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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Und weiter gehts in Sylum
Meine Meinung
Der zweite Band steht dem ersten wirklich in nichts nach und knöpft ein paar Tage nach diesem an.
Nach ihrer Flucht aus ihrer alten Heimat - der Einzigen, die sie jemals kannte - macht sich Gaia mit ihrer kleinen Schwester auf den Weg ins Ungewisse. Sie hofft auf ein besseres Zuhause und einen Neuanfang. nachdem ihre Eltern für diese...
Veröffentlicht am 24. Februar 2012 von Gwyneth (ALzB)

versus
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Fortsetzung mit einigen Schwächen
Buchgestaltung

Auf dem deutschen Cover wiederholt sich das Motiv des ersten Bandes spiegelverkehrt und in anderer Farbe. Ich fand es schon bei Band 1 sehr schön, hätte mir aber gewünscht, das die Motive der Folgebände etwas anders ausgesehen hätten. Unterschiedliche Cover bei einer Buchreihe finde ich persönlich immer...
Veröffentlicht am 29. März 2012 von Tanjas Rezensionen


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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Und weiter gehts in Sylum, 24. Februar 2012
Von 
Gwyneth (ALzB) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Meine Meinung
Der zweite Band steht dem ersten wirklich in nichts nach und knöpft ein paar Tage nach diesem an.
Nach ihrer Flucht aus ihrer alten Heimat - der Einzigen, die sie jemals kannte - macht sich Gaia mit ihrer kleinen Schwester auf den Weg ins Ungewisse. Sie hofft auf ein besseres Zuhause und einen Neuanfang. nachdem ihre Eltern für diese Sache gestorben waren und sie selbst ihr Leben riskierte ist eine Rückkehr ausgeschlossen. Die Beiden drohen zu verdursten, denn um sie herum ist nichts als Ödland. Gerade als Gaia sich mit der großen Wahrscheinlichkeit auseinander setzen muss, dass ihre Schwester diese Reise wohl nicht überleben wird, findet sie ein fremder Mann, der ihnen Hilfe anbietet.
Er nimmt sie auf einem Pferd mit in sein Dorf, Sylum genannt. Doch auch dort ist nicht alles Gold was glänzt. Denn die Bewohner von Sylum müssen sich mit eigenen Problemen auseinandersetzen und entsprechend reagieren. Denn sie sterben aus.
Ihrer Schwester zu liebe beugt sie sich zuerst den Regeln in diesem Dorf, muss jedoch mit der zeit mehr und mehr feststellen, dass hier ebenfalls großes Unrecht herrscht.
Wieder einmal versucht Gaia gegen ein System zu rebellieren.

Die Charaktere in diesem Buch sind mir besonders aufgefallen. Es ist wirklich von allem etwas dabei. zwischendurch hatte ich sogar das Gefühl, dass Gaia neben ihnen manchmal etwas blass wirkt. Allgemein hat die Gute wirklich nachgelassen.. obwohl es verständlich ist, bei all den schrecklichen Dingen die sie erlebt hat. Aber eben.. wo ist unsre wirklich starke und mutige Gaia hin? Zwischendurch verliert sie sich einfach selbst.. und enttäuscht damit nicht nur den Leser.
Doch sie fängt sich wieder und beginnt zu kämpfen, als sie auf eine alt bekannte Person trifft. Wer das ist? Na, das wird nicht verraten.

Einzig ein Punkt führte dazu, dass es bei mir nicht für die volle Punktzahl gereicht hat.
Wie im Klappentext schon steht ".. einer neuen, zarten Liebe". Ich finde so was oft schrecklich, jedenfalls wenn ich den Verehrer aus Band 1 mochte, was hier der Fall war.
Zwischendurch findet man sich nicht nur in einer Dreiecks- .. nein, sogar in einer Vierecksbeziehung wieder. Oder zumindest bei einer sich androhenden Vierecksbeziehung. Als sich das anbahnte wäre ich erstmal fast durchgedreht. Wenigstens erkennt Gaia selbst aber auch, dass da etwas nicht ganz richtig läuft, lenkt sehr bald ein und sieht dann auch wieder klarer. Dadurch wendet sie das Ganze zum Großteil ab. Am Ende weiß sie auch, wo ihr Herz hingehört und steht sehr ehrlich dazu. Das hat mir gut gefallen und mich in diesem Punkt so weit auch besänftigt.

Fazit
Viel mehr bleibt zu dem Buch nicht zu sagen, außer: lesen! Denn weitere Beschreibungen werden der Spannung und der Geschichte so wie so nicht gerecht.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vom Regen in die Traufe ..., 16. Februar 2012
Von 
Nicole W. - lilstar.de "N.W." (NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem Gaia bereits im ersten Band "Die Stadt der verschwundenen Kinder" aus den Fängen der Enklave geflohen ist, wird sie nun in "Das Land der verlorenen Träume" gerettet und findet den Ort, zu dem schon ihre Großmutter geflohen ist. Dort angekommen findet sie aber leider keine angenehmen Verhältnisse vor, man nimmt ihr zunächst einmal ihre kleine Schwester weg und verlangt von ihr sich an merkwürdige Gesetze zu halten, die für Gaia keinen Sinn machen. In Sylum herrschen nämlich die Frauen. Diese sind zwar in der Unterzahl, weswegen das Dorf auch auszusterben droht, aber Männer haben nichts zu sagen und fügen sich. Gaia kommt also vom Regen in die Traufe, denn natürlich kann sie sich mit Regeln, die ihr zuwider sind nicht anfreunden und rebelliert...

