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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen substile Spannung
Das Buch "Bewusstlos" von Sabine Thiesler ist ein wirklich toll geschriebener Thriller, den ich nicht wirklich als "superspannenden Thriller" beschreiben würde, da er mehr subtil ist. Es besticht zwar nicht mit hochprozentigem Nervenkitzel und Spannung, aber er überzeugt dennoch mit einer wirklich fesselnden Geschichte und einer tollen Schreibweise. Vorallem...
Veröffentlicht am 22. Februar 2013 von Kendra

versus
32 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wo ist der "Thriller"?
‟Bewusstlos“ ist der erste Thriller, den ich von der deutschen Autorin Sabine Thiesler gelesen habe. Leider bin ich enttäuscht. Das soll ein Thriller sein?

Kurz zum Inhalt: Als sie noch Kinder waren, kam Raffaels Zwillingsschwester ums Leben. Jetzt ist er erwachsen und lebt als Untermieterin einer alten Dame in Berlin und lebt von...
Veröffentlicht am 26. Februar 2013 von Sarah O.


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32 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wo ist der "Thriller"?, 26. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Bewusstlos: Thriller (Gebundene Ausgabe)
‟Bewusstlos“ ist der erste Thriller, den ich von der deutschen Autorin Sabine Thiesler gelesen habe. Leider bin ich enttäuscht. Das soll ein Thriller sein?

Kurz zum Inhalt: Als sie noch Kinder waren, kam Raffaels Zwillingsschwester ums Leben. Jetzt ist er erwachsen und lebt als Untermieterin einer alten Dame in Berlin und lebt von Gelegenheitsjobs. Eines Morgens erwacht er mit Blut auf der Kleidung, ohne zu wissen, woher es kommt. Sein Messer, das er für gewöhnlich in der Hosentasche bei sich trägt, ist verschwunden. Was ist passiert? Warum erinnert er sich nicht?

Dem Inhalt nach klingt ‟Bewusstlos“ vielleicht noch nach einem Thriller – und am Anfang liest es sich auch so. Es beginnt mit Christine, die offenbar einem Psychologen berichtet, was sich vor rund zwanzig Jahren ereignet hat: Der Tod ihrer Tochter Svenja, Raffaels Zwillingsschwester. Hier war das Buch noch spannend, man fieberte richtig mit Christine mit. Diese kursiv-gedruckten, fast vollständigen Monologe von Christine kommen noch einige weitere Male innerhalb dieses Thrillers vor und sind tatsächlich die einzigen Passagen, die ich gelungen fand. Spannend, aber auch etwas subtil, mit viel Gefühl erzählt. Das hinterlässt Eindruck beim Leser und sorgt für Thriller-typische Anspannung beim Lesen.

Ansonsten stehen verschiedene Personen im Mittelpunkt der Handlung. Die Perspektive springt oft, bleibt aber leider auch während eines Abschnittes manchmal nicht konsequent bei einer Figur, sondern wechselt recht willkürlich, wodurch der Schreibstil und Aufbau des Romans bei mir nicht punkten konnten. Zudem ist die Sprache recht unspektakulär gehalten. Eher einfach und ohne jeden Anspruch wird die Geschichte erzählt. Es gibt keine Verbindung zwischen Sprache und Geschriebenem, keine Veränderungen der Satzstruktur in spannenderen oder emotionaleren Passagen. Schon darin wird meiner Meinung nach der Hauptgrund deutlich, warum ‟Bewusstlos“ in meinem Augen kein Thriller ist. Es liest sich wie ein Tatsachenbericht. Nüchtern, unpersönlich, langweilig.

