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Kundenrezensionen

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am 14. Juni 2013
Eigentlich müsste man für dieses Buch zwei Rezensionen schreiben, eine bis Seite 430 und eine für den Rest.
Es ist sicherlich nicht einfach, ständig neue, spannende und interessante Metro Geschichten zu erfinden. Handlungsraum und Ressourcen sind limitiert und bringt man als Autor etwas gravierend neues, dann stellt sich schnell die Frage ob das überhaupt zusammen passt. Und so wie es aussieht, ist diese Frage auch berechtigt! Dieser Roman wird definitiv nicht jeden gefallen, was ich auch völlig nachvollziehen kann.
Der Religiöse Aspekt wird manchen irritieren, besonders aber die Schlusskapitel wo es recht haarsträubend wird.

Positiv anzumerken ist, obwohl sich die Handlung nicht in Metro Tunneln abspielt, sondern an der Oberfläche, ist sie teilweise düsterer und beklemmender geworden, als in einigen anderen Metro Geschichten. Das liegt vielleicht auch daran, das der Autor Italiener ist und sich sein Erzähl und Schreibstil von seinen russischen Kollegen unterscheidet. Das ganze wirkt ernster, härter, es fehlen die leicht humorvollen lockeren Gespräche. Hier gibt es auch keinen jugendlichen Protagonisten der als Held auftritt. Es ist auch keine reine Action- Abenteuergeschichte. Die Erzählung ist tiefsinniger, da der Autor sich mit Religion, der Kirche und dem Glauben an Gott auseinander setzt. Das hört sich jetzt Trocken und langweilig an, ist es aber nicht, dafür sorgen auch spannende und mit Action versehene Momente.

Das ist auch der Grund, warum ich das Buch nicht als totalen Ausfall bezeichnen würde. Wie schon erwähnt, bis Seite 430 hat es mir sogar sehr gut gefallen. Aber dann kam der Absturz, ab Kapitel 31 Wohin Fliegen Wir?, ich weiß nicht was ich davon halten soll, gut in Moskau 2033 von Glukhovsky, gab es die Schwarzen, die waren aber dennoch wesentlich realistischer als das was hier beschrieben wird, Geister, Tote die wieder auferstehen usw. Es werden Visionen und Träume mit der Wirklichkeit vermischt. Beim lesen hofft man, das sich am Ende alles wirklich nur als ein Fiebertraum herausstellt, aber weit gefehlt und so wird die an sich gute Story kaputt gemacht. Das ist schwer verdaulich und passt nicht wirklich ins Metro Universum, Sorry Herr Avoledo, aber das war dann doch zu viel und dafür gibt es auch nur 3 Sterne
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am 17. Juni 2013
Vorweg:
Ich bin Metro 2033-Fan der ersten Stunde, besitze alle Romane, Computerspiele, habe selbst mit Hilfe von GURPS ein Rollenspiel in der Metro 2033-Welt geleitet. Ich kenne die Metro 2033-Welt also einigermaßen.
Auch sonst interessiere ich mich - sowohl im Unterhaltungsbereich als auch bei ernsthafter Literatur - sehr für das Themenbündel Dystopie.

Was sich der Autor hier leistet, ist meiner Meinung nach einfach das Ausschlachten einer Marke. Natürlich spielt der Roman in der Metro-Welt, einer nach einem globalen Nuklearkrieg angesiedelten Dystopie. Doch alles andere ist im Grunde sinnlos und wenig in die Welt passend. Mir scheint, der Autor hat versucht, eine Menge neuer Ideen, die er (noch) nicht in andere Arbeiten eingebaut hat mit einer gehörigen Ansammlung an (meistens unsinniger) Gewaltdarstellung zu mischen und vom Markennamen "Metro 2033" eine Steigerung der Verkaufszahlen erhofft.