Den ersten Teil von Caragh O'Briens Geschichte um die Hebamme Gaia fand ich bereits klasse, aber der zweite Teil stellt den ersten jetzt noch einmal in den Schatten. Die Autorin schafft hier eine unglaubliche Gemeinschaft, die in sich funktioniert und sogar logisch scheint, obwohl eigentlich alles in einem rebellieren will.
Während des Lesens war ich so oft hin und her gerissen zwischen Abneigung gegen die Matrarch, die gewählte Anführerin Sylums, und Verständnis für sie und ihre Entscheidungen. Einfache schwarz/weiß Malerei gibt es in diesem Buch nicht, niemand ist einfach nur böse oder einfach gut, jede Figur wird so menschlich dargestellt wie nur irgendwie möglich und ich denke, genau das zeichnet diese Autorin auch aus. Sie entwirft einfach so authentische Figuren, man kann sich einfach jede einzelne in ihrem Handeln vorstellen, ich hatte alle Personen vor Augen, habe ihre Worte in meinem Kopf gehört. Und das schafft sie, ohne sich in zu viele Details zu verlieben, ohne dass es langatmig wird.

Ich will gar nicht allzu viel von der Handlung verraten, denn für mich war diese Fortsetzung schon eine Überraschung und anders als ich es erwartet habe. Dafür habe ich jetzt eine gute Vorstellung davon wie die Fortsetzung aussehen könnte, aber wahrscheinlich werde ich dann erneut überrascht sein. Aber ich lasse mich ja gerne überraschen, vor allem, wenn das Ergebnis wieder so absolut gut, so überzeugend sein wird wie dieser zweite Teil.
Wem der ersten Teil bereits gefallen hat, der wird diesen zweiten Band sicherlich lieben!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Fortsetzung mit einigen Schwächen, 29. März 2012
Von 
Tanjas Rezensionen (NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Buchgestaltung

Auf dem deutschen Cover wiederholt sich das Motiv des ersten Bandes spiegelverkehrt und in anderer Farbe. Ich fand es schon bei Band 1 sehr schön, hätte mir aber gewünscht, das die Motive der Folgebände etwas anders ausgesehen hätten. Unterschiedliche Cover bei einer Buchreihe finde ich persönlich immer einfallsreicher!

Der deutsche Titel passt allerdings sehr viel besser zum Buch, wie ich finde. Prized ist zwar mal wieder so ein Titel, der sehr viel beschreibt und der Geschichte gerecht wird, aber das Land der verlorenen Träume drückt die Hoffnungslosigkeit besser aus.Das englische Cover hat einen tollen Bezug zum Buch und sieht auch noch gut aus.

Meinung

Die Stadt der verschwunden Kinder war eines DER Highlights des letzten Jahres für mich. Da fragt man sich als Leser natürlich: wie soll die Autorin es schaffen, das zu übertreffen? Viele schaffen es nicht. Folgebände sacken ab oder ruinieren sogar den Vorgänger und schaffen große, große Enttäuschung. Caragh O'Brien sorgt durchaus dafür, dass das Niveau des ersten Teils erhalten bleibt, dennoch hat dem zweiten Teil das gewisse Etwas gefehlt'

Kaum mehr als zwei Wochen sind vergangen, nachdem Gaia geflohen ist, zusammen mit ihrer Schwester Maya hat sie eine Reise durchs Ödland angetreten ' auf der Suche nach dem Ort, den ihre Mutter ihr in ihren letzten Worten als Zuflucht genannt hat. Doch die Reise ist schwer und lebensbedohlich und Gaia schafft es nicht alleine durchzuhalten. Da taucht ein Fremder wie aus dem Nichts aus und hilf ihr und ihrer Schwester zu der Stadt zu gelangen, die das Ziel ihrer Reise ist. Dort angekommen muss Gaia aber schnell feststellen, das hier kein Frieden auf sie wartet, sondern nur eine neue Form einer Enklave, voller Machtmissbrauch und Unterdrückung ' nur dieses Mal findet sie sich auf einer anderen Seite wieder.

Der Schreibstil der Autorin bleibt auch hier wieder wunderbar lebendig und eindringlich. Man kann sich bestens in Gaia hinein versetzten und spürt ihre Ängste und Sorgen, um sich selbst und ihre Schwester. Genau wie sie, bangt man mit, freut sich, als sie endlich den Ort der Sicherheit erreicht hat, nur, um erneut vor den Kopf gestoßen zu werden. Die Geschichte baut direkt zu Beginn sehr viel Spannung auf und sofort findet man sich im Geschehen wieder. Die Idee der Stadt inmitten eines Ödland und all ihren Geheimnissen und Regel fand ich sehr gelungen. Als Leser findet man sich an einem Ort wieder, den man wie Gaia erst einmal verstehen muss und das fällt nicht leicht. Man ist geschockt und verärgert über die Zustände und das Leserherz schlägt eindeutig für Gaia als sie dem System dort den Kampf ansagt.

Neu eingeführte Charaktere konnten mich auch überzeugen, da sie alle authentisch dargestellt waren und sympathische oder interessante Charakterzüge hatten. Auch 'die Bösen' sind genauso tiefgründig wie im ersten Band und so verfolgt man Dialoge und Wendungen stets gespannt und erwartungsvoll mit.