Zu einem Großteil besteht die Handlung aus Raffaels Alltag. Dieser ist kein sympathischer Hauptprotagonist. Schlafen, Essen, Saufen und massive Stimmungsschwankungen an seinen Mitmenschen auslassen – damit verbringt er für gewöhnlich seine Tage und damit füllt die Autorin auch die rund 500 Seiten ihres Buches – meiner Meinung nach mindestens 300 zu viel. Viel zu oft musste ich viel zu lange Abschnitte über am Ende völlig Irrelevantes lesen. Gelegentlich wechselt die Perspektive und der Leser wird vom Alltagsleben eines anderen Charakters gelangweilt – wahlweise in Berlin oder in der Toskana, denn das sind die beiden Handlungsorte.

Zwischendurch werden dann ein paar Verbrechen eingestreut. Möglichst brutal, ohne Umschweife und nicht undetailliert geschildert, bekommt der Leser ein paar schreckliche Gräueltaten präsentiert, aber das allein macht eben keinen Thriller aus, denn Gewalt und Blut an sich sind nicht spannend. Was es spannend macht, ist die Erwartung des Lesers. Man muss die Gefahr spüren, es muss sich etwas andeuten, man muss mitfiebern können. Genau das ist hier aber unmöglich, denn zwischen dem ganzen Alltagskram, lesen sich auch die Verbrechen wie Tatsachenberichte, die kurz abgehandelt werden müssen. Im ersten Moment befasst sich der Täter noch mit völlig Belanglosem, dann begeht er aus heiterem Himmel ein Verbrechen – möglichst brutal - … und kehrt fast kommentarlos zum Belanglosen zurück. Reflexion oder Vorbereitung, irgendeine Auseinandersetzung mit dem, was geschehen ist oder geschehen wird, gibt es nicht. Das Gefühl von Bedrohung oder Anspannung, eben den typischen Nervenkitzel beim Lesen eines Thrillers habe ich dadurch bei diesem Buch vollständig vermisst. Selbst, wenn alles unwichtige raus gestrichen worden wäre (und das wäre einiges), wäre dieser Thriller noch nicht spannend, denn der sprunghafte Aufbau und die Hau-Drauf-Mentalität bei den Verbrechen unterbindet jeden Spannungsbogen augenblicklich.

Das Subtile fehlt diesem Thriller einfach vollständig. Es werden langweiliger Alltag, überflüssigste Nebenhandlung und Kriminalfälle gleichberechtigt und nüchtern, aber vor allem auch ganz offensichtlich nebeneinander her erzählt. Kein Rätseln um den Täter, denn seine Identität ist nie ein Geheimnis für den Leser, sondern nur für andere Figuren im Buch. Der Grund, für die Verbrechen, das hinter dem Thriller stehende große Ganze, die Vergangenheit der Protagonisten - das Einzige, auf dessen Auflösung man gespannt wartet – entpuppt sich zwar als schrecklich und traurig, aber ebenfalls teilweise als vorhersehbar, teilweise als ziemlich abwegig und – und das ist das Schlimmste – als klischeehaft.

Leider würde ‟Bewusstlos“ allerdings auch keinen guten Roman abgeben, wenn ich das aufgedruckte Wort ‟Thriller“ auf dem Cover ignorieren und meine Erwartungen in Sachen Spannung stark herunterschrauben würde. Denn, abgesehen von den sprachlichen Schwächen und dem wenig spannenden Aufbau, störten mich noch einige andere Dinge.
Das Ende zum Beispiel. Schon nach der Hälfte des Buches kündigte sich an, dass einige Handlungsstränge offen bleiben würden und dies setzte sich leider sogar so weit fort, dass am Ende fast kaum eine einzige Frage geklärt ist. Es wirkt überstürzt, wie so vieles in diesem Buch, und kommt sehr plötzlich. Ich kann nicht einmal von einem offenen Ende sprechen, denn was hier präsentiert wird, ist nicht als ein erzwungen wirkender Abbruch. Die meisten Handlungsstränge verlaufen nicht nur im Sand, sondern stellen sich als irrelevant heraus, denn ohne eine Wiederaufnahme und Auflösung hatten sie nicht den geringsten Einfluss auf die Handlung und dementsprechend auch keine Daseinsberechtigung.

