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5.0 von 5 Sternen Brixton Hill
Inhaltsangabe:

Emma Vines Welt gerät innerhalb kurzer Zeit komplett aus den Fugen. Zuerst springt ihre Freundin Kimmy in einem Panikanfall nach einem Rauchgasanschlag auf ihr Büro aus dem Fenster, danach wird Emma selbst verdächtigt, terroristischen Kreisen anzugehören und von der Polizei verhaftet. Gott sei Dank ist ihr Bruder Eric Anwalt...
Vor 11 Monaten von Annabas veröffentlicht

versus
2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eher ein Krimi / 3,5 Sterne
Meine Meinung:

Vorab ein kleiner Hinweis: Wer “Brixton Hill” lesen möchte, weil er ein Thriller-Fan der blutrünstigen Art ist, wird sicherlich enttäuscht werden. Ich stand auch kurz davor, weil das Wort “Thriller” auf einem Buchcover ganz bestimmte Erwartungen in mir weckt und diese während des Lesens nicht...
Vor 15 Monaten von SaFi veröffentlicht


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brixton Hill, 22. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Brixton Hill: Roman (Taschenbuch)
Inhaltsangabe:

Emma Vines Welt gerät innerhalb kurzer Zeit komplett aus den Fugen. Zuerst springt ihre Freundin Kimmy in einem Panikanfall nach einem Rauchgasanschlag auf ihr Büro aus dem Fenster, danach wird Emma selbst verdächtigt, terroristischen Kreisen anzugehören und von der Polizei verhaftet. Gott sei Dank ist ihr Bruder Eric Anwalt und kann ihr helfen, doch der Verdacht bleibt an Emma haften. Ein zweiter Anschlag zielt auf Emma selbst ab und nun will sie der Sache auf den Grund kommen und herausfinden, wer Interesse daran hat, sie zu töten. Ihr Hauptverdächtiger ist Alan Collins, der sie als Stalker einige Zeit lang verfolgt hat – doch welchen Grund sollte der haben, die Liebe seines Lebens zu ermorden? Die Spuren führen Emma in die Vergangenheit ihrer eigenen Familie und sie entdeckt, dass Alan Collins einem Verbrechen auf der Spur ist, in dem es um sehr viel Geld geht ...

Der erste Satz:

„Es ist nicht der Aufprall, an den man sich später erinnert.“

Meine Meinung zum Buch:

Zoë Beck legt hier wieder einen sehr spannenden Kriminalroman vor.

Emma Vine ist eine Heldin, die sich mir erst nach und nach erschlossen hat. Sie hat Ecken und Kanten, ist hin und wieder mürrisch und schlecht gelaunt, aber sie erschien mir immer authentisch. Wenn man im Laufe der Geschichte mehr über sie erfährt, gewinnt sie sehr an Sympathie und zum Schluss hin mochte ich sie überaus gerne. Ich habe mit ihr gezittert und gelitten, das brachte mich ihr nahe, auch wenn sie „nur“ eine erfundene Figur ist.

Aber auch andere Romanfiguren sind in dieser Geschichte gut und facettenreich charakterisiert. Da ist einmal der Praktikant Jono, der gegen alle Vernunft fest zu Emma steht, oder der Hacker Jay, dessen Computerkenntnisse und Verbindungen Emma bei ihren Ermittlungen sehr weiter bringen. Und natürlich Emmas Großmutter Patricia, eine Patriarchin, die keine Gefühle zeigen will oder kann und bei der sich mein erster Eindruck (fiese Hexe) auch noch ins Positive gewandelt hat. So könnte ich noch eine Weile weitermachen. Insgesamt sei gesagt, dass mir alle Personen sehr glaubhaft vor Augen standen und ihre Motive nachfühlbar waren.

Wir erleben die Geschichte aus mehreren Perspektiven. Natürlich in erster Linie aus Emmas Sicht, aber auch einige andere Figuren bringen Informationen, Erinnerungen und Erfahrungen ein und zum Schluss rundet sich das Bild zu einem abschließenden Ganzen. Ich fand das sehr gut gemacht!

Besonders gut gefallen haben mir auch die kurzen Einschübe, bei denen es nur indirekt um den Fall ging. Z. B. wird die Angst beschrieben, die ein Stalkingopfer fühlt, das hat mich sehr beeindruckt. Zoë Beck kann auch in einem einzigen, kurzen Bild dem Leser eine bedrückende Atmosphäre von Hoffnungslosigkeit und sozialen Problemen übermitteln, das fand ich absolut gekonnt.

Mich hat dieses Buch wieder sehr gefesselt und ich freue mich schon, wenn es wieder etwas Neues von der Autorin gibt.