Ab der Mitte des Buches nimmt all das aber leider etwas ab. Die Autorin hat aus Leon einen ganz anderen Charakter gemacht. Man zweifelt genau wie Gaia daran, ob man ihn jemals richtig gekannt hat. Er verhält sich unmöglich und die Magie zwischen ihm und Gaia ist wie weggeblasen! Das fand ich wirklich schade! Zwar war der Konflikt in den Ansätzen sehr gut erklärt, aber die meiste Zeit war einfach sehr unklar, warum Leon sich nun so gegensätzlich verhält, was mich sehr verwirrte. Zudem ändert auch Gaia im Verlauf der Story sich um 180°! Aus der starken, mutigen Frau, die zuvor noch rebellierte wird eine Person, die sich lieber verkriecht und den Regeln des Stadtoberhaupts folgt. Natürlich konnte ich nachvollziehen, das Gaia nur ihre Schwester schützen wollte, aber es war schade zu sehen, wie ein Charakter so schnell an Farbe verlieren kann. Zum Glück ändert sich das zum Ende des Buches wieder etwas. Dort erkennt man nämlich, dass Leon und Gaia ihren Kampfgeist zurück erlangen!

Der Plot ist abwechslungsreich und vor allem einfallsreich. Auch, wenn es einige etwas langatmige Stellen gibt, so wird man sehr gut unterhalten. Auch in diesem Band gibt es wieder einen Code zu knacken und ein großes Geheimnis zu lüften und ich war echt überrascht wie gut die Autorin es wieder geschafft hat, den Leser zum mitdenken anzuregen! Gefühle, Spannung und kleine Schocker sind eine gelungene Mischung. Innere Konflikte stehen ebenfalls stark im Vordergrund und das vertiefen von Beziehungen und die Frage nach richtig oder falsch. Es ist erschreckend zu sehen, wie schnell Macht die Menschen verändert und was guter Glaube alles Boshaftes bewirken kann. Der Zweck heiligt nicht immer die Mittel!

Das Ende des Buches hat deutlich einen Höhepunkt, der mir gut gefallen hat. Trotzdem stellt sich mir die Frage: was nun? Nach der Enklave und dem Ödland'wohin soll die Reise führen? Wieder zurück in die Enklave? Gibt es überhaupt einen Ort, der so etwas wie Normalität bewahrt hat'? Ich bin sehr gespannt auf den Abschluss der Reihe!

Fazit

Meiner Meinung nach ist das Land der verlorenen Träume eine gute Fortsetzung, die mit einer tollen Geschichte und viel Emotionen überzeugen kann. Leider schwächelt das Buch an vielen Stellen, was besonders an dem Werdegang der Charaktere liegt.

Wer Band 1 mochte wird auch hier nicht enttäuscht werden. Man sollte jedoch die Erwartungen etwas herunter schrauben, denn Band 1 ist um längen besser in so ziemlich jedem Element der Geschichte ;P
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen eine gelungene Fortsetzung mit reiferen Charakteren, 3. Dezember 2012
Von 
Zitate:
"Sie holte tief Luft. Eine tintenschwarze Welle türmte sich über ihr auf, löschte die Sterne aus und brach dann über Gaia herein."
(S. 103)

"Die Matrarch hatte eine bedrohliche, explosive Situation nicht nur entschärft, sondern in einen Augenblick der Schönheit verwandelt, wie immer sie das auch geschafft hatte."
(S. 217)

Inhalt:
Gaia ist die Flucht gelungen. Mit ihrer kleinen Schwester Maya, die noch ein Säugling ist, hat sie es ins Ödland geschafft. Maya besteht nur noch aus Haut und Knochen. Gaia erkennt, dass die Situation beinahe ausweglos erscheint. Und Leon, der es offensichtlich nicht geschafft hat, der Enklave zu entkommen, bestimmt zusehends Gaias Gedanken.
In letzter Sekunde werden Gaia und ihre Schwester von Chardo Peter gefunden. Er bringt beide nach Sylum, einer Gemeinschaft, in der ein deutlicher Männerüberschuss herrscht und deshalb die Frauen das Sagen haben. Nur so kann hier die Ordnung erhalten werden. Hier trifft Gaia auf Lady Olivia, der Matrarch von Sylum. Die Matrarch bestimmt, dass Maya neue Eltern bekommen wird, weil Gaia durch ihre Flucht durch das Ödland ein zu großes Risiko für einen Säugling eingegangen ist. Gaia ist verzweifelt. Ihr neues Zuhause wird vorerst das Mutterhaus in Sylum.

Gaia fühlt sich einsam in Sylum. Leon und ihre Schwester fehlen ihr. Von keinem der beiden weiß sie, wo sie sich befinden. Sie beginnt, sich in ihr Schicksal zu fügen.

Bei einem Spaziergang hört sie plötzlich Schreie und findet sich plötzlich mitten in einer Entbindung wieder. Josephine, eine Libbie, eine "Ausgestoßene", bekommt ihr Kind. Mit ihren Kenntnissen als Hebamme meistert Gaia die Entbindung erfolgreich. Und tatsächlich... Das erste Mal seit Jahren wird ein Mädchen in Sylum geboren! Die Kleine erhält den Namen Junie...

