Kundenrezensionen


126 Rezensionen
5 Sterne:
 (75)
4 Sterne:
 (30)
3 Sterne:
 (11)
2 Sterne:
 (6)
1 Sterne:
 (4)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


51 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Don`t mess with Texas!
Wer die alten Erfolge >Die Firma<, >Die Akte<, >Die Jury< oder >Das Urteil< des Autors John Grisham geschätzt hat, wird >Das Geständnis< lieben!

Am Anfang steht ein Geständnis. Travis Boyette, ein verurteilter Sexualstraftäter kommt zu Reverend Keith Schroeder in dessen Kirchengemeinde in Kansas und gesteht den Mord an Nicole...
Veröffentlicht am 7. September 2011 von Regina Berger

versus
36 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen "Getretener Quark ..."
Gemeinhin wird behauptet, die Zeit verkläre Erlebtes, und so freute ich mich richtig auf den, mit reichlich Vorschusslorbeeren bedachten, "neuen" Grisham, sollte er doch an die von mir als äusserst fesselnd empfundenen, frühen Werke anknüpfen. Doch welche Enttäuschung! Unser Deutschlehrer zitierte bei ähnlichen Stoffen gerne "... getretener...
Veröffentlicht am 26. September 2011 von DieBuchpiraten


‹ Zurück | 1 213 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

51 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Don`t mess with Texas!, 7. September 2011
Von 
Regina Berger "Gina" (Rottach-Egern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Geständnis: Roman (Gebundene Ausgabe)
Wer die alten Erfolge >Die Firma<, >Die Akte<, >Die Jury< oder >Das Urteil< des Autors John Grisham geschätzt hat, wird >Das Geständnis< lieben!

Am Anfang steht ein Geständnis. Travis Boyette, ein verurteilter Sexualstraftäter kommt zu Reverend Keith Schroeder in dessen Kirchengemeinde in Kansas und gesteht den Mord an Nicole Yarber, einem weißen Mädchen aus Texas. Für diesen Mord wurde allerdings der Schwarze Donte Drumm unschuldig verurteilt. Dieser sitzt seit neun Jahren in der Todeszelle und soll in vier Tagen durch die Todesspritze hingerichtet werden. Der Gewissenskonflikt des couragierten Reverend, die zweifelhafte Glaubwürdigkeit des Verbrechers Boyett, die Bemühungen des Anwalts der Verteidigung Robbie Flak sowie der sich zuspitzende Wettlauf gegen die Zeit sind in kurzen Worten auch schon die Fakten, die für atemlose Spannung in dem hochkarätigen Justizthriller sorgen. Zudem kommen die Mütter der beiden Opfer (Opfer des Verbrechens und Opfer der Justiz) zu Wort, was die emotionale Ebene verstärkt.

Die brisanten Themen Todesstrafe, Verstrickungen der Staatsgewalt, erzwungene Geständnisse und Ungerechtigkeit im Namen des Gesetzes stehen im Mittelpunkt der Geschichte. Darüber hinaus geht es um die Rolle der Medien in der Gesellschaft. Neben der Hinterfragung der amerikanischen Gerichtsbarkeit versteht es Grisham, "typisch amerikanisches" wie Rassendiskriminierung und den Stellenwert von Football in den USA mit in die Handlung einfließen zu lassen. Zu den Hauptakteuren gesellen sich viele weitere Personen, die allesamt gut abgegrenzt und charakterisiert sind. Somit behält man den Überblick und kann den einzelnen Standpunkten besten folgen. Obwohl diese Standpunkte vorhersehbar sind, tut das der Spannung zu keinem Zeitpunkt einen Abbruch. Die einzelnen Handlungsstränge bauen sich stimmig auf, laufen parallel nachvollziehbar nebeneinander bis sie schließlich zusammenlaufen. Die Handlung selbst bleibt bis zum Ende fesselnd. >Das Geständnis< ist rasant und lässt aufgrund des vorgegebenen Tempos unweigerlich schneller lesen. Das hohe Maß an Identifikation des Lesers mit den handelnden Personen machen diesen Pageturner aus.

Ich habe von Anfang an mitgefiebert; habe mich parteiisch gefühlt als wäre ich mittendrin im Pulk des Verteidigungsteams. Das war der Grund, warum ich es kaum erwarten konnte, das Buch weiterzulesen. Ich habe zwei atemlose Nächte mit "John" im Bett verbracht, und empfehle >Das Geständnis< uneingeschränkt all jenen, die sich gerne die Nächte mit Lesen um die Ohren schlagen.

