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32 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "So viel Zeit, Rainer, gefüllt mit nichts. Ein paar Momente nur, die wirklich zählen. Das ist zu wenig" (288).
"Du weißt, dass du älter wirst, wenn das Einzige, das noch hochkommt, Erinnerungen sind" (259). Konni, Thomas, Rainer und Bulle sind vier Mittvierziger, die sich seit Schulzeiten kennen und im Jahre 2007 außer einem langweiligen Leben und einer monatlichen Doppelkopfrunde nicht mehr viel gemeinsam haben. Konni ist Lehrer, dessen Schüler es nicht...
Veröffentlicht am 18. August 2007 von Michael Dienstbier

versus
32 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen So viel verschwendete Zeit....
Es war mit Sicherheit die tolle Aufmachung des Buches und der vielversprechende Klappentext, die meine Frau verlasst hatten, mir dieses Buch zu meinem 49sten Geburtstag zu schenken. Weil ich als Gitarrist 25 Jahre lang in Rockbands gespielt habe und mein Wohnzimmer vollsteht mit Fender E-Gitarren und ich tatsächlich seit einiger Zeit ernsthaft über einen...
Veröffentlicht am 17. Oktober 2007 von D. Goldau


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32 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "So viel Zeit, Rainer, gefüllt mit nichts. Ein paar Momente nur, die wirklich zählen. Das ist zu wenig" (288)., 18. August 2007
Von 
Michael Dienstbier "Privatrezensent ohne fina... (Bochum) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: So viel Zeit: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Du weißt, dass du älter wirst, wenn das Einzige, das noch hochkommt, Erinnerungen sind" (259). Konni, Thomas, Rainer und Bulle sind vier Mittvierziger, die sich seit Schulzeiten kennen und im Jahre 2007 außer einem langweiligen Leben und einer monatlichen Doppelkopfrunde nicht mehr viel gemeinsam haben. Konni ist Lehrer, dessen Schüler es nicht einmal mehr merken würden, "wenn er statt über Fruchtfliegen über Fernmeldesatelliten" (127) redet. Thomas war mal ein ambitionierter Schriftsteller, der heute sein Geld mit Textunterschriften für Pornobilder verdient. Der Steuerfahnder Rainer ist mit einer frustrierten Frau voller Neurosen verheiratet, die ohne Pillen nicht mehr funktionieren kann, leidet selbst unter Schlaflosigkeit und hat seit neuestem Blut in seinen Verdauungsresten. Bulle, schließlich, ist Onkologe, dessen Frau an Krebs gestorben ist, was ihm seine Schwiegermutter seitdem ankreidet. Doch da ist ja auch noch dieser Traum, den sie alle seit Jahren haben: Eine gemeinsame Band in der Tradition von Deep Purple und Led Zeppelin. Doch für eine richtige Band braucht man ja fünf Leute und Ole, der fünfte Mann, lebt seit Jahren in Berlin, wo er versucht, den Schatten seiner Bochumer Vergangenheit zu entkommen. Also machen sich die vier auf in die Hauptstadt, um Ole zurück in den Pott zu holen. Wenig später erblickt "Mountain of Thunder" das Licht der Welt.

Nach "Liegen lernen", "Pokorny lacht" und "Pink Moon" ist "So viel Zeit" der mittlerweile vierte Roman von Frank Goosen. Und dem gebürtigen Bochumer gelingt es, das hohe Niveau von "Pink Moon" noch einmal zu steigern. Goosens Stärke liegt in der Charakterisierung seiner Figuren, die neben Witz und ironischer Distanz auch Trauer und Gebrochenheit ohne Kitsch und Mitleidsgedöns überzeugend zum Ausdruck bringt. Auch sonst gelingt dem Autor die passende Mischung aus Humor und Ernsthaftigkeit. Zu den humoristischen Höhepunkten des Romans zählt die Passage, in der sich der schlaflose Rainer fassungslos mit einer dieser unsäglichen Telefonquizshows konfrontiert sieht: "Vorher hatte er eine schmale Rothaarige mit viel zu großen Brüsten gesehen, die den Zuschauer angebrüllt hatte, gefälligst anzurufen, um ein Anagram aufzulösen, hinter dem sich eine deutsche Großstadt verberge. MENCHÜM hatte da gestanden und angeblich rief niemand an. Später hatte die Frau angedroht, sich mit Hautlotion einzucremen, und, wahrscheinlich weil immer noch niemand durchgestellt wurde, diese Androhung kurz darauf wahr gemacht" (205).

