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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der "Same" aus dem so viel entstand
Wer heute mittelalte bis neuere Zombie/Vampir-Endzeitszenarie auf Video anschaut, dem ist in der regel nicht klar, dass das Meiste davon mit diesem erstmals 1954 erschienenen Roman seinen Anfang nahm, der damals noch stark von der 2Angst vor der Bombe" mit beeinflusst gewesen ist. Die Idee, dass massive kriegerische Eingriffe in die Umwelt "über Bande" auf die...
Veröffentlicht am 26. Januar 2010 von Amazon Kundenrezensionen

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Versuch, Vampirismus zu erklären
Die Handlung setzt ein zu einem Zeitpunkt, als alles schon passiert ist: Robert Neville scheint der einzige Überlebende einer "Seuche" zu sein, die Monate zuvor die gesamte Bevölkerung ausgerottet hat, mit Ausnahme einiger Gestalten, die im Roman als "Vampire" bezeichnet werden. Sie können bei Tageslicht nicht existieren, brauchen Blut zum Überleben...
Vor 5 Monaten von Garnet veröffentlicht


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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der "Same" aus dem so viel entstand, 26. Januar 2010
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ich bin Legende (Taschenbuch)
Wer heute mittelalte bis neuere Zombie/Vampir-Endzeitszenarie auf Video anschaut, dem ist in der regel nicht klar, dass das Meiste davon mit diesem erstmals 1954 erschienenen Roman seinen Anfang nahm, der damals noch stark von der 2Angst vor der Bombe" mit beeinflusst gewesen ist. Die Idee, dass massive kriegerische Eingriffe in die Umwelt "über Bande" auf die Menschen zurück fallen ist hierbei zu einer Zeit ausgearbeitet, wo die ökologische Bewegung erst langsam zu einem Faktor im Denken von Einzelpersonen wird.

Die überaus glaubwürdige Darstellung der fortwährenden Traumatisierung Robert Nevilles durch das, was er tun muss und durch das, was er erlebt ist eindringlich und gleichzeitig lakonisch dargestellt. In meinen Augen einer der gelungensten Endzeitromane überhaupt.

Die die zweite Hälfte des vorliegenden Bandes füllenden Kurzgeschichten sind amüsant bis gruselig und auch hier zeigen sich einige Vorbilder für Geschichtsideen, die zu späteren Zeitpunkten auf der Leinwand mehr ausgearbeitet wurden (z. B. "Totentanz" oder "Beute"). Alles in Allem ein Buch, das deutlich zeigt, wie qualitativ hochstehend die Arbeiten Matheons in der Regel sind und wie einflussreich sein Werk auf spätere Autoren und Regisseure immer gewesen ist.
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28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht atemberaubend spannend, aber lesenswert, 3. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Ich bin Legende (Taschenbuch)
Richard Mathesons Novelle vereint Science Fiction- mit Horrorelementen, sie gab dem Vampirismus ein neues Gesicht und einige neue Aspekte. Der Roman erschien bereits im Jahr 1954 und diente mehreren Filmen als Vorlage, unter anderem 1964 mit Vincent Price ("The Last Man on Earth") und 1971 mit Charlton Heston ("Der Omega-Mann") in den Hauptrollen.

Anfang 2008 erschien schließlich "I am Legend" mit Will Smith in der Rolle des Robert Neville in den deutschen Kinos. Wer diesen Film bereits gesehen hat und nun neugierig auf die Vorlage ist, der wird feststellen, dass sich beide stark voneinander unterscheiden. Anders als die Zombie-artigen Wesen aus dem Film kämpft der Robert Neville des Originals gegen Vampire, und zwar zunächst auf die altmodische Art mit Hilfe von Knoblauch, Kruzifixen und Holzpflöcken.
Will Smith als Robert Neville wirkt elegant, gebildet, ein Forscher durch und durch, der ein High-Tech-Labor im Keller hat und weiß, was er tut. Der Neville aus dem Roman ist eher normal zu nennen und damit auch sehr sympathisch. Er hat Frau und Kind verloren - wie, davon berichtet er in schmerzhaften Erinnerungen - und kämpft sich mehr schlecht als recht durch seinen grotesken Alltag. Anders als der moderne Film-Neville hat er auch keinen Hund, mit dem er sein Schicksal teilen könnte, sondern er ist einsam, dem Alkohol fast verfallen und sich körperlich nach Frauen verzehrend. Das Ende, das an dieser Stelle natürlich nicht verraten werden soll, ist vollkommen anders und weitaus interessanter und besser als das Ende der aktuellen Hollywood-Adaption.

