Kundenrezensionen

30
3,9 von 5 Sternen
Apokalypse Z: Roman
Format: TaschenbuchÄndern
Preis:14,99 €+Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Wenn man einen Zombie-Roman liest, kann man wohl nicht erwarten, dass das Rad neu erfunden wird. Daher freue ich mich immer, wenn ich trotzdem etwas Innovatives endecke.
Der Roman von Manel Loureiro gefällt mir ganz wunderbar. Zwar ist der Anfang ein bisschen holprig, zugegeben. Die ersten ca 50 Seiten war ich echt vesucht, das Buch wieder wegzulegen, bin aber froh, dass ich es nicht getan habe.
Gut, dass der Hauptdarsteller zu Beginn auf Grund von Stromausfällen eine Solaranlage einbaut: das ist schon ein bisschen... naja, zu zufällig. ;-) Doch schon bald kommt Fahrt auf. Man erlebt zwar den Ausbruch nur aus einem Randgebiet heraus und ist nicht mittem im "Trubel", aber trotz oder gerade deshalb wirkt das Szenario sehr gruselig und überzeugend.

Der Erzähler ist ein sympatischer junger Mann. Er mutiert nicht innerhalb von Tagen vom Normalo-Bürger zum Soldaten Chuck Rambo Norris. Immer wieder gerät er durch eigene Blödheit in furchtbare Situationen, aus denen er sich nur mit viel Glück herauswinden kann. Das ist für mich persönlich wesentlich realistischer als manch andere Zombie Novelle, in denen ein Durchschnittsbürger sich auf einmal metzelnder Weise durch tausende Zombies metzelt.

Zu dem Thema mit der Katze: eigentlich gibt es dazu nur eins zu sagen, nämlich genau das, was der Autor selbst im Buch sagt: Nur Haustierbesitzer können das verstehen. Ich würde die Apokalypse auch nicht ohne meinen Hund überleben wollen. ;-)

Fazit: Ich freue mich auf den 2. Teil!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. April 2014
Ein junger Anwalt erlebt die Zombieapokalypse und schildert seine Erlebnisse in Blog und Tagebuch.
Dieser Roman bietet wenig Neues für eifrige Leser von Zombieschockern. Aber er bietet sehr solide und handwerklich gute Unterhaltung.
Beängstigend realistisch wird dem Leser geschildert, wie die Menschen aufgrund einer Virusinfektion von den Untoten dahingerafft.... gegessen... werden. Unser Held erlebt diese Ereignisse zuerst in seinem Zuhause und dann auf der Flucht vor immer größer werdenden Zombiehorden. Zu Lande und zu Wasser - auf dem Weg zu einer Sicherheitszone die, es ist kein Spoiler sondern zwangsläufig, natürlich nicht mehr existiert.
Auf seinem Weg wird er von einem Kater begleitet.
Er trifft auch auf Menschen... also so richtige, lebende. Leider auch auf eine Bande übler Schurken, für die er einen Auftrag erledigen muss. Bei der Erledigung dieses Auftrages lernt er einen echten Freund kennen.
Zuerst muss ich die für einen Horrorroman, der nicht von King ist, aufwändige Ausstattung loben. Apokalypse Z ist ein Klappenbroschur, also etwas größer und schöner gestaltet als ein Taschenbuch. Natürlich auch 5,- Euro teurer. Dafür macht es eine gute Figur im Horrorregal.
Der Roman ist wirklich gut geschrieben und läßt sich dank gefälliger Schreibweise und reichlich Action fast in einem Zug weglesen. Spannung und ein wenig schwarzer Humor finden sich auf fast jeder Seite.
Natürlich agiert die Hauptperson manchmal etwas dusselig - aber sonst wäre es auch langweilig. Dann würde er sich in eine dunkle Höhle verkriechen und abwarten bis alle Zombies an Altersschwäche gestorben sind oder sich ein neues Hobby gesucht haben.
Der Leser will, dass der Held sich ständig auf der Flucht und im Kampf mit endlosen Horden von Zombies befindet - und das bekommt er geboten.
Zwei Dinge sind besonders reizvoll an diesem Roman: Er spielt in Spanien und der Co-Held ist ein dicker Siamkater. Ansonsten gibt es feine Untoten-Fleischfresser-Kost vom Zombiebuffet.
Sympathisch ist auch, dass der Autor sich nicht völlig in der Darstellung von Gewalt verliert. Natürlich ist dies Nichts für Rosamunde Pilcher verwöhnte Märchenfreunde - aber der Autor hat wesentlich mehr auf dem Kasten, als nur Blut und Eingeweide auf den Seiten zu verteilen.
4 Sterne. Ein großes Zombievergnügen
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Oktober 2014
Also ich hatte bisher die letzte Teile von the walking dead verfolgt. Hier wird auch das Ausmaß solch einer Kathastrophe geschildert in den USA. Dann brachte Brad Pitt den Film "World War Z" auf den Markt... welcher auch sehr gut gemacht war, aber immer in verschiedenen Ländern spielte.

