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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial - spannend bis zur letzten Seite!
Ich habe nun den Roman "Der goldene Kompaß" von Phillip Pullmann im Alter von 33 Jahren, und leider erst nachdem ich den Kinofilm gesehen habe, zum erstenmal gelesen.
Im Vergleich zum Kinofilm war ich von Pullmanns Romanvorlage in der Hinsicht absolut positiv überrascht, daß sowohl der Handlungsaufbau als auch die Beziehungen zwischen den handelnden...
Veröffentlicht am 8. März 2008 von Xela

versus
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Deutsche Übersetzung schwach
Inhalt dieser Rezension:
1. zur deutschen Übersetzung
2. Rezension des Inhalts
3. Fazit

ZUR DEUTSCHEN ÜBERSETZUNG
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Die Bewertung (2 Punkte) bezieht sich auf die deutsche Übersetzung (in der Hauptsache von Wolfram Ströle). Buchinhalt und Original hätten von mir nämlich die Höchstpunktzahl...
Veröffentlicht am 26. September 2010 von Parry Hotter


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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial - spannend bis zur letzten Seite!, 8. März 2008
Ich habe nun den Roman "Der goldene Kompaß" von Phillip Pullmann im Alter von 33 Jahren, und leider erst nachdem ich den Kinofilm gesehen habe, zum erstenmal gelesen.
Im Vergleich zum Kinofilm war ich von Pullmanns Romanvorlage in der Hinsicht absolut positiv überrascht, daß sowohl der Handlungsaufbau als auch die Beziehungen zwischen den handelnden Figuren einer konsequenten Logik folgen. Schade,daß im Film soviele wichtige Zusammenhänge völlig verdreht oder ausgelassen wurden und obendrein die Handlung dort mit überflüssigem Kitsch aufgebauscht wurde!

Als regelmäßiger und aufmerksamer Leser von Kinder- und Jugendliteratur ist mir bewußt, daß manche Autoren in diesem Genre, wie beispielsweise Cornelia Funke, sich mit einer Sprache an das junge Publikum wenden, welche in literarischer Hinsicht dichter und komplexer ist als die von Pullmann Verwendete. Das habe ich beim Lesen jedoch keineswegs als Nachteil empfunden. Pullmanns Sprache ist direkt, nüchtern, gut strukturiert, unmißverständlich und streng zweckorientiert: sie dient allein der Handlung, ohne dabei trivial oder fade zu wirken. Für einen Erwachsenen liest sich der Roman auf diese Weise wie von selbst, ohne daß literarischer Genuß auf der Strecke bleibt, und selbst einem jungen Leser, wie beispielsweise meinem 11-jährigen Neffen, dürften durch Pullmanns Sprachstil keine unüberwindbaren Hürden gesetzt sein und viel Raum für eigene Phantasie offen bleiben - das finde ich sehr schön.

Weiterhin fand ich die Welt der Kinder sehr schön geschildert; diese erhält eine absolut realitätsnahe Dimension. Ich fand es ganz bemerkenswert, daß die Figur Lyras im Verlauf der Handlung eben nicht zu einer Superheldin degeneriert, sondern bis zum Ende der Handlung glaubhaft als Kind geschildert wird.

Ein Kritikpunkt (aus Sicht eines Erwachsenen!) wäre die streng eingleisig geführte Handlung; ich möchte jedoch unterstellen, daß Pullmann gewiß in Hinsicht auf junge Leser ganz bewußt einen eingleisigen Handlungsverlauf gewählt hat. Mit meinem Wissen nach Lesen des Romanes: Ich würde meinem Neffen das Buch kaufen und auf den Kinobesuch verzichten!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Deutsche Übersetzung schwach, 26. September 2010
Inhalt dieser Rezension:
1. zur deutschen Übersetzung
2. Rezension des Inhalts
3. Fazit

ZUR DEUTSCHEN ÜBERSETZUNG
========

Die Bewertung (2 Punkte) bezieht sich auf die deutsche Übersetzung (in der Hauptsache von Wolfram Ströle). Buchinhalt und Original hätten von mir nämlich die Höchstpunktzahl 5 (oder gar jenseits davon) erhalten.

Ich habe "Der Goldene Kompass" zunächst auf Deutsch angelesen und war sehr unzufrieden mit der (wie ich finde) holprigen Wortwahl und den knorrigen Satzkonstruktionen. Ein Lesevergnügen wollte sich nicht einstellen. Also habe ich mir die englischsprachige Originalfassung besorgt und war damit ungleich glücklicher.

Die deutsche Fassung schwächelt stark, und ich kann Stimmen verstehen, die die Erzählweise kritisieren. Ich finde sie unglaublich schlecht und sie erweckt bei mir den Eindruck eines schlampigen Erstversuchs. Ich habe mir später auch die beiden anderen Bücher "Das Magische Messer" und "Das Bernsteinteleskop" auf deutsch vorgenommen. Auch hier bekomme ich beim Lesen direkt die Krise - egal welches Kapitel ich versuche.

Beim direkten Vergleich merkt man besonders, wie der originale Erzählfluss durch ein stolperndes Deutsch gehemmt wird. Immer wieder passt für mich ein Satz nicht flüssig an den nächsten oder (unbedacht?) eingestreute Wörter brechen auch innerhalb eines Satzes den Lesefluss auf.

Ein Beispiel:
Ein einzelner Satz wie "When she felt a little cleaner and her thirst was satisfied, she looked up the slope again, to see that Will was awake." wird übersetzt in "Schließlich fühlte sich Lyra ein wenig sauberer, und ihr Durst war gestillt. [PUNKT] Sie drehte sich um. [PUNKT] Auch Will war inzwischen aufgewacht. [PUNKT]" Im Englischen fließt der Text dahin. Im Deutschen bleibt man ständig stehen (deswegen heißt im Englischen der Satzpunkt wohl auch: full stop) und wird sogar noch um Details betrogen. Was spricht dagegen, es folgendermaßen zu übersetzen: "Als Lyra sich sauberer fühlte und ihren Durst gestillt hatte, schaute sie nochmals den Hang hinauf und sah, dass Will aufgewacht war."?

Warum nur diese "gewaltsame" Textverhunzung???

Im gesamten Text findet man größere Umformulierungen, deren Sinn sich mir nicht erschließt, und Elemente der Geschichte werden nicht immer logisch oder im richtigen Zusammenhang übersetzt. Dass die "Spectres" (oder auch "Specters") in den Dark Materials eine besondere Bedeutung haben, dem das deutsche "Gespenst" in keinster Weise entsprechen kann, ist da wieder nur eines von unzähligen Beispielen.

Wenn jemand von Bord eines Schiffes geht, dies aber lediglich als in der Stadt "ankommen" übersetzt wird, ist das eine Simplifizierung des Sachverhalts, der sich in dieser Form durch die ganze Geschichte zieht und auch bei der Sprachverwendung wie Wortwahl und Grammatik zu finden ist. Weiteres Beispiel: "Quit daydreaming and take a sight." wird zu "Träume nicht, sondern schieße." Was soll das?

REZENSION DES INHALTS
========

Dieser Teil der Rezension bezieht sich also auf die englischsprachige Orginialfassung (bzw. die weitgehend identische amerikanische Fassung). Wesentliche Details zum Inhalt der Trilogie "His Dark Materials" (Originalname) von Philip Pullman wurden schon vielfach veröffentlicht, daher will ich diese nicht groß wiederholen, sondern auf Beschreibungen anderer Rezensenten oder die Wikipedia verweisen.

Dies ist also eine Rezension, die sich bemüht, nicht zu viel vom Inhalt der Geschichte preiszugeben. Trotzdem kurz vorab:
Im ersten Band dreht sich die Geschichte im Wesentlichen um Erlebnisse des Mädchens Lyra, die in einer Welt lebt, in der (vereinfacht beschrieben) die Seele eines Menschen in Form eines Tieres außerhalb des menschlichen Körpers lebt. Ab dem zweiten Band kommt ein Junge namens William (oder kurz: Will) dazu, der aus der Welt des Lesers (also unserer eigenen) stammt. Beide Kinder kommen also aus verschiedenen Welten, von denen unzählige "nebeneinander" existieren. Gemeinsam sind sie schließlich hauptverantwortlich dafür, wie sich die Zukunft aller Welten, aller Universen entwickeln wird - zum Guten oder zum Schlechten.

Pullmans Betrachtungsweise der Welt finde ich, ganz schlicht betrachtet, erst einmal interessant und dazu spannend zu lesen. Er greift in seiner Abenteuergeschichte zweier Kinder verschiedene, durchaus reale Aspekte der neuzeitlichen Physik auf und verknüpft sie mit biblisch-religiösen und alternativ-spirituellen Phänomenen. Dabei konstruiert er eine in sich recht stimmige Vielweltentheorie, in der mythologische Erscheinungsformen ebenso ihren Platz finden, wie Hexen, Engel und sogar Gott selbst - obgleich es zu letzterem eine besondere Erklärung/Geschichte gibt, die ich hier nicht verraten möchte.

Nach dem Lesen der "Chroniken von Narnia", in denen mir die omnipräsente christliche Symbolik nicht gefiel, präsentiert sich Pullmans Trilogie, die neben anderen Dingen ebenfalls mit christlichen Ideen durchsetzt ist, erfrischend anders - und dazu noch fantastisch komplex und trotzdem in sich unglaublich stimmig. Philip Pullmann gelingt es, ganz unterschiedliche Disziplinen, wie Physik, Religion, Mythologie, Kulturgeschichte, Ethik und ganz viel mehr derart miteinander zu verweben, dass ich an manchen Stellen beinahe zu glauben geneigt bin: 'Ja, im Kern könnte die Welt und das Leben darin tatsächlich genau so beschaffen sein.' (Dieser Zuspruch für Pullmans Ideen entwickelt sich bei mir auch deshalb, weil ich sowohl in religiös-spirituellen Fragen als auch auf dem Gebiet der Physik durchaus bewandert bin.)

In den "Dark Materials" schafft Pullman eine Welt, in der sich zum Beispiel spirituelle und religiöse Phänomene mit wissenschaftlichen Mitteln erklären lassen - allerdings ist dies eine Wissenschaft, die zwar an die Realität angelehnt, doch in ihren Details frei erfunden ist. In diesem Verflechten von Wissenschaft, Religion, Mythologie, Spiritualität u.v.m. wird aber auch eine typisch strenge wissenschaftlich-technische Betrachtungsweise durch spirituelle Einflüsse aufgeweicht. Unbelebte Materie als Gegenstand wissenschaftlicher Forschung zeigt plötzlich ein intelligentes Bewusstsein; dafür wird z.B. das, was wir als himmlische Mächte betrachten, entmystifiziert. Diese Dinge versteht Pullman in einer packenden Geschichte zu verarbeiten, in der hauptsächlich die beiden Kinder die Zunkunft der Welt (aller Welten) in den Händen halten.

[Achtung: Vereinzelte Bekanntgabe von Inhaltsteilen (=Spoiler) im folgenden Absatz]
Wie Lyra das Alethiometer (den goldenen "Kompass") liest; wie Will das magische Messer erhält und mit ihm umzugehen lernt; wie die Kinder von einer Welt in die nächste wechseln; wie sie sich selbst und ihre Möglichkeiten weiterentwickeln; wie trotz ihrer besonderen Hilfsmittel nicht alle Probleme ganz leicht gelöst werden können; wie sie, ohne es zu wissen, böse Mächte in die Welten einlassen; wie die "Versucherin" die Welt der Mulefa kennen (und den "Staub" zu sehen) lernt; wie dieser "Staub" für die Erklärung unzähliger Phänomene herangezogen wird; wie der "Staub" sogar in unserer realen Welt als echtes Mysterium unserer Wissenschaftler vorhanden ist; wie Lord Asriel seine Festung gegen die Heerscharen eines himmlischen Imperiums rüstet; wie die Kinder die Totenwelt erkunden, und wie sehr sie und ihre "Seelen" darunter leiden; wie sie den Argwohn gegenüber ihren Begleitern in Freundschaft und Zuneigung ändern; wie sie den Moment des Der-Kindheit-Entwachsen erleben; wie die tiefe Freundschaft unterschiedlichster Wesen zueinander entsteht und eine Gemeinschaft entsteht, die immer und überall füreinander eintritt; wie die Kinder ihre (tiergestaltenen) Seelen zu finden und zu retten versuchen; und wie dies alles als Erzählung miteinander in Einklang gebracht wird...

