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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Komplexer, hoch-spannender und politischer Spionage-Thriller der 60er Jahre,
Von Christian Mayr "einmeier" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen (VINE®-PRODUKTTESTER) (TOP 1000 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Satori: Thriller (Taschenbuch)
Der aus russischem und europäischem, aristokratischem Hause stammende und weltgewandte Nikolai Hel, in Japan aufgewachsen, wird nach einem für ihn unvermeidlichen Tötungsdelikt in den 50er Jahren von den USA inhaftiert und gefoltert. Jahre später bieten ihm die USA mit seiner Freilassung die Möglichkeit an, ein neues Leben zu beginnen, sofern er durch Mord des russischen Botschafters in Peking den von der amerikanischen Geheimdienstführung gewünschten Konflikt zwischen China und Russland zu verschärfen vermag: durch in Japan erlernten Kampfkünste und seine Sprachbegabtheit scheint er für diese Aufgabe prädestiniert und wird langsam unter der Schule der CIA auf den Mord vorbereitet, den er unter der Tarnung als französischer Waffenhändler ausführen soll. Doch erst, als er sich am Ziel glaubt, bemerkt er, dass er selbst zum Interessenskonflikt interner Streitigkeiten der CIA, der russischen und chinesischen Politik sowie von Untergrundorganisationen wird, die in Asien um Macht und politische Veränderungen kämpfen. Um zu überleben, muss er die Seiten wechseln...Erneut ist Winslow nach dem vorhergehenden, sehr komplexen und spannenden Thriller "Tage der Toten" ein faszinierender Roman gelungen, dessen vielschichtige und ebenso komplexe Handlungen einen tiefen Einblick in die politisch angespannte Situation des 'Westens' und 'Ostens' der beginnenden 60er Jahre geben: es geht um Einfluss und Macht, um Demokratie und Kommunismus, um den von Regierungen geführten Drogen- und Waffenhandel, Korruption und die Versuche, Regierungen gegeneinander auszuspielen. "Satori" beschreibt faszinierend und spannend, wie Menschen gewollt und ungewollt zum Spielball der Politik werden, dabei die Menschlichkeit verloren geht und das Schicksal einzelner irrelevant wird, sofern die Ziele der Regierungen mit allen Mitteln nur erfüllt werden. In wunderschönen Bildern skizziert Winslow das damalige Peking, Saigon und den Vietkong, die politischen und religiösen Kulturen, detailliert beschreibt er die Funktionsweise der Spionagetätigkeiten und bildgewaltig, manchmal auch brutal entwickelt sich so 'Satori' schnell zu einem perfekten Page-Turner und einem Thriller mit atem-beraubender Komplexität und Spannung. Qualität, wie man sie so auch von Carré erwartet hätte. Großartig! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Spannende Geschichte vor exotischem Hintergrund,
Von
Rezension bezieht sich auf: Satori: Thriller (Taschenbuch)
Die Handlung des Buches spielt 1951/52 in Tokio,Peking und Vietnam.Held der Handlung ist der 26-jährige Nikolai Hel,Sohn einer russischen Gräfin und eines deutschen Vaters,der von einem japanischen Offizier erzogen wurde. Er wurde nach dem 2.Weltkrieg in ein amerikanisches Foltergefängnis gesteckt,bekommt das Angebot der Freiheit,wenn er den russischen Botschafter in Peking ermordet.Er lässt sich darauf ein,weil er den sowieso töten will,weil der seine Mutter betrogen hatte. Er wird in Tokio ausgebildet und trainiert sich eine andere Identität an.Dann reist er nach Peking,getarnt als Waffenhändler,macht sich an den bösen Botschafter ran und....... Er hat mit vielen verschiedenen Verschwörergruppen zu tun,teilweise