Mein Fazit: Buchtipp!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannung pur, 11. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Brixton Hill: Roman (Taschenbuch)
Ein Thriller der einen von der ersten Seite an fesselt und nicht wieder los lässt. Die Geschichte befasst sich mit Terrorismus,Kurruption,Rassismus,Manipulation das sind nur ein paar brisante Schlagwörter und hinter allen dem steckt das World Wide Web und man merkt wieviel Macht in diesem steckt.
Die Protagonistin Emma erlebt die Machenschaften am eigenen Körper.Am Anfang dachte ich an den 11.September , dann wieder an den Film "Das Netz", aber in diesem Thriller ist alles sehr zeitnah geschrieben, als wäre es erst gestern geschehen.
Ich kann das Buch nur empfehlen.Die Geschichte ist sehr spannend geschrieben.
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4.0 von 5 Sternen Ein gesellschaftskritischer London-Krimi, 22. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Brixton Hill: Roman (Taschenbuch)
Mit „Brixton Hill“, meinem ersten Roman der Autorin, wird der Leser nach London entführt, um zusammen mit der Protagonistin Em Vine zu recherchieren, wie es zu dem technischen Ausfall im Limeharbour Tower kam, bei dem ihre Freundin Kimmy in den Tod gestürzt ist. Bald ist sich Emma sicher, daß eigentlich sie das Ziel des Anschlages war, der Täter steht für sie fest: seit Monaten wird sie von Alan Collins gestalkt und mit Mails überschüttet; vieles deutet darauf hin, daß er aufgrund seiner Hackerkenntnissen mit dem Anschlag in Verbindung stehen könnte.

Oder doch nicht? Em findet sich schnell in einem perfiden Spiel wieder, bei dem sie sowohl in der Realität als auch im Netz bedroht wird – das Motiv ist sowohl für den Leser als auch für Em lange nicht ersichtlich. Bald weiß sie nicht mehr, wem sie noch trauen kann.

Neben der spannenden Krimihandlung, deren offenen Frage am Ende beantwortet werden, kommt der Leser auch mit den aktuellen gesellschaftlichen und sozialen Entwicklungen von London in Berührung. So erlebt er mit den Protagonisten den Wandel von ehemals schäbigen Stadteilen zu Orten des Hochglanzes mit Luxushochhäusern und schickem Familienidyll für den gehobeneren Geldbeutel. Die ehemaligen Bewohner, die sich den neuen Traum nicht leisten können, werden umgesiedelt, ob sie wollen oder nicht. Aber es gibt auch eine Gegenbewegung, die den Baufirmen und -herren ihren bisherigen Grund und Boden nicht einfach überlassen wollen.

Die Charaktere sind sehr spannend und interessant mit ihren Ecken und Kanten. Emma Vine scheint eine coole und taffe Frau zu sein – in Wirklichkeit ist das mehr Schein als Sein, sie hat mit den Dämonen ihrer Vergangenheit zu kämpfen, ist aufbrausend, läßt keine Nähe zu und hat Probleme damit, irgendwo sesshaft zu werden. Ihr Zwillingsburder Eric ist das genaue Gegenteil von ihr. Die Familie der Beiden erscheint wenig liebevoll, vorallem Em scheint das schwarze Schaf der Familie zu sein.

Alan als Stalker stößt den Leser erstmal ab, gibt aber gleichzeitig Rätsel auf. Sein Mitbewohner Jay dagegen hat mir sehr gut gefallen, als Journalist hinterfragt er die richtigen Dinge und er ist von der Zwangsräumung ebenfalls betroffen, so daß seine Sympathien ganz klar bei den Gegnern der Sanierungen liegen.

Das Buch nimmt einige für mich unerwartete Wendungen und das Finale regt zum Nachdenken an.