Kernpunkt des Romans ist die Band sowie das dunkle Geheimnis aus Oles Vergangenheit, weswegen er vor 25 Jahren aus Bochum geflüchtet ist und welches bis zum Ende von "So viel Zeit" immer nur angedeutet wird. Die Thematik der Macht der Vergangenheit, beziehungsweise die Erinnerung an diese, durchzieht den gesamten Roman. Alle Hauptfiguren haben ihre Leichen im Keller und trauern verpassten Chance und nicht realisierten Träumen nach. Die Gründung der Band erscheint als der Versuch, diese Erinnerungen in den Griff zu bekommen, zu verarbeiten, um somit die eigene Zukunft lebenswert gestalten zu können. Die quasi heilende Wirkung der Instrumente kommt in folgender zentralen Textstelle am passendsten zum Ausdruck: "In jedem Riff und jedem Beckenschlag schwang nicht nur Erinnerung an die energiegeladenen Tage und Nächte des eigenen Teenagerdaseins mit, sondern auch alles, was seitdem geschehen war, Heirat, Krankheit, Vater- und Mutterschaft, Tod und Scheidung und die Gewissheit, dass man immer noch Kontakt aufnehmen konnte zu seinem früheren Ich" (267).

Fazit: Goosen wird des Öfteren mit Nick Hornby verglichen. Und tatsächlich zeigen die Romane der beiden Autoren Ähnlichkeiten in Thematik (Älterwerden, Erinnerungen) sowie der vergleichbaren humoristisch-nachdenklichen erzählerischen Grundstimmung. Mit "So viel Zeit" ist Goosen ein richtig guter Roman mit hohem Unterhaltungswert und Anspruch gelungen. Wenn er das Niveau halten kann, wird auch der nächste Roman des Bochumers ein absolutes Lesevergnügen werden.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse! Ein Buch von heute!, 3. März 2010
Rezension bezieht sich auf: So viel Zeit: Roman (Taschenbuch)
Was soll ich sagen? Ein Buch über die Generation der heute Ü 40jährigen, die in den 80ern noch Träume hatte und mit der Realität des heutigen Alltags klar kommen muss. Die Charaktere werden blitzsauber beschrieben, man glaubt die Leute persönlich zu kennen und manches Mal ertappt man sich dabei, sich quasi selbst bei einigen Protagonisten wiederzufinden.

Das Buch hat mich gleichermaßen amüsiert, nachdenklich gemacht und vor allem, bestens unterhalten! Goosens Roman "So viel Zeit" gehört neben "Am Schluss haben wir nur noch für die Angestellten gearbeitet" zu meinen aktuellen Lieblingsbüchern.

100% Kaufempfehlung meinerseits.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Musik macht müde Männer munter, 15. Oktober 2007
Von 
C. Stotz (Esslingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: So viel Zeit: Roman (Gebundene Ausgabe)
Vier Männer - alle Mitte 40 - leiden an der großen Krise ihrer Lebensmitte, jeder auf seine Weise: Misserfolg im Job, gescheiterte Beziehung, die ersten Zipperlein.

Allwöchentlich treffen sie sich zum Kartenspielen und hängen dabei zusehends den Träumen ihrer Jugend nach - allen voran; der eigenen Rockband.