Geheimdienste,alle haben verschiedene Ziele,die nicht schnell klar werden.Wer dem Helden bös will,bleibt lange im Dunkeln,ausser natürlich die chinesischen Folterer und der böse Gegenspieler Diamond.Es gibt bei den Motiven auch Überraschungen. Nachdem in Peking Schluss ist,ist das Buch halb gelesen. Jetzt geht eine neue Geschichte los:Waffen zu den Aufständischen in Vietnam bringen. Dort gibts auch eine riesige Menge konkurrierender Gruppen wie Räuber,Piraten,korsische Mafia,Viet Minh,Geheimdienste,Spione,Armee und Kaiser. Unser Held muss sich auch hier durchschlagen,sich gegen Attentate wehren,auf die Waffen aufpassen. Er übersteht dies immer erfolgreich,weil er einen "Proximitätssinn" hat,er kann Böse durch Wände erkennen,auch in großen Menschenmengen. Das Buch ist spannend geschrieben,die Atmosphäre in Peking und Saigon zu dieser Zeit ist sehr anschaulich geschildert.Es ist bei 600 Seiten nie langweilig,es passsiert ständig was. Aber die Figur des Helden wirkt recht leblos,manchmal kam er mir vor wie ein Roboter auf dem Weg zum Ziel. Das Buch erzählt die Vorgeschichte des berühmten Buchs "Shibumi" von Trevanian von 1979.Der Autor war damals einer der besten Thrillerautoren. Das neue Buch musste also an den Beginn und die Ausgangssituation des Buches eines anderen Autors ankuppeln. Warum ein so guter Autor die Winslow sowas macht,ist mir ein Rätsel.Jedenfalls ist dieses Bemühen einerseits erfolgreich,die Komplexität und die Figurentiefe der übrigen Werke des Autors wird aber nicht erreicht. Ein ideales Buch für die Strandliege aber sicher kein herausragendes Werk. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Spannend, interessant aber nicht herausragend!!!,
Von
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Satori: Thriller (Taschenbuch)
Don Winslow erzählt die Vorgeschichte von Trevanians "SHIBUMI" einem berühmten Spionagethriller aus dem Siebzigern, der glücklicherweise von Heynejetzt wieder neu aufgelegt wird. Don Winslow hat also eine Vorgabe und die Lust, die jeden Thrillerautor packt, dieser gerecht zu werden ohne sie zu übertrumpfen. Der Autor ist also schlichtweg in einem Dilemma, welches Winslow einigermassen umrundet. Der Held der Story ist sehr stereotype, wieder mal ein Super Bond, aber die Story ist sehr gut erzählt. Man lernt viel über feine Gerichte, wie die Städte Peking und Saigon anfangs 50ger Jahre waren und auch die Spannung kommt nicht zu kurz, obwohl der Autor die Schraube erst auf Seite 113 aufdreht, sich aber stetig steigern kann und das ganze gut über die Runden bringt. Nicht schlecht was Winslow aus dem Plot macht, auch sehr vergnüglich, wieder mal so alte Schreibe zu lesen, aber gegen heutige Thriller und Winslow's eigene Bücher kommt SATORI nicht ran. Trotzdem interessant so was mal wieder zu lesen! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Schade, schade.,
Rezension bezieht sich auf: Satori: Thriller (Taschenbuch)
Nach "Tage der Toten" war ich begeistert: Obwohl der Autor scheinbar Altvertrautes zusammengemixt hat (Mafia gegen Mafia, Mafia gegen Polizei, Good Cop gegen Bad Boy, Halb-Good Cop gegen Halb-Bad Boy usw.) ist doch etwas völlig Neues entstanden. Der Roman war überraschend, realistisch (jedenfalls so weit das ein Krimi sein kann) und ist in Erinnerung geblieben. Ganz anders "Satori". Hier springen einem aus jeder Seite die Klischees geradezu entgegen. Der alles wissende, alles könnende Held und die bösen Jungs, die außer Böses nix zu bieten haben. Auch die (japanische) Welt der 50er Jahre bleibt irgendwie steril. Thriller-Dutzendware, mehr leider nicht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Gewogen..,