Nach diesem Buch möchte ich in jedem Fall noch weitere Bücher von Zoë Beck lesen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein spannendes Verwirrspiel, dass mich total begeistert hat!, 6. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Brixton Hill: Roman (Kindle Edition)
Deutsche Thriller-Autoren und ich passen leider in den seltensten Fällen richtig gut zusammen. Oft mangelt es dort an der nötigen Raffinesse und alles ist oft sehr vorhersehbar. Zoe Beck sticht aus der Masse für mich jedoch sehr stark hinaus.
Ihre Bücher sind oft sehr gut recherchiert und machen einem Lust auf den Spielort des Buches. Die Kriminalfälle sind einzigartig und man wird als Leser ständig hinters Licht geführt. So ist es auch in “Brixton Hill”. Brixton Hill ist ein heruntergekommener Stadtteil in London, mit dem ich vorher noch nie konfrontiert wurde. Trotzdem konnte ich die Trostlosigkeit und Perspektivlosigkeit des Stadtteils regelrecht spüren. Wer kennt sie schließlich nicht - die Schandflecken der Stadt, die durch Neubauten zu neuem Leben erweckt werden sollen. Für die einen ein Segen, für die ehemaligen Bewohner natürlich ein Fluch.
Das krasse Gegenteil ist da natürlich der Stadtteil aus dem die Protagonistin Em kommt - es wimmelt dort nur von Luxushäusern, die sich die wenigsten noch leisten können. Em jedoch verdient ihr Geld mit dem organisieren von Partys und stammt aus einer reichen, angesehenen Bankersfamilie. Um so unglaublicher ist es, dass sie unter Mordverdacht an ihrer Freundin steht. Niemand glaubt an ihre Unschuld, biss sie in Brixton Hill auf Menschen trifft die selber oft Opfer der Willkür der Besserverdiener geworden sind. Eine Gegend die für sie früher unheimlich und abartig war, wird nun ihre einzige Hoffnung.
Zoe Beck hat es in ihrem neuesten Buch geschafft, ein tolles Portait der Stadt Landon und ihrer Bewohner zu zeichnen. Jede Buchfigur ist für sich einzigartig und wirkte auf mich absolut lebendig. Der Kriminalfall wirkte auf mich absolut fesselnd und auch ich hatte manches Mal Zweifel an Ems Unschuld, obwohl man als Leser ihr die ganze Zeit über die Schulter guckt.
“Brixton Hill” trieft nur so vor Intrigen und spricht aktuelle Probleme der heutigen Gesellschaft deutlich an. Nie habe ich mir mehr Gedanken zu dem unfreiwilligen Umsiedeln von Geringverdienern und den Auswirkungen gemacht als während des Lesens dieses Buches. Die Autorin hat einfach das Talent, mich zum Nachdenken zu bringen ohne das es Auswirkungen auf die Spannung des Buches hat.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brixton Hill ist ein Thriller, der gar nicht erst versucht, offenkundig einer zu sein, 31. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Brixton Hill: Roman (Kindle Edition)
Cover:
Das Cover sagt mir persönlich ausgesprochen gut zu. Nicht mit dem üblichen Motiv, wo ständig eine Frau zu sehen ist, werde ich hier konfrontiert. Stattdessen entschied man sich für eine schlichte aber wirkungsvolle und mehr als zum Inhalt passende Schwarzweiß Fotografie von alt wirkenden Häusern. Da die Umstrukturierung von Londoner Vierteln eine große Rolle im Buch spielt, stellt dieses Bild eben die noch alten und vorhandenen Häuser da. Auch die grüne Titelschrift, die sich etwas vom Cover abhebt, passt sich der Atmosphäre des Bildes an und harmoniert perfekt zur Handlung und der Schwarzweißfotografie. Dank dem Cover wäre mir das Buch in jedem Buchladen sofort ins Auge gesprungen und meine Neugierde ist auf alle Fälle schon mal geködert worden.

Inhalt:
Ein Rauchbombenangriff in den Lüftungsschächtern des Limeharbour Towers, eine Frau, die daraufhin panisch aus dem 15. Stockwerk springt. Mitten im Geschehen ihre Freundin Emma Vine, deren Handy sich zuvor im Wlan – Netzwerk des Gebäudes eingeloggt hatte und angeblich der Auslöser für den Angriff war. Hinzu kommt Emmas Stalker, der sie nicht nur wochenlang verfolgt, sondern auch ein Computer Hacker ist. War das also sein ganz persönlicher Rachefeldzug gegen sie, weil sie seine Liebe nicht erwiderte und die viel relevantere Frage: Wie weit wird er noch gehen?

Meinung:
Brixton Hill ist ein in meinen Augen ein noch verharmlost geschriebener Thriller rund um Gesellschaftspolitik, Hackergemeinschaften, Umbauten alter Londoner Viertel, Immobilienkriege und einigem mehr. Hier erwartet den Leser keine Blutschar an Verletzungen oder stark gewalttätige Szenen. Viel subtiler schleicht sich der Thriller in die Handlung mit rein und hinterlässt nach und nach seine bitteren Spuren. Wo genau diese letztendlich hinführen, wird dem Leser nicht sofort offenbart. Dennoch verfehlt er nicht seine erschreckend reale Wirkung und die Autorin hat mit knappen Tatsachen einen Thriller im Buch erschaffen, der weit tiefer geht, als man es auf den ersten Seiten voraussehen kann.

„Das ist unser Zuhause und wir lassen uns nicht vertreiben.“
(© Text: Verlag: Heyne, Autor: Zoe Beck)

Denn alle Wege führen am Ende nach Brixton.
Oder zu mindestens zu dem, was man aus Brixton machen will: Altes raus, Neues rein. Und wer nicht verkaufen möchte, wird ohne jegliche Skrupel herausgejagt. Mit welchen Mitteln dies bewerkstelligt wird, schweigt man in der Presse tot. Es klappt ja schließlich auch in anderen Vierteln von London. Es herrscht eben derjenige, mit mehr Geld und Macht.
Und das sind mit Sicherheit nicht die Bewohner des noch alten Teiles in Brixton. Die Menschen, die dort noch in den ärmlicheren Gegenden leben kämpfen für das, was sie besitzen. Doch was hat das alles mit Emma Vine und ihrer Freundin Kimmy Rasmussen zu tun, die sich in den ersten Seiten voller Panik aus dem 15. Stockwerk geworfen hat?
Das fragte ich mich zusammen mit Emma während dem Lesen immer wieder aufs Neue und die Autorin machte uns den Weg bis hin zur Auflösung nicht leicht.

