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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
49
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VINE-PRODUKTTESTERam 1. Dezember 2009
Wer wirklich wissen möchte, wie das Leben in einer ostdeutschen Familie aussah, die nicht in dem schon so typischen OST-Klischee lebte - der soll dieses wunderbare Buch lesen.
Ein Buch zum Weinen, zum Lachen - es berührt einen zutiefst mit welcher Achtsamkeit, Wertschätzung und auch liebevoller Kritik der Enkel und Sohn Maxim Leo das Leben seiner Großväter und seiner Eltern darstellt und dabei natürlich auch sein eigenes Leben zeigt - Gefühle, Emotionen, viel Idealismus und Beschränktheit im Denken und Fühlen - vieles was DDR ausmachte für Menschen, die auch ständig Kontakt hatten zum "Westen". Das Leben lässt sich nicht in Schubladen packen und Leben in der DDR hatte viele Facetten, hier ist eine davon ...

Ich habe nach 20 Jahren endlich das Buch gefunden, wo ich nach dem Lesen sagen konnte - ja das war auch meine DDR, das habe ich in all den vielen Büchern, die bisher zu diesem Thema geschrieben wurde - nicht gefunden.

Es ist immer wieder in großer Glücksmoment, dass es solche Bücher gibt - hervorragend recherchiert, hervorragend interviewt und in einer Leichtigkeit geschrieben, die nicht mit Oberflächlichkeit verwechselt werden sollte - ein Meisterstreich - dankeschön und ich wünsche diesem Buch noch viele Leser!!!
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am 9. März 2012
Bitte nicht von dem in der Tat sehr idiotischen Titel abschrecken lassen (wie es mir beinahe passiert wäre): Das ist eine völlig kitsch- und pathosfreie Familienautobiographie, in der man die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts in all ihren Widersprüchlichkeiten neu erleben kann. Kaiser, Hitler, Stalin, Honecker, alle kommen vor und sind dennoch nicht der Mittelpunkt. Denn immer geht es um die Menschen, deren Lebenswege vom Schicksal zu einem Familienstammbaum zusammengewebt wurden und die sich diesem Jahrhundert stellen müssen, da wo sie eben stehen.

Das Buch ist zudem herausragend gut geschrieben, so dass es mir schwer fiel, die Lektüre für solche Nebensächlichkeiten wie Essen oder Schlafen zu unterbrechen - weshalb es bedauerlicherweise auch schon wieder ausgelesen ist. Wem im Geschichtsunterricht von Herrn Knopp & Co die Lider schwer werden, kann sich hier auf schlaflose Nächte freuen. Absolute Kaufempfehlung!
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am 4. September 2009
Jenseits der aktuellen DRR-Romantik-Literatur, wird hier die innere, politische Zerrissenheit dreier Generationen im ehemaligen sozialistischen Vorzeigestaat beschrieben. Das Festhalten an Idealen, die längst brüchig wurden, der krampfhafte Glaube an das Gute des realen Sozialismus in der DRR, das alltägliche Leben in diesem Staat, das bis kurz vor der Wende fast zur Lähmung erstarrte: all das beschreibt Maxim Leo mit einer entwaffnenden Präzision und authentischer Ehrlichkeit. Als Westler wurde mir hier erstmals erlebbar nachvollziehbar, wie sich das Leben in bestimmten gesellschaftlichen Kreisen der DRR 'anfühlte' und warum es von Innen heraus zum Zusammenbruch des Systems kommen musste. Fast schon ein wichtiges historisches Dokument!
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am 26. Dezember 2010
Dieses Buch habe ich an zwei Abenden ausgelesen. Es hat mir sehr gefallen. Auch wenn es nicht gerade typische Charaktere unter typischen Umständen zeigt (wann kam ein DDR-Kind schon in den "Westen"), so wirkt es auf mich sehr aufrichtig und ehrlich. So wie ich diesen Staat erlebt habe, hat es auch diese Wege in der DDR gegeben. Hatte der eine ein Elternhaus, daß fast zwangsläufig in die innere Emigration führen mußte, eben weil die Eltern vieles aus der Geschichte wußten (und den Kindern anvertrauten), so gab es auch Kinder, die einen viel längeren und dramatischeren Weg der Erkenntnis zurücklegten. Ich sehe so manches Beispiel aus meiner Schulzeit vor Augen. Vielleich hatte das Aufwachsen in der DDR den ausgleichenden Vorteil, daß man über vieles mehr nachdenken mußte und sich mehr innerliche Selbständigkeit erwarb.
Gefallen hat mir, daß Schwarzweißmalerei im Buch vermieden wurde. Zwar gab es natürlich oft die mehr oder minder zynischen Angepaßten und Karrierristen, aber es gab eben auch die, die (m. E. eher selten) idealistisch und unverdrossen an diesen Staat glaubten. Gelegentlich, obwohl sie eigentlich zu klug dafür waren. Aber sicherlich kam es auch auf den Platz an, auf den sie geboren wurden. Privilegierte neigen eher dazu, die Welt in Ordnung zu finden als der Rest.
Die Sprache ist gut, das Buch läßt sich mit Vergnügen lesen.
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am 13. Januar 2010
Ich lese die Artikel und Kolumnen von Maxim Leo in der Berliner Zeitung jederzeit gerne: Herzenswarm, humorvoll, gut recherchiert - Leo ist ein Gewinn für den deutschen Journalismus!

