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Kundenrezensionen

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Nur alle Jubeljahre gibt es ein Buch, dessen Protagonisten und Inhalt mir so ans Herz gehen wie dieses hier. Ich fürchtete schon das Schlimmste, als ich in anderen Rezensionen las, die Hauptfigur Mitzy oder sogar alle anderen wären total unsympathisch. Jetzt, wo ich das Buch beendet habe, kann ich das überhaupt nicht bestätigen. Im Gegenteil.
Mitzy ist 14 und lebt mit ihrer Mutter Valentina in einem kleinen Dorf in Cornwall. Ihr beider Leben ist trist. Valentina ist eine halbe Zigeunerin und verkauft Zauber, Kräuter-Mittelchen und auch ihren Körper, um sie beide über die Runden zu bringen. Man erfährt nichts über Valentinas Vergangenheit, aber diese hat sie hart und unerbittlich gemacht.
Die Beiden werden von den Dorfbewohnern so häufig aufgesucht, wie sie gehasst werden. Sie sind Sonderlinge und Aussätzige und Mitzy wird in der Schule nur gehänselt und gemobbt. Bis auf den Jungen Wilf Coulson hat sie keine Freunde. Bis Charles Aubrey mit seiner Familie 1937 zur Sommerfrische in den Ort kommt. Mit ihrem Auftauchen scheint sich das endlos-trübe Grau über Blacknowle zu heben. Sie sind faszinierend, vor allem für Mitzy. Charles und seine Geliebte Celeste sind nicht verheiratet, haben aber zwei Kinder im Alter von 7 und 12 Jahren miteinander. Und als wäre das nicht schon skandalös genug, ist Celeste auch noch eine Marokkanerin, die sich mit bunt schillernden Kaftanen und blitzendem Schmuck kleidet.
Mitzy und die ältere Tochter Delphine werden schnell Freundinnen. Mitzy lernt zum ersten Mal wahre Zuneigung und ein herzliches Familienleben kennen. Und nicht nur das - Charles findet in ihr seine neue Muse, die er ständig zeichnet. Man erfährt nichts genaueres, doch gewisse Dialoge zwischen Celeste und Charles deuten an, dass Charles seine Modelle häufig nicht nur zeichnet, sondern auch Affairen mit ihnen hat, was regelmäßig Celestes Eifersucht weckt - auch wenn es grundlos ist. Noch ist Mitzy zu jung und kindlich, doch man spürt, wie diese Begegnung und Charles Aufmerksamkeit, seine Blicke beim Zeichnen, die Frau und eine leidenschaftliche Liebe in ihr wecken.
Insgesamt drei Sommer verbringt die Familie in Blacknowle, doch kein Sommer ist mehr so harmonisch wie der erste. Celeste bemerkt Mitzys Schwärmerei und versucht langsam und allmählich, sie von der Familie abzudrängen. Doch stattdessen setzt Charles sogar durch, dass sie zu fünft nach Marokko reisen, wo es schließlich zum Eklat kommt. Mehr kann ich an dieser Stelle nicht sagen, sonst würde ich zu viel verraten.
Parallel dazu läuft eine Geschichte in der Gegenwart, die, wie üblich bei Katherine Webb, die Geschehnisse der Vergangenheit aufdeckt. Der junge Kunsthändler Zach hat keinen Erfolg mit seiner Galerie, ist geschieden und bekommt sein Buch über den von ihm hoch verehrten Künstler Charles Aubrey, der 1940 im 2. Weltkrieg gefallen ist, nicht fertig. Als seine Exfrau mit ihrer kleinen Tochter nach Amerika auswandert, verliert er völlig den Boden unter den Füßen und weiß nicht mehr, wie es weitergehen soll. Da sein Verlag ihm Druck macht wegen des Buches, reist Zach nach Blacknowle, um Nachforschungen über Aubrey anzustellen. Er lernt dort die Bio-Schäferin Hannah kennen, die ihn trotz ihrer abweisenden Art fasziniert, und er stößt auf die fast 90jährige Mitzy, die noch immer in dem kleinen Häuschen ihrer Mutter lebt. Was für eine Quelle! Nur mit viel Überzeugungskraft und Gutmütigkeit schafft Zach es jedoch, dass Mitzy über die Vergangenheit spricht. Und ziemlich schnell merkt er, dass da vieles nicht im Reinen ist und dass sie ihm einiges verschweigt ...