Der Autor versteht es realistisch nur von Spanien ausgehend am Anfang den Zusammenbruch des inneren Systems zu schildern, die Sicherheitszonen, die errichtet werden, die Menschen, die fluchtartig zum eigenen Schutz (natürlich wie immer nur der einzelne zählt) die Stadt, das Haus verlassen. Zurück bleibt ein Mensch, der sich der Massenflucht nicht anschließt und ausharrt.

Neuartig ist, dass der Autor hier die Geschichte von Anfang an in einem Tagebuch mit vielen Einträgen verfasst aus seiner Sicht heraus. Was er alles sieht, erlebt, beobachtet und wie er letztlich dann auch handelt.

Das Buch ist spannend ohne Ende, der Autor versteht es perfekt den Leser in den Bann der Geschehnisse zu ziehen und man möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es war in 3 Tagen gelesen...

Mittlerweile bin ich bei der Hälfte des 2. Romanes angekommen, wo es gerade auch wieder sehr spannend zur Sache geht.

Fazit: Weiter so Herr Loureiro!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. September 2014
Also ich bin absoluter Fan dieses Genres und habe bereits sehr viele Zombie bzw. Endzeitbücher gelesen.
Ich dachte erst dieses Buch wird ein billiger Abklatsch vom Tagebuch der Apokalypse Teil 1-3, hatte also recht wenig Erwartungen an das Buch. Ich muss sagen ich wurde sehr positiv überrascht. Der Hauptprotagonist erzählt im Tagebuchstil. An Spannung gewinnt das Buch dann ab dem Zeitpunkt als die Zivilisation und das geregelte Leben ins Schwanken kommt und außer Kontrolle gerät. Der Hauptprotagonist kämpft sich dann durch das verseuchte Land und auch die noch existierenden Menschen haben nicht immer gute Absichten. Ich finde den Tagebuchstil einfach sehr spannend und man fühlt sich richtig in die Story " reingesaugt ". Ohne extreme Übertreibungen bleibt der Roman auf dem Boden. Über den sachlichen Inhalt könnt Ihr Euch in den anderen hier eingestellten Rezensionen einlesen.
Ok ein paar kleine Fehler sind vorhanden aber aufgrund der Spannung von mir klare 5 Sterne, es gibt viele weit schlechtere Bücher und ich bin schon wahnsinnig auf den für Oktober angekündigten 2. Teil gespannt. KlareKaufempfehlung für Zombiefans.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. März 2015
Die Geschichte ist nichts weltbewegend neues, aber dennoch interessant genug um den Leser zum weiterlesen zu motivieren. Größtenteils ist die Handlung realistisch - also so wie man sich das vorstellen kann - beizeiten driftet sie jedoch ab und ist nicht mehr sehr glaubwürdig (zB. Absturz eines Autos aus 6 Meter Höhe - der Protagonist hat nachher nur kleine Kratzer...).

Dies sei gesagt, ich werde aber dennoch gerne Teil 2 lesen.

PS: Tipp für Apokalypse-Liebhaber: "Barathrum:Apokalypse" von Nikolaus Jankowitsch :-)
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
am 19. Dezember 2014
Klappentext
Das ist das Ende

Eine Reihe mysteriöser Krankheitsfälle in Russland ist den internationalen Nachrichtenagenturen nicht mehr als eine Randnotiz wert – bis sich herausstellt, dass der Erreger ein hochansteckendes Virus ist, das innerhalb kürzester Zeit jeden, der sich infiziert, in ein blutrünstiges Monster verwandelt. In der Folge kollabieren Regierungen, Chaos bricht aus, und bald kämpft jeder nur noch für sich selbst. Einer der Überlebenden ist ein junger Anwalt, der beginnt, das Ende der Welt zu dokumentieren. Dies sind seine Aufzeichnungen ...

Autor
Manel Loureiro wurde 1975 in Pontevedra, Spanien, geboren. Er studierte zunächst Jura an der Universität von Santiago de Compostela, bevor er als Moderator verschiedener TV-Sendungen bekannt wurde. Seinen ersten Roman Apokalypse Z veröffentlichte er zunächst auf seinem Internetblog, wo er sich schnell zum Kultphänomen entwickelte. Der Autor lebt und arbeitet in Pontevedra.

Meinung
Ein neues Buch über die Zombieapokalypse. Kann das eigentlich gut gehen? Hab ich nicht schon langsam so ziemlich alles gelesen, was es über die Zombies und deren Apokalypse zu lesen gibt? Ja und nein. Irgendwas ist immer neu und mal ehrlich: Genug von den Zombies hab ich noch lange nicht!

„Apokalypse Z“ schlägt erstmal mit einem neuen Handlungsort auf. Spanien geht vor die Hunde. Natürlich ist die Zombieapokalypse in jedem Ort gleich, aber dennoch war es interessant, dieses Szenario mal aus der spanischen Perspektive zu sehen. Es ist ein junger Anwalt und sein Kater, den wir auf der Reise zum Untergang der Welt begleiten und der uns über seine Erlebnisse berichtet.
Erzählt wird dieses ganze Desaster in Tagebuchform (anfänglich noch auf einem Blog, aber nur bis das Internet zusammenbricht). Unser Protagonist erzählt den Untergang von Anfang an. Er weiß nicht was los ist, die Nachrichten spielen verrückt, die Regierung sagt rein gar nichts – bis letztendlich so ziemlich alle sterben und jeder Überlebende sich seinen Teil denken muss. Keine Warnungen, keine Ratschläge, der Mann muss gucken, wie er zurechtkommt. Ich weiß nicht, ob das Absicht war, aber durch dieses Unwissen und das Fehlen von Verständnis fühlte ich mich hin und wieder leicht „veräppelt“. Wenn auf der Straße „Menschen“ herumlaufen, denen die Gedärme aus dem Bauch hängen und die eindeutig tot sein müssten, was denke ich dann wohl, was das ist?

Hier kommt dann auch gleich mein erstes Kritikpunkt: Zwar wird die ganze Geschichte in Tagebuch-Form und damit in der Ich-Form geschrieben, aber dennoch bekam ich keine richtige Verbindung zu unserem Protagonisten (von dem mir irgendwie der Name fehlt… O.o ? ). Er war immer ein bisschen verschwommen. Zwar wusste ich immer was er denkt, fühlt und macht, aber der letzte Funke ist nicht ganz übergesprungen. Schade eigentlich, denn die Geschichte als solche ist wirklich toll!

Mein zweiter Kritikpunkt bezieht sich auf den Schreib-Stil. Mal abgesehen von einigen Wortwiederholungen, die mir „schlicht“ den Nerv raubten, schwang immer eine kleine Distanziertheit bei den Einträgen mit. Außerdem sind es wie gesagt Erzählungen von seinen Erlebnissen. Stellen, bei denen sicherlich die Spannung atemberaubend gewesen wäre, verlieren an Intensität, weil alles sehr nüchtern und fast immer rückblickend berichtet wird. Diese Art des Schreibens kann gut gehen, allerdings war das hier nicht der Fall. Es gibt sehr lange Abschnitte, die sich einfach in die Länge ziehen, weil alles genau berichtet werden muss. Die Reduzierung der Dialoge auf das nötigste (klar, bei der Tagebuch-Form) hat da leider auch nicht geholfen.

Schieben wir den dritten Kritikpunkt gleich hinterher. Der Kater. Ich mag Tiere. Wirklich. Und ich kann es voll und ganz nachvollziehen, das unser Protagonist immer und immer wieder Kopf und Kragen für seinen Kater riskiert. Aber über Strecken fällt kein Wort über den Kater, dann wird er in ein Zombieverseuchtes Krankenhaus geschleppt, ohne irgendwelche Töne von sich zu geben? Der Kater ist wasserscheu und dennoch ist sich unser junger Anwalt sicher, dass er in den vollkommen überfluteten Keller gerannt ist? Hm, hm, hm. Naja. Wirkte manchmal etwas konstruiert, allerdings gefiel mir die Idee, dass auch mal ein Kater bei den Zombies mitspielen darf.^^

Die Geschichte als solche konnte mich im Großen und Ganzen überzeugen. Es gibt lange Strecken, an denen der Protagonist einfach nur alleine ist und viele schreckliche Dinge tut und sieht. Seine Entwicklung ist glaubhaft, wenn er auch immer wieder sehr naiv ist. Es dauert sehr lange, bis er realisiert, was da so herumläuft. Auch ist sein Verhalten gegenüber anderen Menschen sehr blauäugig und ich wunderte mich nicht, dass er von einem Schlamassel ins nächste rutscht. Natürlich ist er nicht die einzige Figur, aber alle anderen waren für eher blass und nur am Rande wichtig. Dennoch fand ich seine Reise interessant, denn auch wenn nicht immer viel passiert, was es interessant zu lesen, wie die Welt um ihn herum ausschaut.

Eigentlich passiert gar nicht viel, obwohl das Buch recht dick ist. Der Protagonist (dessen Name noch immer unbekannt ist, oder ich hab ihn vergessen… O.o) lebt einige Zeit in seinem Haus, muss flüchten, ist einige Zeit unterwegs, findet andere Menschen, rutscht in ein Schlamassel, befreit sich, ist unterwegs, findet andere Menschen und bleibt mehrere Monate dort, bis sie wieder flüchten müssen. Das sind alles in allem neun Monate Handlungsspielraum, die mir viel, viel länger vorkamen. Die Story ist bekannt, läuft es bei Zombieapokalypsen doch immer auf das gleiche hinaus. Es kommt darauf an, was daraus gemacht wird und trotz einiger Schwächen, fesselte mich die Geschichte. Vielleicht liegt es auch nur am meinem Zombie-Wahn … ;-)

Das Ende ist sehr offen, aber für einen ersten Teil abschließend. Ich fand es sehr gut, dass genau an dieser Stelle ein Cut gesetzt wurde und dass alles ohne fiesen Cliffhanger. Es fühlte sich eher an, als wäre ein Film zu Ende. Man weiß, dass es weiter geht, aber im zweiten Teil geht es um etwas anderes. Und der zweite Teil wartet schon auf mich.

Fazit
Für Zombiefans eine klare Leseempfehlung. Für Genre-Einsteiger würde ich es nicht empfehlen, da einige Längen im Buch wirklich zäh sind. Auch ist der Schreibstil gewöhnungsbedürftig. Ein Zombie-Road-Trip durch Spanien, mit Kater und ganz viel Naivität, der leider einige Schwächen aufweist.

Bewertung
Obwohl ich nichts gegen „lange Reisen“ in Büchern habe und diese Geschichte irgendwas hat, das mich letztendlich fesseln konnte, gebe ich nach all der Kritik 3 von 5 Marken. Mal sehen, was der zweite Band mit sich bringt.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
Muss man bei Zombiebüchern etwas zum Inhalt sagen?
Eine Seuche breitet sich von Russland über die Welt aus und verwandelt harmlose Menschen in grausame, menschenfressende Untote. Beschrieben wird dieser Ablauf von einem spanischen Blogger, dem sein Therapeut zum virtuellen Tagebuchschreiben geraten hat, damit er den Verlust seiner Liebe endlich verarbeiten kann.

Gleich vorweg: Dieser Vorwand zum Blogschreiben des Protagonisten ist wirklich nur selbiger und hat kaum bis keine Auswirkungen auf die Geschichte an sich. Wenn man wie ich bei Liebesgeschichten eher abgeschreckt reagiert, muss man hier keine Angst haben zugeschnulzt zu werden.

Der namenlose Protagonist ist Anwalt und leidenschaftlicher Taucher. Etwas naiv geht er wie ein großer Teil der restlichen Welt mit den ersten seltsamen Berichten aus Russland um. Trotzdem sorgen schenkelklopfende Zufälle dafür, dass er sehr gut gerüstet ist gegen den Ansturm der Untoten, als diese auch Spanien überrennen. Dies erschien mir gerade zu Beginn oft äußerst komisch, ich bin mir nur nicht sicher, ob dies vom Autor gewollt war.

Neben diesen für mich komischen Momenten gab es aber auch sehr atmosphärisch geschilderte, mich packende Szenerien, die ich äußerst gelungen fand und die mich sehr fesseln konnten.

Die Geschichte lässt sich sehr flüssig und schnell lesen, die Story macht Spaß und unterhält, war für mich nun aber auch nicht das Gelbe vom Ei, was Zombiebücher betrifft. Der Protagonist und andere Menschen, denen er begegnet, waren mir oft einfach zu naiv und brauchten sehr lange, um das wirkliche Ausmaß dessen, was passiert, zu verstehen und situationsbedingt eben auch abzubrühen.
Zudem schleppt er über das ganze Buch hinweg seine Katze im Körbchen mit sich herum, was ich bei aller Tierliebe in dieser Situation für etwas unglaubwürdig halte.

Die Untoten haben mir ganz gut gefallen. Hier bleibt Loureiro Gott sei Dank realistisch und hat keine asexuellen Monster erschaffen, sondern ehemalige Menschen, die nun verwandelt nach Fleisch gieren. Hierzu gehören eben auch Frauen und Kinder. Nach meinem Geschmack ist dies immer sehr lobenswert wegen dem Realismus. Zudem wird die Geschichte dadurch extremer und grausamer. Wenn ein Autor es dann auch noch schafft, diesen Monstern Geschichte zu verleihen, was er hier tut, dann ist das für mich ein großes Plus.

Innovativ für mich im Zombiegenre war die örtliche Platzierung. Das europäische Spanien, wo man einfach nicht so ohne Weiteres an Schusswaffen etc. herankommt, regt den Erfindungsreichtum der Überlebenden an. Als leidenschaftlicher Taucher weiß sich der Protagonist sehr besonders zu helfen, was mir sehr gut gefallen hat.

“Apokalypse Z” ist definitiv für alle Zombiefans einen weiteren Blick wert. Für Einsteiger in dieses Buchgenre gewiss ein sehr unterhaltsamer, spannender Roman, für Kenner nett, aber eben nicht herausragend. Dennoch hat mich das Buch soweit fesseln können, dass ich auch den Folgeroman lesen werde.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Mai 2014
Der Beginn von Loureiros Roman ist wirklich großartig, um das direkt einmal vorweg zu schicken. Der (leider namenlose) Protagonist, Anwalt, Blogger und Katzen-Besitzer, berichtet in seinem Internet-Tagebuch mehr oder weniger regelmäßig, wie er im noch recht fernen Spanien die Ereignisse sieht, die sich langsam aus der russischen Provinz Dagestan über Osteuropa, Mitteleuropa und dann unaufhaltsam schließlich auch über die ganze Welt ausbreiten. Wie aus Revolten und Rebellionen plötzlich Pandemien und Epidemien werden, wie sich Regierungen und Weltgesundheitsorganisation gegenseitig in Unfähigkeit überbieten, der Katastrophe Herr zu werden, wie zunächst von Tollwütigen gesprochen wird, dann von Ebola oder von anderen, ausgestorben geglaubten Krankheiten. Niemand weiß etwas, niemand kann es kontrollieren - und dann ist es plötzlich auch in seiner Heimat, vor seinen Toren, vor seinem Haus und Mr. X muss um das eigene Überleben kämpfen.

Die ersten 100 Seiten sind ganz großes Zombie-Kino! Aus der Perspektive eines normalen Menschen geschildert, der mit der Situation verständlicherweise völilg überfordert ist und gar nicht weiß, wie er eigentlich jetzt zurecht kommen soll inmitten dieser Hölle auf Erden. Versorgungslinien brechen zusammen, Verteidigungsstellungen werden überrannt, der Strom fällt aus, die Nahrung wird knapp, die Nachbarn verwandeln sich in kannibalistische Monster...

Und dann flieht er in RIchtung Meer, wo er sich auskennt, versucht, ein Schiff zu kapern, um sich in Sicherheit zu bringen...

Und dann geht der Roman leider den Bach runter. Schon die Umstellung vom Internet-Blog auf das Tagebuch ist nicht sonderlich gelungen, weil Loureiro nicht, wie bei "Tagebuch der Apokalypse" darauf Wert legt, dass der Protagonist seine Ereignisse recht engmaschig erzählt, sondern meistens werden die Tagebucheinträge Tage später verfasst und so ausschweifend erzählt, dass sie einfach nicht mehr glaubwürdig ein Tagebuch darstellen, sondern einfach einen Roman in der Ich-Perspektive. Das hatte JL Bourne deutlich besser gelöst! Vielleicht hätte man hier auch einfach einen Bruch machen und den Roman wirklich stattdessen komplett in einer anderen Perspektive erzählen sollen, statt zwanghaft beim - leider zum späteren Zeitpunkt nicht mehr sehr authentischen Tagebuchstil zu bleiben.

Was aber deutlich schwerer wiegt - neben der zähen und wenig spannenden oder gar überzeugenden Handlung - , ist die Tatsache, dass sich Mr X hier immer wieder als dumpfe Nervensäge entpuppt. Ständig stößt er sich, betätigt er nicht mehr funktionierende Lichtschalter, nur um sich dafür später zu geißeln und zu beschimpfen, immer wieder rutscht er aus oder bleibt irgendwo hängen, fährt Autos gegen die Wand oder andere Autos, muss sich übergeben, wenn er auch nach einem halben Jahr Zombies sieht, erschreckt sich von ihnen, lässt sich von ihnen übertölpeln, muss sich erneut übergeben, erschreckt sich zu Tode, bekommt Panik, erschreckt sich erneut, etc. Die Lernkurve und Anpassungsfähigkeit wird zwar öfters im Roman erwähnt, aber so richtig scheint Beides nicht stattzufinden. Was anfangs noch verständlich und passend ist, wird nach 300 oder 400 Seiten irgendwann mühsam und lästig. Leider. Im Vergleich dazu sind die Charaktere bei "The Walking Dead" oder auch "Tagebuch der Apokalypse" deutlich eher gerüstet für eine Welt voller Untoten und das nicht alleine, weil sie mehr Waffen tragen, sondern weil sie einfach lernen. (Über)Leben lernen!

Das Ende des Romans zeigt, dass Loureiro hier noch eine Fortsetzung in petto hat und ich hoffe, dass er dann an die guten, ersten 100 Seiten und die passablen letzten, 50 Seiten anknüpfen kann, aber eine Story, die so saft- und kraftlos dahin plätschert, wie die 350 Seiten im Mittelteil von "Apokalypse Z" sollte er tunlichst vermeiden meiner Meinung nach. Gerade im letzten Teil kann man Mr X nämlich dabei zuschauen, wie er gefühlt 20 oder 30 Seiten lang durch überflutete Gänge oder dunkle Korridore stapft, was zumindest mir die Motivation genommen hat, mich wirklich in jeder Zeile auf dieses Buch einlassen zu wollen... Schade. Aber die Hoffnung stirbt ja zuletzt.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
am 6. Juni 2015
Der Schreibstil ist sehr authentisch. Zuerst als Blog später als Tagebuch. Der Author schreibt oft über die Gedanken und Gefühle der Charaktere und weniger über die eigentlichen Dinge die er erlebt. Das ist am Anfang ganz sinnvoll, später ist es jedoch etwas ermüdend immer wieder zu lesen, dass der Hauptcharakter und Prit angst hat. Das erschließt sich allein schon aus der Handlung. Dadurch kommt die eigentliche Geschichte zu kurz. Durch das offene Ende ist man geradezu gezwungen die Fortsetzung zu kaufen.
Fazit: Sehr lesenswertes Buch, auf jedenfall weiterzuempfehlen. Ich werde auch die Fortsetzung lesen, allein schon wegen dem offenen Ende.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
am 22. Dezember 2014
Die Geschichte ist spannend geschrieben. Erzählt im Stil eines Tagebuchs. Was ein bisschen stört, sind die ständigen Wiederholungen, so als hätte der Schriftsteller vergessen, dass er den gleichen Hinweis eine Seite davor bereits gemacht hat.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen
Apokalypse Z - Zorn der Gerechten: Roman
Apokalypse Z - Zorn der Gerechten: Roman von Manel Loureiro (Broschiert - 11. Mai 2015)
EUR 14,99

Apokalypse Z - Dunkle Tage: Roman
Apokalypse Z - Dunkle Tage: Roman von Manel Loureiro (Broschiert - 13. Oktober 2014)
EUR 14,99

Evolution Z: Stufe Eins
Evolution Z: Stufe Eins von David Bourne (Taschenbuch - 4. Februar 2015)
EUR 8,90