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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial - spannend bis zur letzten Seite!
Ich habe nun den Roman "Der goldene Kompaß" von Phillip Pullmann im Alter von 33 Jahren, und leider erst nachdem ich den Kinofilm gesehen habe, zum erstenmal gelesen.
Im Vergleich zum Kinofilm war ich von Pullmanns Romanvorlage in der Hinsicht absolut positiv überrascht, daß sowohl der Handlungsaufbau als auch die Beziehungen zwischen den handelnden...
Veröffentlicht am 8. März 2008 von Xela

versus
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2.0 von 5 Sternen Deutsche Übersetzung schwach
Inhalt dieser Rezension:
1. zur deutschen Übersetzung
2. Rezension des Inhalts
3. Fazit

ZUR DEUTSCHEN ÜBERSETZUNG
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Die Bewertung (2 Punkte) bezieht sich auf die deutsche Übersetzung (in der Hauptsache von Wolfram Ströle). Buchinhalt und Original hätten von mir nämlich die Höchstpunktzahl...
Vor 20 Monaten von Parry Hotter veröffentlicht


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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial - spannend bis zur letzten Seite!, 8. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Goldene Kompass / Das magische Messer / Das Bernstein-Teleskop: 3 Bde. (Taschenbuch)
Ich habe nun den Roman "Der goldene Kompaß" von Phillip Pullmann im Alter von 33 Jahren, und leider erst nachdem ich den Kinofilm gesehen habe, zum erstenmal gelesen.
Im Vergleich zum Kinofilm war ich von Pullmanns Romanvorlage in der Hinsicht absolut positiv überrascht, daß sowohl der Handlungsaufbau als auch die Beziehungen zwischen den handelnden Figuren einer konsequenten Logik folgen. Schade,daß im Film soviele wichtige Zusammenhänge völlig verdreht oder ausgelassen wurden und obendrein die Handlung dort mit überflüssigem Kitsch aufgebauscht wurde!

Als regelmäßiger und aufmerksamer Leser von Kinder- und Jugendliteratur ist mir bewußt, daß manche Autoren in diesem Genre, wie beispielsweise Cornelia Funke, sich mit einer Sprache an das junge Publikum wenden, welche in literarischer Hinsicht dichter und komplexer ist als die von Pullmann Verwendete. Das habe ich beim Lesen jedoch keineswegs als Nachteil empfunden. Pullmanns Sprache ist direkt, nüchtern, gut strukturiert, unmißverständlich und streng zweckorientiert: sie dient allein der Handlung, ohne dabei trivial oder fade zu wirken. Für einen Erwachsenen liest sich der Roman auf diese Weise wie von selbst, ohne daß literarischer Genuß auf der Strecke bleibt, und selbst einem jungen Leser, wie beispielsweise meinem 11-jährigen Neffen, dürften durch Pullmanns Sprachstil keine unüberwindbaren Hürden gesetzt sein und viel Raum für eigene Phantasie offen bleiben - das finde ich sehr schön.

Weiterhin fand ich die Welt der Kinder sehr schön geschildert; diese erhält eine absolut realitätsnahe Dimension. Ich fand es ganz bemerkenswert, daß die Figur Lyras im Verlauf der Handlung eben nicht zu einer Superheldin degeneriert, sondern bis zum Ende der Handlung glaubhaft als Kind geschildert wird.

Ein Kritikpunkt (aus Sicht eines Erwachsenen!) wäre die streng eingleisig geführte Handlung; ich möchte jedoch unterstellen, daß Pullmann gewiß in Hinsicht auf junge Leser ganz bewußt einen eingleisigen Handlungsverlauf gewählt hat. Mit meinem Wissen nach Lesen des Romanes: Ich würde meinem Neffen das Buch kaufen und auf den Kinobesuch verzichten!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach fesselnd, 27. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Goldene Kompass / Das magische Messer / Das Bernstein-Teleskop: 3 Bde. (Taschenbuch)
Hab diese Bücher vor langer Zeit mal gekauft und gelesen, ich war einfach begeistert, man taucht ein in eine fesselnde Fantasywelt, fast zum anfassen beschrieben. Damals musste ich noch auf das Erscheinen der einzelnen Bücher warten, hier haben sie direkt die Möglichkeit die geschlossene Trilogie zu kaufen, ich kann nur sagen, es lohnt sich. Über den Inhalt möchte ich hier nicht viel verraten, ich kann nur soviel sagen, wer den Film zum ersten Buch bereits gelesen hat, soll nicht enttäuscht sein, denn das Buch ist um Längen besser ;)