Diese überflüssigen Handlungsstränge beinhalten ebenso überflüssige Charaktere, die zwar in aller Ausführlichkeit vorgestellt werden, manchmal sogar für einen Schmunzler gut sind, aber dem Leser ansonsten nichts bieten. Einige Charaktere wirkten geradezu deplatziert und ihre Vorstellung so schwammig, dass ich nicht verstehen konnte, warum es sie gab. Auf die Lösung mussten mich erst Suchmaschinen im Internet bringen: Die Charaktere stammen aus anderen Büchern der Autorin, die ansonsten keine Verbindung zu ‟Bewusstlos“ haben. Ihre unzusammenhängend eingestreute Lebensgeschichte zu lesen, war für mich, die ich mit ‟Bewusstlos“ den ersten Thiesler meines Leben gelesen habe, nur sinnlos, denn die Rückblicke sind so beiläufig und überflüssig, dass ich praktisch nicht folgen konnte.

Fazit: Ich kann mich nicht mehr dazu überwinden, dieses Buch einen ‟Thriller“ zu nennen. Es ist nicht spannend, die Entwicklung des Täters ist nicht stimmig und die Motive werden klischeehaft-psychologisch zusammen geschustert. Die Geschichte hat Potenzial und die Rückblicke der Mutter, Christine, sind lesenswert, der Rest ist enttäuschend schwach. Knappe 2 Sterne
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Erstes und ganz sicher letztes Buch der Autorin, 17. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Bewusstlos: Thriller (Taschenbuch)
Auch ich habe den Fehler gemacht, und mir dieses Buch angeschafft. Es wurde sogar mit Spiegel Thriller ausgezeichnet und daher hatte ich neben des viel versprechenden Klappentextes schon einige Erwartungen an dieses Buch. Ich muss dazu sagen, dass ich gerade mal auf Seite 167 bin aber schon jetzt geht es mir maßlos auf den Geist und ich suche noch immer die Handlung bzw. Spannung bzw. Unvorhersehbares...Der Schreibstil der Autorin passt überhaupt nicht zum Thriller Genre, die Dialoge habe ich als Drittklässlerin besser hinbekommen...Der Knaller aber ist meiner Meinung nach, dass die Polizisten Dialoge haben, die kein (!!!) schwedischer, amerikanischer oder sonst was für ein Autor schreiben würde, diese beinhalten Gedankengänge, die man eigentlich als Leser hat und die man eben nicht lesen will...Ich kann überhaupt nicht in Worte fassen, wie sehr mich dieses Buch nervt, jede Sekunde, die man an diesem liest, ist eine zu viel, daher wird dies das erste Buch überhaupt sein, welches ich nicht fertig gelesen wieder ins Regal stelle.
Alle, die auf der Suche nach guter Thriller Unterhaltung sind, sollten die Finger von diesem Buch lassen, wieser mal ein gelungenes Beispiel dafür, dass Deutsche keine Thriller schreiben sollten / können...Schade ums Geld.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen substile Spannung, 22. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Bewusstlos: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Das Buch "Bewusstlos" von Sabine Thiesler ist ein wirklich toll geschriebener Thriller, den ich nicht wirklich als "superspannenden Thriller" beschreiben würde, da er mehr subtil ist. Es besticht zwar nicht mit hochprozentigem Nervenkitzel und Spannung, aber er überzeugt dennoch mit einer wirklich fesselnden Geschichte und einer tollen Schreibweise. Vorallem möchte der Leser unbedingt mehr über diesen gestörten jungen Mann"erfahren, der auf den ersten Blick ein charmanter und netter Typ ist.