Eines Tages aber wird der Traum kurz entschlossen wahr gemacht und nur wenig später schon stehen die fünf mit nagelneuen Instrumenten in der Garage und proben die Hits ihrer Jugend; von AC/DC bis Led Zeppelin.

Bald schon merken sie aber: eines fehlt. Ole, der coolste Typ der Klasse. Erst als sie Ole in Berlin besuchen und zum Mitmachen überreden, ist die Band komplett - und Ole schon lange nicht mehr so cool ist wie damals. Der erste Gig ist schon vereinbart und im Sommer will man auf dem 25-jährigen Klassentreffen es nochmal allen so richtig zeigen.

So sehr Ehefrauen, Freundinnen, pubertierende Kinder und Kollegen auch die Nase rümpfen und die Augenbrauen hochziehen - über den scheinbar unzeitgemäßen Umweg mit der Band finden alle fünf ihren Weg zurück ins Leben. Jeder ganz auf seine Weise.

Männer in der Midlife-Crisis, die versuchen, dieser mit mehr oder minder lauter Musik zu entkommen, sind derzeit recht en vogue in der deutschen Litaraturszene. Und doch ist Frank Goosen anders. Er schreibt überaus witzig, ohne albern zu sein oder seine Figuren für eine Pointe zu verraten. Seine Darsteller haben Probleme, die letztlich alltäglich sind und die der Leser ihnen abnimmt. Auch hier findet Goosen den richtigen Ton, ohne in Pathos oder Betroffheit abzugleiten.

Ein rundherum gelunges Buch
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kauf lohnt sich, 6. September 2007
Rezension bezieht sich auf: So viel Zeit (Audio CD)
Ein knorriger, trockener und schräger Männerhumor, aber oft sehr exakt und selten wirklich billig - damit hat Frank Goosen eine Art zu erzählen, die allein schon ein Gewinn ist. Ganz nebenbei wird irgendwie alles gut, und das ist ja ein Vorrecht der Komödie. Dabei ist es auch nicht wirklich schlimm, dass die Handlung keinen ausgeprägten Bogen hat. Alle fünf Bandmitglieder sind besondere Charaktere, alle sind fein gezeichnet. Der Humor ist nicht Selbstzweck, er unterstützt die Milieustudie.
Dazu kommt die wirklich gelungene Lesung. Als Kabarettist weiß Goosen natürlich, wie er seinen Figuren Tiefe und Humor geben kann. Er übertreibt nicht, gibt seinen Charakteren keine so eigene Noten, wie das andere Hörbuchleser gerne tun, hält sich zurück, und tut seinem Werk damit Gutes. Das Chargieren eines Rufus Beck wäre hier völlig fehl am Platz, durch die eher schlichte Art des Vortrags kitzelt Goosen den ganzen trockenen Humor seiner Geschichte heraus und lässt "So viel Zeit" zu einem definitiven Genuss werden.

Wer an "Liegen lernen" seinen Spaß hatte, wer die Siebziger aus eigenem Erleben kennt, der sollte zu diesem Hörbuch greifen. Über fünf Stunden Spaß und Nostalgie, und gern auch mal zotige Sprüche, lohnen den Kauf.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht nur für Musiker ein Hochgenuss!, 4. November 2007
Rezension bezieht sich auf: So viel Zeit: Roman (Gebundene Ausgabe)
Die Story ist zwar so richtig aus der Männerperspektive erzählt, aber genau das mag ich daran: Sie erzählt von männlichen Gefühlswelten und das auf ganz verschiedenen Ebenen; mal weich, mal hart, mal stur und mal unsicher. Alles dabei und das Ganze vor dem Hintergrund des Musikmachens. Frank versteht es wunderbar, die Intensität auf der Bühne, die ein Musiker/-in empfinden kann, darzustellen: So habe ich Tränen gelacht (Der SM-58-Spruch) und geweint (Ole bei der letzten Zugabe): Für mich als 42-jährige Musikerin aus dem Ruhrgebiet ist dieses Buch ein Hochgenuss. Ich habe mich selbst auf ganz verschiedenen Ebenen darin wiedergefunden, einfach als Mensch- geschlechtsunabhängig.
Sollte die Story verfilmt werden, möchte ich unbedingt mitspielen, ich mach die "Brigitte". Ein absolut lesenswertes Buch!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sex, Drugs and Rock'n' Roll, 26. Juni 2010
Von 
Raumzeitreisender (Alpha Centauri) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: So viel Zeit: Roman (Taschenbuch)
Rockmusik spielt in diesem Roman die zentrale Rolle. Sie ist das verbindende Element zwischen fünf unterschiedlichen Typen mittleren Alters, die es, frustriert vom Alltag, noch einmal so richtig krachen lassen wollen. Sie gründen eine Rockband und beginnen Hardrock von AC/DC, Uriah Heep, Deep Purple und Led Zeppelin einzustudieren. Geplant ist ein Auftritt auf ihrem 25-jährigen Klassentreffen in Bochum.

Der Roman gliedert sich in drei Teile. In "Früher" blickt Autor Frank Goosen auf die Abiturfeier 1982 zurück. Die Atmosphäre und die angedeuteten Wünsche und Ereignisse dieser Zeit bilden den Nährboden für die "Macht der Vergangenheit" im Hauptteil der Geschichte. Der Roman endet mit einem Ausblick auf die Zukunft aus der Perspektive von Bandmitglied Thomas.

Das Engagement in der Band führt, frei nach dem Motto: "Nichts ändert sich, außer man selbst ändert sich.", zu neuem Selbstvertrauen und zu Veränderungen im Lebensumfeld der Akteure. Auch wenn dieser Wandel schnell erfolgt und klischeehaft wirkt, hat er doch einen hohen Unterhaltungswert. Aussprachen bringen Klarheit und neue Beziehungen entstehen. Das Leben wird spontan und Lebensfreude kehrt zurück.

Humorvoll beschreibt Autor Goosen die Vorbereitungen auf das erste Konzert. Für die passende Kleidung ist jugendliche Beratung vonnöten und so besorgt sich Bandmitglied Rainer Anregungen von seinem Sohn Daniel. Sollen Anzug und Krawatte eingetauscht werden gegen ein T-Shirt mit dem Emblem von Led Zeppelin? Frank Goosen trifft die Seele des in die Jahre gekommenen Mannes.