Hab diese Box bestellt und verschenkt, kam sehr gut an, ich würde sie wieder kaufen oder verschenken, also schlagt ruhig zu.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Deutsche Übersetzung schwach, 26. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Goldene Kompass / Das magische Messer / Das Bernstein-Teleskop: 3 Bde. (Taschenbuch)
Inhalt dieser Rezension:
1. zur deutschen Übersetzung
2. Rezension des Inhalts
3. Fazit

ZUR DEUTSCHEN ÜBERSETZUNG
========

Die Bewertung (2 Punkte) bezieht sich auf die deutsche Übersetzung (in der Hauptsache von Wolfram Ströle). Buchinhalt und Original hätten von mir nämlich die Höchstpunktzahl 5 (oder gar jenseits davon) erhalten.

Ich habe "Der Goldene Kompass" zunächst auf Deutsch angelesen und war sehr unzufrieden mit der (wie ich finde) holprigen Wortwahl und den knorrigen Satzkonstruktionen. Ein Lesevergnügen wollte sich nicht einstellen. Also habe ich mir die englischsprachige Originalfassung besorgt und war damit ungleich glücklicher.

Die deutsche Fassung schwächelt stark, und ich kann Stimmen verstehen, die die Erzählweise kritisieren. Ich finde sie unglaublich schlecht und sie erweckt bei mir den Eindruck eines schlampigen Erstversuchs. Ich habe mir später auch die beiden anderen Bücher "Das Magische Messer" und "Das Bernsteinteleskop" auf deutsch vorgenommen. Auch hier bekomme ich beim Lesen direkt die Krise - egal welches Kapitel ich versuche.

Beim direkten Vergleich merkt man besonders, wie der originale Erzählfluss durch ein stolperndes Deutsch gehemmt wird. Immer wieder passt für mich ein Satz nicht flüssig an den nächsten oder (unbedacht?) eingestreute Wörter brechen auch innerhalb eines Satzes den Lesefluss auf.

Ein Beispiel:
Ein einzelner Satz wie "When she felt a little cleaner and her thirst was satisfied, she looked up the slope again, to see that Will was awake." wird übersetzt in "Schließlich fühlte sich Lyra ein wenig sauberer, und ihr Durst war gestillt. [PUNKT] Sie drehte sich um. [PUNKT] Auch Will war inzwischen aufgewacht. [PUNKT]" Im Englischen fließt der Text dahin. Im Deutschen bleibt man ständig stehen (deswegen heißt im Englischen der Satzpunkt wohl auch: full stop) und wird sogar noch um Details betrogen. Was spricht dagegen, es folgendermaßen zu übersetzen: "Als Lyra sich sauberer fühlte und ihren Durst gestillt hatte, schaute sie nochmals den Hang hinauf und sah, dass Will aufgewacht war."?

Warum nur diese "gewaltsame" Textverhunzung???

Im gesamten Text findet man größere Umformulierungen, deren Sinn sich mir nicht erschließt, und Elemente der Geschichte werden nicht immer logisch oder im richtigen Zusammenhang übersetzt. Dass die "Spectres" (oder auch "Specters") in den Dark Materials eine besondere Bedeutung haben, dem das deutsche "Gespenst" in keinster Weise entsprechen kann, ist da wieder nur eines von unzähligen Beispielen.

Wenn jemand von Bord eines Schiffes geht, dies aber lediglich als in der Stadt "ankommen" übersetzt wird, ist das eine Simplifizierung des Sachverhalts, der sich in dieser Form durch die ganze Geschichte zieht und auch bei der Sprachverwendung wie Wortwahl und Grammatik zu finden ist. Weiteres Beispiel: "Quit daydreaming and take a sight." wird zu "Träume nicht, sondern schieße." Was soll das?

REZENSION DES INHALTS
========

Dieser Teil der Rezension bezieht sich also auf die englischsprachige Orginialfassung (bzw. die weitgehend identische amerikanische Fassung). Wesentliche Details zum Inhalt der Trilogie "His Dark Materials" (Originalname) von Philip Pullman wurden schon vielfach veröffentlicht, daher will ich diese nicht groß wiederholen, sondern auf Beschreibungen anderer Rezensenten oder die Wikipedia verweisen.