Ich war von der ersten Seite an total im Bann des Buches und habe jede verfügbare Minute zum Lesen genutzt. Es ist unglaublich spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Die scheinbar verwirrte (alte) Mitzy hat mich sofort fasziniert. Was sieht und hört sie da? Welche Frau sieht sie auf der Klippe stehen? Was ist geschehen? Als sich dann nach und nach ihre Geschichte vor mir ausbreitete, konnte ich mich ganz und gar in sie hineinversetzen. Bei jeder Szene mit ihrer lieblosen, völlig unberechenbaren Mutter schnürte sich mir vor Anspannung die Kehle zu. Das Gefühl, so allein zu sein und möglichst allen aus dem Weg zu gehen, um nicht wieder beschimpft oder mit Dingen beworfen zu werden, war für mich fast greifbar. Und dann natürlich - die logische Konsequenz - ihr Aufblühen, als sie die Aubreys kennenlernt und auf keinen Fall wieder verlieren will. Ihre gesamte Person und alles was sie tut, ist für mich in sich so stimmig, als wäre ich selbst Mitzy.
Fasziniert war ich auch von Charles und den Bild-Beschreibungen. Ich konnte sie förmlich sehen, seine Gemälde und Zeichnungen. Ich habe sogar gegoogelt, ob es den Mann wirklich gegeben hat, denn anders konnte ich mir nicht erklären, wie die Autorin vor meinem geistigen Auge Bilder entstehen lassen konnte, die ich noch nie gesehen habe. (Und: Nein, es gab Charles Aubrey nicht und auch keines der Bilder.) Katherine Webb hat hier unglaubliche Arbeit geleistet mit ihrem Buch.
Die einzige Person, die ich bis zum Schluss nicht mochte, war Hannah. Ich kann auch Zachs Faszination für sie überhaupt nicht nachvollziehen. Eine ewig schmutzige, nach Tieren stinkende, schroffe Frau, die gläserweise Bier in sich reinschüttet und in deren Haus es aussieht wie bei einem Messie - das ist beim besten Willen keine Traumfrau.
Etwas schade finde ich es, dass der Verlust von Zachs Tochter - der ihn ja eigentlich in eine Depression stürzt - dann doch ziemlich schnell vergessen ist. Einmal wird sich noch aufgeregt wegen eines ausgefallenen Chats mit ihr, dann ist das Thema irgendwie abgehakt.
Besonders gefiel mir, dass die beiden Epochen nicht klar durch Kapitel abgetrennt, sondern miteinander verwoben erzählt werden. Das machte die Geschichte noch dichter und greifbarer.
In meinen Augen ist es bisher das beste Buch von Katherine Webb und es wird wohl schwer sein, dieses Level aufrecht zu erhalten in Zukunft. Doch wenn sie in Zukunft nicht völlig den Stil ändert und daneben haut, hat sie mit mir eine treue Leserin fürs Leben gefunden. Ich kann dieses Buch jedem, der sich für spannende Geschichten mit viel Tiefe begeistern kann, nur ans Herz legen.
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am 14. Oktober 2013
Geschichten erfinden kann Katherine Webb. Und erzählen kann sie sie auch. Sie nimmt uns mit in die Zeit Ende der 1930er Jahre, in eine kleine Küstenstadt in England und lässt uns teilhaben an dem Leben ihrer Romanfiguren, die genau das tun: Leben. Mitzy, Delphine, Éloise, Celeste und Valentina sind voller Lebendigkeit und haben Charakterzüge, die sie unverkennbar machen. Aber: Die Männer der Geschichte bleiben seltsam blass, unscharf, nicht greifbar. Was den Maler Charles so unwiderstehlich macht für die Frauen – ein Rätsel. Was Zach für heutige Frauen interessant macht – nicht seine Männlichkeit.