Von metsch (Duderstadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Satori: Thriller (Taschenbuch)
..und zu leicht befunden.Wie erfreulich, das es im Amerika der 50er schon Stand der Gesichtschirugie war, aus einer "schiefen, geschwollenen und zusammenhanglose Masse" ein "schönes" Gesicht modellieren zu können. Ähnlich erstaunlich, wenn sich dieses, durch Folter entstellte Wesen als Mordwerkzeug seiner Folterknechte instrumentalisieren lässt. Hat man als Leser diese "Klippen" umschifft, lernen wir Wissenswertes über die japanische Teezeremonie und asiatische Kampfkunst, immerhin. Und vor allem: Es wimmelt in der östlichen Hemisphäre der 50er nur so von mafiösen Gestalten, Geheimdiensten und anderen schlechten Menschen. Das wird dann für den Leser irgendwann nicht mehr überschaubar. Leider ist auch die Sprache vor allem anfangs seltsam hölzern, stereotyp. Allzu heldenhaft und unbesiegbar der Hauptdarsteller, und wenn gar nichts mehr hilft, der "Proximitätssinn": Über das Vermögen, eine Bedrohung zu erspüren, verfügen wir Normalsterbliche leider nicht, schade drum. Man spürt förmlich den hohen Anspruch, den sich der Autor gesetzt hat. An die bereits mehrfach erwähnten "Tage der Toten reicht es jedoch lange nicht heran. Genug der Krittelei; abgesehen von diesen Schwächen handelt es sich bei "Satori" um einen spannenden und dann auch temporeichen, lesenswerten Thriller. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Besser als "Shibumi",
Von Peter Kensok "Globalscout" (Stuttgart) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Satori: Thriller (Taschenbuch)
Ich war gerade 20, als der Vorgänger von "Satori" erschien. "Shibumi: Thriller", so hieß der Titel 1979, wurde unter dem Pseudoym Trevanian veröffentlicht und wird inzwischen als wegweisend für das Agententhriller-Genre gewertet. Ich habe also mit "Satori" also zuerst das Buch gelesen, das 30 Jahre nach "Shibumi" kam, aber die Zeit vor "Shibumi" beschreibt. Der Neue ist noch besser, knapper, zeitgemäßer, wesentlich. Don Winslow knüpft nahtlos an die Zeit vor (!) Shibumi an. Klasse!Mich beeindruckt an der Geschichte die enorme völkerkundliche und historische Sicherheit, mit der Don Winslow seinen Helden begleitet. So wirkt es zumindest - und das auch in den beschriebenen Kampfkünsten. Don Winslow lässt Hel in Kriegsgebieten handeln, mit und ohne Waffen und überhaupt. Hels tödliche Fähigkeiten kommen unmittelbar zum Einsatz und werden dezent genug beschrieben, dass niemand sie aus dem Text heraus nachahmen kann. Das ist durchaus in der Tradition Trevanians, der zurückhaltend wurde, nachdem nach seinen Vorgaben in einem anderen Roman ein Bankraub exakt nachgestellt wurde. Nebenher erfahren wir bei "Satori" etwas über China, Japan, die Kunst Tee zu kochen und über den eigentlichen Moment, auf den Nikolai Hel sich satorigemäß konzentriert. Er bekommt noch eine Prise verschärfter Sinneswahrnehmung dazu, hier heißt es Proximitätssinn: Er spürt seine Feinde, lange bevor sie ihm zu nahe kommen. Und nicht zuletzt gibt es einen geheimnisvollen und durchaus ebenbürtigen Killer namens Kobra, der der italienischen Mafia zugeordnet und am Ende auf Hel angesetzt wird ... Es geht gut aus: Hel ist multikulti und im Prinzip nirgendwo wirklich beheimatet. Dafür räumt er in vielerlei Hinsicht tüchtig auf. Auch wenn ich "Satori" wegen seines zeitgemäßen und schnelleren, filmischen Erzählstils lieber mag, empfehle ich, auch "Shibumi" zu lesen. Die Reihenfolge ist egal, das Doppelpack auf jeden Fall ein großartiges Lesevergnügen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Schwere Enttäuschung nach "Tage der Toten",