Dies ist also eine Rezension, die sich bemüht, nicht zu viel vom Inhalt der Geschichte preiszugeben. Trotzdem kurz vorab:
Im ersten Band dreht sich die Geschichte im Wesentlichen um Erlebnisse des Mädchens Lyra, die in einer Welt lebt, in der (vereinfacht beschrieben) die Seele eines Menschen in Form eines Tieres außerhalb des menschlichen Körpers lebt. Ab dem zweiten Band kommt ein Junge namens William (oder kurz: Will) dazu, der aus der Welt des Lesers (also unserer eigenen) stammt. Beide Kinder kommen also aus verschiedenen Welten, von denen unzählige "nebeneinander" existieren. Gemeinsam sind sie schließlich hauptverantwortlich dafür, wie sich die Zukunft aller Welten, aller Universen entwickeln wird - zum Guten oder zum Schlechten.

Pullmans Betrachtungsweise der Welt finde ich, ganz schlicht betrachtet, erst einmal interessant und dazu spannend zu lesen. Er greift in seiner Abenteuergeschichte zweier Kinder verschiedene, durchaus reale Aspekte der neuzeitlichen Physik auf und verknüpft sie mit biblisch-religiösen und alternativ-spirituellen Phänomenen. Dabei konstruiert er eine in sich recht stimmige Vielweltentheorie, in der mythologische Erscheinungsformen ebenso ihren Platz finden, wie Hexen, Engel und sogar Gott selbst - obgleich es zu letzterem eine besondere Erklärung/Geschichte gibt, die ich hier nicht verraten möchte.

Nach dem Lesen der "Chroniken von Narnia", in denen mir die omnipräsente christliche Symbolik nicht gefiel, präsentiert sich Pullmans Trilogie, die neben anderen Dingen ebenfalls mit christlichen Ideen durchsetzt ist, erfrischend anders - und dazu noch fantastisch komplex und trotzdem in sich unglaublich stimmig. Philip Pullmann gelingt es, ganz unterschiedliche Disziplinen, wie Physik, Religion, Mythologie, Kulturgeschichte, Ethik und ganz viel mehr derart miteinander zu verweben, dass ich an manchen Stellen beinahe zu glauben geneigt bin: 'Ja, im Kern könnte die Welt und das Leben darin tatsächlich genau so beschaffen sein.' (Dieser Zuspruch für Pullmans Ideen entwickelt sich bei mir auch deshalb, weil ich sowohl in religiös-spirituellen Fragen als auch auf dem Gebiet der Physik durchaus bewandert bin.)

In den "Dark Materials" schafft Pullman eine Welt, in der sich zum Beispiel spirituelle und religiöse Phänomene mit wissenschaftlichen Mitteln erklären lassen - allerdings ist dies eine Wissenschaft, die zwar an die Realität angelehnt, doch in ihren Details frei erfunden ist. In diesem Verflechten von Wissenschaft, Religion, Mythologie, Spiritualität u.v.m. wird aber auch eine typisch strenge wissenschaftlich-technische Betrachtungsweise durch spirituelle Einflüsse aufgeweicht. Unbelebte Materie als Gegenstand wissenschaftlicher Forschung zeigt plötzlich ein intelligentes Bewusstsein; dafür wird z.B. das, was wir als himmlische Mächte betrachten, entmystifiziert. Diese Dinge versteht Pullman in einer packenden Geschichte zu verarbeiten, in der hauptsächlich die beiden Kinder die Zunkunft der Welt (aller Welten) in den Händen halten.

[Achtung: Vereinzelte Bekanntgabe von Inhaltsteilen (=Spoiler) im folgenden Absatz]
Wie Lyra das Alethiometer (den goldenen "Kompass") liest; wie Will das magische Messer erhält und mit ihm umzugehen lernt; wie die Kinder von einer Welt in die nächste wechseln; wie sie sich selbst und ihre Möglichkeiten weiterentwickeln; wie trotz ihrer besonderen Hilfsmittel nicht alle Probleme ganz leicht gelöst werden können; wie sie, ohne es zu wissen, böse Mächte in die Welten einlassen; wie die "Versucherin" die Welt der Mulefa kennen (und den "Staub" zu sehen) lernt; wie dieser "Staub" für die Erklärung unzähliger Phänomene herangezogen wird; wie der "Staub" sogar in unserer realen Welt als echtes Mysterium unserer Wissenschaftler vorhanden ist; wie Lord Asriel seine Festung gegen die Heerscharen eines himmlischen Imperiums rüstet; wie die Kinder die Totenwelt erkunden, und wie sehr sie und ihre "Seelen" darunter leiden; wie sie den Argwohn gegenüber ihren Begleitern in Freundschaft und Zuneigung ändern; wie sie den Moment des Der-Kindheit-Entwachsen erleben; wie die tiefe Freundschaft unterschiedlichster Wesen zueinander entsteht und eine Gemeinschaft entsteht, die immer und überall füreinander eintritt; wie die Kinder ihre (tiergestaltenen) Seelen zu finden und zu retten versuchen; und wie dies alles als Erzählung miteinander in Einklang gebracht wird...