Einige Details zur Kritik:
- die Charaktere sind nicht nur wenig glaubwürdig, denn das müssen sie in solch einem Roman nicht zwingend sein; sie sind schlichtweg sinnlos; Beispiel: amerikanischer Geistlicher, Irrer mit fahrendem Monster-Kampf-Kirchen-Wohnmobil, heidnische Rituale bei der Schweizergarde, die aus Söldnern besteht
- die Story an sich ist verworren, teilweise unverständlich
- die Gewaltdarstellungen sind mindestens blumig; dabei werden sie oft an unnötigen Stellen angewandt; Beispiel: zerbrochene Flasche zwischen den Beinen einer Mutanten-Frau, die von einem Geisteskranken verkrüppelten Menschen misshandelt wird, ohne dass die Szene je wieder wirklich aufgenommen wird

Manches könnte man noch hinzufügen, ist aber nicht weiter relevant, da ich vom Kauf dieses Teils der Metro 2033-Serie nur abraten kann.

Da der eine Stern das Wenigste ist, das man vergeben kann, will ich auch für ihn eine Begründung finden: Er gebührt Amazon, die wie immer zeitig, gut verpackt geliefert haben und dem Verlag, der es schafft, die Bücher einheitlich zu gestalten, sodass sie wenigstens im Bücherschrank gut aussehen.

Fazit: Finger weg!
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am 17. Juni 2013
Ich war ja schon sehr gespannt, wie sich der Metro-Ausflug nach Italien entwickeln würde. Und leider ist das Ganze nur teilweise geglückt:

Die Katastrophe hat Italien genauso getroffen wie Russland. In Rom hat ein Teil der Überlebenden in Neu-Vatikan, einem Teil von Roms ausgeprägten Katakombensystem, Zuflucht gefunden. Unter ihnen ist auch Pater John, das letzte Mitglied der Heiligen Inquisition, der vom Camerlengo den Auftrag erhält, nach Venedig zu reisen. Dort hat Gerüchten zufolge ein Patriarch überlebt, durch den die Zeit der Sedisvakanz (=Zeit ohne Papst) endlich beendet werden könnte. Zusammen mit einem Geleitschutz aus Schweizer Gardisten macht er sich also auf den beschwerlichen und harten Weg durch das zerstöre Italien nach Venedig...

Im Großen und Ganzen ist das Buch wirklich interessant und spannend geschrieben. Sehr positiv viel mir z.B. auf, dass die Hauptperson endlich mal kein Kind/Jugendlicher mehr ist, sondern ein erwachsener Mann. Auch die Oberfäche mit ihren vielen Gefahren und Mutatationen wurde sehr anschaulich beschrieben. So scheinen sich die Auswirkungen der Katastrophe in Italien doch etwas von denen in Russland zu unterscheiden, denn neben Atomwaffen wurden vermutlich auch noch B- und C-Waffen eingesetzt. Die Strahlung scheint in ländlicheren Gebieten auch nicht gar so hoch zu sein, weshalb viele Gruppen relativ ungeschützt an der Oberfläche leben. Diese einzelne Parteien dienen meistenes nur für einen kurzen Zwischenstop auf der Reise und sind deshalb nicht sonderlich ausführlich charakterisiert. Jedoch fällt auf, dass der Glaube im postapokalyptischen Italien insgesamt eine wesentlich größere Rolle zu spielen scheint als in Russland. Durchaus nachvollziehbar, schliesslich hat sich der Mensch immer schon in Zeiten des Leids in den Glauben geflüchtet.
Die Atmosphäre ist durchgehend düster gehalten: Friedliche Momente, wie man sie aus anderen Metro-Romanen kennt, fehlen hier komplett. Auch die Verrohung der Menschheit wird in diesem Metro-Roman sehr deutlich und brutal beschrieben.