Rezension bezieht sich auf: Satori: Thriller (Taschenbuch)
Schon nach wenigen Seiten stellt sich die Frage: Wie kann Winslow nach einem so großartigen Opus wie "Tage der Toten" ein derart von billigsten Clichés und abgeschmacktesten Bildern, von komplett unglaubwürdigen Charakteren und kitsch-triefender Pseudo-Erotikdurchzogenes Machwerk hinlegen? Eine Vorahnung mag man schon gehabt haben: "Satori" wurde nicht bei Suhrkamp verlegt. So was landet zwangsläufig bei Heyne, aber selbst in diesem Haus ist es unterstes Stockwerk. Ich bin fast immer für einen cheap thrill zu haben, aber das hier ist ärgerlich. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Unterhaltsame Reiselektüre, aber nicht mehr,
Von
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Satori: A Novel Based on Trevanian's Shibumi (Taschenbuch)
Nachdem mir die kalifornischen Kriminalromane Don Winslows ausgesprochen gut gefallen hatten, hatte ich mich richtig auf Satori gefreut. Das Vergnügen hielt sich dann leider in Grenzen.Der Roman ist zwar, wie erwartet, schnell und brutal, und man erfährt eine Menge über das Ostasien der frühen Fünfziger Jahre. Nach sechs Jahrzehnten kann eine kleine weltpolitische Auffrischung sicher nicht schaden, und eine von Don Winslows Stärken ist das gründliche Recherchieren. Was dem Roman allerdings völlig fehlt, sind irgendwelche Nuancen. Die Charakterzeichnungen haben tatsächlich etwas groschenromanhaftes: Der Held ist edel, hochintelligent, im Kampf Mann gegen Mann unbesiegbar und kann sich deshalb immer wieder frohen Mutes in Situationen begeben, aus denen es nach menschlichem Ermessen kein Entrinnen gibt. Schließlich hat er ja als Held von Trevanians "Shibumi" auch die Pflicht zu überleben. Sehr hilfreich ist dabei übrigens sein "proximity sense", der ihn auch im Schlaf spüren lässt, wenn Gefahr im Anzug ist, und auf den wir anlässlich jeder Attacke hingewiesen werden. Und deren gibt es viele. Die Bösewichter hingegen sind verschlagen, versoffen, pervers und sadistisch und riechen nach Wodka, Schweiß oder Knoblauch oder allem zusammen. Die Heldin wiederum ist bildschön und eine hervorragende Köchin und lässt auch im Bett keine Wünsche offen, also ein richtiger 50er-Jahre-Traum. Dazwischen gibt es kaum etwas. Etwas Unangenehm berührt war ich durch die Folterszenen. Ich muss mir eigentlich nicht unbedingt ausmalen lassen, welche Sequenzen der Pekingoper jemand von sich gibt, dem man langsam und genussvoll die Hoden zerschneidet. Hier bedient Don Winslow mit offenkundigem Vergnügen eine Klientel, die die politischen Passagen dann vermutlich diagonal gelesen hat. Trotzdem, drei Sterne (= nicht schlecht) hat das Buch allemal verdient. Am Schluss wird es wieder richtig spannend, und die eine oder andere Überraschung wartet auch auf den Leser, zumindest auf jemanden, der sich so gerne überraschen ist wie ich. Also eine durchaus unterhaltsame Reiselektüre, aber mehr auch nicht. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Don Winslow ist nicht Trevanian,,
Von Rhyskant (Bochum) - Alle meine Rezensionen ansehen
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Satori: Thriller (Taschenbuch)
