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59 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein ungewöhnlicher Weltraumheld
George R.R. Martins Epos “Das Lied von Eis und Feuer” gilt heute als Meilenstein der Fantasy-Literatur und wird in einem Atemzug mit J.R.R. Tolkiens „Herr der Ringe“ genannt. Ebenso wie Tolkien begeistert Martin vor allem durch die Komplexität und Detailverliebtheit seiner fiktiven Welten. Mit dem Unterschied, dass Martin Fantasy mit hartem...
Vor 14 Monaten von deep read veröffentlicht

versus
12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eher durchschnittliche Sci-Fi Kurzgeschichtensammlung
Planetenwanderer von George R. R. Martin ist eine in den 80er Jahren erschienende Kurzgeschichtensammlung, welche am 10. Juni 2013 zum ersten Mal in Deutschland erschienen ist und damit keine Neuveröffentlichung ist. Die einzelnen Kurzgeschichten (insgesamt sieben Stück) sind im Original unter dem Titel Tuf Voyaging erschienen, was den Kern der Geschichten...
Vor 14 Monaten von P. Aschermann veröffentlicht


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59 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein ungewöhnlicher Weltraumheld, 12. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Planetenwanderer (Broschiert)
George R.R. Martins Epos “Das Lied von Eis und Feuer” gilt heute als Meilenstein der Fantasy-Literatur und wird in einem Atemzug mit J.R.R. Tolkiens „Herr der Ringe“ genannt. Ebenso wie Tolkien begeistert Martin vor allem durch die Komplexität und Detailverliebtheit seiner fiktiven Welten. Mit dem Unterschied, dass Martin Fantasy mit hartem Realismus und einer modernen Attitude vermischt, wodurch sich auch Leser (wie ich) angesprochen fühlen, die mit dem Genre sonst nicht viel am Hut haben.

Unter diesem Aspekt überrascht es auch nicht, dass „Planetenwanderer“ zumindest in meinen Augen viele Ähnlichkeiten zu „Das Lied von Eis und Feuer“ aufweist. Es sind der dialogische Witz, die vielschichtigen Charaktere und die gesellschafskritische Spitzen, die Martins Handschrift als Erzähler so unverkennbar machen. Dabei scheint es fast egal, ob er seine Stories in archaischen Mittelalterwelten oder in fernen Zukunftsgalaxien ansiedelt.

Im Mittelpunkt steht der ziemlich ungewöhnliche Weltraumheld Haviland Tuf, der mit seinen zweieinhalb Metern Körpergröße aussieht wie ein überdimensionierter Buddha inklusive Plautze und Pläte, kalkweiß und haarlos von Kopf bis Fuß. Tuf ist Veganer, Hobbygourmetkoch und Katzenliebhaber, der die Meinung vertritt: „Kein Planet kann ohne Katzen als wirklich kultiviert bezeichnet werden.“

Durch Zufall fällt Tuf, der sein Geld bis dahin als Händler verdient hat, das letzte Saatschiff der Erdimperialen in die Hände. Das imposante Raumschiff führt eine Zellbibliothek an Bord, die das Klonen und die Genmanipulation ermöglicht. Sie ist dadurch biologische Kriegswaffe und Arche zugleich. Wem das Schiff gehört, der hat die Macht Imperien zu stürzen oder zu retten. Kurz gesagt: Er kann Gott spielen. Und jetzt gehört das Schiff dem sanften Riesen Tuf, der von Planet zu Planet reist, um Völkern in Not seine Dienste käuflich anzubieten. Er löst für den an Überbevölkerung leidenden Planeten S‘uthlam das Problem der Nahrungsknappheit oder hetzt dem falschen Propheten Moses die biblischen Plagen auf den Hals. Gedankt werden ihm seine guten Taten jedoch wenig. Denn Tuf handelt häufig nicht zum Vorteil des Einzelnen, sondern für das Wohl der Allgemeinheit, was seine Kunden jedoch immer erst zu spät bemerken. Umtausch ausgeschlossen sozusagen.