Sprachlich ist Mathesons Erzählung nicht der ganz große Bringer - man merkt ihm die 50er Jahre eben deutlich an, das muss hier zugegeben werden -, dies könnte aber auch ein Manko der deutschen Übersetzung sein. Die Geschichte wirkt ein wenig leidenschaftslos, obwohl häufig Nevilles Innenleben reflektiert wird, sie liest sich schnell und kurzweilig. Zwar ist die Situation, in der sich Neville befindet, äußerst beklemmend, dennoch wird man selten wirklich mitgerissen. Selbst Momente größter Todesangst und Spannung lesen sich ein wenig platt.
Der Verlag Heyne hat die klassische Geschichte für die Neuauflage anlässlich des Kinofilms deutlich aufgewertet. Das Buch enthält nicht nur die eigentliche Erzählung "Ich bin Legende" - die rund zweihundert Seiten umfasst -, sondern zusätzlich noch zehn Kurzgeschichten aus der Feder Mathesons, die allerdings keinen Zusammenhang zur ersten Geschichte besitzen.

Fazit: Ein für damalige Zeiten wegweisendes Buch, das dem Vampirmythos einige intelligente neue Aspekte hinzufügte und das Horror und Science Fiction mit Endzeitstimmung verbindet. "Ich bin Legende" ist zwar nicht atemberaubend spannend, aber lesenswert, schon allein wegen seiner Stellung als Beinahe-Klassiker der Literatur. Die zehn Kurzgeschichten geben einen weiteren Einblick in das Schaffen des Autors.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Vampirroman., 10. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Ich bin Legende (Taschenbuch)
Übder den Inhalt ist genug geschrieben worden und ich finde es bedarf dazu keiner weiteren Erklärungen. Allerdings möchte ich bemerken, dass es sich nicht um einen Vampirroman handelt. Ich würde sogar behaupten, dass es völlig egal ist, ob die Wesen, die Robert Neville bedrohen, Vampire sind oder etwas anderes. Es geht in diesem Werk eher um die Frage, wann wird das Normale zum Ausgegrenzten. Robert Neville, als letzter Mensch einer ausgestorbenen Rasse ist nicht mehr normal sondern er ist das Unnormale, der Aussätzige, der Andere. Deswegen finde ich das Buch so wichtig, weil es die Frage stellt, wie man erkennt, wann sich die Welt verändert hat. Was heute noch normal und Standard ist kann morgen exzentrisch oder eben unnormal sein. Ob Robert Neville diese Frage erkennt und ob er die richtigen Konsequenzen zieht möchte ich natürlich nicht verraten. Den Preis für diese Kurzgeschichte finde ich auch etwas zu hoch. Allerdings habe ich die englische Variante auch nicht billiger bekommen.
Zum Schluss möchte ich noch hinzufügen, dass der Film und das Buch nur das menschenleere New York gemeinsam haben. Inhaltlich bzw. in ihrer Aussage unterscheiden sie sich wie Tag und Nacht.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vergesst Stoker?? Niemals!, 3. Januar 2008
Von 
Stefan T. (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ich bin Legende (Taschenbuch)
Bei dieser Geschichte von Richard Matheson handelt es sich um eine Novelle, die derzeit aufgrund der Neuverfilmung (zwei Filme gab es schon) mit Will Smith wohl eine kleine Renaissance erleben dürfte.

Die Handlung nimmt das Thema Vampirismus zwar auf, schafft damit aber eher den Rahmen für die Zustände des Hauptcharakters Robert Neville, der sich als letzter lebender (bzw. "gesunder") Mensch auf Erden gewaltigen Problemen gegenüber sieht. Die Schwierigkeiten liegen dabei weniger in seiner Versorgung mit Strom, Nahrung u. ä., sondern eher in der Einsamkeit und Isolation.

Das Vampirproblem wird in dieser Novelle wissenschaftlich zerlegt - ähnlich wie in "Blade" findet Neville heraus, warum Vampire Blut trinken, warum sie Angst vor Kreuzen und Knoblauch haben usw. Ihnen haftet absolut nichts mystisches und geheimnisvolles an, weshalb der ab und zu getroffene Vergleich zu Bram Stoker's "Dracula" und anderen klassischen Vampirromanen unzulässig ist.

