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4.0 von 5 Sternen Ein irrer Trip mit Spaßfaktor
Man muss zwar nicht unbedingt bekifft sein, um dieses Buch zu lesen, aber es könnte durchaus helfen. Denn es ähnelt allem Möglichen - nur eben keinem klassischen Krimi, als der es ja eigentlich einsortiert wird. Meine Vermutung lautet: der Autor hat sich absichtlich einen ziemlichen Spaß erlaubt, hat munter alle möglichen Erwartungen unterlaufen,...
Veröffentlicht am 10. März 2012 von T. Jannusch

versus
3.0 von 5 Sternen Wolf Haas mit E-Gitarre
Die beiden ehemaligen Musikjournalisten Max Mandel und Sigi Singer gründen, des immergleichen Schreibens müde ein Detektivbüro und werden sogleich mit der Beschattung des Rockers Leo Tilmann beauftragt. Als dieser jedoch ermordet und die junge Agentur von gierigen Produzenten mit dem Aufspüren verlorener Demo-Aufnahmen beauftragt wird, erweisen sich...
Veröffentlicht am 15. März 2012 von Wolfgang


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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein irrer Trip mit Spaßfaktor, 10. März 2012
Von 
T. Jannusch "rumble-bee" (Velbert) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Mandels Büro: Roman (Taschenbuch)
Man muss zwar nicht unbedingt bekifft sein, um dieses Buch zu lesen, aber es könnte durchaus helfen. Denn es ähnelt allem Möglichen - nur eben keinem klassischen Krimi, als der es ja eigentlich einsortiert wird. Meine Vermutung lautet: der Autor hat sich absichtlich einen ziemlichen Spaß erlaubt, hat munter alle möglichen Erwartungen unterlaufen, und einen ziemlich irren Trip hingelegt, der aber trotzdem Spaß macht - sobald man sich darauf einlassen kann.

Max Mandel und Sigi Singer, deren Namen wohl nicht ohne Grund lustig alliterieren, verlieren ihren Job als Musikjournalisten, und entschließen kurzerhand, die Detektei von Max' verstorbenem Onkel zu übernehmen. Sie haben dies noch gar nicht groß öffentlich gemacht, als auch schon die erste Klientin über die Schwelle spaziert kommt. Wie frisch aus einem klassischen "Film Noir" kopiert, ist da "die Malleck", eine bekannte Schauspielerin, eine eher mysteriöse Blondine. Ihre Motive werden nicht ganz klar - Mandel und Singer sollen ihren Mann, den über 40jährigen Altrocker, Schwerenöter und Spätpubertierenden Leo Tillman, observieren. Doch schon bald geht alles drunter und drüber - Tillman tot, die Ermittler verfolgt, wichtige Tondokumente verschwunden...

Diese Zusammenfassung hört sich noch recht normal und nachvollziehbar an. Aber beim eigentlichen Lesen muss man schon sehr aufpassen, um diesen Faden nicht aus den Augen zu verlieren. Die Kriminalhandlung geriet für mich schon ziemlich bald ins Hintertreffen, weil es um ganz andere Dinge geht. Es geht um eine ungewöhnliche Erzählperspektive (Sigi, der Underdog, erzählt im "Danach" gleichzeitig für sich und seinen Chef), lauter schräge Situationen, noch schrägere Sätze und Formulierungen, einen Helden, der keiner ist (Mandel ermittelt so gut wie gar nicht), lauter unmotiviert erscheinende Handlungen, etliche Nebenschauplätze, kuriose Wortschöpfungen, und ein ziemlich irres Ende, das auch wiederum halb "offen" ist.

Ich konnte mir den Autor förmlich beim Verfassen des Buches vorstellen! Er war selber in der Musikszene tätig, und aus jedem Kapitel spricht die Freude, dieses Milieu voller Exzentriker nach Strich und Faden sezieren und wohl auch karikieren zu dürfen. Hinzu kommt seine trickreiche Technik, immer mal wieder Szenen und Settings aus bekannten Alt-Krimis, wie James Bond, Jerry Cotton oder Edgar Wallace, einzuflechten - die ergeben zwar nicht unbedingt Sinn, machen aber einen sinnfreien Heidenspaß! Außerdem habe ich es unglaublich genossen, wie der Autor mit Sprache spielt. So manches Mal habe ich mir eine unerwartete Lachträne aus dem Auge getupft... "Deus AXT machina", also bitte!! Sein Mut zu gewagter Metaphorik ist wirklich sehr zu bewundern.