„Planetenwanderer“ ist ein Frühwerk von George R.R. Martin, das der heute gehypte Bestsellerautor bereits in den Achtzigern verfasst hat. Wenn ich das nicht gewusst hätte, hätte ich es auch nicht gemerkt - so aktuell und ausgereift liest es sich. Als Leser bekommt man hier quasi sieben grandiose Mini-Romane für den Preis von einem. Dafür, dass die Kapitel einmal Kurzgeschichten einer Fortsetzungsreihe waren, lesen sie sich erstaunlich konsistent. Auf seinem Blog schreibt Martin übrigens, dass er schon Ideen für weitere Weltraumabenteuer rundum Haviland Tuf hat - und auch eine TV-Adaption würde er liebend gern realisiert werden. Das Hauptproblem, so der Autor, sei die Hauptfigur: Fernsehsender mögen ihre Weltraumkapitäne eher sexy wie Kirk und nicht fett. Also ICH würde diesen Helden sehr gerne auf der Mattscheibe sehen!
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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterhaltsam und Humorvoll, 10. Juni 2013
Von 
Maxim - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Planetenwanderer (Broschiert)
Einige Leser werden Martin hauptsächlich mit dem Fantasy-Zyklus "Ein Lied von Eis und Feuer" in Verbindung bringen. Doch der Autor hat etliche Science-Fiction und einige Horrorgeschichten sowie Romane veröffentlicht.
Und zusammen mit anderen Autoren schreibt er an der Serie "Wild Cards", ein Mix aus SF, Horror und Comic, welche zumindest in Amerika sehr erfolgreich ist. Bei uns wurde diese Serie leider nach kurzer Zeit wieder eingestellt.
Bei dem vorliegende Episodenroman "Planetenwanderer" handelt sich um eine Sammlung von SF Geschichten über den sympathischen Protagonisten Haviland Tuf.
Dieser Haviland Tuf ist eher ein Einzelgänger, sehr intelligent und mit trockenen Witz ausgestattet. Seine Familie sind einige Katzen, die er sehr liebt und so ist es nicht verwunderlich das diese Katzen nicht einfach nur Schiffszubehör sind.
In seinen Schiff reist er durchs Universum und muss sich mit Problemen wie Überbevölkerung, Seeungeheuer, grausamen Tier-Kämpfen oder religiösen Fanatikern auseinander setzen. Das Schiff, eine Erfindung der alten Erde, ist High-Tech vom feinsten. Es ist ausgestattet mit überlegener Waffentechnik, aber auch mit Millionen von Zellproben, so das Genmanipulation oder Klonen kein Problem darstellen. Haviland ist sich dessen bewusst, das diese mächtige Technik nicht in falsche Hände geraten darf. Und so muss er die Schurken, die es auf sein Schiff abgesehen haben, immer wieder austricksen.

Die hier enthaltenen Geschichten Der Seuchenstern, Brot und Fische, Wächter, Die zweite Speisung, Bestien für Norn, Nennt Ihn Moses und Manna vom Himmel wurden alle irgendwann schon einmal in verschiedenen Anthologien veröffentlicht, einige z.B in den Alien Contact Büchern. Doch der Bekanntheitsgrad dürfte sich sehr in Grenzen halten, was sich mit dieser Ausgabe hoffentlich ändert. Einige der Geschichten wurden neu übersetzt, die aus den Alien Contact Büchern wurden unverändert übernommen.