Es geht in diesem Buch um die Vernichtung der bestehenden menschlichen Gesellschaft durch eine Katastrophe und den Übergang zu einer neuen Gesellschaft - die alte Gesellschaft besteht nur noch aus einem einzigen Menschen, der dadurch für alle anderen zur Legende wird. Die Vampire könnten in diesem Fall genauso gut Zombies, Außerirdische oder Roboter sein, sie sind nicht die Hauptpersonen der Geschichte.

Fans von klassischen Vampirromanen a lá Anne Rice sollten das bedenken, bevor sie sich dieses Buch zulegen. Wer jedoch nicht nur auf Graf Dracula oder Lestat fixiert ist, erhält ein äußerst spannendes und schnell zu lesendes Buch, das leider ein wenig zu kurz ist.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen LEGENDär, 14. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Ich bin Legende (Taschenbuch)
Ich konnte beim Lesen von "Ich bin Legende" gar nicht glauben, dass dieses Werk bereits 1954 entstanden sein soll. Wie einfach und präzise Matheson schreibt. Wie klar und dennoch beängstigend die Vampirwelt entsteht. Und wie einfühlsam sein Hauptdarsteller dem dramatischen Ende entegegen kämpft.
Die Kurzgeschichten haben mich weniger überzeugt, aber allein dieser Roman war das Buch auf alle Fälle wert!
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20 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungener SF-/Horrorstilmix, 30. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Ich bin Legende. (Broschiert)
Robert Neville verbarrikadiert sich in seinem Haus. Das Haus ist mit Holzplanken geschützt, rings um das Haus hängen Knoblauchkränze. Er schützt sich vor den nächtlichen Übergriffen der Vampiren. Die ganze Stadt - Neville hat seine Frau und seine Tochter verloren - scheint wie ausgestorben, es lebt kein einziger Mensch mehr. Eine rätselhafte Krankheit, ausgelöst durch einen Bazillus wie Neville später durch seine Forschung feststellt, hat alle Menschen dahingerafft, und zu lebenden Toten gemacht. Viele Tote wurden zwar verbrannt, aber eben nicht alle. Und diese Toten treiben nachts ihr Unwesen, und wollen Neville aus seinem Haus holen.

Es beginnt ein täglicher Nervenkrieg, der nicht nur durch die nächtlichen Übergriffe der Vampire auf das Haus ausgelöst werden, sondern auch durch Neville selbst. Er lebt ein Einsiedlerdasein ,die staatliche Ordnungsmacht exisitiert nicht mehr, und er hat keine menschliche Bezugsperson mehr. Seine einzige Aufgabe ist es, die Vampire tagsüber bei seinen Streifzügen durch die Stadt aufzuspüren, und zu ""vernichten"". Um Neville's geistigen und seelischen Zustand sieht es nicht gut aus. So vergehen die Monate, bis er eines Tages ein junges Mädchen entdeckt.

Neville ""fängt"" das verwirrte und ängstliche Mädchen ein, und nimmt es mit nach Hause. Durch die vergangenen Erlebnisse mißtrauisch geworden, führt er eine Blutanalyse bei dem Mädchen durch, um sicher zu gehen, dass sie nicht infiziert ist. Sie lässt sich widerwillig dazu überreden. Das Mädchen ist infiziert, entflieht Robert und hinterlässt ihm einen Brief. Aus dem Brief geht hervor, dass sie eine Spionin der lebenden Vampire ist.

Die Inhaltangabe liest sich zuerst wie eine krude Mischung aus Horrorelementen, und den typischen SF-Untergangsstories der 50er Jahre.

Die Mischung kommt schon hin, ist aber beileibe nicht "krude".

Der Roman ist im Grunde ein Hohelied auf das Leben, in seiner Wandlungsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit.

Neville wird sich zum Schluss gewahr, dass er mittlerweile der Abnormale ist, und nicht die Vampire, die sich als die neuen "Herrscher" über den Planeten begreifen.

Das "Leben" lässt sich eben nicht aufhalten.

Matheson gelingt es von der ersten Zeile an, eine spannende, dramatische und aber auch traurige Geschichte zu erzählen.

Über weite Strecken gibt es im Grunde nur eine Person, Robert Neville, sein Denken und seine Gefühle werden realisitisch, aber dennoch auch "anrührend", dabei gänzlich ohne Pathos beschrieben.

Matheson's Schreibstil ist gut (nicht brilliant wie bei Pangborn oder Ballard). Er gehört auch nicht zu den besten Erzählern unter den SF-Autoren (Pangborn, George R. Stewart sind ihm hier überlegen), aber dennoch passt seine Erzählweise (kompakte, verständliche und kurze Sätze) sehr gut zu Neville's Gefühlsleben und natürlich auch zur Rahmenhandlung.