Dies (und noch viel, viel mehr) macht aus der Trilogie keine einfache Erzählung. Ich halte es vielmehr für ein Kunststück, so eine Welt (resp.: viele Welten) zu erschaffen. Und es ist meines Erachtens auch nicht möglich, nach dem ersten Buch "verstehen" zu wollen, worauf Philip Pullman am Ende hinauswill. "Der Goldene Kompass" ist als Einzelwerk nicht zu begreifen.

Wenn ich es richtig verstehe, haben kirchliche Verbände gerade in den USA zum Teil heftig gegen die "Dark Materials" demonstriert. Im Paralleluniversum des Mädchens Lyra, das sich in großen Teilen recht deutlich von unserem unterscheidet, hat eine dominante Kirche, die mit mittelalterlichen Methoden über die Menschen wacht, keinen besonders sympathischen Stand. In vielen dieser parallelen Universen agiert die institutionelle Kirche fehlgeleitet und im Grunde menschenfeindlich, bzw. sogar entgegen einer Art göttlicher Bestimmung. Dass diese Darstellung den christlichen Kirchen nicht gefällt, ist nachvollziehbar. Doch dass Pullman im Kern ganz vehement FÜR ein moralisches und ethisches Miteinander eintritt, das perfekt zu meinem Bild von christlicher Nächstenliebe passt, fällt wohl bei aller Kritik von christlichen Vereinigungen gerne unter den Tisch.

Weiter zur Erzählung:

Etwas störend empfand ich die Sprünge zwischen verschiedenen Erzählsträngen, besonders in Band 2 und 3. Verschiedene Personen haben unterschiedliche, aber miteinander verknüpfte und einander unterstützende Erlebnisse, denen die Erzählung durch viele Sprünge folgt. Manchmal fühle ich mich dabei geradezu aus einer spannenden Geschichte herausgerissen und in eine andere Erzählung hineingesetzt. Ich sehe aber ein, dass es enorm schwierig wäre, die komplexe Geschichte anders zu erzählen.

Der Gesamtverlauf der Trilogie gefällt mir sehr gut, mit einigen Details bin ich nicht so glücklich. Zum Beispiel gibt es höchst unwahrscheinliche Zufälle, die ich gern näher erläutert bekommen hätte. Dass Will zufällig über genau die Art von Portal, die sein Vater jahrelang gesucht hatte, in eine andere Welt stolpert, und das quasi fast vor der eigenen Haustür, ist schon merkwürdig. Da muss ich mir selbst zusammenreimen, dass dies wohl ein "staubgeleitetes" Schicksal ist. Oder warum ein bestimmter Mensch beim Eintritt in die andere Welt eine außerkörperliche Seele in Form eines Tieres erhält, ein anderer Mensch seine Seele aber weiterhin in sich trägt, ist mir nicht klar geworden.

Auch gefällt mir der wiederholt leichtfertige Umgang mit Tötungsabsichten zwölfjähriger Kinder nicht. Dass die Kids in frühen Konflikten immer wieder sagen dürfen, sie würden diesen oder jenen umbringen, wenn sie die Person nur in die Finger bekämen, stört mich. Dies passt auch irgendwie nicht zum schon oben angesprochenen ethisch unbedenklichen Miteinander, auf das die Trilogie eigentlich hinausläuft. Derlei "Fehltritte" der Kinder sind aber vielleicht auch deren Entwicklungsstadium geschuldet. Im dritten Band entfernen sich Lyra und Will schließlich von ihren kindlich-impulsiven Mordabsichten und äußern sich schließlich ganz reflektiert gegen Kriegstum und Gewalt (z.B. Will zu seinem Vater: "Du meintest, ich sei ein Krieger. Du sagtest, dies sei meine Natur und dass ich mich nicht dagegen sträuben solle. Doch du hattest Unrecht. Ich kämpfte, weil ich musste. Gegen meine Natur kann ich nichts, aber dennoch kann ich wählen, was ich tun WILL. Und ich WERDE wählen, denn jetzt bin ich frei.").

