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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 1909: Freud, New York und ein Killer
Anfang des 20. Jahrhunderts kam Sigmund Freud nach New York. Warum er nach seiner eigentlich erfolgreichen Reise immer negativ von diesem Aufenthalt berichtet hat, stellt seine Biografen bis heute vor ein Rätsel. Jed Rubenfeld bietet in "Morddeutung" eine frei erfundene Erklärung für dieses Geheimnis:

New York 1909. Nachdem eine halbnackte und...
Veröffentlicht am 27. Februar 2007 von KL

versus
30 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Überbewertet
"Morddeutung" ist ein Kriminalroman, bei dem der (fiktive) Mordfall mit dem (historischen) Aufenthalt Sigmund Freuds in den USA verknüpft ist. Ein (fiktiver) amerikanischer Gefolgsmann Freuds wird als Psychoanalytiker hinzugezogen, um die Überlebende eines Mordanschlags unter Freuds Anleitung zu therapieren - doch die junge Nora ist alles andere als ein naives,...
Veröffentlicht am 18. Mai 2007 von Miezekatze


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30 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Überbewertet, 18. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Morddeutung: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Morddeutung" ist ein Kriminalroman, bei dem der (fiktive) Mordfall mit dem (historischen) Aufenthalt Sigmund Freuds in den USA verknüpft ist. Ein (fiktiver) amerikanischer Gefolgsmann Freuds wird als Psychoanalytiker hinzugezogen, um die Überlebende eines Mordanschlags unter Freuds Anleitung zu therapieren - doch die junge Nora ist alles andere als ein naives, unschuldiges Mädchen...

Für Freudianer ist "Morddeutung" ein Fest - jedes Versatzstück ist an Bord, selbst wenn es chronologisch nicht passt (wie etwa die Gegenübertragung, die Freud zu jener Zeit noch nicht verstand); schon der Romantitel ist eine Adaption von Freuds epochalem Werk, "Die Traumdeutung". Nora ist der Dora nachempfungen, der Patientin aus Freuds berühmtester und kontroversester Fallstudie ("Bruchstück einer Hysterie-Analyse"). Dabei bekommen die Versatzstücke auch ein Eigenleben; Nora zum Beispiel lässt ihre Dora-Rolle hinter sich und entpuppt sich als gewieft und mit allen Wassern gewaschen. Ein Fest ist die Rivalität der Freud-Eleven Ferenczi und Jung, und dass Jung als quasi-dement geschildert wird, lässt jedem eingefleischten Freudianer das Herz höher schlagen ;-)

Doch trotz der vielen intertextuellen Freud-Referenzen weist der Roman zahlreiche Schwächen auf. Mich hat schon die Hauptmotivation für den Roman nicht überzeugt; ohne einen nachvollziehbaren Grund kam Freud durch seinen USA-Besuch zum Schluss, dass die USA ein verdorbenes und unrettbar verlorenes Land seien - man vermutet eine nicht überlieferte, traumatische Erfahrung Freuds in den USA. Jed Rubenfeld möchte hierfür in seinem Roman eine Erklärung liefern; meines Erachtens scheitert er darin, denn nichts an der Handlung ist traumatisch für den im ganzen Buch stets als ausgeglichen geschilderten Freud.

Die Kriminalhandlung selbst ist überkonstruiert, da sie sowohl die Dora-Konstellation sowie eine radikale Gegen-den-Strich-Interpretation derselben integrieren muss. Dass am Ende seitenweise die Protagonisten dem Leser erklären müssen, weshalb was wie passiert ist, zeigt schon, dass die Konstruktion des Krimis nicht geglückt ist. Das dämliche Liebes-Happy-End passt dazu wie die Faust aufs Auge.

Und in der Tat, der Autor, ein Jurist, beherrscht sein neues Handwerk noch nicht so ganz: Die Wechsel in der Erzählperspektive nerven - Ich-Erzählung wechselt mit dritter Person, und das zeugt nicht vom Können des Autors. Seine Figuren sind auch nur teilweise rund; beim Charakter des Coroner lügt der Autor den Leser erst mal ganz ordentlich an (mehr soll hier nicht verraten werden), und das sollte einem guten Autor nicht passieren.

