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106 von 108 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein grossartiges Buch...
Vorneweg:
Ja, es stimmt, dass dieses Buch sehr alt ist. Dass dieses Buch fuer Einsteiger nicht geeignet ist (zumindest nicht ohne eine zusaetzliche Einfuehrung). Dass dieses Buch auch Kameras bespricht, die heute kaum jemand benutzt. Das dieses Buch auf den ersten Blick sehr unuebersichtlich ist. So what?
Die wichtigsten Prinzipien der Fotografie haben sich in...
Veröffentlicht am 31. Januar 2005 von D. Maraun

versus
130 von 167 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gutes Buch, aber nicht mehr zeitgemäß
Das Buch mit der Erstauflage von 1961 (!), beschreibt Grundlagen der fotografischen
Darstellung durch Gegenüberstellungen von Fotografien sehr anschaulich.
Weiter beinhaltet es Informationen zu Film, Papier und Labor. Es räumt
mit falschem Wissen, z.B. über die perspektivische Verzerrung bei
sehr lang- oder kurzbrennweitigen Objektiven,...
Am 2. November 2001 veröffentlicht


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106 von 108 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein grossartiges Buch..., 31. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Hohe Schule der Fotografie: Das berühmte Standardwerk (Taschenbuch)
Vorneweg:
Ja, es stimmt, dass dieses Buch sehr alt ist. Dass dieses Buch fuer Einsteiger nicht geeignet ist (zumindest nicht ohne eine zusaetzliche Einfuehrung). Dass dieses Buch auch Kameras bespricht, die heute kaum jemand benutzt. Das dieses Buch auf den ersten Blick sehr unuebersichtlich ist. So what?
Die wichtigsten Prinzipien der Fotografie haben sich in den letzten Jahrzehnten nicht geaendert.
Feiniger schreibt explizit im Vorwort, dass dieses Buch keine Einfuehrung in die Fotografie sein soll. Aber wer die Grundbegriffe kennt (Blende, Belichtungszeit, Brennweite, Schaerfentiefe...), der sollte mit diesem Buch auch ohne tolle Schemazeichnungen klarkommen.
Die Kapitel ueber exotische Kameras sollte man, wenn sie einen nicht interessieren, einfach ueberspringen.
Das Buch ist in der Tat kein strukturiertes Nachschlagewerk, aber wenn man es einmal durchgelesen hat, wird einem die intuitive Gliederung doch klar.
Aber was ist denn nun so toll an diesem Buch?
Es ist die Tiefe und Systematik. Es wird eigentlich alles erschoepfend abgehandelt, was anzusprechen ist. Jeder Punkt (z.B.: wie erzeuge ich den Eindruck von Tiefe?) wird ganz ausfuehrlich behandelt, systematisch untergliedert (hier z.B. Weitwinkel, Objekte in verschiedenen Ebenen platzieren, perspektivische Verkuerzung, Ueberschneidungen...) und mit Beispielfotos erlaeutert.
Es ist das Aufraeumen mit Vorurteilen und Halbwahrheiten. Z.B wird erlaeutert, dass die Schaerfentiefe eines Bildes eben nicht von der Objektivbrennweite abhaengt, sondern einzig vom Abstand des Fotografen zum Objekt. Warum das so ist, wird immer anschaulich an Beispielexperimenten, die man mit der eigenen Kamera durchspielen kann, erlaeutert.
Und schliesslich sind es die zahlreichen anregenden Fotos.
Fazit: Wer auf Bunte Schemazeichnungen verzichten kann und sich einigermassen mit seiner Spiegelreflex auskennt, fuer den ist dieses Werk ein grossartiges Lehrbuch! Es geht weiter in die Tiefe als jedes andere in den grossen Buchhandlungen ausgestellte Lehrbuch und erklaert die Prinzipien, die man beherrschen muss, um gute Fotos zu machen.
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109 von 111 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DAS Standardwerk für anspruchsvolle Fotografie, 14. April 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Hohe Schule der Fotografie: Das berühmte Standardwerk (Taschenbuch)
Wer behauptet Feiningers Buch ist überholt, der hat Feininger nicht verstanden! Sicherlich sind seine technischen Hinweise meist nicht mehr zeitgemäß, aber das was das Buch wertvoll macht sind auch nicht technische, sondern gestalterische und theoretische Hinweise, sowie seine Ratschläge zur Herangehensweise an eine fotografische Aufgabe. Und schlechte Fotos kann man sowohl mit einer Rolleiflex aus den 50er Jahren als auch mit einer modernen Digitalkamera machen, aber eben auch Gute! Wer nun der Fotoindustrie Glauben schenkt, die uns mitteilen will, dass die neuesten Kameras gute Bilder ohne zutun des Fotografen machen, dem rate ich von diesem Buch ab. Wer aber den Anspruch hat Fotos zu machen, in denen mehr steckt als nur Oberfläche, dem sei es empfohlen. Ich persönlich, mittlerweile erfolgreicher Berufsfotograf, habe Andreas Feininger und seinem Buch sehr viel zu verdanken.
