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150 von 154 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. November 2009
Vorausschickend muss ich sagen, dass es mir völlig entgangen war, dass es einen sechsten Teil der Trilogie geben würde. Ich war also zunächst einmal geschockt, als ich das Buch im Buchladen meines Vertrauens liegen sah. Mein erster Gedanke ging - wie bei offenbar vielen anderen auch - in Richtung "Blasphemie" - wer kann es wagen, das Werk des unsterblichen Douglas Adams weiterführen zu wollen?!

Selbstverständlich habe ich "Und übrigens noch was'" dennoch sofort gelesen und mich natürlich auch mit den Gründen beschäftigt, die Eoin Colfer, immerhin bislang eher im Kinder- und Jugendbuch-Bereich bekannt geworden, zu dieser Fortsetzung bewegt haben. Danach kann man wohl zumindest ausschließen, dass Colfer nur anlässlich des dreißigjährigen Jubiläums der "Anhalter"-Reihe als Trittbrettfahrer absahnen wollte. Douglas Adams selbst hat gesagt, dass fünf Bände eine unglückliche Zahl darstellen und dass er bei Gelegenheit gerne noch einen sechsten Band als Abschluss der Reihe schreiben würde. Insofern ist "Und übrigens noch was'" also sozusagen "legitimiert". Darüber hinaus hat Douglas Adams' Witwe Jane Belson diesen sechsten Band ausdrücklich autorisiert. Dennoch wird das Werk unter "Anhalter"-Fans sicher Anlass zu Diskussionen geben.

Aber zum Buch selbst:

Generell kann man sagen, dass Colfer seinen DNA gelesen hat, und das wirklich bis ins Detail. Der Erfinder von Artemis Fowl hat mit seinem Buch den an sich lobenswerten Versuch unternommen, viele offene Fragen und lose Enden aus den ersten fünf Bänden (plus den Fragmenten aus "Lachs im Zweifel") aufzuarbeiten und dabei einerseits den adams'schen Stil fortzuführen, andererseits aber auch eigene Akzente zu setzen. Der Versuch ist (meiner Ansicht nach, und nach mehrmaligem Lesen) über weite Strecken gelungen, aber nicht durchgehend. Ähnlich wie Terry Jones' "Raumschiff Titanic" krankt auch Colfers Buch schlicht an der Unmöglichkeit, den originellen Witz, der Adams stets auszeichnete, nachzuahmen. Vieles, was der Ire schreibt, könnte zwar vom Schreibstil oder von der Idee her beinahe von Adams sein, aber eben nur beinahe. Vom westlichen Spiralarm der Galaxis über die "Herz aus Gold" bis zu einem gewissen A. Grajag sind nahezu alle Personen und Zutaten enthalten, die den "Anhalter" zu einem so unvergleichlichen Lesevergnügen gemacht haben, selbstverständlich auch die Hauptfiguren Arthur Dent, Zaphod, Trillian, Ford, Random Dent und nicht zuletzt die Vogonen um Prostetnik Jeltz, der arbeitslose Donnergott Thor und viele(s) mehr. Aber trotz vieler durchaus gelungener Erzählstränge und Einfälle: einiges wirkt seltsam bemüht; weniger wäre an manchen Stellen mehr gewesen. Das Ganze bleibt trotz - oder gerade wegen - der Überfülle an wieder aus der Schatzkiste der ersten fünf Bände geholten bekannten Zutaten über weite Strecken doch überraschend bieder; es fehlen die wirklichen Überraschungsmomente. Was ich wohl am meisten vermisse, ist das laute Hinaus-Lachen, das einen an vielen aberwitzigen Stellen der klassischen Adams-Bücher überkam. Aber dass Colfer sein Vorbild Adams hier erreichen oder gar übertreffen würde, war auch nicht zu erwarten und er hat es wohl selbst auch nicht geglaubt, als er an die Aufgabe heran ging.

Eine weitere Schwäche liegt für mein persönliches Gefühl in der Übersetzung. Nichts gegen Gunnar Kwisinski, auch er hat im Grunde einen guten Job bei der Übersetzung gemacht. Aber er ist nunmal nicht vom "Fach", das heißt, nicht aus dem Bereich der Sci-Fi-Parodie, sondern kommt als Schriftsteller aus dem Krimi-Genre. Mit den kongenialen Adams-Übersetzungen eines Benjamin Schwarz oder auch eines Sven Böttcher kann er nicht ganz mithalten. Ich empfehle daher, wenn möglich auch die englische Originalfassung "And another Thing'" zu lesen. Hier kommt meiner Meinung nach der bei Colfer durchaus vorhandene adams-typische Humor noch besser zum Tragen.

Fazit: "Und übrigens noch was'" gelesen zu haben ist für "Anhalter"-Fans zweifellos ein Muss. Es ist gut, dass die "Anhalter"-Reihe nicht mit dem eher düsteren "Mostly Harmless" endet. Hut ab vor Eoin Colfers Mut, das Unmögliche zu versuchen. Und das Buch ist alles in allem weiß Gott nicht schlecht geraten. Man sollte ihm eine Chance geben und es unvoreingenommen und ohne allzugroße Erwartungen und Vorab-Vergleiche lesen. Dann macht es Spaß. Aber es bleibt dabei: Pluralzonen hin oder her - Douglas Noel Adams ist und bleibt leider toter als Hotblack Desiato, und niemand wird ihn je ersetzen können.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Februar 2010
Eoin Colfer ist nicht Douglas Adams. Aber er ist motiviert und scheint sich im Anhalter-Universum gut auszukennen. Mir jedenfalls hat er das Gefühl gegeben, wieder mit den echten Trillian, Arthur, Ford und Zaphod unterwegs zu sein. Die Story an sich ist ein wenig dünn, denn so viel scheint eigentlich nicht zu passieren. Na gut, die Erde wird zerstört - aber das kennen die Fans der Reihe ja bereits.

Im Prinzip haben wir es mit einer relativ sinnvollen Weiterführung der Anhalter-Reihe zu tun. Wobei mich die Erdlinge bzw. Flüchtlinge auf dem Planeten Nano ein wenig an die Golgafrinchaner erinnert haben...
Daneben beschlich mich das Gefühl, dass Colfer unbedingt alle Figuren aus den vorangegangenen Anhalter-Romanen in dem Buch erwähnen wollte - egal ob Thor, Eccentria Galumbitis, Wowbagger oder Fenchurch. Das wäre doch nicht nötig gewesen!

Was mich zu Anfang noch genervt hat, war, das Colfer ständig "Anmerkungen" macht - das heisst, der Textfluss wird durch schräggeschriebene Passagen unterbrochen, die meist einen Sachverhalt, ein Wort oder eine (fremde) Person näher beleuchten. Zusätzlich kommt nach jeder Anmerkung ein Absatz. Hier hat man seine Schwierigkeiten. Und Colfer macht ziemlich viele Anmerkungen. Aber letztendlich ist "Und übrigens noch was" ein würdiger Nachfolger und Colfer kommt meiner unmaßgeblichen Meinung nach zumindest in die Nähe des großartigen Douglas Adams.

Für einen motivierten Autor, der in Douglas Adams ein Vorbild sieht, die Geschichte relativ sinnvoll weiterführt, die alten Charaktere wiedererkennbar bleiben lässt, aber zu viele Anmerkungen einstreut, vier Sterne.
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Dezember 2009
Ich habe mehr oder weniger durch Zufall erfahren, dass kürzlich diese Fortsetzung der Anhalter-Reihe erschienen ist. Die anderen 5 Bände habe ich vor etwas mehr als 10 Jahren im Alter von 15 gelesen und fand sie einfach nur genial. Ich habe das Hörbuch gehört, die alte Serie gesehen von der es ein paar Folgen gab, den Kinofilm, also musste ich jetzt auch dieses Buch lesen.

Es ist sehr mutig eine Forsetzung zu einer Sci-Fi-Reihe zu schreiben, dessen Autor gestorben ist und welche einen so großen Kultstatus mit Millionen von Fans eingenommen hat.

Zuerst zur Story (wer sich die Spannung nicht verderben will sollte diesen Absatz überspringen): Die Erde wird jetzt entgültig zerstört (mal wieder), aber Arthur, Ford, Random und Trillian werden von der Herz aus Gold geretten (mal wieder). Bei dieser Gelegenheit treffen sie auf das Raumschiff von Wowbagger, einem unsterblichen Alien, welches durch das Weltall reist, um alle Bewohner zu beleidigen. Er lässt sie auf seinem vom Donnergott Thor geklauten Schiff mitreisen, unter der Bedingung, dass Zaphod dafür sorgt, dass er endlich umgebracht wird. Zaphod arrangiert ein Treffen mit Thor, welcher durch diese Gegelegenheit versucht seine durch ein veröffentlichtes Video ruinierte Karriere wieder aufzubessern. Schauplatz hierfür ist der Planet namens Nano, auf welchen die letzten reichen Erdlinge geflüchtet sind und welcher von den Vogonen zerstört werden soll (welch Wunder aber auch). Zum Schluss gibt es ein großes Happy End- Thors Karriere ist gerettet, die Vogonen zerstören Nano nicht, Der Unsterbliche wird sterblich und fliegt mit Trillian auf Flitterwochen, Random wird umgänglicher und bleibt mit Arthur auf Nano. Jedoch plagt Arthur das Fernweh und er begibt sich zum Schluss wieder auf die Reise.

Der Roman ist gut zu lesen, ein roter Faden und eine Story ist sogar eher zu erkennen als bei den anderen fünf Bänden. Die Geschichte knüpft an das Ende des letzten Bandes an und man merkt, dass der Autor viel Hintergrundwissen über die Reihe hat. Jedoch ist es, obwohl es versucht wurde nicht der gleiche Stil wie der von Douglas Adams. Die Einschübe der Zitate aus dem Anhalter waren bei Adams viel witziger und geistreicher, hier wirken sie an einigen Stellen etwas bemüht. Allgemein waren die Anhalter-Romane witziger (was wie ich zugeben muss auch daran liegen kann, dass ich diese als Teenager damals gelesen und vielleicht auch anders wahrgenommen habe) und haben eine größere Situationskomik enthalten. So konnte ich mich bei den Anhalter-Ronmanen an einigen Stellen vor Lachen fast wegschmeissen, bei dieser Fortsetzung aber kam nur ab und zu mal ein leichtes Schmunzeln zu Stande.
Ich habe die englische Originalfassung nicht gelesen, aber ich hatte an einigen Stellen das Gefühl, das Wortwitze und Anspielungen verloren oder nicht ganz korrekt wiedergegeben worden sind.

Zusammenfassen kann man sagen, dass "Und Übrigens noch was...." ein würdiger und gut zu lesener Nachfolger der Anhalter-Reihe ist, man aber auch auf ihn hätte verzichten können.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Juni 2013
Das Buch ist, wenn man so will, die sechste Episode der vierteiligen Trilogie, in fünf Bänden. Schön ist, dass man der Anhalter Reihe einen jeweils komplett unterschiedlichen Gesamtzauber entlocken kann, je nach dem, ob man nach dem dritten, dem vierten, dem fünften oder eben dem sechsten Band aufhört zu lesen. Jedes dieser Enden wäre als Gesamtende geeignet. Je nach Geschmack nimmt man halt ein Buch dazu oder eben nicht. Ich kann mich manchen Leuten anschließen, die behaupten, die Reihe hätte durchaus mit einem früheren Band enden sollen, weil das Ende des einen oder anderen Buches einen wirklich ganz tollen Gesamteindruck ergeben würde und der wäre dann natürlich durch einen weiteren Band hinüber. Ein Erlebnis nachträglich wegdenken kann man schließlich nicht. Und man kann natürlich auch nicht vorher entscheiden, welchen Gesamteindruck man bevorzugen würde. Ein Teufelskreis.

Ich persönlich mag die Reihe sehr und habe sie bereits mehrere Male gelesen, zähle mich aber nicht zu den Fundamentalisten. Obwohl ich auch jedes Jahr den Handtuchtag feiere. Allerdings eher in aller Stille.
Meine Empfehlung, für alle, die intelligente und kreative Unterhaltung schätzen, bei der man auch hin und wieder vor Lachen den Kaffee ausspuckt, es aber nicht als Lebenseinstellung oder Alternativreligion begreift, lest ruhig alle Teile, sie machen alle Spaß.

Auch wenn ich teile, dass in dem hier vorliegenden Buch recht viele sehr bizarre und klamaukige Situationen entstehen und ja, auch überraschend oft auf vergangene Ereignisse Bezug genommen wird, kann ich nicht wirklich einen Unterschied zum durchaus nicht gradlinigen Stil von Douglas Adams empfinden. Eoin Colfer hat ein mächtiges Erbe angetreten und war sich dessen sicher auch Bewusst. Und ja, es gibt, wie beim Steve Jobs Nachfolger, immer einen aufgebrachten Mob mit Fackeln und Mistgabeln die im Eifer nach Verrat schreien.

Ich finde die Umsetzung gelungen. Eine klare Kaufempfehlung.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Februar 2010
Colfers Roman setzt dort an, wo die Anhalter-Pentalogie aufhört. Im Zentrum der Erzählung stehen (neben den üblichen Verdächtigen) zwei Randfiguren aus den ursprünglichen Büchern: Thor, der nordische Gott, der mit Karriereproblemen zu kämpfen hat, und Bowerick Wowbagger, der übellaunige Unsterbliche, der seine Existenz unendlich satt hat. Arthurs Tochter Random Dent-Vielfileger spielt ebenfalls eine wichtige Rolle.

Um diese illustre Gruppe entspinnt sich eine turbulente Geschichte, der es an Adams-mäßig verrückten Einfällen nicht mangelt; ebensowenig an schlagkräftigen Gags in schneller Abfolge.

Leider hat man stellenweise das Gefühl, der Autor käme mit den Begrifflichkeiten und Namen aus den ursprünglichen Büchern gelegentlich durcheinander (Stichwort: Grebulonier vs. Barteldaner). Oft kratzt man sich verhalten am Kopf und fragt sich: "Hat DER das falsch verstanden, oder ICH?".
Einige der Szenen wirken allerdings ein wenig, als seien sie aus dem Ur-Anhalter abgeschrieben. Gerade die Szenen auf Nano erinnern doch sehr an die Passagen mit den naiv-arroganten Grebuloniern in der Urgeschichte der Erde.

Echte Fans werden sich das Buch ohnehin kaufen, auch wenn es gerade für begeisterte Anhalter-Leser wohl einiges zu meckern geben wird. Immerhin führt Colfer pflichtschuldig die wichtigsten Running-Gags weiter, die im Ur-Anhalter auftauchen.

Für alle, die die ursprünglichen Teile nicht gelesen haben, ist das Buch als witzige, originelle und teils recht tiefgründige SciFi-Comedy durchweg zu empfehlen.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Februar 2010
Ich bin ein alter Douglas Adams-Fan (damals die Anhalter-Trilogie beim Zweitausendeins-Verlag entdeckt *schwelg*) und war ebenso erstaunt wie gespannt, als ich überraschend von einem sechsten Teil hörte. Ich habe ihn nun gelesen und bin damit gut zufrieden. Es ist halt nicht Douglas Adams und Mr. Colfer hat einfach einen anderen Stil. Den verwendet er auch selbstbewusst und versucht gar nicht, Douglas Adams zu imitieren, was sicher überhaupt nicht funktioniert hätte.
Auf den ersten Seiten schien mir manches ein wenig zu bemüht, aber vielleicht habe ich mir das auch nur eingebildet. Im weiteren Verlauf ist es mir jedenfalls nicht mehr so aufgefallen. Es ist einfach eine Fortsetzung der Geschichte, die wahrscheinlich durchaus im Sinne des Erfinders ist, auch wenn Douglas Adams dieses Buch SO sicher nie geschrieben hätte. Aber man hätte dafür wirklich schlechtere "Gastautoren" finden können.
Ich muss dazu noch sagen, dass es für mich auch innerhalb der ersten Bände schon starke stilistische Unterschiede gab. So erreichte Teil 3 nicht ganz die Klasse von 1 und 2 und die Bände 4 und 5 waren - ähnlich wie jetzt Teil 6 - "anders", aber trotzdem gut. Band 5 fand ich aber immer am schwächsten.

Fazit: Wer hätte gedacht, dass es nochmal einen neuen "Anhalter"-Band gibt. Und das nicht nur als billiger Abklatsch zum Geldmachen, sondern ein eigenständiges, intelligentes Werk. Ich finde es gut so.

Punktebewertung ist etwas schwierig: Innerhalb der "Trilogie" würde es wohl nicht für 5 Sterne reichen. Aber wenn man es mit manch anderem Machwerk im Buchladen vergleicht (und das ist ja wohl der eigentliche Sinn), dann reicht es locker dafür.
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29 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Juli 2010
Ich muss Dich vorwarnen:

Als großer Douglas Adams Fan war ich sehr gespannt auf diesen 6ten Teil. Ich empfand den Abschluß der Trilogie mit dem doch eher faden und wenig humorvollen, ja recht depressiven 5. Teil doch als eher enttäuschend. Zumal der erste Teil einen wirklich frischen Humor verkörperte und vor Wortwitz nur so sprühte. Das fehlte dem 5. Teil. Und irgendwie habe ich den Eindruck, dass Eoin Cofler mit seinem Buch das Humordefizit des 5. Teils mit ausgleichen wollte.

"Und übrigens noch was..." überschlägt sich mit Skurilitäten und Witzen, verläßt dabei aber nur sehr selten den Klamauk-Bereich und pendelt sich damit auf einer der unteren Humorebenen ein. Sämtliche Figuren werden - ich mag es kaum sagen - in idiotischer Weise überzeichnet. Oder um es klarer auszudrücken: Statt Charakter mit liebenswerten Eigenschaften zu zeichnen, mit denen sich der Leser identifizieren kann, wird an jeder Textstelle daran gearbeitet, alle Personen als komplette Idioten wirken zu lassen. Sowohl in derem Handeln, als auch in den ausgeführten Aktionen. Nicht, dass man von Ford oder Arthur ständig hochinterllektuelle Geistesblitze erwarten würde, aber eine derartige Verunstaltung haben diese Figuren nicht verdient.

Was anfangs noch für Grinsen und Schmuzeln sorgt sind die "Anmerkungen". Ein Stilelement, welches mir bei den Adams-Büchern äußert gut gefallen hat und den Humor tatkräftig unterstützte. Doch wenn man pro gefühlter Leseseite mit mindesten 2 Anmerkungen konfrontiert wird, fängt dieses Stilelement schon nach den ersten paar Seiten gehörig an zu nerven! Ich gehe soweit, dass die Seitenzahl durch das Streichen der zahlreichen Anmerkungen locker halbiert werden könnte.

Schlußendlich bleibt der Eindruck, dass dieses Buch "bemüht" daher kommt. Der Humor ist oft sinnfrei und wirkt erzwungen komisch. Die Story fand ich nun wirklich nicht umwerfend. Und die Figuren - na ja - siehe oben.... Ich hätte im Nachgang viel besser damit leben können, dass der Anhalter nach dem 5. Teil definitiv zu Ende ist. Verschwendete Zeit, verschwendetes Geld und was am schlimmsten ist: verschwendete Hoffnung.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Mai 2014
Das war das schlechteste Buch, das ich je gelesen habe. Ich hatte davor die 5teilige Trilogie (mittlerweile zum dritten mal) in der englischen Originalfassung gelesen und habe mich auf den vermeintlich letzten teil gefreut. Was für eine Enttäuschung!!! Die Handlung des letzten Teils ist unlogisch,die Personen nervig und alles wirkt irgendwie zusammengeschustert. Am schlimmsten finde ich aber die Dialoge. Die wirken so, als hätten sie nur den Zweck, die Seiten zu füllen. Vielleicht liegts ja auch nur an der schlechten Übersetzung.
Fazit: wem die Trilogie gefallen hat und wer den Anhalter in guter Erinnerung behalten möchte, der sollte die Finger von diesem sechsten Band lassen - zumindest von der deutschen Übersetzung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Juli 2014
Ich muss gestehen, ich bin im Moment erst bei der Hälfte des Buches angelangt, aber das Buch war bisher - nun ja - keine Überraschung... Gekauft habe ich es wegen einer Mischung aus Neugier und weil ich sowieso wegen eines anderen Artikels versandtkostenfrei bestellen wollte.

Von Carsten Krautwald kam schon eine Rezension, die das Elend gut beschreibt (http://www.amazon.de/review/R2FALXHOM6HYY6/ref=cm_cr_pr_viewpnt#R2FALXHOM6HYY6). Kurz zusammengefasst (mit eigenen Ergänzungen) die wichtigsten Kritikpunkte:

-krampfhaft Versuche witzig zu sein auf Kosten der Persönlichkeit der Charaktere (die somit verloren geht), ständiger Referenzen auf die alten Bücher und sonstiger, kleinerer Anmerkungen, von denen es zu viele gibt im Buch.

-Dazu kommt, dass aufgrund des oben genannten Punktes das Bild, das ich von den Charakteren hatte, sich unangenehm veränderte. Als Beispiel nehme ich mal Arthur - er schien mir (in den ersten Büchern) eher "naiv-dümmlich", nicht, wie in diesem Buch, "dumm-dümmlich".

-Das 5. Buch (was noch von Adams war) mag sowieso schon der schlechteste Teil der ersten 5 Bücher gewesen sein. Aber er hatte ein Ende. Alleine wie dieses Buch hier krampfhaft die Charaktere "wiederbelebt" hatte durch eine mehr als seltsame Begründung... nun ja...das ist aus meiner Sicht nicht mit dem. 5. Buch vereinbar.

Buchkauf und die Rezension hier liegen weit auseinander - dies liegt daran, dass ich zwischendurch eine Pause einlegte nach ca. 1/3 des Buches. Ich konnte es einfach nicht mehr weiterlesen.

Warum ich trotzdem 2 Sterne vergebe? Das Buch hat wirklich ein paar witzige Momente und nicht nur schlechte Ideen. Wowbacker wird in dem Buch genauer unter die Lupe genommen (denn wie oben schon angedeutet, werden die Inhalte der der alten Bücher krampfhaft recycelt, wohl als eine Art Fanservice oder aus Mangel an eigenen Ideen), um ein Beispiel zu nennen, was ich ganz witzig fand (ob das im Sinne von Adams wäre, steht auf einem anderen Blatt Papier). Und: Es sind - wenn auch in einer entstellten Form - Charaktere, die ich sehr gerne wieder lesen wollte.

So gesehen konnte ich nicht mehr oder weniger als die 2 Sterne vergeben. Das nächste Mal würde ich mir aber eher ein Handtuch auf Amazon bestellen, als ein weiteres Anhalter-Buch (sollte je wieder eines erscheinen).
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ich habe mich direkt an beiden Medien versucht, aber sowohl am Buch als auch am Hörbuch bin ich gescheitert. Zunächst einmal ist die Idee, dass "Anhalter" Universum weiter fortzuführen keine so schlechte. Allerdings liegt die Meßlatte auch verdammt hoch - vor allem weil Douglas Adams es verstand Witz mit gnadenlose Weisheiten miteinander zu verbinden. Noch heute lache ich mich bei der Vorstellung des Einsiedlers kaputt, der als irre angesehen wird, da er sein Haus außen tapeziert hat. Sein Argument: er ist aus dem Irrenhaus ausgezogen, denn draußen sind sie alle ...

Douglas Adams` Erzählstil lebte mit kleinen Spitzen bei der Beschreibung. Eoin Colfer versucht diesen Stil zu imitieren und findet allerdings nicht das richtige Maß. Weniger wäre hier manchmal mehr gewesen. Oder vielleicht erst gar nicht versuchen den Stil von Adams` nachzueifern. Ich muss allerdings zugeben, dass ich auch nur knapp 100 Seiten des Buches geschafft habe. Danach wollte ich nicht mehr ... Mir war der aufgesetzte Humor einfach zu platt - wirkte für mich eher wie Terry Pratchett als wie Douglas Adams.

Viel schlimmer ist noch das Hörbuch. Ich kenne recht viele Hörbücher und Stefan Kaminski war mir bisher nur von einem Hörbuch bekannt und zwar von Neil Gaiman`s "American Gods". Dort hat er mir sehr gut gefallen als Vorleser. Bei "Übrigens noch was" übertreibt er jedoch maßlos und ich zumindest ich finde das überhaupt nicht lustig. Da wird an falscher Stelle betont und das Tempo gedehnt, so dass mir wirklich die Lust genommen wurde mir das weiter anzuhören. Auch versucht er sich an verschiedenen Stimmimitationen, was rein technisch ganz gut gemacht sein mag, aber vortragstechnisch zumindest bei mir so gar nicht ankommt. Spätestens wenn er den "blubbernden Masseur" auspackt, kann man entscheiden ob man das noch lustig findet oder nicht. Für mich war es nix, aber andere finden es vielleicht toll.
Bei der Lesung habe ich also nicht mal eine CD geschafft, was wirklich eine Seltenheit darstellt, da ich sonst so ziemlich alles zuende höre, was ich begonnen habe.

Ich werde mir daher nochmal das Buch vornehmen, aber wirklich freuen tue ich mich nicht mehr drauf.

Vorläufige und sehr subjektive 1 Stern Bewertung und den gibts vor allem für den mutigen Versuch Band 6 zu schreiben!
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