Warum bekommt das Buch nur 3 Sterne?
Ersten wundert es mich, dass dieser Roman im Metro-Universum erscheinen durfte, da die Metro in dem Buch absolut keine Rolle spielt. Natürlich ist es so, dass die Metro in Rom nicht so tief im Untergrund liegt wie in Moskau und daher auch nicht so gut bewohnbar ist. Auf diesen Umstand wird im Buch auch hingewiesen: Es scheint zwar auch Personen zu geben, die in der Metro leben, aber anscheinend bietet das Katakombensystem wesentlich mehr Schutz vor der Strahlung. Aber auch dieses Katakombensystem dient nur die ersten 50 Seiten über als Ausgangspunkt, danach spielt der Roman komplett an der Oberfläche.
Für mich macht jedoch gerade die klaustrophorische Enge, die Dunkelheit, das Ränkespiel zwischen den verschiedenen Stationen usw. gepaart mit spannungsgeladenen, kurzen Ausflügen an die Oberfläche das Metro-Universum aus und unterscheidet es von anderen Endzeitromanen, daher 1 Stern weniger.
Den zweiten Stern muss ich für das Ende abziehen: Ab der Ankunft in Venedig wird das Buch gnadelos schlecht, da der Autor total in ein Esoterik/Mystik-Gewäsch abgleitet. Zwar gab es im Metro-Universum immer schon prophetische Träume, Visionen und unerklärliche Phänomene, aber Geister und lebende Tote sind dann doch zu viel des Guten. Hier hat man auch das Gefühl, dass der Autor einfach krampfhaft nach einem Abschluss für seine Geschichte gesucht hat.

Insgesamt handelt es sich bei dem Buch also um keinen Totalausfall wie beispielsweise bei "Das Marmorne Paradies", jedoch bin ich froh, dass man mit "Hinter dem Horizont" im November mit Andrej Djakow wieder in die Tunnel von St. Petersburg zurückkehren darf.
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am 3. November 2014
Diese Serie der Metro 2033 ist einfach faszinierend!
Ich bin eigentlich keine Leseratte. Durch das PC Spiel Metro 2033 / 2034 bin ich eigentlich zum Lesen dieser Lektüre gekommen.
Wer unheimliche und mystische Geschichten um Endzeitgeschichten mag, dem kann ich diese Bücher sicher weiterenpfehlen.
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am 31. Juli 2013
Das Buch ist eine große Enttäuschung. Das erste Metro-Buch, wo ich mich am Ende durchquälen musste.

Achtung Spoiler-Gefahr!!!
Dinge, die mich besonders gestört haben:
- Der Protagonist ist farblos und extrem naiv.
- Obwohl die Geschichte in Italien stattfindet sind fast alle Hauptcharaktere Touristen und der Protagonist natürlich Amerikaner...
- Man erfährt sehr wenig über die Lebensweise und die Mentalität der Italiener in dem postapokalyptischen Szenario.
- Die seitenlangen Monologe des Priesters sind größtenteils nichtssagend und langweilig
- Das ganze religiöse/spirituelle Gequatsche ist im Laufe der Geschichte too much und sehr nervig
größter Kritikpunkt für mich sind Logikfehler:
- Warum wurde der Priester mitgeschickt, wenn es in der Mission eig. nur darum ging die "Halbtoten" auszuradieren und kostbare Schätze zu bergen?
- Die "Schweizergarde" schlachtet die Bewohner der ersten Station auf dem Weg nach Venedig ab, weil Sie ohnehin nicht überleben würden ohne ihren Generator?! Sehr gütige Aktion...
- Im Laufe der Geschichte nähern sich der Priester und Durand der Hauptmann emotional an. Durand zeigt menschliche Züge und am Ende ist er auf einmal der Bösewicht in Rage...
- Das Wesen Gregor Samsa möchte erst befreit werden um sich dann später bei der Flucht freiwillig zu opfern für die Gruppe, wobei im nächsten Moment die Gruppe gefangen genommen wird. Warum hat er die Gruppe nicht gewarnt, dass von hinten Gefahr droht? Er hätte es ja wissen müssen, wie er auch wusste, dass er sterben wird, wenn er die Tür öffnet, weil er die Wachen hintendran schon gefühlt hat.
- Ab dem Moment, wo Gottschall mit seiner "größten bewegenden Kathedrale" ins Geschehen eingegriffen hat bis zum Ende in Venedig verkommt das Buch zum absurden Fantasy-Trash.
Da gibt es das Fest der Läuterung, wo die "Wesen" alle Besucher töten, weil sie alle schuldig sind. Also auch die unschuldigen Mitläufer. Laut den angreifenden "Wesen" ist Adele Lombardi auch schuldig. Aber dann hätten die Wesen auch wissen müssen, dass die Schweizer Garde ebenso keine guten Absichten haben. Aber die wurden am Leben gelassen, genauso wie Gottschall, damit er später in Venedig in einer kuriosen Szene den neugeborenen "Ritter" spielt...
Zu den Venedig-Kapitel ist jede weitere Erklärung sinnlos. Wurde von einigen Vorredner schon treffend erläutert.