Die "Gerechtigkeit nach texanischer Art" sorgt für erstklassige Unterhaltung, dabei stimmt das Plädoyer des Autors gegen die Todesstrafe nachdenklich und klingt nach. Grisham ist back!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Im Zweifel für den Angeklagten, 25. August 2011
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Geständnis: Roman (Gebundene Ausgabe)
Mit seinem neuen Roman "Das Geständnis" hat John Grisham mich nach seinen vorherghenden Flops wieder etwas versöhnt. Das Buch ist ein engagiertes Plädoyer gegen die Todesstrafe und eine große Kritik am Rechtssystem bestimmter Staaten Amerikas.

Als eines Tages ein mehrfach verurteilter Sexualtäter, Travis Boyette, im Haus des Revernd Keith Schroeder auftaucht und den Tod an einem jungen Mädchen gesteht, dessen vermeintlicher Mörder in einigen Tagen hingerichtet werden soll, weiss Keith Schröder zuerst nicht, wie er darauf reagieren soll.Boyette begündet sein Geständnis damit, dass er bald sterben wird, da er einen inoperablen Hirntumor habe und er vorher die Unschuld des verurteilten Farbigen Donte Drumm bezeugen will. Außerdem wisse er wo die Leiche Nicole Yarbers vergraben liege, da er dies selbst getan habe. Donte Drumm wurde nämlich zum Tode verurteilt, obwohl niemals eine Leiche gefunden wurde und er nach einem erpressten Geständnis,das er später widerrief, immer wieder seine Unschuld beteuerte.
Der Leser erfährt nun in diesem Buch, wie die Mühlen der Justiz im Staate Texas malen. Ein engagierter Rechtsanwalt"Robbi Flagg"setzt sich für die Aussetzung der Todesstrafe des Beschuldigten ein und beginnt ein Rennen gegen die Zeit.Wird er es schaffen Donte vor der Todesspritze zu bewahren?

Ich fand das neue Buch des Autors streckenweise sehr berührend, vor allem die Szenen aus der Todeszelle, Spannung kam auch streckenweise auf, was mich aber am meisten begeistert hat, war die Darstellung der verantwortlichen Personen, die mit der Rücknahme dieses Urteils zu tun hatten.Man hatte nicht das Gefühl, dass sie über einen Menschen urteilten, sondern es ging ihnen eigentlich immer nur um Prestige und ihre Wiederwahl.Auch die Darstellung des zum Tode Verurteilten ist dem Autor meiner Meinung nach gut gelungen, seine Gedanken und Gefühle wurden sehr überzeugend rübergebracht.
Auch die Mittel, die Justiz und Polizei anwenden,um ein Geständnis aus dem Beschuldigten herauszupressen,wurden spannend erzählt.Die überall anzutreffende Presse, die sich wie die Schmeißfliegen auf diese Sache stürzten und sogar von der Mutter des Opfers sehr medienträchtig eingesetzt wird,machen dem Leser noch einmal sehr deutlich, dass es weniger um den Menschen, als vielmehr um sensationsheischende Effekte geht, die die Zuschauer gierig aufsaugen.

Allerdings gibt es auch einige Kritikpunkte und desshalb auch keine 5 Sterne.
Stellenweise ging es mir etwas zu pathetisch zur Sache und einige Situationen waren auch etwas unglaubwürdig.Ins Detail möchte ich jetzt nicht gehen, da ich dann zu viel verraten würde.

