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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Davon wie ein einzelnes, kleines Ereignis alles verändern kann und eine unaufhaltsame Kettenreaktion in Gang setzt
Inhalt:
Xavier kommt ursprünglich aus Australien mit einer bewegenden Vergangenheit, die er hinter sich zu lassen versucht.
In London hat er sich ein neues Leben aufgebaut und ist Moderator einer recht erfolgreichen Nachtradiosendung. Was Xavier nicht ahnt, dass er bald etwas erleben wird, was weitreichende Folgen haben wird. Eine Kette von Reaktionen wird...
Veröffentlicht am 18. April 2011 von Charlousie LeseLust & LeseLiebe

versus
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Schmetterling oder doch der Reissack ...
... alles hängt zusammen, Verhalten beeinflusst Verhalten, Aktion und Reaktion ...

INHALT: Sofort ist der Leser mittendrin im Alltag von Xavier Ireland, wird mit seinem Leben und seinen Gedanken konfrontiert, begleitet ihn unter die Dusche, auf die Arbeit und zum Scrabble-Tunier - und dennoch ist er schwer einschätzbar und man merkt schnell, dass in...
Veröffentlicht am 13. Januar 2012 von elane


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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Davon wie ein einzelnes, kleines Ereignis alles verändern kann und eine unaufhaltsame Kettenreaktion in Gang setzt, 18. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Elf Leben: Roman (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Xavier kommt ursprünglich aus Australien mit einer bewegenden Vergangenheit, die er hinter sich zu lassen versucht.
In London hat er sich ein neues Leben aufgebaut und ist Moderator einer recht erfolgreichen Nachtradiosendung. Was Xavier nicht ahnt, dass er bald etwas erleben wird, was weitreichende Folgen haben wird. Eine Kette von Reaktionen wird ausgelöst, die von einem zum nächsten führen und am Ende schließt sich der Kreis und alles kommt auf Xavier zurück.
Vorher jedoch nimmt sein Mitarbeiter und Freund Murray ihn mit auf einen Speeddatingabend. Dort engagiert er sogleich eine Putzfrau, die noch ganz andere Ausmaße annehmen wird.
Wird er triumphieren oder von den Ereignissen und seiner bitteren Vergangenheit überrollt werden?

Meine Meinung:
"Elf Leben" ist ein ganz besonderes Buch! Das Lesen war ein wenig wie Schicksal spielen. Im Gegensatz zu den Charakteren im Buch sah ich als Leserin die Auswirkungen einzelner Handlungen und wie somit eine Lawine ins Rollen gerät, die man nicht mehr aufhalten kann.
Die Entwicklungen waren sehr spannend und ich konnte sie nie vorausahnen. Mit beschwingenden Worten hat Mark Watson mich in seine Materie eingewebt und ich konnte mich der bestechenden Geschichte nicht mehr entziehen.
Das wirklich spannende waren die Gedanken des Protagonists Xavier. Schon am Anfang deutet der Autor an, dass Xavier auf ein dunkles Geschehnis in seiner Vergangenheit blickt. Ab und zu holt er es wieder hervor und lässt es aufblitzen, enthüllt es jedoch nie. Ich habe mir schon das Schlimmste vorgestellt und Horrorszenarien vor mir gesehen. Was es im Endeffekt ist, musst du schon selbst herausfinden, ich kann nur sagen, dass es sich lohnt dass Geheimnis zu ergründen. Denn es ist nicht nur Xavier Leben, das fesselt. Noch zehn andere hängen daran, die sich nicht kennen, nicht unbedingt begegnen und dennoch entscheidende Meilensteine legen, die alle auf einer Handlung Xaviers basieren.
Die Perspektivwechsel aus der personalen Erzählsituation haben mir sehr gefallen und waren notwendig um die verschiedenen Schicksale aneinanderzuknüpfen und die richtige Atmosphäre zu transportieren.
Obwohl nicht alle Figuren in "Elf Leben" näher erläutert werden, war mir keine zu oberflächlich. Mit den richtigen Worten hat Mark Watson ihre Beweggründe und Motivationen sofort transparent durchleuchtet oder später aufgelöst, so dass alles abgerundet und schlüssig erschien.
Der Handlungsablauf war messerscharf und hat mich gefährlich mit sich gerissen. Am Ende erlebte ich eine Achterbahn der Gefühle und Mark Watson kann die Gefühle der Figuren und der gesamten Situationen so gut vermitteln, dass ich oft kurz vorm Weinen war. Entweder, weil ich dachte, gleich passiert etwas schlimmes oder ich meinte zu ahnen, es gab einmal etwas schlimmes.