Fazit: Die Geschichten sind spannend und amüsant geschrieben und bieten beste SF Unterhaltung und sind nicht nur Science-Fiction Fans und Katzenliebhabern zu empfehlen.
Eine optisch ansprechende Aufmachung rundet diese gelungene Veröffentlichung ab.
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36 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Buntes und einfallsteiches Space-Abenteuer der Extraklasse, 10. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Planetenwanderer (Broschiert)
Mit der Fantasyserie "Game of Thrones" kam George R. R. Martin zu Bestsellerehren und wurde, auch dank der erfolgreichen Verfilmung, einem größeren Publikum bekannt.
Doch bevor Martin der Durchbruch bei der breiten Lesermasse gelang, schrieb er wunderbar traurig-melancholische Kurzgeschichten und sehr innovative Romane (wie z. B. "Fevre Dream", eine Geschichte unter Vampiren, die zur Zeit des us-amerikanischen Bürgerkriegs und der berühmten Mississippi-Dampfboote spielt), die sich oft durch ihre kreativen Einfälle und die bunten Sujets auszeichneten. So auch sein Erstling "The Dying of the Flame" (dt. als "Die Flamme erlischt"), der mit dem vorliegende Episodenroman vor allem gemein hat, dass ein fremdartig wirkender Kosmos mit viel Verve vorgestellt und glaubhaft beschrieben wird.
Erzählt wird in "Planetenwanderer" die Geschichte des Weltraumhändlers Haviland Tuf, eines steifen Stutzers par excellence, der in seiner Maniriertheit stark an eine der wunderbaren Figuren des gerade verstorbenen Phantastik- und Krimiautors Jack Vance erinnert (so z. B. an den wunderbaren Apollon Zamp aus "Showbootwelt").
Tuf, den nichts so leicht aus der Ruhe bringen kann, und der sich vor einem heranstürmenden Tyrannosaurus rex auch schon einmal unter einer fest verschraubten Arbeitsplatte versteckt, ist ein wahrlich liebenswert-schräger Charakter, dessen Abenteuer der Leser gerne verfolgt.
Angeworben wurde Tuf ursprünglich, um ein gigantisches Relikt im Weltraum aufzustöbern und in Besitz zu nehmen, begleitet von einer Gruppe Abenteurer, die sich bald gegenseitig an die Gurgel gehen und auch Tufs Leben bedrohen...
Bald findet sich der Händler wieder auf einem Jahrtausende alten Saatschiff, welches die Geschicke vieler Planeten zu beeinflussen in der Lage ist und mit dessen Besitz er gewaltige Begehrlichkeiten bei ganzen Planetenregierungen weckt...
Das vorliegende Werk, welches in dieser Form gesammelt in den USA erstmals 1986 (!) veröffentlicht wurde, zeichnet sich, neben der abenteuerlichen Atmosphäre, den glaubhaften Charakteren (vor allem in der ersten Episode) und den bizarren Sujets vor allem durch hervorragende Ideen aus.
Egal ob es um die Kampfspiele auf dem Planeten Lyronica geht ("Bestien für Norn"), oder um das Bevölkerungsproblem auf SŽuthlam, mit dem Tuf gleich mehrfach konfrontiert wird (hier zeigt Martin, welch verheerenden Einfluss religiöse Ideologien auf die Vernunft und damit auf das Wohl einer ganzen Planetenbevölkerung haben können), dem Autor gelingen frappierende Blicke in fremde Kulturen und Glaubenssysteme.
Dabei ist sowohl der Unterhaltungswert der einzelnen Novellen als auch der Schauwert der von Martin beim phantasiebegabten Leser geschaffenen Bilder (z. B. die Reise Tufs über und durch die Megalopolis, die SŽuthlam komplett bedeckt) enorm.
Der Episodencharakter ist dabei eine Herausforderung für den Ideenreichtum des Autors, welche dieser mit Bravour meistert.
Zwar sind alle Episoden der hier veröffentlichten Gesamtausgabe bereits einzeln in diversen Anthologien in Deutschland erschienen, dies aber verstreut über so viele Verlage (u. a. bei Knaur, Heyne, Moewig; bei "Alien Contakt" erschienen dann die letzten, bis dato noch nicht in Deutschland veröffentlichten Geschichten), dass selbst die meisten Kenner des Genres den Überblick verloren haben dürften.
Dank des Heyne Verlags und Martins Status als Bestsellerautor darf sich der Leser hier überzeugen, dass der Autor wirklich ein genialer und einfallsreicher Geschichtenerfinder und -erzähler ist.
Der vorliegende Episodenroman gehört zweifellos zu den besten Werken des George R. R. Martin.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eher durchschnittliche Sci-Fi Kurzgeschichtensammlung, 2. Juli 2013
Von 
P. Aschermann "Philips Welt" (Hildesheim, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Planetenwanderer (Broschiert)
Planetenwanderer von George R. R. Martin ist eine in den 80er Jahren erschienende Kurzgeschichtensammlung, welche am 10. Juni 2013 zum ersten Mal in Deutschland erschienen ist und damit keine Neuveröffentlichung ist. Die einzelnen Kurzgeschichten (insgesamt sieben Stück) sind im Original unter dem Titel Tuf Voyaging erschienen, was den Kern der Geschichten meiner Meinung nach gut trifft.
Während die erste Kurzgeschichte, der Seuchenstern, davon berichtet, wie der Händler Haviland Tuf das Saatschiff Arche findet und den Berufstitel des ökologischen Ingenieurs erlangt, beschreiben die weiteren Kurzgeschichten die Reise von Tuf quer durch das All, wobei er diverse Aufgaben erfüllt und Planeten mithilfe der vorhandenen Technologie des Saatschiffs zu unterstützen versucht.
Tuf selbst, ein ungefähr zweieinhalb Meter großer, kahlköpfiger Mensch, ist als Protagonist dieses Romans allein auf seiner Arche unterwegs, ist Vegetarier und meidet wenn möglich die Gesellschaft von Menschen und zieht stattdessen die Gesellschaft von Katzen vor. Auf seinen Reisen muss er sich ununterbrochen großem Misstrauen seiner Person gegenüber stellen, meistert dieses aber größtenteils souverän und erweist sich oft als Problemlöser, der sein Fach des ökologischen Ingenieurs beherrscht.

Leider ist mir Haviland Tuf als Hauptdarsteller aber insgesamt viel zu unsympathisch. Er spiegelt die typische Rolle des Antihelden wider, zeigt aber absolut keinerlei Regungen, die ihn sympathisch oder auch nur menschlich erscheinen lassen, was mich insgesamt an diesem Roman am meisten gestört hat.
Die Handlung selbst ist alles in allem durchaus interessant und jede einzelne der sieben Kurzgeschichten hat dabei seinen ganz eigenen Charme und seine Höhen (und Tiefen), nichtsdestotrotz fehlt mir dabei aber insgesamt der große Zusammenhang. Alle Geschichten bauen zwar grob aufeinander auf, haben aber, abgesehen von den Geschichten rund um Tolly Mune, der Hafenmeisterin von S'uthlam, welche mir noch am besten gefallen haben, nichts miteinander zu tun. Mir fehlt die für George R. R. Martin typische große Gesamtwelt mit ihren vielen liebevollen Details und Charakteren und vor allem fehlt mir die Komplexität.

Zwar ist es faszinierend, dass der Roman zeitlos ist und von einem heutigen Sci-Fi Autoren stammen könnte, da vor allem das Konzept rund um die Arche sehr gut durchdacht ist, meiner Meinung nach hätte George Martin aber aus diesem vielversprechenden Sci-Fi Roman deutlich mehr machen können. Die Charaktere sind mir zu lieblos gestaltet und die Kurzgeschichten sind mir zu vage verknüpft, leider.

Möglicherweise bin ich von der überragenden Arbeit aus dem Lied von Eis und Feuer zu stark voreingenommen um eines der frühen Werke von George R. R. Martin entsprechend würdigen zu können, nichtsdestotrotz kann ich sagen, dass man am Planetenwanderer durchaus seinen Spaß haben kann auch wenn er mich nicht in Gänze überzeugen konnte.

Fazit:
Alles in allem ist Planetenwanderer eine nette Science-Fiction Kurzgeschichtensammlung von Bestsellerautor George R. R. Martin, die zwar des öfteren unterhalten kann, aber aufgrund mangelnder Spannungshöhen und unsympathischer Charaktere insgesamt nicht durchweg postiv aufgefallen ist und leider einen etwas faden Beigeschmack hinterlassen hat.
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42 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Achtung: Kurzgeschichtensammlung, kein Roman!, 16. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Planetenwanderer (Broschiert)
An alle Fans von Game Of Thrones und Das Lied von Eis und Feuer: aufgepasst! Seit dem 10. Juni gibt es einen neuen Roman von George R.R. Martin, Planetenwanderer. Da ich ein wirklich großer Fan von der Serie GoT und der Buchreihe DLvEuF bin, musste ich mir einfach das Buch besorgen. Ich war auch schon sehr gespannt, ob mir das Buch gefallen wird, da Planetenwanderer nicht in einer mittelalterlichen, sondern in einer futuristischen Welt voller Planeten und Galaxien spielt.

Klappentext: Die Menschheit hat sich in den unendlichen Weiten des Weltalls ausgebreitet. Überall sind neue Siedlungen entstanden, und jede Welt birgt neue Gefahren. Als der interplanetarische Händler Haviland Tuf eines der letzten Saatschiffe der Erde erwirbt, beginnt seine Odyssee quer durch den Weltraum. Eine Odyssee, auf der Haviland Tuf vom einfachen Händler zum gefeierten Retter der Menschheit wird … Mit Planetenwanderer beweist George R. R. Martin, dass er wie kein Zweiter die Fantastik mit dem Realismus zu vermählen versteht.

Allgemein: Planetenwanderer ist auf den ersten Blick nicht das was es scheint. Mit Planetenwanderer habe ich einen 500 Seiten starken SciFi-Roman erwartet. Jeder sollte sich hier im Klaren sei, dass Planetenwanderer eine reine Kurzgeschichtensammlung über den Händler Haviland Tuff ist. Diese Geschichten erschienen ursprünglich in den 80er Jahren und wurden später in dem Werk “Tuf Voyaging” zusammengefasst. Mit Planetenwanderer erscheinen erstmals die Kurzgeschichten in einem zusammengefassten Werk in deutscher Sprache. Der Roman setzt sich dabei aus folgenden Geschichten zusammen:

1. Der Seuchenstern (126 Seiten “The Plague Star” 1985)
2. Brot und Fische (90 Seiten “Loaves and Fishes” 1985)
3. Wächter (64 Seiten “Guardians” 1981)
4. Die zweite Speisung (50 Seiten “Second Helpings” 1985)
5. Eine Bestie für Norn (XX Seiten “A Beast for Norn” 1976)
6. Nennt ihn Moses (XX Seiten “Call Him Moses” 1978)
7. Manna vom Himmel (XX Seiten “Manna From Heaven” 1985)

In den einzelnen Kurzgeschichten übernimmt und kämpft Haviland um heiß begehrte Handelsschiffe, rettet entfernte Planeten vor Seeungeheuern, Hungersnöten und weist dabei auch auf gesellschaftliche Missstände, wie zum Beispiel Überbevölkerung, hin und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Dabei steht ihm wohl das letzte verbliebene Kriegsschiff einer ausgestorbenen Rasse zur Verfügung und dieses nutzt er für seine guten Taten, indem er die Planeten durch das Erfinden und Erzeugen neuer Organismen mittels Zelldatenbank wieder ins Gleichgewicht bringt. Mit dabei sind natürlich immer seine Katzen, die mit ihm alleine auf dem riesigen Schlachtschiff wohnen und leben. Um seine Ziele zu erreichen, geht Haviland dabei oft ein Risiko ein, schließt Wetten ab und kommt aus den Miseren dabei immer ohne nennenswerte Probleme raus. Die Geschichten strotzten nur so vor Ideenreichtum und neuen erstaunlichen Technologien, dabei steht oft auch Humor und die ständige Überlegenheit Haviland Tuffs gegenüber seinen Mitmenschen im Vordergrund.

Charaktere: Haviland Tuff ist ein dicker und schlauer Händler mit Glatze, der seine Katzen über alles liebt und sich seine Zeit gerne mit dem Weltretten vertreibt. Stets fühlt er sich überlegen, weiß für jedes Problem eine Lösung und erlebt selten Rückschläge. Leider gibt es nur wenige Charaktere, die geschichtenübergreifend auftreten. So kann sich der Leser wenn überhaupt, nur mit Haviland Tuf identifizieren und anfreunden, weil andere Charaktere meist ausgelöscht, nicht mehr erwähnt oder gar nicht mehr in den Folgegeschichten vorkommen. Dies liegt hauptsächlich daran, dass Planetenwanderer eine reine Kurzgeschichtensammlung ist und jede Geschichte wie eine Episode aus Haviland Tuffs Leben ist. Ich habe Tuffy, seine Art und Lebensweise schnell ins Herz geschlossen und lieb gewonnen.

Stil & Aufbau: Planetenwanderer setzt sich aus 7 Kurzgeschichten zusammen, die in ihrer Länge von 50-130 Seiten variieren und alle vom Händler Haviland Tuff handeln. Beim Lesen von Planetenwanderer merkt man sofort, dass es vom Bestellerautor George R.R. Martin geschrieben ist, den der Schreibstil ist wie bei Das Lied von Eis und Feuer sehr gut und durchaus komplexer als bei den meisten Romanen heutzutage. Der Autor zaubert ganze Galaxien und Planeten vor das Auge des Lesers und überzeugt damit auf ganzer Linie.

Fazit: Planetenwanderer ist eine schöne Kurzgeschichtensammlung mit vielen originellen Ideen, die ich jedoch hauptsächlich nur für Fans von George R.R. Martin empfehlen kann. Leider sind die Kurzgeschichten untereinander nicht mehr versponnen und können somit nicht ihr ganzes Potenzial entfalten, das die Charaktere und Ideen auf jeden Fall hergeben würden. 3 von 5 Federn.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unterhaltsame Geschichten aus dem Weltraum – jedoch mit einigen Längen ..., 21. Juni 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Planetenwanderer (Broschiert)
Vorweg: So ziemlich das Einzige, was der „Planetenwanderer“ mit der „Lied von Eis und Feuer“-Reihe gemein hat, ist die lebendige und fesselnde Erzählweise von George R. R. Martin. Ansonsten gibt es keinerlei Ähnlichkeiten – von den originellen Namen der (Raum-)Schiffe einmal abgesehen ...

Die Entstehung der jetzt in diesem Band neu veröffentlichten Kurzgeschichten um den schrulligen Einzelgänger Haviland Tuf liegt Jahrzehnte zurück. Der Verlockung, die momentane ungeheure Popularität des Autors und seines noch unvollendeten Mittelalter-Fantasy-Epos zu nutzen, um die bislang nur von Fans beachteten Werke ins Scheinwerferlicht zu rücken und auf diese Weise eine breite Käuferschicht zu erschließen, konnten Autor und Verlag offensichtlich nicht widerstehen :) andererseits bin ich aber auch froh darüber, denn ich kannte diese Seite von Martin vorher überhaupt nicht.

Zum Inhalt wurde hier ja schon vieles geschrieben, so dass ich mich nicht wiederholen brauche. Fakt ist, dass einige der Geschichten von der zeitlichen Abfolge her zwar aufeinander aufbauen, es ist jedoch ganz klar kein Roman mit einer durchgängigen Story, sondern es sind sieben in sich abgeschlossene Episoden.

Die erste Geschichte, in der erzählt wird, wie Tuf in den Besitz der „Arche“ kommt, schraubt die Erwartungen ziemlich nach oben, denn diese Episode ist allerfeinste Unterhaltung, abgedreht, rasant und humorvoll, ein bisschen wie „Per Anhalter durch die Galaxis“. Leider wird dieses hohe Niveau nicht das ganze Buch über gehalten. Die nachfolgenden Storys drehen sich immer wieder um die zentralen Themen Ökologie, Biotechnologie, Klonen, Nahrung, Überbevölkerung usw. und dabei ergeben sich zwangsläufig einige Längen und Wiederholungen.

Im Laufe der rund 500 Seiten verlieren diese an sich nicht uninteressanten Gebiete dann doch ein wenig von der anfänglichen Attraktivität, ebenso wie auch unser Hauptdarsteller mit seinem Verhalten und seinen Entscheidungen nicht ausschließlich Sympathie auf sich zieht (z.B. in der fabelähnlichen Episode „Eine Bestie für Norn“).

Will ich mehr über Haviland Tuf lesen? Ehrlich gesagt nein. Den Autor hat es offenbar gereizt, einmal im Detail die Konsequenzen aufzuzeigen, wenn ein einzelner „Gott spielen kann“ und so Macht über Menschen, Planeten und ganze Populationen ausübt. Dieses Thema ist aus meiner Sicht mit „Planetenwanderer“ zur Genüge erzählt. Potential für abwechslungsreichere Weltraumabenteuer wäre reichlich vorhanden gewesen, wurde aber leider kaum genutzt. Dennoch hat sich die Lektüre gelohnt, die Zeit mit Tuf war unterhaltsam und kurzweilig. Positiv auch, dass man den Geschichten ihr „Alter“ so gut wie gar nicht anmerkt, sie sind heute genauso aktuell wie vor 30 Jahren.

Fazit: Originelles, wenn auch etwas einseitig thematisiertes, Weltraumabenteuer - 4 von 5 Sternen
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Ich bin Haviland Tuf!", 14. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Planetenwanderer (Hörbuch-Download)
Das sollte als Überschrift reichen, denn: George R.R. Martins Weltraumheld ist der Dreh- und Angelpunkt der Geschichtenreihe -Planetenwanderer-, die ich mir als Hörbuch angehört habe. Vorgelesen vom versierten Synchronsprecher Richard Kuhnt ist -Planetenwanderer- witzig, unterhaltsam, spannend und auch ein wenig schräg geraten. Da vergehen die Stunden beim Hören ziemlich schnell und die Story ist zu Ende. Eine Story, die bereits in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts das Licht der Welt erblickte, aber erst jetzt hier zur Veröffentlichung kam. Wer auf skurrile Charaktere, eine gute SciFi-Geschichte und eine Prise Witz steht, kann mit dem -Planetenwanderer- nichts verkehrt machen.

Haviland Tuf ist groß, bleich, ruhig und ziemlich massig. Er liebt Katzen und ist äußerst clever. Als er von einer bunten Schar von Hasardeuren angeheuert wird, um einen geheimen Auftrag mit seinem Händlerschiff zu fliegen, wird er neugierig. Sehr schnell stellt er fest, dass geplant ist, ihn mit dem Tod zu entlohnen. Es geht um das Auffinden eines ÖIK-Saatschiffes. Diese Schiffe sind eigentlich seit 1000 Jahren verschwunden, 30 Kilometer groß und sie besitzen eine Saat- und Klontechnik, die einzigartig ist. Tuf überlebt nicht nur den Auftrag, er nimmt sich auch des Schiffes, das den Namen "Die Arche" besitzt, an. Nach einer Reparatur auf Sudlam hat Tuf Schulden, die er als Öko-Ingenieur abzuarbeiten gedenkt. Er will Sudlam vor der Überbevölkerung retten, muss dann auf einem Planeten Meeresungeheuer bekämpfen und fühlt sich verpflichtet einen Planeten aus der Unterdrückung eines betrügerischen Herrschers zu befreien. Am Ende landet er wieder auf Sudlam. Dort gibt es noch einiges zu tun.

Es ist, ohne Wenn und Aber, die Figur Haviland Tuf und deren Charakter, die den -Planetenwanderer- so interessant macht. Allein seine Katzenliebe ist das ein oder andere Kapitel wert. Alte Perry Rhodan Freunde werden sich vielleicht ein wenig an Dalaimoc Rorvic erinnert fühlen, wenn sie Tufs Abenteuer lesen. Alles in allem war das kurzweilige Unterhaltung mittels Hörbuch. Empfehlenswert.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erfreuliche Überaschung, 9. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Planetenwanderer (Broschiert)
Da ich ein großer Fan von George R.R. Martin's "Game of Thrones" und leider alle Bände schon lange gelesen habe, staunte ich nicht schlecht als ich auf "Planetenwanderer" stieß. Ich kann diesen Roman nur wärmstens empfehlen und bedauere, dass es nur ein Band gibt.... schade!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Leicht überzeichneter ökologischer S/F Roman, 31. Juli 2013
Von 
M. W. Broscheit "porthos" (nahe Bremen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Planetenwanderer: Roman (Kindle Edition)
Im Original eine Reihe von Kurzgeschichten (zwischen 1976 und 1985 veröffentlicht) um den exzentrischen Helden Haviland Tuf, der auf verschlungen und teilweise recht drastisch geschilderten Wegen an ein sogenanntes Saatschiff gelangt und damit eines der mächtigsten Raumschiffe des bekannten Weltraums besitzt. Gebaut um vor tausend Jahren eine feindliche Macht mit biologischen Waffen zu schlagen, ist man genauso in der Lage seine Ausrüstung auch zur Terraformung und positiven Aufgaben einzusetzen.

Es enthält die folgenden Abenteuer, die lose und doch folgerichtig für dieses Buch zusammengefasst wurden.
"The Plague Star" (1985) – Der Seuchenstern
"Loaves And Fishes" (1985) – Brot und Fische
"Guardians" (1981) - Wächter
"Second Helpings" (1985) – Die zweite Speisung
"A Beast For Norn" (1976) – Eine Bestie für Norn
"Call Him Moses" (1978) – Nennt ihn Moses
"Manna From Heaven" (1985) – Manna vom Himmel
Davor ein eindrucksvoller, bedrückender Prolog.

Tuf ist eine merkwürdige Figur; ungewöhnlich groß, etwas übergewichtig, eigenbrötlerisch, ehrlich bis zum Exzess und auch irgendwie nervig, mit einer ausgeprägten Liebe zu Katzen, kurzum eine interessante Romanfigur nur kein ausgesprochener Sympathieträger. Ein Exzentiker, der mich vage an eine Mischung aus Don Quichotte und Adrian Monk erinnert hat. Die Bezeichnung „Der Ritter von der traurigen Gestalt“, trifft jedenfalls zu.
Die Kurzgeschichten, die sich alle um durch von Menschen gestörte Ökologien in verschiedenen Umwelten drehen, entstanden zu einer Zeit, als sich die Grenzen des Wachstums und die Gefahren der Umweltzerstörung erstmals zu allgemein beachteten Themen entwickelten. Überbevölkerung, schwindende Ressourcen, die Gefahren wenn man fremde Spezies in bestehende Ökosysteme einführt oder bestimmte angebliche Schädlinge ausrottet, hat Martin romanhaft und durchaus unterhaltsam als Stoff für seine Geschichten verarbeitet.

Tuf versucht den Bewohnern verschiedener Welten bei ihren Problemen mit den Mitteln des „öko engineering“ auf seine ganz eigene Art zu helfen, dabei ist er nicht zimperlich und der Roman spiegelt auch etwas den amerikanischen Glauben an das „yes we can“ wieder.
Die Hauptfigur entwickelt sich im Laufe der Geschichten, neben der Ökologie ist einer der Kernthemen wie Macht korrumpiert und Martin hat seine Figur mit viel Macht ausgestattet. Damit verbunden stellt sich die Frage inwieweit es moralisch ist die Menschen zu ihrem Glück zu zwingen, wenn man die Macht dazu hätte.

Die Hauptschwäche des Romans ist in meinen Augen, die etwas unglaubwürdige Darstellung, wie es dem Romanhelden gelingt in relativ kurzer Zeit die Technik und Wissenschaft des Saatschiffes zu beherrschen und in seinem Sinne einzusetzen. Dazu kommt zu Beginn seine erschreckende Naivität im Umgang mit anderen Menschen und es ist ein Wunder, dass er nicht schon in der ersten Geschichte zu Tode gekommen ist. Als kleines Ärgernis (nur im E-Book?) empfinde ich die abrupten Szenenwechsel innerhalb der Kapitel, die man teilweise optisch noch nicht einmal an Abschnitten ausmachen kann, sondern erst während des Lesens bemerkt.

Fazit: Dennoch ein lesenswertes und bedenkenswertes Buch von Martin mit kleinen Schwächen, welches trotz seiner 30-40 Jahre zurück liegenden Entstehungszeit erschreckend aktuelle Themen behandelt. Für mich hat es nicht ganz zu 5 Sternen gereicht, was aber hauptsächlich an meinen hohen Erwartungen an ein Buch von Martin lag. Thema und Figuren lassen sich nur schwer mit seiner Saga von Eis und Feuer vergleichen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Viel Spielraum für die eigene Interpretation, 4. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Planetenwanderer: Roman (Kindle Edition)
Nach der ersten Geschichte war ich fast drauf und dran das Buch weg zu legen.Sie war mir einfach zu blutrünstig und ging schon für meinen Geschmack ins horrorhafte. Als ich dann aber weiter las, gefiel mir der Stil von Martin immer besser und zum Glück ging es auch ohne große Gruseleffekte weiter.
In den einzelnen Geschichten werden immer wieder sehr interessante gesellschaftliche Fragen aufgegriffen. Ein zentrales Thema ist die Auseinandersetzung mit Sichtweisen zur "Schöpfungsgeschichte" und inwieweit der Mensch da eingreifen sollte.
Nicht alle Charaktere finde ich immer gelungen, nicht alle Geschichten sind wirklich spannend und interessant. Insgesamt bietet aber das Buch viel Spielraum für die eigene Interpretation und macht es dadurch lesenswert.
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Planetenwanderer
Planetenwanderer von George R.R. Martin (Broschiert - 10. Juni 2013)
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