet er,um die Sache zu vertuschen,die Leichen werden neben dem Township im Gebüsch entsorgt.Ein Polizist,fetter stinkender Widerling,Mörder und Erpresser,Relikt aus der Arpartheid,schnüffelt nach und kommt Burn auf die Spur.Ein entlassener Sträfling,auch kein Kind von Traurigkeit,bekommt die Sache auch mit.Zwischen diesen 3 Personen tobt der Kampf,motiviert von Gier,Angst und Rachedurst.Geschildert wird besonders das Leben in den Hüttensiedlungen der armen Schwarzen und Farbigen,eine Hölle aus Drogen,Gewalt und Hoffnungslosigkeit.Gibt es in einer Hütte ein Gemetzel,sind sofort die lieben Nachbarn da,um wertvolle Habe wie Fernseher"sicherzustellen".Dort gilt das Gesetz des Dschungels:Fressen oder gefressen werden.Wer nicht über Morde an Kindern,Vergewaltigungen,blutige Leichen,Verbrennungen bei lebendigem Leib,Verstümmelungen u.s.w. lesen kann,für den ist das Buch eher nicht geeignet.Das Buch ging mir unter die Haut,jede Person ist eine hoffnungslos tragische Figur.
Aber es ist unglaublich spannend,alle Schilderungen sind glaubhaft,alle Figuren plastisch,man ist in dem Buch richtig "drin".Es ist ein schockierdendes,grausames aber meisterlich geschriebenes Werk.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das Ende der Apartheid?!?, 1. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Kap der Finsternis: Roman (Gebundene Ausgabe)
Südafrika - was kennt man schon davon, wenn man selbst noch nicht dagewesen war? Ein Urlaubsparadies mit weißen Stränden und einer unglaublichen Naturidylle?!? Klar, da gab es mal Probleme mit der Apartheid und die Kriminalitätsrate soll schon hoch sein, aber SO schlimm kann es doch nicht sein...

Oh, doch: Glaubt man diesem Buch - und das tue ich zumindest in Ansätzen - dann ist es noch wesentlich schlimmer! Durchaus spannend erzählt der Autor in seinem Debütroman die Geschichte der amerikanischen Familie Burns, die sich zum Untertauchen ausgerechnet Kapstadt ausgesucht haben und schnell in die südafrikanische Banden- und Drogenkrimininalität verstrickt werden, die auch vor den staatlichen Organen nicht halt macht.

Der Autor zeigt sehr offensichtlich viele Probleme der südafrikanischen Realität - von der Bewältigung der Apartheidjahre ist da noch lange nichts zu spüren, auch wenn es erste Lichtblicke in Gestalt des Sonderermittlers Disaster Zondi gibt.

Der Thriller liest sich schnell "weg", trotz seiner teilweise doch brutalen Schilderungen, die der Autor durch eine herbe Sprache betont. Ein anderer Sprachstil jedoch würde m.E. das Geschehen an Glaubhaftigkeit verlieren lassen. Ein Buch für zarte Gemüter ist "Kap der Finsternis" somit definitiv nicht! Wer davor nicht zurückschreckt und sich gerne für einige Stunden unterhalten lassen möchte, für den ist das Buch gut geeignet.

Die Charaktere wurden nach meinem Geschmack teilweise etwas zu oberflächlich gezeichnet. So konnte ich aufgrund des vorher vermittelten Gesamtbildes einer Person nicht immer plötzliche Entscheidungswechsel nachvollziehen.