Dass dieser Roman so hoch gelobt wird, ist mir unverständlich - das kann nur mit den vielen gelehrten Freud-Referenzen zu tun haben, bei denen die Kritiker anscheinend vor Ehrfurcht erstarren. Eigentlich 2 Sterne, aber wegen der sehr guten Darstellung der dekadenten, neureichen High Society ist ein dritter Stern noch gerechtfertigt.

PS: Wer einen wirklich guten Krimi mit klugen psychoanalytischen Ansätzen in derselben Zeit in New York lesen will, der sollte lieber zu dem düsteren und doch brillanten Roman "Die Einkreisung" von Caleb Carr greifen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Intelligenter Krimi, bei dem die Spannung auf der Strecke bleibt, 10. März 2012
Von 
Marko Schlichting (München, Bayern Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Morddeutung: Roman (Kindle Edition)
New York, Ende August 1909. Der Psychiater Stratham Younger bekommt Besuch: Eine Gruppe Psychologen, darunter Siegmund Freud und C.G. Jung, besucht die Vereinigten Staaten, wo Freud eine Vorlesungsreihe halten soll. Da wird eine junge Frau auf grausame Weise vergewaltigt, misshandelt und getötet. Doch dann verschwindet die Leiche aus dem Leichenschauhaus. Kurze Zeit danach wird eine andere Frau, Tochter einer reichen Familie, misshandelt. Die junge Frau verliert ihr Gedächtnis und ihre Sprache, und während die Polizei mit ihren Mitteln die Taten untersucht, beginnt Younger mit der Therapie. Dabei bricht er in ein Geflecht aus missverstandener, lesbischer und zerstörender Liebe ein und muss bald feststellen, dass nichts ist wie es scheint... Rubenfeld ist Psychiater, kein Kriminalschriftsteller. Das merkt man auch. Die Tatsache, dass die Handlung immer wieder durch Lektionen zum Thema Psychoanalyse und durch Gedanken zum Stück Hamlet von Shakespeare unterbrochen wird, macht das Lesen nicht gerade einfach. Das wäre noch zu verzeihen gewesen, hätte Rubenfeld nicht mit allen Klischees von Kriminalromanen gearbeitet, die ihm gerade ratsam erschienen. Munter bedient er sich der Ideen bekannter Krimiautoren. Da ist es schon fast bewundernswert, dass er es schafft, die krude, konstruierte Story ohne einen Logikbruch enden zu lassen. Den Versuch, einen intelligenten Krimi zu schreiben, muss man anerkennen. Doch dazu reicht es eben nicht aus, ein fähiger Professor für Psychologie zu sein. Schade.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 1909: Freud, New York und ein Killer, 27. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Morddeutung: Roman (Gebundene Ausgabe)
Anfang des 20. Jahrhunderts kam Sigmund Freud nach New York. Warum er nach seiner eigentlich erfolgreichen Reise immer negativ von diesem Aufenthalt berichtet hat, stellt seine Biografen bis heute vor ein Rätsel. Jed Rubenfeld bietet in "Morddeutung" eine frei erfundene Erklärung für dieses Geheimnis:

New York 1909. Nachdem eine halbnackte und geschändete Frauenleiche auftaucht und kurze Zeit später eine Tochter aus gutem Haus auf beinahe identische Weise misshandelt wird, steht Detective Littlemore vor einem Rätsel, denn das zweite Opfer hat Stimme und Gedächtnis verloren und kann der Polizei daher nicht weiterhelfen.

Zur gleichen Zeit kommt Sigmund Freud mit C.G. Jung und Sándor Ferenczi nach New York, da er in den Vereinigten Staaten für sein Werk geehrt werden und eine Vorlesungsreihe über die Psychoanalyse halten soll.

So kommt es, dass Freud und sein amerikanischer Kollege Stratham Younger versuchen, mithilfe der Psychoanalyse die Erinnerungen der jungen Frau freizulegen und dem Mörder dadurch auf die Spur zu kommen, ehe er erneut zuschlagen kann ...

