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5.0 von 5 Sternen Das verborgene Lied - Katherine Webb
Nur alle Jubeljahre gibt es ein Buch, dessen Protagonisten und Inhalt mir so ans Herz gehen wie dieses hier. Ich fürchtete schon das Schlimmste, als ich in anderen Rezensionen las, die Hauptfigur Mitzy oder sogar alle anderen wären total unsympathisch. Jetzt, wo ich das Buch beendet habe, kann ich das überhaupt nicht bestätigen. Im Gegenteil...
Vor 13 Monaten von Frühlingslied veröffentlicht

versus
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Leben lang verliebt
Inhalt

Zach ist erfolgloser Inhaber einer Galerie. Um sein Buget aufzubessern, will er ein Buch über seinen Lieblingsmaler Charles Aubrey verfassen. Zu Recherchezwecken fährt er in die kleine Gemeinde Blacknowle, in der Aubrey einige Sommerurlaube verbracht hat. Hier lernt er Mitzy kennen. Sie lebt schon ihr Leben lang in Blacknowle und kannte Aubrey...
Vor 13 Monaten von Andrea veröffentlicht


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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das verborgene Lied - Katherine Webb, 7. Februar 2014
Von 
Frühlingslied (Im Kastanienbaum) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das verborgene Lied: Roman (Taschenbuch)
Nur alle Jubeljahre gibt es ein Buch, dessen Protagonisten und Inhalt mir so ans Herz gehen wie dieses hier. Ich fürchtete schon das Schlimmste, als ich in anderen Rezensionen las, die Hauptfigur Mitzy oder sogar alle anderen wären total unsympathisch. Jetzt, wo ich das Buch beendet habe, kann ich das überhaupt nicht bestätigen. Im Gegenteil.
Mitzy ist 14 und lebt mit ihrer Mutter Valentina in einem kleinen Dorf in Cornwall. Ihr beider Leben ist trist. Valentina ist eine halbe Zigeunerin und verkauft Zauber, Kräuter-Mittelchen und auch ihren Körper, um sie beide über die Runden zu bringen. Man erfährt nichts über Valentinas Vergangenheit, aber diese hat sie hart und unerbittlich gemacht.
Die Beiden werden von den Dorfbewohnern so häufig aufgesucht, wie sie gehasst werden. Sie sind Sonderlinge und Aussätzige und Mitzy wird in der Schule nur gehänselt und gemobbt. Bis auf den Jungen Wilf Coulson hat sie keine Freunde. Bis Charles Aubrey mit seiner Familie 1937 zur Sommerfrische in den Ort kommt. Mit ihrem Auftauchen scheint sich das endlos-trübe Grau über Blacknowle zu heben. Sie sind faszinierend, vor allem für Mitzy. Charles und seine Geliebte Celeste sind nicht verheiratet, haben aber zwei Kinder im Alter von 7 und 12 Jahren miteinander. Und als wäre das nicht schon skandalös genug, ist Celeste auch noch eine Marokkanerin, die sich mit bunt schillernden Kaftanen und blitzendem Schmuck kleidet.
Mitzy und die ältere Tochter Delphine werden schnell Freundinnen. Mitzy lernt zum ersten Mal wahre Zuneigung und ein herzliches Familienleben kennen. Und nicht nur das - Charles findet in ihr seine neue Muse, die er ständig zeichnet. Man erfährt nichts genaueres, doch gewisse Dialoge zwischen Celeste und Charles deuten an, dass Charles seine Modelle häufig nicht nur zeichnet, sondern auch Affairen mit ihnen hat, was regelmäßig Celestes Eifersucht weckt - auch wenn es grundlos ist. Noch ist Mitzy zu jung und kindlich, doch man spürt, wie diese Begegnung und Charles Aufmerksamkeit, seine Blicke beim Zeichnen, die Frau und eine leidenschaftliche Liebe in ihr wecken.
Insgesamt drei Sommer verbringt die Familie in Blacknowle, doch kein Sommer ist mehr so harmonisch wie der erste. Celeste bemerkt Mitzys Schwärmerei und versucht langsam und allmählich, sie von der Familie abzudrängen. Doch stattdessen setzt Charles sogar durch, dass sie zu fünft nach Marokko reisen, wo es schließlich zum Eklat kommt. Mehr kann ich an dieser Stelle nicht sagen, sonst würde ich zu viel verraten.