Insgesamt jedoch ein gutes Debüt des Autors, allerdings blieb leider bei den letzten Seiten das Gefühl, das Buch möge nie enden, bei mir aus.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zu viel Fäkalsprache, 12. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kap der Finsternis: Roman (Kindle Edition)
Wenn man Kapstadt gut kennt wie ich, schaudert es einen bei der Beschreibung der Lebensumstände schon ein wenig, aber im weiten Sinne entspricht die Schilderung wohl der Realität. So viel Morde wie in dem Roman beschrieben, gibt es glücklicherweise nicht mehr am Kap, aber Armut, Gewalt, wahrscheinlich auch Willkür sind nicht wegzudiskutieren, vor allem wenn es um Frauen geht. Bleibt zu hoffen, dass solche Polizisten wie der Protagonist keine Chancen mehr haben, ihren Hass in einem offiziellen Amt auszuleben. Zum Schreibstil: Bei aller Brutalität, um die es geht, stellt sich mir dennoch die Frage, ob die Fäkalsprache in einem Roman in der Form und so häufig eingesetzt werden muss, um die entsprechende Stimmung zu erzeugen. Da gibt es durchaus auch andere Stilmittel. Spannend ist das Buch in jedem Fall, aber für zartbeseitete Leser nicht unbedingt geeignet. Und dennoch: Kapstadt ist eine wunderschöne Stadt mit liebenswerten, hilfsbereiten und sehr freundlichen Menschen. Ich habe dort gelebt und ausschließlich positive Erfahrungen gemacht. Das Leben ist kein Roman.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schonungslos fesselnd, 22. März 2009
Von 
goat (Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Kap der Finsternis: Roman (Gebundene Ausgabe)
Roger Smith' Roman zu lesen, gleicht einer Achterbahnfahrt. Durch die häufigen Szenenwechsel nimmt er schnell an Geschwindigkeit auf, der langsame und steile Weg nach oben ist gleich zu setzen mit dem schwierigen Leben der Protagonisten. Jedoch lässt er dem Leser wenig Möglichkeiten, sich mit diesen genau auseinander zu setzen, weil er schon im nächsten Augenblick ansetzt zur Talfahrt.

Man fällt tief - sehr tief! Mehrere Male habe ich mich beim lesen gefragt, wo Roger Smith irgendeine Gefühlsregung in sein Buch einfließen lässt. Hart, brutal und mit wenig Hoffnung schreibt er und trotzdem habe ich es nicht geschafft, mich diesem Roman zu entziehen. Ich war entsetzt über diese Brutalität und zugleich gefesselt.

Nichts ist vorhersehbar und selbst beim Schluss musste ich zugeben, dass er zum restlichen Buch passt.
Das Cover ist für so ein spannungsgeladenes Buch nicht ganz glücklich gewählt, und auch der Klappentext gibt nicht sonderlich viel her. Aber dies wäre mit Sicherheit ein Roman, bei dem ich ein Warnhinweis angebracht fände. Ein FSK für Bücher.