Alles in allem eine klare Leseempfehlung von mir. Ein guter Roman.

volle 4 Sterne, und ein bißchen mehr ;-)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Versuch, Vampirismus zu erklären, 2. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ich bin Legende (Taschenbuch)
Die Handlung setzt ein zu einem Zeitpunkt, als alles schon passiert ist: Robert Neville scheint der einzige Überlebende einer "Seuche" zu sein, die Monate zuvor die gesamte Bevölkerung ausgerottet hat, mit Ausnahme einiger Gestalten, die im Roman als "Vampire" bezeichnet werden. Sie können bei Tageslicht nicht existieren, brauchen Blut zum Überleben und belagern des Nachts das Haus von Neville, das er zu einer Art Festung ausgebaut hat. Tagsüber spürt Neville die Vampire auf, tötet sie so, dass sie nicht "wiederauferstehen" und versucht nebenbei, die Ursache für die Seuche zu ergründen, für die er eine logische Erklärung sucht. In nur wenigen Rückblenden erfährt der Leser andeutungsweise, wie das Leben für Neville vor der Seuche und bei ihrem Ausbruch gewesen sein mag: Eine nicht unerhebliche Rolle spielt dabei auch sein Nachbar Ben Cortman, der als lebender Toter ihn nun jede Nacht aus seinem Haus zu locken versucht.

Im Vordergrund steht hier eindeutig die Suche nach der Ursache der Seuche, des Vampirismus. Alte Mythen wie der Abscheu vor Kreuzen, Knoblauch und Spiegeln werden dabei geschickt verwoben mit der Suche nach einer möglichst wissenschaftlichen Erklärung für das Dasein der Vampire. Darauf verwendet Neville auch einen Großteil seiner Zeit. Warum er selbst nicht infiziert wurde, dafür hat er eine Erklärung, die aber erst sehr spät im Roman thematisiert wird.

Natürlich ist er einsam, als er einen Hund entdeckt, der überlebt hat, ist seine Freude über dessen Dasein groß, er versucht, ihn an sich zu binden, aber diese Episode endet tragisch. Nahrungsbeschaffung scheint kein großes Problem darzustellen, es werden Steaks gegessen, und Neville betrinkt sich jeden Abend mit Whisky bis fast zur Besinnungslosigkeit. Selbst die Beschaffung von Knoblauch, mit dem Neville sein Haus präpariert, um die Vampire fernzuhalten, scheint nicht wirklich schwierig. Aber es bleibt eben auch alles sehr an der Oberfläche und wird immer wieder verdrängt von der Suche nach Erklärung. Selbst die Vampire wirken nicht wirklich bedrohlich.

Als Neville einer scheinbar überlebenden Frau begegnet, scheint sich endlich das Blatt zu wenden, zwar ist er anfangs misstrauisch, gibt ihr aber schließlich auf ihre Fragen dennoch bereitwillig Antwort.

Das Ende beinhaltet eine durchaus philosophische und nachdenkenswerte Komponente, lässt aber schließlich den Leser dennoch ein bisschen im Regen stehen.

Nun, auf nur knapp über 200 Seiten kann auch kaum mehr als an der Oberfläche gekratzt werden, dabei hätten viele der angerissenen Themen in diesem Roman durchaus Potenzial gehabt, etwas näher beleuchtet zu werden, zum Beispiel auch die Einsamkeit Nevilles, der ohne Tiefe in seinem Charakter bleibt. Erstaunlich, dass dieser Roman ein so großer Erfolg wurde. Zugute halten muss man ihm allerdings natürlich, dass er den Vampirismus zu entmystifizieren versucht und ihm damit eine gänzlich neue Bedeutung zu geben vermag. Allerdings bleibt selbst das oberflächlich, ob die wissenschaftlichen Erklärungen - was in diesem Zusammenhang auch nicht unerheblich wäre - überhaupt halten, scheint mir fraglich, und es verliert sich ohnehin in Bedeutungslosigkeit.

Erstmals veröffentlicht wurde der Roman 1954 und spielte damals in der Zukunft, nämlich in den späten 70er Jahren. Beides merkt man dem Roman allerdings nicht besonders an, er ist insofern zeitlos. Immerhin diente der Roman als Vorlage für mehrere Verfilmungen, die wesentlich bekannter sein dürften als die Vorlage selbst, allerdings weichen alle Verfilmungen erheblich von der Vorlage ab. Insofern mutet der Roman fast wie ein Fragment an, wie ein Ideengeber. Schade, denn davon hatte ich mir mehr versprochen.