Zum Schluss sei noch angemerkt, dass die Hohe Schule der Fotografie kein Anfängerbuch ist, aber auch für die hat Feininger eines.
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52 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zeitlos passend, 29. Februar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Hohe Schule der Fotografie: Das berühmte Standardwerk (Taschenbuch)
Beim Durchblättern des Buches fällt auf: Entweder schon sehr alte Fotobeispiele oder unsagbar schlechte Drucke? Am Ende des Vorworts wird klar, daß es mittlerweile schon einige Jahre am Buckel hat; stammt es doch aus dem Jahr 1970. Lieber Leser, trotzdem nicht weglegen! Der Texteil hat nichts an Aktualität verloren. Fotografische Grundsätze galten damals genauso wie heute. Das Buch bietet eine Sammlung an Handwerks-Wissen, das ich sonst noch nicht in dieser Art gefunden habe. Für alle engagierten Hobbyfotografen, die sich ernsthaft mit dem Thema beschäfigen wollen, ist es unumgänglich, diese "Basics" zu verstehen. Allemal ein ausgezeichnetes Werk. Teure Bücher, die mit grandiosen Bildern glänzen, gibt's ohnehin genug.
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Fotodidaktik-Standardwerk, 9. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Hohe Schule der Fotografie: Das berühmte Standardwerk (Taschenbuch)
Andreas Feininger ist einer der bedeutendsten deutschen Fotographen und Fotodidaktiker unseres Jahrhunderts. Der erst kürzlich verstorbene Journalist, der lange Zeit für die Zeitschrift "LIFE" gearbeitet hat, hat neben Bildbänden auch mehrere Lehrbücher der theoretischen und praktischen Fotographie verfasst. Das vorliegende Buch beantwortet praktisch alle Fragen, die sich dem Hobby- und Profifotographen stellen. Obwohl schon 1961 erstmalig erschienen, gilt es auch heute noch als Standardwerk. Das Buch beginnt mit grundlegenden Motiv- und Objektfragen (Farbe oder Schwarzweiss?, Illustrieren oder Interpretieren? usw.). Danach widmet es sich den Apparaten und Materialien, also Kamera, Objektiven, Blende und Verschluss, Fotopapieren und so weiter. In diesem Kapitel werden auch die Labortätigkeiten, also Entwickeln und Vergrössern behandelt, ausserdem auch verschiedene Aspekte der Fotopsychologie. Dem folgt ein ausführlicher Bildteil, in dem die oben erwähnten theoretischen Elemente ausgezeichnet illustriert und begreiflich gemacht werden. Hier wird besonderer Wert auf die Einflussmöglichkeiten gelegt, die ein wirklich gutes Bild ausmachen: Licht, Kontrast, Farbwirkungen, Perspektive, Bewegungsdarstellungen usw. Das Buch ist sicher nicht so flüssig geschrieben, wie neuere Bücher mit gleicher Zielsetzung, dafür bietet es aber geballtes und umsetzbares Wissen statt eines "flippigen" Layouts. Und nicht zuletzt bietet es eine Menge Anregungen für neue Sujets bzw. neue Umsetzungen vermeintlich schon langweiliger Motive. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Feininger liefert., 10. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Hohe Schule der Fotografie: Das berühmte Standardwerk (Taschenbuch)
Meine neuen Fotografien sehen nach Studium des Buches ausdrucksvoller und gekonnter aus als vorher. Die Bilder sind nun bewusster gestaltet, ganz andere und wertvolle Momente treten ins Bild. Und als "Zuckerl" bin ich nun in der Lage Fotoausstellungen in Galerien oder Museen bewusst als Lehrstück herzunehmen. Was will ich mehr?

Andreas Feininger schreibt im Jahre 1961 sein robustes Gedankengerüst zur Fotografie nieder. Die Aufnahmetechnik hat sich seither geändert. Was bedeutet, dass seine technischen Anmerkungen heute teils irrelevant sind. Seine Ausführungen zum Bildaufbau, zur Perspektive, zur Wahl von Farbe oder Schwarzweiß, zu Sehunterschieden zwischen Objektiv und Auge, etc. sind heute so wichtig wie damals. Vielleicht aus zwei Gründen noch wichtiger. Zum einen lässt die Allgegenwart von Fotolinsen die meisten Ergebnisse immer aussageloser werden. Zum anderen ist die professionelle fotografische Bildsprache heute so beliebig geworden, dass ein Autor aus weniger "verwirrten" Zeiten sehr gut tut. Experimentieren und wild werden kann ich dann immer noch. Aber ein gutes gestalterisches Fundament ist wichtig.

