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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen100
4,3 von 5 Sternen
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am 25. Januar 2008
Richard Bachman liefert wieder einmal gewohnt gute Kost ab. Obwohl es sich um einen "Schubladenroman" handelt, zieht King (Bachman)wieder alle Register seiner Schreibkunst.
Natürlich ist es absolut zu verurteilen, was die Hauptfigur "BLAZE" plant und ausführt. King schafft es jedoch den Leser für diese Figur zu begeistern und mit ihm leiden zu lassen. Ein guter Plan von King war es Blaze als geistig zurückgeblieben (Ergebnis eines brutalen Vaters) darzustellen. Somit denkt er nicht wirklich über seine Taten nach und gleicht an vielen Stellen des Buches eher einem kleinen Kind. Wut auf die Taten der Hauptfigur kommt daher nur selten auf, denn er weiss ja nicht, was er den Geschädigten damit antut.
Der andere Teil der Geschichte zeigt die Vergangenheit von Blaze, die oft noch mehr fesselt als die eigentliche Hauptgeschichte. Seine Internatvergangenheit wird darin spannend erzählt.
Horrorelemente findet man in der Geschichte allerdings keine. Bachman schreibt auch realer als King. Die Storys sind eher nachvollziehbar.
4 Sterne, weil es von Richard Bachman noch bessere Bücher gibt. Ich nenne hier nur "Todesmarsch", "Menschenjagd" oder "Der Fluch". Damit kann es Qual oder, was meiner Meinung nach wesentlich besser passt "BLAZE", leider nicht ganz aufnehmen.
Aber empfehlenswert ist das Buch auf jeden Fall. Es ist einfach unheimlich unterhaltsam.
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am 28. März 2009
Der liebevoll beschriebene Charakter des kriminellen "Blaze", der nicht viel Glück im Leben hatte und irgendwie trotzdem doch im innersten seines Herzen gut ist ... es ist eine rührende Geschichte... wie Stephen King, es fängt langsam an, man rutscht schön in die Geschichte rein, und so ziemlich in der Mitte geht es dann erst recht los und man erkennt auf was die Geschichte raus laufen wird.
Ich habe dieses Buch sehr genossen und habe es regelrecht verschlungen, aber als Stephen King Fan wahrscheinlich keine große Überraschung ;-)