Ohne viel von der Geschichte zu verraten: In „A half forgotten Song“ habe ich mich vertiefen können, wollte wissen, wie es weitergeht, habe fast am Stück gelesen. Dennoch fehlte mir die eine Person, mit der ich wirklich mitfühlen konnte – denn die eigentliche Hauptperson Mitzy ist diese eine Person ganz sicher nicht. Dafür ist sie menschlich zu unangenehm, zu verstockt, verrannt in etwas, in das man sich so wohl vor allem nur als Teenager, der sie zu dem Zeitpunkt ist, verrennen kann.

Lesenswert? Auf jeden Fall. Ein mögliches Lieblingsbuch? Dennoch nicht.
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TOP 500 REZENSENTam 26. Dezember 2015
Sowohl Kate Morton als auch Katherine Web sind normalerweise Garanten für extrem spannende Bücher mit interessanten und geheimnisvollen Charakteren. Im Grunde ist das auch hier so, aber ich habe mich sehr schwer getan mit fast der ersten Hälfte. Seitenweise wird der Emotionalzustand der Hauptperson in epischer Breite ausgewalzt, Namen erwähnt, zu deren Personen man (noch) keinen Zugang hat und dadurch das Buch in eine Länge gezogen, daß man irgendwann schon fast aufgeben will.

Wobei die Geschichte letztendlich durchaus sehr spannend daher kommt. Dimity, eine uralte Frau in Blacknowle, erhält eines Tages Besuch von Zach Gilchrist, einen Galeristen und Zeichner aus London, der nun ein Buch schreiben will über Charles Aubrey, der mit seiner Familie Ende der 30er Jahre mehrere Sommer in dem Ort verbracht hat. Aufgrund der ihm bekannten Zeichnungen weiß er, daß Dimity ihn gekannt haben muß. Aber was ist letztendlich mit ihm und seiner Familie passiert und welches Geheimnis schleppt Dimity seit vielen Jahrzehnten mit sich herum?

Hannah Brock, eine Bio-Schäferin aus Blacknowle, die Zach im dortigen Pub kennenlernt, ist anfangs sehr zurückhaltend und will ihm bei seinen Recherchen zunächst nicht helfen. Sie wimmelt seine Fragen ab und scheint ebenfalls viel mehr zu wissen, als sie zugibt. Irgendwann jedoch findet Zach Dinge heraus, mit denen er die Frauen konfrontiert...

Selten war mir eine Hauptperson derartig unsympathisch wie Dimity. Auch wenn sie ein schweres Leben mit ihrer Mutter Valentina hatte, so ist ihr schon fast nervtötender "Belagerungszustand" bei der Familie Aubrey doch nicht nur gewöhnungsbedürftig, sondern liest sich immer ärgerlicher. Auch wenn sich dieses junge Mädchen nach Zuwendung und Liebe sehnt, so gehen ihre Aktionen eindeutig zu weit. Sie merkt aber nichts und ist immer wieder für die vier extrem lästig, vor allem Charles und Celeste. Zugegeben: die Wochen in Marokko sind sehr farbenprächtig geschildert worden; das Kopfkino lief auf Hochtouren. Und die Szene dort zwischen Dimity und Celeste wurde eindringlich und emotional geschildert. Das war super! Alles, was danach kam, war mir irgendwann zu abgedreht, wobei es mich trotzdem total fesselte...

Ich gebe 4 Sterne, weil das letzte Drittel die Langatmigkeit der ersten Hälfte wettmacht und ein Knaller den nächsten jagt.
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am 16. Januar 2014
Ich habe dieses Buch zu Weihnachten geschenkt bekommen.
Ohne viel vom Inhalt zu verraten: Die Story war wie immer sehr spannend und gut ausgedacht. Wie andere schon beurteilt haben, finde auch ich einige Stellen ziemlich in die Länge gezogen.
Randfiguren wie Hannahs Mann (man hätte sie auch als einsamen Single akzeptiert) oder Ilir hätte man sich sparen können. Dass Hannah einem Rom uns seiner Familie hilft, ist ja schön, aber hätte man diesen Part weg gelassen, wäre es auch keinem aufgefallen. Und Zachs Exfrau samt Tochter sind auch nach 30 Seiten nicht mehr zur Sprache gekommen > die beiden waren nur als Einstiegsfiguren aufgetaucht - völlig uninteressant für die Story und unnötige Namen gleich zu Beginn.

Erst ab dem letzten Drittel kam für mich richtig Spannung auf. Denn man fragte sich ja doch, was aus allen Familienmitgliedern geworden ist, warum die Familie zerbrach und wer tatsächlich daran Schuld ist. Als diese letzte Frage geklärt war, folgten Stück für Stück sämtliche Erklärungen wie sich alles so entwickelte. Und ab da konnte ich das Buch auch nicht mehr weg legen, weil ich nun die ganze Aufklärung haben wollte.
Aber der Weg da hin war schier endlos und langatmig.

Dass die "Liebe" zwischen Mitzy und Charles nicht so war, wie es Mitzy beschrieben hat, konnte man sich schon zeitig denken. Denn sie hat eine klare geistige Störung, fern von der Wirklichkeit, die nicht erst nach Charles Tod entstand.