Dies (und noch viel, viel mehr) macht aus der Trilogie keine einfache Erzählung. Ich halte es vielmehr für ein Kunststück, so eine Welt (resp.: viele Welten) zu erschaffen. Und es ist meines Erachtens auch nicht möglich, nach dem ersten Buch "verstehen" zu wollen, worauf Philip Pullman am Ende hinauswill. "Der Goldene Kompass" ist als Einzelwerk nicht zu begreifen.

Wenn ich es richtig verstehe, haben kirchliche Verbände gerade in den USA zum Teil heftig gegen die "Dark Materials" demonstriert. Im Paralleluniversum des Mädchens Lyra, das sich in großen Teilen recht deutlich von unserem unterscheidet, hat eine dominante Kirche, die mit mittelalterlichen Methoden über die Menschen wacht, keinen besonders sympathischen Stand. In vielen dieser parallelen Universen agiert die institutionelle Kirche fehlgeleitet und im Grunde menschenfeindlich, bzw. sogar entgegen einer Art göttlicher Bestimmung. Dass diese Darstellung den christlichen Kirchen nicht gefällt, ist nachvollziehbar. Doch dass Pullman im Kern ganz vehement FÜR ein moralisches und ethisches Miteinander eintritt, das perfekt zu meinem Bild von christlicher Nächstenliebe passt, fällt wohl bei aller Kritik von christlichen Vereinigungen gerne unter den Tisch.

Weiter zur Erzählung:

Etwas störend empfand ich die Sprünge zwischen verschiedenen Erzählsträngen, besonders in Band 2 und 3. Verschiedene Personen haben unterschiedliche, aber miteinander verknüpfte und einander unterstützende Erlebnisse, denen die Erzählung durch viele Sprünge folgt. Manchmal fühle ich mich dabei geradezu aus einer spannenden Geschichte herausgerissen und in eine andere Erzählung hineingesetzt. Ich sehe aber ein, dass es enorm schwierig wäre, die komplexe Geschichte anders zu erzählen.

Der Gesamtverlauf der Trilogie gefällt mir sehr gut, mit einigen Details bin ich nicht so glücklich. Zum Beispiel gibt es höchst unwahrscheinliche Zufälle, die ich gern näher erläutert bekommen hätte. Dass Will zufällig über genau die Art von Portal, die sein Vater jahrelang gesucht hatte, in eine andere Welt stolpert, und das quasi fast vor der eigenen Haustür, ist schon merkwürdig. Da muss ich mir selbst zusammenreimen, dass dies wohl ein "staubgeleitetes" Schicksal ist. Oder warum ein bestimmter Mensch beim Eintritt in die andere Welt eine außerkörperliche Seele in Form eines Tieres erhält, ein anderer Mensch seine Seele aber weiterhin in sich trägt, ist mir nicht klar geworden.