Ergo freute ich mich auch sehr auf sein Drei-Generations-DDR-Buch, das ich meiner Ma zu Weihnachten schenkte und ihr sofort klaute, um es selbst zu lesen... Ich wurde nicht enttäuscht!

Mich fasziniert vor allem seine Ehrlichkeit. Die meisten DDR-Aufarbeiter versanden ja heutzutage so gerne in Klischees: Man konnte entweder nur dagegen sein (und damit GUT), oder man war dafür... (also Schwein!). Leo beschreibt seine DDR-Kindheit, die wohl viele Berliner Intellektuellen-Kinder genau so erlebt haben. Das Leiden am System offenbarte sich am Mangel an wirklich guten Jeans und an behämmerten (Staatsbürgerkunde)-Lehrern, die den Schülern erstlinig Phrasen abverlangten und eigene Gedanken schlecht zensierten.

Bemerkenswert an der Leo-Familie sind die Ecken und Kanten: Vater Wolf ist eher ein Kritiker, ein Künstler, der aber auch sein staatliches Feindbild braucht, um leben und fühlen zu können. Mutter Anne ist Genossin, Historikerin, eine Art Rita aus Christa Wolfs "geteiltem Himmel": Die Sozialismus-Idee liebend und an der realen Umsetzung verzweifelt leidend.

Anhand seiner Großväter beschreibt Leo zwei unterschiedliche Viten, die in die DDR-Existenz führten: Der Jude Gerhard wurde als 17jähriger ins französische Exil gezwungen und schloß sich der Resistance an. War in der DDR ein strammer Genosse, der Disziplin für die "große Sache" gelernt hatte - aber immer nur in Frankreich, auf seinen Reisen, auftaute und sich wohl fühlte. Wo die DDR von Ferne bewundert und idealisiert wurde von linken Bürgerlichen, die auf einen neuen Weg hofften... den die reale DDR aber so gar nicht beschritt.

Großvater Werner hingegen wurde eher zufällig Kommunist. Wie so viele eben zufällig auf ihren Platz im Leben kommen - je nachdem, wie das Schicksal eben so spielt.

Die Kinder - Wolf und Anne - entwickeln sich ihren Vätern entsprechend. Beide sehnsüchtig, suchend... verzweifelnd. Die DDR wird ihr Leben, ihr Inhalt - auf die eine oder andere Weise.

Die dritte Generation, Maxim Leo also, wächst automatisch da rein - und was die Großeltern erkämpften und die Eltern stemmten, wird für ihn Routine. Starre Worte in einer auswendig zu lernenden Tafel-Tabelle.

In den Umbruchstagen wird Maxim Leo auch mal verhaftet und lernt am eigenen Leib die Staatswillkür kennen - ohne sich allerdings selbst als Widerständler zu feiern. Er wurde mehr nebenbei samt Freundin am U-Bahnhof einkassiert und abgeführt... und verhört... Mehr als ein Papier des "Neuen Forums" im Gepäck hatte er nicht "verbrochen", und in Lebensgefahr wie seinerzeit Großvater Gerhard als Nazi-Gegner war er auch nicht... dennoch war er nicht tapfer, ließ sich einschüchtern im Verhör.

Was alle Checkpoint-Charlie-Frauen und andere ach-so-mutigen Widerständler bei mir nicht erreichten... diese Beschreibungen Leos ließen mich das wirklich Marode der DDR fühlen.

Und Genossen wie seine Großeltern begreifen...

Ich war nach dem Lesen sehr mitgenommen, traurig. Ich konnte jeden aus der Leo-Familie "fühlen"... und meine eigene DDR-Vergangenheit begreifen und mit traurigem Wohlwollen beerdigen...

Haltet euer Herz bereit... und lebt!
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am 17. Januar 2011
Am Wochenende habe ich das Buch geradezu verschlungen! Es ist sehr schön geschrieben und bringt alles auf den Punkt. Und interessant ist es natürlich auch! Eigentlich fehlen mir die Worte für eine Rezension! Fazit: unbedingt lesenswert!!!
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am 19. November 2012
Ich mag eigentlich keine Bücher über die DDR, da ich mich noch gut selbst erinnern kann und die teils überheblichen, teils dummen, wenig tiefgehenden Beurteilungen mancher Zeitgenossen nicht mehr hören kann. Dieses Buch habe ich mir, da ich immer gern die Kolumne von Maxim Leo in der Berliner Zeitung lese, als Kindle Leseprobe herunter geladen und dann sofort (was wirklich selten geschieht)komplett gekauft. Besonders gefällt mir, die Sprache, die der Autor findet, diese nicht wertende Darstellung von Personen, Zeitzeugen, Familienmitgliedern, deren Entwicklung und Widersprüchlichkeiten. Das ganze Buch ist äußerst spannend und eine lesenswerte Lektüre auch für die Generation unserer Kinder, die zu klein war, um die stürmische Zeit der "Wende" bewusst wahrzunehmen und dennoch von ihr geprägt ist. Schade finde ich ( und deshalb nur 4 Sterne), dass die Entwicklung des Autors selbst nicht ganz nachvollziehbar ist. Dadurch gewinnt man den Eindruck, dass er selbst sehr oberflächlich ist. Das kann ich nicht wirklich glauben.
Fazit: Sehr lesenswert!
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am 1. Februar 2014
In Rezensionen wurden Worte wie "Schmachtfetzen", "kitschig", "weinerlicher Käse" und schlimmere geschrieben. Ganz kann ich mich diesen Meinungen nicht entziehen. Gut, wem diese Art von pilcherähnlichem Mainstream zusagt...Eine typische Ost-Familie dürfte hier von Maxim Leo nicht beschrieben worden sein. Sicher gab es auch derart Superrote. Ich habe keine kennen gelernt, obwohl ihr Bevölkerungsanteil angeblich 30% betrug. Eine Familie, die die GANZE Härte des DDR-Wohlstands erfährt wird in dem Abenteuer-Roman, "Der fingierte Ausbruch", beschrieben. Auf diesen treffen oben genannte Adjektive absolut nicht zu.
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am 9. Februar 2016
Ich fand das Buck wirklich gut. Es war gut geschrieben, es war interessant, oft lustig und ich habe viel gelernt. Es erzaehlt die Lebensgeschichte des Authors, aber dabei ist nicht seine Geschichte im Mittelpunkt, sondern mehr das Leben seiner Grossvaeter. Beide Grossvaeter waren ueberzeugte Kommunisten und Pioniere der DDR; wenn auch aus ganz verschiedenen Gruenden und mit ganz anderen Hintergruenden. Das Buch erzaehlt von ihrer Geschichte in der Nazizeit und wie sie danach begeistert einen eigentlich optimalen Staat aufbauen wollen. Es erazehlt wie langsam die Ideale, der Optimismus und der Enthusiasmus dieser fruehen Gruender an der Realitaet scheitern. Die naechste Generation, die Eltern des Authors, werden immer kritischer und enttaeuschter und die naechste Generation ist nur noch von der DDR genervt. Das ist spannend und plausibel beschrieben - und ist wirklich erhellend fuer eine Westdeutsche, die nie Kontakt mit Ostdeutschland zur DDR-Zeiten hatte. Echt lesenswert.
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am 27. März 2014
Diese Auseinandersetzung über ostdeutsche Vergangenenheit war so wahrhaftig,ausgewogen und ehrlich,wie ich es mir von einem Maxim Leo erwartet hatte und hat mich,Jg.47,die Ähnliches in ihrer Familie erlebt hat,sehr berührt.Ich habe es meinen eigenen Kindern an die Hand gegeben,die auch noch im Osten geboren wurden und ihre ostdeutschen Wunrzeln auch nicht verleiren werden,obwohl sie inzwischen gesamtdeutsch empfinden,wie ihre Eltern.
Aber,so habe ich es empfunden,es ist vor allem ein Buch der Vermittlung zwischen der Eltern- und Großelterngeneration,die bei der Konstellation,in die Maxim Leo hineingeboren wurde(und meine Kinder auch) helfen kann,einander besser in seinen Lebensläufen,Entscheidungen und Motivationen zu verstehen und Verständnis füreinander aufzbringen und sich miteinander zu versöhnen.Besonder beeindruckt,weil selbst erlebt,hat mich die Schilderung der Sprachlosigkeit der Großeltern,dabei vor allem bei dem politisch so engagierte Großvater, in den familiären Auseinandersetzungen zwischen Eltern,Kindern/Schwiegerkindern und Enkeln angesichts sich verändernder politscher und gesellschaftlicher Verhältnisse in der DDR.
Sehr persönlich und emotional berührend geschrieben.
Es sollten viele lesen.
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