Fashion Sale Hier klicken Sport & Outdoor reduziertemalbuecher Cloud Drive Photos yuneec Learn More saison Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Summer Sale 16

Kundenrezensionen

3,4 von 5 Sternen
71
3,4 von 5 Sternen
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 2. November 2009
Vorausschickend muss ich sagen, dass es mir völlig entgangen war, dass es einen sechsten Teil der Trilogie geben würde. Ich war also zunächst einmal geschockt, als ich das Buch im Buchladen meines Vertrauens liegen sah. Mein erster Gedanke ging - wie bei offenbar vielen anderen auch - in Richtung "Blasphemie" - wer kann es wagen, das Werk des unsterblichen Douglas Adams weiterführen zu wollen?!

Selbstverständlich habe ich "Und übrigens noch was'" dennoch sofort gelesen und mich natürlich auch mit den Gründen beschäftigt, die Eoin Colfer, immerhin bislang eher im Kinder- und Jugendbuch-Bereich bekannt geworden, zu dieser Fortsetzung bewegt haben. Danach kann man wohl zumindest ausschließen, dass Colfer nur anlässlich des dreißigjährigen Jubiläums der "Anhalter"-Reihe als Trittbrettfahrer absahnen wollte. Douglas Adams selbst hat gesagt, dass fünf Bände eine unglückliche Zahl darstellen und dass er bei Gelegenheit gerne noch einen sechsten Band als Abschluss der Reihe schreiben würde. Insofern ist "Und übrigens noch was'" also sozusagen "legitimiert". Darüber hinaus hat Douglas Adams' Witwe Jane Belson diesen sechsten Band ausdrücklich autorisiert. Dennoch wird das Werk unter "Anhalter"-Fans sicher Anlass zu Diskussionen geben.

Aber zum Buch selbst:

Generell kann man sagen, dass Colfer seinen DNA gelesen hat, und das wirklich bis ins Detail. Der Erfinder von Artemis Fowl hat mit seinem Buch den an sich lobenswerten Versuch unternommen, viele offene Fragen und lose Enden aus den ersten fünf Bänden (plus den Fragmenten aus "Lachs im Zweifel") aufzuarbeiten und dabei einerseits den adams'schen Stil fortzuführen, andererseits aber auch eigene Akzente zu setzen. Der Versuch ist (meiner Ansicht nach, und nach mehrmaligem Lesen) über weite Strecken gelungen, aber nicht durchgehend. Ähnlich wie Terry Jones' "Raumschiff Titanic" krankt auch Colfers Buch schlicht an der Unmöglichkeit, den originellen Witz, der Adams stets auszeichnete, nachzuahmen. Vieles, was der Ire schreibt, könnte zwar vom Schreibstil oder von der Idee her beinahe von Adams sein, aber eben nur beinahe. Vom westlichen Spiralarm der Galaxis über die "Herz aus Gold" bis zu einem gewissen A. Grajag sind nahezu alle Personen und Zutaten enthalten, die den "Anhalter" zu einem so unvergleichlichen Lesevergnügen gemacht haben, selbstverständlich auch die Hauptfiguren Arthur Dent, Zaphod, Trillian, Ford, Random Dent und nicht zuletzt die Vogonen um Prostetnik Jeltz, der arbeitslose Donnergott Thor und viele(s) mehr. Aber trotz vieler durchaus gelungener Erzählstränge und Einfälle: einiges wirkt seltsam bemüht; weniger wäre an manchen Stellen mehr gewesen. Das Ganze bleibt trotz - oder gerade wegen - der Überfülle an wieder aus der Schatzkiste der ersten fünf Bände geholten bekannten Zutaten über weite Strecken doch überraschend bieder; es fehlen die wirklichen Überraschungsmomente. Was ich wohl am meisten vermisse, ist das laute Hinaus-Lachen, das einen an vielen aberwitzigen Stellen der klassischen Adams-Bücher überkam. Aber dass Colfer sein Vorbild Adams hier erreichen oder gar übertreffen würde, war auch nicht zu erwarten und er hat es wohl selbst auch nicht geglaubt, als er an die Aufgabe heran ging.