Mein Fazit:
"Elf Leben" ist ein absolut lesenswertes Buch, dass sich flüssig lesen ließ. Die Beziehungen der Personen, das Aneinandervorbeileben der anderen stellten zwei schöne Kontraste da. Insgesamt bin ich einfach nur begeistert und überzeugt von diesem herausragenden Werk, das ein Diamant unter den Büchern sein wird und das hoffentlich viele Menschen überzeugen und so wie mir, ein paar besondere Augenblicke bescheren wird!
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Leben ist kein Scrabble-Turnier, 25. Mai 2011
Von 
T. Jannusch "rumble-bee" (Velbert) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Elf Leben: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich bin fast ein wenig "erschlagen" nach der Lektüre. Ich bin so voll von Eindrücken, meine Gedanken schlagen Purzelbaum, und am liebsten würde ich gleich wieder von vorne beginnen. Selten hat mich ein Buch dermaßen beschäftigt, das zuerst doch so harmlos als Unterhaltungsliteratur daherkam. Doch es ist weitaus mehr.

Nein, es ist kein Philip Roth - obwohl sich hier jemand in seine Putzfrau verliebt. Es ist auch keine russische Weltschmerz-Literatur à la Dostojewski oder Tolstoi - obwohl es hier um nichts weniger geht als das Schicksal in Aktion. Und es ist auch keine reine Pop-Literatur - obwohl die Schreibweise in ihrer ganzen Art sehr frisch und modern ist, und sich etliche stilistische Experimente erlaubt. Aber was ist es dann?

Man wird dem Buch ganz sicher nicht gerecht, wenn man sich zu sehr auf den Inhalt bezieht. Wie so oft im Leben, ist das Ganze mehr als die Summe seiner Teile. Ich glaube, man beschreibt das Buch am besten, wenn man sich die Absicht vor Augen führt, die der Autor offenbar verfolgt hat. Er hat ein Gedankenexperiment aufgestellt, und dieses dann anhand von 11 auserlesenen Charakteren durchgespielt. Was ist eigentlich Schicksal? Was kann eine Handlung bewirken, bzw. eine unterlassene Handlung auslösen? Sind wir alle Einzelgänger, oder doch miteinander verbunden? Rund um diese Fragen entwirft der Autor eine Handlung, die das ganze Buch über immer wieder spiralförmig verläuft, deren Fäden sich immer wieder kreuzen - und die am Ende genau zu ihrem Ausgangspunkt zurückläuft. Dennoch bleibt das Ende angenehm offen und nicht-moralisierend. Es bleibt herrlich viel Raum für eigene Gedanken und Interpretationen des Lesers.