Parallel dazu läuft eine Geschichte in der Gegenwart, die, wie üblich bei Katherine Webb, die Geschehnisse der Vergangenheit aufdeckt. Der junge Kunsthändler Zach hat keinen Erfolg mit seiner Galerie, ist geschieden und bekommt sein Buch über den von ihm hoch verehrten Künstler Charles Aubrey, der 1940 im 2. Weltkrieg gefallen ist, nicht fertig. Als seine Exfrau mit ihrer kleinen Tochter nach Amerika auswandert, verliert er völlig den Boden unter den Füßen und weiß nicht mehr, wie es weitergehen soll. Da sein Verlag ihm Druck macht wegen des Buches, reist Zach nach Blacknowle, um Nachforschungen über Aubrey anzustellen. Er lernt dort die Bio-Schäferin Hannah kennen, die ihn trotz ihrer abweisenden Art fasziniert, und er stößt auf die fast 90jährige Mitzy, die noch immer in dem kleinen Häuschen ihrer Mutter lebt. Was für eine Quelle! Nur mit viel Überzeugungskraft und Gutmütigkeit schafft Zach es jedoch, dass Mitzy über die Vergangenheit spricht. Und ziemlich schnell merkt er, dass da vieles nicht im Reinen ist und dass sie ihm einiges verschweigt ...
Ich war von der ersten Seite an total im Bann des Buches und habe jede verfügbare Minute zum Lesen genutzt. Es ist unglaublich spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Die scheinbar verwirrte (alte) Mitzy hat mich sofort fasziniert. Was sieht und hört sie da? Welche Frau sieht sie auf der Klippe stehen? Was ist geschehen? Als sich dann nach und nach ihre Geschichte vor mir ausbreitete, konnte ich mich ganz und gar in sie hineinversetzen. Bei jeder Szene mit ihrer lieblosen, völlig unberechenbaren Mutter schnürte sich mir vor Anspannung die Kehle zu. Das Gefühl, so allein zu sein und möglichst allen aus dem Weg zu gehen, um nicht wieder beschimpft oder mit Dingen beworfen zu werden, war für mich fast greifbar. Und dann natürlich - die logische Konsequenz - ihr Aufblühen, als sie die Aubreys kennenlernt und auf keinen Fall wieder verlieren will. Ihre gesamte Person und alles was sie tut, ist für mich in sich so stimmig, als wäre ich selbst Mitzy.
Fasziniert war ich auch von Charles und den Bild-Beschreibungen. Ich konnte sie förmlich sehen, seine Gemälde und Zeichnungen. Ich habe sogar gegoogelt, ob es den Mann wirklich gegeben hat, denn anders konnte ich mir nicht erklären, wie die Autorin vor meinem geistigen Auge Bilder entstehen lassen konnte, die ich noch nie gesehen habe. (Und: Nein, es gab Charles Aubrey nicht und auch keines der Bilder.) Katherine Webb hat hier unglaubliche Arbeit geleistet mit ihrem Buch.
Die einzige Person, die ich bis zum Schluss nicht mochte, war Hannah. Ich kann auch Zachs Faszination für sie überhaupt nicht nachvollziehen. Eine ewig schmutzige, nach Tieren stinkende, schroffe Frau, die gläserweise Bier in sich reinschüttet und in deren Haus es aussieht wie bei einem Messie - das ist beim besten Willen keine Traumfrau.
Etwas schade finde ich es, dass der Verlust von Zachs Tochter - der ihn ja eigentlich in eine Depression stürzt - dann doch ziemlich schnell vergessen ist. Einmal wird sich noch aufgeregt wegen eines ausgefallenen Chats mit ihr, dann ist das Thema irgendwie abgehakt.
Besonders gefiel mir, dass die beiden Epochen nicht klar durch Kapitel abgetrennt, sondern miteinander verwoben erzählt werden. Das machte die Geschichte noch dichter und greifbarer.
In meinen Augen ist es bisher das beste Buch von Katherine Webb und es wird wohl schwer sein, dieses Level aufrecht zu erhalten in Zukunft. Doch wenn sie in Zukunft nicht völlig den Stil ändert und daneben haut, hat sie mit mir eine treue Leserin fürs Leben gefunden. Ich kann dieses Buch jedem, der sich für spannende Geschichten mit viel Tiefe begeistern kann, nur ans Herz legen.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Leben lang verliebt, 28. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Das verborgene Lied: Roman (Kindle Edition)
Inhalt