Emma Vine ist die Enkeltochter von Patricia Everett, der die Everett Privatbank gehört. Sie selbst hat einen Zwillingsbruder, mit dem sie sich gemeinsam eine Wohnung teilt.
Die Familie Everett wird schon beinahe als adelig beschrieben und verhält sich dementsprechend auch so gegenüber sich selbst und der Gesellschaft. Ihre Mutter verließ sie im Kindsalter und ihr Vater verstarb. Somit wuchs sie mit ihren Zwillingsbruder bei ihrer Großmutter im Haus auf, zu dem sie aber nicht wirklich ein enges Verhältnis pflegt. Ihre Tante mütterlicherseits wohnt gemeinsam mit ihrem Mann ebenfalls im Haus und sie war auch teils für die Erziehung der zwei Weisen zuständig. In der Familie selbst herrscht eine recht reservierte Stimmung.
Irgendwie bekam man immer intensiver das Gefühl vermittelt, dass sich niemand leiden kann und nur zwecks Verwandtschaft und Erziehung wurde alles zusammengehalten. Schließlich steht der Name Everett für Wohlstand und darf daher nicht mit irgendwelcher miesen Presse negativ ins Licht gerückt werden. Diese Tatsachen legte mir die Autorin nach und nach vors Auge und erst gegen Ende entdeckte ich ein Funken Sympathie für ein Familienmitglied. Denn eine große Stärke im Buch, die mir positiv aufgefallen ist, sind die meist später aufkommenden Hintergründe, die uns ein Einblick in das Verhalten mancher Charaktere im Buch ermöglichen. Später dazu aber noch mal kurz etwas mehr.

Ohne irgendwie nur in Versuchung zu geraten, den Leser mit unnötigem Infodumping zu behelligen, entschied sich die Autorin am Anfang relativ schnell den Ball ins Rollen zu bringen:
»Mit dem Selbstmord und Sturz einer Frau vom 15. Stockwerk.«
Und auch danach, geht alles Schlag auf Schlag:
Em wird verdächtigt und verhört, dann aber mangels Beweisen wieder freigelassen. Ein weiteres tragisches Ereignis stürzt auf sie zu und lässt sie einfach nicht zur Ruhe kommen. Irgendwer scheint es auf sie abgesehen zu haben und es wollte sich bis zum Schluss hin kein genauer Grund dafür finden lassen.

Doch für Em selbst war von Anfang an klar, wer dahinter stecken könnte: Alan. Ihr ganz persönlicher Stalker. Mit ihm kommt auch gleich ein weiteres, wichtiges Element hinzu:
»Das Internet.«
Denn er selbst ist ein Hacker und laut ihren eigenen Vermutungen soll er sie durch seine Fähigkeiten in diese ganzen Dinge mit hineingezogen haben.
Die Einführung von Alan war kurz und bündig und man wird nicht so schlau aus ihm. Durch Em's Schilderungen, wie sie ihn kennenlernte und seine Annäherungsversuche dann wieder ablehnte, ersteht ein sehr offensichtliches Bild über ihn.
Es ist nur logisch, dass er insofern als Tatverdächtiger ins Licht rückt und doch steckt so viel mehr dahinter. Ich kann gar nicht oft genug loben und betonen, wie passend alles ins Bild gesetzt wurde und mich als Leser nicht mehr losgelassen hatte.

Trotz diverser Schicksalsschläge war Em steht’s taff und kaltherzig. Irgendwie konnte sie so rein gar nichts zur Weißglut bringen und sie war die ganze Zeit über mit einem klaren Kopf durch die Handlung geschlendert. Schließlich blieb keine Zeit für Selbstmitleid und Trauer. Manch einen könnte ihre Art stören aber so ist ehrlich gesagt die gesamte Handlung, der Schreibstil und auch die übrigen Charaktere im Buch: Taff und kaltherzig. Im positiven Sinne.

Eigentlich sollte Em Vine auch der Hauptprotagonist der Geschichte sein und doch stahl ihr in meinen Augen die Handlung im Buch das Rampenlicht. Diese nach und nach zu Schildern würde euch aber nur all die tollen Verzweigungen und Überrascher verderben, aber lasst euch einfach gesagt sein, das hier nichts so ist, wie es scheint. Der Klappentext und auch meine Inhaltsbeschreibung erläutern euch gerade mal 1% von dem, was sich alles im Buch abspielen wird. Durch die allwissende Erzählerperspektive machte ich mich als Leser mit vielem drum herum vertraut, anstatt „nur“ mit dem Blickwinkel der Protagonistin zu beobachten.

Dabei wurde ich sogleich mit dem etwas andersartigen Schreibstil der Autorin konfrontiert. Kühl und distanziert und exakt die richtigen Happen an Informationen – so wurde ich durch die Seiten gebracht.
Absatzlange Sätze, dann wieder knappe. Es mischte sich mit der kaltwirkenden Atmosphäre im Buch, bei dem Emotionen überflüssig waren. Hier herrschte nur die Handlung und genau so war es richtig.
Menschen, die sich also mehr mit den Charakteren identifizieren wollen, werden bei Emma Vine anfangs eventuelle Probleme bekommen. Das legte sich bei mir aber z.B. schnell wieder denn es gab einfach wichtigeres zu verstehen und zu beobachten.