Das Buch ist im Textteil mühsam zu lesen. Ich empfehle dennoch durchzuhalten. So wird der Bildteil wesentlich bedeutsamer.

Es wurde zwar schon gesagt, aber meiden möge dieses Buch: wer auf "Fast Food" steht, eine Checkliste von Tips und Tricks sucht, lernen möchte wie er seine Kamera technisch beherrscht. Wer hingegen ernsthaft daran interessiert ist ausdrucksstärkere Fotos abzuliefern, dem sei Herrn Feiningers Buch wärmstens ans Herz gelegt.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nichts für Anfänger und Bildchengucker ;-), 11. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Hohe Schule der Fotografie: Das berühmte Standardwerk (Taschenbuch)
Wie schon einige vor mir schrieben, ist dieses Buch etwas "out of time". Wie ein Anachronismus bezüglich der beschriebenen Kameramodelle und ihrer Verwendung. Jetzt kommt das große ABER: Alles andere, ist auch heute in der Fotografie noch immer gültig und wichtig. Feininger erklärt tief greifend und verständlich alle Aspekte der Fotografie. Das ist nicht nur technisch, sondern er geht auch auf den Fotografen selbst ein. Sein Verhältnis zum Objekt. Er gibt viele leicht nachvollziehbare Beispiele an, welche auch in der heutigen Zeit mit den digitalen Mitteln durchführbar sind (Beispielsweise zur Perspektive respektive Standpunkt des Fotografen). Nach der Lektüre wird ganz klar: Fotografie ist nicht nur drauf halten und abdrücken. Fotografie, mit einem wie auch immer gearteten Anspruch, ist eine Kombination aus Kreativität, die durch das Hintergrundwissen gestützt und vor allem erst möglich gemacht wird. Feiningers Vergleich mit dem Wissen des Handwerkers über seine Werkzeuge und wie er damit umzugehen hat, passt hervorragend. Nur wer sein Werkzeug kennt kann letztlich seine Ziel, ein gutes Foto nach seinen Vorstellungen zu machen, erreichen.
Feiningers Buch hat nichts mit den bunten, eher Betriebsanleitungen ähnelnden "Fachbüchern" der Gegenwart zu tun. Man muss sich auseinandersetzen und nachvollziehen. Es wird einem nichts vorgekaut und als Rezept serviert. Wer an Fotografie aber mehr interessiert ist als an Knipserei auf der Partie oder im Urlaub, für den ist dieses Buch richtig und lehrreich.
Für mich eine ganz klare Empfehlung.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toller Klassiker, 7. September 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Hohe Schule der Fotografie: Das berühmte Standardwerk (Taschenbuch)
Dem Titel folgend ist es wirklich das Standardwerk. Viele Autoren rezitieren aus diesem Buch. Somit ist es für mich eine Pflichtlektüre für jeden, der sich in der Kunst des "Zeichnen mit Licht" weiter entwickeln will. Die vorgestellten Grundlagen gelten auch heute noch, sowohl in der analogen als auch in der digitalen Fotografiewelt.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Worauf es bei einem guten Foto ankommt, 4. September 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Hohe Schule der Fotografie: Das berühmte Standardwerk (Taschenbuch)
Ich habe als Einsteiger in die DSLR Fotographie dieses Buch gelesen. Es hat mir sehr viele gute Anregungen gegeben. Kurz und bündig wird erklärt, wie man gute Fotos (unabhängig von der verwendeten Kamera) machen kann. Meine Fotos sind nach Lektüre dieses Buches deutlich besser geworden. Fachlich ist an dem Buch nichts auszusetzen.

Auch verschiedene Kameratypen und Filmtypen werden vorgestellt, und zumindest für den Amateurfotografen ist dieser Teil hoffnungslos veraltet. Kein Mensch wird gezwungen diesen Teil des Buches zu lesen. Da die meisten Fachbücher Teile enthalten, die nicht für alle Leser von Interesse sind, verstehe ich die Kritik zu diesem Punkt nicht.

Wer gute Fotos machen will (egal ob mit dem Handy, DSLR, SLR, etc.), sollte dieses Buch lesen. Zudem ist das Preis-Leistungs-Verhältnis ist unschlagbar. Wer ein erweitertes Kamerahandbuch benötigt, der wird mit diesem Buch nichts anfangen können.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Standardwerk, 4. Juli 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Hohe Schule der Fotografie: Das berühmte Standardwerk (Taschenbuch)
"Die hohe Schule der Fotografie" vermittelt die Grundlagen der Fotografie ohne grosses Brimborium. Ein Standardwerk, welches in die Bibliothek jedes ambitionierten Fotografen gehört.