Die Matrarch bestimmt daraufhin Gaia zur neuen Hebamme von Sylum. Wenig später wird sie von der Schwellenkrankheit gepackt. Wer die Krankheit hatte, kann Sylum nie wieder verlassen. Und jeder, der längere Zeit in Sylum verbringt, bekommt sie.
Nachdem es Gaia wieder besser geht, erfährt sie durch Zufall, wo sich ihre Schwester Maya befindet. Sie muss sie unbedingt sehen. Auf dem Weg zu Maya kommt sie am Gefängnis vorbei. Die Krims, die Gefangenen, haben gerade Hofgang. Plötzlich stockt ihr der Atem. Sie erkennt ihn unter den Gefangenen sofort: Leon!

Meinung:
Nachdem ich bereits den ersten Teil, "Die Stadt der verschwundenen Kinder", als sehr lesenswert empfunden habe, war ich sehr gespannt auf "Das Land der verlorenen Träume".
Die Autorin ist sich in ihrer Erzählweise wirklich treu geblieben. Auch in diesem Band fand ich Spannung gemischt mit vorstellbaren Charakteren und einer entsprechenden Dosis Lovestory. Und das alles wie gewohnt gut verpackt.

Gaia ist im zweiten Teil der Trilogie um einiges gereift. Sie ist deutlich erwachsener geworden und weiß um die Konsequenzen ihres Handelns. Ein kleiner Rückfall in die Zeit der Naivität während ihres Lebens in Warfthon konnte mich nicht erschüttern, weiter gespannt die Seiten umzuschlagen - zu gut durchdacht ist diese Geschichte mit der aus unserer Sicht unvorstellbaren Gesellschaft in Sylum, in der die Frauen herrschen, weil es zu viele Männer gibt. Die Männer müssen mehr oder weniger darum bemüht sein, einer Frau dermaßen zu imponieren, dass diese um die Hand eines Mannes anhält. Bei einem Verhältnis von 9 zu 1 für die Männer ist dies ein durchaus vorstellbares Szenario...

Sylum selbst liegt am Rande des Sumpfes. Niemand kann sich erklären, weshalb sich die Bewohner nicht weiter als wenige Kilometer von hier entfernen können. Wer es trotzdem wagt, dem droht der sichere Tod. Keiner hat es in den letzten Jahren geschafft, dem Ort zu entkommen. Zu den vielen Menschen, die es dennoch erfolglos versucht haben, gehört auch Gaias Großmutter, die damals aus Warfthon in den Toten Wald - Sylum - geflohen ist...

Gaia hat plötzlich einige Verehrer. Neben Chardo Peter hat auch dessen Bruder, Chardo Will, ein Auge auf sie geworfen. Doch als Leon auftaucht, ändert sich alles für Gaia. Ihre neue Welt gerät ins Wanken. Sie kann sich nicht sicher entscheiden.

Frau O'Brien hat einmal mehr meinen Geschmack getroffen. Ein allwissender Erzähler hat mir in der Vergangenheitsform neben der Ausgestaltung des Plots auch alle Charaktere glaubhaft nähergebracht. Kleinere Unebenheiten und Disharmonien störten meinen Lesefluss nur unwesentlich. Die Seiten flogen nur so dahin und ich hoffte, dass ich dem Buch noch einige Kapitel anfügen könnte.

Die Protagonisten selbst sind sehr gut beschrieben und glaubhaft dargestellt. Über Gaias Entwicklung habe ich ja schon etwas weiter oben berichtet. Aber in diesem Buch sind auch noch einige andere, sehr interessante Charaktere, beschrieben.

Chardo Peter, aufgewachsen in Sylum, ist einerseits bodenständig, andererseits aber auch abenteuerlustig. Peter war mir von Anfang an sympathisch. Er hat Gaia sozusagen im Ödland gerettet und macht sich nun Hoffnung. Aber hat diese Liebe tatsächlich eine Chance?

Bei Chardo Will entdeckt Gaia Gemeinsamkeiten, welche sie bisher noch bei niemanden entdeckt hat. Will ist intelligent und zurückhaltend. Er fordert Gaia nicht auf, auf seine Seite zu kommen und sich für ihn zu entscheiden. Nur einmal überschreitet er diese Grenze kurz und tritt sogleich den Rückzug an...

Insgesamt konnte mich die Geschichte fesseln und mir wurde einen entsprechender Lesegenuss bereitet. Kleinere Längen und Unstimmigkeiten konnten diesen jedoch durch die fast durchweg permanente Spannung zwischen den Seiten nicht bremsen.

Urteil:
"Das Land der verlorenen Träume" ist eine stimmige, gut durchdachte Geschichte, die mich teilweise durch die Seiten rasen lies. Der Plot war so gut durchdacht, dass ich an dieser Stelle sehr, sehr gute 4 Bücher vergebe.

Eine Empfehlung für alle, die logisch aufgebaute Welten, gemischt mit Spannung mögen und einem gut ausgewogenen Anteil an Liebe nicht abgeneigt sind.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Lückenfüller - langweilig und vorausschaubar, 1. Juli 2012
Obwohl auch Band 1 ein typisches Teeniebuch war und die Sprache zu simpel benutzt wurde, mochte ich das Buch ganz gerne. Es war nicht so sehr durchschaubar. Es gab viele spannende Momente und Unterwartetes. Band 1 ist von der Seitenzahl her kurz, aber vom Inhalt her gut gefüllt.

Teil 2 ist da ganz anders. Es gibt mehr Seiten, aber wenig Inhalt. Der Inhalt hat sich sehr hingezogen, sodass man daraus sogar eine Kurzgeschichte hätte machen können. Es gibt kaum etwas, was ich nicht hätte vorhersehen können (außer 1-2 Ereignisse). Ich konnte mit den Charakteren nicht mitfühlen, schon gar nicht mitfiebern. Alles war sehr farblos.

Es passiert einfach nicht wirklich viel. Kleinigkeiten werden einfach unendlich in die Länge gezogen. Die Dialoge sind langweilig. Es gibt meiner Meinung nach nur eine einzige wirklich spannende Passage und so etwa zwei knisternde Momente. Mehr nicht. Die neue Gesellschaft wirft viele Fragen auf, wenige Fragen werden beantwortet.

Es gibt viel Unglaubwürdiges (siehe Spoiler).

Während ich bei Band 1 den zu einfachen Sprachstil kritisiert habe, war ich zumindest vom Inhalt überzeugt. Nun finde ich den Sprachstil okay, aber der Inhalt ist mir zu simpel.

Irgendwann habe ich wirklich die Lust verloren. ich wollte nur wissen, wie das endet. Gegen Ende habe ich das Geschehen nur überflogen. Man hat besonders in den letzten Kapiteln sehr gut gemerkt, dass O'Brien einfach nur seinen Roman schnell beenden wollte und gerade nur das Nötigste mit wenig Liebe geschrieben hat. Dabei kenne ich einige Passagen von ihm von Teil 1, und vielleicht nur eine Passage aus Teil 2, die so liebevoll umschrieben sind...

er hätte viel aus seiner Idee machen können. Bei Band 1 war ich am Ende sehr verzwiefelt, überrascht, besorgt, ratlos... Aber hier? Keine Lust auf Teil 3...

Der Roman bekommt deshalb 2 statt 1 Stern von mir, weil ich Teil 1 mochte...

***SPOILER***

Es mangelt an Glaubwürdigkeit. Da schafft es nicht mal ihre Oma, die weitaus erfahrener und gebildeter ist und sogar schon den Titel Der Matriarch trug, die Gesellschaft zu ändern, aber so eine dahergelaufene 16jährige kann plötzlich jeden überzeugen?

Wieso gibt es da so wenig Widerstand? Eine Gesellschaft, die ihre Oma als Narren bezeichnet und die unter sehr strengen Regeln herrscht, soll so friedliebend und kooperativ sein? Die anfänglichen Regel sind extrem streng, trotzdem wurde im Hintergrund nur sehr wenig davon berichtet, wie die Männer darunter gelitten haben. Am Ende war unter der Schwesternschaft und den Männern sogar Friede, Freude und Eierkuchen. Männern, die jahrelang versklavt und unterdrückt wurden, reagieren derart gelassen? Eine Schwesternschaft, die einfach ihre Macht an Männer und an eine 16jährige abgibt? Das alles mit kaum Zwischenfällen von der Seite der Bevölkerung?

Für mich ist Band 2 nur ein Lückenfüller. Eine 0815-Story, die keiner gelesen haben muss. Eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse reicht aus, es sei denn Band 3 wird gut. Wenn Band 3 auch schlecht oder schlechter wird, kann ich nur Band 1 empfehlen und sich selbst das Ende der Geschichte zusammenzubasteln.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen wieder in eine andere Welt hineintauchen, 18. Januar 2013
Von 
mamenu - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Zum Buch

Sei stark und mutig, Gaia!

Die sechzehnjährige Gaia Stone, eine junge Hebamme, muss aus ihrer Heimat fliehen, mit nichts als den Kleidern am Leib und ihrer neugeborenen Schwester im Arm. Alles wurde ihr genommen – sind doch ihre Eltern ermordet und die Liebe ihres Lebens verhaftet worden, und die zerstörte Welt, in der sie lebt, straft unbarmherzig jede Schwäche. Als ein Fremder sie mitten im Ödland vor dem Verdursten bewahrt, scheint sie zunächst gerettet. Doch das Dorf des Fremden nimmt Gaia erst die Schwester und dann auch noch die Freiheit. Verzweifelt und entmutigt gibt sie beinahe auf. Schließlich besinnt sich Gaia jedoch darauf, dass vor allem anderen das Leben zählt – und sie stellt sich ihrem Schicksal, ihrer Verantwortung für ihre Schwester und einer neuen, zarten Liebe …

Meine Meinung

Weil ich schon den ersten Teil von dieser Autorin gelesen habe, der mir übrigens super gefallen hat, musste ich natürlich aus Neugier, auch den zweiten Teil lesen, um zu sehen wie es mit Gaia weiter geht.
Wie schon im ersten Teil war der Schreibstil wieder flüssig und leicht zu lesen, was natürlich die Seiten nur so vorbeischweben ließ.
Irgendwie kann ich immer wieder in eine andere Welt hineintauchen, was mir bei dieser Autorin sehr gut gefällt.
Ich finde das Gaia sich doch weiterentwickelt hat, da sie irgendwie Erwachsener geworden zu sein scheint. Dennoch habe festgestellt, das mir der erste Teil etwas besser gefallen hat.
Ich weiß nicht genau warum, doch beim ersten Teil war die Spannung von der ersten Seite an da. Hier hat alles ein weniger ruhiger angefangen, was ich nicht schlecht fand, doch irgendwie hat mir etwas gefehlt. Trotzdem hat das Buch alles was man zu einer guten Geschichte braucht. Es war ein sehr Gefühlvolles Buch und auch die Spannung war nicht zu schlecht.
Aufjedenfall freue mich jetzt schon auf den nächsten Teil.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Folgeband, der die Vorgeschichte kaum aufgreift, 29. August 2012
"Das Land der verlorenen Träume" von Caragh O'Brien ist nach "Die Stadt der verschwundenen Kinder" der zweite Teil einer dystopischen Trilogie, die sich hauptsächlich mit den Thema der Fortpflanzung innerhalb eines stark eingeschränkten Genpools beschäftigt. Während ich den ersten Teil überraschend gut fand und er zu einem meiner Highlights der letzten Monate wurde, ist die Geschichte im zweiten Band zwar immer noch gut, aber in meinen Augen leider doch etwas schwächer als der Vorgänger.

Inhalt: Die 16jährige Gaia ist mit ihrer neugeborenen Schwester Maya tagelang durch das Ödland marschiert und beide sind kurz vorm Verhungern, als sie ein Reiter findet und sie in das Dorf Sylum mitten im Sumpf bringt, wo Gaia erfährt, dass ihre Großmutter dort gelebt hat. Jetzt regiert in dem Dorf eine blinde Frau, die Matrach, mit harter Hand. Maya wird in die Obhut einer anderen Familie gegeben und Gaia bleibt nichts anderes übrig als sich den strengen Regeln zu beugen, denn niemand, der länger als ein paar Tage in dem Dorf gelebt hat, kann es wieder verlassen, ohne bei dem Versuch zu sterben. Doch auch das Dorf selbst stirbt, denn es werden kaum noch Mädchen geboren, weswegen Frauen dort sehr wertvoll sind, und viele Männer sind unfruchtbar. Gaia fühlt sich nicht im Stande an den strengen Regeln, die sie kaum nachvollziehen kann, etwas zu Enden, doch das Auftauchen eines alten Bekannten reist sie aus ihrer Resignation...

In sich hat auch "Das Land der verlorenen Träume" wieder eine durchaus ansprechende Handlung, die allein schon überzeugen kann, doch leider konnte ich nun einmal nicht ausblenden, das es sich hier um den zweiten Teil einer Trilogie handelt. Als ich dieses Buch in die Hand nahm, wollte ich keine neue Geschichte lesen, sondern eine Weiterentwicklung, die sich einiger offener Fragen des ersten Teils annimmt und diese beantwortet. Aber das passiert nicht. Kaum etwas von der Vorgeschichte wird aufgegriffen und statt der Enklave wird eine völlig neue, eigenständige Dystopie entworfen. Nur Gaia, Leon und Maya bleiben als Konstante erhalten, alles andere ist neu, von den Charakteren selbst bis hin zu den genetischen Besonderheiten dieser neuen, kleinen Welt. So wie Gaia im ersten Teil den Geheimnissen ihrer Eltern auf der Spur war, löst sie jetzt die Rätsel um ihre Großmutter. Das überraschende Ereignis am Ende des ersten Teil, Leons Verhaftung, wird natürlich aufgelöst, aber selbst das geschah für mich nicht auf eine zufriedenstellende Weise, sondern eher nebenbei.

Natürlich spielten hier auch meine Erwartungen eine Rolle. Gaias Brüder sind noch nicht gefunden, Leon war verhaftet, also hatte ich erwartet, dass sich dieses Buch mit der Suche nach den beiden und mit Leons Befreiung befassen würde, aber nichts davon spielt eine Rolle. Stattdessen wird Gaia wieder zur Hebamme und sieht sich mit neuen moralischen Fragen konfrontiert. Außerdem buhlen gleich zwei neue junge Männer um ihre Aufmerksamkeit, was sie unter den strengen Gesetzen, nach denen Männer Frauen nicht berühren dürfen, in Gefahr bringt.

Gaia selbst verblasst dabei langsam. Sie wirkt unentschlossen, irgendwie schwammig, und ich habe die durchsetzungsfähige Protagonistin des ersten Bandes in ihr kaum wiedergefunden. Auch die anderen, neuen Charaktere überzeugten mich nicht wirklich - zumal ich nicht um sie gebeten hatte. Ich wollte keine neue Liebesgeschichte, erst recht keine Dreiecks- bzw. Vierecksgeschichte, denn ich mochte Leon und die Beziehung zwischen Gaia und ihm. Seine Rolle in diesem zweiten Teil hat das Buch daher in der zweiten Hälfte wieder ein wenig lesenswerter gemacht, aber der große Wurf wurde es einfach nicht mehr. Mir fehlte das Gefühl des ersten Teils und vor allem fehlte mir eine Hauptprotagonistin mit Profil - die neue Gaia ist zu wechselhaft.

Sprachlich hat mit auch "Das Land der verlorenen Träume" gut gefallen. Die Dystopie wirkt auch hier durchdacht und das matriarchalische System hat zusammen mit den genetischen Veränderungen sowie mit der mysteriösen Krankheit, welche die Bewohner daran hindert, den Sumpf zu verlassen, seine interessanten Seiten. Die Handlung ist vor allem in der zweiten Hälfte auch wieder spannend. Das Cover ist das des ersten Bandes mit einer anderen Farbe und gespiegelt. Ich fand schon den ersten Band eigentlich zu kindlich gestaltet und thematisch wenig passend und das gilt auch beim zweiten - wobei hier hinzukommt, dass es durch das gleiche Cover auch noch ein wenig langweilig ist.

Fazit: Ein wirklicher Folgeband ist "Das Land der verlorenen Träume" nicht. Er greift kaum eine der offenen Fragen des ersten Teil auf und entwirft eine völlig neue Dystopie, anstatt sich mit der alten zu befassen. Die Charaktere - mit Ausnahme von Leon - wirkten blasser. Ich fand das Buch insgesamt nicht schlecht, aber nicht annähernd so gut, wie den Vorgänger und nur, weil es in der zweiten Hälfte wieder etwas an Gefühl und Spannung zulegte und das Buch nichts für meine Erwartungen an seinen Inhalt kann, vergebe ich noch knappe 4 Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Absolut spannend, aber irgendwie anders, 19. August 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe das Buch gestern zur Hand genommen und fast in einem Rutsch durchgelesen. Es ist sehr spannend geschrieben und ich konnte es fast nicht aus der Hand legen weil ich wissen wollte, wie es weiter geht. Zur Geschichte selbst muss ich ja nichts weiter erzählen. Band 1 hat mich ebenfalls sehr gefesselt und auch den 2. Band jetzt fand ich gut, aber eben nicht soo gut. Manche Wendungen des Buches kann ich einfach nicht ganz so gut nachvollziehen - ähnlich wie andere Vorredner. Das "gute" Ende kam mir irgendwie zu plötzlich und friedlich und ich fragte mich: "Das war es jetzt? Ging aber schnell." Dennoch ist die Geschichte gut, der Schreibstil flüssig und spannend und daher vergebe ich auch 4 Sterne. Ich bin schon gespannt, wie es weiter gehen wird und hoffe das es bis zum Erscheinen des 3. Bandes nicht so lange dauert.

Mein Fazit: Wer den 1. Band schon klasse fand, der wird den 2. Band sicherlich auch gut finden - wenn auch sicherlich nicht so überragend wie Teil 1. Außerdem kann ich die Reihe auch für Leser jenseits der 30 empfehlen. Sogar meine Mutter fand Band 1 toll und sie ist schon über 50 Jahre alt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wundervoll, aber anders als der Vorgänger, 5. August 2012
Vergangenes Jahr habe ich "Die Stadt der verschwundenen Kinder" bereits zu einem meiner Lieblingsbücher gekürt- nun erschien endlich der zweite Band und konnte mich wieder überzeugen- wenn auch anders, als bisher.

Nach ihrer Flucht werden Gaia und ihre Schwester Maya, beide kurz vor dem Verdursten, von dem "Ranger" Peter gefunden und in dessen Zuhause nach Sylum gebracht. Dort angekommen denkt Gaia sich zunächst in Sicherheit, hofft auf ein besseres Leben. Doch die Mastrach, die Herrin des Dorfes, hat kein Erbarmen mit Gaia und ihrer kleinen Schwester. Die beiden Schwestern werden getrennt und Gaia zieht schon bald den Zorn der Mastrach auf sich. Als sie nach Wochen endlich Leon wiederfindet, scheint sich ihr Blatt endlich zu wenden. Doch in Sylum ist nichts, wie Gaia es je kannte.

Sylum ist das perfekte Beispiel für Unterdrückung. Doch dieses Mal sind es nicht die Männer, die die Frauen unterdrücken, sondern es ist genau andersherum. Die Männer sind in der Überzahl und auf die Frauen angewiesen, da nur wenige Mädchen geboren werden. Frauen sind dadurch ein so kostbares Gut, dass sie über das Dorf herrschen und die Entscheidungen für die Gemeinschaft treffen. An der Spitze dieser Gemeinschaft steht die Schwesternschaft, die sich in dem Mutterhaus aufhalten. Sie sind eine Art "Rat" die die Mastrach (das Oberhaupt der Gemeinschaft) beraten und bei ihren Entscheidungen helfen. Die Schwesternschaft und die Mastrach sind, wie viele andere Herrscher auch, in ihrer Meinung völlig festgefahren und sehen sich stets im Recht. Eine Meinung, die Gaia ins Wanken bringt.

Besonders in diesem Teil der Reihe hat Gaia sich, meiner Meinung nach, deutlich weiterentwickelt und lernt, dass sie sich manchen Dingen einfach fügen muss und nicht immer die Welt retten kann. Sie erkennt, dass es nicht immer eine "freie Wahl" gibt und bleibt dennoch ihrem Standpunkt treu. Oft gerät sie in Konflikte, muss sich zwischen zwei Negativen für eins der beiden Übel entscheiden. Dadurch kann sie nicht jedem so helfen, wie sie gerne würde und gerät dadurch oft in eine Art "Traurigkeit". Durch die starke Bindung zu ihrer Schwester entscheidet sie sich zudem oft positiv für sie und lässt dadurch andere, ebenfalls geliebte und hilfebedürfte (Mit-)Menschen im Stich.

In dem zweiten Band der Reihe um Gaia erfährt man sehr viel mehr über ihre Arbeit als Hebamme. So ist dies nun ihre Hauptaufgabe und man liest öfter über den Ablauf der Geburten und auch über Schwangerschaftsabbrüche. Mich haben gerade diese Szenen oft nachdenken lassen, lag es an den Entscheidungen der Mütter für die Schwangerschaftsabbrüche, als auch an die Freude bzw. Nicht-Freunde der Eltern bei der Geburt. Diese Gefühle fehlten mir irgendwie zum Ende des ersten Bandes hin.

Die Liebesgeschichte in dem Roman ist zeitweise verwirrend, aber dennoch interessant und teilweise auch humorvoll. So gibt es beinahe eine Vierecksbeziehung (?). Gaia steht zwischen 3 Männern, die alle um sie werben und sie auf verschiedene Arten für sich zu gewinnen. Die zwei Brüder, die um Gaia geworben haben, fande ich sehr symapthisch und einen davon (dessen Namen ich nicht sagen möchte) hätte ich als Gaias Liebhaber sehr schön gefunden. Die beiden jungen Männer drängen Gaia in keine Position und haben mir gerade dadurch sehr gut gefallen. Leon benimmt sich in dem Band nahezu unverschämt, sodass ich ihn erst überhaupt nicht leiden konnte- andererseits fande ich ihn gerade dadurch nur noch interessanter. Hier wirkte eindeutig die "Bad-Boy"Masche.

Schade fande ich es, dass am Anfang so viel auf einmal passiert ist und ich teilweise Schwierigkeiten hatte, dem Tempo nachzukommen. Natürlich war es spannend, aber es ging einfach zu schnell und ich wurde manchmal förmlich überrumpelt von den ganzen Handlungen. Zudem haben Leon und Gaia die kleine Maya durchgehend wie ihr eigenes Baby behandelt. Bei Gaia fande ich das noch verständlich, bei Leon fande ich das etwas unnötig und übertrieben. Hier wäre eine etwas geringe Bindung doch deutlich besser gewesen.

Mein Fazit
Ein würdiger Nachfolger des ersten Bandes. Wo der erste Teil bei mir durch Action und viel Spannung bestochen hat, konnte mich der zweite Teil durch schöne Liebesgeschichten und viel Gefühl überzeugen. Das zeitweise schnelle Tempo war teilweise störend und auch Leons Macho-Gehabe war manchmal zu viel des Guten, dennoch bin ich begeistert.
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4.0 von 5 Sternen Ein solider, sehr spannender zweiter Teil, 4. Juli 2012
Gaia Stone, die 16-jährige Hebamme, erlebt in "Das Land der verlorenen Träume" ihr zweites großes Abenteuer. Nach der Flucht aus der Enklave durchquert sie die Wüste mit ihrer Schwester Maya, die noch ein Baby ist. Halb tot werden die beiden von einem Reiter aufgefunden, der sie in die matriarchalisch organisierte Stadt Sylum bringt. Dort muss sich Gaia an ein völlig anders strukturiertes Gesellschaftssystem gewöhnen, als sie es aus der Enklave kennt. Bald wird ihr klar, dass sie nicht allen Regeln von Sylum mit gutem Gewissen befolgen kann ...

"Das Land der verlorenen Träume" stand zunächst eine Weile in meinem Regal, bevor ich es anfing zu lesen. Eigentlich unverständlich, denn schon auf der ersten Seite war ich sofort wieder mitten im Geschehen und die Welt von Gaia tauchte vor meinem inneren Auge auf. Wow!

Gaias zweites Abenteuer hat mich wieder hervorragend unterhalten. Wie schon im ersten Band dieser Trilogie lernt der Leser ein unkonventionelles Gesellschaftssystem kennen und muss versuchen damit zurechtzukommen, genau wie Gaia. Ihre Ängste, Zweifel und Bedenken sind an jeder Stelle gut verständlich und nachvollziehbar. (Ihre Handlungen nicht immer, aber dazu später mehr.)

Es ist beim ersten Band schon so gewesen, dass ich das Buch an zwei Tagen durch hatte. Dass dies auch beim zweiten Teil wieder passiert ist, spricht wohl für sich.

Allerdings kann ich keine 5 Sternchen vergeben, denn irgendwie beinhaltete die Handlung auch einige Widersprüche. Zunächst fand ich es etwas seltsam, dass Gaia sich gleich in mehr oder weniger drei verschiedene junge Männer verliebt, obwohl die Geschichte um das Gesellschaftssystem in Sylum meiner Ansicht nach schon ausgereicht hätte für die Seitenanzahl. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass die arme Gaia ganz schön viel aushalten und verdauen muss - so viel könnte ein normaler Mensch gar nicht auf einmal stemmen, sowohl emotional, als auch körperlich.

Auch die Handlungen der Personen (allen voran Gaia und Leon), sowohl als auch einige Dialoge (vor allem zwischen Gaia und Leon, sowie zwischen Gaia und der Matrarch) fand ich nicht immer nachvollziehbar. Manchmal hatte ich regelrecht ein "Hä?" im Gesicht. Nicht, weil ich es inhaltlich nicht verstand, sondern weil ich einige Dialoge und Situationen etwas zu konstruiert fand.

Alles in allem ist "Das Land der verlorenen Träume" ein wunderbarer und spannender zweiter Teil dieser Trilogie, der dem ersten Band in jedem Fall gerecht wird. Diese Trilogie eignet sich vor allem für Fantasy-Leser, die sich für die Arbeit der Hebammen und unkonventionelle Gesellschaftssysteme interessieren. Ich freue mich schon auf das große Finale: Auf Englisch erscheint der dritte und letzte Band im Oktober 2013 unter dem Titel "Promised".
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Das Land der verlorenen Träume: Roman (Heyne fliegt)
Das Land der verlorenen Träume: Roman (Heyne fliegt) von Caragh O'Brien (Taschenbuch - 9. Dezember 2013)
EUR 8,99
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