Dieser "Ausgangspunkt" der Handlung ist ein Londoner Radio-Moderator namens Xavier Ireland. Ein komischer Name? Nein, ein bedeutsamer. Denn er hat ihn sich selbst gegeben: seine Initialen, XI, ergeben die römische Zahl 11, zu der der Held ein besonderes Verhältnis hat. Er wohnt auch noch in einem Haus mit der Nummer 11! Zunächst begleiten wir Xavier einige Kapitel lang durch sein relativ kontaktarmes und zurückgezogenes Leben. Seine Nachbarn kennt er zwar, mischt sich aber nicht in deren (offensichtliche) Probleme ein. Und auch das Verhältnis zu seinem Co-Moderator Murray könnte persönlicher sein, da dieser sich ganz offensichtlich mehr erhofft. Das einzig Außergewöhnliche sind die Scrabble-Turniere, an denen Xavier regelmäßig teilnimmt. Doch alles beginnt sich zu ändern, als Xavier bei einem Speed-Dating Piippa, seine spätere Putzfrau, kennenlernt. Und als er eines Tages auf der Straße Zeuge eines Zwischenfalls wird, der im Laufe des Buches Auswirkungen auf die besagten "11 Leben" hat...

Man sollte sich aber wirklich nicht allzusehr auf diesen Plot konzentrieren und versteifen. Das Besondere an diesem Buch sind vielmehr viele, viele scheinbar nebensächliche Kleinigkeiten und liebevoll ausgeführte Porträts. Grandios authentisch geschildert ist z.B. die Arbeit Xaviers im Radio-Studio. Er ist Moderator einer Late-Night-Sendung, und man sitzt förmlich neben ihm und ergötzt sich an den ganzen Geschichten, die in dieser Sendung zusammenlaufen. Man merkt sofort, dass der Autor selber beim Radio gearbeitet hat! Seine Erfahrungen hat er hier überzeugend umgesetzt.

Zweitens finde ich vor allem die Liebesgeschichte um Pippa und Xavier herzerwärmend! Es geht eben nicht um rasende Leidenschaft vom ersten Augenblick an. Nein, es ist eher ein wenig wie bei "My Fair Lady" - Pippa hat einen starken Unterklasse-Akzent (der nur leider in der deutschen Übersetzung nicht wirklich rüberkommt), redet ununterbrochen, ist zupackend, und bringt Xaviers Leben erstmal gehörig durcheinander. Sie rührt an seine tiefsten Tiefen - von Kapitel zu Kapitel wird dem Leser klarer, dass da etwas in Xaviers Vergangenheit in Australien gewesen sein muss. Die Situation eskaliert schließlich in einem Streit zwischen Pippa und Xavier - woraufhin Xavier sich endlich seinen lange verdrängten Erinnerungen zuwendet...und sich eventuell sogar wirklich zu ändern beginnt.

Drittens hat mich die Figurenzeichnung wirklich berührt und begeistert! Sicher ist die Versuchung groß, bei einem Roman, der auf 11 Schicksale gleichzeitig angelegt ist, vieles eher flüchtig zu behandeln. Doch weit gefehlt! Auch wenn manche dieser 11 Personen jeweils nur wenige Seiten lang in dem Buch auftauchen, so hat Mark Watson doch große Sorgfalt darauf verwendet, sie lebendig werden zu lassen. Jeder hat so seine Macken und Schwierigkeiten, die jedoch nie überzogen sind. Außerdem werden diese Episoden so kunstvoll und ausgeglichen "geplottet", so regelmäßig über das Buch verteilt und mit Xavier verknüpft, dass es eine wahre (Lese-)Freude ist. Zu keinem Moment kommt Langeweile auf; immer wieder fragt man sich, was die nächste Verzahnung für Verwicklungen mit sich bringen wird. Das steigert die Spannung ungeheuer.

Ungeheuer beeindruckt hat mich auch der Kunstgriff des Autors, eben ausdrücklich nicht an der Stelle den Roman zu beenden, an der man es erwartet hätte. Nicht bei der Versöhnung Xavier/Pippa, oh nein! Und er schreibt es auch noch ganz deutlich: "Hier könnte die Geschichte enden." Doch das tut sie nicht. Das Leben ist eben kein Scrabble-Turnier, es gibt vielmehr jedem das zurück, was er (mehr oder weniger) verdient. Alle 11 Schicksalsfäden werden aufgelöst und zusammengeführt, alles kulminiert in einer einzigen Szene, mit der das Buch dann schließlich endet. Ich war sprachlos, geplättet, und begeistert. Das war ein Ende ganz nach meinem Geschmack! Nichts wird in Friede, Freude und Eierkuchen aufgelöst. Nein, vielmehr werden dem Leser die Zutaten präsentiert - was man daraus macht an "Sinngehalt", ist jedem Leser selbst überlassen. Grandios!

So ist das Leben. Das ist wirklich gute Literatur. Das ist ein Buch, das aufrüttelt, und gleichzeitig unterhält. Das ist eine Sprache, die ich als Leser auch verstehe, und die ich teilen kann. Das sind Menschen, die es tatsächlich so geben könnte. Und das ist ein Autor, den ich im Auge behalten werde. Danke, Mark Watson, für diesen Geniestreich!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Schmetterling oder doch der Reissack ..., 13. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Elf Leben: Roman (Gebundene Ausgabe)
... alles hängt zusammen, Verhalten beeinflusst Verhalten, Aktion und Reaktion ...

INHALT: Sofort ist der Leser mittendrin im Alltag von Xavier Ireland, wird mit seinem Leben und seinen Gedanken konfrontiert, begleitet ihn unter die Dusche, auf die Arbeit und zum Scrabble-Tunier - und dennoch ist er schwer einschätzbar und man merkt schnell, dass in seiner Vergangenheit etwas vorgefallen sein muss, das er verdrängen und aus seinem 'neuen' Leben in London verbannen will. Aber Xavier Ireland ist nicht die einzige Person, die dem Leser vorgestellt wird. Da sind beispielsweise noch die Putzfrau Pippa vom Speed-Dating, die überforderte Nachbarin mit Kind, der übergewichtige Julius und die Restaurantkritikerin mit ihre ganz eigenen Problemen ... Xavier Ireland möchte sich in keines der Leben der anderen einmischen und beeinflusst sie dennoch genau durch dieses Verhalten. Bis er das begreift, dauert es aber und so nehmen die Ereignisse ihren Lauf ...

EINDRÜCKE: Der Schreibstil ist einfach gehalten und vielleicht habe ich aus diesem Grund ein wenig gebraucht bis ich in der Erzählung "drin" war, denn es war ein wenig zu leicht, zu locker, zu belanglos als dass es mich hätte mitreißen können. Gut gefallen haben mir jedoch die Sprünge zwischen den Personen, die eigentlich gar keine "Sprünge", sondern sehr fließende Übergänge waren, die sich wie ein Film im Kopf abgespielt haben. Die Momentaufnahmen der Personen waren teilweise interessant, die Folgen auf Ereignisse, die im Laufe des Buches "Elf Leben" erreichen, waren gut nach zu verfolgen. Allerdings hatte ich mir davon mehr erwartet, vor allem mehr Nähe zu den Personen. Vielleicht liegt es - wie bereits erwähnt - am belanglosen Sprachstil, dass es mich nur wenig berührt hat, obwohl einiges passiert, was einem Nahe gehen müsste. Das finde ich sehr schade.

FAZIT: Es war nett die verschiedenen Personen kennenzulernen, sie ein kleines Stück durch ihr Leben zu begleiten und die Zusammenhänge zu finden - mehr aber leider nicht.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Flucht vor der Wahrheit, 7. März 2011
Von 
Amazon Customer - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Elf Leben: Roman (Gebundene Ausgabe)
Beschreibung des Buches:

Im Roman "Elf Leben" von Mark Watson geht es um einen Londoner Nachtmoderator, der im Radio Nacht für Nacht Anrufe von meist verzweifelten Menschen entgegen nimmt und ihnen zuhört.