Im Folgenden entspannt sich eine spannende Geschichte vor dem atmosphärisch dargestellten Hintergrund des New Yorks des frühen 20. Jahrhunderts.

Dabei nimmt Handlung immer wieder neue Wendungen und die Charaktere sind für manche Überraschung gut, aber dennoch verläuft sich die Geschichte nicht, sondern bildet ein kohärentes Ganzes. - Und neben einer fesselnden Erzählung lernt der Leser sogar die Grundlagen der Psychoanalyse kennen.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ein sehr ungewöhnlicher Krimi, 28. Februar 2007
Von 
M. Wolf (Stechlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Morddeutung: Roman (Gebundene Ausgabe)
Historischer Hintergrund: Sigmund Freud, C.G. Jung und Ferenczi besuchen die USA im Jahre 1909. Sie werden in die Ermittlungen zu einem Mordfall einbezogen. Ein junger amerikanischer Psychoanalytiker und Freud-Verehrer wird mit der Behandlung eines überlebenden Opfers eines sadistischen Mörders beauftragt. Er ist zugleich Betreuer für Freud und die anderen während des USA Aufenthaltes. Das ganze spielt in der New Yorker High Society, das Leben der Oberklasse, aber auch die Kehrseite, die einfachen Arbeiter und deren Leben werden gut geschildert. Debütantenbälle und der Dreck der Hochhaus- und Brückenbauten, Appartements und billige Absteigen - alles steht nebeneinander in dieser irren Stadt, die in dieser Zeit wuchert und sich zum Macht- und Finanzzentrum der Welt entwickelt.

Die Ablehnung der klassischen" Neurologen und der (amerikanischen, puritanischen) Gesellschaft überhaupt gegen die sexuellen Deutungen Freuds, Freuds Konzepte überhaupt, der Streit zwischen Freud und Jung, der letztlich zur Trennung der beiden führt, ihre unterschiedlichen Ansätze - alles das ist Thema des Krimis und wird sehr gut geschildert. Immer wieder wird dieses Wissen in Gesprächsform eingestreut und so vermittelt, dass man es (a) versteht und (b) nicht als aufgesetzt oder belehrend empfindet. Das ist genial gemacht. Zumal der Krimi spannend bis zum Schluss bleibt (nur die Auflösung des ganzen Falls hat mich dann enttäuscht).

Tip: Man sollte zum Lesen Shakespeares Hamlet und eine kurze Freud-Biografie bereithalten.

Für Krimi-Fans ein Stern Abzug wegen des Endes... das ist wirklich zu sehr gekünstelt, schade. Der Leser wird die ganze Zeit beschäftigt mit allen möglichen Deutungen und dann kommt ein Griff in eine stereotype Mottenkiste mit Geheimgängen und doch nicht so guten... (Nun, ich will das Ende nicht verraten)...
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht Fisch, nicht Fleisch, 7. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Morddeutung: Roman (Taschenbuch)
Jed Rubenfeld hat mit "Morddeutung" ein Buch kreiert, welches unter einem gewissen Zwitter-Dasein leidet. Zum einen ist hier eine (leidlich spannende) Kriminalgeschichte zu entdecken, in welcher die etwas lieblos konstruierten Charaktere im New York des angehenden 20. Jahrhunderts einem Mörder auf der Spur sind. Zum anderen erzählt Rubenfeld von der Reise Sigmund Freuds in die USA und verwebt dessen Erscheinen, Denken, Mitwirken und Handeln mit den fiktiven Ereignissen um die sonderbar wirkende Mrs. Action, die dem Mörder anscheinend nur durch Glück entkam und infolgedessen nun die Aufmerksamkeit des Ich-Erzählers Stratham Younger, des Detectives Littlermore und noch weiterer Personen auf sich zieht.
Klingt interessant, ist es aber nicht. Denn eben durch diese Überfrachtung mit Ideenballast wirkt der Roman oft konstruiert, seltsam hölzern. Spannung kommt nur selten auf und die Theorie-Exkurse um Freud und seine Gefolgschaft wirken im Kontext zu den Geschehnissen deplatziert. Rubenfeld wollte zuviel und lässt den Leser nach Ende des Buches etwas irritiert zurück.
Der Einbau der Ich-Perspektive hat mir persönlich ganz gut gefallen, schlägt die ordnende Hand in diesem Buch jedoch rüde beiseite.
Mal hier ein kleiner Brocken Psychoanalyse, mal hier ein paar Seiten Krimi, dazu noch ständig wechselnde Verdächtige und wirre Mutmaßungen......nun ja.