Kurzum: Das Buch ist dennoch sehr spannend und zu empfehlen!
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am 21. Juni 2014
"Das verborgene Lied" kann zwar, meiner Meinung nach, nicht mit den vorangegangenen Romanen der Autorin mithalten. Ich habe es trotzdem keinen Moment aus der Hand gelegt. Die Geschichte um Zach und Hannah hat sich stellenweise etwas gezogen und kam bisweilen etwas schwülstig daher. Dafür war die Geschichte um Dimity umso besser. Ich persönlich habe noch nicht oft etwas gelesen, was mich so mitgenommen hat.
Natürlich - wie es ein solcher Roman erwarten lässt - grüßt nicht nur einmal der Kitsch, das Klischee und auch so einige andere Dinge die dann doch sehr an den Haaren herbei gezogen scheinen. Aber Katherine Webb kriegt es echt jedes Mal hin, dass man einfach trotz allem nicht aufhören kann zu lesen. Sie ist einfach eine gute Autorin, ich persönlich finde ihre Charaktere und Geschichten unheimlich spannend. Dazu liest sich das Buch unheimlich gut. Die Frau kann's halt einfach. Wer hier großartige, tiefgründige Literatur erwartet, wird vermutlich enttäuscht. Aber es ist ein wirklich guter Schmöker!!!
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am 28. Oktober 2013
Inhalt:
Dimity Hatcher sieht Unangenehmes auf sich zukommen: Bald schon wird jemand kommen, um sie nach Details aus ihrer Vergangenheit zu fragen. Die Vergangenheit, die sie gern ruhen lassen möchte und die bereits fast vergessen ist, weil außer ihr niemand der Beteiligten mehr in Blacknowle an der Küste Dorsets lebt. Und auch sie selbst hat sich in die Einsamkeit ihres Cottages "The Watch" zurückgezogen.
Dieser "Jemand", den die Vergangenheit so sehr interessiert, ist Zack Gilchrist. Nach seiner Scheidung und der Trennung von seiner geliebten Tochter, die gemeinsam mit seiner Exfrau in die USA übersiedelt ist, steht nun auch noch seine Kunstgalerie in Bath kurz vor dem Aus. Hoffnung sieht er nur noch in der Veröffentlichung seines, schon vor längerer Zeit begonnenen, Buches über den Maler Charles Aubrey. Als Zack sich auf die Reise nach Blacknowle begibt, hat er die Hoffnung etwas aus dem Leben des - im 2. Weltkrieg gefallenen - Malers zu erfahren, was seine Biografie zu etwas Besonderem machen würde. Außerdem hofft er darauf Näheres über die Verbindung seiner Großmutter mit Charles Aubrey herauszufinden. Denn ebenso wie Charles Aubrey und seine Familie haben auch Zacks Großeltern in den 1930er Jahren einen Urlaub in Blacknowle verbracht. Seither behauptet Zacks Großmutter, dass sie Charles Aubrey für eines seiner Bilder Modell gestanden hat.
Nachdem Zack bei den Einheimischen weitestgehend auf Wiederstand stößt, ist er dankbar für den Hinweis auf die einsiedlerische Bewohnerin von "The Watch". Nach und nach beginnt die etwas wunderliche Dimity "Mitzy" Hatcher Zacks Fragen zu beantworten. Und dennoch - es bleibt das Gefühl, dass sie ihm nicht die ganze Wahrheit erzählt. Welches Geheimnis verbirgt diese rätselhafte Frau nur?!

Meine Meinung:
Katherine Webb zeigt mit ihrem neuesten Roman erneut ihr Talent für Familiengeheimnisse. Bereits mit ihrem Erstlingswerk Das geheime Vermächtnis: Roman konnte sie mich begeistern. Sollte es ihr damit noch nicht gänzlich gelungen sein mich zu überzeugen, so bin ich spätestens nach "Das verborgene Lied" ein Fan der Autorin. Auch hier steht wieder ein Familiengeheimnis mit der nötigen Portion "crime" und "thrill" im Vordergrund. Ein Buch, das auf zwei Zeitebenen aus Sicht zweier Personen erzählt wird: Ende der 1930er-Jahre aus Sicht von Dimity Hatcher und in der Gegenwart aus Sicht von Zack Gilchrist. Auf über 570 Seiten hält die Autorin die Spannung aufrecht und überrascht am Ende durch Unvorstellbares.

Fazit:
Ich konnte dieses Buch nicht eher aus der Hand legen, bis ich die letzte Seite verschlungen hatte. Innerhalb von zwei Tagen hatte ich die Geschichte bereits ausgelesen. Dabei würde ich mich zwar als "Vielleserin", nicht aber gerade als "Schnellleserin" bezeichnen. Zwei kleine Kritikpunkte habe ich jedoch, die mich bei meiner Bewertung zum Abzug eines Sterns veranlasst haben:
1. Ich gehöre zu den Leserinnen, die sich gern in die Protagonisten eines Buches "hineinfühlen". Leider bleiben ein paar der Hauptdarsteller/innen einem seltsam "fremd", was auch andere Rezensent/innen hier bereits erwähnt haben. Andere - wie "Mitzy" Hatcher - sind in ihren Verhaltensweisen so sonderlich, dass man sich ebenfalls schlecht mit ihnen identifizieren kann.
2. Der deutsche Titel des Buches lautet "Das verborgene Lied". Auch nach Beendigung der Lektüre bin ich noch immer auf der Suche nach einem "verborgenen Lied". Wieviel treffender ist doch da der englische Titel: "A Half Forgotton Song". Wörtlich übersetzt: "Ein halbvergessenes Lied". Auch diesem Titel muss man etwas poetische Freiheit lassen, weil man vergeblich nach einem Lied in der Lektüre suchen wird. Dennoch ist der Begriff "halbvergessen" absolut treffend. Letzlich sucht Zack schließlich nach "halbvergessenen" Geschehnissen im Leben des Malers Charles Aubrey :-). Das wiederum ist aber wohl eher den Übersetzern anzulasten.
Da man keine 1/2 Sterne Abzug geben kann, kam ich hier zu einer Bewertung von 4 Sternen. Absolut empfehlenswert für LeserInnen die Familiengeheimnisse mögen und auf der Suche nach kurzweiliger Lektüre sind.
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am 25. Januar 2016
Ich mag Bücher die in zwei verschiedenen Zeitebene spielen, und ich mag Romane die mich gleich von der ersten Seite an fesseln. Mit Glück habe ich das Buch im Kindle Deal der Woche erworben. Ich kann Euch gar nicht sagen, wie viel schlaflose Nächte und müde Morgen ich hatte. Bei 576 Seiten ist man schon ein Weilchen beschäftigt. Und es ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Zum schlaff steigert sich der Spannungsbogen noch mal ordentlich so dass man das Ende einfach in einem Rutsch durchlesen MUSS! ;-)

Das einzige was ich an dem Buch nicht mochte, ist, dass mit die Hauptfigur überhaupt nicht sympathisch war. Zum Anfang vielleicht, aber nach und nach habe ich nur noch den Kopf geschüttelt und sie richtig gehasst. Auch, dass ein Mann sich in eine Frau verlieben kann, die nach Schaf riecht und eher wie ein Kerl beschrieben wird, kann ich nicht nachvollziehen. Also die 2. Person die mich nicht sympathisch war.

Alles in allem habe ich den Kauf allerdings nicht bereut. ;-)
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am 21. Dezember 2013
Ein- bis zweimal im Jahr brauche ich ein Romantik-Geheimnis-Buch, am besten Kate Morton, aber Katherine Webb mag ich auch. Und nun nur zwei Sterne - warum?

Ich finde es jetzt sehr schwierig, diese Kritik zu begründen ohne zuviel vom Inhalt zu verraten. Es geht um Dimity, eine alte Frau, die in ihrer Jugend eine schwere Dummheit - nein, mehr noch - ein irreparables Unglück verursacht hat. Außerdem wird die Geschichte von Zach erzählt, der Dimity aufsucht, da sie Kontakt zu einem berühmten Maler hatte, für den Zach sich als Galerist interessiert. Zudem gibt es auch noch Hannah Brock, die Nachbarin von Dimity, in die Zach sich verliebt.

Vorab: Ich habe absolute Hochachtung vor den Autorinnen solcher Bücher, die sich einigermaßen plausible Geheimnisse in der Vergangenheit ausdenken und uns Leser/innen spannend vermitteln. Das Geheimnis hat sich Katherine Webb gut ausgedacht, aber das Drumherum war mir zuviel. So viel Liebe, vor allem solch einseitige, eingebildete Liebe, die nur in (Tag-)Träumen besteht. Oder Liebe, die sich innerhalb von ein paar Tagen/Wochen entwickelt (die Zeiträume in der Jetzt-Zeit sind offen) - unglaubwürdig. Vielleicht bin ich einfach nicht romantisch genug.