Kurze Zusammenfassung:

Xavier Ireland, der Moderatior, ist Mitte dreißg. Er lebt seit einigen Jahren in London, ist aber in Australien aufgewachsen. Nachts moderiert er, tagsüber ist er ein begeisterter Turnier-Scrabble-Spieler. Er hat Australien wegen eines Vorfalls verlassen, der sein Leben veränderte. In London laufen ihm einige Menschen über den Weg, denen er gewollt oder ungewollt Hilfestellungen bietet, dabei verdrängt er seinen eigenen Schicksalsschlag gekonnt. Erst das Auftauchen einer Putzfrau bei einem Speed-Date, mit der er sich anfreundet, öffnet ihm die Augen. Die liebevolle Art von Pippa lässt ihn endlich seine eigene Geschichte aufräumen.

Mein Leseeindruck:

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Zunächst allerdings war ich verwirrt von den manchmal parallel laufenden Handlungen. Sie ergaben aber im Laufe der Geschichte einen Sinn. Die verschiedenen "Elf Leben" haben zwar eigentlich nichts miteinander zu tun, dennoch bilden sie eine Kettenreaktion, weil sich nicht miteinander bekannte Personen irgendwie durch einzelnes Handeln beeinflussen.
Dem Autor gelingt es, den Leser in seinen Bann zu ziehen. Besonders der Anfang hat so etwas in mir ausgelöst sofort tief in die Geschichte einzusteigen. Es gelingt dem Autor durch seine Beschreibung der Stimmung den Leser in den Bann zu ziehen. Die Personen sind gut beschrieben, man kann sie sich bildlich vorstellen. Die Namen sind gut gewählt, sie prägen sich ein und man kann sich dadurch noch Seiten später erinnern, was sich mit wem zugetragen hat. Die Lokalität London ist gibt dem Ganzen noch eine besondere Note. London - die Millionenstadt ' und die Probleme des Einzelnen. Die ganze Geschichte hat mich fasziniert. Ein Moderator, der nachts den Problemen der Menschen zuhört, tagsüber nicht wegschaut (nur einmal und darüber macht er sich ständig Vorwürfe) und sich um fremde Menschen kümmert, weil es ihn innerlich antreibt. Dabei hat er selbst ein Problem zu lösen. Die Freundin kommt allmählich an ihn heran und ihm gelingt es tatsächlich sich seinem eigenen Problem zu stellen und zu beginnen es aufzuarbeiten. Tolle Geschichte !
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Von Speed-Datings, Putzfrauen und der Bequemlichkeit des Wegsehens, 18. August 2013
Von 
Heike Werner (Leipzig) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ich könnte am Samstag: Roman (Taschenbuch)
Xavier Ireland ist Radio-DJ und "Kummertante" einer beliebten nächtlichen Anrufersendung. Von der ersten Zeile an steigt man ein in Xaviers Leben und seinen Alltag, ist bei Begegnungen mit Nachbarn und Freunden dabei und begleitet ihn zu Speed-Datings und Scrabble-Turnieren. Doch bei aller Symphathie blinzelt immer durch, dass in seinem "alten" Leben in Australien, vor Umzug nach London und Namensänderung, etwas vorgefallen sein muss, dass weitreichende und in Xaviers Fall sogar wesensändernde Konsequenzen hatte.
Aber Xavier bleibt nicht der einzige, dem man im Roman begegnet. Da gibt es Pippa, die Putzfrau vom Speed-Dating (die nicht nur Xaviers Wohnung umkrempelt), den übergewichtigen, aber mathebegabten Julius, den selbstmordgefährdeten Lehrer Chris, die überforderte Nachbarin Mel mit ihrem Sohn Jamie, Kumpel Murray, der auch gern mal ein Date hätte und noch einige andere mehr. Bei allen erlebt man, wie Handlungen durch ihre Existenz oder auch durch ihr Unterlassen das Leben von anderen beeinflussen - auf mal mehr oder mal weniger drastische Weise. Nichts ist Schicksal, alles hängt irgendwie zusammen...

Und mein Fazit:
Die Idee zum Roman fand ich sehr gut; der Plot fesselt mit seinen nur scheinbar sprunghaften Wechseln. Der Schreibstil ist schlicht, locker und flockig, aber genau aus diesem Grund war mir die Erzählweise bei den doch teilweise eigentlich tiefgründigen Themen zu oberflächlich. Die Personen blieben oft zu blass, zu wenig emotional; hier hätte ich mir einfach mehr Nähe gewünscht, um schlicht auch mit dem Herzen dabei sein zu können.
Passiert mir selten, dass ich trotz des eigentlich interessanten Plots die noch nicht gelesenen Seiten zähle - hier war es leider der Fall. Deshalb gebe ich 3 von 5 Sternen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Achterbahnfahrt der Gefühle, 7. Juni 2011
Von 
Anette1809 "katzemitbuch" (Rheinhessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Elf Leben: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ein einschneidendes Ereignis in seinem Leben führte dazu, dass Chris Cotswold seinem bisherigen Leben, seinen Freunden und seiner großen Liebe in Australien den Rücken zukehrte. Heute heißt er Xavier Ireland, liebt Scrabble-Turniere und moderiert im Radio eine Art Kummerkasten-Sendung, bei dem die Schlaflosen der Millionenstadt London bei ihm anzurufen und ihm ihre Geschichten erzählen. Doch was ist mit Xaviers Geschichte? Die Initialen XI hat er bewusst gewählt. XI ist ein kaum bekanntes, aber gültiges Wort, mit dem Xavier in der Woche seines Namenswechsels ein Scrabble-Turnier gewann, außerdem bezeichnet XI die römische Zahl Elf, eine Zahl, die Xavier schon immer begleitet hat.
Die Teilnahme an einem Speed-Dating, an dem er seinem Radiokollegen Murray zu Liebe teilnimmt, scheint eine Wendung in Xaviers Leben herbeizuführen. Die quirlige und lebenslustige Putzfrau Pippa entstaubt nicht nur Xaviers Wohnung, sondern bringt Xavier auch dazu sein Leben zu überdenken. Ist es wirklich besser, sich NICHT in das Leben seiner Mitmenschen einzumischen? Und während Xavier darüber nachdenkt, was er mit seinem Leben anfangen soll, beeinflusst er unbewusst das Leben von elf Menschen, deren Wege er kreuzt, wie im Gleichnis vom Schmetterling, dessen Flügelschlag auf der anderen Seite des Planeten einen Hurrikan auslöst.

Eigene Meinung:
Schon lange habe ich kein Buch mehr gelesen, dass mich so gefesselt, begeistert und berührt hat wie "Elf Leben", es ist häufig traumhaft schön und manchmal sehr traurig. Zu Beginn wirkte der Schreibstil des Autors Mark Watson stellenweise etwas spröde auf mich, aber da sich die Handlung lange nur um Xavier und seinen Radiokollegen Murray dreht, passte der Schreibstil perfekt zur Geschichte, er wirkte männlich, sachlich und farblos. Die Farben und Facetten kommen erst mit dem Erscheinen von Pippa ins Spiel.
Wie in schnell wechselnden Kameraeinstellungen macht Mark Watson immer wieder einen Schwenk von Xaviers Leben zu den elf Personen, deren Leben durch seine bloße Existenz eine Veränderung erfahren wird. Kennt ihr die Anfangssequenz zu "Die fabelhafte Welt der Amelie"? So ähnlich funktionieren die "Kameraeinstellungen" auf die verschiedenen Akteure dieser Geschichte. Obwohl der Leser das Leben einiger Protagonisten nur am Rande streift, schafft es der Autor dennoch einen mit dem Gefühl zurückzulassen, dass man der Person tief in ihr Innerstes geschaut hat. Genau genommen gibt es in Mark Watsons Geschichte keine Randfiguren, da alle so lebensecht und plastisch wirken. Rückblenden und Zukunftsaussichten in das Leben dieser Personen verstärken dieses Gefühl noch, direkt am Leben dieser Menschen teilzuhaben. Ich habe mit jedem einzelnen von ihnen gelacht und gelitten, ich habe sie gemocht oder verabscheut. Wie oft hätte ich Pippa in den Arm nehmen mögen, dafür wie sie ihr Schicksal meistert, oder Murray in den Hintern treten, weil Xavier für ihn privat und beruflich ständig zurücksteckt und er trotzdem immer weitere Opfer von ihm erwartet, die er ihm jedoch nie dankt, sondern für selbstverständlich erachtet.
Mark Watson ist ein ganz großer Erzähler, der mich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle mitgenommen hat. Gleich zu Beginn während Xaviers Arbeit als Radiokummerkastentante saß mir öfter ein Kloß im Hals beim Lesen, weil die Geschichten so schön und ergreifend waren. Von Beginn an hat Mark Watson es geschafft meine Neugierde auf Xaviers Schicksal zu schüren, so dass ich unbedingt wissen wollte, welches Ereignis diesen Mann aus ihm gemacht hat, der einerseits als Kummerkastentante arbeitet und andererseits die Einstellung vertritt, das man sich in das Leben anderer Leute nicht einmischen sollte. Im späteren Verlauf, als ich mehr über Xavier selbst erfahren habe und sein "erstes Leben" in Australien, rutschte der Kloß ziemlich hoch und ich war mehr als einmal davor richtig loszuheulen. Wie gerne hätte ich Xavier bei dem Ereignis, welches sein Leben verändert hat, geschüttelt und geohrfeigt und im gleichen Moment wieder in den Arm genommen und getröstet. Ich wollte "Nein" schreien, die Zeit anhalten, die Blätter herausreißen, den Vorfall ungeschehen machen. So schön und poetisch einige Stellen in diesem Buch sind, so ist doch nichts in rosa Tüll und Wattebäuschchen verpackt, Mark Watson zeigt nicht nur die Boulevardstraßen des Lebens, sondern auch die dreckige Gosse mit zerplatzten Lebensträumen. Und dennoch ist dieses Buch so schön, manchmal traurig, nie vorhersehbar, überraschend, voll, pulsierend, lebendig, bunt, himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt. Der Flügelschlag des Schmetterlings auf der anderen Seite des Planeten hat mein Herz berührt und ich weiß, dass Xaviers Geschichte noch lange einen Platz darin einnehmen wird. Danke Mark Watson für diesen großartigen Roman, der mich gleichzeitig zum Lachen und zum Weinen gebracht hat!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf jeden Fall lesenswert!!!!, 4. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Ich könnte am Samstag: Roman (Taschenbuch)
"Ich könnte am Samstag" - verkleidet sich, laut Deckelzusammenfassung, als Liebesroman... was es aber nicht ist. Viel mehr geht es um Schicksal und darum wieviele Leben sich verändern können wenn man einmal eine falsche Entscheidung trifft. Wunderbares Buch - mit ganz eigenem Schreibstil - meiner Meinung nach. Es ist nicht nur in der Erzählform geschrieben, viel mehr hat man das Gefühl als würde man die Leben durch eine Kamera beobachten.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderbares Buch..., 2. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Ich könnte am Samstag: Roman (Taschenbuch)
Ich habe gerade die letzte Seite geschlossen. Ein wunderbares Buch für alle, die sich die Fähigkeit bewahrt haben, sich auf solch herrlich emotionalen, intelligenten und liebevollen Geschichten einzulassen. Ich freue mich über diese "kleinen" Bücher mit so viel Menschlichkeit und die zu Herzen gehen.
Wer sich diesen Dingen verschlossen hat, sollte die Finger davon lassen, er wird nur zynisch nach den Fehlern darin suchen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fragwürdiges Ende, 20. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ich könnte am Samstag: Roman (Taschenbuch)
Ein super Roman, der in mehreren Ebenen gleichzeitig spielt, aber das nur vier Seiten lange letzte Kapitel ist doch eher fragwürdigt! Ich habe noch nie einen so schlechten Schluss bei einem Roman vorgefunden. Schade Mark Watson für dieses Ende! Deswegen auch nur vier Sterne... :/
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Tat bewirkt mehr, als man glaubt, 11. Februar 2012
Von 
S. Hennig "Bücherfan" (NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Elf Leben: Roman (Gebundene Ausgabe)
Mark Watson benutzt als Grundidee für sein Buch "Elf Leben" das Gleichnis eines Schmetterlinges, dessen Flügelschlag nach einer Kette von Ereignissen einen Hurrikan auslöst. Der Mensch lebt nicht in einem Vakuum, sondern seine Worte und Taten haben Auswirkungen auf andere, die wiederum andere beeinflussen - und so weiter. Diese Kette hat kein Ende, und manchmal kommen die Auswirkungen wieder zum Ausgangspunkt zurück. Der Autor nutzt diese Chance, schicksalhafte Momente im Leben verschiedener Menschen herauszustellen und miteinander zu verbinden. Teilweise gibt er auch Ausblicke zum Schicksal von Randfiguren oder ihren Familien. Alles ist miteinander verwoben, mehr als wir Menschen ahnen.

Eigentlich schildert Mark Watson mehr Leben als nur elf, weil jeder dieser elf Menschen noch mit anderen in Beziehung steht. Aber es sind elf Menschen, die durch eine Kette von Ereignissen verbunden sind. Jeder von ihnen trifft auf einen anderen und verändert etwas in dessen Leben. Xavier Ireland ist Radiomoderator. Er war früher immer hilsbereit, aber durch ein traumatisches Erlebnis ist er sehr zurückhaltend geworden. Nur im Radio bemüht er sich, den Hörern zu helfen und ihnen Ratschläge zu geben. Als ein Junge zusammengeschlagen wird, will Xavier erst helfen, aber er lässt sich einschüchtern. Dadurch wird die Kette in Gang gesetzt und beinflusst eine Mutter, einen Restaurantbesitzer, einen Jungen, einen Makler und immer wieder jemand anderen. Und bei jedem dieser Menschen lässt uns der Autor in sein Leben und seine Gedanken schauen.

Xavieres Erlebnisse ziehen sich wie ein roter Faden weiter durch das Buch. Er lernt eine Frau kennen, die er als Putzfrau engagiert. Aber Pippa bringt nicht nur seine Wohnung in Ordnung, sie verändert auch sonst einiges in seinem Leben.

Mich hat dieses Buch sehr fasziniert. Den Grundgedanken des Buches finde ich an sich schon sehr interessant. Und Mark Watson gelingt es, ein breites Spektrum von menschlichen Schicksalen zu zeigen. Es wird auch deutlich, dass bei manchen Menschen vieles nur Fassade ist, bis mal jemand näher hinschaut. Und es gelingt dem Autor auch noch, alles miteinander zu verbinden, ohne dass es konstruiert wirkt. Die Charaktere wirken glaubwürdig und echt. Außerdem wird das Thema "Schuld" aufgegriffen. Manchal ist niemand schuld, es gibt Dinge, die passieren einfach. Und manchmal liegt eine Schuld darin, Dinge nicht zu tun. Oft reicht schon eine Kleinigkeit, um jemandem zu helfen. Und man kann nie wissen, ob das kleine Kind, was Hilfe braucht, nicht später mal was Bedeutendes bewirken wird.

Ich möchte dieses Buch daher wärmstens weiterempfehlen.
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Ich könnte am Samstag: Roman
Ich könnte am Samstag: Roman von Mark Watson (Taschenbuch - 10. September 2012)
EUR 8,99
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