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Kundenrezensionen

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Zwei Frauen, eine tragische Liebe und ein dunkles Geheimnis

Nachdem mich Liz Balfour bereits in "Ich schreib dir sieben Jahre" nach Irland entführt hatte, musste ich "Emmas Geheimnis" unbedingt auch lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht!

Die knapp 370 Seiten haben mich von Anfang an mitgerissen, was eindeutig am packenden Schreibstil der Autorin liegt. Sie hat mir ein kleines bisschen Irland in den trüben deutschen Winter gebracht. Wer beim Lesen nicht die Küsten und das rauhe Meer vor seinem geistigen Auge sieht, der hat offensichtlich keine Fantasie.

Liz Balfour beschreibt eine junge Frau, die ihren Mann zu Grabe getragen hat. Leider ist es nicht der erste verhängnisvolle Todesfall in ihrem Leben, denn auch Mutter und Großmutter musste Kate Riley bereits verabschieden. Zu all der Tragik erwachen in Kate Fragen nach ihrer Herkunft und wie schon früher stößt sie dabei auf eine Wand des Schweigens.

Ablenkung bietet ihr dabei die Freundin aus Kindertragen, die Kate zufällig über den Weg läuft: Emma.

Emmas Geschichte offenbart sich mittels eines geschriebenen Briefes, der zwischen den Kapiteln für einige Rückblicke sorgt und letzten Endes in Kates Händen landet. Doch bis dahin bleibt für Kate einiges verborgen, was für Spekulationen beim Lesen und für viel Spannung sorgt.

Welches Geheimnis Emma hat ahnt man eventuell schon im zweiten Drittel des Buches, aber letzten Endes geht es nicht darum. Mir zumindest nicht. Ich fand das Buch trotzdem weiterhin fesseln und szenenweise sehr ergreifend. Es geht nämlich nicht nur um "Emmas Geheimnis", sondern um neue Chancen, Freundschaften und darum sich seiner Vergangenheit zu stellen. Das Leben wäre reichlich unspektakulär, wenn wir diese Möglichkeiten nicht ergreifen würden. Und manchmal muss man dafür einfach an frühere Träume anknüpfen.

Liz Balfour versprüht in "Emmas Geheimnis" so viel irischen Charme, dass ich am liebsten JETZT meine Koffer packen und mich wieder in Irland ans Meer setzen möchte.

Fazit: Hier stimmt einfach alles. Die Szenerie, die Figuren, der Schreibstil und sogar das Cover. Daher empfehle ich "Emmas Geheimnis" all denen, die dem trüben Winterwetter mit Hilfe einer fesselnden Geschichte entfliehen möchten.
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am 7. Februar 2013
vor einer langen zug- und busfahrt in deutschland habe ich mir dieses kindle-buch gekauft, obwohl mich die kostenlosen einlese-seiten nicht wirklich neugierig gemacht haben (das ist mein neues kauf-kriterium von [kindle-]büchern, welche ich als in irland wohnende nicht beim deutschen amazon kaufen darf). also für die ablenkungsreichen fahrten in öffentlichen verkehrsmitteln war das buch gerade richtig, dennoch war mir allzu schnell klar, was es mit dem "geheimnis" auf sich hat. und das "letzte" geheimnis" wurde obendrein nicht wirklich gelüftet. will nicht jede(r) leser(in) ein klein wenig länger an der nase herum geführt werden?
gut an dem buch ist die immer wieder geschilderte verwundete irische seele, wie sie derzeit unter der überall regierenden rezession stöhnt. die deutsche autorin versteht es, irland nicht nur als softig-grünes wolkenkuckucksheim, sondern sehr realistisch zu schildern. insofern ist diese geschichte eine gute reisevorbereitung, will man den irischen alltag in ländlichen gegenden verstehen lernen. das erste buch von liz balfour jedoch hat mich wesentlich mehr mitgerissen. ja, in beiden büchern pilchert es, doch ab und zu kann das angenehm entspannend sein. und da viele solche zdf-herzschmerz-streifen hier im südwesten irlands gedreht worden sind, kann man landschaft und story gut verbinden. zudem ist das hier eine gegend, die so reich an herzzerreißenden schicksalen ist, dass wir ganz oft reale "pilchereien" erleben, ohne auch nur ein buch anfassen zu müssen.
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am 11. August 2013
Kate Riley hat früh ihre Mutter verloren und lebt von da an in einem irischen Küstenort bei ihrer Großmutter.Ihr Vater ist unbekannt und auch alle Nachfragen innerhalb der Familie bringen sie nicht weiter.
Nach der Beerdigung ihrer Großmutter lernt sie Brain kennen. es wird ihre große Liebe. Die beiden heiraten und sind eigentlich glücklich, bis Brain bei einem Autounfall ums Leben kommt.
Kates Welt bricht zusammen.Alle wichtigen Menschen in ihrem Leben sind Tod.
Sie zieht sich zu Tante und Onkel zurück, hilft in deren Pub aus.Ganz langsam fasst sie wieder Fuß.
Sie lernt den Amerikaner Matt kennen und plötzlich kommt ihre Freundin aus Kindertagen Emma im Pub vorbei.
Die beiden bringen Kate, jeder auf seine Art dazu nicht nur an Brain und den Tod zu denken.
Matt ist auf der Suche nach Informationen über seinen Großvater und deshalb auf der Reise durch Europa auch in Irland gestrandet.