Eine weitere Schwäche liegt für mein persönliches Gefühl in der Übersetzung. Nichts gegen Gunnar Kwisinski, auch er hat im Grunde einen guten Job bei der Übersetzung gemacht. Aber er ist nunmal nicht vom "Fach", das heißt, nicht aus dem Bereich der Sci-Fi-Parodie, sondern kommt als Schriftsteller aus dem Krimi-Genre. Mit den kongenialen Adams-Übersetzungen eines Benjamin Schwarz oder auch eines Sven Böttcher kann er nicht ganz mithalten. Ich empfehle daher, wenn möglich auch die englische Originalfassung "And another Thing'" zu lesen. Hier kommt meiner Meinung nach der bei Colfer durchaus vorhandene adams-typische Humor noch besser zum Tragen.

Fazit: "Und übrigens noch was'" gelesen zu haben ist für "Anhalter"-Fans zweifellos ein Muss. Es ist gut, dass die "Anhalter"-Reihe nicht mit dem eher düsteren "Mostly Harmless" endet. Hut ab vor Eoin Colfers Mut, das Unmögliche zu versuchen. Und das Buch ist alles in allem weiß Gott nicht schlecht geraten. Man sollte ihm eine Chance geben und es unvoreingenommen und ohne allzugroße Erwartungen und Vorab-Vergleiche lesen. Dann macht es Spaß. Aber es bleibt dabei: Pluralzonen hin oder her - Douglas Noel Adams ist und bleibt leider toter als Hotblack Desiato, und niemand wird ihn je ersetzen können.
44 Kommentare| 153 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Juni 2013
Das Buch ist, wenn man so will, die sechste Episode der vierteiligen Trilogie, in fünf Bänden. Schön ist, dass man der Anhalter Reihe einen jeweils komplett unterschiedlichen Gesamtzauber entlocken kann, je nach dem, ob man nach dem dritten, dem vierten, dem fünften oder eben dem sechsten Band aufhört zu lesen. Jedes dieser Enden wäre als Gesamtende geeignet. Je nach Geschmack nimmt man halt ein Buch dazu oder eben nicht. Ich kann mich manchen Leuten anschließen, die behaupten, die Reihe hätte durchaus mit einem früheren Band enden sollen, weil das Ende des einen oder anderen Buches einen wirklich ganz tollen Gesamteindruck ergeben würde und der wäre dann natürlich durch einen weiteren Band hinüber. Ein Erlebnis nachträglich wegdenken kann man schließlich nicht. Und man kann natürlich auch nicht vorher entscheiden, welchen Gesamteindruck man bevorzugen würde. Ein Teufelskreis.

Ich persönlich mag die Reihe sehr und habe sie bereits mehrere Male gelesen, zähle mich aber nicht zu den Fundamentalisten. Obwohl ich auch jedes Jahr den Handtuchtag feiere. Allerdings eher in aller Stille.
Meine Empfehlung, für alle, die intelligente und kreative Unterhaltung schätzen, bei der man auch hin und wieder vor Lachen den Kaffee ausspuckt, es aber nicht als Lebenseinstellung oder Alternativreligion begreift, lest ruhig alle Teile, sie machen alle Spaß.

Auch wenn ich teile, dass in dem hier vorliegenden Buch recht viele sehr bizarre und klamaukige Situationen entstehen und ja, auch überraschend oft auf vergangene Ereignisse Bezug genommen wird, kann ich nicht wirklich einen Unterschied zum durchaus nicht gradlinigen Stil von Douglas Adams empfinden. Eoin Colfer hat ein mächtiges Erbe angetreten und war sich dessen sicher auch Bewusst. Und ja, es gibt, wie beim Steve Jobs Nachfolger, immer einen aufgebrachten Mob mit Fackeln und Mistgabeln die im Eifer nach Verrat schreien.

Ich finde die Umsetzung gelungen. Eine klare Kaufempfehlung.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Dezember 2009
Ich habe mehr oder weniger durch Zufall erfahren, dass kürzlich diese Fortsetzung der Anhalter-Reihe erschienen ist. Die anderen 5 Bände habe ich vor etwas mehr als 10 Jahren im Alter von 15 gelesen und fand sie einfach nur genial. Ich habe das Hörbuch gehört, die alte Serie gesehen von der es ein paar Folgen gab, den Kinofilm, also musste ich jetzt auch dieses Buch lesen.

Es ist sehr mutig eine Forsetzung zu einer Sci-Fi-Reihe zu schreiben, dessen Autor gestorben ist und welche einen so großen Kultstatus mit Millionen von Fans eingenommen hat.