Abschließender Hinweis: Nur etwa die Hälfte des Buches enthält den titelgebenden Roman, ansonsten enthält das Buch noch weitere zehn Kurzgeschichten des Autors, die aber in dieser Rezension nicht berücksichtigt wurden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig, 24. Juni 2013
Von 
Deadalas "1984" (Traun, Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ich bin Legende (Taschenbuch)
Ein fantastisches Buch das der üblen Verfilmung mit Will Smith in allen Belangen haushoch überlegen ist. Aktuell, den Geschichte ist dazu verdammt sich zu wiederholen, geschieht das gleiche mit "World War Z"....einem großartigen Roman der mit ziemlicher Sicherheit durch die Hollywood-Film-Adaption verstümmelt werden wird. ABER...vielleicht irre ich mich ja und Brad Pitts Weltrettung scheitert nicht so grausam und geschmacklos wie die von Will Smith. Ich bin Legende IST Legende...und ich kann den Roman nur jedem empfehlen der auf Endzeit-Werke steht.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr als eine Horror-Geschichte,..., 3. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Ich bin Legende (Taschenbuch)
eigentlich würde ich sogar soweit gehen zu sagen, dass es keine Horrorgeschichte, sondern viel mehr eine Art existentialistischer Roman ist. Das Setting entspring zwar dem Horrorgenre (der Protagonist, Robert Neville, ist der letzte Überlebende eines unbekannten Phänomens und wird Nacht für Nacht von vampirartigen Kreaturen in seinem Haus belagert), Splatterszenen oder Verfolgungsszenen etc. gibt es aber nur in sehr geringem Maße. Viel mehr steht die Verzweiflung und der tägliche Kampf ums Überleben im Vordergrund. Robert wird depressiv, fängt an zu trinken und zweifelt am weiteren Sinn seiner Existenz. Man merkt, dass Stephen King von Richard Matheson beeinflusst wurde. Beide schaffen es, hinter ihren Horrorszenarien tiefergreifende Themen des Menschseins zu berühren.

Neben "Ich bin Legende" enthält der Band noch zehn weitere Kurzgeschichten von Matheson. Diese variieren in der Qualität: manche sind eher langweilig, zwei oder drei allerdings sind auf dem gleichen hohen Niveau wie der Roman.

Insgesamt ist der Band für mich eine klare Leseempfehlung !

PS: Die Seitenangabe von 398 stimmt, bezieht sich aber natürlich auf den Roman plus die weiteren Kurzgeschichten. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist damit vollkommen im Rahmen.
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4.0 von 5 Sternen Ein guter Endzeitroman, 17. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Ich bin Legende (Taschenbuch)
Der Roman von Richard Matheson ist richtig gut. Düster, recht sachlich geschrieben, aber meist fesselnd. So richtig spannend wird es aber erst im 2. Teil des Buches. Auch das Ende halte ich für gelungen.

Der Autor legt viel Wert darauf die Stimmung des Protagonisten zu schildern. Den Film mit W. Smith habe ich noch nicht gesehen, bin aber gespannt wie eng sich diese Version an das Buch hält. Die Verfilmung von 1963 mit Vincent Price habe ich gesehen. Diese Variante hält sich eng an das Buch, schafft es aber dennoch nicht zu fesseln.

Was mir gefehlt hat waren Science Fiction Elemente. Schließlich läßt der Autor die Story über 20 Jahre (1954 zu 1978) in der Zukunft spielen. Davon ist nichts zu merken. So hört der Held seine klassischen Lieder mit einer Schallplatte, erzeugt Strom mit einen Generator usw. Nicht sehr einfallsreich.

Ein Wort zu den Kurzgeschichten. Diese sind teilweise richtig gut. Vor allem "Beute" und "Aus den Schatten" hat mir gefallen. Sie erinnern teilweise stark an Stephen King Romane. "Beute" hat viel Ähnlichkeit mit der Kurzgeschichte "Schlachtfeld" aus der Kurzgeschichtensammlung "Nachtschicht". In "Schlachtfeld" wird ein Verbrecher in seiner Wohnung von Spielzeugsoldaten gejagt. In "Beute" wird eine junge Frau von einer Holzpuppe gejagd.

Dass der Roman 10 Kurzgeschichten zu der eigentlichen 200-Seiten-Story gepackt hat finde ich keinesfalls verwerflich sondern gut.
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Ich bin Legende.
Ich bin Legende. von Richard Matheson (Broschiert - April 1982)
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