Zusammenfassend würde ich das Buch doch empfehlen. Zwar nicht dem Leser, der auf das Etikett "Kriminalroman" hereinfällt - aber doch dem aufgeschlossenen Zeitgenossen, der seine Freude an einer bunten Collage hat. Mir hat das Buch echt gut gefallen - obwohl ich nüchtern war.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Keine Füller - Nur Killer..., 16. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Mandels Büro: Roman (Taschenbuch)
Angefangen mit dieser Polysemie, die ich gleich in meinen Wortschatz aufnehmen musste, beweist der Mittdreißiger in seinem Debüt, dass er rhetorisch einiges zu bieten kann. Die Handlung schwankt von mitfühlend authentisch zu unterhaltsam absurd, so dass man nie weiß, was einen auf der nächsten Seite erwartet. So kurzweilig erzählt, dass das Buch ein echter "Pageturner" ist. Ein Kopfnicken erhält der Autor auch zum Exkurs über Musikstile und die damit verbundenen Erinnerungen. Als unterhaltsame Lektüre für Freunde der modernen Literatur, für das Kind im Mann, für Tatort-Gucker, für Heavy Metal Fans bis Indie Rocker sehr zu empfehlen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Krimi und Rock: Ein perfektes Team!, 24. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Mandels Büro: Roman (Taschenbuch)
Ich bin ein Fan von Krimis und Rock. Kein Wunder also, dass 'Mandels Büro' von Berni Mayer mein Herz höher schlagen lässt. Denn der Roman aus dem Heyne-Verlag verbindet Musikwelt, journalistische Fachsimpeleien über Bands, Genres, Alben und Songs mit dem, was einen guten Krimi ausmacht: Spannung und ein ungleiches Ermittler-Team.

Die frisch entlassenen Musikjournalisten Max Mandel und Sigi Singer haben gerade das Detektivbüro eines verstorbenen Onkels übernommen und stolpern direkt in ihren ersten Fall. Die bekannte Schauspielerin Veronika Malleck bittet sie ihren Noch-Ehemann Leo Tilmann zu beschatten und ihn beim Fremdgehen zu überführen. Der Sänger der Alt-Punkband DEMO lebt immer noch in seiner Welt aus Sex, Drugs und Rock'n'Roll. Als Mandel den Sänger schon kurz darauf tot und zweigeteilt auffindet, gewinnt der Fall an Fahrt. Denn die beiden Ermittler geraten zwischen die Fronten von Plattenindustrie, Rechtspopulisten und Band-Intrigen und stehen sich in ihrer exzentrischen Art nicht selten selbst im Weg.

Man merkt, dass der Autor Berni Mayer sich unter anderem als Chefredakteur bei MTV und Viva Online viele Jahre selbst in den Parallelwelten von Musikindustrie und Musikjournalismus bewegt hat. So stattet er seine beiden Ermittler nicht nur mit einigem musikalischen Fachwissen, sondern einer Mischung aus Exzentrik, Ironie und Komik aus. Und auch die weiteren Figuren haben alle einen Hang zur Skurilität. Die Geschichte ist so amüsant und spannend geschrieben, dass man das Buch nur ungern wieder zur Seite legen möchte.