Was mir hier besonders gefiel waren unter anderem der Kernpunkt der Geschichte (zwecks Spoilergefahr will ich diesen aber nicht benennen), dann die Einführung über die Macht und Gefahr des Internets. Die Hacker-Bausteine hätten ruhig tiefer gehen können aber ich war auch mit der vorhandenen Menge ein zufriedener Leser. Von den gut inszenierten Wendungen in der Handlung bis hin zum Schreibstil: Es war ein wahrer Segen für meine Augen.
Und vor allem die verschiedenen Blickwinkel, die auftauchende Vorurteile und Verständnis in mir hervorriefen.

Beispiel: Em beobachtet bei einer „Fette-Mieten-Party“ wie ein Polizist knallhart auf einen Demonstranten einschlug und einfach nicht mehr aufhören konnte. Hier verdeutlichte uns die Autorin, wie vieles auf den ersten Blick wirkte ohne das einem klar sein könnte, dass immer zwei bei einer Auseinandersetzungen dazugehören. In den nächsten Seiten bekam ich anschließend einen Einblick aus der Sicht von den beiden und wie das alles zu Stande kam. In diesen Dingen steckte so viel mehr Bedeutung und ich war regelrecht begeistert von der dezent angedeuteten Botschaft, die sich stetig wieder durch die Seiten schlängelte.

Brixton Hill ist ein Thriller, der gar nicht erst versucht, offenkundig einer zu sein, sondern sich mit den auftauchenden Handlungen zu einem macht. Hier begeht man nicht einfach einen Mord oder hinterlässt eine Blutspur nach dem anderen: Hier wird gesehen und versucht zu verstehen. Menschen werden vorgestellt, ihre Geschichten nachgereicht und dann verschwinden sie und hinterlassen einen bitteren Nachgeschmack. Dass alles gehört aber zum eigentlichen Kernpunkt der Geschichte und man ist, und wird über die Aufdeckung jedes Mal aufs Neue überzeugt und überrascht.

Fazit:
Ich bin ein schwer zufriedenstellender Leser und meine Erwartungen an Bücher sind deswegen nicht sonderlich hoch, gerade weil ich schon viel schlechte Erfahrungen gemacht habe. Besonders in meinem Lieblingsgenres „Thriller“ & „Krimi“ hat es bisher noch kein Deutscher Autor geschafft, dass ich großzügig Lobeshymnen verteile oder Begeisterungssprünge vollbringe.

Daher war Zoë Beck's „Brixton Hill“ für mich die perfekte Überraschungslektüre zum Jahresende. Es erwarteten mich Seiten voller Spannung und Wendungen. Die altbekannte „Enttäuschung“ ließ sich keine Zeile lang blicken. Für jeden zu empfehlen, der sich gerne in einen guten Thriller vertiefen und sich von einem ordentlich geplotteten Handlungsstrang verwöhnen lassen will. Ich kann endlich von mir geben, dass ich eine deutsche Autorin im Thriller Genre gefunden habe, die mich überzeugen, fesseln und rundum zufrieden machen konnte.

Bewerrtung:
Für mich gibt es nur zwei Sorten von Autoren, die sich im Thriller-Genre bewegen: Die, die es können und die, die es versuchen aber klaglos daran scheitern. Selbstverständlich vergebe ich also für das Können 5 Marken. Meine Begeisterungssprünge und Lobeshymnen inklusive.

Liebe Grüße
~ Jack T.R.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geld, Gentrifizierung & Geheimnisse, 10. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Brixton Hill: Roman (Kindle Edition)
Es gab Zeiten, da hat sich die deutsche Literatur mit aktuellen Themen beschäftigt, die auf eine gewisse Art und Weise gesellschaftlich relevant waren. Ich habe das Gefühl, dass die sogenannte deutsche Gegenwartsliteratur mittlerweile nicht mehr so sehr um solche Themen dreht, sondern eher um den Literaturbetrieb und seine Teilnehmer oder um mehr oder weniger erfolglose Literaten und ihren Versuch irgendwie über die Runden zu kommen. Zum Glück gibt es die von den Feuilletons leider immer noch belächelte Kriminalliteratur. Denn dort werden mittlerweile die Geschichten erzählt, die auch die Leser interessieren könnte, die sich nicht unbedingt nur für das intellektuelle Leben in Deutschland interessieren.

BRIXTON HILL von Zoë Beck ist so ein Roman. Im Untertitel wird er Thriller genannt. Das einzige, was man nun gegen meine vorherigen Ausführungen ins Felde führen könnte, wäre, dass BRIXTON HILL in London spielt und auf dem ersten Blick wahrscheinlich herzlich wenig mit dem heimischen Alltag zu tun hat. Das ist richtig, aber auch vollkommen egal. Denn die Themen die Zoë Beck hier aufgreift sind eigentlich universell. Und was bei einem Thriller nicht ganz unwichtig ist: auch die Spannung kommt nicht zu kurz.