Zuerst zur Story (wer sich die Spannung nicht verderben will sollte diesen Absatz überspringen): Die Erde wird jetzt entgültig zerstört (mal wieder), aber Arthur, Ford, Random und Trillian werden von der Herz aus Gold geretten (mal wieder). Bei dieser Gelegenheit treffen sie auf das Raumschiff von Wowbagger, einem unsterblichen Alien, welches durch das Weltall reist, um alle Bewohner zu beleidigen. Er lässt sie auf seinem vom Donnergott Thor geklauten Schiff mitreisen, unter der Bedingung, dass Zaphod dafür sorgt, dass er endlich umgebracht wird. Zaphod arrangiert ein Treffen mit Thor, welcher durch diese Gegelegenheit versucht seine durch ein veröffentlichtes Video ruinierte Karriere wieder aufzubessern. Schauplatz hierfür ist der Planet namens Nano, auf welchen die letzten reichen Erdlinge geflüchtet sind und welcher von den Vogonen zerstört werden soll (welch Wunder aber auch). Zum Schluss gibt es ein großes Happy End- Thors Karriere ist gerettet, die Vogonen zerstören Nano nicht, Der Unsterbliche wird sterblich und fliegt mit Trillian auf Flitterwochen, Random wird umgänglicher und bleibt mit Arthur auf Nano. Jedoch plagt Arthur das Fernweh und er begibt sich zum Schluss wieder auf die Reise.

Der Roman ist gut zu lesen, ein roter Faden und eine Story ist sogar eher zu erkennen als bei den anderen fünf Bänden. Die Geschichte knüpft an das Ende des letzten Bandes an und man merkt, dass der Autor viel Hintergrundwissen über die Reihe hat. Jedoch ist es, obwohl es versucht wurde nicht der gleiche Stil wie der von Douglas Adams. Die Einschübe der Zitate aus dem Anhalter waren bei Adams viel witziger und geistreicher, hier wirken sie an einigen Stellen etwas bemüht. Allgemein waren die Anhalter-Romane witziger (was wie ich zugeben muss auch daran liegen kann, dass ich diese als Teenager damals gelesen und vielleicht auch anders wahrgenommen habe) und haben eine größere Situationskomik enthalten. So konnte ich mich bei den Anhalter-Ronmanen an einigen Stellen vor Lachen fast wegschmeissen, bei dieser Fortsetzung aber kam nur ab und zu mal ein leichtes Schmunzeln zu Stande.
Ich habe die englische Originalfassung nicht gelesen, aber ich hatte an einigen Stellen das Gefühl, das Wortwitze und Anspielungen verloren oder nicht ganz korrekt wiedergegeben worden sind.

Zusammenfassen kann man sagen, dass "Und Übrigens noch was...." ein würdiger und gut zu lesener Nachfolger der Anhalter-Reihe ist, man aber auch auf ihn hätte verzichten können.
22 Kommentare| 20 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. Februar 2010
Eoin Colfer ist nicht Douglas Adams. Aber er ist motiviert und scheint sich im Anhalter-Universum gut auszukennen. Mir jedenfalls hat er das Gefühl gegeben, wieder mit den echten Trillian, Arthur, Ford und Zaphod unterwegs zu sein. Die Story an sich ist ein wenig dünn, denn so viel scheint eigentlich nicht zu passieren. Na gut, die Erde wird zerstört - aber das kennen die Fans der Reihe ja bereits.

Im Prinzip haben wir es mit einer relativ sinnvollen Weiterführung der Anhalter-Reihe zu tun. Wobei mich die Erdlinge bzw. Flüchtlinge auf dem Planeten Nano ein wenig an die Golgafrinchaner erinnert haben...
Daneben beschlich mich das Gefühl, dass Colfer unbedingt alle Figuren aus den vorangegangenen Anhalter-Romanen in dem Buch erwähnen wollte - egal ob Thor, Eccentria Galumbitis, Wowbagger oder Fenchurch. Das wäre doch nicht nötig gewesen!

Was mich zu Anfang noch genervt hat, war, das Colfer ständig "Anmerkungen" macht - das heisst, der Textfluss wird durch schräggeschriebene Passagen unterbrochen, die meist einen Sachverhalt, ein Wort oder eine (fremde) Person näher beleuchten. Zusätzlich kommt nach jeder Anmerkung ein Absatz. Hier hat man seine Schwierigkeiten. Und Colfer macht ziemlich viele Anmerkungen. Aber letztendlich ist "Und übrigens noch was" ein würdiger Nachfolger und Colfer kommt meiner unmaßgeblichen Meinung nach zumindest in die Nähe des großartigen Douglas Adams.

