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5.0 von 5 Sternen Atmosphärisch dichter SF-Roman über eine bizarre Welt, 20. Juni 2006
Rezension bezieht sich auf: Der steile Horizont. Roman. (Broschiert)
"Heute bin ich 650 Meilen alt geworden." So lakonisch und dennoch reizvoll beginnt ein in vieler Hinsicht gelungener SF-Roman.

Helward Mann, der "650-Meilen-junge" Protagonist des Romans, wird nach seiner Schulausbildung zu einem Mitglied der Gilde der Zukunftsvermesser ausgebildet.

Bis zu diesem Zeitpunkt hat er die Stadt noch nie verlassen, und auch noch nie die Sonne gesehen.

Nach und nach erkennt Helward Mann, dass die Welt, wie sie in der Schule theoretisch beschrieben wurde, nicht der Realität entspricht. Die Form der Sonne wie auch des Planeten erinnert an einen riesigen Brummkreisel (Hyperboloid), dessen Äquator und "Polstacheln" scheinbar in die Unendlichkeit reichen. Das Hauptaugenmerk aller Gilden richtet sich auf die Stadt namens "Erde", die in einem sogenannte "Optimum" gehalten werden muss, um laut aktueller Gelehrtenmeinung nicht zerstört zu werden. Um dies zu bewerkstelligen, muss die Stadt ständig bewegt werden (das Optimum bewegt sich in zehn Tagen um eine Meile).

"Vergangenheit" in dieser Welt bedeutet, sich auf den Weg zu begeben, den die Stadt bereits hinter sich hat, und "Zukunft" bedeutet, den Weg zu beschreiten, den die Stadt noch vor sich hat. Helward Mann erfährt bei seinen "Ausbildungsreisen" in die "Vergangenheit" wie in die "Zukunft" bizarre wie verstörende Erlebnisse, in denen sich Raum und Zeit nicht wie erwartet "verhalten". Mehr sei hier nicht verraten ;-)

Christopher Priest gelingt es mit "The Inverted World", so der Titel der Originalausgabe, eine geheimnisvolle und fantastische Welt vor dem "inneren" Auge des Lesers aufzubauen.

Was ist Realität, was ist "nur" Wahrnehmung? Und welche Auswirkungen haben diese Aspekte auf die Entwicklung des Menschen bzw. der Menschheit. Das sind die Themen, die Priest bewegen.

Zu Priest's Stärken zählen: fein ausgearbeitete Charaktere, allen voran Helward Mann. Man erlebt die Erfahrungen Helward's sozusagen am eigenen Leibe. Auch seine erzählerischen Qualitäten sind durchweg gut, dass gleiche gilt für seinen sauberen, lakonischen und doch herzlichen Stil. Interessant und geglückt ist auch der Wechsel der Erzählperspektiven von der Ich-Perspektive (Erster Teil und letzter Teil) zur Erzählperspektive der dritten Person (mittlerer Teil).

Ein "Schmankerl" ist die überraschende Auflösung (obwohl Priest verstreute Hinweise sät, und man das schon irgendwie "erahnt") .

Einziger kleiner Makel ist das nicht ganz durchdachte wissenschaftliche Gerüst, auf das der Roman aufbaut. Da der Roman aber die psychologischen und physischen Auswirkungen auf die Menschen in den Vordergrund stellt, ist das eher ein "Schönheitsmakel".

Dennoch, ein Glanzlicht der modernen Science Fiction.

Klarer Fall: knapp 5 Sterne
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4.0 von 5 Sternen Eine mobile Stadt in einer bizarren Welt, 21. März 2012
Von 
D. Banick "Ceylon1979" (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Der steile Horizont. Roman. (Broschiert)
Dieser Roman erschien in Deutschland auch unter dem Titel "Die Stadt".

Der Rezensent TRAVIS hat die Handlung bereits hervorragend zusammengefasst, so dass ich nur noch kurz auf einige Aspekte eingehen möchte.

Priest hat eine fantastische, bizarre Welt entworfen, die naturwissenschaftlichen Ansprüchen genügt. Deshalb ist es verständlich, wenn es im Klappentext heißt: "... ein SF-Roman auf der Basis einer mathematischen Spekulation. Selten gelang es je einem Autor, eine derart bizarre Idee so glaubhaft darzustellen."

Der Beginn des Buches ist auch wirklich sehr fesselnd; der Roman startet damit, dass die Hauptfigur, Helward Mann, vereidigt und in die Gildengemeinschaft aufgenommen wird. Nun hat er die Internatszeit hinter sich und wird so einiges über die Stadt erfahren. Der erste Höhepunkt - nach dem Kennenlernen einiger Gildenmitglieder - ist Helwards erster Tag außerhalb der Stadt und der Anblick der ungewöhnlich geformten Sonne! Um seine Ausbildung zum Zukunftsvermesser abzuschließen, muss er in allen Gilden (sechs gibt es) Dienst tun. Er beginnt bei den Schienenlegern ...

Im Nachhinein (und das empfand ich schon während des Lesens) muss ich konstatieren, dass dieser Abschnitt etwas zu lang geraten ist - vor allem wenn man ihn in Relation zu den beiden Schlusskapiteln setzt. Der Schluss ereilt den Leser nämlich stakkatoartig, viel zu abrupt und lässt einen etwas schalen Nachgeschmack zurück, obwohl man die Idee noch lange im Gedächtnis behält und sich darüber Gedanken macht. Leider bleiben zudem etliche Fragen unbeantwortet. Wie kommt es zum Beispiel, dass die Mädchen sich so stark verformen? Welchen Einfluss hat die Genetik? Warum fragt sich kein Stadtbewohner, was mit den Bettlern und den Dorfbewohnern passiert, da jene an einem Ort bleiben? Etc.

Die Stadt als Soziotop bleibt in meinen Augen nicht ausreichend dargestellt; die Verflechtungen, Arbeiten der "Insassen", ihr Denken, ihre Hoffnungen und Sorgen - leider nur sehr rudimentär. Ebenso wie die psychologischen, zwischenmenschlichen Aspekte: Helwards Vater stirbt, ohne dass klar ist, welche Gefühle das in Helward hervorruft. Außer der Tatsache, dass er seinen Vater schlecht gekannt hat, erfährt der Leser nichts. Die Handlung geht routinemäßig weiter.

Im Schlusskapitel spricht Elisabeth, eine Frau, die Helward im Norden kennengelernt hat, OHNE dass man erfährt, wie die Dinge in ihrem Land stehen. Was umtreibt ihre Landgenossen? Wie leben sie - im VERGLEICH zu Helward und seinen Leuten? Warum zeigt keiner Interesse für das kuriose Verhalten der Städter?

Ähnlich der dargestellten Welt ist die Spannungskurve zu Beginn sehr hoch. Da zu wenig über die Stadt, das Leben der Siedler, Elisabeths Welt etc. verraten wird und offensichtliche Fragen entweder übergangen werden oder unbeantwortet bleiben, ist der Lesegenuss etwas eingeschränkt. Straffung und bessere Beleuchtung der Charaktere hätten dem Roman gutgetan.

Wer das Thema Weltraumschiff/Generationenraumschiff (hier auf einem Planten) mag, sollte das Buch lesen, auch wenn es an die Konsistenz von folgenden Romanen mit ähnlicher Thematik nicht herankommt:

Aldiss, Die unendliche Reise
Heinlein, Die lange Reise
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5.0 von 5 Sternen Tortz seines Alters ...., 27. Dezember 2010
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der steile Horizont. Roman. (Broschiert)
... ein geiler SiFi-Roman. Obwohl das Ende irgendwie abzusehen ist, hat mich das Buch gefesselt. Ich werde es nicht so schnell mehr hergeben .....
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Der steile Horizont. Roman.
Der steile Horizont. Roman. von Christopher Priest (Broschiert - 1984)
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