Auch gefällt mir der wiederholt leichtfertige Umgang mit Tötungsabsichten zwölfjähriger Kinder nicht. Dass die Kids in frühen Konflikten immer wieder sagen dürfen, sie würden diesen oder jenen umbringen, wenn sie die Person nur in die Finger bekämen, stört mich. Dies passt auch irgendwie nicht zum schon oben angesprochenen ethisch unbedenklichen Miteinander, auf das die Trilogie eigentlich hinausläuft. Derlei "Fehltritte" der Kinder sind aber vielleicht auch deren Entwicklungsstadium geschuldet. Im dritten Band entfernen sich Lyra und Will schließlich von ihren kindlich-impulsiven Mordabsichten und äußern sich schließlich ganz reflektiert gegen Kriegstum und Gewalt (z.B. Will zu seinem Vater: "Du meintest, ich sei ein Krieger. Du sagtest, dies sei meine Natur und dass ich mich nicht dagegen sträuben solle. Doch du hattest Unrecht. Ich kämpfte, weil ich musste. Gegen meine Natur kann ich nichts, aber dennoch kann ich wählen, was ich tun WILL. Und ich WERDE wählen, denn jetzt bin ich frei.").

Auch dies zeigt also, wie wichtig es ist, die Trilogie als Ganzes zu lesen.

Trotz vereinzelter Inhalte, die ich nicht so mag, überwiegen aber doch ganz wesentlich die Fülle an Phantasie, die wundersam komplexe Vielfalt der Erlebnisse und die Art, wie so unterschiedliche Disziplinen wie Physik, Religion und weitere stimmig (meiner Meinung nach) miteinander verknüpft werden. In diesem Zusammenhang äußere ich gerne auch meine persönliche Meinung zum so oft hervorgebrachten Vergleich der "Dark Materials" mit Tolkiens "Lord of the Rings":

Ich habe beide Trilogien in kurzem zeitlichen Abstand auf Englisch gelesen und auch zum Teil nochmal abschnittsweise im Wechsel. Beide Werke erscheinen mir im englischen Original sprachlich sehr ansprechend. Was den Gehalt, die Komplexität, die Phantasie und die Umsetzung der jeweiligen Geschichte angeht, kann ich nicht anders, als Philip Pullman das deutlich größere Lob auszusprechen. Gegen seine Geschichte wirkt für mich der Herr der Ringe (obwohl durchaus gut) einfach nur schlicht und beinahe eindimensional. Vom Gehalt der Geschichte ist es mir, als sei der Herr der Ringe ein Hörbuch in Mono, und die Dark Materials ein visuelles 3D-Erlebnis mit Dolby-Surround.

FAZIT:
========

Tolle Bücher, eine phantastische Geschichte - wenn auch mit vereinzelten Aspekten, die mir nicht so gut gefallen. Dass die deutsche Übersetzung nicht so dolle geraten ist, dafür können Philip Pullman und seine Originalgeschichte nichts.

Wer im Englischen einigermaßen bewandert ist, sollte UNBEDINGT die Originalfassung versuchen. Selbst wenn man einzelne Vokabeln nicht begreift, dürfte das dem Verständnis in den meisten Fällen keinen Abbruch tun. Der Gewinn an Lesevergnügen wird ungleich größer sein.