Fazit: Kurzweiliger Lesespaß auf 336 Seiten. Empfehlenswert vor allem für Musik-Fans und solche, die Krimis mit eigenwilligen Ermittler-Teams lieben!
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5.0 von 5 Sternen Außergewöhnlich (und) gut!, 16. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Mandels Büro: Roman (Taschenbuch)
Ich habe das Buch in zwei Tagen gelesen, obwohl ich kein Krimi-Fan bin, das sagt ja schon recht viel. Die Geschichte, ohne den Inhalt an dieser Stelle widerzugeben, ist spannend erzählt und durchaus realistisch. Mich hat die Band bzw. das Opfer sehr stark an Rammstein erinnert und ich wundere mich, dass das hier in den Rezensionen bisher nicht aufgegriffen wurde. Das beginnt mit dem Namen des Sängers (Leo Tilmann vs. Til Lindemann), geht über die Qualität der Songtexte (Singer ist konstant genervt von dem platten Gereime; siehe z. B. Rammsteins „Du hast“) bis hin zu dem etwas seltsamen „Frauentausch mit Kindsfolge“, auf den ich nicht näher eingehen werde, um nicht zu viel vorweg zu nehmen. Eingefleischte Rammstein-Fans könnte dies eventuell etwas nerven; da ich den Hype um diese Band aber noch nie verstanden habe, spricht mir Singer stellenweise aus der Seele und ich fand es sehr unterhaltsam.
Die beiden Protagonisten sind sehr kauzig und man fragt sich manchmal, wie sie überhaupt jemals zusammen gefunden haben. Trotzdem sind beide auf ihre Art interessant und gerade im Zusammenspiel sehr unterhaltsam.
Ich fand die Geschichte sehr spannend und die Erzählweise erfrischend anders. Natürlich ist es manchmal seltsam, dass Singer so detailliert berichtet, was der Mandel erlebt. Durch regelmäßig eingestreute „… und das weiß ich, weil der Mandel es mir hinterher erzählt hat.“ wirkt es aber nicht unrealistisch. Der Erzählstil ist unkonventionell, grammatikalisch teilweise fragwürdig, orientiert sich aber an Umgangssprache und passt daher perfekt sowohl zu den Charakteren als auch zur Thematik.
Insgesamt ist das Buch für mich gelungene Unterhaltung und sowohl für Musikbegeisterte als auch Krimi-Fans absolut empfehlenswert!
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3.0 von 5 Sternen Wolf Haas mit E-Gitarre, 15. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Mandels Büro: Roman (Taschenbuch)
Die beiden ehemaligen Musikjournalisten Max Mandel und Sigi Singer gründen, des immergleichen Schreibens müde ein Detektivbüro und werden sogleich mit der Beschattung des Rockers Leo Tilmann beauftragt. Als dieser jedoch ermordet und die junge Agentur von gierigen Produzenten mit dem Aufspüren verlorener Demo-Aufnahmen beauftragt wird, erweisen sich die beiden Protagonisten als rettungslos überfordert. Daß die schauspielende Frau des Opfers durch ihre Rolle als Eva Braun mit einer zweifelhaften Fangemeinde zu kämpfen hat, kommt außerdem erschwerend hinzu ...

Berni Mayers Buch ist gegliedert in 23 längere Abschnitte, in denen in linearer Abfolge ohne zeitliche Sprünge die Handlung vor dem Leser ausgebreitet wird. Vielfach übersteigt dabei die Erzählzeit die erzählte Zeit, was durch die ausufernde Verwendung innerer Monologe bewerkstelligt wird. Als Perspektive wurde die erste Person gewählt, als Erzähler fungiert der an Dr Watson erinnernde Juniorpartner des Detektivbüros, Sigi Singer.

Das eigentlich Bemerkenswerte ist der umgangssprachliche Stil, der es dem Autor erlaubt, in die Rolle der erzählenden Figur zu schlüpfen. Dieser konstituiert sich aus mehreren Elementen, wie die Bezugnahme auf andere Charaktere durch den bestimmten Artikel in Verbindung mit dem Nachnamen, durch Floskeln wie "... das muß man ihm lassen ..." oder "... das hatte ich dem Mandel auch gesagt ..." und durch zynische Kommentare zu den Situationen. Berni Mayer bleibt dieser durch die Sprache erzeugten Rolle konsequent von der ersten bis zur letzten Seite treu, was dem Roman seine große Unmittelbarkeit verleiht und von einer gerade für einen Debütroman erstaunlichen rhetorischen Reife kündet. Ganz neu ist dieses stilistische Wagnis jedoch nicht, reüssiert doch Wolf Haas mit seinen Romanen in gleicher Manier. Und in der Tat liest sich "Mandels Büro" so, als hätte eben jener die Memoiren Josef Matulas verfaßt.