Zwischen den Autoren und dem Erscheinen der Bücher liegen auch ein paar Jahrzehnte Leben.Winslow gelingt es gleichwohl, mit Satori etwas zu schaffen, was Shibumi ergänzt, vervollständigt; dabei bleibt Satori ein Roman, der für sich selbst existent, klasse geschrieben und super lesbar ist. Das ist meisterlich. Wer beide Bücher en bloc erwirbt, stellt sich die Frage, welches zuerst; es ist egal. Shibumi erschien zuerst, Satori spielt früher, Trevanians Stil ist etwas weicher als Winslows, dafür stellt Shibumi Amerika kräftig an den Pranger, was Winslow, der hier gemessen an seinen Originalen doch auch etwas anders schreibt, sich verkneift. Beide Bücher gewährleisten dem Liebhaber des Genres letztlich Lesegenuß pur. Deswegen für beide fünf Sterne. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Here Hel Goes Again,
Von
Rezension bezieht sich auf: Satori (Taschenbuch)
Nicholai Hel hat schon so einiges hinter sich, als er von der CIA verpflichtet wird, einen sowjetischen Sadisten in Peking zu liquidieren. Hel hatte bis zu seiner Aktivierung selbst in einem Gefängnis der Amerikaner geschmort. Nun werden er und vor allem seine Kampfkunst benötigt, um die politischen Beziehungen zwischen der UdSSR und der Volksrepublik China empfindlich zu stören.In dem Anfang der 50er Jahre spielenden Thriller zeigt Autor Don Winslow seine ganze Stärke in Bezug auf die Entwicklung von Charakteren. Der Protagonist Hel ist zwar eines anderen Geistes Kind (Shibumi: A Novel). Dass der etablierte Winslow trotzdem eine Art Fan Fiction zu Trevanians "Shibumi" schreibt, erscheint zunächst einmal als mutiger Schritt. Ist das Experiment gelungen? Ich finde, ja! "Satori" ist ein mitreißendes Buch, das nicht nur ein beeindruckendes Bild der geopolitischen Situation kurz nach der kommunistischen Machtergreifung in China zeichnet. Hinzu kommt ein wesentliches Merkmal, das "Satori" mit allen Romanen Winslows teilt: perfekte Spannung. Die vielen Kapitel sind von ihrer Länge her ideal mit dem Inhalt abgestimmt. Trotz mehrerer Fäden, die Winslow zeitgleich spinnt, verliert man nie den Überblick. Das grundlegende Prinzip, das die Geschichte zusammenhält, ist das Spiel Go. Kennen muss man das japanische Brettspiel aber nicht unbedingt, um trotzdem zu verstehen, wie unterschiedlich es zum Beispiel im Vergleich zum Schach ist. Wie viele Sterne verdient "Satori"? Einen ersten Stern gibt es für die ausgewogene Erzählweise und die gelungene Varianz in der Länge der Kapitel (1). Einen zweiten Stern gibt es für die Schurken. Der russische Foltermeister und seine chinesischen Pendants lassen keinen Zweifel daran aufkommen, was passiert, wenn Hel einen Fehler machen sollte (2). Den vierten Stern gibt es für die Verknüpfung der unterschiedlichen Ebenen. Ereignisse auf lokaler Ebene und kleine Ursachen entfalten eine große Wirkung ' genauso wie der größere politische Rahmen Raum für kleine aber gut bedachte Züge bietet (3). Die Darstellung der politischen Situation im Ersten Kalten Krieg Anfang der 50er Jahre verdient den vierten Stern. Und zwar nicht weil sie besonders umfassend oder erschöpfend ist, sondern weil sie harmonisch im Rahmen der Story erkenntlich wird, ohne mit dem Holzhammer daherzukommen (4). Auch auf die Gefahr hin, meine Sterne inflationär zu verteilen: Die Geschichte ist einfach fesselnd. Die Biographie Hels ist übertrieben, seine Fähigkeiten übermenschlich, seine Kampfkunst perfekt, er ist zu clever, seine französische Freundin (Salange, rrrrggh) zu sexy, seine Feinde zu bestialisch... Fazit: Nicholai Hel ist ein Profikiller, wie man ihn sich wünscht (5). Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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Satori: Thriller von Don Winslow (Taschenbuch - 9. Mai 2011)
EUR 12,99
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