Emma ist heute spindeldürr im Gegensatz zu früher, hat ein kleines Mädchen, dass im Krankenhaus liegt und eine ziemlich beschwerlichen Lebensweg hinter sich. Kate nimmt sie ihrer an und versucht zu helfen.
Bis sie eines Tages Emmas Geheimnis erfährt... und nichts mehr ist wie es einmal war.
Ich musste dieses Buch einfach lesen, nach "Ich schreib dir sieben Jahre" blieb mir nichts anderes übrig.Liz Balfour hat einen mitnehmenden Schreibstil, mit einer Menge an Feinfühligkeit und Sensibilität .Hier geht es um Liebe, Tod, dass loslassen lernen, Eifersucht, Wut und wieder Leben zu lernen.Diese Mischung hat Liz Balfour so hervorragend in dies Buch gebracht, dass auch die ein oder andere Träne fallen durfte.

Nicht zu vergessen ist wieder diese tolle Beschreibung der irischen Landschaft , dass man wieder das Gefühl hat man ist dort und nicht hier.
Ich bin so begeistert und hoffe, dass es bald wieder ein Buch von Liz Balfour zu lesen gibt.
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am 30. Mai 2013
Die Grundidee der Geschichte gefiel mir gut, aber Emmas Geheimnis hatte ich leider bei der ersten Begegnung im Buch mit ihr für mich bereits gelüftet, so dass die Spannung raus war. Den Schreibstil der Autorin fand ich hölzern und klischeebeladen, Irland wurde mir auch nicht näher gebracht. Es ist eine anspruchslose Unterhaltung, allenfalls gut für eine Zugfahrt. Schade! Ich hatte mir mehr erwartet und wurde enttäuscht.
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TOP 500 REZENSENTam 19. Januar 2013
"Emmas Geheimnis" war für mich das erste Buch der irischen Schriftstellerin Liz Balfour. Ihr Debüt "Ich schreib dir sieben Jahre", habe ich nicht gelesen, werde es aber nachholen, weil mir der Schreibstil der Autorin gut gefällt.

In ihrem zweiten Buch schreibt die Autorin über zwei junge Frauen und ihre Lebenswege. Kate und Emma haben sich als Kinder angefreundet, weil sie beide Außenseiter waren.Die Freundschaft dauerte über Jahre an, bis sie durch Emmas Mutter getrennt wurde.Kate trifft Emma nach langer Zeit im Pup ihres Onkels in ihrem Heimatort wieder, in den sie sich nach dem Unfalltod ihres geliebten Mannes zurückgezogen hat.Emma hat mittlerweile ein wenige Wochen altes Kind und sucht den Kontakt zu Kate. Die lange zurückliegende Freundschaft scheint sich langsam wieder zu entwickeln.Kann sie wieder zu dem werden, die sie einmal war, trotz der unterschiedlichen Lebenswege die beide gegangen sind und trotz Emmas Geheimnis?