Zach ist erfolgloser Inhaber einer Galerie. Um sein Buget aufzubessern, will er ein Buch über seinen Lieblingsmaler Charles Aubrey verfassen. Zu Recherchezwecken fährt er in die kleine Gemeinde Blacknowle, in der Aubrey einige Sommerurlaube verbracht hat. Hier lernt er Mitzy kennen. Sie lebt schon ihr Leben lang in Blacknowle und kannte Aubrey persönlich. Zach versucht von Mitzy Informationen über Aubreys Privatleben zu erlangen und einige bisher ungeklärte Fragen zu beantworten. Bei den intensiven Gesprächen kommt so manches bisher gut gehütetes Geheimnis ans Tageslicht, doch bis zur vollen Wahrheit ist es noch ein weiter Weg!

Meinung

Das Buch lebt von den Sprüngen zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Es ist interessant in die Welt einer längt vergangenen Zeit einzutauchen und mehr über Mitzys Vergangenheit und ihre Beziehung zu Aubrey zu erfahren.
Leider entwickeln sich die Geschehnisse nicht in die erhoffte Richtung. Zunächst war Mitzy für mich eine absolute Symphatieträgerin, doch im Laufe der Geschichte kann ich ihr Verhalten immer weniger nachvollziehen. Wie kann ein Mensch sein Leben lang total vernarrt in eine Person sein, ohne jemals auch nur annähernd so viel Liebe zurückzubekommen und dabei auch noch über Leichen gehen?
In der Mitte des Buches kommt die Story ins stocken. Es geht immer wieder darum, wie verliebt Mitzy doch in Charles ist und wie toll Charles doch ist.
Am Schluss überschlagen sich dann wieder die Ereignisse. Illegale Einwanderung, bisher unbekannte Kunstfunde und natürlich Liebe. So hätte es die ganze Zeit sein können!

Fazit

Für Anfang und Schluss: Daumen hoch! Die Mitte zieht sich!
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36 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein halbvergessenes Leben, 14. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Das verborgene Lied: Roman (Taschenbuch)
Geschichten erfinden kann Katherine Webb. Und erzählen kann sie sie auch. Sie nimmt uns mit in die Zeit Ende der 1930er Jahre, in eine kleine Küstenstadt in England und lässt uns teilhaben an dem Leben ihrer Romanfiguren, die genau das tun: Leben. Mitzy, Delphine, Éloise, Celeste und Valentina sind voller Lebendigkeit und haben Charakterzüge, die sie unverkennbar machen. Aber: Die Männer der Geschichte bleiben seltsam blass, unscharf, nicht greifbar. Was den Maler Charles so unwiderstehlich macht für die Frauen – ein Rätsel. Was Zach für heutige Frauen interessant macht – nicht seine Männlichkeit.

Ohne viel von der Geschichte zu verraten: In „A half forgotten Song“ habe ich mich vertiefen können, wollte wissen, wie es weitergeht, habe fast am Stück gelesen. Dennoch fehlte mir die eine Person, mit der ich wirklich mitfühlen konnte – denn die eigentliche Hauptperson Mitzy ist diese eine Person ganz sicher nicht. Dafür ist sie menschlich zu unangenehm, zu verstockt, verrannt in etwas, in das man sich so wohl vor allem nur als Teenager, der sie zu dem Zeitpunkt ist, verrennen kann.

Lesenswert? Auf jeden Fall. Ein mögliches Lieblingsbuch? Dennoch nicht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Trotz anfänglicher Längen dennoch eine Empfehlung wert, da..., 6. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Das verborgene Lied: Roman (Taschenbuch)
Der Galeriebesitzer mit Schreibambitionen Zach, hat ein besonderes Faible für Gemälde des berühmten Malers Charles Aubrey, was auch ein wenig daran liegt, dass Zach glaubt, seine Großmutter hätte einst eine Liaison mit Aubrey gehabt. Als Zachs Galerie schwächelt und er auch noch von seiner Frau verlassen wird, die mit ihrem neuen Mann und Zachs kleiner Tochter ans andere Ende der Welt zieht, braucht Zach unbedingt ein neues Betätigungsfeld.

Als er durch Zufall die alte und sehr zurückgezogen lebende Dimity Hatcher kennenlernt, die in dem Ort lebt, in dem Charles Aubrey einst mit seinen Töchtern und seiner Lebensgefährtin seine Urlaube verbrachte und die sich als eine der bevorzugten Musen entpuppt, die Charles einst auf seinen Bildern verewigte, kommt Zach die Idee ein Buch über das persönliche Leben von Charles Aubrey zu schreiben, doch dafür braucht Zach Dimitys Einverständnis und mehr noch, er hofft, dass die vorsichtige alte Dame sich darauf einlässt, aus vergangenen Zeiten zu erzählen. Zeiten, in denen sich Dimity unsterblich in den viel älteren Charles verliebte. Was Zach nicht ahnt, dass er in dem kleinen idyllischen Ort am Meer nicht nur eine neue Liebe findet, sondern auch ein Geheimnis lüften kann, dass ihn und alle Beteiligten in den Grundfesten erschüttern wird.

Im Jahre 1937 ist Dimity noch ein junges Mädchen, das eher eine Außenseiterposition im Dorf inne hat, da ihre Mutter als Dorfhexe und Prostituierte verschrien ist. Als Charles Aubrey mit seiner Familie dort Urlaub macht und sich seine jüngste Tochter mit Dimity anfreundet, fühlt sich Dimity wie im Paradies. Doch Unheil naht, als Dimity sich Hals über Kopf in den viel älteren Mann verliebt…

Meine Einschätzung:

Der dritte Roman von Katherine Webb ist wieder mit den gleichen Zutaten gewürzt, wie auch die Vorgängerbände. Gleich auf zwei Zeitebenen treibt die Autorin ihre Story voran, doch im Gegensatz zu „Das geheime Vermächtnis“ und „Das Haus der vergessenen Träume“ kommt die Geschichte diesmal sehr langsam in Fahrt. Erst nach knapp 150 Seiten stellte sich beim Lesen bei mir der übliche Sog ein, der mich bislang stets an Bücher der Autorin gefesselt hat und offenbart dann Stück für Stück ein Puzzleteilchen mehr, das nötig ist, um die Handlungsstränge am Ende zu einem Ganzen zu verknüpfen und das Geheimnis, das Dimity und noch eine weitere Person umgibt, zu lüften.

Ein wenig sperrig sind diesmal leider trotz aller Spannungsmomente auch die weiblichen Charaktere geraten. Besonders Dimity machte es mir etwas schwer, sie zu mögen, denn ihre Vernarrtheit in Charles mag zwar im Kern nachvollziehbar erläutert werden, hat sie aber auch eine Spur unsympathisch wirken lassen, da ihre Besessenheit Charles gegenüber ein wenig „too much“ auf mich wirkte. Auch hinsichtlich Hannahs Figur benötigte ich eine gewisse Eingewöhnungszeit um sie in mein Leserherz schließen zu können, doch dafür fand ich diesmal die männliche Hauptfigur des Romans, Zach sehr gut charakterisiert. Hier hat die Autorin sehr gut Zachs Unsicherheit was seine berufliche und private Zukunft angeht verdeutlichen können und zudem trägt er auch sein Herz auf dem rechten Fleck.
Auch die dunklen Geheimnisse, die am Ende aufgelöst werden, haben es durchaus in sich und diesmal konnte ich noch nicht einmal im Ansatz erahnen, was sich die Autorin für ihre Leser hat einfallen lassen. Der Schreibstil von Katherine Webb ist wie gewohnt sehr eingängig und die bildhaften Beschreibungen des Settings runden den Roman sehr gut ab.

Fazit: Anfangs etwas langatmiger geraten, als die beiden Vorgängerbände, doch trotzdem noch eine Empfehlung wert, da die Geschichte dann an Fahrt aufnimmt und die Story und die dunklen Geheimnisse der Akteure den Leser durchaus ans Buch zu fesseln vermögen. Eine Rezension von Happy End Bücher.de (NG)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein typischer Webb-Schmöker zum Empfehlen!, 16. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Das verborgene Lied: Roman (Taschenbuch)
Ich habe dieses Buch zu Weihnachten geschenkt bekommen.
Ohne viel vom Inhalt zu verraten: Die Story war wie immer sehr spannend und gut ausgedacht. Wie andere schon beurteilt haben, finde auch ich einige Stellen ziemlich in die Länge gezogen.
Randfiguren wie Hannahs Mann (man hätte sie auch als einsamen Single akzeptiert) oder Ilir hätte man sich sparen können. Dass Hannah einem Rom uns seiner Familie hilft, ist ja schön, aber hätte man diesen Part weg gelassen, wäre es auch keinem aufgefallen. Und Zachs Exfrau samt Tochter sind auch nach 30 Seiten nicht mehr zur Sprache gekommen > die beiden waren nur als Einstiegsfiguren aufgetaucht - völlig uninteressant für die Story und unnötige Namen gleich zu Beginn.

Erst ab dem letzten Drittel kam für mich richtig Spannung auf. Denn man fragte sich ja doch, was aus allen Familienmitgliedern geworden ist, warum die Familie zerbrach und wer tatsächlich daran Schuld ist. Als diese letzte Frage geklärt war, folgten Stück für Stück sämtliche Erklärungen wie sich alles so entwickelte. Und ab da konnte ich das Buch auch nicht mehr weg legen, weil ich nun die ganze Aufklärung haben wollte.
Aber der Weg da hin war schier endlos und langatmig.

Dass die "Liebe" zwischen Mitzy und Charles nicht so war, wie es Mitzy beschrieben hat, konnte man sich schon zeitig denken. Denn sie hat eine klare geistige Störung, fern von der Wirklichkeit, die nicht erst nach Charles Tod entstand.

Kurzum: Das Buch ist dennoch sehr spannend und zu empfehlen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie immer gut!, 21. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Das verborgene Lied: Roman (Taschenbuch)
"Das verborgene Lied" kann zwar, meiner Meinung nach, nicht mit den vorangegangenen Romanen der Autorin mithalten. Ich habe es trotzdem keinen Moment aus der Hand gelegt. Die Geschichte um Zach und Hannah hat sich stellenweise etwas gezogen und kam bisweilen etwas schwülstig daher. Dafür war die Geschichte um Dimity umso besser. Ich persönlich habe noch nicht oft etwas gelesen, was mich so mitgenommen hat.
Natürlich - wie es ein solcher Roman erwarten lässt - grüßt nicht nur einmal der Kitsch, das Klischee und auch so einige andere Dinge die dann doch sehr an den Haaren herbei gezogen scheinen. Aber Katherine Webb kriegt es echt jedes Mal hin, dass man einfach trotz allem nicht aufhören kann zu lesen. Sie ist einfach eine gute Autorin, ich persönlich finde ihre Charaktere und Geschichten unheimlich spannend. Dazu liest sich das Buch unheimlich gut. Die Frau kann's halt einfach. Wer hier großartige, tiefgründige Literatur erwartet, wird vermutlich enttäuscht. Aber es ist ein wirklich guter Schmöker!!!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen viel zu viel zu viel, 21. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Das verborgene Lied: Roman (Taschenbuch)
Ein- bis zweimal im Jahr brauche ich ein Romantik-Geheimnis-Buch, am besten Kate Morton, aber Katherine Webb mag ich auch. Und nun nur zwei Sterne - warum?

Ich finde es jetzt sehr schwierig, diese Kritik zu begründen ohne zuviel vom Inhalt zu verraten. Es geht um Dimity, eine alte Frau, die in ihrer Jugend eine schwere Dummheit - nein, mehr noch - ein irreparables Unglück verursacht hat. Außerdem wird die Geschichte von Zach erzählt, der Dimity aufsucht, da sie Kontakt zu einem berühmten Maler hatte, für den Zach sich als Galerist interessiert. Zudem gibt es auch noch Hannah Brock, die Nachbarin von Dimity, in die Zach sich verliebt.

Vorab: Ich habe absolute Hochachtung vor den Autorinnen solcher Bücher, die sich einigermaßen plausible Geheimnisse in der Vergangenheit ausdenken und uns Leser/innen spannend vermitteln. Das Geheimnis hat sich Katherine Webb gut ausgedacht, aber das Drumherum war mir zuviel. So viel Liebe, vor allem solch einseitige, eingebildete Liebe, die nur in (Tag-)Träumen besteht. Oder Liebe, die sich innerhalb von ein paar Tagen/Wochen entwickelt (die Zeiträume in der Jetzt-Zeit sind offen) - unglaubwürdig. Vielleicht bin ich einfach nicht romantisch genug.

Dann die unwahrscheinliche Entwicklung einer bis dato glücklichen Familie, die aufgrund einer Intrige zusammenbricht ohne zu hinterfragen - unglaubwürdig. Die Geschichte von Hannahs verstorbenem Mann - überflüssig. Und dann noch die mögliche Verbindung von Hannah und Zach - nein, nein, nein!

Auch wenn Katherine Webb das alles irgendwie logisch erklären will, ist das meiste so richtig an den Haaren herbei gezogen.

Zum Schluss: Edel sei der Mensch, hilfreich und gut. Was sind Zach und Hannah doch für gute Menschen - es treibt einem die Tränen in die Augen über soviel Mitgefühl und Vergebung. Und Dimitys Schuld? Ach was, schwamm drüber. Nein, das konnte ich für mich so nicht akzeptieren, aber das muss jede Leserin selbst entscheiden. Mir hat das Buch nicht gefallen. Habe ich am Anfang noch die Hauptperson, Dimity, bedauert, wurde mir auch irgendwann des Bedauerns zuviel. Und jetzt muss ich wieder zum Beginn meiner Rezension zurück: Mehr erklären kann ich nicht, da ich zuviel verraten würde. Empfehlen kann ich das Buch nicht. Die beiden Sterne vergebe ich für die Idee und die angenehme Schreibweise der Autorin.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Aber wo ist denn nun das Lied verborgen?! :-), 28. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Das verborgene Lied: Roman (Taschenbuch)
Inhalt:
Dimity Hatcher sieht Unangenehmes auf sich zukommen: Bald schon wird jemand kommen, um sie nach Details aus ihrer Vergangenheit zu fragen. Die Vergangenheit, die sie gern ruhen lassen möchte und die bereits fast vergessen ist, weil außer ihr niemand der Beteiligten mehr in Blacknowle an der Küste Dorsets lebt. Und auch sie selbst hat sich in die Einsamkeit ihres Cottages "The Watch" zurückgezogen.
Dieser "Jemand", den die Vergangenheit so sehr interessiert, ist Zack Gilchrist. Nach seiner Scheidung und der Trennung von seiner geliebten Tochter, die gemeinsam mit seiner Exfrau in die USA übersiedelt ist, steht nun auch noch seine Kunstgalerie in Bath kurz vor dem Aus. Hoffnung sieht er nur noch in der Veröffentlichung seines, schon vor längerer Zeit begonnenen, Buches über den Maler Charles Aubrey. Als Zack sich auf die Reise nach Blacknowle begibt, hat er die Hoffnung etwas aus dem Leben des - im 2. Weltkrieg gefallenen - Malers zu erfahren, was seine Biografie zu etwas Besonderem machen würde. Außerdem hofft er darauf Näheres über die Verbindung seiner Großmutter mit Charles Aubrey herauszufinden. Denn ebenso wie Charles Aubrey und seine Familie haben auch Zacks Großeltern in den 1930er Jahren einen Urlaub in Blacknowle verbracht. Seither behauptet Zacks Großmutter, dass sie Charles Aubrey für eines seiner Bilder Modell gestanden hat.
Nachdem Zack bei den Einheimischen weitestgehend auf Wiederstand stößt, ist er dankbar für den Hinweis auf die einsiedlerische Bewohnerin von "The Watch". Nach und nach beginnt die etwas wunderliche Dimity "Mitzy" Hatcher Zacks Fragen zu beantworten. Und dennoch - es bleibt das Gefühl, dass sie ihm nicht die ganze Wahrheit erzählt. Welches Geheimnis verbirgt diese rätselhafte Frau nur?!

