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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen139
4,3 von 5 Sternen
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am 25. Januar 2013
..., um das Buch wirklich als Thriller zu bezeichnen und mit 5 Sternen zu bewerten. Kann man lesen, muss man aber nicht.

Gut gefallen hat mir die Darstellung der Zwangserkrankung und der Psychiatrie. Hier wurde gut recherchiert und eine zunehmende Problematik einleuchtend und wahrheitsgetreu beschrieben. Auch die Mutter der Protagonistin ist super getroffen und auch, wenn sie nur als Randfigur agiert, wird deutlich, welchen Anteil sie an dem Verlauf der psychischen Störung haben muss.
Ebenfalls hat mir gefallen, dass man zwischendurch auf eine falsche Fährte bezüglich des Täters geleitet wird und erst recht spät durchschaut, dass die ersten Vermutungen falsch waren und der Täter jemand anderes war...

Die Geschichte an sich ist ganz nett und lässt sich auch flüssig lesen. Das Ende ist dabei jedoch viel zu überladen und konstruiert und so unwahrscheinlich, dass es bei mir leider nur ein Kopfschütteln erzeugen konnte. Die Idee hinter dem Buch ist super, allerdings hätte die Darstellung verfeinert werden können. Die übertriebenen Konstruktionen hätten durch logische Schritte ersetzt werden können, abschließend mit einem sinnigen Ende und einer anhaltenden Spannung im Mittelteil.

Alles in allem kann man dieses Buch lesen für eine nette Unterhaltung, man darf jedoch nicht zu viel von diesem Thriller erwarten. Definitiv eher ein Roman als ein Thriller.
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am 7. November 2012
"Alles muss versteckt sein" ist ein spannend arrangierter Thriller, der von den Gefühlen seiner Protagonistin lebt und dessen ergreifende Handlung auf einem ungeheuerlichen Komplott basiert. So nimmt der Hörer Anteil am grausamen Schicksal der jungen Marie Neumann, die mit ansehen muss, wie ihre kleine Tochter von einem Auto überfahren wird, begleitet sie auf ihrem steinigen Weg zurück in ein neues Leben und muss mit Erschrecken erfahren, dass sie gestanden hat, am Tod eines Menschen schuldig zu sein. Doch als wäre das nicht schon genug der verhängnisvollen Ereignisse, scheint hinter allem ein perfider Plan zu stecken, den ein Fremder konsequent verwirklichen will. Gut verpackt in einem intelligent konstruierten Plot hält das Geschehen den Hörer bis zum Schluss in Atem und offenbart erst sehr spät die wirklichen Zusammenhänge.

Als Sprecherin für den emotional aufwühlenden Thriller fungiert Cathrin Bürger, die es mit ihrer wohlklingenden Stimme und gut gesetzte Nuancen wunderbar versteht, die sich allmählich aufbauende Spannung akustisch darzustellen. Egal ob sie die aufgeregte Kindergärtnerin Marie verkörpert, als diese verzweifelt nach ihrer kleinen Tochter sucht, oder die Patientin Marie, die sich von Lethargie getrieben nahtlos in das eintönige Klinikleben einfindet: Stets findet sie den passenden Ausdruck, um im Kopf des Hörers eine Frau aufleben zu lassen, der das Schicksal übel mitspielt. Eine gelungene Interpretation, die aus der bereits spannend konzipierten Geschichte einen wahren Alptraum werden lässt

Fazit:
Gemeinsam mit ihrer Schwester unter dem Pseudonym Anne Hertz bekannt, gelang es Wiebke Lorenz schon seit langem, eine breite Leserschaft gut zu unterhalten. In "Alles muss versteckt sein" tritt sie als Thrillerautorin allein ins Rampenlicht und beweist, dass sie es meisterhaft versteht, auch die dunklen Seiten zwischenmenschlicher Beziehungen gekonnt zu durchleuchten. Ein Thriller-Hörbuch, das, von Cathrin Bürger einfühlsam gelesen, spannende Unterhaltung beschert.
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am 3. Dezember 2012
Marie Neumann ist 38 Jahre alt und sitzt in der
Psychiatrie. Ein Gericht hat sie für einen Mord schuldig gesprochen. Sie soll ihrem Lebensgefährten Patrick Gerlach, während er schlief, die Kehle durchgeschnitten haben und 27x auf ihn eingestochen haben. Die Polizei fand sie blutbesuddelt neben der Leiche stehend, noch das Fleischermesser in der Hand. Damit war die Beweislage eindeutig.
Doch Marie ist schuld unfähig, denn sie leidet an "Zwangsgedanken".