Auch dies zeigt also, wie wichtig es ist, die Trilogie als Ganzes zu lesen.

Trotz vereinzelter Inhalte, die ich nicht so mag, überwiegen aber doch ganz wesentlich die Fülle an Phantasie, die wundersam komplexe Vielfalt der Erlebnisse und die Art, wie so unterschiedliche Disziplinen wie Physik, Religion und weitere stimmig (meiner Meinung nach) miteinander verknüpft werden. In diesem Zusammenhang äußere ich gerne auch meine persönliche Meinung zum so oft hervorgebrachten Vergleich der "Dark Materials" mit Tolkiens "Lord of the Rings":

Ich habe beide Trilogien in kurzem zeitlichen Abstand auf Englisch gelesen und auch zum Teil nochmal abschnittsweise im Wechsel. Beide Werke erscheinen mir im englischen Original sprachlich sehr ansprechend. Was den Gehalt, die Komplexität, die Phantasie und die Umsetzung der jeweiligen Geschichte angeht, kann ich nicht anders, als Philip Pullman das deutlich größere Lob auszusprechen. Gegen seine Geschichte wirkt für mich der Herr der Ringe (obwohl durchaus gut) einfach nur schlicht und beinahe eindimensional. Vom Gehalt der Geschichte ist es mir, als sei der Herr der Ringe ein Hörbuch in Mono, und die Dark Materials ein visuelles 3D-Erlebnis mit Dolby-Surround.

FAZIT:
========

Tolle Bücher, eine phantastische Geschichte - wenn auch mit vereinzelten Aspekten, die mir nicht so gut gefallen. Dass die deutsche Übersetzung nicht so dolle geraten ist, dafür können Philip Pullman und seine Originalgeschichte nichts.

Wer im Englischen einigermaßen bewandert ist, sollte UNBEDINGT die Originalfassung versuchen. Selbst wenn man einzelne Vokabeln nicht begreift, dürfte das dem Verständnis in den meisten Fällen keinen Abbruch tun. Der Gewinn an Lesevergnügen wird ungleich größer sein.

Englisches Original: 5 Punkte (von mir aus sogar 6)
Deutsche Übersetzung: 2 Punkte
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5.0 von 5 Sternen Ein wahres muß für Fantasiefreunde!, 11. Juni 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Goldene Kompass / Das magische Messer / Das Bernstein-Teleskop: 3 Bde. (Taschenbuch)
Wer Fantasie mag, kommt an den Büchern nicht vorbei.
Tausend mal besser und spannender als der Film.
Dieses Buch ist nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsenen geeignet.
Am besten lesen!!!!!!!!!!!!!!!
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4.0 von 5 Sternen Gutes Buch, aber nichts für Kinder und durchaus auch traurig, 11. Februar 2011
Von 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Goldene Kompass / Das magische Messer / Das Bernstein-Teleskop: 3 Bde. (Taschenbuch)
Nur der erste Band wurde bisher verfilmt und obwohl die Verfilmung durchaus gelungen und oppulent erscheint, bleibt sie inhaltlich doch arg auf der Strecke, denn sie greift nur einen kleinen Teil der ganzen Geschichte heraus und es unklar ob er die übrigen Teil jemals verfilmt werden, denn zu unterschiedlich und zu kontrovers sind sie. Die Kirche kommt denkbar schlecht weg und würde wohl gerne eine weitere Verbreitung verhindern. Es lohnt sich also auch im Anschluss an den Film sich einmal die Bücher vorzunehmen. Am Ende des ersten Buches ist man dabei schon über die Handlung im Film hinaus und kommt in ganz neue Bereiche.

Die Bücher sind auch definitiv keine Kinderbücher. Es kommen von Anfang bis hin zum traurigen Ende immer wieder tragische und grausame Dinge vor, die man selbst als Erwachsener nicht teilnahmslos hinnimmt. Das Ende ist auch alles andere als Friede Freude Eierkuchen und hat mir eigentlich nicht gefallen. Nach großartigen Dingen die man in der Geschichte erleben darf, bleibt am Ende doch wieder so wenig übrig. Dennoch wird gerade dadurch auch eine wichtige Moral und Idee transportiert. In der Story steckt eine Weltanschauung und Philosophie die nicht nur reine Fiktion bleibt. Das macht es zu einem sehr guten und wertvollen Buch, aber nicht unbedingt zu einem das immer angenehm wäre.

Wer nur den Film "Der goldene Kompaß" kennt, wird vielleicht überrascht sein darüber was ihn weiter erwartet, denn es geht nicht nur um ein Fantasy-Setting mit Eisbären und Daemonen, sondern es kommen ein paar wohl vertraute und ernüchternde Perspektiven hinzu und vor allem das Thema von vielen verknüpften Welten. Gerade dieser viele Welten Aspekt fiel im Film komplett weg, ebenso wie die sich daraus entspinnende Frage nach Grundkonzepten von Existenz und Glück. Vor allem aber beschäftigt sich das Buch mit Liebe und Verlust und das so glaubhaft, dass es manchmal arg weh tut.

Einerseits ist das Buch schwer zu empfehlen, andererseits bleibt es ein schwieriger Brocken, grade wenn man das Ende erreicht. Aber wie man hören darf will der Autor noch wenigstens einen vierten Teil nachlegen, wenngleich der dritte Band abgeschlossen erscheint. Es darf also noch gehofft werden.
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5.0 von 5 Sternen schöne Geschichte, 29. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Goldene Kompass / Das magische Messer / Das Bernstein-Teleskop: 3 Bde. (Taschenbuch)
habe die Bücher für meine Tochter (15) erstanden, die ist sehr zufrieden - ich selber habe es im Original gelesen und kann nur sagen: ich finde die Geschichte toll und gut geschrieben.
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5.0 von 5 Sternen Klasse, 23. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Goldene Kompass / Das magische Messer / Das Bernstein-Teleskop: 3 Bde. (Taschenbuch)
Teil 1 hatten wir im Kino gesehen, und damals wurde gesagt es werde 3 Teile geben.
Ja leider wurden die Rechte weiterverkauft, da die Firma pleite war. Und es gab leider keine Kinoversion von Teil2 und 3.
Aber die Bücher sind super und als Film wären sie grantiert wunderschöne Fantasystreifen.

Schade so muß man sich mit den Büchern begnügen, naja regt ja die Fantasie noch mehr an .
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1.0 von 5 Sternen Das Bernstein-Teleskop, 16. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Goldene Kompass / Das magische Messer / Das Bernstein-Teleskop: 3 Bde. (Taschenbuch)
Durch den Film "Der Goldene Kompass" wurde ich auf diese 3 Bücher aufmerksam. Das letzte Buch habe ich nicht ganz gelesen. Ich glaube an Gott und wie Gott da dargestellt wird ist für mich Blasphemie.
In den zwei vorhergehenden Büchern war diesbezüglich noch alles offen, es konnte noch eine Wendung kommen. Wie aber dann Gott als alter, seniler Mann, den man in einer Sänfte tragen muss,- das war zu viel. Buch zu und weg.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar!, 12. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Goldene Kompass / Das magische Messer / Das Bernstein-Teleskop: 3 Bde. (Taschenbuch)
Diese Triologie habe ich verschlungen!

Sie läd zum Träumen von anderen Welten ein und hält über alle drei Teile die Spannung!

Habe leider nichts mehr in dieser Art finden können!
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Fängt stark an, lässt stark nach ..., 14. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Goldene Kompass / Das magische Messer / Das Bernstein-Teleskop: 3 Bde. (Taschenbuch)
Vom ersten Band war ich begeistert. Den zweiten fand ich noch gut, der dritte Band aber war mir teilweise zu "fantastisch" und leider fand ich ihn auch nicht mehr spannend. Mir fehlten nur noch 20 Seiten bis zum Ende des Buches und ich konnte mich nicht aufraffen, es zu Ende zu lesen. Sowas passiert mir eigentlich selten ...
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Der Goldene Kompass / Das magische Messer / Das Bernstein-Teleskop: 3 Bde.
Der Goldene Kompass / Das magische Messer / Das Bernstein-Teleskop: 3 Bde. von Philip Pullman (Taschenbuch - 21. Januar 2008)
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