Die Protagonistin des Romans ist Emma – Em - Vine. Als Spross einer englischen Bankiersfamilie versucht sie sich recht erfolgreich als Eventmanagerin. (Okay, das ist jetzt eigentlich wieder einer dieser typischen Großstadt-Bohème-Jobs, die gerne auch in den oben von mir angesprochenen Büchern benutzt wird). Nachdem ihre Freundin Kimmy Rasmussen, während eines offensichtlichen Anschlags mit Rauchpatronen, voller Panik aus dem 15. Stock eines Hochhauses springt, wird Em als Hauptverdächtige von der Polizei festgesetzt. Ihr Bruder, ein Anwalt, kann sie zwar schnell wieder rausboxen, aber auch Em ist der Meinung dass dieser Anschlag etwas mit ihr zu tun hat. Ihr Verdacht fällt schnell auf einen jungen Mann, mit dem sie beinahe eine Affäre gehabt hätte und der sie seitdem gestalkt hat. Sie weiß, dass er ein begnadeter Hacker ist, so wäre es für ihn auch kein Problem in das Sicherheitssystem des Hochhauses, in dem ihre Freundin verunglückt ist, einzudringen. Em sieht sich selbst in Gefahr und versucht auf eigene Faust der Angelegenheit auf den Grund zu gehen. In der Folge kommt es noch zu allerhand weiteren Verwicklungen und auch Todesfällen, die ich aber hier aussparen muss, weil ich sonst zu viel verrate.

Wahrscheinlich werden sich jetzt einige Leser dieser Rezension fragen, was der Rezensent denn mit seiner Einleitung zum Ausdruck bringen wollte. Der Plot hört sich zwar nach einem spannenden Thriller an. Aber von gesellschaftlich relevanten Themen hört man aus seiner kurzen Zusammenfassung nichts heraus. Das stimmt. Aber wie nebenbei arbeitet Frau Beck aktuelle Themen ab. Die Hacker, die sie auf ihren Recherchen trifft, sind in der Occupy-Bewegung involviert und haben auch mit den Anonymous-Aktivisten zu tun. Der titelgebende Londoner Stadtteil Brixton, in dem sich einige Teile des Buches abspielen, ist ein Musterbeispiel für Gentrifizierung. Jüngere deutsche Zeitgeschichte hat trotz des britischen Settings auch einen Platz in der Themenwelt des Romans. Und Bezüge zum Begräbnis von Margaret Thatcher zeigen wie aktuell dieser Thriller ist. All diese Themen werden scheinbar nur am Rande gestreift, aber trotzdem werden sie nicht nur von einer Seite beleuchtet. Und das macht aus BRIXTON HILL mehr als einen guten Thriller, der er zweifelsohne auch ist.

Zoë Beck versteht es nämlich durch ihr erzählerisches Talent (das sie im übrigen auch bei ihren Lesungen beweist, wie ich im letzten Frühjahr erfahren durfte, als sie sich zu einer Lesung in mein kleines Provinzkaff verirrt hatte und sehr gute Entertainment-Qualitäten zeigte; abgesehen davon kann man ihr auch eine gewisse Attraktivität nicht absprechen, aber das hat jetzt nicht mehr viel mit dem Buch, um das es hier geht, zu tun) diese verschiedenen Themen so geschickt in die Kriminalhandlung einzubauen, dass es des Spannung keinen Abbruch tut. Im Gegenteil: durch die so aufgezeigten verschiedenen Lösungsansätze wird der Leser ein ums andere Mal auf eine falsche Fährte geführt, um von der Auflösung am Ende dann doch etwas überrascht zu werden. Kurzum: BRIXTON HILL ist wahrscheinlich einer der deutschen Krimi-Highlights des letzten Jahres. Nicht nur aufgrund der Spannung, sondern auch wegen der Verflechtung aktueller Themen und natürlich auch wegen des Sprachstils der Autorin, die das Buch zu einem wahren Pageturner machen, bei dem man en passant noch etwas mehr als „nur“ (was an sich schon reichen würde) gute Unterhaltung mitbekommt.

Fazit: Sehr guter Thriller, der geschickt mehrere Themen miteinander verstrickt, niemals unlogisch wird und mit einer überraschenden Auflösung daherkommt.

Die Rezension befindet sich auch auf meinem Blog (siehe Profilname)
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen You know it means no mercy ..., 10. Dezember 2013
Von 
Hamlet - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Brixton Hill: Roman (Taschenbuch)
Der neue Thriller "Brixton Hill" von Zoe Beck führt uns ins East End, den Stadtteil Londons, der in den vergangenen Jahren großen Veränderungen ausgesetzt war. Der Handlungszeitraum erstreckt über knapp drei Wochen vom 29. März bis zum 17. April 2013 und die Hauptfigur ist Emma Vine, kurz Em" genannt, eine Event-Managerin, in deren persönlichem Umfeld nach einer Reihe unerklärlicher Vorfälle kurz hintereinander zuerst ihre Freundin und danach ihr Bruder ums Leben kommen. Aber offenbar sind diese beiden Todesfälle nur Kollateralschäden", und ein mächtiger Gegner hat es auf die junge Frau abgesehen. Wer möchte Em töten und warum?