Die sind nach dem Unfalltod ihrer Tochter Celia und der Trennung ihres Mannes ausgebrochen. Plötzlich waren sie da...Sie stellte sich vor, das sie die Kinder der Kita tötet, in der sie arbeitet. Das sie unschuldige Babys erstickt. Das sie im Supermarkt Menschen tötet und und und...

Marie versucht gegen die Gedanken anzukämpfen, doch sie sind zu stark, die Kobolde in ihren Kopf bringen sie zur Strecke.
Marie hat Angst vor sich selbst.
Sie geht nicht mehr zur Arbeit, isoliert sich in ihrer Wohnung und findet nur in einem Forum für Zwangs erkrankte Kontakt zur Außenwelt. Dort lernt sie Elli kennen, die ihr mit vielen Tipps zur Seite steht und immer wieder sagt: "Denken ist nicht TUN!"

Marie möchte mit allen Mitteln dafür sorgen, das niemand in der Welt draußen, etwas von ihren bösen Gedanken mitbekommt. "Alles muss versteckt sein"!

Eines Tages lernt sie durch Zufall den Autoren Patrick Gerlach kennen und lieben.
Sie vertraut ihm sogar ihr Geheimnis an und er versucht ihr zu helfen.
Einige Zeit vergeht, Marie fühlt sich wohl, die Zwangsgedanken kann sie immer mehr unter Kontrolle halten. Sie glaubt endlich wieder an eine schöne, gesunde Zukunft, doch da passiert das tragische: Patrick ist ermordet worden! Von ihr? Was hat sie nur getan? Sie kann sich an nichts erinnern!

Mit ihrem Therapeuten Jan Falkenberg versucht sie in Sitzungen, ihrer Erinnerung auf die Sprünge zu helfen.
Doch wird sie sich jemals erinnern können? Kann sie allen beweisen, das zwar die Zwangsgedanken da waren, sie aber davon überzeugt war, niemals einen Menschen töten zu können? Oder war sie es doch...?

Meine Meinung:
Ein sehr sehr seeeehr guter Thriller, der an Spannung vieles auf Lager hatte!
Kurz vor dem Ende denkt man, die Auflösung nun zu kennen. Aber dann wendet sich das Blatt nochmal komplett!
Absolute Empfehlung!
Für mich, einer der besten Thriller, die ich in diesem Jahr gelesen habe!
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am 25. September 2012
Zur Story: "Die Erzieherin Marie, die nach einem schrecklichen Unfall ihre Tochter verlor, demzufolge ihre Ehe in die Brüche ging, leidet seitdem an extrem ausgeprägten Zwangsgedanken, die ein normales Leben fast unmöglich machen. Angst beherrscht und regiert von nun an ihr Leben, denn wer kann schon mit brutalsten Mordgedanken, die sich immer wieder in ihrem Kopf entwickeln, – sich aber nur gegen Menschen richten die sie liebt - leben. Denken ist nicht tun sagt sie sich immer wieder, aber dann passiert es doch. Sie tötet auf abartigste Weise ihren Freund während er schläft, und das genauso, wie sie es sich schon viele Male zuvor in ihrem Kopf ausgemalt hat..."

"Alles muss versteckt sein“ ist ein Psychothriller, in dem die neuropsychiatrische Erkrankung "Zwangstörung" - die mit den Zwangsgedanken einhergeht - dem Leser explizit und in erschreckender Klarheit vor Augen geführt wird. Bei dieser Krankheit besteht für den Betroffenen ein permanenter innerer Drang, bestimmte Dinge zu denken oder zu tun.

Die Story ist aufgrund des interessanten Themas "Zwangsgedanken", zu dem noch zusätzlich die multiple Persönlichkeitsstörung kommt, unglaublich intensiv und emotional. Sie wirkt aufgrund Wiebke Lorenz’ Fachwissen sehr authentisch und lässt einen infolgedessen an Maries Schicksal hautnah teilhaben. Sie schildert gnadenlos beängstigend die Symptomatik einer Zwangsstörung, die sich in unterschiedlichster Art und Weise manifestieren kann - Hass & Gewalt, Trauer & Schuldgefühle, Schmutz & Ordnung usw. usw. Begünstigt wird diese Intensität natürlich durch die Figur Marie, die ein echtes Paradebeispiel dafür ist, was einen normalen-, von einem guten Roman unterscheidet. Sie verkörpert das wahre Leben, mit allen Facetten die im Laufe eines Lebens auf einen warten, ob Himmel hoch jauchzend, oder zu Tode betrübt.