Fazit: "Morddeutung" ist eines solcher Bücher, auf welches man sich voll und ganz "einlassen" muss. Nur muss man gleichzeitig jene literarischen Kröten schlucken wollen, die uns Rubenfeld mittels wirrem Handlungsaufbau und hölzerner Gesamtstruktur bietet. "Meins" war es nicht.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen hervorragend, 14. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Morddeutung: Roman (Gebundene Ausgabe)
Sigmund Freud kommt mit einigen befreundeten Psychoanalytikern nach New York, um Vorlesungen zu halten. Seine Kollegen in Amerika haben Kentnis ueber einen sich soeben ereigneten Fall erhalten, bei dem eine Frau misshandelt und ermordet wurde und eine zweite mit tiefem Trauma ueberlebt.Da diese sich an den Vorfall jedoch nicht erinnern kann, werden die Analytiker gebeten, sie zu behandeln, um der Polizei zu ermoeglichen, den Moerder zu fassen.
Verwoben in die Moerderjagd, die sich weitaus komplizierter gestaltet als angenommen, ist die Geschichte der Psychoanalyse selbst - der ueberaus brisanten Theorie der Entstehung von Neurosen durch in der Kindheit unterdrueckte Wuensche. Diese Brisanz eroeffnet sich - im Buch auf die Zeit von Freuds Amerikabesuch vordatiert - durch die Reaktion der Gesellschaft, der Medien, und, ganz wesentlich, der Haltung der vermeintlichen Anhaenger und Kollegen. Jung's Bruch mit den von Freud aufgestellten Prinzipien der Psychoanalyse wird detailliert dargestellt.
Meiner Meinung nach verdient das Buch mindestens 6 Sterne. Neben der ueberaus spannenden und durch viele Irrwege fuehrenden Kriminalgeschichte empfinde ich es auch als wohltuend, Freud's klassische Psychoanalyse einmal nicht, wie heute so haeufig anzutreffen, laecherlich gemacht zu sehen, sondern, so gut es der Autor vermag, die Ideen und Methoden in leichter Form dargestellt zu wissen. Hervorragend!
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Shakespeare im neu interpretiertem Gewande ..., 29. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Morddeutung: Roman (Gebundene Ausgabe)
Eigentlich stimme ich mit der Bewertung von "Mietzekatze" völlig überein und enthalte mich deswegen einer diesbezüglichen Stellungnahme.

Zwei Aspekte möchte ich aber doch ergänzen: 1) der spannende Aufbau - man kann das doch recht umfangreiche Werk nicht aus den Händen legen ... und 2) die meiner Meinung nach sehr interessante Interpretation von Hamlet und dem umgekehrten Ödipuskomplex. Da hat Jed Rubenfeld mich wirklich überzeugt....
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen New York, New York, 17. Mai 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Morddeutung: Roman (Gebundene Ausgabe)
Obwohl ich mit Freuds Psychoanalyse nicht viel anfangen kann, hat mir "MordDeutung" sehr gut gefallen. Die Personen sind interessant, der Plot ist gut, wenn auch mit einigen Windungen (zu viel). Aber vor allem hat mir die Beschreibung New Yorks zu der Zeit mit seinen Leuten, Ereignissen und Gebäudebeschreibungen, sehr gefallen. Die Einbindung der historischen Personen ist hervorragend geglückt; Freud und seine Kollegen mit ihren Thesen zum Ödipuskomplex sind gut und logisch in die Handlung eingebaut.

