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25 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckend
Der Debütroman der englischen Schriftstellerin Sadie Jones"Der Außenseiter"hat mich tief beeindruckt. Obwohl diese Geschichte in den vierziger Jahren des letzen Jahrhunderts in England spielt, ist die Hauptaussage dieses Buches auch in die heutige Zeit übertragbar.. Gemeint ist die Verletzung einer Kinderseele und die daraus resultierenden...
Veröffentlicht am 12. November 2009 von robby lese gern

versus
3.0 von 5 Sternen unterhaltend, liest sich leicht,spannend
Bin durch die Bewertung auf das Buch aufmerksam geworden. Ein Junge erlebt den Tod seiner Mutter, aber niemand fängt ihn in seiner Trauer auf. Er kapselt sich ab, das Problem des Borderline schwebt im Hintergrund, sowie andere psychischen Probleme, allen voran die Gewaltausbrüche. Ein Thema das immer aktuell ist, in diesem Buch leicht und unterhaltend, spannend...
Vor 19 Monaten von Backtussi veröffentlicht


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25 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckend, 12. November 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Außenseiter (Taschenbuch)
Der Debütroman der englischen Schriftstellerin Sadie Jones"Der Außenseiter"hat mich tief beeindruckt. Obwohl diese Geschichte in den vierziger Jahren des letzen Jahrhunderts in England spielt, ist die Hauptaussage dieses Buches auch in die heutige Zeit übertragbar.. Gemeint ist die Verletzung einer Kinderseele und die daraus resultierenden Konsequenzen.
In diesem Fall geht es um den Jungen Lewis, der zu seiner Mutter eine enge Beziehung aufgebaut hat,wohl auch, weil der Vater im Krieg war. Lewis muss dann miterleben, wie seine Mutter vor seinen Augen ertrinkt, während sie versucht seinen Ball aus dem Wasser zu holen. Dieses traumatische Erlebnisse, gepaart mit Schuldgefühlen, läßt den Jungen tief verletzt zurück.Seine Umwelt, allen voran sein Vater, zeigt wenig Sensibilität im Umgang mit ihm. Anstatt die Seelenlage seines Sohnes zu respektieren und zu versuchen ihn zu verstehen, präsentiert er ihm nach nur fünf Monaten eine Stiefmutter, die mit der familiären Situation total überfordert ist.Auch die Gemeindemitglieder des kleinen Ortes, reagieren mit Unverständnis auf die emotionalen Ausbrüche Lewis`. Das Verhalten des heranwachsenen Mannes wird immer dramatischer und steigert sich über Selbstverletzungen und Alkoholexessen , bis zu kriminellen Handlungen, die ihn ins Gefängnis bringen. Nach Verbüßen seiner Strafe kehrt er nach 2 Jahren in seinen Heimatort zurück und hofft ein neues Leben beginnen zu können, doch die Ablehung ihm gegenüber ist überall spürbar und so wird er wieder zum Außenseiter in einer oberflächlichen und verlogenen Gemeinschaft.

Die Person des Lewis hat mich sehr faziniert, da er sehr glaubhaft beschrieben wurde und ich mehr als einmal in der Situation war ,die Leute,die mit Lewis zu tun hatten, rütteln und schütteln zu wollen, um ihnen zu sagen ."Merkt ihr gar nicht, dass sein Verhalten ein Schrei nach Aufmerksamkeit, Anerkennung und Liebe ist?"
Auch die Doppelmoral der Gemeindemitglieder wird anschaulich beschrieben, die Sonntags die Messe besuchen und anschließend Frau und Kinder misshandeln, sich aber als Moralapostel gegenüber Lewis aufspielen.

Ein sehr beindruckendes Debüt, das den Leser nachdenklich zurückläßt.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein stummer Schrei in emotionaler Sackgasse, 10. Januar 2010
Von 
Esther (Graz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Außenseiter (Taschenbuch)
Nach der Haftentlassung lernen wir Leser den 19-jährigen Lewis Aldridge und die Geschichte seines großen Unglücks - die Geschichte seiner Kindheit und Jugend - kennen.

Die Jahre des Krieges verbringt Lewis allein mit seiner Mutter Elisabeth, der Vater Gilbert wird erst 1945 aus dem Krieg nachhause zurückkehren und wieder für Recht und Ordnung im Hause sorgen - so hat das Kind im elterlichen Schlafzimmer nichts zu suchen und die Zeiten der emotionalen Verwöhnung sollen auch ein Ende haben. Das Familienleben pendelt sich ein, der sonntägliche Kirchgang wird wieder zum Fixpunkt in der Kleinstadt Waterford - ein Bahnstunde von London entfernt - die Familie erlebt nicht nur den beruflichen Aufstieg des Vaters sondern auch den gesellschaftlichen,...

Doch das kleine Glück währt nur bis zu jenem Tag, an dem Elisabeth während eines Picknicks im Wald beim Baden im Fluss ertrinkt. Entgegen der Erwartungen ist Lewis Trauer eine stumme, sein Schrei nach Hilfe wird nicht vernommen -- am wenigsten vom Vater. Das Fass zum Überlaufen bringt Alice, die schon wenige Monate später seine Stiefmutter wird. Seine Reaktion mundet in Selbstverletzung und Alkoholismus, bis er schließlich eine Straftat begeht.
Als Lewis nach seiner zweijährigen Haftstrafe einen neuen Anfang sucht, wird ihm nur mit Misstrauen und Furcht begegnet - bis zu dem Zeitpunkt an dem alles von neuem zerbricht.

Sadie Jones erzählt einfühlsam, berührend und überaus beklemmend die Geschichte eines Kindes, das plötzlich übrig bleibt, das keine Anlaufstelle mehr finden kann, das Kummer in sich begräbt und jeden Hilfeschrei in sich selbst erstickt - und von der darauf folgenden Reaktion in Gewalt und Zerstörung. Sie zeichnet Bilder in Farbenpracht von mütterlicher Liebe und Geborgenheit ebenso wie von falscher Freundschaft und der Demonstration von Macht - sei es mit Gewalt. Doch das Ende lässt mich Leser mit einem - wenn auch kleinen - Funken Hoffnung zurück.

Nicht zu Unrecht wird die Autorin mit Größen wie Ian McEwan verglichen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ergreifendes Buch!, 16. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Außenseiter (Taschenbuch)
Ein ergreifendes und trauriges Buch mit einem sehr schönen Cover, in dem es erst zum Ende etwas Hoffnung für die Hauptfigur, für Lewis, gibt.
Lewis, eine Figur, mit der ich vom ersten Moment an gebangt und vor allem gehofft hatte, gehofft, das der Vater, die Stiefmutter, die Leute aus dem Dorf endlich merken, wie es in ihm aussieht, ihn nicht mehr verurteilen, ihn abstempeln, und sich nicht mehr nur mit sich selbst sondern dem Kind beschäftigen und ihm helfen.
Ich habe das Buch wie einen Film empfunden, vielleicht weil die Autorin aus dem Drehbuchbereich kommt. Sie hat die Handlung in vielen starken Bilder gezeichnet. Das Buch lebt von seinen Figuren, was sie bewegt und dazu bringt Sachen zu machen, die ihnen nicht gut tun. Manchmal aber hätte ich mir mehr Einblick in das Innenleben der Figuren gewünscht, um sie zu verstehen und nachvollziehen zu können, weshalb sie gerade so handeln.
Irritiert hat mich, dass ich die Gegend, in der das Buch handelt, eher in Amerika als in England vermutet habe.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Anrührend ohne Rührseligkeit, 21. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Außenseiter (Taschenbuch)
Nach dem Tod seiner Mutter wird aus einem bis dahin behüteten und geliebten Jungen "der Außenseiter". Die Autorin bringt den Leser mit viel Feinfühligkeit dazu, den unglücklichen, verstörten, mutterlosen Jungen sofort zu "adoptieren" - und im gesamten Buch leidet man mit ihm an den Gemeinheiten, der Verständnislosigkeit, der Lieblosigkeit seiner Umwelt. Als Jugendlicher gebärdet Lewis sich dann aus seiner Hilflosigkeit heraus zunehmend voller Wut und auch autoaggressiv, was ihm als Charakterschwäche und Gewalttätigkeit ausgelegt wird. Dabei zeigt Jones in aller Klarheit, dass Charakterschwäche und Gewalttätigkeit in Wirklichkeit ganz woanders liegen: nämlich nicht bei dem in sich zerbrochenen Lewis, sondern bei dem mächtigsten Mann im Dorf, der sich daran berauscht, seine Familie, insbesondere die jüngere Tochter Kit regelmäßig und grundlos aufs Übelste zu misshandeln. Mit der einzigen echten Freundin Kit stellt Jones ihrem traurigen Helden Lewis zwar ein ebenfalls geschwächtes Wesen an die Seite, trotzdem hofft man die ganze Zeit, dass die beiden es gemeinsam schaffen werden...
Ein Erstlingswerk, das auf allen Ebenen überzeugt: der Schreibstil ist ansprechend, von Beginn an wird Sympathie für die Hauptfiguren gesät, alle menschlichen Verhaltensweisen der handelnden Personen werden gut erklärt und in das Geschehen eingebracht, und ohne Rührseligkeiten wird der Leser angerührt. - Dafür gerne 4 Sterne.
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5.0 von 5 Sternen Der Außenseiter, 13. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Außenseiter (Taschenbuch)
Das Buch ist sehr gut geschrieben, was mir sehr wichtig ist. Leider ist mir auch wichtig, dass mich ein Buch positiv stimmt. Das ist nach den ersten hundert Seiten nun nicht der Fall, obwohl sehr spannend, stimmt es mich eher depressiv. Das ist für die literarische Qualität des Buches aber ohne Belang.
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3.0 von 5 Sternen unterhaltend, liest sich leicht,spannend, 22. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Außenseiter (Taschenbuch)
Bin durch die Bewertung auf das Buch aufmerksam geworden. Ein Junge erlebt den Tod seiner Mutter, aber niemand fängt ihn in seiner Trauer auf. Er kapselt sich ab, das Problem des Borderline schwebt im Hintergrund, sowie andere psychischen Probleme, allen voran die Gewaltausbrüche. Ein Thema das immer aktuell ist, in diesem Buch leicht und unterhaltend, spannend dem Leser nahegebracht, verliert dadurch aber nicht an der Tragik des Themas. Wer nicht nur Herz-Schmerz-Liebesromane lesen will, ist mit dem Buch gut bedient.
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5.0 von 5 Sternen Guter Lesestoff, 2. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Außenseiter (Taschenbuch)
habe das buch in 3 Tagen trotz Arbeit gelesen, war spannend und unterhaltend x x x x x x x
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5.0 von 5 Sternen Dieses Buch nimmt einen gefangen!, 7. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Außenseiter (Taschenbuch)
Ich weiß gar nicht was ich sagen soll...dieses Buch ist der absolute Wahnsinn!
Es ist so spannend geschrieben, dass man alles andere vegisst.
Mich hat selten ein Buch so berührt und ich habe es in einem Rutsch durchgelesen.
Zum Inhalt möchte ich nichts mehr schreiben.
Ich kann nur eins sagen: LESEN und sich mitreißen lassen.
Freue mich schon auf weitere Bücher dieser talentierten Autorin.
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5.0 von 5 Sternen Eltern pubertierender Kinder lest dieses Buch!, 21. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Außenseiter (Taschenbuch)
Das war neben Bernhard Schlicks "Vorleser", David Benioffs "Stadt der Diebe" Stadt der Diebe: Roman und Ian McEwans "Saturday" Saturday eines der besten Bücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Wer von Juli Zehs "Spieltrieb" Spieltrieb: Roman- so wie ich - maßlos enttäuscht war, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Es ist grandiose Literatur und nebenbei der beste Ratgeber, wie man als manchmal verzweifelte Eltern mit seinen pubertierenden Kindern umgehen sollte.

Das Buch beschreibt die Geschichte des 10 jährigen Lewis, der auf tragische Weise seine so sehr geliebte Mutter verliert, von dem Vater nicht verstanden und "falsch" geliebt wird sowie von der jungen Stiefmutter nicht erreicht wird (sensationell die Szene, in der er mit seiner Stiefmutter schläft). So zieht der arme Kerl sich immer mehr in seine Welt zurück und tut sich und seiner Umwelt Dinge an, die keiner verstehen kann. Für den Leser, der die 360 Grad Sicht hat, ist dies alles sehr schlüssig und man empfindet Mitleid mit Ihm. Kit ist - aus der Sicht ihrer Eltern - genauso eine vermeintliche Aussenseiterin, die von ihrem gewalttätigen Vater übel verprügelt wird.

Der Ort der Handlung (England in den 50ern) erinnert mich ein wenig an Ian McEwan, was ich als Fan von ihm durchaus positiv finde. Die Charaktere und das Leben des nach dem Krieg aufstrebenden Englands ist sehr schön bildlich beschrieben.

Das Ende ist grandios und ist noch einmal das i-Tüpfelchen auf einem bis dahin schon einzigartigen Roman. Als die ewig Missverstandenen stehen Kit und Lewis am Ende als die Gewinner dar und mit ihrem gesamtem Umfeld kann man eigentlich nur kopfschüttelnd Mitleid haben. Lewis und Kit sind erlöst und der Leser glücklich über diesen wunderbaren Lesegenuss.
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5.0 von 5 Sternen Überwätigend!, 15. Juli 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Außenseiter (Taschenbuch)
Ich habe schon lange kein so tolles und zugleich fesselndes Buch gelesen, dass sich eigentlich nur mit dem Schicksal eines einzelnen Menschen beschäftigt. Die Geschichte hat mich wirklich berührt.
Mein Fazit: sehr lesenswert!
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Der Außenseiter
Der Außenseiter von Sadie Jones (Taschenbuch - 19. Oktober 2009)
EUR 9,95
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