Meine Meinung:
Katherine Webb zeigt mit ihrem neuesten Roman erneut ihr Talent für Familiengeheimnisse. Bereits mit ihrem Erstlingswerk Das geheime Vermächtnis: Roman konnte sie mich begeistern. Sollte es ihr damit noch nicht gänzlich gelungen sein mich zu überzeugen, so bin ich spätestens nach "Das verborgene Lied" ein Fan der Autorin. Auch hier steht wieder ein Familiengeheimnis mit der nötigen Portion "crime" und "thrill" im Vordergrund. Ein Buch, das auf zwei Zeitebenen aus Sicht zweier Personen erzählt wird: Ende der 1930er-Jahre aus Sicht von Dimity Hatcher und in der Gegenwart aus Sicht von Zack Gilchrist. Auf über 570 Seiten hält die Autorin die Spannung aufrecht und überrascht am Ende durch Unvorstellbares.

Fazit:
Ich konnte dieses Buch nicht eher aus der Hand legen, bis ich die letzte Seite verschlungen hatte. Innerhalb von zwei Tagen hatte ich die Geschichte bereits ausgelesen. Dabei würde ich mich zwar als "Vielleserin", nicht aber gerade als "Schnellleserin" bezeichnen. Zwei kleine Kritikpunkte habe ich jedoch, die mich bei meiner Bewertung zum Abzug eines Sterns veranlasst haben:
1. Ich gehöre zu den Leserinnen, die sich gern in die Protagonisten eines Buches "hineinfühlen". Leider bleiben ein paar der Hauptdarsteller/innen einem seltsam "fremd", was auch andere Rezensent/innen hier bereits erwähnt haben. Andere - wie "Mitzy" Hatcher - sind in ihren Verhaltensweisen so sonderlich, dass man sich ebenfalls schlecht mit ihnen identifizieren kann.
2. Der deutsche Titel des Buches lautet "Das verborgene Lied". Auch nach Beendigung der Lektüre bin ich noch immer auf der Suche nach einem "verborgenen Lied". Wieviel treffender ist doch da der englische Titel: "A Half Forgotton Song". Wörtlich übersetzt: "Ein halbvergessenes Lied". Auch diesem Titel muss man etwas poetische Freiheit lassen, weil man vergeblich nach einem Lied in der Lektüre suchen wird. Dennoch ist der Begriff "halbvergessen" absolut treffend. Letzlich sucht Zack schließlich nach "halbvergessenen" Geschehnissen im Leben des Malers Charles Aubrey :-). Das wiederum ist aber wohl eher den Übersetzern anzulasten.
Da man keine 1/2 Sterne Abzug geben kann, kam ich hier zu einer Bewertung von 4 Sternen. Absolut empfehlenswert für LeserInnen die Familiengeheimnisse mögen und auf der Suche nach kurzweiliger Lektüre sind.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wenn Bilder erzählen könnten..., 20. Oktober 2013
Von 
Christa "Leseratte" (Hessenland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das verborgene Lied: Roman (Taschenbuch)
Die englische Autorin Katherine Webb wird als Bestseller-Autorin gehandelt. Dieses hier ist ihr dritter Roman. Auf der Buchrückseite steht: "Sie weiß Stil, Romantik und Thrill perfekt zu mixen."

Zum Inhalt:
Der erfolglose Maler und Galerist Zach Gilchrist trauert seiner gescheiterten Ehe nach und vor allem seiner Tochter, die nun mit seiner Exfrau in die USA zieht. All`das blockiert ihn in seiner Schaffenskraft. Da erhält er von seinem Lektor die Mahnung, dass er endlich sein Buch, das er über den Maler Charles Aubrey schreiben will bis zu einem bestimmten Termin abgeben muß.

Er macht sich auf in den kleinen Ort Blacknowle in Dorset, wo der Künstler in den 30er Jahren den Sommer mit seiner marokkanischen Frau Celeste und seinen 2 Töchtern verbrachte. Er hofft dort neue Spuren zu finden, die bisher niemand fand. Er trifft jedoch auf unfreundliche und unnahbare Bewohner, die ihn am Liebsten wieder fortschicken wollen.

Im kleinen Cottage "The Watch", nahe den Klippen, direkt am Meer lebt fast vergessen die betagte Dimity Hatcher, genannt Mitzy, die seinerzeit Aubreys Muse war. Sie gesteht Zach, dass sie ihn immer geliebt hat. Nach und nach erzählt sie ihm Einzelheiten über diese Liaison. Zach ist sich jedoch nicht sicher, ob sie Wichtiges auslässt oder sie ihn anlügt. Hinzu kommt, dass Zachs Großmutter auch immer von Aubrey schwärmte und nie widersprach, wenn sein Großvater nicht ausschloss, dass Zachs Vater der Sohn von Aubrey sein könnte. Durch die spröde Nachbarin Hannah kommt Zach einer schier unglaublichen Geschichte auf die Spur und erfährt Dinge, mit denen er nicht im entferntesten gerechnet hatte.

Der Roman wechselt zwischen Gegenwart und Vergangenheit, um dem Leser die jeweilige Situation näherzubringen, Land und Leute zu beschreiben. Die Autorin hat ein interessantes Buch geschrieben, mit einer spannenden Geschichte. Dennoch hat sie es nicht geschafft, mich vollends in den Bann zu ziehen. Auch mir erschienen die Protagonisten etwas zu blass oder unsympathisch.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Manches kann man über das Buch sagen, nicht dass es unvergesslich wäre..., 18. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Das verborgene Lied: Roman (Taschenbuch)
Unglaublich viel Bücher gibt es von der Art: Etwas Lokalkolorit, ein bisschen Suspense, ein Familiengeheimnis, Gegenwartsprobleme und eine Person aus dem Hier und Heute, die trotz eigener Probleme alles auflöst. Wer das mag, wird ausreichend bedient. Die etwas weit hergeholte Handlung gewinnt ab der Hälfte deutlich an Spannung, weshalb ich das Buch dann doch zu Ende gelesen habe. Etwas zuviel der schmückenden Beifügungen über nebelverhangene Landschaften und herzerreißende Gefühle machen das Buch zu einem netten Kitsch, der etwas oberhalb von Rosamunde Pilcher angesiedelt ist.
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Das verborgene Lied: Roman
Das verborgene Lied: Roman von Katherine Webb (Taschenbuch - 14. Oktober 2013)
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