Für schwache Nerven ist dieser Roman defintiv nichts. Mir hat er außerordentlich gut gefallen und mich sehr nachdenklich und schockiert zurück gelassen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein schonungsloser Debütroman, 11. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Kap der Finsternis: Roman (Gebundene Ausgabe)
Bei Kap der Finsternis handelt es sich um ein schonungsloses Erstlingswerk von Roger Smith. Obwohl oder gerade, weil der Autor selbst in Kapstadt lebt, kann man von einem aktuellen authentischen Bild von Südafrika ausgehen, dass er in aller Brutalität und Grausamkeit darstellt, ohne die Dinge zu beschönigen.
Bereits im ersten Kapitel findet ein bewaffneter Überfall von zwei jungen Männern, die auf Drogen sind, auf die amerikanische Familie Burn statt. Dieser allerdings endet anders als gedacht, da der Familienvater Jack Burn zurückschlägt und die beiden ins Jenseits befördert. Und dies ist auch der Anfang der brutalen Abfolge der Geschichte, die mit der Zeit immer mehr düstere Realität aufzeigt. Neben einem korrupten Polizisten, der Jesus Christus und das Töten liebt, einem Ex-Inhaftierten, der schon nicht mehr zählen kann, wievielen er bereits gute Nacht gesagt hat, ist auch Jack Burn kein unbeschriebenes Blatt, da er sich mit seiner Familie nicht ganz freiwillig in Kapstadt aufhält. Auch er hat dunkle Geheimnisse, die im Laufe des Buches aufgedeckt werden und dadurch dem Thriller noch mehr Stoff verleihen.
Dieser Debütroman ist sicherlich nichts für schwache Nerven. Wenn man ihn liest, muss man sich den schonungslosen und brutalen Grausamkeiten stellen und vielleicht auch dankbar sein, dass man selbst in einem behüteteren Teil der Welt leben darf, wo solche dargestellten Wahrheiten wirklich nur in Büchern oder Filmen zu finden sind. Zum einen deswegen und zum anderen, dass das Buch sehr flüssig und spannungsaufbauend geschrieben ist, halte ich es für einen sehr gelungenen, auf der Realität basierenden, Thriller, der noch weitere gute Bücher vom Autor Roger Smith versprechen lässt, dem es offenbar ein Anliegen ist seine Leserschaft mit der Wahrheit und Wirklichkeit seiner Heimat zu konfrontieren.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kapstadt als Tatort, als Welthauptstadt des Verbrechens, 9. Oktober 2010
Von 
Ewald Judt (Vienna, Austria) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kap der Finsternis: Thriller (Taschenbuch)
Roger Smith, ein südafrikanischer Drehbuchautor, Regisseur und Produzent hat mit Kap der Finsternis" (Heyne 43486 - Mixed Blood", 2009) seinen ersten Roman geschrieben. Im Gegensatz zu Deon Meyer, dem wohl berühmtesten Kriminalromancier Südafrikas, der auch dessen schöne Seiten und die positive Entwicklung sieht, bewegt sich die Story von Roger Smith ausschließlich in der harten, tristen, und schonungslosen Realität. In Kapstadt lässt sich Jack Burn, ein Amerikaner, Kriegsveteran mit zwielichtiger Vergangenheit und auf der Flucht vor dem FBI, mit Frau Susan und Sohn Matt in einer Nobelgegend nieder. Als seine Familie dort von zwei Gang-Mitglieder, die mit Tik, Methamphetamin, vollgedröhnt sind, überfallen wird, tötet Jack Burn diese in Notwehr. Die Polizei zu rufen kommt für ihn aufgrund seiner kriminellen Vergangenheit nicht in Frage. Er lädt die Leichen in der Wüste nach den Cape Flats, den Slums von Kapstadt, ab - und hofft, daß sie als ein Fall von dort üblicher Kriminalität betrachtet, der bald in den Akten verschwindet. Aber durch eine Reihe von Zufällen (Benny Mongrel, ein Nachtwächter, hat gesehen, wie die beiden in das Haus der Burns eingedrungen und entgegen seiner Erwartung nicht mehr herausgekommen sind; der völlig korrupte weiße Inspector Rudi Barnard riecht bei diesem Fall, daß für ihn persönlich Geld, viel Geld herausschauen könnte; Disaster Zondi, Sonderermittler aus Johannesburg, wiederum heftet sich auf die Spuren von Rudi Barnard, um eine Rechnung noch aus der Zeit der Apartheid zu begleichen) endet die Sache nicht, wie es sich Jack Burn vorstellt. Gewalttat folgt auf Gewalttat - ein Szenario mit fast totalem tragischen Ausgang. Man kann fast nicht glauben, daß das in Kapstadt handelt, nicht in der Stadt, die man aus der südafrikanischen Fremdenverkehrswerbung kennt, sondern in den Cape Flats, den schwarzen Vororten der Stadt, wo jeden Tag mehr Menschen eines gewaltsamen Todes sterben als anderswo. Nichtsdestoweniger ist der Plot und sein Umfeld durchaus glaubhaft, wenngleich schockierend.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nach der Apartheid, 9. September 2009
Von 
sabatayn76 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Kap der Finsternis: Roman (Gebundene Ausgabe)
Hintergrund:
Kapstadt ist die drittgrößte Stadt Südafrikas und die Welthauptstadt von Vergewaltigung und Mord. 1985 war Kapstadt die Stadt, in der die Rassentrennung am weitesten fortgeschritten war. Auch nach dem Ende der Apartheid ändert sich der Zustand nur langsam und nur einem geringen Teil der ehemals benachteiligten Bevölkerungsgruppen ist es bisher gelungen, in die teureren weißen Wohngebiete umzusiedeln. Die Mehrheit der Einwohner lebt in den Cape Flats, wo Drogen, Gewalt, HIV / AIDS und Armut noch immer eine entscheidende Rolle spielen.

Inhalt:
In diese Szenerie eines Kapstadt fernab touristischer Blauäugigkeit entführt uns Roger Smith. Der moralisch gestrauchelte Amerikaner Jack Burn befindet sich auf der Flucht vor dem Gesetz und hat sich inkognito mit seiner Familie in Kapstadt niedergelassen. Die geplante Anonymität findet jedoch bald ein Ende, als Burn zwei Einbrecher tötet. Eine Hetzjagd durch Kapstadt beginnt.