Die Charaktere sind markant, die Dialoge wirken erfrischend und die Szenen bewegen sich zwischen Komödie und Tragödie. Wer mit der Rockmusik der 1970er Jahre groß geworden ist oder das Lebensgefühl dieser Zeit kennen lernen möchte, sollte den Roman lesen. Für Träume ist "Mann" nie zu alt. Frank Goosens "So viel Zeit" ist unterhaltend wie Sven Regeners "Herr Lehmann" und Tommy Jauds "Millionär".
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Er war dabei..., 14. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: So viel Zeit (Audio CD)
Alles was ich in de Rezensionen gelesen habe, stimmt. Blackmore hat keine Fat-Strat gespielt, Musik ist und bleibt Geschmackssache, nicht jeder hat Doppelkopf gespielt und Frank Goosen wird für das Buch definitiv keinen Literatur-Nobelpreis bekommen. Aber was soll's? Und wenn Frank Goosen das Buch als Selbsttherapie geschrieben hat, dann hat er es zumindest gut getan. Ich hatte an vielen Stellen des Buches das Gefühl, er war dabei. Detaillierte Beschreibungen von DoKo-Situationen können sicher Unbeteiligten als chinesische Folter vorkommen, aber wer dabei war, der weiß sofort worum es geht und hat Spaß. Überhaupt lebt das Buch (für mich) von den detaillierten Beschreibungen, die ich weitestgehend als überaus angenehm und autentisch empfand. An der einen oder anderen Stelle etwas schwülstig, aber unterm Strich: Ein Heidenspaß!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Frank Goosen - der Männerversteher, 20. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: So viel Zeit: Roman (Taschenbuch)
Er schreibt immer wieder das selbe Buch. Naja, es sind ähnliche Zutaten: die 80er Jahre, Jugendliebe und Schulfreundschaften und das alles aus der Perspektive von Männern, die inzwischen Mitte 40 geworden sind, sich daran erinnern, die sich durch den Familienalltag kämpfen und noch Träume haben. Während ich die ersten drei Zeilen schrieb, hatte mein dreijähriger Sohn seinen Bauch mit Filzern angemalt, ist zu meiner Frau hochgelaufen, die gerade unsere 6jährigen Tocher in Ruhe abduschen duschen will. Und jetzt beschwert sie sich. Warum schreibe ich das? Weil das genau die Situation ist, in der man solche Bücher gerne liest. Selbst in der tollsten Familie ist der Alltag manchmal etwas anstrengend. Goosens Bücher erinnern einen an die eigenen Träume, sind unterhaltsam und haben etwas von Hollywood. Das Buch ist ein wenig wie ein Märchen. Und es ist auch so geschrieben, dass man es gut verfilmen könnte - nicht zuletzt wegen der Musikauswahl. Da beweist der Autor Geschmack. Dass meine alten Helden Billy Bragg und Chris Cacavas gemeinsam in einem Unterhaltungsroman Erwähnung finden, hätte ich vorher nicht zu träumen gewagt.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiges Buch!, 3. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: So viel Zeit: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich habe schon ein paar bücher von Frank Goosen gelesen und mich jedesmal sehr gut unterhalten gefüllt und viel gelacht...
Dieses Buch allerdings hatte mein Mann zu seinem 42. Geburtstag bekommen (er spielt auch selber E-Gitarre) und ich habe es in den beiden darauffolgenden Tagen verschlungen. Großartig, wie Goosen die Meschen in seinem Buch mit echtem Leben füllt, man glaubt über Freunde zu lesen, will teilhaben an dem was sie erleben und versteht sie so gut. Sie sind Durchschnitts40ger die versuchen, das Leben nocheinmal rumzureißen und nicht mehr nur von früher zuerzählen, sondern das Leben wieder zu spüren. Konni, Bulle, Rainer, Ole und das "Nesthäckchen" Thomas, sie waren mir im Laufe des Buches ans Herz gewachsen und am Ende des Buches war ich fast etwas traurig.
Ich jedenfalls werde mir den Soundtrack zum Buch besorgen, ihn hören, und dabei die Geschichte revuepassieren lassen! "Musik kann dir das Leben retten!"
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man kann trödeln und trödeln, es wird einfach nicht früher, 17. November 2007
Von 
Apefred "Fred Ape" (Dortmund Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: So viel Zeit: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich sage, Hut ab. Das hätte ich nicht gedacht. Der Roman ist so authentisch, dass ich oft meinte, ich steige in die Geschichte ein und spiele mit. Auch beim Doppelkopf am Anfang. Beim Doppelkopf zeigt sich der Mensch in seiner Größe aber auch in seiner Tragik. Gut, dass die Jungs, in all ihren kaputten - oder halbwegs funktionierenden Lebensdramen, noch mal den Mut haben, auf die Pauke zu hauen. In wahrsten Sinn des Wortes. Der berühmte Spruch der Blues Brothers - wir wollen die Band noch einmal zusammenbringen- wird hier Wirklichkeit. Dahinter ein liebenswertes Ruhrgebietsszenario. Bis in alle Kleinigkeiten wunderschön beschrieben und mit einer exzellenten Musikkenntnis ausgestattet, die uns und unsere siebziger und eine wenig die Achtziger, ausmachte. Frank Goosen hat hier auch einen Teil meiner Geschichte geschrieben. Wie gesagt, Hut ab!
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So viel Zeit: Roman
So viel Zeit: Roman von Frank Goosen (Taschenbuch - 5. Januar 2009)
EUR 8,95
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