Trotz aller kleinen Schwächen, hat mir das neue Buch des Bestsellerautors wieder gut gefallen und ich finde es wesentlich gelungener, als seine Vorgänger
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der beste Grisham aller Zeiten?, 7. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Geständnis: Roman (Gebundene Ausgabe)
Es ist schon lange her, als ich "Die Firma", "Die Akte" und mein bisheriges Lieblingsbuch von Grisham "Die Jury" las. Daher kann ich meine selbst gestellte Frage nicht wirklich beantworten. Fakt ist, daß Grishams "Formkurve" eindeutig wieder nach oben zeigt. Nach teilweise furchtbar langweiligen Büchern wie "Berufung" oder "Die Begnadigung", ging es mit "Der Anwalt" und "Das Gesetz" doch deutlich nach oben und hat mit "Das Geständnis" einen neuen Höhepunkt in der Autoren-Karriere von Grisham erreicht.
Es ist ein tolles Buch. Spannend und erschreckend. Das Katz-und-Maus Spiel das Travis zu Beginn mit Keith spielt, die Fahrt der beiden, der verzweifelte Versuch von Robbie Flak die Hinrichtung zu verhindern, welcher am Anfang meint, daß Travis nur ein weiterer Spinner ist, der sich nur profilieren will. Als Robbie allerdings keinen Ausweg mehr hat, klammert auch er sich an den letzten Strohhalm. Die Rechts-Maschinerie mit Polizisten (die Geständnisse erzingen), Anwälten (die sochle Geständnisse nicht hinterfragen), Richtern (die solche Geständnisse, obwohl widerrufen vor Gericht zulassen) und Politikern (die Entscheidungen treffen, je nachdem ob sie meinen, daß damit die nächste Wahl gewonnen wird), wird (wie schon des öfteren bei Grisham) gründlich durchleuchtet und die Schwächen aufgezeigt. Grisham beschreibt auch die Menschliche Seite, welche den zuvor genannten abhanden gekommen ist.
Rein zufällig habe ich eine Dokumentation über das im Buch beschriebene Huntsville gesehen und wie es aussieht stimmen diverse Zahlen, die Grisham im Buch beschreibt (Todeszellenaufenthalt bis zur Hinrichtung 10 Jahre, usw.). Auch diverse "Nebenprodukte" einer solchen geplanten Hinrichtung hat Grisham großartig und nachvollziehbar beschrieben. Angefangen mit den Medien, die sich natürlich auf soetwas wie die Geier stürzen würden, bis hin zu den bürgerkriegsähnlichen Zuständen und dem eingreifen der Nationalgarde.

Zuletzt eine "Kennzahl" von mir. Ich komme nicht sehr oft zum lesen und daher dauert es immer doch eine Weile bis ich so einen 500 Seiten-Schmöker durch habe. Normalerweise brauche ich für ein durchschnittliches Buch 1 Monat. Für "Das verlorene Symbol" von Dan Brown (etwa 800 Seiten) habe ich 3 oder 4 Monate benötigt, da es so zäh war. Für dieses hier habe ich gerade mal 10 Tage gebraucht. Während des lesens war ich gefesselt, gespannt, traurig, zornig, habe ungläubig den Kopf geschüttelt und war erheitert. Braucht ein Buch mehr Emotionen?
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Am Ende zu amerikanisch?, 27. Dezember 2011
Von 
Tanja Heckendorn "heckendorn" (Lörrach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Geständnis: Roman (Gebundene Ausgabe)
Die unmittelbar bevorstehende Hinrichtung eines Mannes, der von sich behauptete, unschuldig zu sein, war für die regionalen Medien uninteressant. Dieses Thema war zu alltäglich geworden. Aber nachdem bekannt geworden war, dass Weiße und Schwarze Kirchen anzündeten, spitzten einige Produzenten von Nachrichtensendungen die Ohren. Die Schlägereien an der Highschool machten das Ganze noch interessanter. Womöglich Rassenunruhen? Das war zu gut, um es zu ignorieren. Als dann auch noch die Nationalgarde angekündigt wurde, gab es kein Halten mehr. Am späten Nachmittag wimmelte es in Slone nur so von bunt lackierten Übertragungswagen aus Dallas, Houston und anderen Städten, von denen die meisten eine Liveschaltung zu ihren Sendern einrichteten. Als das Gerücht aufkam, dass ein Mann, der behauptete, der wahre Mörder zu sein, vor den Kameras ein Geständnis ablegen wolle, zogen die Medienleute in Scharen zum Bahnhof. ...
Dana Schroeder saß seit zwei Stunden vor dem Fernseher und starrte gebannt auf CNN. Sie wartete auf Neuigkeiten aus Slone. Bis jetzt waren nur zwei Berichte gesendet worden, kleine Schnipsel über die Unruhen und die Nationalgarde. Sie hatte zugesehen, wie der Gouverneur sich lächerlich gemacht hatte. Doch die Berichterstattung gewann an Fahrt. Als sie das Gesicht von Travis Boyette sah, sagte sie laut: "Da ist er."
Ihr Gatte war im Todestrakt und stand dem Jungen bei, der für den Mord verurteilt worden war, und sie sah den Mann vor sich, der den Mord begangen hatte.
("Das Geständnis", Seiten 329-331).

Dies ist nicht John Grishams erste Abrechnung mit der Todesstrafe und bestimmt nicht seine letzte. Schonungslos und detailliert gewährt er dem Leser Einblicke in ein Rechtssystem, welches durch menschliche Unfähigkeit und Korruption zerfressen und manipulierbar ist. Ein unschuldiger, junger Mann wurde vor Jahren für einen Mord zum Tode verurteilt. Gerade vier Tage vor seiner Hinrichtung taucht ein verurteilter Schwerverbrecher bei einem Geistlichen auf, um ein seltsames Geständnis abzulegen. Nicht der Gefangene in der Todeszelle hat das Verbrechen begangen, für welches er in wenigen Tagen sterben soll, sondern eben dieser Sexualstraftäter, der mehr als sein halbes Leben im Gefängnis verbracht hat und nun schwer krank selbst an der Schwelle des Todes steht. Was hat dieses Geständnis für die Beteiligten zu bedeuten? Wird es gelingen, einen Unschuldigen zu retten und die Gerechtigkeit wieder herzustellen?

Der Roman selbst ist in drei Teile untergliedert: 1. Das Verbrechen. 2. Die Strafe und 3. Die Entlastung. Der Autor nimmt sich viel Zeit die Geschehnisse, welche zu einer Verurteilung in einem schrecklichen Mordfall führten, aufzuarbeiten. Drumm, der als Sportheld an seiner Schule gefeiert wurde, wird zum Sündenbock der Polizei. Schonungslos wird von den unmenschlichen Verhören im örtlichen Revier berichetet, welche schließlich ein Geständnis Drumms zur Folge hatten. Zu diesem Zeitpunkt ahnt jedoch keiner von Drumms Freunden und Verwandten, dass dieses Notgeständnis zum wichtigsten Beweismittel im Mordprozess dienen wird. Obwohl das Offensichtliche scheinbar auf der Hand liegt, wird Drumm schließlich zum Tode verurteilt.
Natürlich bleibt auch immer Keith Schroeder, der als Reverend vor einer Gewissensentscheidung steht, im Blickpunkt des Lesers. Nachdem ihm Travis Boyette nicht nur den Mord an der damals siebzehnjährigen Nicole Yarber gestanden hat, sondern auch Details zum Auffinden der Leiche gegeben hat, glaubt Schroeder für Gerechtigkeit sorgen zu müssen. Allerdings besteht das Problem, dass der unschuldig Verurteilte in einem anderen Bundesstaat einsitzt und Boyettes Bewährungsauflagen verlangen, dass er seinen derzeitigen Aufenthaltsort nicht verlässt. Außerdem scheint Donté Drumms Anwalt die Mitteilung des Geistlichen nicht besonders ernst zu nehmen, obwohl er ansonsten wie ein Besessener für die Freilassung seines Mandanten kämpft. Schließlich nimmt Keith die Herausforderung seines Lebens an, doch er ahnt nicht welche Erfahrungen ihm mit den Medien, der Politik, dem Rechtswesen und sogar von Seiten seines Arbeitsgebers, der Kirche, bevorstehen.

John Grisham ist noch immer der charismatische Erzähler, der tief in Justizkreise einsteigt und aktuelle Themen brisant und anschaulich darstellt. Aber im Vergleich zu seinen ersten Werken wird der Ton härter und realistischer. Dabei lässt der Autor keinen Zweifel an der Botschaft an den Leser. Gefesselt und angespannt verfolgt man die Geschichte dieses Romans, die den Meister des Fachs verrät. Allerdings kann der Einruck nicht ganz verwehrt bleiben, dass Grisham bei seiner Hauptfigur ein wenig den objektiven Blick vermissen lässt und die Figur etwas zu undifferenziert darstellt. Auch mag das politische Engagement eines Geistlichen von der Kanzel herab ein wenig befremden, oder liegt das daran, dass man mit amerikanischen Gepflogenheiten dann doch weniger vertraut ist? Wie dem auch sei, ist es John Grisham ohne Frage gelungen, einen packenden Roman mit brennenden Grundfragen des amerikanischen Rechtssystems zu schreiben. Man darf gespannt sein, welches Eisen der Autor als nächstes anpackt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein höchst spannendes Plädoyer gegen die Todesstrafe, 26. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Geständnis: Roman (Gebundene Ausgabe)
Reverend Keith Schroeder bekommt eines Tages Besuch von einem vor Schmerz gebeugten Mann, der ihm auf recht unverblümte Art beichtet, dass er vor 9 Jahren ein Mädchen in Texas vergewaltigt und getötet hat. Für diesen Mord sitzt ein Schwarzer in der Todeszelle und soll in vier Tagen hingerichtet werden. Der Referend sieht sich vor einem unlösbaren Problem: zum einen sitzt ein Mörder vor ihm, der ihn an seine Schweigepflicht als Priester erinnert, zum anderen wird in wenigen Tagen ein Unschuldiger für das Verbrechen hingerichtet werden. Keith kann den Unbekannten schließlich dazu überreden mit ihm nach Texas zu gehen und ein Geständnis abzulegen. Bei Nacht und Nebel fahren sie bis nach Slone, jenem Ort, wo angesichts der bevorstehenden Tötung eines Schwarzen bereits der Aufstand geprobt wird. Es kommt wie es kommen muss: das Geständnis wird aufgezeichnet, dem Berufungsrichter vorgelegt und für unglaubwürdig erklärt. Selbst als der Mörder vor laufende Kameras tritt und seine Tat gesteht, kann dies nicht die Tötungsmaschinerie aufhalten, die bereits in vollem Gange ist ...