Wenn man die Geschichte auf diese simple Frage reduziert, wird man diesem sehr gut geplotteten Buch nicht gerecht. New Economy, Occupy, Gentrifizierung und noch einiges mehr, das sind die Themen, die die Autorin, wenn auch manchmal nur beiläufig in den Handlungsverlauf eingestreut, behandelt. Dazu eine klassisch englische Familie der Oberschicht, deren Mitglieder das eine oder andere zu verbergen haben.

"Brixton Hill" startet mit dem Tod von Kimmy Rasmussen, Ems Freundin, die sich aus dem Fenster eines Hochhauses am Themse-Ufer stürzt. Aber nach diesem Auftakt mit Paukenschlag nimmt die Autorin das Tempo wieder zurück, führt nach und nach die Personen ein und entwickelt die Handlung, die im Verlauf stetig an Spannung zunimmt, sodass es im letzten Drittel schier unmöglich ist, das Buch aus der Hand zu legen. Natürlich rätselt man mit und möchte wissen, ob man mit der Vermutung richtig liegt, was die Frage nach Täter und Motiv angeht, aber die Geschichte bietet um einiges mehr als ein bloßer Whodunit.

Die Autorin kennt London und ist sensibel für die Atmosphäre dieser Metropole. Ganz gleich, ob sie nun die Stimmung auf den Straßen bei den Trauerfeierlichkeiten anlässlich des Todes der "Eisernen Lady" Maggie Thatcher schildert oder die traditionell eher armen Stadtteile wie das East End und Brixton beschreibt, deren Bewohner durch elitäre Stadtentwicklungsprojekte vertrieben werden - ihre Beobachtungen decken sich mit meinen und sind immer zutreffend.

Ein sehr, sehr spannender Thriller, nicht nur London-Fans nachdrücklich empfohlen!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Individuelle im Sozialen, 7. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Brixton Hill: Roman (Taschenbuch)
London. Eine europäische Großstadt in der zweiten Dekade des 21. Jahrhunderts mit den Problemen und Herausforderungen europäischer Großstädte.
Em, Emma Vine, Eventmanagerin, potentielle Millionenerbin, Zwillingsschwester, lebt in ihr ein gut eingerichtetes, selbstbestimmtes Leben. Als sich ihre Agenturkollegin Kimmy in Verkennung der tatsächlichen Umstände, in einer Art flash back, aus dem 15. Stock eines Bürokomplexes zu Tode stürzt, ändert sich Ems Leben fundamental. Die tatsächlichen Umstände sind ein Stromausfall und Rauchpatronen, kein Feuer, keine Bombe, nur ein bisschen Nebel, der die Belegschaft in Aufruhr versetzt. Aber wer wirft Nebelkerzen? Ein Witzbold, dessen Spaß tödliche Folgen hat? Kurz darauf stirbt Ems Zwillingsbruder, bei dem Em seit einem Jahr wohnt, an einer Rauchvergiftung (die medizinischen Einzelheiten bleiben uns erspart), nur zufällig und einen Moment lang ist sie nicht in der Wohnung. Die Rauchmelder sind ausgefallen. Em ist überzeugt, dass es jemand auf sie abgesehen hat. Und sie weiß auch wer. Der gehemmte Hacker Alan stalkt sie seit Monaten, nachdem sie ihm Avancen gemacht hat, die in einem Missverständnis endeten. Trotz ihrer Angst sucht Em ihn in Brixton Hill auf und gerät in ein Milieu der Benachteiligten. Studenten, Ladenbesitzer, Einwanderer. Brixton wird von der Gentrifizierung heimgesucht. Die Leute werden bestochen und erpresst, damit sie ihre Häuser räumen, um einer neuen teuren Wohngegend Platz zu machen. Aber sie wehren sich. Was wiederum einer großen Bau- und Immobilienfirma missfällt. Ist Ems Familie, die eine renommierte Privatbank besitzt, in die Machenschaften verstrickt? Em unterhält nicht die allerbesten Beziehungen zu Onkel, Tante und Großmutter, bei denen sie aufwuchs. Die Mutter verließ die Zwillinge, als die im Kindergartenalter waren, der Vater war liebevoll, ständig unterwegs und starb früh. Kalt und formell sind die Verhältnisse im Hause Everett.