Bis zu der Szene wo der "Wahnsinnige" Gottschall ins Geschehen eingreift hätte ich dem Buch 3,5 - 4 Sterne gegeben. Ab dann bis zum Ende ist es für mich eine glatte 1.
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am 3. Juli 2013
Der Anfang des Buches lässt sich super lesen und jeder Leser anderer Teile des Metro-Universums wird begeister sein. Allerdings wird ab etwa der Mitte des Buches alles sehr dubios und verworren. Um nicht zu sagen Mega-Futuristisch - ich sage nur Riesentruck. Das Schlimmste für mich waren die Szenen von Venedig - das hat nichts mit Metro zu tun. Das ist einfach nur schlecht.
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am 22. August 2013
Das erste Buch zur Metrostory aus Sicht Europas. Rom wurde als Schauplatz gewählt: Hier wird aber statt einem Metrotunnel die alten Katakomben bewohnt und es dreht sich meines Erachtens zuviel um Kirche und Heiligenmoral. Sachen, die im Standardformat so nicht vorhanden sind. Zwar wird hier ein angedrohter Abstieg der kirchlichen Gewalt dargestellt, jedoch hat mich das Thema Kirche in der Metrogeschichte nie sonderlich interessiert. Nach einigen Seiten kam einfach kein bekanntes Tunnelfeeling zustande. Den Erzähler aus der Ich-Perspektive erzähen zu lassen (auch das erste Mal) ist auch nicht sonderlich gut gewählt, da der Stil sich ebenfalls sehr vom "Urbuch" unterscheidet. Die Idee und Story ist aber soweit ganz nett, jedoch muss sich ein Fan der moskauer oder petersburger Endzeit damit abfinden, das Rom und der Vatikan eine komplett andere Story erzählen...2035 wirds richten.
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am 12. Juni 2013
Ich bin ein großer Fan der Metro-Reihe. Daher besitze ich auch alle bis dato erschienen Bücher.Zugegeben sind nicht alle ein Hit, aber die meisten doch ziemlich
spannend und nach meinem Metro-Geschmack geschrieben.Die "Wurzeln des Himmels" habe ich erscheinungsfrisch über Amazon bekommen und in drei Tagen durchgelesen.

Daher hier eine kurze Rezension über das Buch.

Die Geschichte spielt diesmal in Italien. Genauer gesagt nimmt sie Ihren Anfang in Rom. Der nicht mehr ganz so junge Pater John (Amerkianer?!), seines Amtes her Leiter der Heiligen Inquisition des Vatikans, spielt die Hauptrolle. Um nichts vorwegzunehmen hier nur meine Meinung. Der kurz abgehandelte Anfang des Buches spielt in einem kleinen Katakombensystem in Rom. Wohl der wichtigste Bezug auf das Metro-Thema. Anfangs noch durchaus spannend und mit Rückblenden versehen, entwickelt sich die Geschichte zu einem für mich absoluten Schwachsinn. Zwar versucht der Autor durch teilweise massive Gewaltexzesse die Verrohung der Menschheit ins Bild zu rücken, aber ich finde es oftmals einfach nur übertrieben und billig hergeworfen. Ab der Hälfte begann ich immer mehr das Buch des Lesengehabens zu lesen denn an wirklicher Lust. Je näher dem Ende desto bescheidener wurde die Lektüre. Nicht zuviel gesagt ist, dass das Buch sehr viel an der Oberfläche spielt, was als Metro-Fan schon seine reize birgt. Doch wer glaubt das es ähnlich viel Spaß macht wie wenn sich unsere russischen Akteure an die Oberfläche wagen, der sei enttäuscht. Absolut bizzar und vorallem mit einer tumben spirituellen Note versucht der Autor eine Mystik einzubinden. Leider kann ich ohne zu spoilen keine weitern Angaben machen, aber ich kann sicher den aller meisten Metro-Fans ans Herz legen die Finger weg von diesem Unfug zu lassen. Teilweise wird hier sogar eine Welt aufgezeigt die in keinster Weise mit den anderen Metrowelten in Zusammenhang gebracht werden kann. Besser wäre dieses Buch in einer eigenen postapokalyptischen Welt erschienen, doch das wäre mit Sicherheit gefloppt. Ich freue mich auf weiter Metro-Bücher, auch aus anderen Teilen der Welt als Piter und Moskau, vielleicht mal Berlin? ... aber bitte nicht in dieser ach so schlechten Art.

Der zweite Stern ist für die Idee in Italien die Metrowelt zu versuchen. Leider blieb es bei einem grotten schlechten Versuch.
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am 1. September 2013
In völliger Unkenntnis des Metro Universums habe ich mich an diese Lektüre gewagt.
Zufällig habe ich "Die Wurzeln des Himmels" in einer Buchhandlung gefunden. Ich kannte die Serie bislang nicht aber der Klappentext klang vielversprechend (Post-Atomkrieg Szenario, Vatikan, Heilige Inquisition, Geheimauftrag!!)

Die Welt die der Autor zeichnet ist kalt, brutal und erbarmungslos. Dies schließt die Schweizergarde ein, die den Hauptprotagonist Pater John Daniels auf seiner heiligen Mission begleitet. Der Konflikt zwischen christliche Barmherzigkeit und brutalem Überlebenskampf ist der zentrale Punkt um den die Handlung ständig kreist. Pater John ist auf seine Begleiter anwiesen, jedoch zeigen diese sich immer mehr als brutale Söldner, denen die katholische Lehre schnurzegal ist. Diese haben sich längst an eine Welt angepasst, die von verwesenden Zombies, mutierten Monstern, psychopatischen Sadisten und kinderfressenden Kannibalen bewohnt wird. Bei seinen Erlebnissen auf der Reise beginnt auch der Pater zu zweifeln ob der Vatikan noch die gültige Lehre vertritt...

Das hätte eine spannende Story werden können. Leider misslingt der Bogen zwischen religiöser Thematik und brutaler Action völlig. Die seitenlangen pseudo-theologischen Monologe langweiligen eher, als dass Sie Fragen aufwerfen. Die willkürliche Brutalität stumpft schnell ab und trägt wenig zur Spannung bei. Logische Fehler und Inkonsistenzen findet man zu Hauf. Die Charaktere bleiben flach und man kann die Fäden sehen mit denen Sie vom Autor wie Marionetten durch die Handlung geschleift werden.

Auch unbelastet von irgendwelchen Metro-Erwartungen ist dieses Buch ein ziemlicher Reinfall. Die Mission auf die sich Pater John Daniels begibt wird von Seite zu Seite wirrer. Zum Ende des Buches schleppt sich nicht nur der Protagonist mehr tot als lebendig voran -- auch der Spannungsbogen ist bereits klinisch tot. Der Autor scheint nach 2/3 des Buches keine Lust mehr gehabt zu haben.
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am 29. Juli 2013
Diese Rezension ist mit der Ausnahme der beruflichen Bezeichnung des Protagonisten und des "Gesamtspielraums" spoilerfrei!

Als erstes möchte ich alle eventuellen Leser darauf vorbereiten, dass dieses Buch nicht in der Metro spielt. Genau genommen hat es nicht mal im Entferntesten was mit der Metro im U-Bahn-Sinne zu tun, lediglich der Hintergrund, den Glukhovsky sich erdacht hat wird hier verwendet.

Und damit kommen wir auch zu dem, was, so glaube ich, die Achillessehne dieser Literatur bildet.

Denn schlicht ausgedrückt ist es so gesehen ein X-Belibiger postapokalyptischer Roman wie es seinesgleichen viele gibt. Aber um ehrlich zu sein, dürfte das für den ein oder anderen nicht all zu überraschend kommen, denn wie es auch im Buch beschrieben ist, ist die Metro Roms nicht tief genug, um hier ein entsprechendes Szenario aufzuziehen...
Wenn wir an dieser Stelle mal außen vorlassen, dass man dem Autor Tullio Avoledo unterstellen könnte, dass er lediglich die große Leserplattform die METRO 2033 bietet ausgenutzt hat, um ein themenfremdes Buch unter die Leute zu bringen, muss ich zugeben, dass es ein wirklich exzellent geschriebener Roman ist!

In seiner Stimmung, einer wirklich bedrückenden und dunklen Atmosphäre, in der man sich immer beobachtet, wenn nicht sogar verfolgt fühlt, steht dieses gute Stück seinen Universumsbrüdern in keinem Fall nach. Hier spielt meiner Meinung nach auch das fortgeschrittene Alter des Autors mit rein. Schon auf den ersten Seiten merkt man, dass hier ein sprachlich bewanderter Mensch am Werk ist.
Dies macht das Buch allerdings auch wieder etwas schwierig, denn nicht nur die textliche Ausarbeitung ist anspruchsvoll, sondern auch die Gesamtthematik, die hier zum Tragen kommt.
Der Protagonist ist Pater der Katholischen Kirche und somit ist das Thema Religion allgegenwärtig. Man muss selber nichts mit Religion zu tun haben, um das Buch wertfrei lesen zu können, doch denke ich, dass das der zweite Fakt ist, der genannt werden sollte, um sich wirklich auf die 590 Seiten einlassen zu können.

Denn hat man das geschafft (sich wirklich erwartungs- und wertfrei dem Buch zu widmen) steht einem eine wirklich allumfassende Geschichte bevor. Bis zu den abschließenden Kapiteln ist das Werk fesselnd. Kein Kapitel ist vertane Zeit. Man kann das Buch nur schwer aus der Hand legen, da man endlich zu dem sicheren Unterschlupf will, den die Protagonisten aufsuchen, dem Ereignis entgegentreten, dass sich ankündigt oder schlicht und ergreifend die Action genießen. Und genau in diesem liegt der Reiz. Immer, wenn man denkt, man weiß was jetzt kommt, ist alles noch viel schlimmer, überraschender oder doch ganz anders, als man es sich selber vorstellen könnte.

Und dann kommt der Schleier. Leider kann man es nicht anders beschreiben, da sich die letzten Kapitel tatsächlich so lesen, als hätte jemand einen Schleier, einen dichten Nebel über die Geschichte gelegt.
An dieser Stelle wird das Buch aus dem Science-Fiction-Regal genommen und in das mit der Aufschrift "Fantasy" geräumt. Leider sagt das einem keiner. Anfänglich hat man nur schwer eine Vorstellung, was eigentlich passiert. Nach dem man sich langsam in dem neuen, waberndem Nebelstil zurechtgefunden hat und weiß, was jetzt eigentlich Phase ist ist das Buch auch schon nichtssagend zu ende.
Unbezweifelbar ist, dass der Schluss erhebliches Streitpotenzial (im literaturkritischem Sinne) mit sich bringt. Für mich ist er definitiv nicht die "Ideallösung" bzw. würde es das besser beschreiben, wenn man sagt, dass hier erhebliches Potenzial nicht genutzt wurde oder um es schlichter auszudrücken: man hätte mehr daraus machen können. Ich muss aber zugeben, dass ich es für ein wirklich interessantes und durchaus mögliches Ende halte, wenn auch ein wenig unorthodox.

Auch wenn das Buch sich an der Stelle sanfter im wahrsten Sinne des Wortes liest, hätte ich mir doch einen schonenderen Übergang in die letzten Kapitel gewünscht. Zudem ein Ende mit mehr Aussagekraft und die fünf Sterne wäre da. So muss ich sagen, haben die ersten zwei Drittel das Buch auf ein "besser als durchschnitt"-Niveau-Buch gehoben.

Abschließend will ich mit einer klaren LESEEMPFEHLUNG alle anregen, dass Buch wirklich zu lesen, denn gerade weil es so streitbar ist, sollte sich jeder ein eigenes Bild machen und nicht von den Rezensionen hier leiten lassen!
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