John Grisham neuer Justizthriller ist Emotion und Spannung auf höchster Ebene. Während sich die einen nichts sehnlicher wünschen, als dass endlich die Todesspritze angesetzt wird, kämpfen die anderen verzweifelt um jede noch verbleibende Chance.
Ich habe selten ein so spannendes Buch gelesen und konnte es gar nicht aus der Hand legen.

John Grisham - man nennt ihn nicht umsonst den Meister seines Genres - da passt einfach alles.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahrscheinlich bis dato der beste Grisham, 17. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Geständnis: Roman (Taschenbuch)
Vorab: Ich las kurz nach Erscheinen das amerikanische Original "The Confession", kann also zur Qualität der Übersetzung nichts sagen.
Grisham hat mich in den letzten Jahren immer enttäuscht - zu seicht und flach die Storys, zu sehr auf eine Verfilmung schielend.
Aber mit diesem Roman hat er alles wettgemacht:
Dieser Thriller ist mehreres in einem: eine Bestandsaufnahme der US-Gesellschaft, eine Sozialstudie, eine Justizdrama - und damit möchte ich niemanden abschrecken, denn das ganze wird verpackt in Form eines spannenden Krimis.
Grisham zeichnet ein deprimierendes Bild der USA im 21. Jahrhundert:
Seitens der Justiz, der Politik und der Bevölkerung werden kontinuierlich die Religion und Gott herangezogen um die eigenen Handlungen, die Urteile, ja um einfach alles zu begründen. Es wird dauergepredigt und gebetet, in Interviews wird die Religion beschworen und Gottes Wort und Wille - eine schizophrene Welt, wenn dann wieder das Recht auf Selbstverteidigung, der Schusswaffengebrauch, die Todesstrafe verteidigt werden und dann auch Kirchen brennen....
Kein Land der Welt hat so viele Bürger weggesperrt wie die USA. Der Großteil sind Farbige, sehr oft verurteilt von einer weißen Jury.
Harte Urteile sind die Regel, sollen der Abschreckung dienen, sind aber wirkungslos.

Ein schonungsloses Bild der amerikanischen Gesellschaft wird gezeichnet, das einem als Europäer beängstigend fremd vorkommt.
Zur Story wurde schon alles erzählt - ein 19-jähriger farbiger Schüler wird verdächtigt, eine Schulfreundin ermordet zu haben. Allerdings wird die Leiche nicht gefunden und der Jugendliche wandert, trotz seiner Unschuldsbeteuerungen, in die Todeszelle in Texas. 9 Jahre sitzt er unschuldig unter unmenschlichen Bedingungen in Einzelhaft, verkümmert seelisch und körperlich - und soll in kürze hingerichtet werden. Nur wenige Tage vor dem Termin taucht ein Krimineller auf, der den Mord gesteht. Wird ihm jemand glauben ?
Grishams Stil ist flüssig, spannend - das Buch ist ein richtiger "Pageturner" und man fiebert mit bis zu den letzten Seiten.
Fazit: Schonungslose Bestandsaufnahme des amerikanischen Systems, der amerikanischen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts, verpackt in einem spannenden Thriller. Absolut empfehlenswert!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


36 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen "Getretener Quark ...", 26. September 2011
Von 
DieBuchpiraten - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Geständnis: Roman (Gebundene Ausgabe)
Gemeinhin wird behauptet, die Zeit verkläre Erlebtes, und so freute ich mich richtig auf den, mit reichlich Vorschusslorbeeren bedachten, "neuen" Grisham, sollte er doch an die von mir als äusserst fesselnd empfundenen, frühen Werke anknüpfen. Doch welche Enttäuschung! Unser Deutschlehrer zitierte bei ähnlichen Stoffen gerne "... getretener Quark wird breit, nicht stark!" Dem gibt es auch für "Das Geständnis" kaum noch etwas hinzu zu fügen.

Ich erwartete neues Terrain, andere Sichtweisen, atmospärisch dicht und spannend erzählte Geschichte mit fast fühlbaren Menschen - kurz: gute, solide Unterhaltung, denn schließlich hatte ich kein politisches Sachbuch oder ein Statement contra Todesstrafe erworben, sondern einen Justizthriller (ha, ha), so jedenfalls die Verlagsankündigung. Das Thema ist ohne Zweifel brisant und leider immer noch aktuell, aber von Grisham selbst schon in seinen eigenen Romanen reichlich thematisiert. Und so war dann in ungefähr der Mitte des Buches die Luft raus (nein, ich verrate nicht warum), das eher mühsam erarbeitete Tempo gänzlich weg! Keine überraschenden Wendungen (dabei hätte der berühmte "rote Faden" durchaus Raum für mehr gelassen), nullkommanull Spannung, alles so vorhersehbar wie das Wetter, wenn man zum Fenster hinaus blickt.

Am ärgerlichsten fand ich die fast quälend langen Fokussierungen auf unwichtige Nebenschauplätze, die jeweils so episch breit belabert wurden, dass sie den Leser, der nun auf eine interessante Wendung hofft, plump an der Nase herum führt. Ätsch, der alte Handlungsstrang geht doch wie geplant weiter! Wenn Details so haarklein beschrieben werden, misst man ihnen naturgemäß eine gewisse Bedeutung zu, die bei diesem Werk einzig darin lag, Seiten zu schinden, damit die Optik ein pralles Opus verspricht. Hier wird ohne Raffinesse, mit der Holzhammermethode in simpelster Schwarz-Weiß-Manier eingebleut, was allenfalls bei todesstrafebefürwortende US-Bürger der entsprechenden Bundesstaaten noch Wirkung zeigen könnte.

Der Autor entschuldigt sich im Anhang für mögliche falsche Fakten oder Irrtümer, bittet um Verständnis, dass Recherche nicht so sein Ding sei. An Fakten, ob gründlich oder eher weniger recherchiert haperts nicht, Mister Grisham, eher an Substanz!

Eine verschenkte Chance, aber den erfolgreichen Autor wird es kaum kratzen. Für alle Leser, die eine subtiler spannende Lektüre suchen, sollten seine ersten Bücher lesen oder warten, bis dieses vielleicht eine akzeptable Drehbuchvorlage abgibt. Sorry, Massenware für den US-Markt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Interessant und spannend bis Seite 346, 5. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Geständnis: Roman (Taschenbuch)
danach tut sich nix mehr. Ab da wird es dann so stinklangweilig, dass man schliesslich auf S. 525 denkt: endlich, jetzt bin ich fertig.
Schade, dass es der Autor nicht geschafft hat, einen weiteren Spannungsbogen aufzubauen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie immer spannend bis zum Schluß, 22. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Geständnis: Roman (Gebundene Ausgabe)
Wer sich auch nur annähernd für die Hinrichtung von Troy Davis interessiert hat, muss dieses Buch lesen. Es erscheint geradezu gruselig, wie real Grisham's Storys sind. Wie immer schafft er es die Spannung und das Tempo der Ereignisse zu steigern. Dumm nur, das man schneller liest als er schreiben kann. Aber das Warten hat sich wie immer gelohnt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Giftspritze oder Rettung?, 30. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Geständnis (Audio CD)
Aus dieser Frage bezieht die Story 2 Drittel lang ihre Spannung. Bis dahin ist es spannend die Protagonisten bei ihrem Kampf für oder gegen die Hinrichtung zu beobachten.
Später ebbt die Spannung ab. Ob Referent Keith Schröder sich nun verantworten muss einen vermeintlichen Vergewaltiger in einen anderen Bundesstaat gefahren zu haben oder nicht, ist weniger interessant. Auch die Folgen für alle Beteiligten werden eher langweilig und emotionslos geschildert.

Mir gefielen die meisten Grisham Romane besser als dieser solide Thriller. An Klassiker wie Der Regenmacher reicht die Story lange nicht heran.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 213 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Das Geständnis: Roman
Das Geständnis: Roman von John Grisham (Taschenbuch - 10. Dezember 2012)
EUR 9,99
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen