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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eigenständiges Meisterwerk
Zuerst möchte ich diejenigen beruhigen, die der Falschmeldung aufgesessen sind, bei 'Anansi Boys' handle es sich um eine Fortsetzung von 'Amercian Gods'. Bei beiden geht es zwar um alte Götter - doch stehen diese in keinem Kausalzusammenhang miteinander. Ich würde auf einer anderen, tieferen Ebene sogar eher die Rahmenhandlung von 'Anansi Boys' VOR...
Veröffentlicht am 17. November 2007 von Ralph Berger

versus
3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Netter, amüsanter Roman, aber kein Gaiman in Bestform
Mir ist klar, dass ich das Buch im Vergleich zu eine anderen Romanen Gaimans einschätze. Als unabhängiges Buch hätte "Anansi Boys" vielleicht einen Stern mehr bekommen. 5 Sterne könnte ich aber nicht vergeben.

Denn "Anansi Boys" ist so eines dieser "okay"-Bücher. Neil Gaiman hat einen sehr speziellen Schreibstil, der immer eine Menge...
Veröffentlicht am 28. April 2011 von Dodo


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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eigenständiges Meisterwerk, 17. November 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Anansi Boys: Roman (Taschenbuch)
Zuerst möchte ich diejenigen beruhigen, die der Falschmeldung aufgesessen sind, bei 'Anansi Boys' handle es sich um eine Fortsetzung von 'Amercian Gods'. Bei beiden geht es zwar um alte Götter - doch stehen diese in keinem Kausalzusammenhang miteinander. Ich würde auf einer anderen, tieferen Ebene sogar eher die Rahmenhandlung von 'Anansi Boys' VOR 'American Gods' ansiedeln.

Beginnen wir bei der Einordnung '- was ist 'Anasnai Boys'? Roman, Horror, Satire, Thriller, Fantasy? Ich weiß es nicht, die Spinnengötter decken zu viele Bereiche habe '- wobei wir auch schon beim Thema sind: Ein relativ normaler, eher wenig selbstbewusster Zeitgenosse fristet einen öden Bürojob und bedient sich des 'Ausgleichs' zu Liebe in der Freizeit einer spießigen und anspruchsvollen Freundin mit einer geradezu tyrannischen Mutter. Heiraten wollen sie - nichtsdestotrotz auch deswegen, weil seine keusche Frau bis zum formellen Akt warten will.

Nicht gerade also die besten Voraussetzungen als der Vater des Hauptprotagonisten stirbt und unliebsame Kindheitserinnerungen wieder nach oben gespült werden. Und nun kommt ziemlich schnell Fahrt in die Geschichte: Der Vater ein Spinnengott '- Schlag eins! Und er hat einen Bruder, der scheinbar die besondere Fähigkeit die Realität zu manipulieren geerbt hat - Schlag zwei! Natürlich ist dieser Bruder die genaue Kehrseite von ihm selbst: dynamisch, progressiv und arrogant. So dauert es nicht lang bis sich dieser an seine Verlobte heran macht und ihn auch zunehmens beruflich aus seinem eigenen Leben verdrängt '- Schlag drei! Spontan erinnerte mich dieser Bruder etwas an die nordgermanische Götterfigur des Lokis: Schön anzuschauen und oberflächlich auch hilfsbereit, doch stets durchtrieben, ambivalent und unberechenbar. Er schafft sich sein eigenes Universum - Loki wie die Anansi Sippschaft.

Klingt bisher nicht so spektakulär? Mitnichten. Der Autor schafft es eine Atmosphäre heraufzubeschwören die nur schwer zu beschreiben ist: Ein C.G. Jung würde uns hierbei vielleicht gute Dienst leisten '- denn es geht zum Archetyp der Träume - der kollektiven Urerinnerungen. Anasi, der Spinnengott war einer dieser Urerzähler von Geschichten, Mythen und Träume. Wer weit genau in die archaische Religion zurück reist wird sehr schnell feststellen, dass die ersten Götterarchetypen stets mit Tieren - seien es nun Löwen, Tiger, Affen -' oder eben Spinnen visualisiert bzw. charakterisiert wurden. Dieser mystische Schleier lässt den Leser zwar nie zu tief sinken '- doch man nimmt ihn war. Er hebt das Niveau auf eine subtilere Ebene '- fast schon etwas ins Schamanische.

Diese mystisch angehauchte Seite wird flankiert von zwei Elementen welche die 'Geschichte um den alten Geschichtenerzähler' deutlich empor heben aus der Flut von ähnlich gelagertem: Der trefflichte und stilsichere Humor sowie die gelungenen Charaktere. Man kann es an einigen Stellen die von Situationskomik nur so bersten gar nicht verhindern, dass dezentes Schmunzeln in schallendes Gelächter umschlägt. Die Charaktere - und seien es nur Nebendarsteller sind präzise und plastisch gezeichnet, ein Film könnte sie nicht besser wiedergeben '- vor allem da er schlüssig aufgelöst wird und die einzelnen Erzählfäden zu einem großen Netz zu bündeln weiß.

Erzählt wird das Ganze auf zwei Ebenen: Der 'realen' Welt und die der 'Traumwelt' der alten Tiergötter. Welche Welt nun tatsächlich realer ist, überlasse ich der Beurteilung des Lesers...

Fazit: Meine Beschreibung diente mehr der Darstellung des Zaubers, der Atmosphäre '- und weniger dem Inhalt (hierzu sind andere Rezensionen hilfreicher). Ich gebe selten eine absolute, kritikfreie Kaufempfehlung ab '- aber: Man hätte diese Geschichte nicht besser erzählen können. Kaufen!
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fantasiereich, humorvoll, sympathische Charaktere - ein Fest besonders für Fantasyfreunde., 10. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Anansi Boys: Roman (Taschenbuch)
Wie alle Romane von Neil Gaiman zeichnet sich auch sein neuestes Werk durch einen ausgesprochen eigenwilligen Humor aus. Schon nach den ersten Seiten ist man von seinem unverkennbaren Stil gefesselt. Zu Recht wurde das Buch als bester Fantasy-Roman des Jahres bei den British Fantasy Awards 2006 ausgezeichnet und ist ein New York Times Nr. 1 Bestseller. Gaiman selbst bezeichnet "Anansi Boys" als "Horror-Thriller-Geister-Romantik-Comedy-Familien-Epos" und damit hat er sehr genau alle Fassetten der Geschichte eingefangen. Die fantastischen Erscheinungsbilder der Götter und ihrer Werke hat er extrem plastisch dargestellt und der Humor in den Dialogen lässt den Leser immer wieder laut auflachen. Außerdem verbirgt sich in dem Roman auch noch eine äußerst verzwickte Kriminalgeschichte. Bis zur letzten Seite bleibt es spannend.

Die Charaktere sind detailreich ausgearbeitet, doch Fat Charlie wächst einem im Laufe der Handlung einfach am meisten ans Herz. Von einem etwas trotteligen, durchschnittlichen Büroangestellten entwickelt er sich immer weiter zu einem wahren Gottessohn. Doch hinter einer humorvollen Fassade verstecken sich auch ernst gemeinte Anspielungen auf unsere Gesellschaft und auf zwischenmenschliche Beziehungen, wie sie jeder kennt. Oft sind sie übersteigert dargestellt, enthalten aber trotzdem einige Wahrheiten, über die man zwangsläufig nachdenkt. "Anansi Boys" ist ein sehr vielseitiger Roman, der aber besonders den Fantasyliebhabern zusagen wird.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen göttlich witzig, 18. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Anansi Boys: Roman (Taschenbuch)
Fat Charlie Nancy lebt in London, arbeitet als Buchhalter, ist nicht besonders beliebt, nicht besonders gutaussehend, nicht besonders witzig, nicht besonders leidenschaftlich, insgesamt nichts Besonderes eben.
Als sein Vater stirbt fliegt Fat Charlie zurück in die Staaten, um den Nachlass zu regeln, und erfährt von einigen alten Damen aus der Nachbarschaft, dass sein Vater, im Gegensatz zu ihm, ziemlich besonders war, denn sein Vater war der Spinnengott Anansi, ein lügnerischer Geschichtenerzähler, ein charmanter Verführer, ein aufschneiderischer Gott wie er im Buche steht. So ganz nebenbei kommt auch ans Licht, dass Fat Charlie offenbar einen Bruder hat, an den er sich nicht mehr erinnert.
Zurück in London nimmt er Kontakt mit dem Bruder auf und wünscht sich schon bald, es nicht getan zu haben. Spider ist das krasse Gegenteil zu Fat Charlie. Gutaussehend, witzig, überheblich, selbstverliebt, und er hat die göttlichen Attribute ihres gemeinsamen Vaters geerbt. Er stellt Fat Charlies eingefahrenes Leben völlig auf den Kopf, und verdreht seiner Verlobten den ihren. Fat Charlie setzt nun alles daran, den Bruder wieder los zu werden, was sich als schwieriger erweist, als gedacht.

Neil Gaiman erzählt mit Anansi Boys eine Brüdergeschichte, eine Göttergeschichte, eine Geschichte über Träume, Mythen und Märchen, voller schräger Wendungen und ungeheuerlichen Begebenheiten, aber auch eine Geschichte über Familienbande, Freundschaft und Liebe, und darüber, dass das was im Leben wirklich wichtig ist, manchmal ganz tief in unglaublichen Geschichten zu finden ist, und das tut er so leicht und witzig, dass man wirklich alles mit macht und es nicht erwarten kann, die nächste Abzweigung zu nehmen.

Die Figuren sind so göttlich witzig und dabei so menschlich, dass man sie einfach lieben muss. Den naiven Charlie, genauso wie seinen großkotzigen Bruder Spider, Anansi selbst, und nicht zu vergessen, die wunderbar schrulligen alten Nachbarinnen.

Tja, was soll ich sagen? Ich liebe diesen Roman, ich liebe es wie Gaiman erzählt, die Story, die Figuren, die Wendungen. Unbedingt kaufen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anansi Boys - Brüder wie sie ungleicher nicht sein könnten... oder doch nicht?!, 19. Juli 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Anansi Boys: Roman (Taschenbuch)
Hätte jemand Charlie Nancy gefragt, was ihn einzigartig macht, so wäre ihm wohl kaum etwas dazu eingefallen. Er führt ein überaus durchschnittliches Leben, geht einem mittelmäßigen Job nach und kommt auch sonst ohne große Höhen und Tiefen durchs Leben. Das alles ändert sich schlagartig, als die Hochzeitspläne mit Rosie konkrete Gestalt annehmen und sie ihn drängt, den Kontakt zu seiner Familie wieder aufzunehmen. Seine Familie - das ist sein Vater. Das Verhältnis zwischen Charlie und seinem Dad lässt sich bestenfalls als problematisch beschreiben. Zu oft hat ihn sein Vater ins Messer der Lächerlichkeit laufen lassen und auch den an ihm klebenden Spitznamen "Fat Charlie" hat er seinem Vater zu verdanken. Zähneknirschend setzt sich Charlie mit einer ehemaligen Nachbarin in Florida in Verbindung, nur um zu erfahren, dass sein alter Herr auf höchst delikate Weise verschieden ist. Natürlich macht sich Fat Charlie sofort auf den Weg, um Abschied zu nehmen. Im Kreise der alten Damen aus der Nachbarschaft wird ihm Erstaunliches offenbart. Sein Vater ist oder viel mehr war der afrikanische Spinnengott Anansi, der Herr über die Geschichten und Lieder der Welt. Und außerdem hat Fat Charlie einen Bruder, von dem er bislang nichts wusste. Zurück in London nimmt er zu eben jenem Kontakt auf und Spider erscheint zu Charlies Erstaunen. Voller Eloquenz, Nonchalance und als geborener Gewinner führt er Fat Charlie vor Augen, was er selbst alles nicht ist. Und außerdem ist Spider auch noch mit den ererbten Eigenschaften ihres Vaters ausgestattet, die es ihm erlauben, ein angenehmes und sorgenfreies Leben zu führen. Doch das genügt dem gewissenlosen Spider nicht - er beginnt, sich Fat Charlies Leben unter den Nagel zu reißen. Und der steht plötzlich ohne Verlobte, ohne Job und im Visier der Polizei da. Da bleibt nur eins - wie wird man Spider wieder los?
Eine der alten Damen in Florida hat eben dies vor Jahren geschafft und an sie wendet sich Charlie in seiner Not. Einer Seance-Voodoo-Sitzung reist Charlie zum Beginn der Erde und trifft die verschiedensten Tiergottheiten, bei denen er Hilfe gegen seinen niederträchtigen Bruder sucht. Er schließt einen verhängnisvollen Pakt, der nicht nur Spider den Kopf kosten könnte. Während die Ereignisse sich überschlagen, Anansi vielleicht doch nicht ganz so tot ist, Entführungen geschehen und man das Gefühl bekommt, in Hitchcocks "Die Vögel" versetzt zu werden, wird eines immer deutlicher: letzten Endes bleibt den Anansi Boys nichts anderes übrig, als zusammen zu arbeiten, denn manchmal sind zwei gänzlich unterschiedliche Puzzleteile doch nur Aspekte einer Sache...

Mit "Anansi Boys" ist Neil Gaiman ein großes Stück Unterhaltungsliteratur gelungen, dass den Leser nur so mitreißt. Auf fast 450 Seiten steuert der Leser gemeinsam mit Fat Charlie dessen existenziellen Krisen entgegen, durchlebt mit ihm seine Ängste und stolpert durch Situationen - eine absurder als die nächste. Als absoluter Gaiman Fan war ich schon im Vorfeld davon überzeugt, dass dieses Buch mich nicht enttäuschen wird. Der Schreibstil ist frisch und sorgt häufig für ein Schmunzeln, wenn nicht sogar lautes Auflachen. Den Lesern die bereits Bekanntschaft mit dem Autor gemacht haben und ihn schätzen, kann ich "Anansi Boys" sowieso empfehlen. Aber auch all diejenigen die bislang nichts von Gaiman kennen - traut euch heran. Es erwartet euch ein Mix aus Fantasie und Realität mit einem Schuss Lebensweisheit und Erwachsen werden, ohne belehrend zu sein. Fat Charlie wird im Fortgang der Geschichte zu dem Mann, der er immer sein wollte und schafft es, sich von seinem eigenen negativen Selbstbild zu lösen. Und ich für meinen Teil habe ihn auf diesem Weg nicht zum letzten Mal begleitet.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von Halbgöttern, kleinen Liedern und zwei Brüdern..., 23. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Anansi Boys: Roman (Taschenbuch)
...handelt Neil Gaimans Geschichte -Anansi Boys-. Wieder einmal hat Gaiman es mit diesem Stoff geschafft, seine eigene Fantasywelt mit einer eigentlich banalen, aber unheimlich interessanten Story zum Leben zu erwecken. Dabei ist es nicht immer der Inhalt der Geschichte, die -Anansi Boys- so interessant macht, sondern vor allem die Art und Weise, wie Gaiman schreibt. Ich weiß, manch einer kann es nicht mehr hören, aber da ist schon eine kleine Schreibverwandschaft zu Stephen King und Peter Straub erkennbar. Wen wundert es da, dass ausgerechnet diese beiden Autoren ihre Kurzmeinung zu Gaimans Roman auf dem Klappentext verewigt haben.

Fat Charlie Nancy ist eigentlich gar nicht fett, aber sein Vater hat ihm nun einmal diesen Spitznamen gegeben. Das sorgte schon früh dafür, dass Charlie von seinem alten Herrn nichts wissen wollte. Mittlerweile jobt er in England in einem Büro, pflegt eine Beziehung zu Rosie, und will bald heiraten. Da Rosie zur Hochzeit auch Charlies Vater sehen will, bleibt Charlie nichts anderes übrig, als ihn anzurufen. Vater Nancy weilt in Amerika, besser gesagt, weilte. Denn Charlies Anruf ergibt, dass sein Vater gerade verstorben ist. Also fliegt Charlie in die Staaten, bringt den Vater unter die Erde und erfährt nebenbei, dass sein Erzeuger ein Gott war. Aber damit nicht genug. Charlie soll auch einen Bruder haben; Spider! Wenn er ihn kennen lernen will, muss er nur einer Spinne Bescheid geben. Okay, sie wissen was jetzt kommt. Zunächst die Spinne, dann der Bruder und anschließend eines der größten Abenteuer aller Zeiten. Viel mehr will ich ihnen jetzt aber nicht verraten.

Neil Gaiman hat den Dreh raus, wie er den Leser am Buch hält. -Anansi Boys- ist witzig, clever, spannend und hervorragend geschrieben. Die Story schreitet stets voran, lässt uns mit Fat Charlie Nancy lachen und weinen, egal ob wir das wollen oder nicht. Dabei kommt es nicht drauf an wie krude, irreral und unmöglich manche Szenen sind, wir schlucken jeden Satz dieser gewagten Achterbahnstory.

Nach -American Gods- ist -Anansi Boys- eine Art logische Fortsetzung. Aber auch wer -American Gods- nicht gelesen hat, kommt mit -Anansi Boys- problemlos klar. Der Roman ist komplett eigenständig und bedarf keiner großen Erklärungen.

Steigen sie also mit ein in die Welt des Neil Gaiman. Da, wo alle Geschichten von Anansi erzählt werden. Auch wenn es vorher Tiger-Geschichten waren. Aber das zählt nicht mehr, seit Anansi Tiger die Stories abgeluchst hat. Da kommt es nämlich nicht darauf an, wie stark, sondern wie schlau man ist. Viel Spaß beim Lesen.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gaiman wieder zurück in Hochform, 15. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Anansi Boys: Roman (Taschenbuch)
STORY: ****- (4 von 5 Sternen)
An sich die klassiche Story vom guten und vom bösen Bruder. Entwickelt sich dann aber als Story sehr flott und mit Tiefgang - trotz einiger Ausflüge in schwere afrikanische Mythenkost.

STIL: ***** (5 von 5 Sternen)
Götter haben's auch nicht leicht. Das Thema kennen wir schon aus American Gods. Aber diesmal ist der Stil nicht düster oder kompliziert, sondern spannend und spritzig. Gaiman in Bestform!

URTEILSBEGRÜNDUNG:
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Neil Gaiman hat sich vom einstigen Starzeichner der Gothic-Comic-Szene mittlerweile zu einem beachtlichen und vielbeachteten Romanautor gemausert. Dabei schwankt er zwischen brilliantem Witz (wie in 'Good Omens' mit Co-Autor Terry Prattchet) und mystischem Soft-Horror (wie in 'Coraline').

In Anansi Boys greift er wieder den Mythos der alten Götter auf, die nur noch ein mitleiderregendes Schattendasein führen, da sie von den Menschen vergessen wurden. Anansi ist dabei so eine Art 'Spinnengott' aus dem alten, dunklen Afrika. Außerdem ist er ein ziemlicher Witzbold, der füher den anderen Göttern gerne mal kräftig eins ausgewischt hat.

Jetzt aber ist Anansi erst mal von uns gegangen und hat einen Sohn hinterlassen, der nichts von seiner göttlichen Herkunft ahnt. Soviel ist allerdings klar: Sein Vater war ein höchst seltsamer Zeitgenosse, und seine Späße waren für den heranwachsenen Zögling oftmals alles andere als lustig.

Mit der Beerdigung des Vaters scheint dieses zwiespältige Kapitel im Leben des jungen Protagonisten erst einmal abgeschlossen. Aber dann kommt alles anders - und zwar in Form eines bis dato unbekannten Zwillingsbruders. Der wiederum weiß sehr genau um seine göttliche Abstammung und hat einige Tricks auf Lager, die das Leben seines Zwillings völlig auf den Kopf stellen.

Doch die alten Götter haben nicht vergessen, dass Anansi ihnen einst übel mitspielte und schon bald müssen die Brüder ihre Unterschiede und ihre Abneigung überwinden, wenn sie überleben wollen.

Neil Gaiman schafft es, den Leser sehr schnell in den Bann der Geschichte zu ziehen und das auf erzählerisch hohem Niveau. Vom Stil her fühlt man sich eher an das atmosphärisch dichte 'Neverland' erinnert, als an das letzte Werk 'American Gods'. Und das ist auch gut so. Die Anansi Boys kann man uneingeschränkt zum Lesegenuß empfehlen. Ein einfühlsames Buch über den Findungsprozeß eines jungen Mannes, in dem der Spaß nicht zu kurz kommt - vor allem der Lesespaß!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zum Glück wieder da!, 7. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Anansi Boys: Roman (Taschenbuch)
Von uns nur so viel:
Als wir gemeinsam die erste Seite der "Morgen-nach-der-Trauerfeier-Geschichte" gelesen haben, sind wir fast aus dem Bett gefallen vor Lachen!!
Grandios!!!
Thanks so much, Neil!!
Oh, und noch ein kleiner Tip: Die Hauptpersonen sind dunkelhäutig! Von Anfang an das richtige Bild im Kopf machen, sonst kriegt man den jungen, dicklichen Weißen kaum mehr raus!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen mein Vater ist leider ein Spinnen-Gott, 22. Oktober 2009
Von 
M. Wolf (Stechlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Anansi Boys: Roman (Taschenbuch)
Angeblich der Nachfolgeroman von "American gods", was aber nicht stimmt, es ist ein völlig eigenständiger Roman.
Neil Gaiman schreibt diesmal ohne jegliche Gewaltverherrlichung, vorsichtig und fast lyrisch. Der Autor ist wie ein Chamäleon, dem einfach alle Schreibstile gelingen.
Anansi Boys ist leicht und witzig.

Hauptfigur ist Fat Charlie, der bedauernswerte menschliche Sohn des Spinnengotts Anansi.
Anansis Hauptbeschäftigung bestand eigentlich immer nur in der Veräppelung anderer, am meisten hat sein eigener Sohn unter ihm zu leiden und wird schon als Kind vom Vater in die peinlichsten Situationen gebracht.
So wird aus Charlie ein schüchterner, dicklicher, mit Minderwertigkeitskomplexen beladener junger Mann, der einfach nur froh ist, als er hört, dass sein Vater gestorben ist.
Bei der Beerdigung (natürlich hat er seine Ansprache zu nächst am falschen Grab gehalten) erfährt er von vier höchst merkwürdigen alten Ladys, dass er einen Bruder hat.
Er verabredet sich mit dem Bruder Spider und muss feststellen, dass Spider alle göttlichen Eigenschaften des Vaters geerbt hat. Er ist charmant, magiebegabt, attraktiv, immer gut gelaunt und entsetzlich oberflächlich.
Spider nimmt Charlie die Verlobte weg, zerstört dessen Kariere, verprellt alle Freunde und liebt trotzdem seinen Bruder innig.
Natürlich will Charlie Spider wieder loswerden, doch einem jungen Gott kommt man nicht so schnell bei.

Einen guten Gaiman zeichnet aus, dass alle Figuren vielschichtig sind und für Überraschungen offen. In schlechten Romanen verwandeln sich Gute in Böse und die Autoren sind noch stolz auf diese Entwicklungen.
Gaiman reicht es, Aspekte zu verstärken, die in jedem von uns stecken.
Man sollte also nie zu weit voraus spekulieren, wie das Buch weitergeht!

Wie immer schafft es Gaiman, den Leser völlig in seine Welt versinken zu lassen, schlägt man das Buch zu, braucht man einige Sekunden, bis man wieder weiß, in welchem Bett man liegt.
Kann auch gefährlich werden.
Man sollte Gaiman nicht im Zug lesen!
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5.0 von 5 Sternen amazingly funny!, 6. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Anansi Boys: Roman (Taschenbuch)
I love Gaiman, and I loved this book. It's the funniest ever story about two very different brothers, the one having inherited their father's magical powers, the other a normal guy, and the "normal" brother's quest to manage a life that changed drastically when he first found out who his father was, when he died, and that he has a brother, who is invading and destroying his life, taking everything form him using his special powers.
It's the funny and magical story but also Gaiman's very special sense of humour, dark and caring at the same time, that really makes this book work for me.
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4.0 von 5 Sternen Ziemlich gut ..., 20. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Anansi Boys: Roman (Taschenbuch)
Ziemlich gut ist auch dieses Buch von Neil Gaiman wieder gewoerden.
Zwar kommt es, was die Spannung angeht, nicht an "American Gods"
heran, aber es macht trotzdem Riesenlaune es zu lesen.
Sehr empfehlenswert.
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Anansi Boys: Roman
Anansi Boys: Roman von Neil Gaiman (Taschenbuch - 8. März 2011)
EUR 9,99
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