Dem Autor ist offensichtlich an einer Hommage an das klassische Detektiv- und Groschenromangenre gelegen, er verbreitet das Kolorit eines Alltags, der aus billigem Alkohol und noch billigen Phrasen besteht. Daß er zudem auch seinen reichen Erfahrungsschatz aus der Musikindustrie einbringt, verleiht dem Werk ein ambivalentes Gesicht: Zum einen bringt er es durch die gewählte Perspektive geschickt zustande, den Leser durch die Augen der Figur Sigi Singer blicken und die Aufklärung des Falles miterleben zu lassen. Zum anderen verleihen die ausführlichen Schilderungen des Musikerlebens abseits der Hitparaden zwischen Demoaufnahmen und mühsam erstrittenen Plattenverträgen, zwischen Bühnenauftritten und Rauchpausen dem Roman viele Längen. Obwohl auf dem Cover als "Kriminalroman" kategorisiert, verbleiben die entsprechenden Handlungselemente spärlich und farblos. Die Rahmenhandlung wirkt somit wie ein dürrer Christbaum, der mit schillernden musiktheoretischen Kugeln geschmückt wird.

Schließlich verbleibt dem Leser ein seltsam unbefriedigender zwiegespaltener Gesamteindruck: Der Autor wirkt einerseits unentschlossen zwischen Kimi und Studie des Musikermilieus, andererseits bemerkenswert mutig, professionell, authentisch in dem von ihm gewählten Stil.
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5.0 von 5 Sternen Welche Band löst sich denn heutzutage noch ernsthaft auf Dauer auf?, 20. Februar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mandels Büro: Roman (Taschenbuch)
Über das Buch lässt sich eigentlich nur eine negative Sache sagen: die eigentliche Tages- und Abendplanung ist dahin. Hat man sich erstmal in die Welt der Herren Singer und Mandel begeben, lässt sie einen nicht mehr so schnell los. Berni Mayer hat hier einen spannenden und kurzweiligen Krimi abgeliefert und es direkt mit seinem Erstling geschafft, dass man nach dem Umblättern der letzten Seite auf weitere Abenteuer der beiden Protagonisten hofft. Die Einblicke ins Musikbusiness, ein feiner und pointierter Erzählstil und die Sichtweise eines Bayern in Berlin ergeben ein Fundament, dass dieses Buch zu etwas völlig Eigenständigem macht. Ich freue mich definitiv auf mehr!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So muss ein gutes Buch sein!, 14. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Mandels Büro: Roman (Taschenbuch)
Das Buch ist einfach nur toll, denn es beinhaltet alles, was man braucht um sich bestens unterhalten zu fühlen:
es ist spannend, denn es ist ein Krimi - man wird als Leser gern mal auf die falschen Fährten gebracht, und es gibt überraschende Wendungen und einen schönen Plot.
Gleichzeitig ist es ein Musikbuch! Noch besser! Es geht um Bands, die Musikszene, um Songs und um Musiker, Plattenfirmenbosse, Promoter, Anwälte und Stagehands....eben alles was sich vom Pop bis zum Trashmetal in der Musikszene tümmelt - aber dabei um niemanden Konkretes, denn es ist ja ein fiktiver Roman, und doch hat jeder der das liest sofort seine eigenen Charaktere vor seinem inneren Auge.
Herrlich!
Und dann taucht man ein in die Beziehungswelt der beiden etwas verschrobenen Helden und Neu-Privatdetektive Mandel und Singer, die ehemalige Musikjournalisten waren. Und spätestens da wird man süchtig nach den Beiden und hofft auf eine Fortsetzung.
Vielen Dank an den Autor für so ein schönes Buch!
Auf dass noch viele weitere Romane kommen mögen!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen stilsicher und gelungen, 11. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mandels Büro: Roman (Taschenbuch)
Der Roman hat einen feinen Stil und mehr Esprit und Witz als die meisten anderen Bücher, die modern, jung und neu scheinen wollen. Ich wollte ihn bis zum Schluss lesen. Und habs auch getan. Beides zusammen passiert mir ehrlich gestanden selten. Zudem hat es wohl selten einen bayerischeren Berlin Roman gegeben. Bayerisches Wesen und Berliner Szene sind präzise getroffen, teils augenzwinkernd, teils verächtlich. Kaufen lohnt sich bedenkenlos. Verschenken zudem auch. Gutes Buch.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Rock'n'Roll-Krimiroman von Berni Mayer, 4. Januar 2012
Von 
Mario Karl "musikansich.de" (Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Mandels Büro: Roman (Taschenbuch)
Gerade eben waren Max Mandel und Sigi Singer noch gefragte Journalisten beim Rock'n'Roll Express und dann stehen sie von einem Tag auf den anderem auf der Straße. Der Schwund der Musikindustrie macht eben auch nicht vor deren Peripherie und ihren Printblättchen halt. Tja, was nun? Da trifft es sich gut, dass Mandel ein Detektivbüro von seinem verstorbenen Onkel Hans "vererbt" bekommt. Wie die Jungfrau zum Kinde geraten die beiden Herren auch in ihren ersten Fall. Veronika Malleck, bekannte deutsche Schauspielerin, möchte ihren Mann Leo Tillmann, seinerseits alternder Sänger einer Punkband und ruheloser Schwerenöter, beschatten lassen. Zumindest solange, bis man ihn in zwei Teilen nach einem Konzert auffindet. Was so harmlos begann, zieht die beiden Hauptdarsteller immer tiefer in einen Strudel aus Liebeseskapaden, Intrigen und seltsamen Zusammenhängen zwischen Plattenlabel, Rechtspopulisten, Liebschaften und der Band selbst.