Obschon die Qualität der Bilder nicht mehr dem heutigen Stand entspricht, ergänzen die Bilder den Text auf eine Ideal Art und Weise: Einfach, klar und verständlich.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Niveau sieht nur von unten wie Arroganz aus., 20. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Hohe Schule der Fotografie: Das berühmte Standardwerk (Taschenbuch)
Nach vielen vielen Jahren habe ich mich endlich an diesen Klassiker herangewagt, der im klassischen Buchhandel nicht einmal mehr einfach so auf Lager ist. Es hilft, ein gewisses Selbstbewusstsein mitzubringen, und sich in der Lage zu fühlen, das Buch historisch richtig einzuordnen. So gewappnet, kann man großzügig über Feiningers Einlassungen etwa zu den aus seiner Sicht "armseligen Praktiken" hinweggehen.

Die Übersetzung ist recht ordentlich (in alter Rechtschreibung), wobei ich immer wieder am Begriff des "vollkommenen Bildes" hängengeblieben bin, der im Original sicher schwächer formuliert war, und wohl eher auf das bestmögliche Bild in der jeweiligen Aufnahmesituation abzielte.

Das Buch besteht aus zwei Teilen. Zum ersten aus einem etwa 90 Seiten starken reinen Textteil und dann aus einem 250 Seiten starken Bildteil mit erläuternden Texten. Der Textteil ist sehr dicht und erfordert aufmerksames Lesen. In atemberaubendem Tempo hastet Feininger über das gesamte Feld der Fotografie und ihrer Technik. Ein wirkliches Versäumnis ist dabei jedoch, dass er immer wieder von den verstellbaren Standarten der "Atelierkamera" schwärmt, ohne sie ein einziges mal als Zeichnung zu zeigen, um dem Leser die Möglichkeit zu geben, sich ein Bild davon zu machen, wie die Verstellmöglichkeiten denn nun real aussehen. Aber vielleicht konnte man das vor 50 Jahren auch einfach voraussetzen. Wer im hier und jetzt nicht weiss, wovon die Rede ist, sollte mal nach dem Begriff "Fachkamera" googeln.

Aufgrund der Kürze der einzelnen Abschnitte gibt es eigentlich keinen Grund, irgendwas zu überblättern. Gerade die Kapitel, die aus Sicht des Digitalfotografen am antiquiertesten wirken, in denen es um Filter, Vergrößerungstechniken und Fotopapiere geht, helfen dabei, das einzuordnen, was heute im digitalen Zeitalter manchmal als Purismus gehandelt wird.

Ich selbst glaube, dass ich am meisten von den eher untechnischen Abschnitten profitieren kann, auch wenn hier natürlich viel altbekanntes aus dem Bereich von Motivauffassung und Komposition vorkommt. Mit einigen Jahren Erfahrung kann man nur schwer erwarten, in wirklich jedem Satz eine neue Erkenntnis vorzufinden.

Der dicke Bildteil mit seinen Beschreibungstexten rollt das im Textteil beschriebene dann noch einmal an Beispielen und in entspannterem Tempo auf. Die Wiedergabe der Bilder ist dabei in der Tat meist dürftig und bestenfalls zweckmäßig. Die meisten Erkenntnisse, die ich hoffentlich bald umsetzen kann, habe ich hier im Bezug auf die Tiefenwiedergabe gewonnen.

Wer glaubt, alles zu wissen und keinerlei neue Sicht auf die Welt der Fotografie zu benötigen, kann dieses Buch ruhig links liegen lassen. Alle anderen, die für neue und alte Ansichten offen sind, können auf jeden Fall die eine oder andere neue Erkenntnis gewinnen. Mein Eindruck ist, dass viele von Feiningers Themen noch vor einigen Jahren gern auf Fotowebseiten diskutiert wurden, aber heute dank mangelnder Kritikfähigkeit und übertriebener Fixierung auf die vermeintlich perfekte Ausrüstung zu kurz kommen.

Ich habe mit dem Gedanken gespielt, einen Stern abzuziehen für die nicht nur antiquierte, sondern mitunter auch unstrukturierte Schreibweise, aber einem durchaus historisch wertvollen Buch, das für ein paar Euro daherkommt, wäre damit eigentlich Unrecht getan.
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Die Hohe Schule der Fotografie: Das berühmte Standardwerk
Die Hohe Schule der Fotografie: Das berühmte Standardwerk von Andreas Feininger (Taschenbuch - 2005)
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