Maries Leiden fesselt von der ersten Seite an und man wird förmlich in die Figur hineingezogen, um ihren Leidensweg explizit aus ihrer Sicht mitzuerleben, ihn durch alle Fasern des Körpers zu spüren. Ein Leidensweg der nicht schlimmer, nicht verstörender und nicht grausamer hätte sein können. Es ist ein Nervenkrieg, der sich von der ersten bis zur letzten Seite hinzieht, bei dem die Anspannung erst nach Beendigung abfällt.
Neben Marie spielt auch ihre Zimmergenossin Hannah in der Klink einen ganz starken Part, die im Gegensatz zu Marie, aufgrund einer absolut widerwärtigen Kindheit, an einer multiplen Persönlichkeitsstörung leidet. Auch Hannah findet sofort den Weg in die Herzen der Leser und löst in Null Komma nichts ein Gefühl-, einen Drang aus, sie fest in die Arme zu schließen, sie ganz eng an die Brust zu drücken und ihr beruhigend mit einem "alles wird gut auf den Lippen" durch die Haare zu streicheln.

Mein Fazit: "Alles muss versteckt sein“ ist Roman, der aufgrund seiner Vorzeigefiguren und der Story in jedes Bücherregal gehört. Eine unglaublich gute Story, die auf jeden Fall ein alles andere als herkömmliches Thema im Gepäck hat, wartet darauf gelesen zu werden. Zusätzliche Intensität verleihen dem Roman die von Wiebke Lorenz gewählten Erzählperspektiven, wo zum einen der Autor die Geschichte erzählt, und zum anderen Marie selbst. Wer Romane mit viel Gefühl, Leid, Trauer und Angst liebt, der sollte sich diesen Roman nicht entgehen lassen."
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am 30. Dezember 2012
Meinung
Ein Thriller der einen nicht mehr loslässt und noch lange nach dem Lesen begleitet.

Inhalt
Marie erkrankt nach einem schweren Schicksalsschlag an Zwangsgedanken. Während diese Gedanken zu Beginn des Ausbruches noch in seltenen und unregelmäßigen Abständen auftreten, nehmen sie bald ihr gesamtes Denken ein.
Das schlimmste ist ,dass diese Gedanken grausame Mordfantasien sind und Marie wahnsinnige angst hat sich schon bald nicht mehr im Griff zu haben.
Eines Tages ermordet sie im Schlaf ihren Freund und landet in einer forensischen Psychiatrie.
Währenddessen sie in der Klinik dahinvegetiert versucht sie verzweifelt sich an jene Nacht zu erinnern.Doch alles was sie sieht ist Blut wahnsinnig viel Blut....wie kam es dazu? Diese Frage stellt sich nicht nur Marie...

Charaktere
Marie ist eine Frau mittleren Alters die mitten im Leben steht, als Kindergärtnerin arbeitet und in einer glücklichen Beziehung steckt. Bis etwas grausames passiert und in ihr Zwangsgedanken erwachen die alles andere als harmlos sind.
Ich mochte Marie wahnsinnig gerne und ich habe so sehr mit ihr mit gelitten, es gab Momente da hätte ich sie am liebsten in den Arm genommen.
Christopher ist Maries Ex-Mann, zu dem sie eine Weile keinen Kontakt mehr hatte, doch eines Tages besucht er sie in der Psychiatrie. Obwohl ich Christopher zu Beginn nicht leiden konnte, entwickelte ich im Laufe der Handlung Sympathien für ihn.
Patrick war Maries Freund bis zu der Nacht in der sie ihn auf grausamste und bestialischte Art ermordet hat.
Dann gibt es noch viele andere Personen z.B. Felix,Patricks Bruder, Vik,eine Freundin von Patrick,Jan den Psychiater,Hannah, eine Mitpatientin mit einer multiplen Persönlichkeitsstörung und viele mehr.
Alle Charaktere waren einzigartig und gut ausgebaut. Keiner ähnelte dem anderen.

Schreibstil
Der Schreibstil war wahnsinnig fesselt, schon lange hat mich kein Thriller so sehr gefesselt und in seinen Bann gezogen, wie dieser.
Aufgebaut ist das Buch in normalen Kapitel, jedoch gibt es eine Besonderheit. Man lernt Maries Leben vor der Klinik durch ihre Gespräche mit dem Psychiater kennen. Diese Sprünge in die Vergangenheit sind jedoch gekennzeichnet und nicht verwirrend.