Das ist die Grundlage für Berni Mayers Debütroman Mandels Büro (juhu, endlich mal wieder etwas ohne englischen Apostroph!). Der Mann war selbst in der Verbreitung von Plattenfirmenwerbung tätig und verdingte sich als Chefredakteur bei MTV und Viva Online. Auch produzierte er Markus Kavkas Webshow "Kavka vs. The Web" auf MySpace und arbeitete mit ihm am Roman "Rottenegg". Nun also ein ganz eigenes Buch: ein Kriminalroman. Zumindest vom Grundsatz her. Denn wenn man tiefer blickt, ist das Buch nebenbei auch eine ironische Abrechnung mit der Musikindustrie.

Dabei wimmelt Mandels Büro von teils etwas skurrilen, aber immer liebenswerten Figuren. Allen voran natürlich die beiden Herren Mandel und Singer. Letzterer (und seine Gedankenwelt) dient auch als Erzähler der Geschichte, die vielleicht etwas unspektakulär startet, aber einen sobald sie richtig in Fahrt kommt ziemlich mitreißt. Zumindest so sehr, dass man unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht. Dabei ist das Ganze nicht nur spannend, sondern oftmals auch noch saukomisch. Zumindest mehr als so mancher am Ende etwas spießig anmutender 'Lokalkrimi'.

Als Debütroman sind die 336 Seiten in Taschenbuchform also durchaus ein kurzweiliger und flott zu lesender Volltreffer, auch wenn einige Passagen noch etwas holprig wirken. Davon dürfte es gerne noch die eine oder andere Fortsetzung geben. Denn die gezeichneten Charaktere geben sicher noch einiges her.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein verrücktes Buch, das jegliche Einordnung in ein Genre verweigert, 17. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Mandels Büro: Roman (Taschenbuch)
Der Autor selbst ordnet die Geschichte folgendermaßen ein:
'Es ist die Geschichte einer Freundschaft. Die habe ich zu Anfang in eine Chandler-Blaupause gesteckt und im Laufe des Romans immer mehr zersägt. Sowohl die Blaupause, als auch die Freundschaft.'
Ich kann höchstens sagen, was es NICHT ist: es ist kein klassischer Kriminalroman, wie es auf dem Cover steht. Aber wer verwendet heute auch noch ernsthaft diese Formulierung?
Müsste ich dieses Buch mit einem Wort beschreiben, wäre es 'schräg'. Dieses Buch ist so anders als die, die man kennt, es hält sich an keine Regeln, und genau das ist es, was mir so unglaublich an diesem Buch gefallen hat. Es ist endlich mal wieder etwas Neues.Es fehlt nicht an Satire, Klischees und Wortspielen.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der es ohne Erwartungshaltung betrachtet und Lust auf etwas einfach mal ganz anderes und durchaus Verrücktes hat.
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Mandels Büro: Roman
Mandels Büro: Roman von Berni Mayer (Taschenbuch - 9. Januar 2012)
EUR 8,99
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