Liz Balfour beginnt die Geschichte mit Kate.Sie erzählt kurz von ihrer nicht immer einfachen Kindheit als uneheliche und zudem prostestantische Tochter im katholischen Irland. Wie sie ihren Mann kennen und lieben gelernt hat und sich nach seinem plötzlichen Tod in sich selbst zurückzieht und in ihren Heimatort an der irischen Küste zurückkehrt.Auch ihre langsame Rückkehr ins Leben wird sehr schön beschrieben. In abwechselnden Kapiteln, die einmal die Gegenwart wiedergeben und Kapiteln, die in Kusivschrift geschrieben sind und in denen Emma ihre Geschichte in Briefform an Kate richtet, lassen den Leser teilhaben an den verschiedenen Lebenswegen der beiden Frauen, die sich nach so langer Zeit wiedertreffen.
Zu Anfang dachte ich:"Ja ganz nett, aber nicht außergewöhnlich", doch je weiter ich der Geschichte folgte, je mehr zog sie mich in ihren Bann.Die Geschichten der beiden Frauen, vor allem Emmas Geschichte, fand ich mehr als interessant und als dann Emmas Geheimnis langsam gelüftet wurde, konnte ich das Buch nicht mehr weglegen, bevor ich wusste , wie es ausging.

Liz Balfour hat mit "Emmas Geheimnis" eine sehr spannende und wunderschöne Geschichte über Freundschaft, Vergebung und das Finden des eigenen Lebensweges geschrieben, die ich allen Lesern nur empfehlen kann.
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am 14. Juli 2014
Wie hier schon oft gesagt wurde, erkennt man Emmas Geheimnis ohne weiteres nach den ersten 20 Seiten.
Somit ist also die Spannung sowieso schon weg.
Der Roman könnte überall spielen, die Figuren bleiben flach und waren mir irgendwie "egal". Ich habe weder mit der einen noch mit der anderen Dame mitfühlen können.

Und es ist erstaunlich, wie viel Geld man für so wenig Geschichte verlangen kann. Das Niveau ist nicht anders als bei dem was der CORA-Verlag so liefert... okay, das Buch ist etwa 3x so lang, wie der durchschnittliche Julia-Roman, aber mehr Inhalt hat er nicht.
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am 15. August 2014
Ich hab mir dieses Buch bestellt, weil ich so tolle Rezensionen darüber gelesen habe. Ich dachte mir: Freundinnen, ein Ehemann tot, und ein dunkles Geheimnis das wird sicher spanend.
Ich sollte mich nicht irren!
Irland wird wunderschön beschrieben, tolle Orte und man fühlt als ob man grade mit der Handlung an diesen Orten ist.
Kate(Hauptcharakter), hat ihren Mann verloren, mit dem sie lange verheiratet war. Die Entwicklung von Kate ist wunderbar mitzuverfolgen. Die Phasen der Trauer, einfach fantastisch geschrieben. Wie Sie sich neu verliebt, ihre immer nach hinten gesteckten Wünsche nun doch verwirklicht, war mir so eine Freude.
Emma ist ihre Kindheitsfreundin, und sie hat ein dunkles Geheimnis. (Spannend???!!?) Obwohl ich nach den meisten Rezensionen schon ahnen konnte WAS das dunkle Geheimnis ist, wollte ich trotzdem es weiterlesen. Ich war in der Handlung und ich wollte Kates Reaktion unbedingt mitfühlen.
Es war eine tolle Wendung in dem Gefühl, welches die Autorin vor dem Geheimnis vermittelt hatte.
Sehr schön geschrieben, wunderbare Gefühle welche man alle mitfühlen konnte.

Empfehle ich jedem weiter!!

Das Buch Ich schreib dir sieben Jahre (auch von der Autorin Liz Balfour) habe ich nun auch gekauft und bin gespannt wie die Autorin mich mit ihrem Schreibstil wieder verzaubern wird!
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am 30. Juni 2014
Die Story ist sehr schnell durchschaubar, die Sprache des Romans vom keinem großen literarischen Anspruch, so dass ich das Buch locker an einem Sonntagnachmittag durchgelesen habe. Wer solche Geschichten mag, die das Leben garantiert NICHT schreibt, vergleichbar mit Büchern und Filmen a la Inga Lindström, für den ist "Emmas Geheimnis" sicher ein gutes Buch. Ich habe es nur zuende gelesen, weil ich es nun einmal angefangen hatte.......:-(
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INHALT:
Auch wenn es in ihrer Ehe gekriselt hat, vermisst Kate Riley ihren Mann Brian, der vor einem halben Jahr bei einem Autounfall gestorben ist. Seitdem will Kate nicht mehr in ihr altes Leben zurück und verkriecht sich in Kinsale. Dort hilft sie im Pub ihres Onkels und kommt langsam zur Ruhe, bis sie eines Tages auf ihre ehemals beste Freundin Emma trifft. Die beiden Frauen lassen die alten Zeiten wieder aufleben, doch Emma scheint etwas vor Kate zu verheimlichen...

MEINE KURZMEINUNG:
Kauf-/Lesegrund: Der Klappentext und der Handlungsort Irland sind schuld daran. ;-)

Reihe: Nein, Einzelbuch

Handlungsschauplatz: Vorwiegend die irischen Städte Kinsale und Cork, durch die wundervollen Beschreibungen verliebt man sich in die Schauplätze

Hauptpersonen: Kate und Emma sind 37 und waren in ihrer Kindheit beste Freundinnen, bis sie sich aus den Augen verloren. Kate hat ihren Mann Brian, für den sie ihre Träume aufgegeben hat, verloren und ist dadurch in ein tiefes Loch gefallen. Emma hat ein bewegtes Leben hinter sich und lebt nun mit ihrer ein paar Wochen alten Tochter wieder in Kinsale. Die beiden Frauen sind starke Persönlichkeiten mit vielen Ecken & Kanten, denen es etwas an Tiefe fehlt und deren Handlungen & Taten ich allerdings nicht immer nachvollziehen konnte.

Nebenfiguren: Interessante Figuren wie Kates Cousine Sophie, deren Eltern, der musizierende Amerikaner Matt und Emmas Baby fügen sich gut in die Handlung ein.

Romanidee: Ansprechende Grundidee rund um zwei verschiedene Frauen und ein dunkles Geheimnis, das alles zerstören könnte.

Erzählperspektiven: Ich-Erzählerin Kate schildert die ereignisreichen Geschehnisse aus ihrer Sicht, während Emma in Briefen an Kate über ihr Leben erzählt. Für Abwechslung sorgen die beiden Erzählperspektiven und miteinander verwebenden Handlungssträngen.

Handlung: Schöne Geschichte über Vergangenheitsbewältigung, Familie & Freundschaft mit dramatischem Handlungsverlauf und einer gewissen Vorhersehbarkeit. Natürlich möchte man Emmas Geheimnis ergründen, doch für meinen Geschmack war alles zu theatralisch bzw. etwas unrealistisch gestaltet.

Schreibstil: flüssig & emotionsgeladen

FAZIT:
"Emmas Geheimnis" hat mich trotz kleiner Mankos wunderbar unterhalten. Das liegt vor allem an dem ausgefeilten Plot, den interessanten Charakteren, der packenden Schreibweise und den lebendigen Orts- und Schauplatzbeschreibungen, die mich direkt nach Irland versetzt haben. Deshalb vergebe ich für "Emmas Geheimnis" bescheidene 4 STERNE.
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Kann man mühelos an eine Schulfreundschaft nach Jahren der Trennung einfach wieder anknüpfen, so innig sie auch damals gewesen sei? Kate stellt sich die Frage, als sie unerwartet ihre alte Freundin Emma wieder trifft. Einst verband sie eine innige Freundschaft, aber die jetzige Emma ist ihr doch ziemlich fremd geworden. Ihre Leben hätten auch unterschiedlicher nicht verlaufen können, während Kate früh geheiratet hatte, war Emma unstet durch die Welt gereist, hatte sich in unpassende Männer verliebt und einige Jahre im Ausland verbracht, wo sie als Krankenschwester in Elendsvierteln unterwegs war. Nun ist sie wieder in Kinsale, einem kleinen Ort an Irlands Küste, in der Nähe von Dublin. Ihre kleine Tochter liegt schwerkrank in einem Krankenhaus, sie braucht dringend einen Knochenmarkspender. Auch Kate hat ihr eigenes trauriges Leid zu tragen, ihr Ehemann ist gerade bei einem Autounfall gestorben. Sie ist gerade zu Besuch bei ihren Verwandten, dem Bruder ihrer Mutter und seiner Frau, die an der Küste ein kleines Pub betreiben. Deren Tochter Sophie ist ihre engste Freundin, und als dann noch der Amerikaner Matt auftaucht findet Kate langsam wieder ins Leben zurück.

Abwechselnd und mit vielen Rückblicken erzählt Liz Balfour Emmas und Kates Geschichte, wobei die kursive Schrift bei Emmas Rückblenden nicht gut lesbar ist, dafür ist der Schriftgrad einfach zu klein. Emmas Rückblenden sind chronologisch in Tagebuchform gepackt, sie erzählt ab dem Zeitpunkt, wo sich ihre Wege getrennt haben. Unterschwellig gibt sie Kate ständig die Schuld daran, dass ihr Leben nicht so verlaufen ist, wie sie es sich vorgestellt hat. Durch die Trennung hat sie ihren Halt verloren, den Kate ihr immer gegeben hat und so driftet sie erst einmal ziellos in ein Leben ab, welches nicht viele Höhepunkte bietet. Kate hingegen wird von ihrer Großmutter aufgezogen, bei ihrer Beerdigung lernt sie Brian, ihren zukünftigen Mann kennen. Sie beide führen eine glückliche und sorglose Ehe, die sich erst durch unglückliche Umstände ändert. Der absolute Tiefpunkt ist dann der Unfalltod Brians, der Kate völlig aus der Bahn wirft. In ihren Rückblenden erfährt man, wie das Leben mit ihrer depressiven Mutter war, einen Vater gab es nie. Der ist ein gut gehütetes Geheimnis und Kate versucht später alles, ihn zu finden. Diese Suche wird dann fast zur Besessenheit, wobei sie in ihrer Familie dabei einiges aufs Spiel setzt.

Liz Balfour packt eine Menge Probleme in ihre Geschichte, es sind schon einige zuviel - und das Ende ist völlig überdimensioniert. Allerdings wird man schon von Anfang an direkt in die Geschichte hineingezogen, der Stil ist fesselnd, und durch die vielen Begebenheiten wird es auch nie langweilig. Ihre Charaktere sind ihr manchmal nicht ganz so gut gelungen, Kate ist oft zickig und glaubt lieber anderen, bevor sie das eigentliche Problem mit der betreffenden Person selber klärt. Viel lieber läuft sie erst einmal davon und lässt Ratlosigkeit zurück. Emma dagegen handelt oft sehr egoistisch und rücksichtslos, sie braucht lange, um in ihrem Leben anzukommen und zu zeigen, dass sie nicht nur ein egoistisches Miststück ist. Die Familiengeheimnisse sind gut verborgen - aber von allen einen Tick zuviel. Ein Tick zu viele Zufälle, ein Tick zu viel Dramatik und die Autorin vermag es bis zum Schluss, immer noch einen Tick draufzusetzen. Das macht das Buch leider am Ende ein bisschen unglaubwürdig, hier wäre weniger wesentlich mehr gewesen.

Fazit

Spannend, fesselnd - aber dann doch zu überfrachtet. Liz Balfour spricht in Emmas Geheimnis viele Probleme an, doch im Laufe der Geschichte übertreibt sie es mit den Zufällen und der Dramatik. Daher geht die eigentlich schöne Geschichte etwas unter. Doch es bleibt eine Autorin, deren Namen man sich merken kann.
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