Fazit
Wow! Ich muss zugeben ich bin ein absoluter Coverkäufer. Und auch dieses Cover ist doch einfach nur total kaufanregend. Doch diesmal waren es auch die vielen positiven Rezensionen und Videos die ich zu diesem Buch gelesen und gesehen habe.
Da war klar:"Ich muss es haben!"
Kurz darauf hielt ich es in den Händen und war viel zu schnell durch.
Wiebke Lorenz beschäfigt sich in diesem Buch mit der Zwangserkrankung und was sie für Auswirkungen haben kann. Die Art und Weise wie sie dieses Thema , das sie sich für einen Thriller aussuchte, umsetze war grandios! Wirklich, ich konnte dieses Buch nicht mehr weglegen. Es ging nicht! Auch wenn ich wollte. Es war wie ein "Zwang" es weiter und weiter lesen zu wollen.
Obwohl man gleich zu Beginn erfährt ,das Marie Patrick ermordet hat,bringt es der Spannung keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil. Dadurch das sich Marie nicht mehr an diesen Abend erinnern kann und sie nach und nach mit Hilfe des Psychiaters Jan ihre Vergangenheit aufarbeitet, baute sich die Spannung von Seite zu Seite auf.
Man hat das Bedürfnis ALLES über Marie erfahren zu wollen, und so lange dieses Bedürfnis nicht gestillt ist, legt man dieses Buch nicht weg. Erst nach dem Zuschlagen weiß man alles und ist wahrscheinlich wahnsinnig durcheinander und aufgewühlt, so wie ich es war. Denn dieses Buch beinhaltet Dinge die man nicht erwartet und einen plötzlich überfallen.
Eine Buchyoutuberin schilderte ,dass es ihr nach dem Buch sehr schlecht ging, da sie selber durch ein Trauma psychisch nicht so stabil ist, wie es sein sollte. Sie betonte, dass dieses Buch für psychisch labile Personen eventuell triggernd sein könnte.
Dieser Punkt machte mir etwas angst, denn seit meinem zwölften Lebensjahr leide ich unter Magersucht und Bulimie verbunden mit Zwangshandlungen die ich immer machen muss, in der gleichen Reihenfolge und zur gleichen Zeit.Es sind nur kleinere Dinge z.B. Immer zur gleichen Zeit aufstehen, der morgendliche Ablauf muss immer in der gleichen Reihenfolge verlaufen,der abendliche auch, immer nur zu bestimmten Zeiten essen etc. Wenn ich sie nicht machen würde, wäre ich meines Lebens nicht mehr froh.
Aus diesem Grund hat mich das Buch auch nochmal auf einer ganz anderen Ebene sehr bewegt!
Ich kann diesen spannenden,bewegenden Thriller jedem nur sehr empfehlen.
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am 26. Januar 2014
Marie hat alles, was sie sich wünscht: einen liebevollen Ehemann und eine süße kleine Tochter. Bis ihre Tochter eines Tages von einem Auto überfahren wird. Marie gibt sich (zurecht?) die Schuld daran, ihre Ehe zerbricht. Allein und verzweifelt versucht sie, wieder ins Leben hineinzufinden. Das gelingt ihr mehr schlecht als recht - bis eines Tages Gedanken von Mord & Totschlag in ihrem Kopf auftauchen. Gedanken, die sich nicht verscheuchen lassen, die schrecklich und verstörend sind, die sie in Panikattacken und nahezu in den Wahnsinn treiben.

In ihrer Verzweiflung sucht Marie Hilfe im Internet und trifft auf Elli. Elli, die an einer ähnlichen Zwangsstörung leidet. Elli wird zu Maries einziger Stütze, beruhigt und versteht sie. "Denken ist nicht tun": Ein Satz, den sich Marie immer wieder vorsagt, um so den Alltag bewältigen zu können. Und, siehe da: Licht am Horizont erscheint, Marie lernt Patrick kennen, verliebt sich - die Zwangsgedanken treten in den Hintergrund. Bis sie eines Tages neben Patrick erwacht - er liegt mit aufgeschnittener Kehle tot neben ihr im Bett.