Ein interessanter und etwas anderer Thriller. Erwähnenswert ist das Nachwort, das eigentlich alle offenen Fragen beantwortet.
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3.0 von 5 Sternen Recht spannend, sehr gut recherchiert, 16. Dezember 2012
Von 
C. Berger (Kärnten) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Morddeutung: Roman (Gebundene Ausgabe)
Das Buch von Jed Rubenfeld ist unglaublich gut recherchiert und man fühlt sich in den besten Momenten geradzu ins New York um 1910 zurückversetzt. Auch die Spannung kommt hier nicht zu kurz und es ist manchmal fast unmöglich das Buch wegzulegen. Schade nur die irgendwie hineinkonstruierte Handlung rund um Sigmund Freud/C.G.Jung's Besuch in den US of A, hier schreibt ein Freud-Jünger der in die Person des Vaters der Psychoanalyse viel mehr hineininterpretiert als da gewesen sein dürfte- aber diese Begeisterung ist wohl typisch amerikanisch. Etwas schade auch der gefühlsmässig etwas herbeikonstruierte Showdown, wo es plötzlich Geheimgänge gibt und Personen auftauchen die man auch schon am Anfang gerne gekannt hätte. Trotzdem ein gutes und spannendes Buch, aber mit einigen Schwächen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen gute Idee beinah perfekt umgesetzt, 12. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Morddeutung: Roman (Taschenbuch)
Im August des Jahres 1909 macht sich Dr. Sigmund Freud mitsamt einigen seiner Mitstreiter, darunter auch sein späterer Widersacher C. G. Jung, auf den Weg in die USA, um ihre revolutionären Ideen rund um die Psychoanalyse zu verbreiten. Zufällig geschieht während ihres Aufenthalts in New York ein seltsamer Mord, kurz darauf wird eine weitere junge Frau misshandelt und beinah umgebracht. Für Dr. Younger, der sich um die Reisegruppe kümmert, erschließt sich daraus die Chance, bei der Überlebenden eine Psychoanalyse durchzuführen, um die unterdrückten Erinnerungen an die Tat wieder wachzurufen. Darüber hinaus versucht ein Triumvirat von einflussreichen Persönlichkeiten, Dr. Freud's geplanten Vortrag und die Weiterverbreitung seiner Ideen in den USA um jeden Preis zu verhindern.

Allein die Rahmenhandlung und die darin involvierten Protagonisten scheinen bereits von Beginn an als Garanten für anspruchsvolle Unterhaltung festzustehen. Hinzu kommt noch, dass es der Autor durch detaillierte, exakte Beschreibungen sowohl der aufstrebenden Metropole wie auch der Mentalität ihrer Bewohner schafft, dem Leser das eindrucksvolle Bild einer Weltstadt vor 100 Jahren zu vermitteln.
Auf der anderen Seite kommt einem die Geschichte vor allem aufgrund der Vielzahl der Protagonisten etwas zu aufgebläht vor, um tatsächlich von Anfang bis Ende kontinuierlich fesseln zu können. So nimmt man selbst das Schicksal des Dr. Freud seltsam teilnahmslos wahr und zwar nicht nur deshalb, weil dieser lediglich eine Nebenrolle spielt. Überhaupt sollte niemand ein "Freud-Buch" erwarten, vielmehr handelt es sich um einen recht gewöhnlichen historischen Krimi mit entsprechend prominenten Nebenfiguren. Nur hin und wieder, wenn über Hamlet's "Sein oder Nichtsein" oder den Ödipus-Komplex sinniert wird, wird deutlich, in welche Richtung das Buch sich auch hätte verlaufen können. So bleibt es letztlich dabei, dass am Ende nicht die Psychoanalyse, sondern die ganz gewöhnliche Kriminaltechnik den Fall löst. Nicht zuletzt deshalb, weil im Verlauf der Geschichte immer deutlicher wird, dass viele Beteiligte nach dem Motto "mehr Schein als Sein" gehandelt haben.
Es bleibt in jedem Fall zu hoffen, dass man den Namen Jed Rubenfeld zukünftig noch viel öfter zu hören bekommt. Mit "Morddeutung" hat er bereits ein beinah perfektes, wenn auch nicht unbedingt für den Massengeschmack geeignetes Debüt hingelegt.
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Morddeutung: Roman
Morddeutung: Roman von Jed Rubenfeld (Taschenbuch - 2. Juni 2008)
EUR 9,95
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