Dann die unwahrscheinliche Entwicklung einer bis dato glücklichen Familie, die aufgrund einer Intrige zusammenbricht ohne zu hinterfragen - unglaubwürdig. Die Geschichte von Hannahs verstorbenem Mann - überflüssig. Und dann noch die mögliche Verbindung von Hannah und Zach - nein, nein, nein!

Auch wenn Katherine Webb das alles irgendwie logisch erklären will, ist das meiste so richtig an den Haaren herbei gezogen.

Zum Schluss: Edel sei der Mensch, hilfreich und gut. Was sind Zach und Hannah doch für gute Menschen - es treibt einem die Tränen in die Augen über soviel Mitgefühl und Vergebung. Und Dimitys Schuld? Ach was, schwamm drüber. Nein, das konnte ich für mich so nicht akzeptieren, aber das muss jede Leserin selbst entscheiden. Mir hat das Buch nicht gefallen. Habe ich am Anfang noch die Hauptperson, Dimity, bedauert, wurde mir auch irgendwann des Bedauerns zuviel. Und jetzt muss ich wieder zum Beginn meiner Rezension zurück: Mehr erklären kann ich nicht, da ich zuviel verraten würde. Empfehlen kann ich das Buch nicht. Die beiden Sterne vergebe ich für die Idee und die angenehme Schreibweise der Autorin.
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VINE-PRODUKTTESTERam 20. Oktober 2013
Die englische Autorin Katherine Webb wird als Bestseller-Autorin gehandelt. Dieses hier ist ihr dritter Roman. Auf der Buchrückseite steht: "Sie weiß Stil, Romantik und Thrill perfekt zu mixen."

Zum Inhalt:
Der erfolglose Maler und Galerist Zach Gilchrist trauert seiner gescheiterten Ehe nach und vor allem seiner Tochter, die nun mit seiner Exfrau in die USA zieht. All`das blockiert ihn in seiner Schaffenskraft. Da erhält er von seinem Lektor die Mahnung, dass er endlich sein Buch, das er über den Maler Charles Aubrey schreiben will bis zu einem bestimmten Termin abgeben muß.

Er macht sich auf in den kleinen Ort Blacknowle in Dorset, wo der Künstler in den 30er Jahren den Sommer mit seiner marokkanischen Frau Celeste und seinen 2 Töchtern verbrachte. Er hofft dort neue Spuren zu finden, die bisher niemand fand. Er trifft jedoch auf unfreundliche und unnahbare Bewohner, die ihn am Liebsten wieder fortschicken wollen.

Im kleinen Cottage "The Watch", nahe den Klippen, direkt am Meer lebt fast vergessen die betagte Dimity Hatcher, genannt Mitzy, die seinerzeit Aubreys Muse war. Sie gesteht Zach, dass sie ihn immer geliebt hat. Nach und nach erzählt sie ihm Einzelheiten über diese Liaison. Zach ist sich jedoch nicht sicher, ob sie Wichtiges auslässt oder sie ihn anlügt. Hinzu kommt, dass Zachs Großmutter auch immer von Aubrey schwärmte und nie widersprach, wenn sein Großvater nicht ausschloss, dass Zachs Vater der Sohn von Aubrey sein könnte. Durch die spröde Nachbarin Hannah kommt Zach einer schier unglaublichen Geschichte auf die Spur und erfährt Dinge, mit denen er nicht im entferntesten gerechnet hatte.

Der Roman wechselt zwischen Gegenwart und Vergangenheit, um dem Leser die jeweilige Situation näherzubringen, Land und Leute zu beschreiben. Die Autorin hat ein interessantes Buch geschrieben, mit einer spannenden Geschichte. Dennoch hat sie es nicht geschafft, mich vollends in den Bann zu ziehen. Auch mir erschienen die Protagonisten etwas zu blass oder unsympathisch.
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am 18. März 2014
Unglaublich viel Bücher gibt es von der Art: Etwas Lokalkolorit, ein bisschen Suspense, ein Familiengeheimnis, Gegenwartsprobleme und eine Person aus dem Hier und Heute, die trotz eigener Probleme alles auflöst. Wer das mag, wird ausreichend bedient. Die etwas weit hergeholte Handlung gewinnt ab der Hälfte deutlich an Spannung, weshalb ich das Buch dann doch zu Ende gelesen habe. Etwas zuviel der schmückenden Beifügungen über nebelverhangene Landschaften und herzerreißende Gefühle machen das Buch zu einem netten Kitsch, der etwas oberhalb von Rosamunde Pilcher angesiedelt ist.
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