Damit beginnt das Buch: Marie wird der Prozess gemacht; mangels Schuldfähigkeit wird sie in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen. Dort vertraut sie sich langsam ihrem Arzt an. Sie erzählt ihm ihre Geschichte und bald schon entwickeln beide erste Zweifel: Hat Marie Patrick tatsächlich getötet? Ist sie zu einem Mord fähig? Denken ist nicht tun...

Das Buch basiert auf einer guten Idee und ist auch spannend zu lesen, obwohl recht bald klar ist, wer hinter Maries Albtraum stecken könnte...

Obwohl man das ahnt, liest man gerne weiter: Und gelangt dann zu einem Schluss, der irgendwie unbefriedigend, zu konstruiert wirkt.

Insgesamt daher nur drei Sterne - hätte sich die Autorin am Ende des Buches den finalen Showdown erspart und den aufgenommenen Faden zu einem - schlüssigen ! - Ende geführt, wären es vier Sterne geworden. Ich fand das Ende konstruiert, nicht schlüssig, einfach zu viel Sahne auf einem sonst durchaus soliden Kuchen.
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am 6. Oktober 2013
Habe das Hörbuch gerade fertig gehört und sitze gleichermaßen fasziniert wie fassungslos und sprachlos mit offenem Mund da. Alleine des absolut unvorhersehbaren Endes wegen sollte man dieses Buch gelesen/gehört haben.

Ich gestehe jedoch auch offen, dass ich zwischenzeitlich, beim Mittelteil - der ja immerhin so einige Hör-Stunden ausmacht - schon immer wieder mal wegen der dahin plätschernden Handlung und den irre vielen Detailinformationen (zB wer welches gegrillte Fleisch wollte/gegessen hat) genervt war. Ich meine auch, dass der Mittelteil bestimmt um einiges gekürzt werden könnte, ohne dass dies der Story einen argen Abbruch tun würde. Dass mich dann noch so ein Ende erwartet, hätte ich mir niemals erträumen lassen. Das ist auch der Grund, warum ich guten Gewissens vier von fünf Sternen vergebe. Wäre der Schlussteil, also ca. die letzten 180 Minuten des Hörbuches, nicht dermaßen mitreißend und spannend gewesen, hätte ich nur maximal drei Sterne vergeben.

Da über den Inhalt bereits viel geschrieben wurde, gibt es von meiner Seite nun noch spezifische Infos zum Hörbuch an sich:

Die Stimme und die Lesart der Sprecherin Cathrin Bürger ist brillant; sie schafft es, mit ihren exzellenten Betonungen einen unglaublich realen, spannenden und vor allem beklemmenden Eindruck zu hinterlassen. Man zittert so richtig mit und fühlt sich fast live im Geschehen dabei.

Außerdem empfand ich es als sehr angenehm und vorteilhaft, dass sich in der Hülle nur eine einzige MP3-CD befand. Ein komplettes Hörbuch mit einer Laufzeit von insgesamt 9:28 Stunden auf einer CD. Kein Wechseln der CDs notwendig, keine Zeitverzögerung beim Anhören durch verzögerte Abspielzeiten etc.

Insgesamt wirklich sehr empfehlenswert (auch wenn beim Mittelteil mit Abstrichen zu rechnen ist!).
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am 5. Mai 2013
Inhalt:
Marie hat einen schweren Schicksalsschlag zu verkraften, ihre kleine Tochter stirbt bei einem Unfall. Doch ihr Geist scheint damit nicht so wirklich zurecht zu kommen, Marie entwickelt Gewaltfantasien, blutige, bestialische Gedanken. Sie schließt sich im Internet einer Gruppe Menschen in einem Forum an, die an den gleichen Symptomen leiden wie sie und dort lernt sie, mehr schlecht als recht, das Leitmotiv „Denke ist nicht tun“. Doch alles gipfelt darin, dass sie eines Morgens neben der blutüberströmten, unsagbar zugerichteten Leiche ihres geliebten Mannes erwacht und sie ob ihrer Gedanken und der Tatsache, dass sie das Messer noch in der Hand hat, sicher ist, dass sie dieses Massaker an ihm verrichtet hat.

Doch kann sie sich an nichts wirklich erinnern, nur an Bruchstücke und dass sie eben ständig Gedanken hat, in denen ihre Fantasien sich überschlagen, sie Menschen angreift, sie verstümmelt, mit Messern attackiert, nicht mehr sie selbst ist… Da ist sie zunächst auch felsenfest davon überzeugt, dass es seine Richtigkeit hat, dass sie in eine geschlossene psychiatrische Einrichtung eingewiesen wird. Dort sieht sie sich mit weitaus dramatischeren Persönlichkeiten und deren krankhaftem Verhalten konfrontiert und das wiederum weckt in ihr den Funken der Hoffnung, dass sie selbst SO eben nicht sein könne.