Das sich jedoch in ihm eine andere Seite verbirgt,wird schon recht schnell klar und der Leser taucht in die Geschichte rund um Raffael und seiner Familie ein, die bereits recht früh eine Tragödie durchleben mussten, als die geliebte Tochter und Zwillingsschwester von Raffael durch ein Missgeschick ums Leben kam. Seit diesem Zeitpunkt ist das Leben der Familie in die Brüche gegangen, vorallem für Raffael, der sehr an seine Schwester gehangen hat. Während die Mutter namens Christine diesen schrecklichen Vorfall am Anfang der Story schildert , schwankt danach die Handlung und man ist in der Gegenwart und somit in der ganz eigenen Welt von Raffael angekommen. Man erlebt ihn anfangs als einen netten Mann, der sicherlich einige schlechte Eigenschaften hat und öfters aufbrausend werden kann, doch bald haben seine Ausraster tödliche Konsequenzen....
Während er sich selber kaum an die Taten erinnern kann, versucht er sein Leben weiter mit ständigem Alkohol und mit viel Selbstmitleid zu ertränken.
Nicht mal seine Blackouts veranlassen ihn dazu, sein Leben besser in den Griff zu bekommen. Während er als Untermieter bei einer älteren Frau unterkommt, und dieser armen Frau bald die Hölle auf Erden beschert, beschließt er nach diesem kurzen Aufenthalt seine Eltern zu besuchen". Diese haben sich nach den Jahren endlich wieder ein eigenes Leben aufgebaut und sind mittlerweile nach Italien ausgewandert und besitzen dort ein schönes Castelletto mit Weinbergen.
Endlich haben sie ihre Vergangenheit verarbeiten können....doch dann taucht plötzlich ihr verschollener Sohn auf. Und nach einer kurzen Wiedersehensfreude wird ihnen bald klar, dass sie ein Monster erschaffen haben...Langsam spitzt sich die Furcht zu....und bald bangt Christine um ihre Familie und ist fest entschlossen alles zu tun um diese zu beschützen..
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Das Buch packt einem auf eine sehr eigene Art und man sollte dem roten Abdruck auf dem Cover ernst nehmen, denn einmal in die Hand genommen ist das Buch kaum mehr wegzulegen^^
Dennoch hätte ich mir eine kleine Schippe mehr mitfiebern, bzw. miträtseln gewünscht. Da man bereits am Anfang den Täter kennt, wird etwas von der Überraschung" weggenommen, daher bekommt es einen kleinen Punkteabzug von mir.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nichts Neues unter der Sonne der Toskana ..., 23. Februar 2013
Von 
Hamlet - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Bewusstlos: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Berlin und Toskana - die Schauplätze in Sabine Thieslers neuem Thriller Bewusstlos" sind uns bereits aus ihren vorherigen Büchern bekannt. Ebenso die Tatsache, dass ihre Hauptfigur hochgradig gestört ist. Vielleicht hat es sich ja nur zufällig ergeben, aber genau in der Mitte des Buches wird der Handlungsort gewechselt und ändert sich von Berlin nach Italien, was auf mich doch recht kalkuliert gewirkt hat.

Denn um den Protagonisten Raffael so zu entwickeln, dass der Leser sein Verhalten nachvollziehen kann, benötigt man keine 250 Seiten. Das hätte man wesentlich knapper halten können. Er ist ein eindimensionaler Charakter, und auch die aus der Sicht seiner Mutter Christine erzählten Rückblenden in die Vergangenheit machen aus diesem Psychopathen keinen Sympathieträger.

Er ist eiskalt bis ins Mark, hochgradig gestört, hat null Einfühlungsvermögen und lebt ohne Skrupel seine dunklen Triebe aus. Mir war das zu überzeichnet und klischeehaft, viel zu wenig differenziert: traumatisches Kindheitserlebnis, Tierquälereien, Jugendpsychiatrie, überforderte Eltern, Internat, Alkoholiker, unterdrückte Frustrationen und Aggressionen, die er nur im Zustand der völligen Trunkenheit abreagieren kann. Fehlt etwas?

Noch größere Probleme hatte ich allerdings mit dem Sprachniveau. Das Buch ist sehr dialoglastig und ohne sprachliche Finessen. Die Wortwahl ist, um es vorsichtig auszudrücken, sehr einfach gehalten und gleitet oft in Bereich ab, die ich noch nicht einmal mehr als Alltagssprache bezeichnen würde. So wird beispielsweise wiederholt der Ausdruck Saulaune" verwendet, der für mich in diesem Kontext völlig deplatziert gewirkt hat.

Ein konstruiert wirkender Thriller ohne Eigendynamik oder Überraschungen, anspruchslos geschrieben nach Schema F und genauso eiskalt wie der Protagonist!
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wiederholungen ohne Ende, 6. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Bewusstlos: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Die ersten Thiesler-Bände habe ich förmlich verschlungen, so spannend fand ich sie. Bei diesem Band jedoch hat man ständig das Gefühl des Deja-vues. Nicht nur Figuren aus vorigen Bänden tauchen wieder auf, sondern auch die Szenarien sind dieselben - das mag vielleicht für eine interessante literarische Konstante gehalten werden und als die Spannung erhaltend gelten.... Es wurde ja seit Stieg Larssen auch zu einem Erfolgsrezept....Mir selber wird jedoch eher langweilig ,wenn ich die ein oder andere Naturbeschreibung (Italien) oder Stadtszenerie (Berlin) schon ganz ähnlich in einem früheren Band gelesen habe. Viele Stellen scheinen richtige Füllsel zu sein, die man einfach einfügt, um die Spannung noch ein wenig zu steigern. Irgendwie wird mir dieses Schreibprinzip hier überstrapaziert.
Auch der Psychopath, um den es - auch hier wieder wie in den vorigen Büchern auch schon - geht, ist ziemlich schnell durchschaut und man wird es müde, immer schaurigere Szenarien lesen zu müssen, weil der Autorin alles nicht ganz so Geschmacklose vielleicht schon genug erzählt worden ist. Wird es im nächsten Band vielleicht um die unglückliche Kindheit der Mutter gehen, die jetzt mit dem abrupten Schlusssatz den Psychologen düpiert? Oder hatte die Autorin einfach keine Lust mehr zum Schreiben? Irgendwie öde....
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Total enttäuscht., 3. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Bewusstlos: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Das ist das erste Buch der Autorin, dass ich gelesen habe. Ich hatte es mir ausgesucht, da ich die kurze Zusammenfassung auf dem Buch vielversprechend klang und nachdem mir auch die Verkäuferin meine Wahl ebenfalls mit einem "wirklich ein tolles Buch" bestätigte, hoffte ich auf Spannung.

Ich habe, dass Buch relativ schnell gelesen und immer wieder auf die Wendungen oder Unvorhergesehenes gehofft. Leider Fehlanzeige. Das Buch ist langweilig, nicht im entferntesten spannend. Es gibt zwar ein paar Zeit und Ortssprünge, die jedoch auch zu nichts beitragen. Es wird unter anderem während der Geschichte auch über einen Polizisten erzählt, die absolut nichts beinhalten und der eigentlich nichts mit dem Fall zu tun hat. Das Ende ist sehr kurz und nicht gerade originell. Absoluter Fehlkauf. Eines der schlechtesten Bücher die ich je gelesen habe.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen unnötig, 21. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Bewusstlos: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Die Hauptfigur kommt mit dem Unfalltod der Zwillingsschwester nicht zurecht, verweigert jede Hilfe, säuft und pöbelt sich durchs Leben, mordet im Suff herum. Dann will der junge Mann sich an seinen Eltern rächen, die er für alles verantwortlich macht. Dazu kommt noch ein bisschen Missbrauch im Internat - das ist alles. Keine verschlungenen Pfade, keine überraschenden Erkenntnisse. Schade. Eigentlich hatte ich Sabine Thiesler in besserer Erinnerung. Dieses Buch gehört für mich zu denen, die die Welt nicht braucht. Ich habe mich dabei gelangweilt und bisweilen richtig geärgert über die Belanglosigkeiten, die oberflächlich dargestellten Figuren, den einfachen Schreibstil und das Ende - bäh! Die Hauptfiguren fand ich durchweg unsympathisch, selbst die Mutter, die diese (eigentlich tragische) Geschichte erzählt. Ausleihen statt kaufen - und schnell zurückgeben!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fieser Typ, 6. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Bewusstlos: Thriller (Taschenbuch)
Eine Zeitungszustellerin liegt erstochen auf der Straße. Eine Kneipenbesucherin wird auf dem Heimweg vergewaltigt. Eine alte Frau wird tot in ihrer Wohnung aufgefunden und alles deutet darauf hin, dass sie an den Folgen krimineller Vernachlässigung gestorben ist. An allen drei Tatorten findet die Berliner Kripo DNA-Spuren des Täters, eines jungen Mannes, den die anderen Hausbewohner für den Enkel der alten Frau gehalten haben.

Den sucht die Polizei allerdings vergeblich, weil er nach der dritten Tat schleunigst ins Ausland geflohen ist. Es wäre kein Buch von S. Thiesler, wenn dies nicht Italien wäre. Dort begeht er einen weiteren Mord.

Wer Sabine Thieslers Romane kennt, hat inzwischen begriffen, dass es sich dabei eigentlich um einen großen Fortsetzungsroman handelt, der das Leben und dauernde Scheitern des italienischen Polizisten Donato Neri beschreibt. So auch hier. Er kennt den Täter, das Opfer, den Tatort und begreift trotzdem nicht, was los ist, folgt dauernd Spuren, die zu einem falschen Ziel führen. Dennoch ist er die sympathischste Figur des Buches.

Anders als der "Kindersammler" und die "Nachtprinzessin" ist der Täter in diesem Buch nur abstoßend. Auch wenn man aufgrund seiner Biographie, die in wiederholten Rückblenden geschildert wird, für viele seiner "Macken" Verständnis hat, bleibt er doch in den Augen des Lesers genau das, wofür ihn auch seine Mutter hält: Ein Monster.

Der Schluss ist nach dem Schema von "Der Richter und sein Henker" gestaltet. Der Mörder, den niemand überführen kann, wird für eine Tat bestraft, die er nicht begangen hat. Details möchte ich hier nicht verraten.

Fazit: Nicht so gut wie Der Kindersammler und Nachtprinzessin aber besser als die anderen Romane der Reihe. Wer schon einmal ein Thiesler-Buch gelesen hat und es mochte, sollte auch dieses unbedingt lesen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Rasante Unterhaltung, Handlung nicht immer nachvollziehbar, 17. April 2013
Von 
¤nigma - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Bewusstlos: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Aufbau

Der Roman ist in 67 Kapitel unterteilt. Die Rahmenhandlung ist mit "Christine" betitelt und spielt im Winter 2011/2012 in Florenz. Christine spricht mit einem Psychologen, der Leser erfährt zunächst nicht, warum sie diese Termine hat und dem Mann aus ihrem Leben erzählt.
Der überwiegende Teil der Handlung ist im Frühling 2011 in Berlin und im Sommer 2011 in der Toskana angesiedelt. In den Text sind wiederholt Rückblicke auf die Kindheit und Jugend von Christines Sohn Raffael eingeflochten.

Eigene Beurteilung

Der Protagonist Raffael ist seit dem 24.04.1992, als er als Siebenjähriger seine geliebte Zwillingsschwester Svenja verlor, nicht mehr er selbst. Vollkommen traumatisiert, spricht er kein Wort mehr und ist auch für seine Eltern nicht mehr zugänglich. Seine Mutter Christine widmet sich ihm intensiv und vernachlässigt darüber ihren Mann Karl, sodass die Ehe in den Strudel einer Krise gerät. Als die Atmosphäre in der Familie sich ständig verschlechtert und Christine mit Raffael nicht vorankommt, geben die Eltern den Jungen in ein Internat, aus dem er -wie man später erfährt - nach der Mittleren Reife verschwunden ist. Der Kontakt zu seinen Eltern ist abgebrochen.
Christine und Karl haben sich wieder zusammengerauft und in Italien ein neues Leben aufgebaut. Raffael lebt dagegen in Berlin, verdient seinen Lebensunterhalt mit Aushilfsjobs und trinkt Alkohol bis zur Besinnungslosigkeit. Er ist intelligent, aber auch völlig impulsiv und unberechenbar. Vor allem im komplett betrunkenen Zustand ist er extrem aggressiv und wird zur Gefahr für seine Umgebung. Raffael ist ein Protagonist, der den Leser nicht kalt lässt. Obwohl man erfährt, dass er in seiner Kindheit und Jugend Schweres durchmachen musste, erregt er eher Abscheu als Mitleid. Auch sein Vater ist, milde ausgedrückt, nicht gerade ein Sympathieträger, man kann darüber spekulieren, ob Raffael nur durch seine Erlebnisse, oder auch durch ererbte Eigenschaften zum Soziopathen geworden ist.
Im zweiten Teil des Romans, der in Italien spielt, gibt es ein Wiedersehen mit Kommissar Donato Neri, dessen Charakterisierung mir hier gelungener scheint als in den vorhergehenden Büchern der Autorin. Er ist in gewisser Weise immer noch ein Pechvogel, da er weiterhin "Oma", seine demente Schwiegermutter Gloria, die ihm (und seiner Frau) das Leben schwermacht, im Haus hat, aber in diesem Roman fällt er nicht durch die Inkompetenz auf, die ihn seinerzeit per Strafversetzung in die Provinz brachte. Die Geschichte um Familie Neri lockert einen spannenden Krimi humorvoll auf und sorgt für Entspannung neben dem Nervenkitzel.
Vom Erzählstil hat mir "Bewusstlos" sehr zugesagt, die Autorin versteht es, Spannung aufzubauen, Informationen nach und nach einfließen zu lassen und sehr anschaulich zu schreiben. Man kann dieses Buch nur schwer aus der Hand legen, wenn man einmal angefangen hat.
Mit dem Inhalt bin ich nicht ganz einverstanden, da mir einge Dinge nicht realistisch vorkommen: Raffael verstößt mehrfach massiv gegen die Gesetze und bekommt keine Anzeige? Auch bleiben manche Fragen offen oder werden nicht nachvollziehbar aufgelöst (Ende des Romans). Hier hätte ich gern mehr Informationen gehabt.

Fazit

"Bewusstlos" ist ein ansprechend geschriebener, spannender Krimi, in dessen Mittelpunkt die kranke Psyche des Protagonisten steht. Ermittler/Ermittlungen spielen nur eine sehr untergeordnete Rolle. Das Buch bietet rasante Unterhaltung, ist aber manchmal im Handlungsverlauf nicht ganz realistisch. 3,5 Sterne
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine tödliche, verwundete Seele, 18. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Bewusstlos: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Raffaels Leben war als Kind symbiotisch, schön, wunderbar. Mit seiner Zwillingsschwester Svenja. Aber dies gilt nur für die ersten Jahre. Als Raffael 7 Jahre alt ist, geschieht ein unfassbares Unglück. Und alles wird anders, bis dahin, das ebenjener Raffael aus einem Internat später einfach verschwindet und 10 Jahre nicht mehr gesehen ward.
Zu einer Zeit, als seine Eltern innerlich schon längst aufgegeben hatten, ihren ehemaligen Sonnenschein noch einmal innerlich zu erreichen. Ein wenig real wirkender Ausgangspunkt (wer würde in traumatisiertes Kind einfach fallen lassen? Egal, wie schwierig die Probleme auch werden), den Thiesler dennoch relativ überzeugend in den Raum zu setzen vermag.

Und Raffael vergisst nicht. In seiner geschädigten Seele legt er sich die Schuld für das damalige Unglück schon zurecht. Weil der Vater nicht kam, weil der Vater ihn im Stich gelassen hat, nur darum ist alles spätere so geschehen, wie es geschehen ist.

Und nun trifft der Leser ebenjenen Raffael in Berlin wieder, wie er gerade aufwacht. In seiner Kleidung mit einem gewaltigen Filmriss. Seine Kleidung ist blutüberströmt, sein geliebtes Springmesser nicht mehr zu finden und er selbst, zur Untermiete bei einer einsamen, alten Frau lebend, kann sich das alles überhaupt nicht erklären.

Nicht nur hier gibt Sabine Thiesler dem Leser einen gewissen Wissensvorsprung. Darüber, dass die unstete, aggressive Seite in Raffael jederzeit explodieren kann. Dass er in einer kruden Logik sich alles zurecht legt und damit eine hohe Gefahr für alle seine Mitmenschen darstellt. Vertraute Mitmenschen ebenso, wie Zufallsbekanntschaften gegenüber.

Die Entwicklung bis dahin vollzieht Thiesler dabei sorgfältig und nachvollziehbar nach. Auch wenn die Durchmischung von Mord im Affekt, Amnesie, Kindesmissbrauch, „Spiel mir das Lied vom Tod“, Vergewaltigung und Rachegelüste doch einfach auch erschlägt und, letztlich, zuviel des Guten darstellt. Ihren Raffael begleitet Thiesler intensiv und in allen Verzweigungen seiner verletzten Seele und seines irrationalen Denkens.

Eine Entwicklung, die Thiesler detailliert nachvollzieht. Bei der Arbeit, als Raffael die Nagelpistole zweckentfremdet, in der Kneipe, wo er sich von einer hübschen Frau einfach nimmt, was er gerade will, gegenüber seinen Eltern, die ein neues, erfolgreiches Leben in Italien aufgebaut haben, gegenüber seiner alten Vermieterin, die sich zunächst über den jungen Mann und das neue Leben in der einsamen Wohnung freut.

So manche Erzählstränge aber „drum herum“ versickern doch gehörig vor sich hin. Die Ermittlungen zu einem Mord in Berlin verlaufen merkwürdig uninteressiert im Sande. Die goldene Hochzeit in Italien ist zwar an sich eine humorvolle Idee, was das aber genau mit der eigentlichen Geschichte zu tun hat, bleibt leicht im Dunkeln. Wie so manch andere „Nebengeschichte“ zwar flüssig erzählt, aber in ihrer Bedeutung für das eigentliche Geschehen nicht klar erkennbar wird.

Gut gelungen demgegenüber ist die eigentliche Auseinandersetzung Raffaels mit sich selbst und mit seinen Eltern, spürbar und fassbar steht die Bedrohung, die von Raffael ausgeht und die jederzeit unmotiviert ausbrechen kann im Raum. Ob aufgrund dessen das Buch nun aber als „Thriller“ bezeichnet werden kann oder eher als „dunkle Belletristik“ mit allen Fehltritten, die nur denkbar sind und dies sich in und um Raffael vereinigen (vom untreuen Vater bis zum fingernden Internatsdirektor), auch das ist nicht einfach zu entscheiden.

Alles in allem eine flüssig erzählte Geschichte mit einigen Sackgassen und Einbahnstrassen, die eher verwirren, als die Geschichte voranbringen. Mit einer deutlich überladenen „Rundum Belastung“ der Hauptperson. In und um die Hauptperson selber aber spannend und bedrohlich gestaltet mit einem, zwar vorhersehbaren, aber dennoch packenden Ende.
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Bewusstlos: Thriller
Bewusstlos: Thriller von Sabine Thiesler (Taschenbuch - 14. Juli 2014)
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