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45 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend bis zum Schluß
Als die 23 jährige Sabine eine Einladung zum Klassentreffen erhält kommen ihre Erinnerungen an Isabel, ihre ehemalige Schulfreundin, wieder hoch. Isabel ist in der Schulzeit spurlos verschwunden. Sabine hat das Gefühl, mehr über Isabelles Verschwinden zu wissen, jedoch hat sie die Erinnerungen verdrängt. Doch nach und nach kommt sie der...
Veröffentlicht am 25. Juli 2007 von Oona

versus
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Lahmer Anfang etwas besserer Mittelteil und ein blödes Ende...
NICHT GERADE DAS WAS ICH UNTER EINEM NERVENAUFREIBENDEN KRIMI VERSTEHE.
Ich kann mich den anderen Rezessenten nicht anschließen, auf mich wirkte das Buch eher verworren langatmig und berechnend. Mir war schon recht früh klar wie dieses Buch endet. Schade eigentlich da, ich das Buch gekauft habe unter dem Aspekt," Krimifans mit starken Nerven wärmstens...
Veröffentlicht am 29. November 2007 von Leseratte


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45 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend bis zum Schluß, 25. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Klassentreffen (Taschenbuch)
Als die 23 jährige Sabine eine Einladung zum Klassentreffen erhält kommen ihre Erinnerungen an Isabel, ihre ehemalige Schulfreundin, wieder hoch. Isabel ist in der Schulzeit spurlos verschwunden. Sabine hat das Gefühl, mehr über Isabelles Verschwinden zu wissen, jedoch hat sie die Erinnerungen verdrängt. Doch nach und nach kommt sie der Vergangenheit auf die Spur...

Das Buch ist einfach und leicht verständlich aus der Sicht von Sabine geschrieben. Ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen, konnte mich nicht davon trennen, so spannend empfand ich es.
In einem Moment noch glaubt man zu wissen, wer Isabel`s Mörder ist doch im nächsten ist man sich schon wieder unsicher. Es ist bemerkenswert wie die Autorin es schafft verschiedene Fährten zu legen, ohne das man das Gefühl bekommt die Story ist vollgestopft mit Wendungen.
In "Klassentreffen" geht es nicht nur um Mord, sondern auch um Mobbing in der Schulzeit und im Beruf.

Wer einen richtig spannenden Psychothriller lesen will, und sich gleichzeitig auch für die psychologischen Auswirkungen von Mobbing interessiert, liegt mit diesem Buch goldrichtig.
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42 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schlaflos in DenHelder!, 2. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Klassentreffen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Diesem Kriminalroman verdanke ich eine (beinahe) schlaflose Nacht!
Er ist weder von besonderer literarischer Qualität, noch ist die Geschichte wirklich neu!
Und trotz aller Vorhersehbarkeit - die natürlich im Verlauf der Geschichte doch immer wieder wechselt - ist dies ein Thriller, für den man alles stehen und liegen lässt und nicht eher Ruhe findet, bis die letzten Zeilen atemlos verschlungen sind.
Das schafft Simone van der Vlugt, eine Niederländerin, die bislang vorallem historische Jugendromane veröffentlicht hat, mit relativ einfachen Mitteln und vorallem, ohne Blut fließen zu lassen!
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Sabine Kroese, eine ziemlich verunsicherte junge Frau, die gerade ein Burn-Out Syndrom bewältigt hat. Immer wieder bedrängen sie Bilder aus ihrer Schulzeit. Ihre einst beste Freundin Isabel verschwand spurlos an einem warmen Maitag und Sabine hat die Erinnerung an dieses Verschwinden so erfolgreich verdrängt, dass sie erst in einen Ereignisstrudel gerissen werden muss, bis sie schließlich die Gedächtnislücken schließen kann.
Denn als Isabel verschwand, war sie nicht mehr mit Sabine befreundet, im Gegenteil, Sabine wurde von ihr immer mehr aus der neuen Clique ausgestoßen und gemobbt.
Nun, neun Jahre später, lebt Sabine in Amsterdam.
In der Bank, in der sie arbeitet, wird sie erneut zum Mobbing-Opfer und während sich die Geschichten von damals zu wiederholen scheinen, kehrt allmählich ihr Gedächtnis zurück...
Simone van der Vlugt gelingt es, Sabine dem Leser so nahe rücken zu lassen, dass man sich dem starken Sog dieses Kriminalromans nicht entziehen kann.
So empfehle ich das Buch allen Lesern, die sich auf gutem Niveau einmal dem Alltag entziehen wollen und ein leicht zu lesendes Buch für zwischendurch suchen!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Lahmer Anfang etwas besserer Mittelteil und ein blödes Ende..., 29. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Klassentreffen (Taschenbuch)
NICHT GERADE DAS WAS ICH UNTER EINEM NERVENAUFREIBENDEN KRIMI VERSTEHE.
Ich kann mich den anderen Rezessenten nicht anschließen, auf mich wirkte das Buch eher verworren langatmig und berechnend. Mir war schon recht früh klar wie dieses Buch endet. Schade eigentlich da, ich das Buch gekauft habe unter dem Aspekt," Krimifans mit starken Nerven wärmstens zu empfehlen". Die ersten 100 Seiten waren sehr durchwachsen, dann fing es an mir zu gefallen, und das Ende hat mich eher geärgert.
Die vielen Zeitsprünge haben mir nicht sonderlich gefallen auch die Schizophrenie von Sabine wurde etwas grotesk dargestellt. Ihre gestörte Beziehung zu ihren Arbeitskollegen hat ein großteil des Buches ausgefüllt und ihr eher mittelmäßiger Auftritt bei der Polizei war mir zu lasch auch ihre angeblichen Anschuldigungen gegen bestimmte Personen waren schnöde und einfallslos. Alles in allem kann ich dieses Buch nicht mit ruhigem Gewissen weiterempfehlen.
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32 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ok aber nicht brilliant, 3. Juni 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Klassentreffen (Taschenbuch)
Die Glamour schrieb "Für Krimifans mit starken Nerven wärmstens zu empfehlen". Das möchte ich gleich mal entkräften, denn starke Nerven braucht man für dieses Buch nicht wirklich.

Zunächst tat ich mich selbst mit dem Begriff Krimi etwas schwer, denn das ganze liest sich doch mehr wie ein Roman.

Kurz gefasst, in der Story geht es um ein vor neun Jahren verschwundenes Mädchen. Dessen ehemalige Freundin/später Feindin Sabine versucht, sich nach all den Jahren an die Geschehnisse von damals zu erinnern, die sie verdrängt hat. Auf den ersten ca. 200 Seiten geht es nur sporadisch um dieses Thema. Vielmehr handelt es vom heutigen Leben der psychisch labilen Sabine, von Mobbing, Depressionen, neuen Freundschaften und Beziehungen. Ab und zu gibt es einen kleinen Ausflug in die Vergangenheit. Zugegeben, die Protagonistin zu kennen, ist nicht unwichtig für den weiteren Verlauf. Doch krimimäßige Spannung kommt dadurch auch nicht auf. Später wird es dann doch noch etwas spannend, dank Sabines Freund Olaf. Das Wiedersehen mit ihrer alten Jugendliebe dagegen kam bei mir derbe unrealistisch an. Hätte man auch weglassen können, wer das Buch liest, wird wissen was ich meine.

Auch wenn sich das Krimifeeling bei mir nicht eingestellt hat, muss ich der Autorin lassen, dass sie uns bei der Täterfindung ständig auf falsche Fährten lotst und dass das Ende schon überraschend war. Man kommt gut in die Story rein und das Buch ist wirklich nicht zäh oder langatmig. Fazit: Durchaus ok, aber richtige Krimi- und Thrillerfans dürfen nicht zu viel erwarten.
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30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ***** Authentisch bis zum letzten!!! *****, 14. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Klassentreffen (Taschenbuch)
.
"Klassentreffen" besticht durch seine Authentizität!

Simone van der Vlugt hat hier eine Meisterleistung eines kurzweiligen, spannenden und stellenweise dramatischen Romans mit Tiefgang abgeliefert. Ich kann nur sagen: Sie hat mich damit begeistert!!

Allerdings habe ich mir das Buch nicht gekauft, weil ich einen Psychothriller erwartet, sondern lediglich spannende Unterhaltung gesucht habe. Und somit wurde meine Erwartung mehr als erfüllt. Meines Erachtens geht es in "Klassentreffen" weniger um eine spannungsgeladene und atemberaubende Story mit undurchschaubarem Ende, sondern vielmehr um die authentische Persönlichkeitsdarstellung der Protagonistin Sabine. Eine Geschichte, die so auch im wahren Leben hätte passiert sein können.

Van der Vlugt gelingt es fabelhaft, empathische Einblicke in die Gedanken und Gefühle von Mobbingopfern und der daraus resultierenden psychologischen Verdrängung mit anschließender Depression zu geben - die zentralen Themen des Buches; die Story an sich ist also eher das Beiwerk und wurde sozusagen drum herum drapiert.

Für diejenigen, die hier einen Psychothriller oder Krimi erwarten, kann ich nur sagen: Finger weg! Wer aber niveauvolle Unterhaltung sucht, sollte "Klassentreffen" UNBEDINGT LESEN!
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht nur spannend, sondern auch einfühlsam geschrieben, 17. Juni 2007
Von 
Agnes-Bernadette - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Klassentreffen (Taschenbuch)
In dem Buch geht es primär um Sabine. deren verdrängte Erinnerungen an das Verschwinden ihrer ehemals besten Freundin tauchen wieder auf, als sie vom bevorstehenden Treffen ihres Jahrgangs erfährt.

Anfangs ist das Buch nicht all zu spannend und schleppt sich etwas dahin. Der Leser erfährt, dass Sabine nach einem Zusammenbruch wieder zu arbeiten beginnt und ihm einstigen Klassenkammeraden ihres Bruders ihre neue Liebe findet.

Die Handlung des Buches wechselt zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Im Verlauf erfährt man immer mehr darüber wie sich Sabines einst beste Freundin Isabel ihre schlimmste Feindin verwandelt, sie schikaniert und quält. Sabine fährt nun öfters an ihre alte Schule zurück. Hier begegnet sie ihrem damaligen Ich und spricht schließlich sogar mit dem verängstigten Mädchen von damals. Das ist etwas verwirrend und man braucht eine Weile um zu verstehen, wer das Mädchen ist. Ich halte es dennoch für eine gute Idee der Autorin. Es gelingt ihr, die Sabine der Gegenwart und der Vergangenheit, ihre Gedanken und Gefühle dem Leser näher zu bringen. Das Buch wird so nicht zum blutrünstigen Krimi, sondern schildert die Situation einer jungen Frau, die auch nach Jahren noch unter den damaligen Schikanen durch ihre Mitschüler leidet.

Der spannende Teil des Thriller kommt hierbei aber keinesfalls zu kurz. Immer wieder lenkt die Schriftstellerin den Verdacht gekonnt auf diese und jene Figur ihres Romans, kurz bevor man glaubt, den Täter zu kennen, wird die nächste Person als mutmaßlicher Mörder präsentiert. ohne dass man bereits Verdächtige ganz außer Acht lassen könnte.... .
Die wahre Identität des Mörders ist dann doch eine Überraschung. Zwar hat man die betreffende Person immer wieder in Verdacht, Simone van de Vlugt gelingt es aber sehr gut, die Aufmerksamkeit des Lesers immer wieder auf jemand anderes zu richten, sodass mehre Personen verdächtig erscheinen.

Der Krimi ist zwar spannend, meiner Meinung nach aber nicht übertrieben grausam oder sonst irgendwie nervenaufreibend. Im Vordergrund steht für mich hier nicht die verschwundene Isabel als Moderoper, sondern der damals schüchterne Teenager Sabine als Mobbingopfer. So geht es mehr um Sabine, als um Isabel.

Die Autorin schildert einfühlsam und gekonnt die schmerzlichen Erfahrungen einer Jugendlichen, die zu spät merkt, dass sie das Recht hat sich zu wehren.

Fazit: Ein sehr gutes Buch, mehr als nur ein spannender Krimi. Dieses Buch sollten Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen, wenn Sie sich für niveauvolle Thriller begeistern können.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mobbing am Arbeitsplatz, 4. April 2006
Rezension bezieht sich auf: Klassentreffen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Mobbing am Arbeitsplatz
So hatte sich Sabine ihren ersten Arbeitstag nach überstandener, langwieriger Krankheit nun nicht vorgestellt. Nun ja, es war vielleicht naiv zu glauben, man würde ihr einen roten Teppich ausrollen, Willkommens-Schilder aufhängen oder ihren Arbeitsplatz mit Luftschlangen und Luftballons schmücken, aber das niemand sie so richtig zur Kenntnis nimmt... Und zu allem Übel ist ihre Arbeitskollegin Rene zu so etwas wie der Büroleiterin aufgestiegen und ihre Vertretung hockt immer noch an ihrem „alten" Schreibtisch, während sie an einen alten, unbenutzten Tisch in einer dunklen Ecke abgeschoben wird.
Neben ihren beruflichen Problemen wird Sabine seit Wochen von unheimlichen Albträumen geplagt, in denen ihre Schulfreundin Isabelle die Hauptrolle spielt. Bis zum Beginn der Pubertät waren die beiden unzertrennlich. Doch dann hat sich Isabelle von der besten Freundin zur größten Feindin entwickelt und sorgte dafür, dass man sie schlug, ihre Sachen zerstörte und sie lächerlich machte, wo es nur ging. Doch eines Tages verschwand Isabelle nach der Schule spurlos. Das ist jetzt 9 Jahre her. Und seit dieser Zeit hat sie keinen Gedanken mehr an Isabelle verwandt, ja muss zu ihrem Entsetzen feststellen, dass sie überhaupt keine Erinnerungen mehr an die Zeit kurz vor und kurz nach Isabelle verschwinden hat. Was verdrängt ihr Bewusstsein?
Gedächtnisverlust oder Verdrängung
Diese Frage stellt sich Sabine stellvertretend für den Leser, denn bis zum Schluss versteht es die niederländische Autorin Simone van der Vlugt meisterhaft, falsche Spuren zu legen und den Leser zu falschen Schlüssen zu verleiten. Bei „Klassentreffen" handelt es sich nicht nur um einen literarischen Kriminalroman, sondern um das Psychogramm einer jungen Frau, die während ihrer Adoleszenz massivsten physischen und psychischen Misshandlungen ausgesetzt war und deren eine Konsequenz ihr psychischer Zusammenbruch neun Jahre später ist. Doch nicht nur der Hauptcharakter Sabine wird eloquent plausibilisiert. Auch die anderen im Buch präsenten Figuren werden facettenreich aufgebaut. Dadurch erweitert sich der Kreis der möglichen Täter ständig, wobei Sabine gleichzeitig als Anklägerin und als Verteidigerin fungiert, die Person be- und entlastet und dem Leser reichlich Stoff zum Mitraten bietet.
Dieser Roman empfiehlt sich für alle Freunde klassischer Psycho-Thriller im Stil von Minette Walters oder Charlotte Link und entdeckt erfreulicherweise altes Terrain neu. Es bleibt zu hoffen, dass es nicht nur bei diesem einen Ausflug der Kinderbuchautorin in das Genre des Kriminalromans bleibt.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen KEIN PSYCHOTHRILLER ODER KRIMI, 20. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Klassentreffen (Taschenbuch)
Die Beschreibung des Klappentextes hält nicht, was er verspricht.
An keiner Stelle fand ich das Buch spannend, geschweige denn psychisch fordernd. Vergebens wartet man auf eine Art steigende Handlung.
Würde ich also behaupten, es handle sich um ein Drama, läge ich auch falsch.
Im Prinzip ist "Klassentreffen" eine Aneinanderreihung mehrerer, teils absolut überflüssiger Handlungsstränge, die aber alle mit dem vor 9 Jahren verschwundenen Mädchen verknüpft werden sollten. Was ja auch der Sinn ist, schließlich stellt das die Haupthandlung dar. Blöd nur, dass viele Passagen rein gar nichts damit zu tun haben.
Ob die Autorin durch die Ausschweifungen wie beispielsweise Freund- und Feindschaften der Protagonistin, die im weiteren Verlauf eine völlig irrelevante Rolle spielen, die Charaktere "Sabine" herausstellen wollte, bleibt mir schleierhaft. Zugegeben: Aus der Ich-Perspektive ist so etwas in Maßen notwendig, aber die Herangehensweise ist meines Erachtens äußerst ungünstig gewählt.
Anstatt sich darauf zu konzentrieren, das Hauptaugenmerk auf Spannung und Kitzel zu legen (für das die Basis der Geschichte durchaus dienlich ist), verliert sich die Autorin immer mehr darin, autobiographisch daher zu reden und verschwendet meiner Meinung nach wertvolle Sätze.
Auch das Ende ist zwar nicht unbedingt vorhersehbar, aber genauso wenig überraschend. Das Miträtseln bleibt in weiten Teilen aus, weil dazu eben "der gewisse Kick" fehlt.

Positiv ist zu vermerken, dass Simone van der Vlugt den Charakter der Protagonistin tatsächlich gut herüberbringt. An einigen Stellen ist es möglich, sich mit ihr zu identifizieren oder die Gedanken und Gefühle Sabines zumindest nachzuvollziehen. Der Schreibstil ist simpel, aber absolut respektabel.
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Klassentreffen - das macht neugierig, 3. März 2006
Von 
Frohmut Menze (Lichtenau-Scherzheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Klassentreffen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ein Thriller mit dem Titel „Klassentreffen“ beschäftigt die Phantasie. Rivalitäten, Erste Liebe, Aufarbeitung grausamer Vergangenheiten, war was mit den Lehrern?

Nichts dergleichen. Sabine erhält eine Einladung zu einem Klassentreffen – und das ist fast schon alles. Denn eigentlich geht es nur um eine schlimme Zeit, die Sabine als gemobbte Schülerin erlebt hat und die anscheinend ihr Leben bis heute geprägt hat.

In dieser schlimmen Zeit ist eine Klassenkameradin verschwunden – Isabel. Und das Buch berichtet von der Suche Sabines nach der Lösung. Dazwischen begegnen ihr merkwürdig unangenehme Menschen: Olaf, der umschwärmte Held und Computerfachmann der BANK, in der Sabine halbtags arbeitet und dem von Anfang an eine dunkle Ahnung umweht, Bart, die frühe Jugendliebe und ihr Bruder Robin, der sie liebevoll durchs Leben begleitet, sich aber demnächst mit der Liebsten absetzen will – nach London. Und Renèe, die Arbeitskollegin, die offen und versteckt Sabine mobbt – und immer wieder tauchen verdächtige Personen auf, die irgendwie mit dem vermutlichen Mord an Isabel zusammenhängen könnten.

Sabine steigert sich mehr und mehr in diesen unaufgeklärten Mord hinein und nimmt auch Kontakt zum ermittelnden Polizeibeamten Hartog auf, der einerseits merkwürdig reserviert bleibt, andererseits dann doch dort nachgraben lässt, wo Sabine in ihrer Erinnerung – die immer konkreter wird – die Leiche vermutet. Die dann auch dort gefunden wird.

Am Ende überschlägt sich alles – und die Lösung ist überraschend und konsequent.

Mit dem Klassentreffen hat das alles kaum etwas zu tun. Insofern ein ähnlich irreführender Titel wie Mankells „Kennedys Hirn“. Aber ganz spannend zu lesen und für jeden von uns eine gefährlich nahe Lektüre, der das Mobbing in seiner Schulzeit als Opfer oder Täter erlebt hat.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Packend, 30. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Klassentreffen: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Das Klassentreffen" ist nur bedingt spannend - trotzdem lässt einen das Buch nicht los. Sabine, die Hauptdarstellerin, beginnt nach Jahren der Verdrängung sich Stück für Stück wieder an den Tag zu erinnern, an dem eine Klassenkameradin spurlos verschwand: Ein Mädchen, das einst ihre beste Freundin war, sich dann jedoch von ihr abgewendet und begonnen hat, sie systematisch zu schikanieren. Sabine ahnt, dass sie den Täter kennt und kehrt an den Ort der Geschehnisse zurück, weil sie hofft, dass dort ihre Erinnerungen wieder lebendig werden. Als dies tatsächlich passiert, ist die Identität des Mörders zwar keine wirklich riesengroße Überraschung - aber eine Gänsehaut bleibt doch. Das Buch ist sicherlich kein Knüller an Spannung und Action, sondern schlägt eher vorsichtige Töne an - ist aber auf jeden Fall empfehlenswert!
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Klassentreffen
Klassentreffen von Simone van der Vlugt (Taschenbuch - 2. April 2007)
EUR 8,95
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