Mein Eindruck:
Roger Smith steigt rasant in die Geschichte ein, als Leser ist man sofort in der Handlung gefangen und erlebt ein schonungsloses Kapstadt, dem man sich nicht mehr entziehen kann. Die Sprache ist häufig sehr derb, was jedoch perfekt zu den beschriebenen Schicksalen, der Verzweiflung und der Armut in den Ghettos passt. Die Protagonisten sind dabei allesamt und ohne Ausnahme Antihelden - kriminell, drogenabhängig, skrupellos, egoistisch, brutal, emotional abgestumpft und gierig. Jede bei mir aufkommende Sympathie wurde spätestens auf der nächsten Seite zunichte gemacht. Roger Smith schaffte es damit jedoch, mich in seine Hölle mitzunehmen und mir ein Kapstadt zu zeigen, welches man sich im gut behüteten Deutschland kaum vorzustellen wagt.

Mein Resümee:
"Kap der Finsternis" ist kein Buch zum Entspannen. Es ist für mich eine psychologische Studie zu Verbrechen und Hass, Armut und Drogenkonsum, Rassenbenachteiligung lange nach dem Ende der Apartheid. Großartig!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atemlos, 10. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Kap der Finsternis: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Kap der Finsternis" ist ein Thriller, der einen sofort in seinen Bann zieht. Das Buch entwickelt einen regelrechten "Lesesog", man kann es kaum aus der Hand legen und von daher eignet es sich bestens für Urlaub oder Wochenende.

Der Schauplatz, die Figuren und die Story sind perfekt gewählt und erscheinen einem nie unglaubwürdig oder an den Haaren herbeigezogen. Im Gegenteil - trotz all der Gewalt, trotz der ganzen Perversion mancher Figuren und ihren Handlungsweisen zweifelt man keinen Moment daran, dass dies allles genau so in der Realität möglich wäre.

Gegenüber der Person des korrupten und einem religiösen Wahn verfallenen Polizisten entwickelt man sogar regelrechte Hassgefühle und wartet nur darauf, dass er endlich seine "gerechte" Strafe erhält.

Roger Smith ist ein beeindruckender Erstling gelungen und ich würde mich sehr freuen, bald wieder ein Buch von ihm in den Händen zu halten.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Burn ' der Name ist Programm, 8. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Kap der Finsternis: Thriller (Taschenbuch)
Jack Burn, seine schwangere Frau Susan und ihr 4-jähriger Sohn Matt werden von
zwei Mitgliedern der Gang 'Americans' in ihrem Haus überfallen.

Faried und Rikki, zwei Loser, die sich durch einen dummen Zufall verfahren
hatten, auf Drogen sind und eigentlich 'nur' etwas Klauen wollten.

Jack, ein Spieler, ermordet die Angreifer. Er war bereits aus den USA geflohen,
hatte schon dort und auch im Irak-Krieg getötet und ist nun wieder auf der
Flucht.

Aber auch Inspector Rudi Bernard, genannt Gatsby ist nicht nur korrupt, sondern
ein Killer.

Einzig der Baustellenwächter Benny Mongrel, selbst vorbestraft und körperlich
entstellt, der das alles beobachtet hat, stellt so etwas wie einen Gutmenschen
dar.

Burn, Gatsby, Fortune, Niemand, Disaster ' die Namen sind Programm, die Story
krass...

Roger Smith zeichnet in seinem Debütroman Kap der Finsternis ein düsteres Bild
von Kapstadt, der Welthauptstadt von Vergewaltigung und Mord. Für Touristen mag
es das Paradies sein, für viele andere ist es die Hölle...

Der Schreibstil ist brutal (kurze, abgehackte Sätze), die Sprache oft roh
(Slang).

Insgesamt war mir das alles etwas too much: zu viel Gewalt, kaputte Typen, Sex
& Drogen... deshalb nur 2 Sterne.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 28 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Kap der Finsternis: Thriller
Kap der Finsternis: Thriller von Roger Smith (Taschenbuch - 12. Juli 2010)
EUR 8,95
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen