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29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Mai 2004
....alle klassischen bekannten Handlungen, die wir alle schon kennen und die ein Haus zu einem wirklichen Geisterhaus machen: menschliche Schatten, die in der Ecke stehen und dich beobachten, Stimmen von Verstorben, Gegenstände, die ihren Platz wechseln, Türen, die sich plötzlich öffnen oder schließen, Lichter, die an oder ausgehen, die Silhouette einer Person am Fenster, wenn sich eigentlich niemand im Haus befindet oder eine Hand, die dich im Schlaf berührt und so weiter.
All das haben wir irgendwann schon einemal gelesen oder im Film gesehen, wenn wir Barbara Erskines "Der Fluch von Belheddon Hall" zur Hand nehmen und die Geschichte um dieses Geisterhaus zu lesen beginnen. Und doch: Erskine schafft es mit ihrem Schreibstil den Leser von der ersten Zeile an zu fesseln und in ihren Bann zu ziehen.
Die bei Adoptiveltern aufgewachsene Joss macht sich auf die Suche nach ihren leiblichen Eltern und stößt dabei auf das Testament ihrer Mutter, in dem ihr ein wirklich altes, großes und herrschaftliches Gutshaus vererbt wird. Trotz aller Warnungen der Dorfbewohner, dass es in dem Haus spuken soll, zieht Joss mit ihrem Sohn und ihrem Mann auf Belheddon ein, als sie schon ziemlich bald die ersten Spukerscheinungen wahrnehmen kann. Auch ihr kleiner Sohn scheint die "Schatten" zu sehen, einzig Joss`Mann findet die Befürchtungen lächerlich und schreibt die Erscheinungen dem angeschlagenen Gesundheitszustand seiner Frau zu.
Mit einem alten Freund, einem Geschichtswissenschaftler, beginnt Joss auch anhand alter Tagebücher ihrer Mutter, ihre eigene Familiengeschichte und die Belheddons Hall zu recherchieren und stößt dabei auf unglaubliche Tatsachen. Offenbar hat niemals ein Mann lange an diesem verwunschenen Ort leben könnnen. Alle männlichen Bewohner verstarben durch unglückseelige Unfälle oder Vorfälle....und plötzlich bekommt Joss Angst um ihren eigene Familie. Kann das Haus oder ein sich in ihm befindlicher Geist wirklich töten? Schweben womöglich ihr kleiner Sohn oder ihr Gatte in Gefahr?
Obwohl an manchen Stellen einfach zu viele Klischees bemüht werden, obwohl das Ende wirklich dick aufgetragen ist und obwohl wirklich nichts neu ist an diesem Buch, kann ich "Der Fluch von Belheddon Hall" Liebhabern von schaurig, gruseligen Romanen nur wärmstens empfehlen.
Erskine schafft es eine Dauerspannung zu erzeugen, die niemanden kalt lässt. Ich selbst habe nachts beim Lesen das eine oder andere mal zur dunklen Tür geschaut und gehofft, da jetzt keinen Schatten sehen zu müssen. Die Autorin erzeugt mit ihrem Stil eine Atmosphäre des gespenstigen Gruselns und verliert dabei nie den roten Faden, so dass man diesen Roman Ruck Zuck durchgelesen hat. Leichtflüssig und unkompliziert wird der Leser durch die Geschichte geführt, an einigen Stellen hätten Wiederholungen nicht sein müssen und ein paar Gruselszenen weniger hätten keinen Abbruch getan sondern ganz im Gegenteil, dem Leser zwischendurch wieder ein bisschen Raum für die eigene Fanatasie gegeben und dadurch womöglich eine noch höhere Spannung erzeugt.
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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Juli 2000
Barbara Erskine ist eigentlich eine Entdeckung meiner Mutter. Hätte ich gewußt, wie fantastisch sie schreibt, hätte ich ihre Bücher nicht so lange im Regal stehen gelassen. Ich habe mittlerweile Die Tochter des Phönix, Am Rande der Dunkelheit und dieses Buch gelesen. Ebenfalls konnte ich Der Fluch von Belheddon Hall kaum mehr aus der Hand legen. Von Anfang bis Ende fesselnd und genial recherchiert. Die Hauptperson Joss erbt ein Haus und zieht dort mit ihrer Familie ein. Allerdings ahnten sie nicht, daß ein Fluch auf dem Haus liegt, der alle männlichen Wesen zu töten versucht. Bis zum Schluß wußte ich nicht von wem der Fluch ausging und ob Joss ihn bannen kann. Also am besten selber reinschauen. Meines Erachtens keine Seite zuviel. Ich freue mich schon auf das nächste Buch!
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. August 2006
Ein unterhaltsames Buch, wenn auch in Teilen etwas weit hergeholt. Am Anfang steht die Familie vor dem Nichts da sich ein Geschäftspartner mit dem Firmenvermögen davon gemacht hat und ZACK just in dem Moment erben sie ein uraltes verwunschenes Landhaus und ziehen dorthin. Der Ehemann macht sich dort mit einer Autorestaurierungswerkstatt selbstständig und die Protagonistin fängt an ein Buch zu schreiben, das Geld muß ja schließlich irgendwo herkommen und ZACK die Autowerkstatt läuft und ein Verleger ist auch gleich gefunden. Die Geschichte ist dann gerade so richtig zum Gruseln und man kann das Buch fast nicht mehr weglegen, weil man wissen will wie die Story ausgeht. Und dann kommt das, für meine Begriffe, sehr dünne und schnelle Ende. Plötzlich löst sich alles in Wohlgefallen auf und sie lebten glücklich bis an ihr seliges Ende.

Wie eingangs gesagt, unterhaltsam und leicht zu lesen, aber keine spektakuläre Geschichte.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Oktober 2001
Ein Buch zum verschlingen. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen und habe es überall hin mitgeschleppt.Schaudernd, lüstern, nicht erwarten könnend was als nächstes geschieht. B. Erskine hat in mir einen neuen Fan gefunden. Der Fluch von Belheddon Hall ist eines der Bücher wo man am Schluß traurig ist das es zu Ende ist. Mehr davon!!Allerdings fand ich dann doch, daß das Ende ein wenig einfach und schnell kam aber andererseits war ich auch erleichtert.Ein Buch zum verschenken an liebe Freunde.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Juni 2003
.. jedenfalls bei Menschen wie mir, die ich dieses Buch, nur EINMAL am Abend im Bett gelesen habe, danach nur noch am Tag. Der erste Teil ist so subtil spannend geschrieben,dass ich meine Gänsehaut erst bemerkte, als meine Nackenhaare kerzengerade abstanden. Für mich, die selbst erst kurz vorher in ein fast 100 Jahre altes Haus gezogen ist, wurde es doppelt gruselig und nach dem ersten Leseabend, habe ich prompt entsprechend geträumt. Die Spannung und der leise Schauder hält lange an und hält einen im Buch gefangen.
Leider ist das letzte Drittel zu überzogen, es wurde einen Touch zuviel aufgetragen, so dass sogar mir Hasenfuß langsam das Gruseln verging. Das Buch ist gut, spannend und flüssig geschrieben. Etwas weniger Geister & Co am Ende, nicht ganz so viel Klischee und auch der fehlende 5.Stern wäre dabei in meiner Bewertung. So zwar "nur" vier Sterne, aber auf jeden Fall zu empfehlen.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. September 2005
Ich hatte vor diesem Buch schon die Herrin von Hay gelesen. Dieses Buch hatte mich so fasziniert, dass ich mir dieses Buch hier gekauft habe.
Es gibt Romane, in denen die Verkettung zweier unterschiedlicher "Welten" relativ plausibel und nachvollziehbar dargestellt werden, beispielsweise mit dem Thema Reinkarnation erklärt werden.
Dies ist bei diesem Buch nicht der Fall. Die Geschichte ist ein Märchen und es wird auch nicht versucht durch irgendwelche fadenscheinigen Erklärungen von diesem Bild abzuweichen.
ZUm Inhalt muss ich wohl nichts mehr sagen. Das Buch ist leicht zu lesen und zog mich von der ersten Seite an in seinen Bann. Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Das Erstklassige daran ist, dass obwohl man sich bewusst ist, dass es eine märchenhafte Geschichte ist, eine solche Spannung erzeugt wird, dass man das Buch nicht mehr weglegen kann.
DAs macht ein wirklich gutes Buch aus.
Man beginnt sehr schnell sich mit den Figuren zu identifizieren und mit ihnen zu fühlen. Man spürt die Angst und die Panik, die die Hauptdarstellerin befällt, selbst so stark. Einzig die Adoptivschwester Lyn ging mir irgendwann wahnsinnig auf die Nerven.
Fazit: Es ist ein schauriges, mystisches Buch von dem man durchaus nachts in der Dunkelheit ein beklemmendes Gefühl bekommt. Und weisse Rosen werde ich ab sofort meiden :-)
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Dezember 1999
Barbara Erskine zeichnet sich immer durch schön schaurige Gruselgeschichten aus. So auch in „Der Fluch von Belheddon Hall". Auch hier steht wieder ein Haus im Mittelpunkt des Geschehens, so wie auch in „Mitternacht ist eine einsame Stunde". Doch hier scheint der Grusel direkt vom Haus auszugehen. Und das macht die Sache so gespenstisch. Allerdings kann dieses Buch nicht von dieser schaurigen Umgebung wie bei „Mitternacht ist eine einsame Stunde" profitieren. Sie kommt eher gewöhnlich daher und entwickelt den Grusel innerhalb des Hauses. Das aber hervorragend. In ihrer typischen Art läßt Barbara Erskine Passage aus vergangener Zeit in die Geschichte einfließen und man ahnt schnell, daß hier wieder unglückliche Seelen in Raum und Zeit verloren sind, die nun umgehen und Schrecken verbreiten. Doch darunter leidet die Geschichte nicht. Im Gegenteil, man möchte endlich wissen, was mit den damaligen Menschen passiert ist, was ihr Schicksal war. Ich war von der ersten Seite an an dieses Buch gefesselt und konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Ein toller Grusel - passend zur düsteren Winterzeit. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Juli 2003
Da ich gerade meine Rezension für "Die Schatten von Mistley" abgegeben habe, stellte ich mit Schrecken fest, dass ich zu Barbara Erskines Meisterwerk noch nichts gesagt habe.
Es ist zwar schon ein Weilichen her, dass ich "Der Fluch von Belheddon Hall" gelesen habe, aber schließlich war es genau dieses Buch, dass mich zu einem Barbara Erskine Fan gemacht hat.
Die Autorin versteht sich einfach darauf, mit subtilen Effekten eine ganz besondere Gänsehaut-Stimmung heraufzubeschwören und man wird regelrecht in den Sog der Geschichte gezogen. Ich habe selten so ein fesselndes Buch gelesen ... auch wenn ich mich hier auf die Gebundene Ausgabe beziehe, die leider nicht mehr erhältlich ist. Aber die Geschichte dürfte ja die gleiche sein.
Ein absolutes MUSS für alle Gruselfans, die auf die Art Horror stehen, wie er in alten Schwarz-Weiss-Filmen zu finden ist und nichts mit Splattern etc gemein hat.
Schade, dass man nur 5 Sterne vergeben kann :-)
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. April 2002
Durch stöbern bin ich auf Barbara Eskine getroffen. Hätte ich vorher gewußt so wäre dies nicht mein erstes Buch gewesen, das ich von dieser Autorin las. Ich habe diesen mitreissenden Thriller der Vergangenheit und Gegenwart einschliesst in einem Stück gelesen und konnte nicht mehr aufhören. Das Schicksal des die Menschen in den Gemäuern von Belheddon Hall verbindes ist so schichsalsträchtig, dass keiner umhinkommt diesen Geistern helfen zu wollen, aber ebenso vor dessen Handlungsweisen schockiert ist. Man weiss nie so richtig, was als nächstes passiert ebensowenig verdächtigt man das falsche "Gespent" bis zum Schluss. Jeder muss selbst lesen was alles geschieht und ich will keinem die Spannung nehmen, das Buch selbst zu lesen. Einfach genial.
Ich werde mir weitere Bücher dieser Autorin holen und hoffe auf weitere spannende Stunden.
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HALL OF FAMETOP 50 REZENSENTam 7. September 2012
Ein bisschen liest sich schon der Anfang wie ein Hollywoodfilm: eine junge Frau sucht nach ihren leiblichen Eltern und - oh Wunder! - erbt sogleich von ihrer verstorbenen Mutter ein altes, großes düsteres Haus, das - oh Wunder! - ein Fluch zu umgeben scheint. Zumindest deuten die Nachbarn sowas an. So wie eben immer in solchen Geschichten. Wahrscheinlich käme sonst auch niemand auf die Idee, dass es spuken könne, wenn einem nicht andere Leute solche Geschichten erzählten...

Kaum dort eingezogen, geht es auch schon los: Jocelyn, genannt Joss, hört Stimmen und Geräusche, meint, seltsame Schatten zu sehen. Irgendwann beginnt ihr kleiner Sohn etwas von einem "Blechmann" zu erzählen, doch da verbietet sie erstmal ihrer Schwester, die ihr den Haushalt führt, dem Kleinen "The Wizard of Oz" vorzulesen.
Nach und nach schälen sich weitere Details über die Geschichte des Hauses heraus, auch über tragische, gehäufte Todesfälle.

Das alles ist gar nicht so übel, doch ein Schwachpunkt ist Erskines Charakterzeichung.
Oder eigentlich: sie zeichnet keine Charaktere, es bleibt bei Figuren. Platten Figuren, die an keiner Stelle wirklich faszinieren oder überraschen.

Die Hauptfigur Joss scheint der Typ "kleine Prinzessin" zu sein, die immer von allen gemocht und bevorzugt wird. Man fragt sich, warum, denn sie ist eigentlich fast immer nur müde und lustlos, zudem oft launisch-sprunghaft ("Nein, ich verlasse dieses Haus nicht!", "Wir müssen jetzt sofort hier weg!", "Ach, wir hätten nicht weggehen sollen.") und auf eine gewisse Weise unehrlich (angeblich wollte sie unbedingt für ihren kleinen Sohn zu Hause bleiben, aber es ist ihr lieber, wenn sich ihre Schwester möglichst viel um das Kind kümmert, denn Joss ist das alles viel zu anstrengend und langweilig.)
Der Konflikt zwischen den Schwestern hätte interessant werden können, doch leider macht die Autorin rein gar nichts aus der Möglichkeit, dass Lyn vielleicht nicht ganz Unrecht hatte, wenn sie ihrer Schwester Joss Hysterie unterstellt, da die Geschichte so endet, dass die Existenz der Geister komplett real war.
Eine Mischung aus tatsächlichen Spukphänomen und Wahnvorstellungen einer überreizten Persönlichkeit wäre mal etwas anderes gewesen.

Einige Handlungsschritten wirken zudem unfreiwillig platt und komisch: kaum hat Joss das Haus geerbt, verliert ihr Mann seinen kleinen Betrieb. Deshalb müssen sie in das Spukhaus ziehen. Was nach sehr langen Leerstand quasi von heute auf morgen und ohne die doch zu erwartenden größeren Instandsetzungskosten natürlich bezugsfähig ist. Um Geld zu verdienen arbeitet die ehemalige Geschichtslehrerin nicht gar wieder an einer Schule (die Schwester passt ja auf), sondern - nein! ja! - will einen "Bestseller" schreiben. Die Strategie, doch zwei, drei Vormittage ein paar Stunden zu geben (was ihr angeboten wurde), scheint da logischer. Aber das macht auch nichts, denn der Geldmangel existiert eigentlich sowieso nur in Aussagen, ist faktisch nicht bemerkbar. Die neuen Sachen für das Haus können alle problemlos angeschafft werden, Ehemann Luke kann sich eine Autowerkstatt einrichten und schließlich sogar einen Gehilfen anstellen, man fliegt eben mal so für eine Weile nach Paris. Alles Dinge, die Leute eben so tun, die total pleite sind.

Nach einem sehr langen Mittelteil, der sich ein wenig im Kreis dreht, da Joss immer wieder die gleichen Phänomene erlebt (und ihr kaum jemand glaubt), ist das Ende seitenmäßig und erzählerisch sehr schmal. Als hätte Erskine beschlossen, dass sie nun endlich das Buch beenden wollte, am besten mit einem schnellen Showdown. Falls es doch mal verfilmt wird. Eine Tendenz, die man seit einigen Jahren leider sehr oft bei Unterhaltungsliteratur findet.

Ein netter Schmöker für Freunde klassischer, nur leicht gruseliger Geistergeschichten. Wirkliche Überraschungen oder spannende Charaktere sollte man aber nicht erwarten.
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