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am 11. März 2010
Das Letzte, mit dem man rechnet, wenn man auf der Hochzeit des Traumprinzen heulend auf dem Klo sitzt, weil man selbst nicht die Braut ist, ist wohl, dass einem eine Fee erscheint. Vor allem, wenn diese Fee männlich ist, pinke Haare und Koteletten hat und in einem rosa Tütü steckt.
Man kann es Olivia also nicht verdenken, dass sie ihren Traumprinzen in einer Kurzschlussreaktion in einen Frosch verwandeln lässt.
Allerdings bereut sie ihre Tat schon wenig später ' und der Frosch ist auch nur mäßig begeistert. Da die Tütü-Fee sich schleunigst aus dem Staube gemacht hat, bleibt Olivia nichts anderes übrig, als selbst ein Gegenmittel zu ihrem Wunsch zu finden. Sie hofft dabei auf die Hilfe der Internationalen Hexenvereinigung, doch es läuft nicht alles so, wie es geplant war.

Ich finde es toll, jeder der Fantasy und Frauenromane mag ist perfekt bedient. Und wer keine Frauenromane mag (wie ich), dafür aber gern herzhaft lacht, der sollte erst recht zugreifen. Die Tütü-Fee ist der Knüller und auch sonst ist Olivias Geschichte in weitern Strecken einfach nur positiv lächerlich ^^
Aber eines weiß ich, ich trinke nie, nie, nie in England Tee, der mir von irgendwelchen Frauen angeboten wird. Niemals!

Claudia Toman führt einen mit unglaublicher Leichtigkeit durch ihren Roman, dessen Protagonistin wirklich leidgeplagt ist. Nicht nur, dass ihr der Traumprinz grad ernsthaft durch die Lappen zu gehen droht, nein, auf einmal strotzt um sie herum alles nur so vor Magie. Das war doch gestern noch nicht so, oder?
Nach und nach beginnt Olivia an dem "oder?" zu zweifeln. Die Begegnungen, die sich auf ihrem Weg, den Traumprinzen zu entfroschen hat, sind manchmal skurril, manchmal herzzerreißend und manchmal ganz schön erschreckend.
Ich konnte mit Olivia das ganze Buch über total mitleiden, ich hatte immer das Gefühl, dass ich das sein könnte, die da durch London irrt und nicht mehr weiß, wo oben und unten ist.
Das ist die große Stärke von Olivia, sie ist wie du und ich und ihre Wünsche sind ebenfalls solcher Art, dass sie jeder haben kann. Und Olivia ist nicht perfekt, das gefällt mir auch sehr an ihr. Sie stellt sich schon mal weit blöder an als notwendig und mit ihrem Froschprinzen hat sie auch ganz schön zu kämpfen. Der ist nämlich überhaupt nicht begeistert von der Tatsache des Frosch-seins und lässt das ziemlich ausgiebig an Olivia aus. (Das sie an der Frosch-Geschichte nicht ganz unschuldig ist macht die Sache auch nicht gerade besser.)
Ich mag den Frosch fast genauso sehr wie die Tütü-Fee, der ist so schön biestig.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Mai 2011
Der Froschkönig einmal anders. Dass das Märchen die Rahmenhandlung vorgibt ist Natur der Sache, aber was die Autorin aus dem Stoff gemacht hat, ist schlichtweg gewaltig. Eine überraschende Wendung jagt die nächste und ich werde mich hüten etwas zu verraten - aber das Ende ist ganz anders als man anfangs glaubt.
Geschickt verknüpft die Autorin 2 Handlungsstränge. Dass sie eine "hundertprozentige Gerechtigkeitsfanatikerin, Loyalitätszeigerin, Treuehalterin und Zuhörerin" ist, wie sie selbst sagt, beweist sie auf den ersten Seiten, als sie den Bräutigam in einen Frosch verwandelt.
Warum eigentlich den Bräutigam in einen Frosch verwandeln, wenn man doch nur die Braut wegwünschen müsste? Hier paaren sich ein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn und ein äußerst liebevoller Hang zur Bosheit.
Wir erfahren etwas über das "Wunschwellenprinzip" und ein soziologische Phänomen, genannt Phonringitis"-Theorie. In jedem Satz besticht die Autorin durch eine erfrischende Erzählweise und sprachgewaltige Bilder. Mühelos zaubert sie die treffendsten Vergleiche aus dem Hut. Vergleiche, mit allgegenwärtig bekannten Dingen im Leben wie: George Clooney, Brad Pitt, Meg Ryan, Sex and the City" und die billige Früchtekuchensorte vom Lidl. Besonders gelungen fand ich den E.T., Darth Vader und Weihnachtsmannvergleich.
Wir lernen Olivia kennen und lieben und wünschen uns nichts sehnlicher, als dass sie ihre Aufgabe erfüllt.
In "Hexendreimaldrei" steckt so viel Weisheit - wie zum Beispiel der Shakespeare-Pakt. Den sollte sich jeder angehende Autor einmal genauer ansehen.

Kurzum ein spannendes Buch das helfen kann, die Welt ein bisschen besser zu verstehen und mich sicher noch viele Jahre begleiten wird.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. April 2012
Ein magischer Roman mit Frosch!

Alles beginnt damit, wie Olivia auf einer Toilette in der Kirche sitzt und sich nichts sehentlicher wünscht, als ihren Traumprinzen in einen Frosch zu verwandeln. Als diese ein Streichholz zündet, erscheint eine Fee, welche ihr, dank des Wunschwellenprinzips, einen Wunsch gewährt. Sie hätte sich alles wünschen können, hat jedoch nichts anderes im Sinn, als ihren Prinzen in den Frosch zu verwandeln, was auch passiert. Olivia realisiert, was sie getan hat und versucht alles wieder Rückgängig zu machen. Sie 'googelt' nach Hexen und findet in London eine Hexenvereinigung, welche Olivia sofort aufsucht. Olivia weiß noch nicht, in was für ein Abenteuer sie sich stürzt.

Dieser Roman ist einer der besten, die ich seid langem gelesen habe. Claudia Toman hat alles richtig gemacht und ich hoffe, dass noch weitere Romane in einem ähnlichen Stil von ihr erscheinen.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich gut und ich konnte mich wirklich sehr gut in Olivia hineinversetzen. Zeitweise tat sie mir auch wirklich leid, da das, was die manchmal erlebt hat, nicht immer leicht war. Schade fand ich jedoch, dass ihrem Traumprinzen keinen Namen gegeben wurde, da ich zu dieser Figur keine engere Beziehung aufbauen konnte.

Die Geschichte an sich finde ich wirklich super und lustig durchdacht. Ich denke, dass die Autorin sich beim Schreiben viel Mühe gegeben hat, was die Hauptsache ist. Es ist jedoch ein wirklich sehr guter Roman geworden.

Dieser Roman ist in zwei parallele Geschichten aufgeteilt. Einmal, wie Olivia in London versucht den Frosch in einen Menschen zuruck zu verwandeln, und einmal, wie sie in ihrer Heimatstadt Wien ihren Traumprinzen kennenlernt und öfters mit ihm ausgeht. Ich fand beide Teile gut und wichtig, wobei mir der Teil in London um einiges besser gefallen hat, da ich Rätsel und mystische Geschichten mag.

Alles in allem hat mir der Roman sehr gut gefallen und verzaubert einen im Handumdrehen. Ein Roman für alle Märchenfans unter uns, welche Dornröschen, Rapunzel, den Froschkönig und Schneewittchen sehr mögen.

Im Laufe der nächsten Tage, werde ich ein Interview mit Claudia Toman führen und die Ergebnisse hier posten. Seid gespannt, was die Autorin zu erzählen hat.
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am 23. Juni 2011
Nachdem ich schon so viel über das "Wunschwellenprinzip" gelesen hatte, war ich neugierig: Was würde da auf mich zukommen? Gibt es was zu lernen? ;-) An sich war ich ein bisschen skeptisch, weil ich kein besonderer Freund von fantastischer Literatur bin, aber ich mochte die Idee klassische Chicklit mit diesen Elementen zu mixen. Und siehe da: gleich beim "Vorspiel" hat's gefunkt und ich habe mich in Olivia verliebt. Und weil das so war folgte ich ihrer Geschichte mit großer Spannung - und mit viel Amüsement. Ich habe in diesem Roman viel über Magie gelernt, über London, über Shakespeare, über Männer ... und die Liebe. Ich werde künftig vorsichtig sein, wenn ich irgendwo einem Frosch begegne, oder einen Wunsch äußere, denn man hat ja keine Ahnung, was man mit soetwas lostreten kann. Nach "Hexendreimaldrei" freue ich mich nun auf die beiden anderen Olivia-Titel und hoffe, dass ich noch sehr viel von dieser ungewöhnlichen Autorin lesen werde. Nebenbei bemerkt lohnt es sich gerade in diesem Fall ihren Blog zu besuchen und sich von Claudia Tomans Videos bezaubern zu lassen. Ich könnte dieser warmen Stimme mit dem charmanten Wiener Akzent stundenlang lauschen ... seufz ...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. November 2011
Durch Zufall bin ich an diese Buch geraten. Schon auf der ersten Seite wird man in die Geschichte hineingerissen. Am Anfang fand ich die Erzählung etwas verwirrend. Schlussendlich habe ich aber verstanden, dass ein Kapitel erzählt, wie es zur der Froschverwandlung kam, das nächste Kapitel erzählt dann davon, wie man das Ganze wieder in Ordnung bringt.

Claudia Toman hat Hexendreimaldrei in einer Art geschrieben, die nicht langweilig wird, es zu lesen. Es hat Witz und man fiebert, kämpft und fühlt mir Olivia mit. Zeitweise habe ich beim Lesen gedacht, ich wäre in London, würde vor der Shakespeare-Statue stehen, mit dem 24er Bus fahren, ' Gefallen hat mir auch, wie das Märchen des Froschkönigs in die Geschichte verwoben wurde und was aus dem Präzedenzfall geworden ist ;-)

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. Dezember 2010
Die äußere Gestaltung finde ich herzallerliebst! Der rote Untergrund mit den Blümchen, der Spinne (dem Zeichen für Hexen!) und dem Frosch unten rechts. Ich glaube, ich hätte das Buch in der Buchhandlung als Blickfang empfunden.
Außerdem fand ich die Gestaltung der einzelnen Teile (Vorspiel, Teil 1, Teil 2 und Nachspiel) sehr schön gemacht.

Gut, sie ist wütend - unendlich traurig - am Boden zerstört, aber muss sie darum den abtrünnigen Märchenprinzen gleich in einen Frosch verwandeln? Mit dem Wunsch, den ihr eine Fee gewährt, hätte Olicia wahrlich Besseres anfangen können. Der Welt den Frieden schenken oder zumindest sich selbst ein schickes Apartment in London. Als sie ihren Fehler erkennt, ist fast alles zu spät. Doch um ihren Frosch (und die Liebe!) zu retten, ist Olivia zu allem bereit - sogar, sich mit einer mächtigen Hexen-Vereinigung anzulegen...

Als ich mit dem Roman begann wusste ich nicht so genau, was ich erwarten sollte. Eine Märchenadaption? Eine Prinzessin auf der Suche nach ihrem Traumprinzen?
Was ich fand war etwas ganz anderes. Eine verzweifelte Frau, wie man sie in der heutigen Zeit öfters mal finden kann, am Boden zerstört, weil ihr Märchenprinz eine andere liebt.
Vielleicht ist es genau das, was uns Olivia lieben lernt.

Was mich auch sehr beeindruckt hat war die Art und Weise, wie Frau Toman mit ihrer eigenen Liebe zu London den Roman genau mit dieser Stadt wundervoll untermauert hat. Auch ich habe ein Faible für London und fand es schön mir Olivia in der ein oder anderen Situation an dem mir wohlbekannten Platz vorzustellen.

Ebenfalls fand ich den Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart sehr schön in den Roman integriert. Man erfährt immer an der richtigen Stelle, was in der Vergangenheit hierzu passierte. Auch die Übergänge zwischen den Kapiteln sind genial umgesetzt, denn so wie das vorherige Kapitel endet, so startet das Neue an eben dieser Stelle, owbohl es ja eigentlich in einer anderen Zeit spielt. Eine wunderbare Verknüpfung wurde hier geschaffen.
Wir zum Beispiel gegen Ende eines Kapitels geschildert, dass Olivia einen Entschluss fasst, z.B. den Entschluss zu springen, dann startet das neue Kapitel schlicht mit den Worten Ich falle.", obwohl dies keineswegs mit dem Entschluss davor zusammenhängt. Dies stellt jedoch einen sehr schönen Lesefluss her.

Mit Humor las ich auch über die Hexen-Vereinigung, die ich einfach nur witzig fand. Sie begleiten, verfolgen und versuchen die ganze Zeit Olivia Steine in den Weg zu legen, als sie versucht ihren Frosch zu retten und zurück zu verwandeln.
Auch fand ich William Shakespeare mit seinem Shakespeare-Pakt" sehr schön in Olivias Leben integriert. Ob Frau Toman in dieser Richtung vielleicht selbst Erfahrungen gesammelt hat?

Wer einen leicht zu lesenden Roman sucht, der einige Lacher parat hat und in eine moderne Version des Froschkönigs entführt, der sollte sich Hexendreimaldrei nicht entgehen lassen!
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am 9. November 2010
KLAPPENTEXT:
Wünschen ist nichts für Anfänger! Das muss auch Olivia erkennen, als ihr Wunsch, den eine Fee ihr so großzügig gewährt, ein kleines bisschen aus dem Ruder läuft. Warum musste ihr Märchenprinz sich aber auch erdreisten, eine andere heiraten zu wollen? Nun ist er ein Frosch, und als sie ihn so vor sich sieht, grasgrün, mit einem Heißhunger auf Fliegen, packt Olivia das schlechte Gewissen. Sie ist entschlossen, die Verwandlung rückgängig zu machen, selbst wenn sie sich dazu mit einem mächtigen Hexenzirkel anlegen muss '

ZUR AUTORIN:
Claudia Toman, geboren 1978 in Wien, veröffentlichte mehrere Kurzgeschichten und Lyrik, bevor sie mit 'Hexendreimaldrei' ihren ersten Roman veröffentlichte. Ihr zweiter Roman 'Jagdzeit' ist ebenfalls im Handel erhältlich.

EIGENE MEINUNG:
Ich bin auf dieses Buch aufmerksam geworden durch eine Livestream Lesung bei Lovelybooks. Die Geschichte hat mir sofort gefallen, Claudia Toman war mir sofort sympathisch und sie liest wirklich sehr toll vor.
Ich habe lbeim Lesen schon lange nicht mehr so lachen müssen. Claudia Tomans Humor ist einfach genau auf mein Ding. Immer wieder lässt sie ihre Protagonistin Olivia ins Fettnäpfchen treten, wodurch der 'Märchenprinz' sogar noch strahlender erscheint, als er eigentlich ist. Dazu noch einen kleinen Schuss Ironie, da hatten meine Lachmuskeln einfach keine Chance mehr.
Geschickt paart sie Humor mit Fantasy und greift das ein oder andere 'Märchen', das über Hexen erzählt wird, auf und baut es passend in ihre Geschichte ein.
Meine Lieblingsfigur in der Geschichte ist ganz klar, der etwas genervte und leicht zickige Feerich in seinem rosa Tüllkostüm, der ihr zum ersten Mal auf dem Klo begegnet. Eine grandiose Idee. Ich musste lauthals loslachen.
Claudia Tomans Schreibe ist herrlich erfrischend und lässt sich flüssig und leicht lesen, ohne dabei an Niveau einzubüsen. 'Hexendreimaldrei' bekommt von mir nicht die volle Zahl an Sternen, da es dann doch etwas den Bereich der Chick-Lit berührt, was eigentlich nicht ganz mein Geschmack ist, was aber zwischendurch auch mal sein muss. Deswegen werde ich mir auch ihr zweites Buch 'Jagdfieber' zulegen.
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am 6. November 2010
Olivia, Ende 20, Wiener Kurzgeschichtenautorin und notorischer Single, sucht ihren Märchenprinzen. Punkt. Damit könnte man schon ein ganzes Buch füllen. Aber nein, das wäre ja langweilig! Olivia findet ihren Märchenprinzen, der will aber eine andere heiraten und schwuppdiwupp, wünscht sich Olivia auf dem Klo in der Kirche, in der ihr Prinz das Ja-Wort geben wird, dass eine Tütü-Fee ihn in einen Frosch verwandelt. Jetzt beginnt ein abenteuerlicher Trip nach London, wo Olivia verzweifelt versucht, ihren Frosch/Prinzen wieder in einen Menschen zu verwandeln. Aber da stellen sich ihr ein paar fiese Hexen in den Weg...

Claudia Toman hat mit Hexendreimaldrei" eine Kreuzung zwischen traditioneller Chick-Lit und märchenhafter Fantasy geschaffen. Die" Autorin schickt uns mit Olivia zusammen auf eine Reise in ein London, in dem Hexen, Geister und sprechende Statuen im Untergrund lauern, aber auch in das London der Künstler und ganz besonders Shakespeares. Sie flicht Märchenelemente, wie aus Der Froschkönig" ein, was einen besonders großen Wiedererkennungswert hat.

Der Schreibstil ist locker, leicht und sehr angenehm erfrischend. Olivia ist hier die Ich-Erzählerin, so dass man sehr viel über ihr Gefühlsleben erfährt. Abwechseln erzählt sie, was ihr gerade im Jetzt passiert und wie es dazu kam, dass sie auf der Kirchentoilette gelandet ist, um ihren Märchenprinzen in einen Frosch zu verwünschen. Dieser Perspektivwechsel macht die Geschichte sehr abwechslungsreich und spannend, da es auch mit einigen Cliffhangern geschieht.

Leider gab es aber auch ein paar Passagen, die ich jetzt persönlich als etwas langweiliger empfunden habe, das liegt aber vielleicht auch daran, dass ich allgemein eher weniger Chick-Lit lese und diesem Genre nicht ganz so viel abgewinnen kann.
Olivia ist eine Protagonistin, mit der man sich sehr schnell identifizieren kann. Sie ist sehr menschlich, absolut nicht perfekt und wünscht sich nichts sehnlicher, als von ihrem Märchenprinzen geliebt zu werden. Dieser ist sehr Französisch, Musiker und vom Charakter her einfach nur nett und ein wenig chaotisch. Olivia hat außerdem ein paar wundervolle Freundinnen, die ihr helfen, und zur Seite stehen, wenn bei ihr mal wieder das Gefühlschaos ausbricht. Solche Freundinnen sind ein echter Segen!

Das Buchcover des Taschenbuches ist in peppigem Rot gestaltet, dass der potenziellen Buchkäuferin sofort ins Auge springen muss! Ornamentale Blumenelemente in Gelb und Grün umspielen den Titel, sowie ein dunkelgrüner Frosch und eine schwarze Spinne, die nicht sofort auffallen, aber wunderbar zur Geschichte passen.

Hexendreimaldrei", erschienen im Diana Verlag, macht wirklich Lust, auch das zweite Buch der Olivia-Reihe Jagdzeit" zu lesen. Im März 2011 folgt dann der dritte und letzte Band, auf den man schon sehr gespannt sein darf!
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am 17. November 2010
Beschreibung:

Olivia hat ihren Märchenprinz gefunden und ist zu seiner Hochzeit eingeladen allerinds als Gast und nicht als Braut, wie sie es sich gewünscht hätte. Verzweifelt rettet sich Olivia vor der Trauung auf das stille Örtchen, wo sie das erste Mal einer Tütüfee begegnet und sogleich einen Wunsch frei hat, doch ihr Wunsch nimmt ein ungeahntes Ausmaß an, denn ihr Wunsch dass ihr Traumprinz zu einem Frosch wird geht tatsächlich in Erfüllung. Nun setzt Olivia alles daran den Frosch wieder zu einem Prinzen zu machen wobei sie sich gegen einen großen Hexenzirkel beweisen muss...

Meine Meinung:

Claudia Tomans Debütroman "Hexendreimaldrei" ist eine gelungene Mischung der Genre Chick Lit, Fantasy/Mystik und Krimi. Protagonistin ist die symphatische Wiener Schriftstellerin Olivia Kenning, die wie wohl jede Frau, auf der Suche nach ihrem Traumprinzen ist. So trägt es sich zu, dass Olivia in einem Literaturcafè ihrem Prinzen begegnet, doch oh Schreck dieser ist bereits mit einer anderen zusammen und es kommt noch schlimmer, er lädt Olivia zu seiner Hochzeit mit dieser anderen ein. Als Olivia einer männlichen Tütüfee begegnet und einen Wunsch frei hat beginnt ein spannedes Abenteuer.

"Hexendreimaldrei" ist in verschiedene Abschnitte unterteilt "Vorspiel", "Der Frosch", "Die Hexen" und "Nachspiel", die Titel der einzelnen Abschnitte verraten ja auch schon um was es geht, zuerst bekommt man eine Einleitung wie es zu alldem kam bei "Der Frosch" wird es schon langsam spannend denn Olvia packt den zum Frosch verwandelten Prinzen ein und ab mit ihm nach London um dort Hilfe bei den Hexen zu suchen nach und nach kommt nun auch die Überleitung zu den Hexen und schlussendlich die letzten Worte im "Nachspiel". Sehr gut hat mir gefallen das Claudia Toman in den Kapiteln zwischen den Zeiten springt, so befindet man sich in einem Kapitel mit dem Frosch in London und im nächsten zurückversetzt in der Kennenlernphase zwischen Olivia und dem Prinzen. Diese Zeitsprünge haben "Hexendreimaldrei" für mich noch spannender gemacht und mir auch viel Spielraum für eigene Überlegungen gelassen.

Die Charaktere in "Hexendreimaldrei" sind mir alle von Beginn an super symphatisch, vor allem aber Olivia hat es mir angetan Mit viel Charme und wickelt sie mich um den kleinen Finger. Natürlich spielt auch der Prinz, der wie in den Grimmschen Märchen namenslos bleibt eine große Rolle, wobei er diese die meiste Zeit über in Froschform verbringt. Nund zu Olvias Freundinnen Sorina, Mona etc. die sind einfach toll! Ich glaube jede Frau würde sich solche Freundinnen wünschen die immer zu einem halten und in den verwegensten Situationen einem ohne groß zu Fragen zur Hilfe eilen. Da "Hexendreimaldrei" nun aber kein gewöhnlicher Chick Lit Roman ist sondern mit phantastischen Elementen gespickt ist gibt es auch solche Persönlichkeiten wie z. B. die Tütüfeen, Hexen und ein sprechende Shakespearestatue, diese ausergewöhnlichen Figuren geben dem Roman, meiner Meinung nach die richtige Schärfe.

"Hexendreimaldrei" ist schon nach einigen Kapiteln zu einem richtigen Pageturner geworden, denn ich musste einfach wissen wie es Olivia ergeht und ob sie nun doch noch ihren Märchenprinzen bekommt...das Ende kommt unausweichlich näher und unsere Heldin muss sich nachdem sie da Hexendreimaldrei gelöst hat diesen auch stellen um ihren Frosch befreien zu können. Nun möchte ich euch allerdings nicht zuviel verraten, wer weiß vielleicht bleibt der Frosch ja Frosch...

Für diesen unterhaltsamen Roman, der mich zum schumzeln und auch zum Tränen verdrücken gebracht hat, vergebe ich 5 von 5 Sterne.

Mein Fazit:

Ein zauberhafter Roman voller Liebe und Überraschungen!
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am 10. Mai 2011
Ich bin schon vor einiger Zeit das erste Mal über dieses Buch gestolpert, hatte es auch auf meiner Wunschliste, es dann aber wieder gelöscht weil ja "Frauenromane" oftmals nichts für mich sind. Jetzt hatte ich an der Lesung von Goldprinz teilgenommen bei der Buchmesse in Leipzig, leider kam ich ein wenig zu spät, wusste aber das es an einem Abend nochmals eine Lesung geben würde und bin dort dann auch noch hin nachdem ich "angefixt" worden bin um mir alles anzuhören und ich muss sagen ich wurde nicht enttäuscht, am Ende des Abends bin ich mit 3 Büchern nach '"Hause" ins Hotel gefahren, eben auch mit Hexendreimaldrei.

Es geht um Olivia die einen Wunsch frei hat und es natürlich nicht so läuft wie es laufen soll und sie dann versucht diesen wieder Rückgängig zu machen, ich will nicht mehr verraten aber dieses Buch erinnerte mich ein wenig an den Froschkönig im modernen Gewand, mit einer Heldin die so gar nicht Heldenhaft herüber kommt und doch sich ihren Weg sucht.

Das reinkommen ist mir, wie bei allen "Frauenromanen", etwas schwerer gefallen aber danach... lest selbst.

Mir hat die Schreibweise von Claudia Toman in diesem Buch sehr gut gefallen, es ist ein Buch für das ich schon mal eine Bahn verpasst hatte weil ich einfach zu vertieft war (Gott sei dank fuhr die nächste U-Bahn 5 Minuten später). Das ist schon fast ein Ritterschlag für ein Buch von mir, ich konnte es dementsprechend natürlich auch nicht wirklich gut aus der Hand legen obwohl ich für diese Art von Lektüre nicht sooo leicht zu haben bin, so hat mich Hexendreimaldrei mehr als überzeugt.

Ich freue mich schon riesig auf Jagdzeit, dem zweiten Band und freue mich schon was Olivia dort erleben wird.
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