Dieser Roman ist einer seiner frühen Richard Bachman Romane, und wurde Ende 1972 bis Anfang 1973 geschrieben, es it der letzte Bachman Roman, der veröffentlicht wurde. Auch wenn Stephen King selber in seinem Nachwort sagt, es ist ein Schubladenroman, denke ich das nicht, denn selbst er hat seine Meinung darüber auch wieder geändert - und das ist gut so!
Es ist kein typische Stephen King, aber man sollte bereit sein für "Neues" ...ähm, oder "Altes".
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am 9. Januar 2012
Stephen Kings (alias Richard Bachman) "Qual" hat mich wirklich überrascht. Ich wollte mit diesem Buch überprüfen, ob Meister King auch in der Lage ist, abseits des Horror Genres zu unterhalten. Und das ist er! So einfach und vorhersehbar die Geschichte um den Protagonisten Blaze auch sein mag. Man entwickelt eine unerwartete Sympathie zum vom Schicksal gebeutelten Antihelden. Die Geschichte wird immer wieder durch Rückblenden in Blaze' Vergangenheit unterbrochen, welche mich als Leser, Blaze Stück für Stück näher kommen und sein Verhalten verstehen lassen. Allerdings sind diese Rückblenden aus meiner Sicht teils unglücklich platziert, wodurch die Spannung hin und wieder abflacht.
Alles in Allem ein zu empfehlendes Buch.
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am 18. August 2007
Stephen King schrieb dieses Buch vor vielen Jahren in bester Richard Bachman Manier! Kein Horror oder Übernatürliche Elemente... Naja, bis auf die Tatsache dass der Hauptprotagonist 'nen gewissen Dachschaden hat und denkt, ein Geist spreche mit ihm... ;) Aber es geht hier nicht um Monster oder Schreckgespenster. Das hier ist ein solider, schneller, gut unterhaltender und (für mich) sehr packender Roman aus der Feder des Meisters! Ich hab mich gleich von Anfang an in den armen, vom Schicksal schwer mitgenommenen Clayton Blaisdell junior "verliebt" und musste am Ende auch mit Tränen kämpfen. Das Buch liest sich sehr schnell und wird zu keiner Sekunde langweilig oder langwierig. Die Rückblenden, die von Blaze's Kindheit und Jugend erzählend, sind herzergreifend und Packend. In kurzen Sätzen wird hier sehr viel Stimmung und Gefühl vermittelt - einfach überwältigend! Die Gegenwart ist eher ein Krimi, in dem es mit schnellem Tempo zur Sache geht. Sehr zu empfehlen (wie alles von Kind *g*)
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am 22. Oktober 2007
Richard Bachmann schreibt anders als Stephen King. Man könnte von einer künstlerischen Schizophrenie sprechen, die wir ja bereits aus dem Buch "Stark - The dark half" kennen. Und diese Schizophrenie hat den Vorteil, dass uns SK die vielfältigsten Werke liefert, an denen wir uns erfreuen können.
Wir können Stephen King danken (der in diesem Falle als "Nachlassverwalter" auftritt), dass er Qual (engl. orig. "Blaze") aus den Untiefen seiner Schubladen herausgekramt hat, einige Änderungen vornahm und uns jetzt einen erstklassigen Bachmann präsentiert, der seinen vorigen Werken in nichts nachsteht.
Die Geschichte ist sorgfältig ausgearbeitet, der Hauptcharakter wirkt überaus lebendig und authentisch, und der Wechsel zwischen Kindheit des Protagonisten und Haupthandlung ist brilliant komponiert. Man baut beim Lesen eine richtige Beziehung zu Blaze auf, und hofft, die Geschichte möge gut für ihn enden, obwohl man ganz genau weiß, dass solche Geschichten nie gut enden, und Blaze eigentlich nur verlieren kann. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt und man ist bis zur letzten Seite gespannt wie es weiter geht (na ja, fast bis zur letzten Seite).
Besonders raffiniert finde ich auch, dass man die beiden Handlungsverläufe (Entführung und Kindheit) getrennt voneinander lesen kann. Ich zum Beispiel werde mir die Kindheit von Blaze bestimmt noch ein paar Mal durchlesen (sie hat mir einfach so gut gefallen und war so mitreißend und authentisch; sie hatte ganz einfach Atmosphäre), allerdings ohne das ganze Buch zu lesen.
Abgerundet wird das Werk durch ein Nachwort, bei dem man beim Lesen das Gefühl hat, SK rede persönlich mit einem. Das ist halt sein Stil. Stephen King ist unwahrscheinlich persönlich in seiner Erzählweise und man/ich könnte ihm stundenlang zu hören, bzw. lesen.
Allerdings sei an dieser Stelle gesagt, dass es sich bei dem Nachwort eigentlich (im amerik. Original) um ein Vorwort handelt, deshalb sollte man es auch vor der Hauptgeschichte lesen.
Und damit sich die 19,95€ auch lohnen, bekommt man zusätzlich noch eine Kurzgeschichte, die gleich die Einführung für SK's neuen Roman, der demnächst erscheinen wird, darstellt.
Fazit: Ich kann Qual nur empfehlen. Die 19,95€ sind eine lohnende Investition!
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am 3. August 2011
Ich bezeichne mich als Stephen King-Fan, da ich seine Ideen und Stories sehr mag.

Die Vorgeschichte zu "Qual", wie es zu diesem Roman kam, war aber (leider) interessanter als das ganze Buch.

Hervorzuheben ist auf jeden Fall der Spannungsbogen, der sich nicht um die Handlung oder die Idee des Buches zieht, sondern um die Vorgeschichte von Blaze. Ich fand diese Rückblenden sehr interessant und ereignisreich.

Dennoch kann man dieses King-Werk nicht verachten (wie manch andere hier) sondern als kurzweiliges Unterhaltungsstück bezeichnen, das sich schnell und einfach lesen lesen lässt!
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am 31. August 2007
... auch wenn es der Name nicht vermuten lässt.
Mir persönlich haben die Bachman-Bücher schon immer mindestens so gut gefallen wie die "echten" Kings, hauptsächlich wegen des Verzichts auf allzu viele übernatürliche Horrorelemente. Auch "Qual" bildet da keine Ausnahme, es ist ein sehr unterhaltsamer Thriller, der deutlich besser ist, als fast alles , was King in den letzten zehn Jahren geschrieben hat.
Mal abgesehen von den letzten Bänden der Dunklen-Turm-Saga, "Altlantis" oder auch "Sara" (zwei meiner Favourites). Aber die "reinen" Horror-Romane der jüngsten Zeit waren schlicht und einfach schwach, angefangen bei "Duddits" (2001) über "Der Buick" (2002) bis hin zu Puls aus dem letzten Jahr.