Zwei Menschen versuchen ihr aus diesem ganzen Dilemma zu helfen, Klarheit in das diffuse Dunkel rund um die Mordnacht zu bringen: Ihr Exmann und ihr Therapeut. Doch ist die vordringlichste Frage, ist Marie eine psychopathische Killerin? Oder ist sie unschuldig und nur ein Werkzeug?

Meine Meinung:

Tödliche Gedankenwelt
Auch hier ist es zunächst das Cover, dass mich schon gleich für das Buch interessiert hat. Ja, ich weiß, der gute alte Leitsatz „Don't choose a book by it's cover“ sollte an vorderster Front stehen. Aber wenn man sich DAS Cover mal ansieht, wie bitte soll man da als Thrillerfan nicht gleich leuchtende Augen bekommen?! Diese blutigen Hände, dann dieser unschuldige Kinderreim dazu, perfekt, um mich zumindest gleich Feuer und Flamme werden zu lassen. Und so war es denn auch eine riesige Freude, dass ich bei der Leser-Welt an einer Leserunde zum Buch teilnehmen durfte. Mit Feuereifer habe ich mich an das Buch begeben und wurde nicht enttäuscht.

Die Autorin versteht es meisterhaft, zu schockieren. Der Stil lockt einen an, vermeintlich normale Szenen entpuppen sich als größtes Grauen, so wie die ganze Geschichte schließlich auch im größten Grauen, das man sich denken kann, gipfelt. Und immer wieder kommt dieser niedliche Vers:

Eckstein, Eckstein, alles muss versteckt sein

Diesen Reim, den kennen vielleicht einige auch, gesungen im Lied von Ooomph!, so wie ich und so hatte ich ständig das Lied im Kopf, wann immer der Reim seinen Weg in die Geschichte fand. Das hat mich aber nicht gestört, nein, es hat die wahnsinnig Gänsehaut bringende Story noch zusätzlich unterstützt, mit einer gewissen Atmosphäre versehen, wie ich finde!

Alles in Allem hat mich das Buch wirklich eiskalt erwischt, es hat alles, was ein echter Pageturner braucht: Faszinierende Figuren, einen Hintergrund, den man in der Realität sehr wohl finden kann, eine Portion Blut als Garnitur und sogar eine Prise Humor lässt Wiebke Lorenz hier nicht missen. Also wirklich ein schönes Stück Thriller, das man sich nicht entgehen lassen sollte!

Fazit:
Erschreckende Story, mit viel Hintergrundwissen wunderbar verpackt, clever konstruiert mit echtem Thrill, dem man sich von vorne bis hinten nicht entziehen kann.
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am 30. November 2012
Marie ist Erzieherin und Mutter und geht in ihrem Beruf vollkommen auf. Doch eines Tages stirbt ihre Tochter und sie gibt sich die Schuld daran. Hätte sie das Kind im Kindergarten nicht dem Ihren vorgezogen, wäre vielleicht gar nichts passiert. Hätte, wäre, wenn hilft Marie allerdings nichts mehr. Ihr Mann Christopher trennt sich von ihr und sie steht ganz alleine da. Zu ihrer Schande entwickelt Marie Zwangsgedanken. Wenn sie mit Kindern zusammen ist, stellt sie sich in Gedanken vor, wie sie diese umbringt oder sie verletzt. Anfangs glaubt sie, das verflüchtige sich mit der Zeit, schließlich leidet sie noch unter dem Tod ihrer kleinen Tochter. Doch ganz im Gegenteil, alles wird immer schlimmer und Marie traut sich am Ende fast gar nicht mehr aus dem Haus. Sie lernt online Elli kennen, die ebenfalls an dieser Erkrankung leidet und gibt ihr Tipps, wie es ihr besser gehen könnte. Die Tipps von Elli helfen ihr sogar und es wird besser. Aber als sie einen berühmten Autoren kennenlernt und sich in ihn verliebt, beginnt das Unheil von vorne. Elli ist auch da an Maries Seite und hilft ihr, soweit sie kann. Doch dann geschieht genau das, vor dem Marie immer Angst hatte. Sie scheint ihre Gedanken von ihren Taten nicht mehr trennen zu können, denn als sie eines Tages bei ihrem neuen Geliebten übernachtet, wacht sie neben seiner Leiche auf. Blutdurchtränkt und mit siebenundzwanzig Messerstichen getötet. Marie kommt daraufhin in die geschlossene Psychiatrie und versucht mit einem Therapeut das erlebte aufzuarbeiten und herauszufinden, warum sie ihren Geliebten ermordet hat, und vor allem, wieso sie überhaupt nichts davon weiß.

Handlung & Stil.
Die Handlung ist ab dem ersten Wort bereits unglaublich spannend und fesselnd. Ein genialer Aufbau, so könnte man sagen. Eigentlich habe ich absolut nichts auszusetzen. Auch der Stil ist fesselnd, hat viel Persönlichkeit und Wiedererkennungswert. Detailreich, spannend, adrenalinreich und vor allen Dingen geht die Geschichte auch sehr nahe. Ich persönlich hatte damit ab der Hälfte des Buches Probleme, weil ich selbst an gewissen Dinge leide, die in diesem Buch ebenfalls angesprochen werden. Für jemanden, der also ebenfalls psychisch vorbelastet ist, ist das Buch eventuell nicht so gut. Da das Buch wirklich ungemein auf die Psyche schlägt und einen vollkommen einnimmt, sollte man einfach etwas vorsichtig sein. Ich warne aus dem Grund vor, weil ich durch meine Vorbelastungen durch das Buch Probleme bekommen habe. Trotz allem habe ich das Buch beenden müssen, weil es einfach nur wahnsinnig gut geschrieben wurde. Für meine psychische Verfassung allerdings zu realistisch.

Charaktere & Setting.
Die Charaktere in dem Buch sind ebenfalls richtig gut umgesetzt worden. Man fühlte mit der Protagonistin mit, konnte ihre Beschreibungen der Anfälle wirklich vor Augen sehen. Auch die anderen Charaktere waren schön gezeichnet, sehr realistisch und authentisch.
Das Setting war auch super. Die Einrichtung, in der Marie ist, hätte vom Aufbau her, von der Gestaltung, das Räumliche, ein wenig mehr beschrieben werden können. Stattdessen wurde viel mehr über die Charaktere erzählt, die Patienten, den Therapeut, etc. Was aber letztendlich auch gut war, schließlich ist das genau das Interessante an der Sache.

Sonstiges.
Sicher interessiert euch der von mir oben angesprochene Punkt nun auch. Die meisten von euch wissen, dass ich in den letzten Jahren ein Trauma durchlebt hatte, an Depressionen deswegen litt
und auch an einer Art Essstörung. Ich habe dadurch natürlich auch eine kleine Persönlichkeitsstörung. An manchen Tagen finde ich mich toll, an anderen Tagen hasse ich mich. Durch eine Therapie konnte ich wenigstens wieder alltagstauglich gemacht werden. Allerdings ist in meinem Kopf noch so einiges verschoben. Ich mache über Dinge Gedanken, die schon zwei Jahre her sind und mich vorher nie interessiert hatten. Ich komme mit ein paar Fehlern nicht klar, die ich begangen habe. Bei mir läuft etliches schief. Und jetzt zum Thema. Damit ich halbwegs normal Leben kann, habe ich mir Skills gesetzt. Heißt so viel wie Hilfestellungen. Doch diese Skills haben sich bei mir einer weiteren Krankheit entwickelt, der sogenannten Zwangshandlung. Nun, diese wird in dem Buch ja auch angesprochen und es hat mich erschreckt, zu was diese Zwangshandlungen führen können,
wenn man nicht aufpasst. In meinem Kopf ging alles mögliche herum. Ich hatte Angst bekommen, so wie Marie zu werden, dass ich böse Gedanken gegenüber dem bekomme, was ich am meisten liebe: Meiner Katze, meinem Freund, oder sonst wem. Diese Angst hat sich bei mir so schnell verbreitet, dass Einbildungen kamen. Ich war schon fest überzeugt davon, dass das Buch bei mir diese Erkrankung nun ans Tageslicht gebracht hat. Ich hab das Vertrauen zu mir selbst verloren, hatte Angst vor mir selbst und verfiel dadurch in eine Depression.
Nun, lange Rede kurzer Sinn... wenn man psychisch ein wenig labil ist, sollte man sich überlegen, ob das Buch etwas für einen ist. Ich hätte nicht gedacht, dass mir ein Buch so etwas einreden kann. Nun bin ich dabei, die Gedanken wieder loszuwerden.
Aber ansonsten kann ich nur sagen, das Buch ist genial. Das Ende ist so was von krass, dass man es kaum in Worte fassen kann. Die Schriftstellerin hat beste Arbeit geleistet.
Ich werde wohl auch weiteres von ihr lesen, denn da wird es dann ja nicht wieder um diese Art von Erkrankung gehen.
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am 12. Mai 2013
Alles ist so verwirrend, kaum zu verstehen. Warum soll Marie das getan haben?

Marie findet sich in einer Irrenanstalt wieder, denn vor wenigen Wochen soll sie ihren Freund Patrick Gerlach brutal ermordet haben. Doch an die Tat fehlen ihr sämtliche Erinnerungen. Allerdings kann sie es nicht abstreiten, dass sie unter Zwängen leidet. Immer wieder sieht sie das Gesicht ihres Freundes vor sich und stellt sich seinen Tod vor. Doch denken ist nicht tun! Damit hält sie sich aufrecht und genießt die Worte ihrer neuen Freundin Elli, die sie wenige Monate vor der Tat im Internet kennen gelernt hat. Doch warum ist Patrick dann tot, mit siebenundzwanzig Messerstichen getötet, im Bett neben ihr?

Einzig Maries Ex-Mann Christopher glaubt weiterhin an ihre Unschuld. Er kennt Marie so lange und kann sich das Verhalten nicht erklären, denn Marie ist ein friedlicher Mensch, wenn sie auch unter Zwängen leidet. In der Anstalt muss sich Marie mit den tagtäglichen Abläufen vertraut machen und lernt im Zwiegespräch mit Doktor Jan Falkenhagen wieder an sich zu glauben. Ganz langsam baut sie Vertrauen zu dem Arzt auf und beginnt von der Zeit vor dem Mord zu berichten. Von dem großen Verlust den sie erlitten hat, von dem Vertrauen, das zerstört wurde und von einer Liebe, die gerade erst begonnen hatte.

Auf etwa 340 Seiten schildert die Autorin Wibke Lorentz einen fesselnden Thriller, der durch genaue Details, fundiertes Wissen und eine spannende und realistische Geschichte überzeugt!

Mit Marie leidet der Leser während der gesamten Handlung. Die 38 jährige Frau muss sich von einem Tag auf den anderen mit einer verwirrenden Angst vertraut machen. Nach einem schweren Schicksalsschlag entwickelt sie Zwänge, unter denen sie leidet. Immer wieder hat sie Gewaltfantasien, in denen sie Kinder oder andere Mitmenschen umbringt. Doch statt mit einem Arzt zu sprechen, sucht sie Zuflucht im Internet und wird in einem Forum fündig. Wie auch bei Marie, gibt es dort gleichgesinnte, die ebenfalls vor Scham den Weg zu einem Therapeuten ausschlagen. Von einer Person erhält Marie dabei Zuspruch. In ihren Worten findet sie Kraft und den Mut, weiter zu leben und zu agieren. Bis eines Tages der Mord geschieht.

Neben einer sehr lebendigen Hauptprotagonistin, deren Leben abwechselnd aus der Erzähl- und Ich-Perspektive geschildert wird, gibt es eine Reihe von wichtigen Charakteren, die großen Einfluss auf das Gesamtwerk nehmen. So bietet Doktor Falkenhagen, Patrick Gerlach und seine Geschwister Vera und Felix, sowie der Ex-Mann Christopher Neumann zentrale Rollen.

Auch die Handlung ist wohl durchdacht und bietet perfekte Unterhaltung. Nach einem ruhigen Anfang bildet sich unterschwellig die nötige Dramatik, die den Leser fesselt und in seinen Bann schlägt! Auch das Cover ist ein richtiger Blickfang und macht schon deutlich, dass es sich um einen wahren Thriller handelt. Mit dem Titel "Alles muss versteckt sein" werden die Kinderreime angesprochen, an denen sich Marie, die als Kindergärtnerin gearbeitet hat, festhält. Immer zu wiederholt sie die so vertrauten Sätze, die sie an eine sichere Vergangenheit erinnert.

Fazit: Ein Buch, das mich vollkommen überzeugt hat. Spannung, Action, Dramatik und jede Menge Fachwissen, das glaubhaft eine solide Geschichte widerspiegelt! So lebendig, wie ein Film. Große Empfehlung!
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