Für einen motivierten Autor, der in Douglas Adams ein Vorbild sieht, die Geschichte relativ sinnvoll weiterführt, die alten Charaktere wiedererkennbar bleiben lässt, aber zu viele Anmerkungen einstreut, vier Sterne.
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Juli 2010
Ich muss Dich vorwarnen:

Als großer Douglas Adams Fan war ich sehr gespannt auf diesen 6ten Teil. Ich empfand den Abschluß der Trilogie mit dem doch eher faden und wenig humorvollen, ja recht depressiven 5. Teil doch als eher enttäuschend. Zumal der erste Teil einen wirklich frischen Humor verkörperte und vor Wortwitz nur so sprühte. Das fehlte dem 5. Teil. Und irgendwie habe ich den Eindruck, dass Eoin Cofler mit seinem Buch das Humordefizit des 5. Teils mit ausgleichen wollte.

"Und übrigens noch was..." überschlägt sich mit Skurilitäten und Witzen, verläßt dabei aber nur sehr selten den Klamauk-Bereich und pendelt sich damit auf einer der unteren Humorebenen ein. Sämtliche Figuren werden - ich mag es kaum sagen - in idiotischer Weise überzeichnet. Oder um es klarer auszudrücken: Statt Charakter mit liebenswerten Eigenschaften zu zeichnen, mit denen sich der Leser identifizieren kann, wird an jeder Textstelle daran gearbeitet, alle Personen als komplette Idioten wirken zu lassen. Sowohl in derem Handeln, als auch in den ausgeführten Aktionen. Nicht, dass man von Ford oder Arthur ständig hochinterllektuelle Geistesblitze erwarten würde, aber eine derartige Verunstaltung haben diese Figuren nicht verdient.

Was anfangs noch für Grinsen und Schmuzeln sorgt sind die "Anmerkungen". Ein Stilelement, welches mir bei den Adams-Büchern äußert gut gefallen hat und den Humor tatkräftig unterstützte. Doch wenn man pro gefühlter Leseseite mit mindesten 2 Anmerkungen konfrontiert wird, fängt dieses Stilelement schon nach den ersten paar Seiten gehörig an zu nerven! Ich gehe soweit, dass die Seitenzahl durch das Streichen der zahlreichen Anmerkungen locker halbiert werden könnte.

Schlußendlich bleibt der Eindruck, dass dieses Buch "bemüht" daher kommt. Der Humor ist oft sinnfrei und wirkt erzwungen komisch. Die Story fand ich nun wirklich nicht umwerfend. Und die Figuren - na ja - siehe oben.... Ich hätte im Nachgang viel besser damit leben können, dass der Anhalter nach dem 5. Teil definitiv zu Ende ist. Verschwendete Zeit, verschwendetes Geld und was am schlimmsten ist: verschwendete Hoffnung.
33 Kommentare| 30 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Juli 2014
Ich muss gestehen, ich bin im Moment erst bei der Hälfte des Buches angelangt, aber das Buch war bisher - nun ja - keine Überraschung... Gekauft habe ich es wegen einer Mischung aus Neugier und weil ich sowieso wegen eines anderen Artikels versandtkostenfrei bestellen wollte.

Von Carsten Krautwald kam schon eine Rezension, die das Elend gut beschreibt (http://www.amazon.de/review/R2FALXHOM6HYY6/ref=cm_cr_pr_viewpnt#R2FALXHOM6HYY6). Kurz zusammengefasst (mit eigenen Ergänzungen) die wichtigsten Kritikpunkte:

-krampfhaft Versuche witzig zu sein auf Kosten der Persönlichkeit der Charaktere (die somit verloren geht), ständiger Referenzen auf die alten Bücher und sonstiger, kleinerer Anmerkungen, von denen es zu viele gibt im Buch.

-Dazu kommt, dass aufgrund des oben genannten Punktes das Bild, das ich von den Charakteren hatte, sich unangenehm veränderte. Als Beispiel nehme ich mal Arthur - er schien mir (in den ersten Büchern) eher "naiv-dümmlich", nicht, wie in diesem Buch, "dumm-dümmlich".

-Das 5. Buch (was noch von Adams war) mag sowieso schon der schlechteste Teil der ersten 5 Bücher gewesen sein. Aber er hatte ein Ende. Alleine wie dieses Buch hier krampfhaft die Charaktere "wiederbelebt" hatte durch eine mehr als seltsame Begründung... nun ja...das ist aus meiner Sicht nicht mit dem. 5. Buch vereinbar.

Buchkauf und die Rezension hier liegen weit auseinander - dies liegt daran, dass ich zwischendurch eine Pause einlegte nach ca. 1/3 des Buches. Ich konnte es einfach nicht mehr weiterlesen.

Warum ich trotzdem 2 Sterne vergebe? Das Buch hat wirklich ein paar witzige Momente und nicht nur schlechte Ideen. Wowbacker wird in dem Buch genauer unter die Lupe genommen (denn wie oben schon angedeutet, werden die Inhalte der der alten Bücher krampfhaft recycelt, wohl als eine Art Fanservice oder aus Mangel an eigenen Ideen), um ein Beispiel zu nennen, was ich ganz witzig fand (ob das im Sinne von Adams wäre, steht auf einem anderen Blatt Papier). Und: Es sind - wenn auch in einer entstellten Form - Charaktere, die ich sehr gerne wieder lesen wollte.

So gesehen konnte ich nicht mehr oder weniger als die 2 Sterne vergeben. Das nächste Mal würde ich mir aber eher ein Handtuch auf Amazon bestellen, als ein weiteres Anhalter-Buch (sollte je wieder eines erscheinen).
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Februar 2010
Ich bin ein alter Douglas Adams-Fan (damals die Anhalter-Trilogie beim Zweitausendeins-Verlag entdeckt *schwelg*) und war ebenso erstaunt wie gespannt, als ich überraschend von einem sechsten Teil hörte. Ich habe ihn nun gelesen und bin damit gut zufrieden. Es ist halt nicht Douglas Adams und Mr. Colfer hat einfach einen anderen Stil. Den verwendet er auch selbstbewusst und versucht gar nicht, Douglas Adams zu imitieren, was sicher überhaupt nicht funktioniert hätte.
Auf den ersten Seiten schien mir manches ein wenig zu bemüht, aber vielleicht habe ich mir das auch nur eingebildet. Im weiteren Verlauf ist es mir jedenfalls nicht mehr so aufgefallen. Es ist einfach eine Fortsetzung der Geschichte, die wahrscheinlich durchaus im Sinne des Erfinders ist, auch wenn Douglas Adams dieses Buch SO sicher nie geschrieben hätte. Aber man hätte dafür wirklich schlechtere "Gastautoren" finden können.
Ich muss dazu noch sagen, dass es für mich auch innerhalb der ersten Bände schon starke stilistische Unterschiede gab. So erreichte Teil 3 nicht ganz die Klasse von 1 und 2 und die Bände 4 und 5 waren - ähnlich wie jetzt Teil 6 - "anders", aber trotzdem gut. Band 5 fand ich aber immer am schwächsten.

Fazit: Wer hätte gedacht, dass es nochmal einen neuen "Anhalter"-Band gibt. Und das nicht nur als billiger Abklatsch zum Geldmachen, sondern ein eigenständiges, intelligentes Werk. Ich finde es gut so.

Punktebewertung ist etwas schwierig: Innerhalb der "Trilogie" würde es wohl nicht für 5 Sterne reichen. Aber wenn man es mit manch anderem Machwerk im Buchladen vergleicht (und das ist ja wohl der eigentliche Sinn), dann reicht es locker dafür.
0Kommentar| 14 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Juli 2015
Würde dieser Roman nicht behaupten, mit dem „Per Anhalter durch die Galaxis“ etwas zu tun zu haben, dann könnte er als eine mehr oder weniger lustige übersteigerte Verrücktheit durchgehen. Als Fortsetzung oder Ergänzung des „Per Anhalter“ ist er jedoch eine jämmerliche Enttäuschung.
Zugegeben: Die Größe der Enttäuschung hat mit den Erwartungen zu tun aber das ist es ja: Die 5 Bücher der Trilogie von Douglas Adams haben die Messlatte sehr hoch gesetzt. Vom Witz und Ideenreichtum von Adams findet man hier nur einen traurigen Abklatsch, der sich im Bereich des Absurden - Lächerlichen bewegt.
Ich sage es selten von einem Buch, bei diesem allerdings muss ich sagen, dass ich den Eindruck nicht loswerde, die Zeit mit der Lektüre vergeudet zu haben.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. April 2015
Ich sollte zu Beginn anmerken, dass ich, was Eoin Colfer angeht, wohl vorgeschädigt bin, da ich nach zahlreichen Harry-Potter-Vergleichen bereits auf seine Artemis-Fowl-Reihe hereingefallen bin. Nach zwei Bänden musste ich dann für mich das Fazit ziehen, dass hier nur clevere Marketing-Strategen am Werk waren. Unabhängig hiervon denke ich, dass ich ganz objektiv behaupten kann, dass Colfers Versuch, die Anhalter-Trilogie zu einem befriedigenden Abschluss zu bringen, weit weniger als nur "größtenteils harmlos" ist.

Ich habe alle 5 Vorgänger noch einmal in einem Rutsch gelesen. Umso größer war dann der Absturz im sechsten Band. Dass man Humor nicht replizieren kann, wird hier deutlich wie nur irgendwas. Wo Adams in verzwirbelten Schachtelsätzen mit extrem hoher Trefferquote überrraschende Pointen präsentiert, lösen sich Colfers nicht selten ebenso verwurschtelte Sätze im Regelfall in belanglosen Fäkalwitzen und Platitüden auf. Irgendwo läuft alles auf Arsch, S****** oder dergleichen hinaus. Pinkelnde Sträucher sind da noch das harmloseste Übel. Wie man das nach 5 großartigen Vorgängern tatsächlich noch als Fortsetzung verkaufen kann, grenzt schon an bodenlose Frechheit, zumal auch die Dramaturgie und der Handlungsaufbau keinerlei Spannung aufkommen lassen wollen. Ungefähr 2/3 des Buches beschränkt sich auf 2 oder 3 parallel laufende Handlungsstränge, die bis zur totalen Erschöpfung aufgebläht werden und dem Leser somit auch noch das letzte Quentchen an Loyalität abverlangen. DIe unzähligen Anmerkungen mag ich eigentlich, wenn sie ebenso humorvoll wären wie beispielsweise bei Adams oder Pratchett. Sind sie aber nicht. Wenn Fips Asmussen noch Kassetten machen würde, hätte er sich hier fleißig bedient.

Zugegeben, der fünfte Band versprühte nicht gerade die positivste Stimmung, aber beim zweiten Lesen kam mir die Stimmung schon nicht mehr ganz so düster vor und nach dem Lesen des 6. Bandes erscheint mir der Vorgänger als perfektes Ende der Trilogie, zumal schon Colfers Wiederaufnahme der Handlung mehr als holprig war und mit mehreren Anschlussfehlern glänzt, über die man - zumindest am Anfang - noch hinwegzusehen bereit ist.

Nach etwa der Hälfte hab ich mich nur noch gequält und war irgendwann froh, als es vorbei war. Auch Adams hatte mal Durchhänger. Für mich waren das Band 2 und 4. Aber wer sich mit den Größten anlegt, muss sich auf Vergleiche gefallen lassen. Colfer ist weder Joanne K. Rowling, noch ein Douglas Adams. Wird Zeit, dass der Mann mal was eigenes schafft und nicht die Erbmasse von Erzählern schändet, die es in jeder Hinsicht besser können.

Finger weg!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Juli 2014
Erst im Nachhinein fällt mir auf, dass die lobenden Pressestimmen zu diesem Buch sich auf das Hörbuch beziehen - aber ich hatte die Kindle Ausgabe und war sehr enttäuscht, da Eoin Colfer ständig (fast auf jeder Seite) die bei D.Adams absurden und witzigen Gedanken und Ideen nicht nur einfach kopiert, sondern alle zu stark überspitzt. Ich habe nach der Hälfte des Buches aufgegeben, da allein diese übertriebenen Überspitzungen gefühlt 10% des Buches ausmachen und absolut nicht eine Bereicherung oder Erweiterung der Idee und den Darstellungen von D.Adams sind. Auch eigene, geniale, neue Ideen fehlen. Seine Witwe brauchte anscheinend Geld. Die meisten Bewertungen zu Büchern stammen (laut einer Umfrage) von Menschen, die diese Bücher gar nicht oder kaum gelesen haben - bei dem Buch könnte ich das sogar verstehen. Aber - natürlich hängen alle Bewertungen von Büchern letztendlich vom Geschmack ab - ich vergleiche lediglich das Original von D.Adams mit dieser Fortsetzung.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden