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42 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Susan Abulhawa meets Amos Oz
Thema des Romans ist die Vertreibung und Unterdrückung der Palästinenser durch israelische Zionisten seit 1948. Exemplarisch an einer Familie beschreibt die Autorin über vier Generationen die geschichtlichen Ereignisse und verknüpft deren Schicksal mit den markanten historischen Fakten, beginnend mit der Vertreibung aus dem angestammten Dorf im Jahre...
Veröffentlicht am 11. Mai 2012 von Colin Wood

versus
26 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Roman ist etwas überfrachtet
Inspiriert von den sehr guten Rezensionen und dem wichtigen Thema kaufte ich dieses Buch. Zweifellos ist es eine sehr spannende Geschichte. Die Autorin schildert anhand einer palästinensischen Familie die Tragödie dieses Volkes sehr anschaulich und detailiert. Dabei erspart sie dem Leser nicht die grausamen Schicksale der von Krieg und Vertreibung betroffenen...
Veröffentlicht am 10. September 2012 von Ulrich Pallaske


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42 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Susan Abulhawa meets Amos Oz, 11. Mai 2012
Von 
Colin Wood - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Während die Welt schlief: Roman (Taschenbuch)
Thema des Romans ist die Vertreibung und Unterdrückung der Palästinenser durch israelische Zionisten seit 1948. Exemplarisch an einer Familie beschreibt die Autorin über vier Generationen die geschichtlichen Ereignisse und verknüpft deren Schicksal mit den markanten historischen Fakten, beginnend mit der Vertreibung aus dem angestammten Dorf im Jahre 1948, über den Angriff auf das Flüchtlingslager Jenin 1967 im Zusammenhang mit dem Krieg gegen Ägypten, den Libanon-Krieg am Beginn der 80er Jahre und die Auswirkungen und Restriktionen auf das tägliche Leben bis heute.

Susan Abulhawa beschreibt das Drama um Israel und Palästina aus palästinensischer Sicht. Leider gibt es bislang nicht viele palästinensische Stimmen in der Literatur, um so wichtiger und bedeutungsvoller ist dieser Roman.

Ganz bemerkenswert finde ich, wie es der Autorin gelingt, durchgängig absolute Objektivität zu wahren. Sie beschreibt Tatbestände, aber sie stellt sie tatsächlich nur fest, sie wertet nicht, sie urteilt nicht, sondern überlässt die Meinungsbildung allein dem Leser. Dabei gelingen ihr absolut eindrucksvolle Schilderungen, bei denen einem der Atem stockt, ohne dass auch nur eine Spur von Rührseligkeit im Spiel ist. Ich denke dabei z. B. an eine längere Passage, in welcher beschrieben wird, wie zwei kleine Mädchen, eine davon die Protagonistin, zusammen mit einem Baby tagelang in einer Art Kellerloch versteckt ausharren, als das Flüchtlingslager Jenin im Jahre 1967 angegriffen und in großen Teilen zerstört wird. Man kann das als Leser kaum aushalten, und doch war es für die Menschen Realität. Und das ist nur ein Beispiel. Angesichts solcher Schilderungen wird man sich seiner eigenen Luxusprobleme peinlich bewusst.

Die Darstellung der palästinensischen Tragödie sensibilisiert für die teilweise einseitige oder auch zuweilen sparsame Berichterstattung hinsichtlich dieses Konflikts. Man kann schon den Eindruck bekommen, als Zeitungsleser manipuliert zu werden, damit man glaubt, was man glauben soll -' wem auch immer das gerade nützt. Der Glauben an umfassende Information ist m. E. eine Illusion. Ich habe überlegt, an welchen Punkten ich zur Zeit einiger Ereignisse des Romans im Leben stand und bin erschrocken, wie schnell weltpolitische Dinge selbst großen Ausmaßes über die Beschäftigung mit der eigenen Biografie in Vergessenheit geraten können.

Der Roman ist sehr bewegend, mitfühlend und ergreifend ohne - ich betone es noch einmal - zu verurteilen. Viele andere Bücher erscheinen plötzlich völlig belanglos nach der Lektüre dieses Titels. 'Nie zuvor habe ich einen so fesselnden Roman über Palästina und Israel gelesen' wird Henning Mankell auf dem Titelblatt zitiert. Er hat Recht. Jeder, der sich für politisch motivierte Literatur und für diesen Teil der Erde im Besonderen interessiert, sollte dieses Buch unbedingt lesen und anschließend weiterempfehlen.

Als Ergänzung lege ich Ihnen wärmstens ans Herz 'Eine Geschichte von Liebe und Finsternis' von Amos Oz. In diesem sehr epischen, autobiografischen Roman lesen Sie die Geschichte Israels im 20. Jahrhundert aus der Sicht eines jüdischen Einwandererkindes ' mit einem sehr, sehr kritischen Blick auf Israel. Beide Titel ergänzen sich m. E. hervorragend.

Eine letzte Anmerkung: Ich stieß im Buchhandel auf diesen Titel, ohne vorher eine Rezension gelesen zu haben und tätigte einen Spontankauf. Insofern hatte ich keinerlei Erwartungen an den Roman außer meiner eigenen an dieses Thema. Vielleicht erscheint dem ein oder anderen mein Leseeindruck zu unkritisch, doch ich sehe keinen Ansatz für Kritik.
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56 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tief bewegend, 26. Juli 2011
Von 
Maren Schneider (Düsseldorf, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Habe das Buch gerade ausgelesen und bin noch tief bewegt. Susan Abulhawa ist es gelungen einen fesselnden Bogen über 4 Generationen zu spannen, der den Nahost-Konflikt und seine menschlichen Verstrickungen auf eindringliche Weise transparent macht. Unterstützt durch die Zartheit der Poesie und bewegenden Einblicken in das Herz und das Leben der Menschen, denen sie die Beschreibung der sinnlosen Brutalität des Krieges entgegensetzt, zeichnet sie ein Zeitzeugnis, das tiefe Erschütterung und Fassungslosigkeit hervorruft. Ein Weckruf an die Welt, endlich aus ihrem Tiefschlaf zu erwachen. Beeindruckend, erschütternd, bewegend, berührend, aufrüttelnd, notwendig! Lesen Sie es und geben Sie es weiter!
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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen das Leben in einem Land, das von allen vergessen wurde, 22. Januar 2013
Von 
JoKo - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Während die Welt schlief: Roman (Taschenbuch)
Das Buch " Während die Welt schlief", ist zwar ein Roman mit fiktiven Personen, das Leben der Palästinenser, das in dieser Geschichte erzählt wird, ist aber leider Realität.Ein Land, das von der Welt vergessen wurde, das soviel Leid und Grausamkeit erleben musste, dass wir als Europäer es uns kaum vorstellen können.

Die Geschichte des Landes Palästina wird aus der Sicht einer in einem Flüchtlingslager namens Jenin geborenen Araberin erzählt. Amal beginnt ihre Erzählung in einem kleinen Ort, Ein Hod, das seit Jahrhunderten in Besitz seiner Einwohner ist.Ein blühendes Land, in dem die Orangen kindskopfgroß sind und die Olivenernte in jedem Jahr gut ausfällt.Die Menschen leben im Einvernehmen mit Allah, der einen Großteil ihren Alltags bestimmt.Bis 1948 die Zionisten den Staat Israel gründen. Die Einwohner Ein Hods werden mit Waffengewalt aus ihren Häusern vertrieben und müssen ihr Land und ihren gesamten Besitz zurücklassen. In einem Flüchlingslager in Jenin wird Amal als drittes Kind ihrer Familie geboren. Der mittlere Bruder verschwand während der Flucht und dies hat das Herz ihrer Mutter für immer erstarren lassen. Für Amal ist ein Leben der Vertreibung und Gewalt alltäglich.Sie darf das Land ihrer Ahnen nie kennen lernen, das ihre Eltern in den schönsten Farben beschreiben.Ihr Leben ist bestimmt durch Flucht und Vertreibung, die sie sogar nach Amerika führt.

Beim Lesen dieses Buches sind mir mehr als einmal die Tränen gekommen und ich habe mich immer wieder gefragt, wie Menschen so etwas aushalten können.Mit welchem Recht anektiert Israel diese Landstriche und fühlt sich dabei auch noch im Recht. Und warum schaut die Welt zu, auch wir? Amal schreibt in ihrer Geschichte " An uns wird die Rache für den Holocaust vollzogen", aber warum? Dieses Volk kann doch wirklich nichts dafür und dass sich ein Volk, das so grausam behandelt wird wehrt,ist doch auch mehr als verständlich, obwohl so die Spirale der Gewalt nie ein Ende findet.

Susan Abulhawa schreibt ihre Geschichte in einer wunderbar blumigen Sprache, wie sie den Arabern wohl eigen ist. Diese wundervolle Art zu schreiben lässt die Gräultaten nicht weniger erscheinen, legt aber eine gewisse Sanftheit über das Geschriebene, das einem manchmal den Atem raubt.Soviel Verlust,den diese Menschen ertragen mussten und dabei denke ich nicht an materielle Dinge, ist unmenschlich. Genau dieses Gefühl kommt im Leser hoch, wenn er dieses Buch liest und man bewundert die Leute für ihren Mut und ihr Durchhaltevermögen.Ich habe mit den Personen dieser Geschichte mit gelitten, habe mich mit ihnen gefreut und die Gemeinschaft, die unter den Vertriebenen herrschte, als Balsam für ihre Wunden erlebt.Es war trotz aller schrecklichen Geschehnisse ein wunderschönes Erlebnis der Freundschaft von Huda und Amal bei zu wohnen und ihre Lebenswege zu begleiten, die von der Autorin wunderbar empathisch beschrieben wurden.

Das Thema Nahost-Konflikt ist seit über 60 Jahren immer wiederkehrendes Thema in den Medien. Sind wir deshalb so abgestumpft gegenüber dem Leid dieser Menschen, weil es für uns schon zur Alltäglichkeit geworden ist darüber zu hören?Susan Abdulhawa rüttelt auf mit ihrem Buch und ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der glaubt, die kleinen Alltagsprobleme würden das Leben schwer machen. Mein Respekt gilt diesen Menschen, die fast jeden Tag um das nackte Überleben kämpfen müssen.Dieses Buch wird sich fest in mein Herz und mein Gedächtnis graben.

Mehr als empfehlenswert.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wichtiges politisches Buch und weitgehend realistischer Schicksals-Roman einer palästinensischen Familie, 7. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Roman ist ein wichtiger Beitrag für die Debatte über den Nah-Ost-Konflikt.

Man kann gegen das Buch einwenden, dass er einseitig aus palästinensischer Sicht geschrieben sei. Aber seine Aussagen werden weitgehend bestätigt durch Aussagen einer „israelischen moralischen Minderheit“, z.B. von israelischen Ex-Soldaten in dem Buch „Breaking the Silence – Israelische Soldaten berichten von ihrem Einsatz in den besetzten Gebieten“.

Eine dramaturgische Schwäche des Buches ist für mich, dass darin der direkte physische Terror Israels fast alle Mitglieder einer einzelnen Familie und deren unmittelbares Umfeld betroffen hat. Eine Mehrheit der palästinensischen Gesellschaft wird sich wohl- nach allen historischen Erfahrungen - mit dem aufgezwungenen Status der „minderwertigen und bestohlenen Rasse“ in den besetzten Gebieten arrangiert haben. Der Mensch will weiterleben

Dass der Bruder der Haupt-Protagonistin nach der Abschlachtung seiner Familie im Flüchtlingslager Shatila durch die libanesische Falange - unter der Schirmherrschaft der israelischen Armee - doch ein „zu-gut-Mensch“ war, um der schon eingeplante Attentäter auf die amerikanische Botschaft in Beirut zu sein, finde ich dramaturgisch ein wenig lächerlich. Aus ethischen Gründen so widerständig in seinem sozialen Umfeld zu sein, hat ihn auf das unglaubwürdige moralische Podest der Geschwister Scholl gehoben.

Trotz dieser Schwächen, die wohl unvermeidbar waren, um den Opfern der „Neuen Herrenrasse“ in den besetzten Gebieten „ein Gesicht“ zu geben, gebe ich dem Buch 5 Punkte.

Auch ist das Buch für mich auch ein weiteres Beispiel für die historische Tatsache, dass es ohne ein politisch gewolltes Maß von Verbrechen und Terror praktisch nicht durchführbar ist, einer Mehrheits-Bevölkerung in einem Gebiet deren Land zu enteignen.

Fazit: Man kann den Roman als glaubwürdiges politisches Buch lesen, aber auch als Schicksals-Roman mit einer für dieses Markt-Segment ordentlichen literarischen Qualität.
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79 von 95 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Welt schläft immer noch, 29. März 2011
Von 
Gospelsinger (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Die Welt schlief und sie tut es immer noch.
Wer aus dem Schlaf erwachen und sich näher mit dem Nahostkonflikt beschäftigen will, findet mit diesem Buch einen guten Einstieg. Denn die Personen dieses Romans sind zwar fiktiv, die beschriebenen politischen Ereignisse jedoch nicht.
Das Buch beginnt 1948 in dem palästinensischen Dorf Ein Hod. In diesem Jahr rufen die Zionisten den Staat Israel aus, und die Bewohner des Dorfes Ein Hod werden über Nacht gewaltsam vertrieben. Sie müssen alles zurücklassen, ihr Land, ihre Olivenbäume, ihre Häuser, ihren gesamten Besitz.
So ergeht es auch der Familie Abuhija. Die Tochter Amal, Protagonistin dieses Romans, wird im Flüchtlingslager in Jenin geboren. Die Heimat ihrer Eltern bekommt sie nie zu Gesicht. Ihr geliebter Vater, der ihr immer im Morgengrauen Gedichte vorgelesen hat, ist verschollen. Ihre Mutter ist seit der Vertreibung seelisch gebrochen, denn Ismael, der jüngste Sohn, ist dabei verloren gegangen.
Die traumatischen Ereignisse reihen sich aneinander. Verletzte Kinder, tote Babies, misshandelte Jungen, Waisen, gedemütigte Menschen ' jede Familie hat mit Angst, Verlust, Trauer und Wut zu kämpfen. Das ganze Leben der Palästinenser geschieht auf Abruf. Verwandte oder Freunde können am nächsten Tag bereits tot sein, und oft sind sie es auch.
Alle Hoffnungen, die in die internationale Staatengemeinschaft gesetzt werden, werden zunichte gemacht. Die Angriffe der Israelis, die selbst Kinder und Schwangere foltern und töten, werden als rechtmäßig bezeichnet. Die Welt ist nicht interessiert an der Lage der Palästinenser. Und Deutschland ist ohnehin per se auf der Seite der Israelis.
Den Juden als Opfer des Holocaust wird eine Generalabsolution erteilt. Das ist ungefähr so, als ob man einem Kind, das auf dem Schulhof verprügelt wird, als Ausgleich zugesteht, dass es nunmehr sein ganzes Leben lang andere Menschen verprügeln darf, ohne dafür kritisiert oder gar bestraft zu werden, und es dabei auch noch als das Opfer gilt.
Die Israelis rächen sich an den Palästinensern für das, was die Deutschen ihnen angetan haben. Aber die Palästinenser können nichts für die Verbrechen der Nazis. Ein Unrecht kann man nicht durch ein anderes Unrecht heilen, und Rache führt nur zu noch mehr Leid.
Kein Wunder, dass nach jahrzehntelanger Unterdrückung die jugendlichen Männer, wie Amals Bruder Yussuf, ihrer Wut Ausdruck geben. Kein Wunder, dass es zum Aufstand kommt. Der von den Israelis entsprechend hart zurückgeschlagen wird.
Dabei stehen sich Amals Bruder Yussuf und der verschwundene Bruder Ismael als Feinde gegenüber, denn Ismael wurde von einer israelischen Familie aufgezogen und heißt jetzt David. Erst Jahre später erfährt Amal davon und lernt ihren kleinen Bruder kennen.
Die Kette von Verlust und Trauer reißt nicht ab. Genau wie auch der Nahostkonflikt nicht endet. Rache folgt auf Rache folgt auf Rache.
Dieses Buch hat eine bunte Mischung von Emotionen in mir hervorgerufen. Ich habe gelacht, ich habe mitgelitten, ich wurde wütend, ich habe geweint. Die Protagonisten sind mir allesamt ans Herz gewachsen, und das machte es unmöglich, nicht mit ihnen mitzufühlen.
Trotz aller Trauer liest sich das Buch sehr gut, was am poetischen Schreibstil der Autorin liegt. Und an der Hoffnung, die nie aufgegeben wird, auch wenn ringsum nur Tod und Vernichtung herrscht. Das Buch strahlt eine Wärme aus, die sich beim Lesen auf mich übertragen hat.
Meine Favoritenliste ist jedenfalls schon wieder gewachsen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es hat mir das Herz zerrissen..., 30. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Während die Welt schlief: Roman (Taschenbuch)
... und das tut es auch jetzt noch. Dieses Buch ist wie ein Bach, der zu einem reißenden Strom wirkt. Die Geschichte beginnt einfach, wie ein normaler Roman, bis eine gewaltige Welle von Gefühlen und Emotionen losbrach und mich mitrissen. Gefühle einer unendlichen tiefen Liebe, einer Hingabe und Leidenschaft an die Menschen, die Familie und die Heimat, die wir in unserer Gesellschaft fast verlernt haben, und die die Grundlage für tiefste Trauer, Verzweiflung, Wut und Hass ist. Susan Abulhawa schafft es, die Gefühle und Emotionen so perfekt und real zu beschreiben, dass es mir vor kam, sie selbst zu fühlen, in Worten geschrieben und Metaphern verpackt, die einem dem Atem stocken lassen. Ein Buch, was mich zum Nachdenken und Überdenken meines Lebens veranlasst hat und mich daran erinnert, was wichtig ist im Leben und das sind bestimmt nicht die materiellen Dinge der Welt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr bewegendes Buch, 9. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Während die Welt schlief: Roman (Taschenbuch)
Das Buch kaufte ich zufällig. Es hat mich sehr bewegt und innerlich berührt... Es fehlen mir die Worte. Ein Buch voller Liebe, Hoffnung, Verzweiflung, Grauens.
Das ist meine erste nähere Berührung mit der Thematik des Nahostkonflikts. Klar wurde in der Schule davon gesprochen und ich höre es immer wieder in den Nachrichten, aber so richtig habe ich nie durchgeblickt, was der Grund der vielen Kriege und Kämpfe ist. Nach diesem Buch schon. Das Buch hat mein Interesse geweckt, mehr zu diesem Thema zu erfahren.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Michael Kühnemund, 12. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Während die Welt schlief: Roman (Taschenbuch)
Muß man gelesen haben. Ein Blick auf die Geschichte von einen anderen Blickwinkel. Von der Seite von der wir im allgemeinen nichts erfahren. Die nicht bzw. selten in unseren Medien Einzug hält. Das auch viel über uns aussagt. Wie zb. das in einem Jahr die wichtigstes Nachricht ist, das Fürstin Grace Kelly gestorben ist, während hunderte Menschen, Frauen und Kinder in Beirut abgeschlachtet werden.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein unglaublich lernreiches buch, 28. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Während die Welt schlief: Roman (Taschenbuch)
Ich habe das Buch in drei Tagen durchgelesen und bin einfach nur begeistert und bewegt. Ich habe kein wirkliches Hintergrundwissen gehabt und durch dieses Buch viel mehr Verständnis erlangt.

Es ist ein sehr bewegendes Buch und auch wenn man es fertig gelesen hat, so lässt es einen doch noch nicht los und man denkt noch eine Weile über die Geschichte Palästinas und deren Menschen nach .....

Ich hoffe auf noch weitere Bücher dieser Art von der Schriftstellerin!!!
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es ist schockierend wie wenig ich darüber weiß, 12. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Während die Welt schlief: Roman (Taschenbuch)
Es hat mir schlichtweg den Boden unter den Füßen weggerissen. Ich habe ein ganz anderes Buch erwartet, ein oberflächliches, vielleicht sogar teilweise "kitschiges", aber damit habe ich auf keinen Fall gerechnet. Denn so ist es in keinster Weise. Es zeigt das Leben einer arabischen Familie von 1948 an, als der Staat Israel ausgerufen werden sollte bis 2003, als man arabische Bürger in dem einen Land undwürdig behandelt und in dem anderen Land gleich tötet.

Das schlimmste an dem Buch für mich war jedoch, dass ich dadurch vor Augen geführt bekommen habe, wie ignorant ich eigentlich durch die Weltgeschichte bisher gegangen bin. Krieg und Tote im Nahen Osten sind Nachrichten, die man inzwischen jeden Tag hört, ohne sich darüber im klaren zu sein, was da eigentlich geschieht, ohne zu hinterfragen wem das geschieht, und ganz besonders warum. Aber warum, wissen wohl die meisten inzwischen nicht mehr. Vermutlich als Vergeltung der Rache einer Rache.

Natürlich stellt das Buch den Konflikt nur sehr einseitig dar, nämlich aus Sicht der Pälästinenser, in deren Augen die Juden die Feinde sind. Und sicherlich ist das Buch auch fiktiv, und es lässt sich darüber streiten wie real es ist, dass einer einzigen Familie so viel Leid wiederfährt. Aber Tatsache ist, dass die Menschen dort es so erleben, und kleine Kinder, Frauen und andere Zivilisten die Opfer sind, die beklagt werden, ganz gleich aus wessen Seite man nun steht.

Ich war sehr erschüttert und tief bewegt, und kann jedem nur empfehlen es unbedingt zu lesen, um sich zu informieren, sich eine Meinung zu bilden und vor allem und am wichtigsten um seinen Horizont zu erweitern, denn ich weiß, dass ich von nun an ein ganz anderen Blick auf die kurzen Nachrichtensequenzen haben werde, in denen mal wieder nebenbei die Rede von dutzenden Toten im Nahen Osten ist.
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Während die Welt schlief: Roman
Während die Welt schlief: Roman von Susan Abulhawa (Taschenbuch - 9. April 2012)
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