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5.0 von 5 Sternen Eine erfrischend herzliche Geschichte
Eleni, Anfang 40, war bisher noch nicht oft von ihrer griechischen Heimatinsel Naxos heruntergekommen - wozu auch? - Ihre Eltern leben im übernächsten Ort, die Kinder gehen hier zur Schule, ihr Mann hat eine Autowerkstatt und sie arbeitet in einem kleinen Hotel, als Zimmermädchen, das reicht doch völlig aus... - ob sich Eleni hier selbst...
Veröffentlicht am 20. Mai 2011 von Stephan Seither

versus
19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zu simple Sprache, holzschnittartige Figuren
Ich muss mich den wenigen Kritikern dieses Buches anschließen: Die Geschichte liest sich ganz nett, doch mir war die Sprache zu simpel. Vielleicht ist dies von der Autorin beabsichtigt, da die Protagonistin Eleni aus einfachen Verhältnissen stammt und nicht sehr viel Bildung genossen hat. Dennoch hätte man die an sich interessante Entwicklung der...
Veröffentlicht am 8. Juli 2007 von Cina


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine erfrischend herzliche Geschichte, 20. Mai 2011
Von 
Stephan Seither (Berg / Rheinland-Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Schachspielerin (Taschenbuch)
Eleni, Anfang 40, war bisher noch nicht oft von ihrer griechischen Heimatinsel Naxos heruntergekommen - wozu auch? - Ihre Eltern leben im übernächsten Ort, die Kinder gehen hier zur Schule, ihr Mann hat eine Autowerkstatt und sie arbeitet in einem kleinen Hotel, als Zimmermädchen, das reicht doch völlig aus... - ob sich Eleni hier selbst belügt?

Die pure Anwesenheit der Hotelgäste und Touristen scheint doch hin und wieder so eine Art Sehnsucht nach Veränderung und Fernweh in Eleni zu wecken, ihr zumindest Stoff für Tagträumereien zu liefern... - ihren unterdrückten Wünschen verleiht die zufällige Begegnung mit einer, in einem der zu reinigenden Hotelzimmer, vom Schachbrett gefallenen Spielfigur plötzlich Flügel - Eleni möchte nicht nur wissen wie das Spiel funktioniert, sie MUSS es in Erfahrung bringen!

Zahlreiche Hürden tauchen vor der ehrgeizigen Frau auf - woher ein eigenes Brett bekommen, ohne dass einer der Inselbewohner von ihrem lächerlichen Plan, Schach spielen zu lernen, erfährt und sich über sie, die einfache Putzfrau lustig macht? Wer kann sie die offenbar komplizierten Regeln lehren? Wer wird mit ihr spielen? Am Ende wird sogar ihre Ehe auf der Kippe stehen....

Die Autorin schafft es sehr gut, den Leser schnell für die Figuren und deren Eigenheiten zu interessieren, man entwickelt Mitgefühl mit den Protagonisten, kann sich sehr gut in die einzelnen Beweggründe der handeldenden Personen hineinversetzen.

Man möchte am liebsten die Lektüre des Buches unterbrechen, um die am Rande genannten Varianten und Taktiken sofort selbst zu ergründen - ein richtig lebendiger Schreibstil, den die Autorin hier wirklich erfrischend einsetzt!

Fazit:
Bertina Henrichs liefert hier neben einer der herzlichsten Geschichten, welcher ich in den letzten Monaten habhaft werden durfte zugleich beste Werbung für das "königliche Spiel".

DVD/FILM:
Bislang habe ich nur das Buch kennengelernt, es hat sich mir leider noch nicht die Gelegenheit geboten, den direkten Vergleich mit der Verfilmung zu ziehen - betrachte ich mir jedoch das Coverbild der DVD im Internet, fürchte ich vorab schon um den gewissen Zauber der Geschichte - wird auf der DVD doch mit einer hübschen Schauspielerin geworben, was so gar nicht mit der Beschreibung der Hautpdarstellerin des Buches zusammenpassen mag - ich werde sehen und zur gegebenen Zeit berichten ;-)
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59 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kurz, aber erstklassig. Der Roman einer Befreiung, 16. Februar 2006
Beim Weintesten ist "trocken" ein Qualitätsmerkmal. Gute Weine sind es. Auf den ersten Schluck oft eher harmlos, beim zweiten verraten sie Tiefe, beim dritten unerwartete und glücklich machende Aromageheimnisse. Genau so ist "Die Schachspielerin". Allerdings fasziniert die auf den ersten Blick einfache Sprache sofort - weil man beim Lesen spürt, dass hier entweder eine genaiale Autorin am Werk ist oder eine, die immer wieder an ihren Sätzen gefeilt hat. So lange bis sie nicht noch "trockener" sein konnten. Unter dieser Einfachheit liegen aber eine Menge Überraschungen: sehr präzise Schilderungen von Menschen und Landschaft, absolut treffsichere Beobachtungen von den Fesseln, die die Tradtion anlegt.
Trotz ihrer Zurückhaltung gegenüber jedem Überschwang gelingt es Bertina Henrichs eine Sensation zu beschreiben - wie ein Mensch sich aus den gesellschaftlichen Zwängen lösen, frei werden und andere zur Akzenptanz der neu gewonnenen Freiheit zwingen kann.

Kurz gesagt: Dieser Erstlingsroman ist nicht nur von großer literarischer Qualität, er ist auch reine Leselust. Anregung pur zum selbst Weiterdenken.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hat mehr Tiefe als der Film, 19. Januar 2010
Eleni lebt mit ihren zwei Kindern und ihrem Mann auf der griechischen Insel Naxos. Sie arbeitet als Zimmermädchen in einer Pension und fügt sich dem eher patriarchalischen Gesellschaftsmodell der Insel. Doch als sie eines Tages in einem der Pensionszimmer ein Schachspiel entdeckt, auf dem ein französisches Pärchen jeden Abend gemeinsam spielt, träumt sie davon - fasziniert von dem Spiel und dem Gedanken an ihr Traumland Frankreich - das Spiel gemeinsam mit ihrem Mann zu erlernen. Doch dieser zeigt wenig Begeisterung. So beginnt sie, heimlich selbst zu spielen. Ein Entschluss, der ihr Leben und ihre Ehe verändern wird ...
Was erst einmal nach einer wenig aufregenden, möglicherweise etwas kitschigen Geschichte klingt, erweist sich sehr bald als ein lesenswertes Buch. Mir gelang es schnell, mich mit Eleni und ihrer späten Emanzipation zu identifizieren. Gerade die Faszination Elenis für das Schachspiel wird beim Lesen deutlich, so dass auch ich, der ich nicht regelmäßig Schach spiele, viel über das Spiel gelernt habe. Besonders gefiel mir die Wendung am Ende des Buches (was passiert, möchte ich hier nicht verraten). Insgesamt handelt es sich um ein empfehlenswertes Buch, auch wenn ich keine fünf Sterne vergeben möchte, da mich andere Bücher doch etwas mehr in ihren Bann gezogen haben.
Wer den gleichnamigen Film gesehen hat, sollte zusätzlich zum Buch greifen. Dieses greift das Thema der Emanzipation in einer patriarchalischen Gesellschaft sehr viel glaubwürdiger auf als der Film, beschreibt Elenis Veränderung differenzierter und verleiht auch den anderen Figuren mehr Tiefe.
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19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zu simple Sprache, holzschnittartige Figuren, 8. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Schachspielerin (Taschenbuch)
Ich muss mich den wenigen Kritikern dieses Buches anschließen: Die Geschichte liest sich ganz nett, doch mir war die Sprache zu simpel. Vielleicht ist dies von der Autorin beabsichtigt, da die Protagonistin Eleni aus einfachen Verhältnissen stammt und nicht sehr viel Bildung genossen hat. Dennoch hätte man die an sich interessante Entwicklung der Schachleidenschaft ambitionierter darstellen können. Die Prosa und vor allen Dingen die wenigen Dialoge wirken so platt, so vorhersehbar und uninspiriert.

Auch die Figuren sind für meinen Geschmack zu holzschnittartig geschildert. Die Ansichten von Elenis Umfeld zu ihrer neu entdeckten Schachleidenschaft werden sehr platt und direkt geschildert. Das Lesen hätte viel mehr Spaß gemacht, wenn man aus inspiriert geschriebenem Kontext hätte schließen können, dass z.B. Elenis Mann fürchtet, zum Gespött der Leute zu werden, oder dass die Tochter Dimitra nicht immer ganz glücklich ist, weil ihr die Mutter ein wenig "entgleitet" und die frühere Nähe zwischen Mutter und Tochter nicht mehr da ist. Man erfährt extrem wenig über die vorgestellten Personen, was meiner Ansicht nach nicht nur an der Kürze des Buches liegt. Es wird alles direkt geschrieben; dadurch ist beim Leser kein Platz für "Kopfkino".

Der Schreibstil erinnert mich an einen vierzehnjährigen Schüler, der nach den Ferien den verhassten Aufsatz über seine Ferienerlebnisse schreiben muss. Gute Romanidee, sprachlich schlecht umgesetzt. Schade. Von mir gibt es trotzdem zwei Punkte, weil es der Autorin dennoch gelungen ist, anklingen zu lassen, wie ungewöhnlich Elenis Weg ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zum Mitträumen, 26. Februar 2008
Das nur 143 Seiten starke Buch ist eine liebevolle Zusammenstellung von kulturellen Aspekten und unbekannten, uns vielleicht seltsam, befremdlich oder gar absurd erscheinenden Ansätzen der kleinen, ganz privaten Revolution Elini Pannayotis gegen die festgelegten Gesetzt der griechischen Inselgesellschaft in die sie geboren wurde, in der sie geheiratet hat und ihren Kinder das Leben geschenkt hat.
In kurzen Erzählpassagen werden rasch abwechselnde Szenen dargestellt. Details werden ganz gezielt gestreut, dem Leser wird die Geschichte nicht aufgedrängt, er wird eingeladen ihr zu folgen und Elinis Träumen erneut Flügel wachsen zu lassen.
Besonders gelungen sind die diversen, angeschnittenen Charaktere, denen Henrichs größtenteils eine sympathische Wandlung angedeihen lässt. Der Leser wird nicht nur mit Elini konfrontiert, die beim Geruch eines Parfüms ins Träumen gerät und damit die Geschichte anstößt, sonder macht auch die Bekanntschaft eines alten Lehrers der seine Freizeit am liebsten im Dialog mit Platon verbringt und dessen schrullige, einsiedlerische Art letzten Endes Elinis Traum fördert, sowie des von der Kultur geprägten Ehegatten Panos, der vom verletzten Patriot zum stolzen Vater und Mann wird. Auch die Nebencharaktere sprechen vom verzeihen, vom träumen und in den meisten Fällen von der Aufgabe der ernsten Fassade die man sich erbaut hat, um einen kleinen Schritt auf die scheinbaren Absurditäten der Welt um das kleine Eiland herum zuzugehen.
Insgesamt ein himmlisch einfaches Buch, welches jeden einzelnen davon überzeugt, dass man sich selbst verwirklichen sollte, und so Kritsch das Vorhaben auch von der Umwelt aufgenommen wird, der Frieden mit sich selbst lohnt sich in jeder Hinsicht und führt unter dem Großen Strich der Zeit auch zu einer besseren Gesamtsituation.
Am Ende rät das Buch, seinen Inhalt ein wenig philosophisch zu betrachten, nicht als sachlicher Roman, sondern als Anreiz für ein paar Stündchen die Seele baumeln zu lassen.
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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein kluges Buch über den Mut zur Veränderung, 14. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Schachspielerin (Taschenbuch)
Die Autorin Bertina Henrichs ist 1966 in Frankfurt am Main geboren und hat den Roman ursprünglich auf Französisch geschrieben, damit ihre in Paris lebende Familie es auch lesen kann.

Henrichs schreibt über die Putzfrau eines Hotels auf der griechischen Mittelmeerinsel Naxos, die ,durch eine umgefallene Schachfigur in einem Hotelzimmer, auf die Idee kommt, ihr Leben zu verändern. Ihre Familie und die Bewohner ihres kleinen Dorfes verstehen die Welt nicht mehr, dass eine Putzfrau Schach spielen möchte. Da ihr dies keiner zutraut, vermuten ihre Mitmenschen die unglaublichsten Geschichten, die als Gerüchte im Dorf verbreitet werden. Eleni, so heißt die Putzfrau, verfolgt jedoch mit Hilfe eines alten Lehrers zielstrebig eine Veränderung in ihrem Leben.
Ein wunderbar geschriebenes Buch, welches Mut macht, vor Veränderungen nicht zurückzuschrecken, auch wenn es im ersten Moment noch so aussichtslos scheint.
Ich hatte jedenfalls gute Laune und ein Schmunzeln auf den Lippen, als ich das Buch las. Viel Spass beim Lesen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Leichte kleine Geschichte, 8. Juli 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Schachspielerin (Taschenbuch)
Ein leichtes, kleines Büchlein - sowohl wörtlich (142 Seiten), als auch was den Inhalt anbetrifft. Das Buch ist aus dem Französichen übersetzt, indem es die Autorin geschrieben hat - Stil und Sprache gefallen mir. Es hat Spass gemacht, das Büchlein heute durchzulesen. Die Schilderung der Umgebung (Naxos) fand ich ansprechend, ich hatte Lust auf einen Ouzo danach. Die Figuren sind glaubhaft, wenngleich die Botschaft nicht weltbewegend ist. Lesespass für einen Nachmittag am Strand und einen grauen Tag im Bett - sicher kein Fehlkauf.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schönes, kleines Buch, 12. Mai 2007
Wunderschöne, kleine Geschichte über eine Frau, die ihr eingefahrenes, ereignisloses Leben bewußt aufs Spiel setzt um einmal im Leben etwas für sich selbst zu tun. Sie riskiert den Verlust der Zuneigung ihrer Kinder, ihre Ehe, den Job und letztendlich die Akzeptanz im gesamten, sozialen Umfeld um der Faszination des "königlichen Spiels" erliegen zu können. Das Ende ist teils traurig, teils voller Hoffnung. Überhaupt ist der Roman sehr gefühlvoll geschrieben, ohne jemals kitschig zu wirken.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ungewöhnliches Kleinod, 14. Januar 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Trotz oder wegen der einfachen und unspektakulären Geschichte ein absolut lesenswertes Buch, in schöner Sprache verfasst mit liebevoll gezeichneten Figuren, für mich ein kleines Meisterwerk!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Über den Mut zur Veränderung - und die Unverständnis der Mitmenschen, 15. Juni 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Schachspielerin (Taschenbuch)
Das Zimmermädchen Eleni stößt beim Saubermachen eines Raums gegen ein
Schachbrett und wirft dabei versehentlich eine Figur um. Sie ist tief
betrübt, da sie nicht zuordnen kann, wo die Figur hingehört hat und hat
das Gefühl, eine Ordnung zerstört zu haben. Der Vorfall läßt sie nicht
mehr los, und aus einer Laune heraus schenkt sie ihrem Mann ein Schachspiel
zum Geburtstag. Der will jedoch nichts davon wissen und das Brett wandert
ins Regal. Doch irgendwann fällt ihr die Bedienungsanleitung in die Hand,
und die Faszination hat sie wieder gepackt: Sie beginnt zu lesen und sich
selbst das Schachspiel beizubringen. Da sie Angst hat, daß ihr Mann sie für
verrückt hält, macht sie es heimlich.

Schließlich findet sie sogar einen Lehrer, und einmal die Woche nachmittags
stiehlt sie sich davon, um mit ihm zu trainieren. Nach ihrem ersten Remis
gegen ihren Lehrer braucht sie jemanden, um ihren Triumph zu teilen, sie
vertraut sich ihrer Freundin an. Doch diese kann die Klappe nicht halten,
und bald ist die Geschichte in ganz Naxos herum und erreicht auch ihren Mann.
Der denkt natürlich, sie habe heimlich einen Liebhaber und beobachtet sie.
Indessen fast der Trainer einen verwegenen Plan: Er meldet Eleni zu einem
Schachturnier in Athen an.

Der Roman ist keine Geschichte für Schachspieler, sondern handelt von dem
Mut, etwas im Leben zu verändern und wie die unverständliche Reaktion der
Mitmenschen darauf aussehen kann. Auch wenn die verwendeten Schachbegriffe
über das Anfängerrepertoire hinausgehen, muß man kein Schachspieler sein, um
das Buch zu verstehen, allenfalls hilft es, Elenis Begieisterung - um nicht
zu sagen: Sucht - nach diesem Spiel nachzuvollziehen. Auch ist die Theorie
nicht ganz fehlerfrei: den beschleunigten Drachen spielt man mit Schwarz,
nicht mit Weiß. Aber darum geht es nicht, sondern darum, daß die Autorin
sowohl die Umgebung als auch die Menschen zu plastisch beschreibt, daß man
das Gefühl hat, selbst dabei zu sein, und das ist ihr wirklich gut gelungen.
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Die Schachspielerin
Die Schachspielerin von Bertina Henrichs (Taschenbuch - 2. Juli 2007)
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