Englisches Original: 5 Punkte (von mir aus sogar 6)
Deutsche Übersetzung: 2 Punkte
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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen grandioses Meisterwerk mit viel schöpferischer Fantasie, 13. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Goldene Kompass / Das magische Messer / Das Bernstein-Teleskop. 3 Bände (Taschenbuch)
Pullmanns Trilogie ist ein wahres Meisterwerk inspiriert von der überragenden Dichtkunst John Miltons (Das verlorene Paradies).
Die Geschichte legt nach kurzer Einführung in die Personen rasch an Tempo zu und fesselt den Leser, wie es stärker nicht sein kann.
Verwobene Multi-Universen bilden letztendlich die Umgebung, in der die beiden Hauptfiguren Lyra und Will dazu ausersehen sind, unter schmerzlichen Verlusten an Körper und Geist eine neue Welt zu schaffen.
Mithilfe der Instrumente (Alethiometer=Goldener Kompass, magisches Messer) lernen sie die Wahrheiten hinter diesen Konstrukten erkennen und sich zwischen den Welten bewegen. Analogien zur biblischen Geschichte werden detailiert herausgearbeitet und bildgewaltig umgesetzt.
Viele Gefährten, Freunde und Verwandte lassen auf dem Weg der beiden als Verbündete ihr Leben, teils unter sehr drastischen, weil gewälttätigen Umständen.
So kreiert der Autor zwar ein Konglomerat "archetypischer Mythen und wissenschaftlicher Theorien", wie hier bereits von anderen kritisiert wurde, doch empfinde ich es als bemerkenswerte schöpferische Kraft, wie er es dann zu einer stimmigen und faszinierenden Story bringt, die einen förmlich am Buch kleben sowie die nächsten Entwicklungen herbeisehnen lässt.
Natürlich werden, wie in allen großen Epen, die beiden Kontroversa Gut und Böse reichlich thematisiert, doch auch die Zwischentöne und Schatten mit Leben gefüllt. Und selbstverständlich bekommt auch das (als Kirche sich gnadenlos manifestierende) Christentum sein Fett weg, verdientermassen. Denn so war die Geschichte, leider.
Hier wird nicht das Christentum an sich, sondern die Auswüchse der Amtskirche kritisch geschildert bzw miteinbezogen.
Auch für einen praktizierenden Christ stellt es kein Problem dar, die eingewobenen Hintergründe unserer ureigenen Geschichte hierin zu erkennen.
Deshalb muss man sich darüber genausowenig aufregen wie über den latenten atheistischen Unterton, der im gesamten Werk mitschwingt.
Das Bewusstsein als schöpferische Kraft des Seins ist auch hier in allen Welten allgegenwärtig, mithin aber keinesfalls als Nachweis oder Bedingung einer Nichtexistenz Gottes.

Fazit : für mich ein vor schöpferischer Kraft strotzendes und bildgewaltige Gefühle hervorrufendes Epos.
Eher zu kurz als zu lang, zumindest wünschte man sich noch ein weiteres Buch als Fortführung der Tendenz.
Mit "Lyras Oxford" ist ein kleiner Teil dazu schon verfügbar.
Hoffnung auf mehr von Philipp Pullman ... und ... Lyra, Will, ihren Dæmonen, Mary & den Mulefas, Gallivespieren, Harpyien, Gyptern, Panzerbären und Hexen, Engeln und Geistern.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach fesselnd, 27. Dezember 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hab diese Bücher vor langer Zeit mal gekauft und gelesen, ich war einfach begeistert, man taucht ein in eine fesselnde Fantasywelt, fast zum anfassen beschrieben. Damals musste ich noch auf das Erscheinen der einzelnen Bücher warten, hier haben sie direkt die Möglichkeit die geschlossene Trilogie zu kaufen, ich kann nur sagen, es lohnt sich. Über den Inhalt möchte ich hier nicht viel verraten, ich kann nur soviel sagen, wer den Film zum ersten Buch bereits gelesen hat, soll nicht enttäuscht sein, denn das Buch ist um Längen besser ;)

Hab diese Box bestellt und verschenkt, kam sehr gut an, ich würde sie wieder kaufen oder verschenken, also schlagt ruhig zu.
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen His Dark Materials, 17. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Goldene Kompass / Das magische Messer / Das Bernstein-Teleskop. 3 Bände (Taschenbuch)
Die fantasievolle Trilogie von Philip Pullman ist ein Meiterwerk der Fantasyliteratur.
Ich bekam das erste Buch vor mehreren Jahren und las es an einem Stück durch, so gut gefiel mir der erste Teil der Serie. Auch den zweiten und dritten Teil lies ich mir kurze Zeit später schenken und verschlang sie geradezu.
Die Geschichte um das Mädchen Lyra, dass in einer Parallelwelt lebt, die unsere sehr ähnlich ist, ist einfallsreich und sehr gut geschrieben. Philip Pullman schafft es mit seinem Stil den Leser zu fesseln und zaubert so eindrucksvolle Bilder in den Kopf, dass man meint direkt an der Handlung teilzunehmen.
Alles in allem ist es eine der schönsten Fantasytrilogien unserer Zeit und verdient zweifelsohne die volle Punktzahl, wobei ich (wenn ich differenzieren würde) den ersten beiden Büchern jeweils 5 Punkte geben würde, dem dritten Band nur 4, da er meiner Meinung nach nicht ganz so verzaubernd ist, wie die ersten beiden.
Mir bleibt nur zu sagen, dass ein Kauf unbedingt zu empfehlen ist!!!
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolute Spitze, 28. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Goldene Kompass / Das magische Messer / Das Bernstein-Teleskop. 3 Bände (Taschenbuch)
was für ein buch! eine wirklich große geschichte, die einem, einmal gelesen, so schnell nicht wieder aus dem kopf gehen wird. sie vermag es, sofort zu fesseln und ist zudem von enormer philosophischer durchschlagskraft.
so bekommt man denkanstöße zu themen wie religion, weltgefüge, dimensionen, leben, tod, gut und böse - mit allen grautönen dazwischen.
auch die idee mit den daemonen - eine außerhalb des eigenen körpers existierende manifestation der seele - fand ich faszinierend.
zudem werden einem klassiker wie milton u.ä. nahe gebracht.
und letztlich gibt es noch eine wirklich schöne, schmalzfreie liebesgeschichte [ACHTUNG SPOILER!] ohne wirkliches happy end.
und dass sie nicht wirklich ein happy end hat, ist das wahrscheinlich beste an der trilogie. der eine oder andere ist deswegen möglicherweise enttäuscht - ich aber hätte ein alles-ist-gut-ende zu eindimensional und vorhersehbar gefunden. und diese vielschichtige geschichte hätte so etwas nicht verdient gehabt. [SPOILER ENDE]

FAZIT: "his dark materials" ist brillant. ich trage die geschichte jetzt schon seit jahren in meinem herzen - und es sieht nicht so aus, als würde sie verschwinden wollen. absolute kaufempfehlung für rowling- und funke-jünger, die nach dem ende von harry und tintenwelt nicht wissen, was sie noch lesen können...
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein muss für Fantasyfans, 6. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Goldene Kompass / Das magische Messer / Das Bernstein-Teleskop. 3 Bände (Taschenbuch)
Da ich Herr der Ringe und Harry Potter bereits hinter mir habe, musste ich mich nun dieser Geschichte zuwenden.

Die geschilderte Welt ist ungleich vielschichtiger als bei Herr der Ringe. Die ganze Art zu leben ist etwas besonderes. Es dauert eine Weile bis man die ganze Komplexität des geschilderten verinnerlicht. Aber es lohnt sich. Die Idee mit den Seelentieren fand ich wirklich Klasse. Man erfährt ständig neue Details über das Universum und die eigenen Gesetze die dort gelten. Der Autor jedenfalls hat hier ganze Arbeit geleistet.

Zwar läuft auch in dieser Geschichte alles auf den Kampf zwischen Gut und Böse hinaus, aber es gibt eben auch alle Schattierungen dieser beiden Extreme. Dies gerade macht den entscheidenden Unterschied zu den anderen Genrevertretern.

Gestern habe ich übrigens auch die Verfilmung des ersten Teils gesehen. Mich wunderte etwas, dass die Handlung teilweise geändert wurde. Zumidnest Details wurden scheinbar "kindgerechter" angeboten. Beispielsweise stirbt der von seiner Seele getrennte Junge in dem Film nicht.

Fazit: Perfekte intelligente Geschichte!
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19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wahnsinns Story, schlechte Auflage, 28. Dezember 2007
Von 
J. Sodemann (Heilbronn) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Goldene Kompass / Das magische Messer / Das Bernstein-Teleskop. 3 Bände (Taschenbuch)
Die Handlung der Trilogie entführt in eine Welt, die Tolkien nicht besser hätte schaffen können. Was zu dieser schlechten Bewertung führt sind nicht die Handlung oder das Genre sondern vielmehr die sehr schlechte Auflage der drei Bücher. Sehr selten habe ich so viele Rechtschreibfehler gefunden wie in diesen Ausgaben! Der Heyne-Verlag sollte doch in der Lage sein, fähige Lektoren einzustellen.
Im dritten Band wurde der letzte Abschnitt des ersten Kapitels sogar versehentlich auf das Ende der übrigen acht Kapiteln verteilt, sodass ständig geblättert werden muss (Die "Bruchstellen" sind sogar mitten im Satz!).

Eine so wunderbare Handlung hat eine solch schlechte Auflage nicht im geringsten verdient, da lohnt es sich doch, den einen oder anderen Euro mehr auszugeben. Schade.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Esoterischer Stuss für Fortgeschrittene, 4. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es gehört zu den besten Ideen Hollywoods, nur Bd. 1 verfilmt zu haben. Je länger man sich mit dem Goldenen Kompass und seinen Folgebänden bschäftigt, desto schlimmer wird er nämlich. Pullmans Bücher sind ein mit jeder Seite schwerer zu ertragender Mischmasch aus humorloser Moralsiererei (schlimmer Vorwurf!), brutalem Gemetzel (schlimmer Langeweilefaktor) und pseudophilosophischer Religionskritik (schlimme Papierverschwendung). Dauernd werden bedeutungsschwangere Bibel- oder William Blake Zitate vor die Kapitel gestellt, die einem auch die Lust an Blake und der Bibel versauen. Die Geschichten wirkt wie die Weltsicht eines unglaublich überheblichen Mannes, dem aber beim Schreiben jeder Genius fehlt, der die Überheblichkeit gerechtfertigt hätte. Pullman lässt von Adam und Eva bis zur Auflösung Gottes in einem Logikwölkchen nichts aus. Leider hat er aber auch nichts zu sagen, was über die völlig unglaubwürdige Idealisierung zweier Über-Kinder hinausgehen würde. Astrid Lindgren muss in ihrem Sarg rotieren, angesichts der Tatsache, dass Pullman einen nach ihr benannten Literaturpreis eingesteckt hat. Die immer gleich intonierende, unerträglich weinerliche Art, in der Rufus Beck sich über 38 CDs talent- und inspirationsfrei durch diesen Mist wurstelt, macht das Missvergnügen perfekt.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen GENIAL, 1. Mai 2008
Also ich muss sagen, die Bücher haben mich sehr überzeugt.
Am Anfang hab ich mir nicht so viel dabei gedacht, dachte die Bücher sind ungefähr so wie Harry Potter oder ähnliches, aber dann ... boah GENIAL.
Das erste Buch ist einfach so dahingelaufen, hab immer wieder mal gelesen, aber beim zweiten und dritten war es fast schon schlimm und zwanghaft weiterzulesen. Hab eines Wochenendes (Freitag) angefangen zu lesen und konnte einfach nicht mehr aufhören. Hab nur zum essen die Bücher weggelegt. Dann am Montagmorgen habe ich in meiner Arbeit angerufen und gesagt, dass ich dringendst Urlaub brauche. Das war die Zeit die ich brauchte um die Bücher fertigzulesen und noch einmal komplett. (also insgesamt 2 mal)
Ich kenne wirklich keinen Vergleich zu diesen Büchern, sie sind in so einem großem Maße unglaublich und super zu lesen, dass ich gar nicht richtig weiß, wie ich es ausdrücken soll.
Diese Bücher sind wunderbar zu lesen. Ich bin sehr selten ein "Sensibelchen", aber hier sind mir wirklich die Tränen stellenweiße in den Augen gestanden. Es ist nur total schade, dass keine Bücher mehr an diese Geschichte anschließen werden. *heul*
Diese Bücher empfehle ich wirklich jedem.
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Der Goldene Kompass / Das magische Messer / Das Bernstein-Teleskop. 3 Bände
Der Goldene Kompass / Das magische Messer / Das Bernstein-Teleskop. 3 Bände von Philip Pullman (Taschenbuch - 5. September 2007)
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