Und so geht es in dem Roman auch darum, was die Liebe oder ihre Abwesenheit mit dem großen Geld, mit Macht, Missgunst und Tod zu tun hat.
Zoë Beck bezieht gesellschaftliche Prozesse auf Motivationen Einzelner, deren Zwangsläufigkeit ihrer Entstehung sie in der Familie verankert. Damit setzt sie fort, was sie bereits in ihren bisherigen Romanen thematisiert hat. Wie gehört der Einzelne in die Welt und was hat ihn zu dem gemacht, was er ist? In einem gewendet und getwisteten Plot wird höchst plausibel vom urbanen Leben, von den neuen Medien, von Ereignisse wie dem Tod Margret Thatchers, von den auf unterschiedliche Weise zu kurz Gekommenen erzählt. Die Autorin tut dies in einer unprätentiösen, klaren Sprache mit Ironie und großartigen Dialogen. Immer ist ein wenig das Sich-Entgegen-Stemmen gegen das Konventionelle zu spüren, das Andersein, mit dem man sich arrangieren muss. Ein Konflikt, für den es bis zum Schluss keine Lösung gibt und der auf einen neuen wunderbaren Roman der Autorin hoffen lässt.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochaktuelle Gesellschaftskritik mit einer packenden Story, 4. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Brixton Hill: Roman (Taschenbuch)
“Brixton Hill”, der neue Krimi von Zoe Beck, spielt im Frühjahr 2013, in den Tagen um den Tod der britischen Ex-Premierministerin Margret Thatcher. Das ist natürlich kein Zufall, denn die Autorin verknüpft die konservative Politik der “eisernen Lady” mit den aktuellen Problemen vieler Londoner, die sich ihre eigene Stadt nicht mehr leisten können. Wenige Jahre nach dem großen Finanz-Crash fallen immer mehr Viertel der teuersten Stadt Europas dem Goldrausch der Immobilenhaie zum Opfer; Luxuswohnungen entstehen und Alteingesessene können die Mieten nicht mehr aufbringen oder ihre teuren Kredite nicht bezahlen. So auch in Brixton, einem Stadtteil im Süden Londons, der lange Zeit als das “schwärzeste” Viertel der Metropole galt und in den 80er Jahren mehrfach durch soziale Unruhen in die Medien geriet - “Guns of Brixton” sangen The Clash nicht ohne Grund. Beck beschreibt in ihrem neuen Roman die Folgen dieser Gentrifizierug und beschäftigt sich zugleich mit der Occupy-Bewegung, mit der Bedeutung von Internetplattformen wie Wikileaks und Anonymous oder mit den Motiven von Computer-Hackern. In den Mittelpunkt stellt sie jedoch die Eventmanagerin Emma Vine, die selbst aus gut situiertem Elternhaus kommt, aber erkennen muss, wie schwierig es ist, sich gegen den blanken Kapitalismus zu stemmen - und die in ihrer vertrackten Lage plötzlich Hilfe von ganz unerwarteter Seite bekommt. Lange lässt uns Beck dabei im Dunkeln tappen, legt falsche Fährten, bis sehr spät der eigentliche Drahtzieher des Komplotts aus dem Schatten tritt. So verbindet Zoe Beck in ihrem neuen, temporeichen Krimi “Brixton Hill” eine hochaktuelle Gesellschaftskritik mit einer packenden Story.
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4.0 von 5 Sternen Auf der Suche nach ..., 31. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Brixton Hill: Roman (Taschenbuch)
Die Story von „Brixton Hill“ erstreckt sich über einen kurzen Zeitraum von gut drei Wochen.
Was war der Grund, warum die Freundin von Em, Kimmy Rasmussen, aus dem 15. Stock springt?
In einem der Luxushochhäuser von Canary Wharf fällt der Strom aus, Rauch strömt durch die Lüftungsschächte. Alles ist verriegelt, kein Entkommen, keine Flucht möglich.
Ein Terroranschlag?
Em gehört zum Familienclan einer der mächtigsten Banken von England. Schon seit langem wird sie von einem Stalker verfolgt, das führt bis ins Social Network. Seine krankhafte Verliebtheit, Ems Sorgen und Nöte, für die Polizei nicht relevant.
Sie fühlt sich allein gelassen und unternimmt auf eigene Faust die Suche. Diese führt sie in das Viertel von Brixton Hill in London. Während die Charaktere Em von Anbeginn genau dem Typ „Mädchen aus reichem Haus“ entsprach, löst sich im Laufe der Handlung dieser Panzer und macht sie zu irgendwie zu einer schutzbedürftigen Person. Der Blick hinter die Kulissen des Machtzentrums, Geld und Macht haben schon immer gut zusammengearbeitet, dies sind Themen, die der Realität entsprechen. Börsenspekulanten, Immobilienwucher, heutzutage läuft fast alles übers WorldWideWeb, Intrigen nicht ausgeschlossen. Und wenn dann noch die eigene Familie schmutzige Hände hat, ist Spannung vorprogrammiert.
Fazit:
„Brixton Hill“ war mein erstes Buch von der Autorin Zoë Beck. Ich war angenehm überrascht, denn normalerweise lese ich nicht gerade sehr viel an Thrillerbüchern. Die Idee zum Buch, die Art und Weise der Autorin, den Leser in die jeweiligen Situationen hineinzuversetzen, hat mir gefallen. Das Buch hat seine eigene Atmosphäre.
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Brixton Hill: Roman
Brixton Hill: Roman von Zoë Beck (Taschenbuch - 9. Dezember 2013)
EUR 8,99
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