Dass nun ein nach über 30 Jahren wieder aus der Schreibtischschublade herausgekramtes Werk die meisten neueren Romane Kings in den Schatten stellt, ist natürlich bedenklich ... aber wer weiß, vielleicht gelingt dem Meister ja demnächst mal wieder ein großer Wurf, es wäre ihm und seinen Fans zu wünschen. Denn solche Schätze werden sicher nicht mehr stapelweise in den King'schen Schubladen vor sich hin stauben.

Einziger Kritikpunkt, der mir zu dem Buch einfällt, ist der Titel. Warum um alles in der Welt stoppt niemand den- oder diejenigen, die für diese "Übersetzungen" verantwortlich sind. Waren die letzten beiden Romane "Puls" und "Love" (letzteres wohlgemerkt die deutsche "Übersetzung" des englischen Titels "Lisey's Story" ...) schon außerordentlich sinnfrei, so wird hier die Reihe der vier-buchstabigen Titel konsequent und grundlos fortgesetzt. Zugegeben, das sieht im Bücherregal schmuck aus, aber warum den Originaltitel "Blaze" nicht einfach beibehalten?! Das verstehe, wer will.
Man darf gespannt sein, welchen deutschen Titel man dem nächsten King-Roman aufs Auge drücken wird, vielleicht "Mord" oder "Leid" oder "Pein" oder "Hass"? Alles wunderschöne, vierbuchstabige Wörter, die sich noch dazu gefährlich anhören ... ich bin gespannt und rechne mit dem schlimmsten.
66 Kommentare44 von 53 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Juli 2008
Ich habe selten eine Geschichte gelesen, die mir so nahe ging und mich so gespalten hat. Nach dem letzten Satz des Buches saß ich total baff auf meinem Balkon und brauchte lange, um mich wieder im "realen" Leben einzufinden - und ich kämpfe jetzt noch gegen die Tränen.
Diese Geschichte lässt einem kaum Raum eine objektive Sichtweise, zu der beschriebenen Situation, zu finden - man kommt sich sogar regelrecht verloren vor.
Zu der Geschichte selbst werde ich keine Silbe verlieren, da sie für sich selbst sprechen MUSS.
Wer hier einen Horrorklassiker von King/Bachmann erwartet, sollte es sich lieber 2x überlegen das Buch zu kaufen. Wer aber für alles offen ist und einfach die Schreibweise des Herrn King/Bachmann liebt, sollte zugreifen.
Ein, fast erschreckend, einfach geschriebener Roman der (für mich) sehr tief geht und einen ziemlich alleine mit der Situation der Geschehnisse sitzen lässt.
Und: Ich muss Herrn King widersprechen der im Schlusswort sagt, dass man den Kassenzettel aufheben sollte und drauf zu achten habe, dass das Buch keine Flecken bekommt, damit man es wieder zurück geben kann. Nöööö, Herr King! Dat Ding bleibt in meinem Regal!!!!

Danke für diese Story, Herr King. Das Steve
0Kommentar22 von 27 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Ungekürzt, 640 Minuten, gelesen von David Nathan mit angenehmer, sonorer Stimme, stimmende Betonung und sehr gute Intonation. Acht CDs im Pappschächtelchen, viel besser zu handhaben als die nervigen Plastikklapphalterungen, bei denen immer etwas abbricht. Das Titelbild ist irreführend und hat mit der Geschichte nichts zu tun. Kings launiges Nachwort zum Buch ist eine Beigabe auf der 9. CD ("...wenn ich Sie schon einmal am Schlafittchen habe"), ebenso wie die Kurzgeschichte "Erinnerung", die Keimzelle zu "Wahn" und entspricht der Buchfassung.

Blaze weiß nicht, dass er ein Kind hat, aber so wie sein Junge sich entwickeln sollte, groß, kräftig, intelligent, sportlich, belesen, Master in Literatur, hätte auch sein Leben verlaufen können, wenn sein besoffener, jähzorniger Vater, der außer einem klangvollen Namen nichts zu bieten hatte, ihn nicht aus nichtigem Anlass dreimal die Treppe hinuntergeworfen hätte. Wir erfahren es vom allwissenden Erzähler, der uns das, was aus Clayton Blaisdell jr., genannt Blaze, hätte werden können, durch wenige, dürre Sätze beiläufig mitteilt. Blaze’ Elend begann damit, dass seine Mutter von einem ebenfalls besoffenen Lastwagenfahrer totgefahren wurde. Da war der Junge drei Jahre alt. Bevor eine tiefe Delle in seiner Stirn und dahinter ein nicht mehr richtig funktionierendes Gehirn ihn auf eine Bahn setzte, die ihn unaufhaltsam ins Rutschen brachte, hatte er noch wenige Jahre als aufgewecktes Bürschchen vor sich, war er ein lieber Kerl, der mühelos lernte und gerne las. In seiner Gegenwart ist er um die dreißig Jahre alt, ein kräftiger, fast zwei Meter langer Hüne, und mit Joe, einem Baby, dem Kind reicher Leute, auf der Flucht. Kein Lösegeld, kein Dach über dem Kopf, die Stimme des toten Freundes im Schädel, tiefster Winter in Maine und die Polizei dicht auf den Fersen. Das Ende? Vorhersehbar. Unerbittlich.

Um die Entführungsgeschichte herum erzählt King die Lebensgeschichte dieses Mannes. In ihr lässt er immer wieder den Menschen durchscheinen, der Blaze hätte sein können, wenn er mehr Glück gehabt hätte oder wenn sich sein Vater in jenen entscheidenden Minuten wenigstens einfach nur hingelegt hätte, um seinen Rausch auszuschlafen, statt sich das Kind zu krallen und seine Wut auf das Leben an ihm auszulassen. Nun, King hat das für Blaze grausam anders bestimmt, obwohl in dieser Geschichte nicht sehr viel Blut fließt und der Horror sich auf das bezieht, was Menschen sich gegenseitig antun können und auf die Stimme jenes toten Freundes in seinem Kopf, der ihn endgültig ins kriminelle Milieu abgleiten ließ. Harter Tobak, dennoch nicht genug für die meisten King-Leser, aber mehr als genug für diejenigen, die Kings Bücher trotzdem lesen, weil immer mal wieder ein genrefremder Kontext mitschwingt, der andere Gefühle und damit andere Leser anspricht. King versteckt das in der Regel in tieferen Schichten, weit unter seinen dunklen Horror- Knochen- und Blutgeschichten. Hier, in einem frühen Werk, das lange in der Schublade gelegen und das er später umgeschrieben haben soll, ist das nicht tief genug verscharrt. Das Buch erschien erst 2007, aber es ist älter und Anfang der 1970er Jahre, als King noch nicht bekannt, aber bereits verheiratet und ein junger Vater war, entstanden. Zweifellos ist das Buch von dieser Erfahrung beeinflusst und auch von elterlichen Ängsten. Und zweifellos war King schon früh ein verdammt guter Erzähler. Dieses Buch hat er im Nachwort als etwas für die Tränendrüse (Taschentuch-Schmachtfetzen) diffamiert, aber ich glaube eher, dass es eins ist, das viel mit ihm zu tun hat. Der Schauplatz befindet sich überwiegend im ländlichen Maine, wo fast alle seine Bücher angesiedelt sind, da, wo er aufgewachsen ist und bis heute lebt. Wer King liest, bekommt nahezu hundert Prozent ländliches Amerika, oft ein Land, das es so nicht mehr gibt. Kurze Ausflüge in Großstädte oder nach Florida ändern daran kaum etwas. Ausland? Gibt es im King-Kosmos nicht. Immer wieder aber gibt es kleine Jungs, Teenager, junge Männer, die sich mit widrigen Lebensbedingungen und endgültigen Verlusten herumschlagen und durchkommen müssen. Oft geht das nicht gut aus, so wie in diesem Buch. King selbst stammt aus ärmlichen Verhältnissen, sein Vater war früh über alle Berge und als Kind hat er den Tod eines Freundes aus nächster Nähe erleiden müssen. Einer, der ihn damals kannte, sagte einmal ungefähr folgendes über ihn: „Er war immer barfuss und sah abgerissen aus, aber er hatte jedes Mal, wenn ich ihn sah, ein Buch in der Gesäßtasche.“ Alkohol, Kokain, aber gerettet durch ländliche Büchereien und schließlich durch die Literatur, die fast alle Welten kennt.

Blaze bleiben sie wegen seines Gehirnschadens verschlossen. Waisenhaus, gnadenlose Erwachsene, Kinder auch, der Verlust des Freundes und Leidensgefährten durch Vernachlässigung. Einmal hätte er fast die Kurve bekommen, beinahe wäre es gut ausgegangen, aber der gradlinige, menschenfreundliche und nach christlichen Werten lebende Farmer Harry Bluenote, der das Potenzial trotz des Gehirnschadens bei dem Jungen erkennt und fördert, stirbt, bevor er ihn auf die richtigen Gleise setzen kann. Zurück ins Heim, Eskalation, Haft, dann die Straße, Gelegenheitsjobs und fast am Ende der intelligente, rattengesichtige George, ein Krimineller, der sich zu steigern weiß. Ein Messer in der Brust befördert ihn ins Jenseits und in den Kopf von Blaze, der ohne ihn aber nicht zurechtkommt und dessen letzter, nur in groben Zügen entworfener Coup viel zu groß für ihn ist. Er ist fähig zu töten, aber dieses letzte, krumme Ding entspricht nicht seinem Wesen. Blaze muss scheitern, wieder einmal, aber dieses Mal ist es für immer.

Wie „Das Mädchen“ ist auch „Qual“ (Blaze) Grund genug, immer wieder einmal in Kings Welt einzutauchen und durch den dunklen Morast zu waten. Ab und zu trägt der Grund erstaunlich gut und lässt ahnen, was der Meister des Horrors hätte schreiben können, wenn seine Fantasie nur eine andere wäre. Ob er damit die Massen angesprochen hätte, darf freilich bezweifelt werden.

Helga Kurz
19. April 2015
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am 27. September 2012
Qual ist ein Schubladenbuch, so zumindest steht es auf den letzten Seiten des Buches. King wollte es immer mal wieder veröffentlichen und hat dies dann doch nicht getan, weil er es zu schlecht fand. Erst jetzt hat er eine Überarbeitung gemacht und das Buch doch noch veröffentlicht. Schlecht finde ich das Buch überhaupt nicht. Es geht um Blaisdell junior oder wie von allen genannt Blaze. Blaze ist ein 2m großer Hüne der ursprünglich ein sehr aufgewecktes, intelligentes Kind war, bis er von seinem gewalttätigen Vater die Treppe hinuntergestoßen wurde. Blaze ist seitdem zurückgeblieben. In seiner Kindheit wird er von Heim - zu Pflegeeltern - zurück ins Heim und schließlich ins Jugendgefängnis gesteckt. Dann lernt er George kennen und mit George findet er seinen einzigen Freund. Gemeinsam ziehen sie diverse krumme Touren durch, bis George beim Kartenspiel umgebracht wird und Blaze plötzlich auf sich allein gestellt ist. Er beschliesst die letzte große Nummer die George geplant hat alleine durchzuziehen - er entführt ein Baby.
Anfangs interessiert ihn nur das Geld, doch dann entwickeln sich in Blaze schnell Gefühle für den "Kleinen Scheißer" wie er ihn immer nennt. Plötzlich ist das Geld nicht mehr wichtig. Doch von vorneherein steht Blazes Vorhaben unter keinem guten Stern.
Die Idee der Geschichte ist gut, die Figuren wie immer brilliant umgesetzt, man sieht den hühnenhaften, dümmlichen jedoch liebenswerten Blaze bildhaft vor sich. Aber leider fehlt mir in dem Buch einfach die Länge. Es hätte viel viel mehr passieren können. Die Stimme von George, Geist oder Einbildung - mehr Potenzial. Auch der Schluß - zu kurz. Leider. Ich hätte wirklich unheimlich gerne mehr von Blaze gelesen. Deswegen auch nur 3 Sterne!
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